| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) |
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mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 65 positiv bewertete (24,53%) |
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Siehe auch: positiv bewertete Texte
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am 8.11. 1999 um 21:19:10 Uhr schrieb Dragan
über Vater |
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am 7.1. 2025 um 06:50:23 Uhr schrieb gerhard
über Vater |
Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 123) |
am 24.1. 2004 um 20:57:56 Uhr schrieb Robert über Vater
am 30.7. 2008 um 05:41:17 Uhr schrieb Christine über Vater
am 11.2. 2005 um 02:10:26 Uhr schrieb Urx über Vater
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Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Vater«
Das Gift schrieb am 19.8. 2004 um 01:20:27 Uhr zu
Bewertung: 6 Punkt(e)
Der alte Mann läuft derzeit in Freizeithosen von Adidas durch das Krankenhaus, eine Kanüle lugt aus seinem dürren linken Arm mit den Flugzeugen darauf wie ein Ventil, vorhin meinte ich im schmerzlichen Scherz, er solle sich mal 'ne Zigarette dort reinsteckken, dann könnte er gleich zwei auf einmal rauchen. Ansonsten ist er bei der morgendlichen Magen- und Dünndarmspiegelung ohnmächtig geworden, so dass die Kollegen aus seinem Zimmer grinsend jedes Wort darüber verweigern, was er sediert alles von sich gegeben hat, als er 8 Stunden später wieder aufgewacht ist. Er hat sich halbtot gefreut, dass ich ihm rote und grüne Grütze mitgebracht habe, scheisse. Angeblich weiß man morgen schon, ob er Magenkrebs hat oder nicht. Falls man das morgen nicht weiß, schieben sie ihm den schabenden Schlauch noch einmal von hinten zur Darmspiegelung rein. Wenn er Glück hat, wird er dabei wieder ohnmächtig, auf jeden Fall habe ich ihm empfohlen, sich die Aufnahmen von der Sonde als *.mpeg auf CD brennen zu lassen. Ich für meinen Teil trinke erstmal doppelten Nerventee mit einem Schuss Pfirsich auf den Schreck, während der alte Mann gerade in diesem AUgenblick wahrscheinlich wieder nicht schlafen kann und momentan aus seinem Krankenbett in den Himmel starrt, über Kopfhörer Radio hört und über Dinge nachdenkt, über die ein alter Silberrücken angesichts solcher möglichen Diagnosen nachdenkt ... schließlich liegt er direkt am Fenster.
Maja schrieb am 22.12. 2001 um 07:42:13 Uhr zu
Bewertung: 7 Punkt(e)
Meine Mutter ist ungerecht, boshaft, gemein, lieb, großherzig, hysterisch, lustig, lächerlich, unpassend, eine Lügnerin und kompliziert,.....
Mein Vater....war nie da. Er arbeitete als Feinmechaniker und hatte davor Forsttechnik studiert. Er hat die Kamera gemacht, für die andere einen Oskar bekamen. Er hat ein Haus gebaut in dem andere Wohnen. Er trank Bier. Als ich klein war hat er mal Puzzles mit mir gespielt. Und Rome. Und er hat mir Matheaufgaben gestellt und mir die Natur erklärt. Jetzt ist er tot.
Am liebsten habe ich mir seine Geschichten angehört, den durch sie hindurch konnte ich seine Gefühle und seine Weltanschauung erahnen. Schade daß wir so wenig Zeit miteinander verbracht haben. Ich habe ihn so geliebt. Jetzt trauere ich. Ich bin froh, daß wir uns an seinem Krankenbett voneinander verabschiedet haben. Wir haben uns in die Augen geschaut, und wußten beide, daß das jetzt die letzte und wichtigste Verabschiedung im Leben ist. Und dann haben wir beide gesagt: »Bis morgen«
bea schrieb am 19.3. 2003 um 21:58:24 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
eigenartig, wenn man plötzlich die Rollen tauscht und jetzt verantwortlich ist für den Vater und er nicht mehr für einen, da er fast stumm geworden ist und manchmal nicht mehr weiß, wer man ist. Schade, früher nicht viel mit ihm geredet, viel zu wenig weiß ich über ihn und sein Leben, seine Gedanken, die er nicht teilte. Er brachte mir in einem wunderschönen Urlaub, wo wir alleine in Österreich waren Schach bei, spielte mit mir Minigolf. Er machte alles mit, war mit mir schwimmen. Aber ich weiß nicht, was ihn wirklich bewegte. Und dann steht man in der Reha vor ihm und es freut einem das er eine Zeitschrift alleine umblättert, es ist das größte und man findet es albern, sich über so eine kleine Sache zu freuen, so daß man am liebsten Luftsprünge gemacht hätte. Sollten Väter nicht immer alleine eine Seite umblättern können?
Es ist nicht mehr der Vater, man kann nicht mehr an kommen, Papa - hilfst du mir mal. Aber er ist nicht tot, obwohl man immer das Gefühl hat. Denn Vater ist er nicht mehr, seine Windeln stehen an der Haustür, ich trage sie raus. Abfallprodukt eines Lebens.
Das Gift schrieb am 28.4. 2004 um 00:57:12 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Schmerzhaft ist mein Unvermögen, ihm Enkel beschert zu haben ... ich hatte einst über Jahre eine Frau, die später davonflog ... allein der Vater blüht auf, wenn er UNS sieht, wenn SIE uns besucht und WIR seine Hilfe beanspruchen: so produzieren wir, die sich Hassenden, jene Ereignisse im vollbrachten Leben meines Schöpfers und Mentors, die ihm ein rechter Lichtblick sein mögen. Dieser Liebenswürdige, dieser Humanist, dieser Alkoholiker, dieser mein Vater, Alpha und Omega meines Seins, Dreh- und Angelpunkt meines Intellekts und meiner personalen Selbsteinschätzung ... wenn er stirbt (und er verbotschaftet sein Sterben jeden Tag unbewusst und insgeheim auf's Neue - verbrieft und versiegelt, Marschbefehl und Kriegsgrab, der Mann, der mir den nötigen Anschub gab, als ich Fahrrad fahren lernen musste) bin ich weder befreit, noch unendlich einsam ... dann ist der Vater tot und ich kann das Buch in Marmor meißeln, dass dieser heutige wirre Geist mir diktiert ...
Das Gift schrieb am 10.5. 2004 um 20:43:13 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Heute ist der alte Mann mit einer Schreckschusspistole durch die Wohnung gelaufen und wollte für den Fall gerüstet sein, dass der komische Typ auf dem Parkplatz (ein harmloser Nachbar), der ständig um die Autos schleicht (der Mann hat Herzprobleme und spaziert deshalb den ganzen Tag auf dem Parkplatz umher) mein Auto klauen will ... dass ich ihm wenigstens 4 bis 5 Mal hintereinander erkläre, dass ich jetzt einkaufe und was ich einkaufe, bin ich ja bereits gewohnt. Heute sagte er, dass er am morgen beim Arzt war und auf Kur soll, wo ich ihn hinfahren müsste ... allerdings bin ich mir leider nicht bewusst, dass er heute morgen das Haus verlassen hätte. »So fängt es also an ...«, sagt mein alter Freund, der Druide immer. Und da seine Mutter im Anblick »tanzender Neger um ein Feuer« vor ihrem Balkon einen demenzbedingten Fenstersturz begang, muss ich annehmen, dass auch er nun mehr und mehr im federweichen Cocon alzheimerschen Vergessens verwoben werden wird ...
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