| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) |
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Siehe auch: positiv bewertete Texte
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am 8.11. 1999 um 21:19:10 Uhr schrieb Dragan
über Vater |
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am 7.1. 2025 um 06:50:23 Uhr schrieb gerhard
über Vater |
Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 123) |
am 24.6. 2007 um 13:24:53 Uhr schrieb Plunder über Vater
am 2.1. 2010 um 11:54:33 Uhr schrieb Heiko über Vater
am 27.4. 2005 um 20:54:32 Uhr schrieb TagesPhobie über Vater
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Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Vater«
Das Gift schrieb am 27.4. 2004 um 18:25:04 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Und so geht es weiter bergab ... der alte Mann zieht seit letzter Woche das linke Bein hinter sich her, was wohl kein gutes Zeichen ist für jemanden, der seit 50 jahren raucht. Ihn in Gutmut langsam sterben zu sehen, tut weh. Manchmal schaut er für Stunden trüben Blicks aus dem Küchenfenster, behandelt Krämpfe mit Franzbrantwein und klassifiziert vorüberfliegende Hubschrauber und Jets, während ich seine Bücher zurück in die Bibliothek bringe, weil er sich seit kurzem entgegen seinem Fahrzeugführerschein, dem Pilotenschein, dem U-Boot-Schein und Panzerschein weigert, Auto zu fahren ... und sein Blick wird jeden Tag trüber, ich befürchte in absehbarer Zukunft das Schlimmste, das habe ich im Bauch und vor allem als Kloß im Hals bei jeder Begegnung: der alte Krieger wird nicht im Krankenbett sterben, so, dass alle Welt vorbereitet ist; nein, der alte Krieger wird sich militärisch verhalten und den Schmerz und das niemals Erreichte verneinen, um darauf schlichtweg zu sterben ... dann werde ich ihn finden, während sich die Welt beständig weiterdreht. So ist es und so wird es folgen ... das Aquarium mit den Neons, den Skalaren und dem dicken fetten Wels sind in dieser Hinsicht ein Lebensinhalt ... sein Lebensinhalt.
Chris schrieb am 25.6. 2000 um 15:07:38 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
Vater ist leider tot. Mit dem Flieger abgestürzt im August letzten Jahres. Aber wir packen das schon ;)
Das Gift schrieb am 28.4. 2004 um 00:57:12 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Schmerzhaft ist mein Unvermögen, ihm Enkel beschert zu haben ... ich hatte einst über Jahre eine Frau, die später davonflog ... allein der Vater blüht auf, wenn er UNS sieht, wenn SIE uns besucht und WIR seine Hilfe beanspruchen: so produzieren wir, die sich Hassenden, jene Ereignisse im vollbrachten Leben meines Schöpfers und Mentors, die ihm ein rechter Lichtblick sein mögen. Dieser Liebenswürdige, dieser Humanist, dieser Alkoholiker, dieser mein Vater, Alpha und Omega meines Seins, Dreh- und Angelpunkt meines Intellekts und meiner personalen Selbsteinschätzung ... wenn er stirbt (und er verbotschaftet sein Sterben jeden Tag unbewusst und insgeheim auf's Neue - verbrieft und versiegelt, Marschbefehl und Kriegsgrab, der Mann, der mir den nötigen Anschub gab, als ich Fahrrad fahren lernen musste) bin ich weder befreit, noch unendlich einsam ... dann ist der Vater tot und ich kann das Buch in Marmor meißeln, dass dieser heutige wirre Geist mir diktiert ...
Das Gift schrieb am 20.4. 2004 um 22:16:29 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Es geht wohl tatsächlich bergab mit ihm, »er hat sein Leben gelebt« wie es sich so leicht dahinsagt ... tatsächlich erfüllt ihn die beeindruckenste Biographie, die mir bekannt ist, ein Krieger der alten Sorte, wie man meinen könnte, ein gebrochener Mann wie man weiß, bei dem mir der Verfall schmerzlichst sichtbar wird und der, wie man weiterhin in verdränglicher Manier zu äußern pflegt, »wirr« wird, der einst so starke, gutherzige, aber rationale Geistesblitz; es sind seine drei Wege tagtäglich, die er zurücklegt, vormittags und nachmittags zum Einkauf, vielleicht ein Amtsweg in die Stadt ... vom jüngsten Offizier des WarschauerPakts, der ersten Eheschließung zwischen Offizieren und Unteroffizieren innerhalb der NVA, von Sargstedt über Wernigerode nach Leningrad, Moskau und Sibirien, über Kasachstan und Usbekistan nach Kuba, Nicarugua, »den« Irak ... die BRD und die DDR, die HVA und die Offiziershochschulen; heute hockt er hier und streicht die Bodenleisten, danach schläft er im Sessel ein, liest Science-Fiction und Sachbücher über Streitkräfte ferner Nationen, sein fachliches Spezialgebiet, wie man so unwesentlich daherkommen mag, vergisst dieses und verschludert jenes, ist witzig oder auch nicht und hat jenen gutmütigen alternden Blick in den Augen, spricht langsam und bewegt sich gedrungen mit hängendem Kopf über den Beton des Stadtrands als sei jedes Lebensziel verfehlt gewesen, während sich die gewohnten Rollen von Vater und Sohn, von Suchendem und Wegweiser, von Tollpatsch und Bewacher, von zu Schützendem und Schützenden zunehmend vertauschen ...
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