Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Vermieter«
Grimbert schrieb am 7.7. 2000 um 19:38:24 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
Vermieter müssen eine Plage Gottes sein. Sie sind nie da, wenn man sie braucht und stellen sich dumm an, wenn man sie um etwas bittet. Dabei glauben sie aufgrund ihres vermieteten »Besitzes« auch noch im Recht zu sein. Meine Erfahrungen mit dieser Subspezies des gemeinen Nachtwächters sind übel: Mein erster Vermieter, der mich in einem Altbau wohnen ließ war ein mieser kleiner Rassist. Er überließ die Nebenwohnung (12 qm)einem algerischen Flüchtling für 400 Mark und als sich herausstellte daß er Algerier war, wurde ihm fristlos gekündigt. Nachmieter war ein Junkie, frisch aus dem Knast und auf Entzug, der oft mit Sprachschwierigkeiten und Zuckungen zu kämpfen hatte. Aufgrund »seines asozialen Eindrucks« wurde ihm nach zwei Wochen fristlos gekündigt, ebenso einem Mieter mit einem Alkoholproblem. Mit Dessen Nachmieter, einem fettgesichtigen kahlrasierten NPD-Mitlgied mit Pitbull-Terrier, hatte mein Vermieter keine Probleme. An seiner Tür befestigte Aufkleber (»Rache für Rudolf Heß«, »Ich bin stolz ein Deutscher zu sein« »Deutsche Arbeit zuerst für Deutsche«) waren ebenfalls kein Grund zur Klage, auch der Scheißköter paßte in die 11-qm-Höhle hinein. Könnt ihr Euch vorstellen, wie man sich fühlt, wenn man mit einem nazi eine klobrille teilen muß? Nachdem im Haus bekannt war, wer und was da wohnt, wurde leiser Protest artikuliert, der dazu führte, daß wir einen Abend mit dem Motto »Saufen und Kiffen gegen Nazipack« abhielten, auf der meine Kumpels B. und M. soviel LSD schluckten, daß sie total knägge wurden. Dazu wurde bis ein Uhr nachts Ministry auf Konzertlautstärke gehört, was dazu führte, daß ein pensionierter Straßenbahnschaffner die grüne Minna anrief, welche den Verstärker konfiszieren wollte. Nach einigem hin und her, zwei auf den Bullenopel geworfenen Tomaten und dem schnellen Ende einer Flasche Gerolsteiner, die aus dem Fenster flog und auf dem Asphalt zerplatzte, wurde kurzerhand ich von den Bullenschweinen konfisziert. Man brachte mich ins Bullenpräsidium, wo mir ein paar Ohrfeigen verpaßt wurden; danach kam ich in die Ausnüchterungszelle, obwohl kein Alkoholtest durchgeführt wurde. Die Erstattung einer Strafanzeige brachte nichts; das deutsche Volk hat laut Staatsanwaltschaft kein Interesse an ein paar Ohrfeigen, die von einem miesen Bullenschwein ausgeteilt werden, der eine Uniform, aber nichts im Kopf hat . Am nächsten Tag wurde mir von meinem Vermieter fristlos gekündigt mit der Begründung, daß »irgendwann Schluß« sei. Die Bruchbude, ein vermuffter, baufälliger, verkakerlakter Altbau, steht heute immer noch: in der Rheindorfer Str. 15 in Bonn.
Napp schrieb am 2.2. 2012 um 11:48:23 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Vermieter im allgemeinen sind ja schon ein ziemlich schleimiger oder auch ekelerregender Menschenschlag, der bei seinem natürlichen Gegenpart immer nur versucht die Börse zu lockern und ihn mit verspielt verworrenen Abrechnungen auch den letzten Heller aus dem Geldbeutel zieht. Jedenfalls gefühlsmäßig.
Aber Neuerdings scheinen sie sich eine neue Strategie von den Politikern abgeschaut, um die arme kleine Wurst von Mieter noch besser in schach zu halten.
Es kommt nämlich die alterwürdige Kunst des weiterschiebens zum Einsatz. Getreu dem Motto:»Dafür sind wir nicht zuständig« oder »Ich bin noch neu hier und finde sie garnicht in unserem System« wird der Mieter, der sich in seiner Not einer bei minus zwanzig Grad ausgefallen Heizung voller Hoffnung an die seiner Meinung nach zuständige Hausverwaltung wendet, mit einer Telefonnummer des Hauseigentümers, an den man sich ersteinmal wenden solle abgespeist.
Dieser erklärt einem dann bei einem Anruf, dass er auch nicht wisse, was das alles soll hier und er hätte sowieso keine Ahnung von der ganzen Materie. Bei erneuter Nachfrage bei der Hausverwaltung erhält man nun das Versprechen sich darum irgendwie zu kümmern obwohl man keine Ahnung habe, wie.
Wenn der Mieter nun ein Sonntags ´kind ist und sich sowieso grade in einer größeren Glückssträhne befindet, wird er eventuell wieder von der Hausverwaltung oder auch einer anderen Partei angerufen und über den Lösungsversuch unterrichtet.
Da aber nicht jeder ein Kind des Glücks ist darf sich der kleine Mieter weiterhin damit abfinden, gekonnt an der Nase herumgeführt worden zu sein.
Denn Oh Wunder es passiert wie immer nichts bis endlich die Wasserrohre einfrieren und der Vermieter nun endlich trotz Eiseskälte ins schwitzen kommt.
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