Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 19, davon 19 (100,00%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 8 positiv bewertete (42,11%)
Durchschnittliche Textlänge 1319 Zeichen
Durchschnittliche Bewertung 0,632 Punkte, 9 Texte unbewertet.
Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 18.1. 2003 um 17:32:34 Uhr schrieb
Ente über Wader
Der neuste Text am 14.3. 2017 um 08:58:55 Uhr schrieb
Sandy über Wader
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 9)

am 29.4. 2007 um 22:20:29 Uhr schrieb
Andreas über Wader

am 14.3. 2017 um 08:58:55 Uhr schrieb
Sandy über Wader

am 18.1. 2003 um 17:58:29 Uhr schrieb
elfboi über Wader

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Wader«

elfboi schrieb am 18.1. 2003 um 18:08:30 Uhr zu

Wader

Bewertung: 2 Punkt(e)

begegnung

jeden tag kam sie mir entgegen
und ich gewöhnte mich daran
wie man an das was man oft hört und sieht
sich eben gewöhnen kann

ich nahm es kaum wahr daß tage kamen
an denen sie nicht erschien
dann ging sie wie immer an mir vorüber
und diesmal sah ich genauer hin

sie sah mich und wurde ein kleinwenig rot
und ich obwohl ich nicht schüchtern bin
wußte plötzlich mit meinen händen
nicht mehr so recht wohin

ich habe mich nie nur zum vergnügen
mit zahlen und ziffern herumgequält
doch die sommersprossen auf ihrer nase
die hätte ich gerne gezählt

ich sah auch ihren mund und hoffte
auf ihr lächeln an kommenden tagen
und nahm mir vor sie nach diesem und jenem
und nach ihrem namen zu fragen

es ergab sich schon am nächsten tag
daß ich einen grund sie zu sprechen fand
nur gab sie mir antwort in einer sprache
von der ich kein wort verstand

verstanden habe ich nur ihr lächeln
als ich so ganz brav neben ihr lief
und hinter dem lächlen sah ich ihre zähne
schneeweiß und ein wenig schief

ihren namen las ich auf dem schildchen am koffer
den ich für sie zum bahnhof trug
dann stand ich alleine da
sah sie noch winken aus dem fahrenden zug

elfboi schrieb am 18.1. 2003 um 18:05:10 Uhr zu

Wader

Bewertung: 1 Punkt(e)

Titel: Manche Stadt, manch ein Land
Interpret: Hannes Wader


Manche Stadt


Manche Stadt, manch ein Land,
manche Stunde, manchen endlos langen Tag,
ließ` ich im dunkeln hinter mir.
Manche Chance, manch leeres Glas,
manch ein Mädchen, daß mich, wenn ich ging vergaß` .

Wenn es auch nicht die Freiheit war,
in fremden Wagen, während mancher langen Fahrt.
Wenn der Motor mit mir sang,
hab` ich mich, ganz gleich was vor mir lag,
doch frei gefühlt für manche Stunde, manchen Tag.

Wenn`s auch kein Zuhause war,
wo immer ich einen Platz zum schlafen fand,
habe ich mich doch hier und da,
bei manch einem, unter dessen Dach ich lag,
Zuhaus gefühlt für manche Stunde manchen Tag.

One more city, one more town,
one more long, long road, to travel on,
one more lonely day to pass.
One more empty wiskeyglass,
one more girl, to forget me, when I´am gone.


Manche Stadt, manch ein Land,
manche Stunde, manchen endlos langen Tag,
ließ` ich im dunkeln hinter mir.
Manche Chance, manch leeres Glas,
manch ein Mädchen, daß mich, wenn ich ging vergaß` .

elfboi schrieb am 18.1. 2003 um 17:53:22 Uhr zu

Wader

Bewertung: 1 Punkt(e)

Titel: Tankerkönig (ganz)
Interpret: Hannes Wader


Es war an einem Morgen im Frühjahr, als ich meinen ersten Anfall bekam. Ich hatte son bisschen über mich und das Leben nachgedacht als mir plötzlich speiübel davon wurde. Und irgendwas drückte mir den Hals so zu, dass ich dachte ich müsste ersticken.

Ich stürzte auf die Straße, schnappte wie ein Irrer nach Luft aber es kam noch viel schlimmer. Mir wurde schwindelig, ich drehte mich zehn Mal um mich selbst und dachte alle Leute zeigten mit den Fingern auf mich bis ich dann merkte, dass ich gar nichts an hatte.

Ich rannte und rannte, fand dann irgendein offenes Parterre- Fenster, kletterte rein und verkroch mich, zitternd vor Angst und Kälte in irgendeine Ecke.

Es dauerte eine ganze Weile, bis ich merkte, dass ich mich in einem Trödelladen befand. Der ganze Raum hing voll mit alten Klamotten und ich zog mir sofort eine Pluderhose, Stulpenstiefel und ein Kettenhemd an, hängte mir noch ne alte Armbrust über die Schulter und fühlte mich augenblicklich wieder gelassen und unangreifbar.

Ich marschierte über die Straße und stand dann plötzlich vor dem Personaleingang des Kaufhauses, wo ich bis dahin die Papierverbrennungsanlage bedient hatte. Als ich das sah, wurde mir schlecht vor Wut. Ich rannte den Pförtner über den Haufen, riss sämtliche Telefonkabel ab, brach die Stempeluhr aus der Wand und tobte weiter in die Verkaufsräume.

Als ich in die Spielwarenabteilung kam, stand der erste Verkäufer wieder mal von einem Stützpfeiler halb verborgen auf ner Leiter, um die Kinder beim Klauen besser erwischen zu können. Die liefert er dann immer der Geschäftsleitung aus und kassierte dicke Prämien pro Nase. Sein dreckiges Grinsen als er mich sah, brachte mich so auf, dass ich, ohne zu zielen meine Armbrust auf ihn abdrückte und der Bolzen fuhr ihm dicht am Hals vorbei durch den Anzugkragen und nagelte ihn am Pfeiler fest. Ich trat die Leiter unter ihm weg und ließ ihn da hängen wie n Schluck Wasser. Und während er zappelte und schrie, schmiss ich eine Stellage nach der anderen um und verteilte das Spielzeug unter die Kinder.

Und mitten im größten Tumult tauchte der Chef des Hauses auf und zischte mich an: „Was machen Sie denn da? Sofort kommen Sie mit in mein Büro, Sie Idiot!“ Ich spannte nur meine Armbrust und sagte: „Leck mich doch am Arsch, du Motherfucker! Hände hoch und vorwärts!“ Da sah er den Verkäufer am Pfeiler baumeln und wurde leichenblass. Ich schubste ihn in den Lastenfahrstuhl ohne dass die Kunden deswegen stutzig wurden, die das ganze für ne Werbeaktion hielten, fuhr mit ihm in den Keller runter in die Papierverbrennung und gab ihm einen Tritt und er flog durch das riesige Ofenloch mitten ins Feuer. Und als draußen die Polizeisirenen heulten war schon nichts mehr von ihm übrig.

Ich rannte nach draußen, warf die Armbrust weg, schwang mich auf ein herrenloses Damenfahrrad und jagte quer durch die City zum Ortsausgang. Und nach einer Stunde Fahrt fiel ich halbtot vor Erschöpfung vom Rad und schlief unter einem Gebüsch ein. Am nächsten Morgen war es eisig kalt. Und mit der Kälte kam die Angst. Ich hatte eine Führungskraft umgebracht, jetzt würde man mich überall suchen und hetzen. Und in meiner Panik wühlte ich mich immer tiefer und tiefer in den Wald und gegen Mittag fand ich einen verlassenen Luftschutzbunker. Die Tür war offen und in einer Ecke lag eine Maschinenpistole in Ölpapier gewickelt und eine Kiste Munition. Ich setzte die Waffe zusammen, Sie funktionierte und ich fühlte mich sofort wieder unbesiegbar. Ich beschloss, mich im Bunker einzurichten und mir gleich Vorräte zu beschaffen, um in der Illegalität überleben zu können.

Und noch am selben Tag knackte ich drei Banken. Ich zwängte mich jedes mal mit dem Fahrrad durch die Tür, drehte eine Runde im Schalterraum, feuerte mit der MP in die Decke, dass der Kalk nur so spritzte und schrie: „Ich bin der Rattenfänger von Hameln, wo sind hier die Mäuse!!“

Und als ich auf diese Weise 100.000 Mark zusammen hatte ging ich noch schnell in Supermarkt einkaufen und erreichte dann auf Schleichwegen wieder meinen Bunker.

(Gitarre)

Ich blieb so lange unsichtbar, bis keine Zeitungsmeldungen über mich mehr erschienen, beschaffte mir dann so nach und nach alles was ich brauchte und verlebte ein paar sehr ruhige Monate. Ich pflanzte Hanf im Blumenpott, rauchte ab und zu einen Joint und schaukelte bei sonnigem Wetter in meiner Hängematte und hörtedie MP auf dem Bauchdie Hitparade im Kofferradio und war glücklich. Aber wie alle glücklichen Leute nach ‚ner Weile schon nahe am Verblöden. Und um dem entgegenzuwirken schrieb ich zentnerweise Leserbriefe und badete ab und zu in einem eingezäunten See, der in der Nähe lag und der dem Tankerkönig gehörte.

Eines Mittags alsoich saß da ganz ruhig mit meiner MP im Wasserstand da plötzlich einer vor mir in Hemdsärmeln, grüner Schürze, Strohhut, Spaten über der Schulter und meinte, das wäre Privateigentum, wo wir denn hinkämen, wenn das alle machen würden. Ich sagteja wenn das alle machen würden, dann wäre der Tankerkönig bald weg vom Fenster mit Blick auf den See“. Ich fragte ihn ob er es denn nötig hätte als Gärtner für den Tankerkönig den Büttel zu machen. Meint er doch, ich bin nicht der Gärtner, ich bin der Tankerkönig. Ich sagte: „Das ist doch nicht zu fassen, den Gärtner entlassen, die Dahlien selber begießen und das Geld für sie arbeiten lassen! Damit ist jetzt Schluss!!“ Ich wollte sofort abdrücken, brachte es dann aber dann doch nicht fertig. Und stattdessen zwang ich ihn einen Joint zu rauchen, so groß wie'n Ofenrohr. Und ich sagte: „So! Und jetzt will ich mal sehen, wie Milliardäre so leben!“.

Wir gingen die paar hundert Meter bis zu seiner Villa und als wir ankamen war er schon so high wie'n Weltmeister. Er taumelte vor mir her in eine riesige Diele auf eine erlesene Sitzecke zu wo die Tankerkönigin saß und döste und so'n Hündchen im Arm mit blauer Schleife und rosa Arschloch und sie murmelte ohne die Augen zu öffnenRudi bist Du's? Denk dir, Ari Onassis hat uns eingeladen zur SafariDer Tankerkönig glotzte seine Frau erst an als wenn er gar nichts begriffen hätte, fing dann an um sie rumzutanzen, äffte ihre Stimme nachMit Ari auf Safari...“. Die Tankerkönigin riss die Augen auf, sah uns und flüchtete kreischend die Treppe rauf. Der Tankerkönig angelte sich die antike Streitaxt von der Wand und Ari Safari hinterher.

Da dachte ichDas Schauspiel guckst du dir von draußen an. Und ich setzte mich in die Hollywoodschaukel. Da sah ich auch schon den Tankerkönig aus der Dachluke kriechen. Die blutige Axt in der Hand breitete er die Arme aus, sprang und landeteklatschdirekt vor meinen Füßen. Ich ging erst mal zurück zum Bunker und legte mich schlafen.

Am nächsten morgen hörte ich dann die Nachrichten. Die halbe Welt stand Kopf. Es war auch von mir die Rede. Die Tankerkönigin hatte ausgesagt. Ihr Mann hatte mit seiner Axt nicht sie, sondern nur das Hündchen erschlagen und man sprach von einer wirtschaftspolitischen Katastrophe, die der Tod des Tankerkönigs ausgelöst hätte. Und weiter hieß es, die gesamte Landespolizei und eine Bundeswehreinheit beteilige sich mit Suchhunden und Peilgeräten, Hubschraubern und Panzern an der Fahndung nach dem geisteskranken Mörder mit dem Kettenhemd und den Stulpenstiefeln. Mir wurde ganz mulmig zumute und ich verrammelte die Bunkertür hinter mir und traute mich wochenlang nicht mehr raus.

Nach einer Weile fühlte ich mich so elend und einsam, dass ich schon anfing mit mir selbst zu reden. Ich brauchte unbedingt einen Menschen mit dem ich sprechen konnte, aber einen der das mit dem Tankerkönig auch verstehen würde. Und ich kannte keinen. Aber dann hatte ich die Idee: Wenn schon kein Lebender da war, warum sollte ich dann nicht mit einem Toten reden. Also schlich ich mich gegen Mitternacht aus dem Wald in den nächsten Ort. Ich kannte da ein Haus in dem regelmäßig spiritistische Sitzungen stattfanden.

Und ich hatte auch Glück, die Sitzung war schon im vollen Gange. Ich stieß die Tür mit dem Fuß auf, die MP in der Hand und rief: „Nur keine Panik meine Herrschaften und Hände auf den Tisch. Aber kaum hatten die die Hände auf der Platte, fing der Tisch an zu wackeln, hob sich wie von selbst und schwebte dann einen Meter überm Fußboden. Ich sagteKinder, macht doch keinen Quatsch, Hände hoch übern Kopf!“ Sofort flogen die Hände in die Luft und der Tisch krachte wieder auf den Boden. Und ich sagteSo, wer von euch ist hier der Ober- Druide? Macht mir mal ne Verbindung mit Ché Guevara, ich möchte jetzt endlich mal mit einem vernünftigen Menschen reden.

Erst wussten die gar nicht so richtig, wen ich da meinte, gaben sich aber sehr viel Mühe und endlich knackte es in der Leitung und ich hörte Ché Guevaras StimmeWas wollt ihr von mir?“ Ich sagte wer ich war und was ich angerichtet hatte und dass ich einen Rat brauchte. Und die Stimmer fragte mich etwas ärgerlich, was das denn sollte und ob ich denn noch nie was von organisiertem Klassenkampf gehört hätte. Ich sagte nee, hätte ich nicht. Die Stimme schwieg einen Augenblick und sprach dann wesentlich freundlicher und tröstender weiter: ja da wäre mir nur sehr schwer zu helfen, ich wäre krank und ich sollte mal am besten zum Psychoanalytiker gehen.

Total deprimiert kroch ich zurück zum Bunker. Als ich schon von weitem die Blechbüchsen klappern hörte die an dem Alarmdraht hingen, den ich um mein Versteck gespannt hatte. Vor Schreck an allen Gliedern zitternd ging ich dann hin und sah einen VW da stehen mit einem nackten Pärchen auf dem Vordersitz. Die Stoßstange hatte sich in der Alarmleitung verhakt, so dass die Blechbüchsen unausgesetzt schepperten.

Ich war so empört, dass ich dem Kerl die MP in den Rücken bohrte und ihn anschrie: „Sofort aufhören, das ist dochne Schweinerei. Weit und breit die unberührteste Natur und Sie machen hier solche Verrenkungen in Ihrer stinkigen Kiste. Aber sofort raus in die Glockenblumen. Der arme Mann jammerte mir die Ohren voll: „Warum haben Sie uns so erschreckt? Meine Bekannte hatn Krampf und jetzt hängen wa fest!“ Das hatte mir gerade noch gefehlt.

Wir berieten erst mal ne Weile darüber, was wir da machen könnten und dass es das beste wäre, der Braut mit ner Nadel in den Schenkel zu stechen, so als Gegenschock, aber natürlich hatte keinerne Nadel dabei. Mir dauerte das alles zu lange. Ich sagte: „Schluss jetzt!! Wenn ihr die Nadel haben wollt, müsst ihr schon die hundert Meter zum Nähkästchen robben. Die Operation gelang dann auch. Und erst als die beiden den Bunker wieder verlassen hatten wusste ich, dass ich einen furchtbaren Fehler begangen hatte.

Einige zufällige Stichwörter

Abtreibung
Erstellt am 16.9. 2000 um 02:12:35 Uhr von Silberdrache, enthält 99 Texte

spülwurm
Erstellt am 16.11. 2001 um 13:31:41 Uhr von gareth, enthält 16 Texte

Mehlmantel
Erstellt am 19.4. 2003 um 02:59:39 Uhr von wuming, enthält 7 Texte

ironisch
Erstellt am 24.3. 2002 um 17:43:47 Uhr von Seikko, enthält 16 Texte

Tiergarten
Erstellt am 29.1. 2005 um 13:08:09 Uhr von mcnep, enthält 7 Texte


Der Assoziations-Blaster ist ein Projekt vom Assoziations-Blaster-Team (Alvar C.H. Freude und Dragan Espenschied) | 0,0385 Sek.