sterben
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Sterben wir nicht jede Nacht, um am nächsten Morgen neu geboren zu werden?
Denken wir mal an den Menschen, der wir vor 10 Jahren waren. War das nicht jemand anderer?
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| Der erste Text | am 2.11. 1999 um 21:40:50 Uhr schrieb wuzi über sterben |
| Der neuste Text | am 11.6. 2024 um 14:16:29 Uhr schrieb Gerhard über sterben |
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am 16.2. 2006 um 16:47:03 Uhr schrieb
am 5.2. 2006 um 20:12:09 Uhr schrieb
am 13.1. 2003 um 15:31:50 Uhr schrieb |
Sterben wir nicht jede Nacht, um am nächsten Morgen neu geboren zu werden?
Denken wir mal an den Menschen, der wir vor 10 Jahren waren. War das nicht jemand anderer?
Nun, was passiert eigentlich, wenn wir sterben. Hmm, eigentlich ganz einfach, es ist für mich gleichbedeutend mit einem »FORMAT C:« in der Computerwelt. Es wird einfach gnadenlos alles gelöscht.
Und da es keinen User »Gott« gibt, gibt es auch kein Bios, das in den Himmel fährt, kein Silicon Heaven, in dem einem unbegrenzte Ressourcen zur Verfügung stehen, keinen 486er, der als Pentium III wiedergeboren wird.
Alle Daten sind unwiderruflich gelöscht, da hilft auch kein Dr.Norton mehr.
Es ist unsinnig, wie sich die meißten Meschen vor dem sterben fürchten, da das Sterben das natürliche Ziel des Lebens ist.
Die menschliche Angst vor dem Sterben resultiert vermutlich aus der menschlichen Eigenschaft, vor allem was unbekannt ist Angst zu haben. Außerdem können sich die meißten Menschen nicht vorstellen, daß alles (also das Leben) einfach so vorbei sein kann.
Zu dumm das alles, am Samstag wollte ich eigentlich ins Sauerland fahren, ein Kondolenzbesuch zu Lebzeiten bei meinem Krebsvetter steht an. Jetzt erfahre ich, daß sich dessen Mutter - meine Tante also - gleichfalls und ungleich beschleunigter zum Sterben hingelegt hat. Sie hat wohl keine Lust, in diesem Jahr ihren Sohn unter die Erde zu bringen, und mit 86 erscheint mir diese Art von Fahnenflucht auch mehr als statthaft. Jedenfalls ein großes Dilemma. Szenario A: Tante hält noch ein paar Tage durch, ich fahre am Samstag und ich schlage gewissermaßen zwei Fliegen mit einer Klappe. Szenario B: Tante stirbt morgen bis Samstag, dann ist fraglich, ob ein Besuch beim Vetter so willkommen wäre, ich weiß selber, was man mit so einem Todesfall alles ans Bein gebunden bekommt. Unschön, aber nicht zu ändern wäre an Szenario A, daß ich innerhalb kürzester Zeit zweimal ins Sauerland fahren müßte, im anzunehmenden worst case sogar dreimal... So oder so ein Grund mehr, endlich mal bis zum Wochenende meine Rauschgiftvorräte aufzustocken.
Sterben ist sicher ein verdammt anstrengender Prozess. Du willst vielleicht nur noch deine Ruhe, dich herumdrehen und bewusstlos werden, aber nix da! Alles bäumt sich auf, zwingt dich, noch eine Weile weiter zu atmen.
Für mich ist es noch nicht soweit, aber was werde ich denken, was fühlen, was wollen, wenn ich sterbe? Der Tod kann ein Freund sein. Aber jetzt noch nicht!
Eigentlich ist niemals der richtige Zeitpunkt. Wahrscheinlich sollte man jeden Morgen seinem Schöpfer danken, dass man aus dem Bett gekommen ist und sich fragen, ob man den Abend noch erleben wird! Außerdem ist es notwendig, saubere Unterwäsche zu haben und sich hinter den Ohren zu waschen. Man weiß nie!
Es war einmal unter dem Sofa von Dirk Hempel
Eine Menge Krempel und ein Kakerlakentempel
In dem sich zwei Kakerlaken begegnen
Sie reden übers Wetter - es ist am Regnen
Doch das könnt sie nicht schocken
In der Wohnung sei es trocken
Da sehn sie auf dem Tisch so etwas wie nen braunen Brocken
»Wie geil«, meint die eine zu der andern,
"Da müssen wir hinwandern!
Wir fressen dieses Zeug und entspann' dann!"
So machen sie sich auf die Socken
Zu diesem braunen Brocken
Vorbei an den Staubflocken, wo sie stoppen
Sie sehn wie eine Kakerlake auf nen Trip tritt
Und kleben bleibt
Ne halbe Stunde erstma heftig um ihr Leben schreit
Als sie sich dann befreit
Bemerkt sie auch die Kleinigkeit
Dass sie für unvorhersehbare Zeit
Daneben bleibt
Und um nicht abzukacken fängt sie an zu swingen
Und dieses Kakerlakenlied zu singen
Da da da di da da dam dam dam dada
Da da da di da da dam dam dam dada
Da meint die eine Kakerlake so "Der kann doch nicht frisch sein!
Lass ma weiter gehn, denn da vorn ist das Tischbein!"
Und als die beiden dann vor diesem Tischbein stehn
Ihre Köpfe drehn um nach oben zu sehn
Da sagt die eine "Ey, ich glaube, Du musst ohne mich gehn
Weil sich in derartigen Höhen meine Mägen umdrehn."
Die Haschischgier der andern dagegen ist unmessbar
Sie klettert auf den Tisch rauf als wär sie Reinhold Messner
Und sie so oben angekommen, denkt sie sich so "Wunderbar
Jetzt mach ich erstmal diesen geilen braunen Brocken klar!"
Sie stürzt sich auf den Shit wie Obelix auf was zu essen
Im Null Komma Nix hat sie den ganzen Pot gefressen
Übel, übel, übel, das war zuviel des guten
Für die nächsten zehn Minuten
Kann sie sich nicht mehr sputen
Da öffnet sich die Haustür, herein tritt der Hempel
Er war beim Arbeitsamt für irgend so 'nen Stempel
Er geht zum Tisch und entdeckt, sein Haschisch ist weg
Stattdessen liegt da nur noch dieses stonedte Insekt
Das hat zum Effekt
Dass er dieses Insekt
In das Köpfchen seiner Wasserpfeife steckt
Das heißt, er checkt und probiert
Ob's funktioniert
Und als's funktioniert wird sie mit Tabak garniert
Kurz angezündet und inhaliert
Und um nicht abzukacken fängt er an zu swingen
Und dieses Kakerlakenlied zu singen
Da da da di da da dam dam dam dada
Da da da di da da dam dam dam dada
...
und so bin ich
mein eigenes experiment
in meinem dunklen kellerzimmer
kaum ein lichtstrahl
dringt hier hinein
auf dem kalten
feuchten boden
sitze ich
immer wieder
muss ich rennen
im kreis
damit ich nicht einschlafe
und gegen die kälte
der atem nass
die zerfressenen kleider
ohne hilfe
schlag ich mich durch
...
zum schädeltrauma
meines lebens
...
Sterben ist die logische Konsequenz des Lebens.
Warum soll ich also auf eine bestimmte Art leben, wenn es sowieso immer auf das Gleiche hinausläuft.
...
Nur mein Respekt, und mein Gemeinsinn bringen mich dazu ( oft freiwillig ) nach den Regeln der community zu leben.
...
Ich bin also zivilisiert!
ich habe eigentlich keine angst vor dem sterben. einerseits glaube ich an gott und hoffe auf eine art ewiges leben, irgendwie, irgendwo, verzweifelt. andererseits glaube ich dass einem dabei ja nichts passiert, man merkt es nicht einmal wirklich, denn wenn der koerper endgueltig abschaltet, hindert das einen ja daran, es zu erkennen. man merkt ja auch nie, wenn man einschlaeft, nur wenn man aufwacht weiss man dass man geschlafen haben muss. warum also vor dem tod angst haben?
ich habe angst vor dem tod. ich will so vieles tun in meinem leben, so vieles sein, so vieles wissen. ich will nicht nicht sein. ich will nicht weg. ideal waere wiedergeburt.
Abschied muß man üben
Keinen Tag verschenken
es kann der letzte sein
jede ungelebte Stunde
wirst du einst bereun
jeder Sonnenuntergang
färbt die Erde rot
wir sitzen vor dem Wasserfall
im selben lecken Boot
Wenn ich euch mal loslaß
dann nicht von ungefähr
Abschied muß man üben
sonst fällt er viel zu schwer
Niemand weiß den Zeitpunkt
ist auch besser so
niemand würde sonst des Lebens
halbwegs Herr und froh
viele die du gern hast
müssen vor dir gehn
wenn du wirklich trauern kannst
bleiben sie bestehn
Denkt an mich dort drüben
fehlt mir nicht so sehr
Abschied muß man üben
sonst fällt er viel zu schwer
Sterben ist die Brücke deren Weite keiner kennt
geh hinaus ins Licht das nur wer hierbleibt Dunkel nennt
alles was uns trösten kann ist die Erinnerung
jeder steht dem Schluß gleich nah egal ob alt ob jung
Ende soll auch Anfang sein
nichts wünsch ich mir mehr
Abschied muß man üben
sonst fällt er viel zu schwer
Wenn ich euch mal loslaß
dann nicht von ungefähr
Abschied muß man üben
sonst fällt er viel zu schwer
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