sterben
Bewertung: 5 Punkt(e)Tod und Sterben sind bereits mit der Geburt beschlossene Sache. Ist also jeder, der ein Kind in die Welt setzt, ein potentieller Mörder?
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| Der erste Text | am 2.11. 1999 um 21:40:50 Uhr schrieb wuzi über sterben |
| Der neuste Text | am 11.6. 2024 um 14:16:29 Uhr schrieb Gerhard über sterben |
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am 18.4. 2007 um 05:10:50 Uhr schrieb
am 25.9. 2003 um 04:40:43 Uhr schrieb
am 1.6. 2008 um 12:15:33 Uhr schrieb |
Tod und Sterben sind bereits mit der Geburt beschlossene Sache. Ist also jeder, der ein Kind in die Welt setzt, ein potentieller Mörder?
Was passiert mit uns, wenn wir sterben? Wie fühlt es sich an? Und müssen wir wirklich Angst davor haben?
Die Antworten auf diese Fragen muß wohl jeder selbst finden, und sie werden vielleicht nicht für jeden gleich sein, denn sie finden sich einzig und allein im selber Erleben. Und trotzdem versuchen wir sie durch Nachdenken zu lösen, weil wir die Unsicherheit des Todes nicht ertragen können. Für uns muß immer alles sicher sein; der Mensch braucht eine Ordnung, an die er sich klammern kann.
Zu dumm das alles, am Samstag wollte ich eigentlich ins Sauerland fahren, ein Kondolenzbesuch zu Lebzeiten bei meinem Krebsvetter steht an. Jetzt erfahre ich, daß sich dessen Mutter - meine Tante also - gleichfalls und ungleich beschleunigter zum Sterben hingelegt hat. Sie hat wohl keine Lust, in diesem Jahr ihren Sohn unter die Erde zu bringen, und mit 86 erscheint mir diese Art von Fahnenflucht auch mehr als statthaft. Jedenfalls ein großes Dilemma. Szenario A: Tante hält noch ein paar Tage durch, ich fahre am Samstag und ich schlage gewissermaßen zwei Fliegen mit einer Klappe. Szenario B: Tante stirbt morgen bis Samstag, dann ist fraglich, ob ein Besuch beim Vetter so willkommen wäre, ich weiß selber, was man mit so einem Todesfall alles ans Bein gebunden bekommt. Unschön, aber nicht zu ändern wäre an Szenario A, daß ich innerhalb kürzester Zeit zweimal ins Sauerland fahren müßte, im anzunehmenden worst case sogar dreimal... So oder so ein Grund mehr, endlich mal bis zum Wochenende meine Rauschgiftvorräte aufzustocken.
Mein Name ( Todd S. Strafe )ist Programm! Ich friste hier ein dasein als Trauerklos und seh doch all die Menschen um mich herum, die alle irgendwie besser drauf sind als ich und zumindest den Anschein erwecken als wüßten sie von dem ganzen »Leben-Ding« irgendetwas. ICH GLAUBE EUCH DAS NICHT !
Ja sicher, ihr versucht nur das beste daraus zu machen und belügt euch doch nur selbst.
meistens sprechen oder denken die Leute ja nur über das Sterben wenn in ihrem Bekanntenkreis jemand durch einen tragischen Unfall abrupt ums Leben gekommen ist oder nach langem Siechtum stirbt. Nur heute, am Allerseelentag wurde auch im Radio lange und breit darüber diskutiert wie das denn so sein wird wenn man gestorben ist, ob es ein Leben nach dem Tod gibt und so weiter. Wieviel Tragik sich oft hinter dem Wörtchen sterben verbirgt, das wissen nur jene die sich im Umfeld eines Verstorbenen befinden oder aus beruflichen Gründen in irgend einer Form damit konfrontiert werden.
Dass das so hell wird, is komisch. Ich hatte vorher gedacht, das wird dunkel. So wie ein Morgen am Strand. Und keiner, der dazu sagt, jetzt ist es gleich vorbei. Auch kein Stehgeiger. Einfach nur schwerelos. Und alles ist so egal. was bleibt, is so ein Grinsen. wenn du wieder da bist. Und dann geht´s irgendwie weiter. Wie immer. Hatte eigentlich keine Lust, aufzuhörn zu schweben. Wecken is Streß, genau wie geweckt werden. Bin kein Frühaufsteher, glaube ich. Manchmal ist es einfacher, den kleinen Finger zu heben, als die Augen zu öffnen, um Widerstand zu zeigen. widerstand gegen´s aufwachen.
ich mustere die tapete, die ich so gut kenne und weiß: alles geht vorbei.
ich versuche mich zu kratzen und schlafe ein.
als ich aufwache ist es draußen dunkel. ich denke an meine jugend, an meine liebe, an mein leben. unter schmerzen schlafe ich wieder ein.
ich habe keine angst mehr vor dem sterben.
Es war einmal unter dem Sofa von Dirk Hempel
Eine Menge Krempel und ein Kakerlakentempel
In dem sich zwei Kakerlaken begegnen
Sie reden übers Wetter - es ist am Regnen
Doch das könnt sie nicht schocken
In der Wohnung sei es trocken
Da sehn sie auf dem Tisch so etwas wie nen braunen Brocken
»Wie geil«, meint die eine zu der andern,
"Da müssen wir hinwandern!
Wir fressen dieses Zeug und entspann' dann!"
So machen sie sich auf die Socken
Zu diesem braunen Brocken
Vorbei an den Staubflocken, wo sie stoppen
Sie sehn wie eine Kakerlake auf nen Trip tritt
Und kleben bleibt
Ne halbe Stunde erstma heftig um ihr Leben schreit
Als sie sich dann befreit
Bemerkt sie auch die Kleinigkeit
Dass sie für unvorhersehbare Zeit
Daneben bleibt
Und um nicht abzukacken fängt sie an zu swingen
Und dieses Kakerlakenlied zu singen
Da da da di da da dam dam dam dada
Da da da di da da dam dam dam dada
Da meint die eine Kakerlake so "Der kann doch nicht frisch sein!
Lass ma weiter gehn, denn da vorn ist das Tischbein!"
Und als die beiden dann vor diesem Tischbein stehn
Ihre Köpfe drehn um nach oben zu sehn
Da sagt die eine "Ey, ich glaube, Du musst ohne mich gehn
Weil sich in derartigen Höhen meine Mägen umdrehn."
Die Haschischgier der andern dagegen ist unmessbar
Sie klettert auf den Tisch rauf als wär sie Reinhold Messner
Und sie so oben angekommen, denkt sie sich so "Wunderbar
Jetzt mach ich erstmal diesen geilen braunen Brocken klar!"
Sie stürzt sich auf den Shit wie Obelix auf was zu essen
Im Null Komma Nix hat sie den ganzen Pot gefressen
Übel, übel, übel, das war zuviel des guten
Für die nächsten zehn Minuten
Kann sie sich nicht mehr sputen
Da öffnet sich die Haustür, herein tritt der Hempel
Er war beim Arbeitsamt für irgend so 'nen Stempel
Er geht zum Tisch und entdeckt, sein Haschisch ist weg
Stattdessen liegt da nur noch dieses stonedte Insekt
Das hat zum Effekt
Dass er dieses Insekt
In das Köpfchen seiner Wasserpfeife steckt
Das heißt, er checkt und probiert
Ob's funktioniert
Und als's funktioniert wird sie mit Tabak garniert
Kurz angezündet und inhaliert
Und um nicht abzukacken fängt er an zu swingen
Und dieses Kakerlakenlied zu singen
Da da da di da da dam dam dam dada
Da da da di da da dam dam dam dada
Es ist unsinnig, wie sich die meißten Meschen vor dem sterben fürchten, da das Sterben das natürliche Ziel des Lebens ist.
Die menschliche Angst vor dem Sterben resultiert vermutlich aus der menschlichen Eigenschaft, vor allem was unbekannt ist Angst zu haben. Außerdem können sich die meißten Menschen nicht vorstellen, daß alles (also das Leben) einfach so vorbei sein kann.
Sterben wir nicht jede Nacht, um am nächsten Morgen neu geboren zu werden?
Denken wir mal an den Menschen, der wir vor 10 Jahren waren. War das nicht jemand anderer?
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