| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) |
265, davon 251 (94,72%)
mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 65 positiv bewertete (24,53%) |
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Siehe auch: positiv bewertete Texte
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| Der erste Text |
am 8.11. 1999 um 21:19:10 Uhr schrieb Dragan
über Vater |
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am 7.1. 2025 um 06:50:23 Uhr schrieb gerhard
über Vater |
Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 123) |
am 13.4. 2003 um 11:28:01 Uhr schrieb biggi über Vater
am 21.6. 2003 um 18:19:33 Uhr schrieb kölschtrinker über Vater
am 25.2. 2014 um 23:42:18 Uhr schrieb Alfalfa Ruede über Vater
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Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Vater«
bea schrieb am 19.3. 2003 um 21:58:24 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
eigenartig, wenn man plötzlich die Rollen tauscht und jetzt verantwortlich ist für den Vater und er nicht mehr für einen, da er fast stumm geworden ist und manchmal nicht mehr weiß, wer man ist. Schade, früher nicht viel mit ihm geredet, viel zu wenig weiß ich über ihn und sein Leben, seine Gedanken, die er nicht teilte. Er brachte mir in einem wunderschönen Urlaub, wo wir alleine in Österreich waren Schach bei, spielte mit mir Minigolf. Er machte alles mit, war mit mir schwimmen. Aber ich weiß nicht, was ihn wirklich bewegte. Und dann steht man in der Reha vor ihm und es freut einem das er eine Zeitschrift alleine umblättert, es ist das größte und man findet es albern, sich über so eine kleine Sache zu freuen, so daß man am liebsten Luftsprünge gemacht hätte. Sollten Väter nicht immer alleine eine Seite umblättern können?
Es ist nicht mehr der Vater, man kann nicht mehr an kommen, Papa - hilfst du mir mal. Aber er ist nicht tot, obwohl man immer das Gefühl hat. Denn Vater ist er nicht mehr, seine Windeln stehen an der Haustür, ich trage sie raus. Abfallprodukt eines Lebens.
Maja schrieb am 22.12. 2001 um 07:42:13 Uhr zu
Bewertung: 7 Punkt(e)
Meine Mutter ist ungerecht, boshaft, gemein, lieb, großherzig, hysterisch, lustig, lächerlich, unpassend, eine Lügnerin und kompliziert,.....
Mein Vater....war nie da. Er arbeitete als Feinmechaniker und hatte davor Forsttechnik studiert. Er hat die Kamera gemacht, für die andere einen Oskar bekamen. Er hat ein Haus gebaut in dem andere Wohnen. Er trank Bier. Als ich klein war hat er mal Puzzles mit mir gespielt. Und Rome. Und er hat mir Matheaufgaben gestellt und mir die Natur erklärt. Jetzt ist er tot.
Am liebsten habe ich mir seine Geschichten angehört, den durch sie hindurch konnte ich seine Gefühle und seine Weltanschauung erahnen. Schade daß wir so wenig Zeit miteinander verbracht haben. Ich habe ihn so geliebt. Jetzt trauere ich. Ich bin froh, daß wir uns an seinem Krankenbett voneinander verabschiedet haben. Wir haben uns in die Augen geschaut, und wußten beide, daß das jetzt die letzte und wichtigste Verabschiedung im Leben ist. Und dann haben wir beide gesagt: »Bis morgen«
Das Gift schrieb am 27.4. 2004 um 18:25:04 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Und so geht es weiter bergab ... der alte Mann zieht seit letzter Woche das linke Bein hinter sich her, was wohl kein gutes Zeichen ist für jemanden, der seit 50 jahren raucht. Ihn in Gutmut langsam sterben zu sehen, tut weh. Manchmal schaut er für Stunden trüben Blicks aus dem Küchenfenster, behandelt Krämpfe mit Franzbrantwein und klassifiziert vorüberfliegende Hubschrauber und Jets, während ich seine Bücher zurück in die Bibliothek bringe, weil er sich seit kurzem entgegen seinem Fahrzeugführerschein, dem Pilotenschein, dem U-Boot-Schein und Panzerschein weigert, Auto zu fahren ... und sein Blick wird jeden Tag trüber, ich befürchte in absehbarer Zukunft das Schlimmste, das habe ich im Bauch und vor allem als Kloß im Hals bei jeder Begegnung: der alte Krieger wird nicht im Krankenbett sterben, so, dass alle Welt vorbereitet ist; nein, der alte Krieger wird sich militärisch verhalten und den Schmerz und das niemals Erreichte verneinen, um darauf schlichtweg zu sterben ... dann werde ich ihn finden, während sich die Welt beständig weiterdreht. So ist es und so wird es folgen ... das Aquarium mit den Neons, den Skalaren und dem dicken fetten Wels sind in dieser Hinsicht ein Lebensinhalt ... sein Lebensinhalt.
Das Gift schrieb am 20.4. 2004 um 22:16:29 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Es geht wohl tatsächlich bergab mit ihm, »er hat sein Leben gelebt« wie es sich so leicht dahinsagt ... tatsächlich erfüllt ihn die beeindruckenste Biographie, die mir bekannt ist, ein Krieger der alten Sorte, wie man meinen könnte, ein gebrochener Mann wie man weiß, bei dem mir der Verfall schmerzlichst sichtbar wird und der, wie man weiterhin in verdränglicher Manier zu äußern pflegt, »wirr« wird, der einst so starke, gutherzige, aber rationale Geistesblitz; es sind seine drei Wege tagtäglich, die er zurücklegt, vormittags und nachmittags zum Einkauf, vielleicht ein Amtsweg in die Stadt ... vom jüngsten Offizier des WarschauerPakts, der ersten Eheschließung zwischen Offizieren und Unteroffizieren innerhalb der NVA, von Sargstedt über Wernigerode nach Leningrad, Moskau und Sibirien, über Kasachstan und Usbekistan nach Kuba, Nicarugua, »den« Irak ... die BRD und die DDR, die HVA und die Offiziershochschulen; heute hockt er hier und streicht die Bodenleisten, danach schläft er im Sessel ein, liest Science-Fiction und Sachbücher über Streitkräfte ferner Nationen, sein fachliches Spezialgebiet, wie man so unwesentlich daherkommen mag, vergisst dieses und verschludert jenes, ist witzig oder auch nicht und hat jenen gutmütigen alternden Blick in den Augen, spricht langsam und bewegt sich gedrungen mit hängendem Kopf über den Beton des Stadtrands als sei jedes Lebensziel verfehlt gewesen, während sich die gewohnten Rollen von Vater und Sohn, von Suchendem und Wegweiser, von Tollpatsch und Bewacher, von zu Schützendem und Schützenden zunehmend vertauschen ...
Rufus schrieb am 23.9. 2000 um 00:31:15 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
Vater
Du hast an Gott geglaubt,
du hast 6 Kinder gezeugt,
du hast ein Haus gebaut,
du hast Bäume gepflanzt,
du hast gemalt,
du hast gesungen,
du hast gearbeitet,
du hast gearbeitet,
du hast gearbeitet,
du hast geliebt,
du hast gefürchtet,
du hast Deine Tochter begrabscht,
du hast einen Herzinfarkt nicht überlebt.
Manchmal hasse ich Dich!
Meistens liebe ich Dich.
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