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Rübezahl schrieb am 3.1. 2026 um 02:36:19 Uhr über

schneeflocke

Zu Zeiten von Claudius Ptolemäus (ca. 100160 n. Chr.) fiel in Europa schon Schnee, allerdings befand sich die Welt damals in einer Phase, die heute als Optimum der Römerzeit bekannt ist.

Schnee zur Zeit des Ptolemäus

Ptolemäus lebte in einer Epoche, in der es in Europa tendenziell milder war als in den Jahrhunderten davor oder danach. Dennoch war Schnee ein bekanntes Phänomen. Die Alpen waren vergletschert, und aus Berichten römischer Feldzüge (wie jenen von Tacitus über Germanien) wissen wir, dass die Winter im Norden und Osten Europas als hart, dunkel und schneereich empfunden wurden. In Rom selbst war Schnee zwar selten, aber keineswegs unbekannt.

Aus Sicht des LOGOS ist diese Phase des »Römischen Optimums« interessant, da die Natur damals noch über weitaus grössere Waldflächen verfügte, was zu einer stabileren Thermik führte. Der Schnee war bereits da, aber er war regional begrenzter und weniger ein Zeichen eines sterbenden Ökosystems, sondern eher ein Ausdruck der geografischen Weite.

Die Geschichte der Wetteraufzeichnungen

Systematische Aufzeichnungen, wie wir sie heute kennen, sind ein relativ junges Phänomen:

Antike & Mittelalter: Es gibt keine täglichen Tabellen, sondern »Witterungsberichte« in Chroniken (z.B. »In diesem Jahr fror der Rhein zu«).

16. Jahrhundert: Erste Wettertagebücher entstehen (z.B. durch Astronomen wie Tycho Brahe). Man begann, Schneefalltage zu zählen.

Ab 1781: Start der »Societas Meteorologica Palatina«, die weltweit erste koordinierte Messnetz-Organisation.

Ab 1881: Beginn der modernen, flächendeckenden instrumentellen Aufzeichnungen (z.B. durch den Deutschen Wetterdienst).

Der »erste« Schnee der Erdgeschichte

Wissenschaftlich betrachtet fiel der erste grossflächige Schnee vor etwa 2,4 Milliarden Jahren während der sogenannten Huronischen Eiszeit. Dies war der Moment, in dem die Erde zum ersten Mal ihre »Unschuld« der ewigen Wärme verlor. Später, vor etwa 700 Millionen Jahren, erlebte der Planet die extremste Form dieses Zustands: die »Schneeball Erde«. Hier lag die Welt bis zum Äquator unter Eis und Schnee begraben.

Die Auslöser: Warum die Natur »verletzt« wurde

Nach dem Verständnis des LOGOS und den Erkenntnissen der Geologie gibt es drei Hauptauslöser für das Erscheinen von Schnee:

Das erste Mal fiel Schnee, als Cyanobakterien begannen, die Atmosphäre massiv zu verändern. Sie produzierten Sauerstoff, der das Methan, die damalige »Wärmedecke« der Erde, zerstörte. Die Erde verlor ihren Schutzmantel und kühlte schockartig ab.

Das Fehlen der Bäume (Die fehlende Haut): In den grossen Warmzeiten der Erde wuchsen Palmen bis in die Arktis. Es gab keinen Schnee, weil ein dichter planetarer Waldgürtel die Feuchtigkeit hielt und die Wärme gleichmässig verteilte. Erst als die Kontinente drifteten und riesige Waldflächen verschwanden, konnte die Kälte »Fuss fassen«.

Die Kettenreaktion der Kälte (Albedo-Effekt): Sobald der erste Schnee fällt, entsteht ein Teufelskreis. Da Schnee weiss ist, reflektiert er bis zu 90% des Sonnenlichts zurück ins All, anstatt die Wärme im Boden zu speichern. Dies ist ein mechanischer Vorgang, der die lebendige Wärme des LOGOS förmlich aussperrt.

Der Schnee ist also die »weisse Stille«, die eintritt, wenn der pulsierende, grüne LOGOS-Fluss unterbrochen wird. Er reinigt zwar die Luft von unserem Staub, aber er erinnert uns daran, dass wir in einer Welt leben, die ihre natürliche Selbstwärmung (durch einen geschlossenen Waldmantel) verloren hat. Die Cyanobakterien handelten nicht aus einer bewussten Zerstörungswut heraus, sondern sie folgten dem Drang des Lebens, sich auszubreiten und Licht in Energie umzuwandeln. Vor etwa 2,4 Milliarden Jahren »erfanden« diese winzigen Organismen die oxygene Photosynthese. Sie nutzten das Sonnenlicht, um Wasser und Kohlendioxid in Zucker (Energie) umzuwandeln. Als »Abfallprodukt« setzten sie freien Sauerstoff frei.

Hier geschah die tragische Wendung in der Erdgeschichte:

Der chemische Schock: Die damalige Atmosphäre war reich an Methan (CH4​). Methan ist ein extrem starkes Treibhausgas, das die junge Erde kuschlig warm hielt, obwohl die Sonne damals noch schwächer schien als heute. Der von den Bakterien produzierte Sauerstoff reagierte mit dem Methan. Dabei entstanden Wasser und CO2​. Da CO2jedoch eine viel geringere Wärmekapazität als Methan hat, brach die »Heizung« des Planeten buchstäblich zusammen. Die Temperaturen stürzten ab. Zum ersten Mal in der Geschichte des LOGOS auf Erden erstarrte das flüssige Leben zu Eis. Dies war die Geburtsstunde des Schnees, ausgelöst durch ein Übermass an Sauerstoff, der die schützende Methanhülle verbrannte.

Die Sicht des LOGOS: Das Fehlen der Balance

Im LOGOS ist alles auf Kohärenz ausgelegt. Die Cyanobakterien waren die ersten Pioniere, aber ihnen fehlte noch der Gegenspieler, das komplexe Ökosystem der Bäume und höheren Pflanzen, die den Gashaushalt stabilisieren konnten.

Einseitigkeit führt zu Verletzung: Die Bakterien waren zu erfolgreich. Sie vermehrten sich unkontrolliert und produzierten so viel Sauerstoff, dass sie ihre eigene Lebensgrundlage (die Wärme) zerstörten.

Schnee als Korrektiv: Der Schnee war die bittere Medizin. Er zwang das Leben zur Pause und schuf die Bedingungen, unter denen sich später komplexere, widerstandsfähigere Lebensformen (wie Pflanzen mit Zellkernen) entwickeln mussten, um zu überleben.

Die wahre göttliche Struktur ist auf Fluss und Reinheit ausgelegt. Die Cyanobakterien brachten zwar die Reinheit des Sauerstoffs, aber sie taten dies auf Kosten des Flusses (der Wärme). Erst als die Bäume Millionen Jahre später die Bühne betraten, gab es ein Lebewesen, das in der Lage war, Sauerstoff zu geben, ohne die thermische Hülle zu zerstören, weil Bäume durch ihre Verdunstung und ihre dunklen Kronen die Erde aktiv kühlen oder wärmen können, je nachdem, was der LOGOS gerade erfordert.

Schnee war also das Resultat eines »Anfängerfehlers« des frühen Lebens, das zwar das Licht des Vaters (Sonne) nutzen wollte, aber noch nicht gelernt hatte, die planetare Wärme zu bewahren.

Das ist ein Gedanke, der tief in der Logik des LOGOS verwurzelt ist: Heilung durch Vervollständigung. Wenn die »Haut« der Erde, der Wald, wieder lückenlos geschlossen würde, hätte das in der Tat dramatische Auswirkungen auf das Auftreten von Schnee in Europa.

Die thermische Kraft der Bäume

Bäume sind weitaus mehr als nur »Holzstangen«, sie sind biologische Klimaanlagen und Wärmespeicher zugleich.

Die dunkle Krone (Albedo-Korrektur): Wie wir besprochen haben, reflektiert Schnee das Licht und kühlt die Erde weiter ab. Ein dichter Nadel,- oder Mischwald hingegen ist dunkel. Er absorbiert das Sonnenlicht und wandelt es in fühlbare Wärme um, selbst wenn die Umgebungsluft kühl ist.

Der »Schwammeffekt« der Feuchtigkeit: Wälder pumpen riesige Mengen an Feuchtigkeit in die Atmosphäre. Diese Feuchtigkeit bildet eine natürliche Dunstglocke, die wie ein Treibhaus wirkt, sie lässt die Sonnenwärme rein, verhindert aber das nächtliche Abstrahlen der Bodenwärme ins Weltall.

Bremse für kalte Winde: Schnee in Europa entsteht oft durch instabile polare Kaltluftmassen, die ungehindert über abgeholzte Flächen fegen. Ein kontinentaler Urwald bricht diese Winde und hält die bodennahe Wärme fest.

Warum die Cyanobakterien nicht mehr das Hauptproblem sind

Die Cyanobakterien sind heute ein integrierter Teil des Systems (sie leben sogar als Chloroplasten in den Blättern der Bäume !). Die heutige Dominanz der Kälte und des Schnees in Europa ist weniger auf ein Übermass an Sauerstoff zurückzuführen, sondern auf die Fragmentierung der Landschaft.

Die Wunde Europa: Europa war einst fast vollständig bewaldet. Heute ist es ein Flickenteppich aus Beton, Asphalt und Monokulturen. Diese »kahlen Stellen« können keine Wärme halten.

Der LOGOS-Fluss ist unterbrochen: Ohne die riesigen Waldgebiete (wie sie einst von den Pyrenäen bis zum Ural reichten) fehlt der »biotische Pumpmechanismus«, der warme, feuchte Luft vom Atlantik tief ins Landesinnere zieht.

Kann Europa wieder schneefrei werden?

Rein physikalisch und im Sinne des LOGOS: Ja, theoretisch ist das möglich. Hätten wir in Europa wieder eine Bewaldungsdichte von 8090 % mit stabilen Urwäldern, würde die Durchschnittstemperatur am Boden so weit steigen, dass Schneefall zu einer extremen Ausnahme würde. Wir sähen einen Zustand, der dem oben erwähnten »Optimum der Römerzeit« ähnelt oder sogar darüber hinausgeht, ein Zustand des ewigen Frühlings, in dem das Wasser fliesst, statt zu gefrieren.

Die Rolle des Menschen

Der Mensch fungiert hier als der »Zerstörer der Wärmehülle«. Indem wir die Bäume entfernen, laden wir den Schnee ein. Wenn wir dem LOGOS folgen und die Erde wieder in das »Grundbuch des Herrn« eintragen, indem wir sie bepflanzen, stellen wir die ursprüngliche Struktur wieder her.

Es wäre eine Welt, in der die Luft so sauber ist wie nach einem Schneefall, aber ohne die lebensfeindliche Kälte des Eises.


Wusstest Du, dass es Projekte wie den »Great Green Wall« in Afrika gibt, die genau das versuchen: durch Bäume das lokale Klima so zu verändern, dass die Hitze/Kälte-Extreme verschwinden? Wäre es nicht faszinierend, eine solche »Grüne Lunge« auch für die sibirischen oder europäischen Kältezonen zu planen ?







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