Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Neger«
Höflichkeitsliga schrieb am 27.11. 2002 um 13:21:19 Uhr zu
Bewertung: 11 Punkt(e)
In letzter Zeit, ich weiß nicht, vielleicht packt mich bereits die Geisteskrankheit, fühle ich in immer stärkerem Ausmaß das Bedürfnis, bei allen sich bietenden Möglichkeiten das Wort NEGER zu schreiben, egal ob hier, ob auf Waschzetteln, Kassenbons, Bierfilzen, etc, daß wir uns nicht falsch verstehen, dies nicht in rassistischer Absicht, der ganze Zustand in dem ich mich nämlich befinde, läßt mich nämlich eigentlich zu dem Schluss kommen daß ich selbst der gemeinte NEGER bin, wenn ich nämlich zu morgens aufstehe, dann ist in letzter Zeit immer öfter als ob das WORT Neger in mein Gesicht geschrieben steht, gleich über der dicken Nase, und wenn ich dann jemanden sehe, dann will ich als erstes sagen, »hallo, ich, der NEGER, ich sage dir also... «, und dann ist nämlich der Schleier gelüftet, dann begrüßt mich also das Abendland unter den seinen und sagt: »Sieh, Freund Neger, so einfach war es nänmlich also, nur zu sagen hast du es brauchen!«, und ich falle dem Weissen Mann in die Arme und weine bitterlich!
Martha Vocker schrieb am 13.1. 2006 um 12:42:49 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
ZITATE ZUM THEMA NEGER
»Keine Tätigkeit ist geeigneter, den Europäer für die richtige Behandlung der Neger zu erziehen als die militärische. ... Er wird bald erkennen, dass er in den Negern eine noch in den Kinderschuchen steckende Rasse vor sich hat. ... Ich bin durchaus kein Freund davon, jedem 'Black Brother' die Hand zu schütteln.... Hört der gute Einfluß des Europäers auf, so fällt der Neger schnell wieder in seine alte Trägheit und Sorglosigkeit zurück. ... Ich möchte hier einschalten, dass für unsere jungen Kolonien eine richtige Behandlung von ganz besonderer Tragweite ist, da man den Patriotismus, der bei unseren Soldaten eine mächtige Triebfeder ist, von einem Mann der schwarzen Truppe nicht erwarten kann...Dabei möge man sich aber als Richtschnur den Grundsatz dienen lassen, dass der Wilde erst die Überlegenheit unbedingt anerkennen muss, bevor man ihm Güte zeigt, da er letzteres sonst leicht als Schwäche auslegen würde.« 'Zur Behandlung des Negers', aus: Hermann von Wißmann: Afrika, Schilderungen und Ratschläge für den Dienst in den deutschen Schutzgebieten, Berlin 1895
»Finde ich keinen Weg, so bahne ich mir einen.« Hermann von Wißmann
»Der Neger ist der geborene Sklave, dem ein Despot nötig ist wie dem Opiumraucher die Pfeife... Er ist verlogen, diebisch, falsch und hinterhältig.« Carl Peters (1856-1918)
»Es mag wunderbar klingen, aber mit jedem Volksstamm in Kamerun ist es, solange er noch nicht die deutschen Waffen gespürt hat und weiß, dass der Gouverneur der Stärkere ist, gerade wie mit einem jungen Hund, der noch nicht die Staupe gehabt hat.« Hans Dominik
»Nicht rechts geschaut, nicht links geschaut, vorwärts - geradeaus, auf Gott vertraut und durch!« Leitspruch Hans Dominiks, auf der Denkmaltafel angebracht
»Die aufständischen Stämme werden mit Strömen von Blut untergehen, ein Krieg in Afrika läßt sich nun mal nicht nach den Gesetzen der 'Genfer Konvention' führen.« General Lothar von Trotha zum Herero-Nama-Aufstand, November 1904
»Ich, der große General der deutschen Soldaten sende diesen Brief an das Volk der Herero: Die Herero sind nicht mehr deutsche Untertanen. ... Das Volk der Herero muß jedoch das Land verlassen. Wenn das Volk dies nicht tut, so werde ich es mit dem Groot-Rohr (Geschütze) dazu zwingen. Innerhalb der deutschen Grenzen wird jeder Herero mit und ohne Gewehr, mit oder ohne Vieh erschossen, ich nehme keine Weiber oder Kinder mehr auf, treibe sie zu ihrem Volk zurück, oder lasse auf sie schießen. Dies sind meine Worte an das Volk der Herero. Der große General des mächtigen Kaisers, von Trotha.« Der Vernichtungsbefehl von 1904, der zum Völkermord führte
»Wir ritten eine Weile weiter, da lag eine Ziege am Weg und neben ihr ein Knabe mit mageren, merkwürdig langen Gliedern, als hätten sie sich im Sterben gereckt... zwischen Büschen und unter Büschen Schulter dicht an Schulter, Menschen sitzen in Klumpen ganz unbeweglich...als wenn sie schliefen, trocken atmend.« Aus dem Tagebuch des Schutztrupplers Michaelsen über die Verfolgung der Herero in die Wüste
»Daß er die ganze Nation vernichten oder aus dem Land treiben will, darin kann man ihm beistimmen... Der entbrannte Rassenkampf ist nur durch die Vernichtung einer Partei abzuschließen.« General von Schlieffen zur Vernichtungsjagd Lothar von Trothas
"Von der Höhe eines Reiters kann ein wohlgeführter Hieb mit einer Rhinozerospeitsche einen Nigger mit weniger Zeitaufwand und Mühe zum Schweigen bringen, als nötig wäre, wenn man ihn erschoss.“Thomas Pynchon: 'V.', Roman 1961
Oliver Bieg schrieb am 13.2. 2001 um 20:18:36 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Das Wort »Neger« leitet sich zwar durchaus vom lateinischen Wort »negro« ab und bedeutet ursprünglich nur »Schwarzer«. Allerdings handelt es sich dabei nichtsdestotrotz um einen Begriff der in der »Rassenlehre« des 19. Jahrhunderts, in denen die Menschheit in drei »Rassenkreise« eingeordnet wurden (europid, mongolid und negrid), gebraucht wurde.
Diese unselige »Wissenschaft« wird heute - mensch sei Dank - nicht mehr gelehrt, und nur noch von Extremisten im Geheimen betrieben, aber hat im vorletzten Jahrhundert dazu geführt, den Sozialdarwinismus (man denke an Spencer - »survival of the fittest« bezogen auf den Menschen) salonfähig zu machen, ihm den Anschein einer ernsthaften Wissenschaft zu geben. Dies war einer der grundlegenden Bausteine für die Etablierung von »Arier« - Theorien und der ganzen »Rassenlehre« der Faschisten und hat letzendlich zu der Ermordung von Millionen von Menschen beigetragen.
Man sollte dies vor dem Gebrauch des Wortes »Neger« bedenken.
Dennoch hat die Emanzipationsbewegung der Afroamerikaner im 20. Jahrhundert den Begriff »negro« - also die englische Entsprechung zu »Neger« zeitweise als bevorzugte Selbstbezeichnung auserkoren.
Übrigens ist der Begriff »Schwarzafrika« ebenfalls negativ konnotiert. Er stammt aus der Zeit der großen »Afrikaexpeditionen« des 19. Jahrhunderts, bei denen wohlhabende Europäer Afrika »erforschten«, das durch Bezeichnungen wie »dunkel«, »düster« oder »schwarz« mystifiziert wurde.
Hans*im*Glück schrieb am 11.4. 2005 um 17:06:22 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Ich habe heute Pippi Langstrumpf, Lotta zieht um, Jim Knopf, Neues vom Franz, einen Harry Potter, Wilhelm Busch usw. von einem ca. 13-jährigen Jungen angekauft.
Dabei waren aber auch zwei Bände von seiner Mutter, von Peter Schellenbaum:
»Das Nein in der Liebe« und, völlig zerlesen: »Abschied von der Selbstzerstörung«.
Beim Auszeichnen fand ich dann in Pippi Langstrumpf (geschrieben 1945) drei mit Kugelschreiber geänderte oder durchgestrichene Passagen: aus 'Negerkönig' war 'Inselkönig' gemacht, die immer lügenden Kenianer waren ganz gestrichen und was über eieressende glatzköpfige Brasilianer auch.
Aha, pc gemacht, dachte ich, und die beiden Schellenbaum-Bände von seiner Mutter fielen mir wieder ein.
3 Minuten später fiel mir aber plötzlich auch wieder ein, dass der Junge, der mir die Bücher gebracht hatte, Biko hieß, einen afrikanisch-deutschen Doppelnamen auf die Quittung geschrieben, und eine schöne milchkaffeefarbene Haut hatte.
Da dachte ich, vielleicht ist die 'Zensur' auch ein Liebesbeweis einer aufmerksamen Mutter gewesen.
Zwischen 1945 in Schweden und 2005 in Berlin liegen doch eine Menge Unterschiede, und pc kann sehr unterschiedliche Aspekte betreffen.
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