Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Familie«
Tanna schrieb am 7.2. 2000 um 14:02:37 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
Vater, Mutter, Kinder?
So einfach dürfte das heute in vielen Fällen nicht sein.
Zum Beispiel:
Eltern geschieden, Kinder bei der Mutter, Mutter hat neuen Freund, der hat auch Kinder, Kinder mögen den neuen Freund nicht, Kinder wollen zum Vater, Vater hat neue Freundin, Freundin mag die Kinder nicht, Vater und Freundin kriegen neue Kinder,...
Catcher schrieb am 26.1. 2001 um 04:04:42 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Das wichtigste, das jedes Mitglied einer Familie immer im Hinterkopf haben sollte ist, daß, genau wie du selbst, niemand eine Anleitung dafür besitzt, wie man sich in einer Familie verhält.
So erscheinen subjektive Ungerechtigkeiten vielleicht weniger als Grausamkeit, sondern vielmehr als Unsicherheiten, welche aus dem Weg geräumt werden können, oder, für die »Nichtbrombeerblätterteetrinker«, sogar für den eigenen Vorteil gebraucht werden können.
Hierbei geht es selbstverständlich um die Alltagsprobleme; nicht um tatsächliche Ungerechtigkeiten im Sinne der Menschenrechte.
Der hilfreiche Sozialarbeiter schrieb am 29.6. 2003 um 00:29:05 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Familien, die »etwas anders sind«
-Stieffamilien-
(Stieffamilien I)
»Ich hatte mich so darauf gefreut, eine Familie zu haben!« erzählt eine Stiefmutter, »aber das ist viel schwieriger, als ich es mir vorgestellt habe«.
Harte Arbeit
Neulich gab es die Wiederholung einer NDR - Talk - Show von 1984. Die damals noch sehr populäre Sängerin Daliah Lavi erzählte, daß sie in den letzten sechs Jahren nicht auftreten konnte.
Sie hatte einen Mann, den Vater mehrerer Kinder geheiratet und in die Ehe selbst zwei Kinder eingebracht: »Und da hatte ich dann sechs Jahre hart zu arbeiten, um uns zusammen zu bringen!«
Ja, das ist in der Tat harte Arbeit! Und die meisten Angehörigen von Stieffamilien heute werden bestätigen, daß es noch genau so ist!
Wenn sich die Angehörigen zweier Familien,
neu finden sollen, so ist das nicht einfach. Für
alle beteiligten Personen bringt dies neue Auf-
gaben, Herausforderungen und Schwierigkeiten
mit sich.
Denn alle Betroffenen haben vorher in anderen
»Systemen« gelebt, in denen andere
Regeln, Familien- und Rollenvorstellungen galten.
Man hat anders miteinander gelebt.
Unterschiedliche Formen der Stieffamilie:
Es lassen sich mehrere Formen der Stieffamilie
unterscheiden:
Stiefmutter - Familie:
Hier kommt, wie im obigen Beispiel, eine Frau in eine bestehende Familie, in der ein Vater mit einem oder mehreren Kindern lebt.
Probleme entstehen vor allem dadurch, daß ihre Rolle neu bestimmt werden muß. Hier, wie auch bei anderen Konstellationen wird es wichtig sein, offen an die Rollenklärung heranzugehen: Die Stiefmutter ist eben nicht die Mutter, sondern hat eine andere Rolle - egal ob die Kinder noch Kontakt zur leiblichen Mutter haben oder nicht. Hier kommt dem Vater eine wichtige Rolle zu: Er muß mit seiner Partnerin ihre Rolle besprechen und sie, gemeinsam mit ihr, den Kindern vermitteln.
Stiefvater - Familie:
Ein Mann kommt in eine Familie, in der eine Mutter mit einem oder mehreren Kindern lebt.
Von ihm wird eher Erziehung als Liebe erwartet.
Wichtig ist hier, daß die leibliche Mutter mit dem Partner die Rolle klärt und sie den Kindern vermittelt.
Auch hier ist es sehr wichtig, daß eine Klarheit an den Tag gelegt wird: Der neue Partner der Mutter ist nicht der »neue Papa« denn der Vater ist in dem Kind in der Regel präsent, auch wenn er nicht »verfügbar« sein sollte.. Der neue Partner sollte als der Stiefvater eingeführt werden.
Zusammengesetzte Familie:
Daliah Lavis Situation gehört hierher: Eine Mutter mit eigenen Kindern und ein Vater mit eigenen Kindern bilden eine »Zusammengesetzte Familie«. Zwei komplexe Systeme begegnen sich. Beide Elternteile leben sowohl die Rolle der leiblichen Eltern als auch die eines Stiefelternteiles. Konflikte können hier zum Beispiel durch Vorwürfe, seitens der Kinder oder des/ der Partners/ Partnerin, entstehen: »Du bevorzugst Deine leiblichen Kinder!«
Stieffamilien mit gemeinsamen Kindern
Neue Aufgaben entstehen, wenn
in eine Stieffamilie gemeinsame Kinder des Paares hineingeboren werden. Die Stiefelternteile werden zu Eltern. Stiefgeschwister werden Geschwister. »Du liebst Dein eigenes Kind mehr als die anderen!« könnte ein Vorwurf an den Stiefelternteil lauten.
Hilfe annehmen
Gerade Stieffamilien sollten sich nicht scheuen, sich um Hilfe an das Jugendamt oder an Partnerschafts- und Erziehungsberatungsstellen, zu wenden.
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