| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) |
269, davon 255 (94,80%)
mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 66 positiv bewertete (24,54%) |
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Siehe auch: positiv bewertete Texte
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am 8.11. 1999 um 21:19:10 Uhr schrieb Dragan
über Vater |
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am 9.9. 2026 um 17:52:31 Uhr schrieb Hanna
über Vater |
Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 125) |
am 6.5. 2012 um 00:14:53 Uhr schrieb Tamino über Vater
am 5.5. 2017 um 08:12:05 Uhr schrieb Christine über Vater
am 6.2. 2010 um 15:20:40 Uhr schrieb Kandinsky über Vater
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Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Vater«
toxxxique schrieb am 12.8. 2001 um 14:35:56 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
Ich fliege über Weihnachten nach Hause. Die Wartehalle am Flughafen ist voll Menschen, die sich über die Feiertage freigenommen haben. Als die Flugnummer aufgerufen wird, steige ich wie eine Puppe, die an unsichtbaren Fäden gezogen wird, in den Bus der die Passagiere zum Flugzeug bringt. Der Himmel ist fast weiß. Während des Fluges starre ich auf die dichte Wolkendecke unter mir herab.Ich bin unruhig, meine Hände zittern. Ich möchte gern rauchen, aber das darf ich hier nicht. Es ist ein Nichtraucherflug, da er nur zwei Stunden dauert.
In München regnet es in Strömen. Meine Mutter holt mich am Flughafen ab, sie steht lächelnd am Ausgang und schließt mich in die Arme. Ich lasse mich von ihr mit zum Haus meiner Eltern nehmen.
Ich bin unendlich müde. Sie sagt, ich müsse etwas essen und ein Bad nehmen, mich umziehen.
Sie spricht beinahe ununterbrochen während der Fahrt, aber jetzt bin ich froh, daß ich selbst nichts sagen muß. Als wir im Haus meiner Eltern angekommen sind, möchte sie, daß ich ein wenig bei ihr bleibe, vielleicht mit ihr zusammen eine Quizsendung ansehe.
Ich verspreche, das zu tun. Mein Vater ist nicht da. Er gibt an diesem Abend ein Konzert und wird nicht vor Mitternacht zurück sein. Ich lasse mir ein Bad ein. Das dampfende Wasser tut gut, die Wärme kriecht langsam in meinen Körper zurück. Meine Mutter bringt mir eine Tasse heißen Kakao und ein Butterbrot, das sie auf ein Tischchen neben der Badewanne stellt, aber ich kann nichts essen, mein Magen fühlt sich an, als läge ein Stahlring darum geschmiedet.
Wir sind Fremde, als wir später im Wohnzimmer nebeneinander auf dem Sofa sitzen. Wir schauen beide auf das Fernsehgerät, aber ich nehme nichts wahr als ihr fernes Lächeln. Sie freut sich über meine Gesellschaft und ich starre geduldig auf die Figuren auf dem Bildschirm und warte, bis die Sendung vorüber ist.
Dann stehe ich auf.
„Ich werde noch ein wenig ausgehen.“
Enttäuschung flackert über ihren zum Protest geöffneten Mund, weicht aber sofort einem milden Verständnis.
„Willst du den Wagen nehmen ?“
Ich schüttle den Kopf. „Die paar Meter in die Innenstadt kann ich auch zu Fuß gehen.“
Sie lächelt wieder. Ich bin erleichtert.
„Dein Vater und ich haben uns Sorgen gemacht, um dich.“ Ich möchte sie fragen, warum er das nicht selbst zu mir sagen kann, warum er das noch nie zu mir gesagt hat, warum er mir immer das Gefühl gibt, nicht sein Kind zu sein. Warum er mir das Gefühl gibt, Abschaum zu sein, eine wertlose Anhäufung von Knochen und Fleisch, die eine Beleidigung darstellt für seine eigene Genialität, an die niemand heran reicht.
Aber ich schweige und ziehe die Tür ganz leise hinter mir zu.
Maja schrieb am 22.12. 2001 um 07:42:13 Uhr zu
Bewertung: 7 Punkt(e)
Meine Mutter ist ungerecht, boshaft, gemein, lieb, großherzig, hysterisch, lustig, lächerlich, unpassend, eine Lügnerin und kompliziert,.....
Mein Vater....war nie da. Er arbeitete als Feinmechaniker und hatte davor Forsttechnik studiert. Er hat die Kamera gemacht, für die andere einen Oskar bekamen. Er hat ein Haus gebaut in dem andere Wohnen. Er trank Bier. Als ich klein war hat er mal Puzzles mit mir gespielt. Und Rome. Und er hat mir Matheaufgaben gestellt und mir die Natur erklärt. Jetzt ist er tot.
Am liebsten habe ich mir seine Geschichten angehört, den durch sie hindurch konnte ich seine Gefühle und seine Weltanschauung erahnen. Schade daß wir so wenig Zeit miteinander verbracht haben. Ich habe ihn so geliebt. Jetzt trauere ich. Ich bin froh, daß wir uns an seinem Krankenbett voneinander verabschiedet haben. Wir haben uns in die Augen geschaut, und wußten beide, daß das jetzt die letzte und wichtigste Verabschiedung im Leben ist. Und dann haben wir beide gesagt: »Bis morgen«
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