Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 265, davon 251 (94,72%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 65 positiv bewertete (24,53%)
Durchschnittliche Textlänge 330 Zeichen
Durchschnittliche Bewertung 0,408 Punkte, 123 Texte unbewertet.
Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 8.11. 1999 um 21:19:10 Uhr schrieb
Dragan über Vater
Der neuste Text am 7.1. 2025 um 06:50:23 Uhr schrieb
gerhard über Vater
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 123)

am 24.6. 2007 um 13:24:53 Uhr schrieb
Plunder über Vater

am 2.1. 2010 um 11:54:33 Uhr schrieb
Heiko über Vater

am 27.4. 2005 um 20:54:32 Uhr schrieb
TagesPhobie über Vater

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Vater«

Carsten (w.a.r.c.d.) schrieb am 4.6. 2000 um 22:57:27 Uhr zu

Vater

Bewertung: 13 Punkt(e)

Der Gedanke an eine Grabrede für meinen Vater kam auf. Mußte feststellen, daß ich nichts über ihn weiss, abgesehen von seinem Beruf, seinem Alter, seinen Launen. Aber von seinem Leben? Sollte ich darüber besort sein? Ich weiss es nicht, ich weiss es nicht... Ich will die Rede nicht mit »Ich kannte ihn nicht« beginnen müssen. Schrecklich, interresant und traurig.

Blubb schrieb am 5.7. 2000 um 14:11:57 Uhr zu

Vater

Bewertung: 15 Punkt(e)

Verschwundener Vater

er ist in der Arbeit
er ist am Fußballplatz
er hilft gerade Freunden am Bau
er ist mit etwas wichtigem beschäftigt
er ist bei der Feuerwehr
er singt beim Gesangsverein
er hat einen Nebenjob
er repariert gerade sein Auto
er wäscht es
er macht gerade etwas
er ist im Gasthaus
er ist im Cafe
er ist aus

aus

Gronkor schrieb am 29.4. 2001 um 08:22:29 Uhr zu

Vater

Bewertung: 9 Punkt(e)

-war 22 Jahre bei der Bundeswehr
-bei der berittenen Gebirgsmarine, wie er sagte
-konnte drei Fremdsprachen(sagte Mutter): französisch, englich und ironisch
-trank gerne Bier
-ging auch mal zum Fußball
-trug seine Haare nie länger als 1 cm
-war Fallschirmspringer
-bekam posthum das ruandesische Verdienstkreuz
-und das Bundesverdienstkreuz
-war passionierter Fallschirmspringer
-war einer der ersten Fallschirmspringer in Ruanda
-fuhr mich und meinen Bruder manchmal mit dem Motorrad zur Schule
-liebte meine Mutter aber verstand sie nicht
-schulte mich auf einer französischsprachigen Grundschule ein
-in Kigali
-buchstabierte am Telefon »Kilo Lima Echo India Sierra Tango«
-liess mich auch mal in einem Bundeswehr-Tieflader am Steuer sitzen
-hatte einen Jeep
-fuhr aber lieber Motorrad
-starb auch auf seinem Motorrad
-1985
-ist jetzt in Harburg begraben
-bei seinem Schwiegervater
-und seiner Mutter
-sie haben ihn beide überlebt
-aber es gibt ja noch uns drei
-wir werden ihn nie vergessen
-ohne ihn wäre ich gar nicht da

Das Gift schrieb am 27.4. 2004 um 18:25:04 Uhr zu

Vater

Bewertung: 4 Punkt(e)

Und so geht es weiter bergab ... der alte Mann zieht seit letzter Woche das linke Bein hinter sich her, was wohl kein gutes Zeichen ist für jemanden, der seit 50 jahren raucht. Ihn in Gutmut langsam sterben zu sehen, tut weh. Manchmal schaut er für Stunden trüben Blicks aus dem Küchenfenster, behandelt Krämpfe mit Franzbrantwein und klassifiziert vorüberfliegende Hubschrauber und Jets, während ich seine Bücher zurück in die Bibliothek bringe, weil er sich seit kurzem entgegen seinem Fahrzeugführerschein, dem Pilotenschein, dem U-Boot-Schein und Panzerschein weigert, Auto zu fahren ... und sein Blick wird jeden Tag trüber, ich befürchte in absehbarer Zukunft das Schlimmste, das habe ich im Bauch und vor allem als Kloß im Hals bei jeder Begegnung: der alte Krieger wird nicht im Krankenbett sterben, so, dass alle Welt vorbereitet ist; nein, der alte Krieger wird sich militärisch verhalten und den Schmerz und das niemals Erreichte verneinen, um darauf schlichtweg zu sterben ... dann werde ich ihn finden, während sich die Welt beständig weiterdreht. So ist es und so wird es folgen ... das Aquarium mit den Neons, den Skalaren und dem dicken fetten Wels sind in dieser Hinsicht ein Lebensinhalt ... sein Lebensinhalt.

wuzi schrieb am 9.11. 1999 um 19:58:15 Uhr zu

Vater

Bewertung: 5 Punkt(e)

leider reicht das Geld das Vater nach Hause bringt für einen Durchschnittsverdiener, sprich Otto Normalverbraucher, der eine Frau und zwei bis drei Kinder ernähren soll, oft nicht aus, also bleibt Mutter gar nichts anderes übrig als auch mitzuverdienen.

Chris schrieb am 25.6. 2000 um 15:07:38 Uhr zu

Vater

Bewertung: 5 Punkt(e)

Vater ist leider tot. Mit dem Flieger abgestürzt im August letzten Jahres. Aber wir packen das schon ;)

Das Gift schrieb am 28.4. 2004 um 00:57:12 Uhr zu

Vater

Bewertung: 3 Punkt(e)

Schmerzhaft ist mein Unvermögen, ihm Enkel beschert zu haben ... ich hatte einst über Jahre eine Frau, die später davonflog ... allein der Vater blüht auf, wenn er UNS sieht, wenn SIE uns besucht und WIR seine Hilfe beanspruchen: so produzieren wir, die sich Hassenden, jene Ereignisse im vollbrachten Leben meines Schöpfers und Mentors, die ihm ein rechter Lichtblick sein mögen. Dieser Liebenswürdige, dieser Humanist, dieser Alkoholiker, dieser mein Vater, Alpha und Omega meines Seins, Dreh- und Angelpunkt meines Intellekts und meiner personalen Selbsteinschätzung ... wenn er stirbt (und er verbotschaftet sein Sterben jeden Tag unbewusst und insgeheim auf's Neue - verbrieft und versiegelt, Marschbefehl und Kriegsgrab, der Mann, der mir den nötigen Anschub gab, als ich Fahrrad fahren lernen musste) bin ich weder befreit, noch unendlich einsam ... dann ist der Vater tot und ich kann das Buch in Marmor meißeln, dass dieser heutige wirre Geist mir diktiert ...

Das Gift schrieb am 20.4. 2004 um 22:16:29 Uhr zu

Vater

Bewertung: 2 Punkt(e)

Es geht wohl tatsächlich bergab mit ihm, »er hat sein Leben gelebt« wie es sich so leicht dahinsagt ... tatsächlich erfüllt ihn die beeindruckenste Biographie, die mir bekannt ist, ein Krieger der alten Sorte, wie man meinen könnte, ein gebrochener Mann wie man weiß, bei dem mir der Verfall schmerzlichst sichtbar wird und der, wie man weiterhin in verdränglicher Manier zu äußern pflegt, »wirr« wird, der einst so starke, gutherzige, aber rationale Geistesblitz; es sind seine drei Wege tagtäglich, die er zurücklegt, vormittags und nachmittags zum Einkauf, vielleicht ein Amtsweg in die Stadt ... vom jüngsten Offizier des WarschauerPakts, der ersten Eheschließung zwischen Offizieren und Unteroffizieren innerhalb der NVA, von Sargstedt über Wernigerode nach Leningrad, Moskau und Sibirien, über Kasachstan und Usbekistan nach Kuba, Nicarugua, »den« Irak ... die BRD und die DDR, die HVA und die Offiziershochschulen; heute hockt er hier und streicht die Bodenleisten, danach schläft er im Sessel ein, liest Science-Fiction und Sachbücher über Streitkräfte ferner Nationen, sein fachliches Spezialgebiet, wie man so unwesentlich daherkommen mag, vergisst dieses und verschludert jenes, ist witzig oder auch nicht und hat jenen gutmütigen alternden Blick in den Augen, spricht langsam und bewegt sich gedrungen mit hängendem Kopf über den Beton des Stadtrands als sei jedes Lebensziel verfehlt gewesen, während sich die gewohnten Rollen von Vater und Sohn, von Suchendem und Wegweiser, von Tollpatsch und Bewacher, von zu Schützendem und Schützenden zunehmend vertauschen ...

Einige zufällige Stichwörter

restlos
Erstellt am 15.5. 2004 um 01:10:11 Uhr von mcnep, enthält 7 Texte

Leopard
Erstellt am 24.9. 2001 um 01:37:54 Uhr von pars, enthält 20 Texte

DerDüsseldorferBlaster
Erstellt am 17.6. 2003 um 20:11:59 Uhr von crisscross, enthält 44 Texte

Neuroleptiker
Erstellt am 17.10. 2006 um 13:49:19 Uhr von mcnep, enthält 2 Texte

15jährigeMädels
Erstellt am 2.11. 1999 um 01:13:19 Uhr von Andre, enthält 336 Texte


Der Assoziations-Blaster ist ein Projekt vom Assoziations-Blaster-Team (Alvar C.H. Freude und Dragan Espenschied) | 0,1041 Sek.