Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Kühlturmwärter«
Wenkmann schrieb am 5.10. 2002 um 13:53:21 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
»Ah, einen Moment, ich schau mal nach....«
Der alte Mann drehte sich um und begann geräuschvoll in einer Truhe zu kramen.
»Oh, hier haben wir es ja!«
Anders Andersson setzte sein schönstes Lächeln auf, so dass sich sein Gesicht in eine
grauenvolle Fratze verwandelte.
Das Mädchen, das mit grossen Augen vor ihm stand, ging einen Schritt zurück.
»Komm, Klara, so heißt Du doch, oder?«
Das Mädchen nickte.
»Schau mal, was ich hier gefunden habe! Ich glaube, das wirst Du mögen! Vielleicht kennst Du es ja sogar.....«
In seiner klauenhaften Hand hielt der Kühlturmwärter ein kleines Bild, auf dem ein junges Mädchen, das mit Klara eine überraschend grosse Ähnlichkeit hatte, auf einem wilden Löwen durch die Wüste ritt.
In einer Hand hielt es eine kleine, blaue Rose.
Die Augen des Mädchens wurden noch grösser.
»Das bin ja ich!«
"Oh ja, das bist Du, mein kleiner Engel. Gefällt
Dir das Bild?"
Das Mädchen begann zu lächeln.
»Ich...das...Ich habe heute davon geträumt! Es war wunderschön. Wieso haben Sie ein Bild davon? Oh, bitte, darf ich es haben?«
Das Lächeln des Kühlturmwärters wurde noch grauenvoller.
"Aber natürlich, mein Schatz! Und übrigens: Woher ich es habe ist mein Geheimnis.
Vielleicht kannich es Dir irgendwann einmal zeigen. Aber Du darfst es niemanden verraten."
Er gab dem Mädchen das Bild.
»Möchtest Du einmal auf einem echten Löwen reiten, so wie Du es geträumt hast?«
Das Mädchen schaute ihm scharf in die Augen.
»Aber das geht doch gar nicht! Der Löwe würde mich doch auffressen.«
Der Kühlturmwärter zog die Augenbrauen hoch.
»Aber nein, aber nein, mein Kind! Mein Löwe liebt kleine Kinder. Besonders, wenn sie ihrer Mami ein so schönes Geburtstagsgeschenk mitbringen, wie Du es in tust!«
Lächelnd zeigte er auf ihre kleine Tasche, die an der Seite baumelte.
Klara hielt den Atem an.
Wie konnte dieser alte Mann das alles wissen?
Er muss bestimmt ein Zauberer sein, um ihre Träume zu kennen und ihre Geheimnisse zu erraten. Nicht so einer, wie im Fernsehen. Nein, die schummeln ja alle, das wusste sie genau! Dieser Mann hier ist ein wirklicher Zauberer, so wie die bei Harry Potter.
»Bist Du ein Zauberer?«
Der Kühlturmwärter leckte sich mit einem schmatzenden Geräusch über die Lippen.
»Ein Zauberer? Ja, ich glaube, ich bin so etwas wie ein Zauberer.«
In den Augen des Kühlturmwärters war für einen kurzen Augenblick ein helles Leuchten zu sehen. Dann war es verschwunden....
Anders Andersson war glücklich.
Bald würde er genügend Kühlturmflüssigkeit haben, um es angenehm kalt werden zu lassen....
Wenkmann schrieb am 21.7. 2003 um 01:58:25 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Er war fast am Ziel.
Nur noch ein paar Meter in der Dunkelheit.
Oh, er hatte es sich wirklich verdient!
Nach all den Entbehrungen.
Ein gewaltiger Hunger verzehrte sein Inneres, eine unstillbare Lust frass sich in seine kalten Gedanken.
Er war an der Quelle.
So nah!
Von seinem Versteck im Gebüsch aus konnte er den Wintergarten sehr gut beaobachten.
»Er wird kommen. Ich kann seine Seele schon riechen.«
Seine verfaulte Nase sog mit einem schmatzenden Geräusch die Umgebung förmlich ein.
Ein fetter, schwarzer Mann, offensichtlich nackt, betrat den lichtdurchfluteten Raum.
Er sah sehr sportlich aus.
"Mein Engelsmann hat einen Trainer.
Wunderbar! Du hälst dich für mich frisch, mein ahnungslose Geschöpf."
Aus den Augenwinkeln konnte der Kühlturmwärter sehen, wie sich ein verängstigter Pizzajunge in die Nacht stahl.
Der Kühlturmwärter verzog das Gesicht.
Die Gedanken des Jungen rochen nach Angst und Scham.
Eine ungeniessbare Kombination.
Und dann sah er ihn kommen.
Ein helles Gleißen blendete seine teuflischen Sinne.
Er hielt den Atem an.
Sein Opfer schaute herüber, als hätte er ihn entdeckt, machte dann aber eine kuze Drehung, um sich dem anderen Mann zuzuwenden.
Dem Kühlturmwärter rann der Speichel ungehemmt aus seinem fauligen, zerfressenen Mund.
Die Gedanken!
Diese wunderschönen Gedanken....
Er brauchte sie.
Er musste sie haben.
Er würde das Hirn seines Opfers als Festmahl zu sich nehemen.
Stück für Stück.
Jeden Tag eine kleine Winzigkeit mehr von dieser gewaltigen Genialität.
Aber vorerst würde er ihn noch ein wenig weiter beobachten.
Schliesslich wohnte er ja jetzt praktisch in der Nachbarschaft.....
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