wenn
Bewertung: 5 Punkt(e)Wenn niemand was zu wenn schreibt, dann schreib ich auch nur was, wenn ein anderer auch was über wenn schreibt.
| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) | 366, davon 349 (95,36%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 107 positiv bewertete (29,23%) |
| Durchschnittliche Textlänge | 163 Zeichen |
| Durchschnittliche Bewertung | -0,030 Punkte, 148 Texte unbewertet. Siehe auch: positiv bewertete Texte |
| Der erste Text | am 13.7. 1999 um 20:21:22 Uhr schrieb tobias über wenn |
| Der neuste Text | am 8.12. 2024 um 08:13:30 Uhr schrieb Kitty über wenn |
| Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 148) |
am 10.12. 2007 um 17:45:17 Uhr schrieb
am 27.4. 2007 um 14:39:00 Uhr schrieb
am 28.8. 2002 um 17:41:47 Uhr schrieb |
Wenn niemand was zu wenn schreibt, dann schreib ich auch nur was, wenn ein anderer auch was über wenn schreibt.
Ein Kontext, in dem zwei fiktive Figuren A und B sind. Beiden Figuren droht Gefahr. Figur A und Figur B sind strikte Erzfeinde, am liebsten würde A B lynchen - und umgekehrt. In diesem Kontext mögen A und B sogar die Option dazu besitzen.
Wenn A und B kooperieren, können sie beide der Gefahr entkommen.
Wären die Figuren Menschen, würden sie wahrscheinlich miteinander kooperieren. - Aber wenn die Figuren Programme sind?
Wenn die Erde so sich im nicht endenden dunkel dreht, wie sie zu drehen sich angewöhnt, und wir dies zu wissen uns angelehrnt haben, ohne dabei in panischen schrecken über dies unfassbare auszubrechen, wenn morgen dies andere gestirn wieder auftauchen sollte um alles in helligkeit zu baden, wenn ich auch dann noch nicht mein denken in nicht wissendem schrecken versenke, wenn ich meinem kühler die milch entnehme und die butter um diese auf ein stück brot zu schmieren,wenn ich dann esse und trinke und arbeite um essen und trinken zu kaufen und einem menschen in die augen schaue um zu sehen dass ich ihn mag, und einem anderen in die augen schaue um zu erkennen, dass ich ihn nicht mag und lieber nicht mehr ihn treffen möchte, wenn ich durch meine augen hinausschauen werde und wenn die welt dann so zu mir hineinkommt
dann werde ich die gewissheit haben, dass diese schreckliche nacht vorbei ist, und ich noch lebe. Und das wenn wird für einige stunden dem wozu platz machen in meinem denken.
wenn deine Frau einen anderen fickt,
wenn ein anderer deine Frau fickt,
wenn du sie erwischt, wie sie verabredungen trifft
wenn sie dich belügt
wenn sie dich betrügt
wenn alle um dich rum bescheid wissen
wenn du nur noch schreien möchtest
dann spürst du das richtige Leben
»Sterben ist einfach, es ict das Leben, das mich zu Tode erschreckt«
Da ist es: Das große, das einzige, das - W -. Der größte aller Buchstaben. Zwei Beine auf der Erde, drei Arme in den Himmel ragend. Und wo steht dieses Alpha-Männchen? Natürlich am Anfang des Wortes.
Aber Vorsicht, danach kommt das - e -. Klein, rund mit Stolperecke, schwer zu schreiben. Aber: der häufigste aller Buchstaben. Steckt das -W- locker in die Tasche.
Wer neben diesen Riesen Bestand haben will, der muss doppelt auftreten: - nn -. mit zusammengebissenen Zähnen, näselnd, bodenständig, bestehtnur aus zwei Zweibeinern.
Doch diese Zweibeiner träumen: Ein Bein: das i. zwei Beine, das n. Drei Beine: das m. - Doch wann kommst du, Bild am Horizont, Wunsch meiner Seele: der Buchstabe mit den vier Beinen. Wie magst du klingen, du. du Buchstabe, der du irgendwann erscheinen wirst.
Wenn das Wörtchen »wenn« nicht wäre, dann wäre mir hier sicher eine grandiose Assoziation eingefallen, und die hätte ich dann in einen Text umgesetzt, bei dem selbst Goethe vor Neid erblasst wäre. Und für diesen Blasterbeitrag würde ich dann den Literaturnobelpreis bekommen. Da es aber das Wörtchen Wenn gibt, muss ich mich eben mit diesem Text zufrieden geben.
Allerdings, wenn das Wörtchen »wenn« nicht wäre, dann könnte ich zu diesem Wort natürlich auch keine Assoziation schreiben, und somit für die Assoziation auch keinen Literaturnobelpreis bekommen.
Andererseits, um den Friedensnobelpreis zu bekommen, muss man ja auch nicht unbedingt Frieden schaffen. Warum sollte man dann nicht auch den Literaturnobelpreis bekommen können, ohne Literatur zu schaffen?
Wenn ich einen Buchstaben weglasse, bleibt wen überig. Lasse ich noch einen, bleibt we oder wn, oder nw oder ich lasse noch einen und dann tausche ich alles aus und füge dazu und es steht vielleicht wer weiß was da. Vielleicht rot oder braun oder uni oder Plusquamperfekt. Aber nur wenn ich dies tue. Wenn ich alles dies lasse, bleibt es beim Alten. Ich tue es.
Ich bzw. wir hatten einen Deutschlehrer, der wirklich darum bemüht war, uns Pennälern ein passabeles Deutsch beizubringen. Unter anderem war die »ist-wenn« - Definiion eines seiner Feindbilder. Und so fuhr er einmal aus der Haut, als ein Mitschüler (er hieß Thomas Fatscher, genannt »Fatschi«) einmal wieder anfing: »Genitiv ist wenn, ...« - »Ist-wenn ! Ist-wenn ! Ich kann das nicht mehr hören ! Ein Frosch ist, wenn Du an einem Weiher vobeigehst, und es macht quack !« Dieser letzte Satz hat in mir einen regelrechten Lachkrampf verursacht. Minutenlang habe ich bis zur Atemnot lachen müssen: »Ein Frosch ist, wenn Du an einem Weiher vorbeigehst, und es macht quack !« So irre komisch fand ich das - ich mußte vor die Türe gehen. Und noch heute, wenn ich das nach über 30 Jahren niederschreibe, muß ich wieder lachen.
ich nicht die falsche Taste gedrückt hätte, wäre der letzte Text jetzt weg und nicht gespeichert
Wenn man Länder hinter sich gelassen hat, dann sind einem meist noch gute Gründe hierfür erinnerlich. Aktiviert man dennoch die Zugangswege zu hinter sich gelassenen Ländern, dann tut man das manchmal mit Bauchschmerzen, als Ausdruck dafür, das man nicht so recht ein und aus weiss und sich (glaubt) entscheiden (zu) mu(e)ss(en). Bauchschmerzen sind ein Warnsymptom der Seele, ich habe gelernt sie ernst zu nehmen. Ich warte, ob es nur die Auswirkungen der Aktivierung sind, und es sich dann in der Ausführung anders an fühlt, sonst werde ich lieber diesen Versuch abbrechen.
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