sterben
Bewertung: 7 Punkt(e)
Jeden Tag zu sterben, aber keinen Tod,
keine Ruhe finden.
Das ist Bulimie !
Wenn die Leere Dich verschlingt und
wieder auskotzt.
| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) | 365, davon 357 (97,81%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 129 positiv bewertete (35,34%) |
| Durchschnittliche Textlänge | 273 Zeichen |
| Durchschnittliche Bewertung | 0,427 Punkte, 164 Texte unbewertet. Siehe auch: positiv bewertete Texte |
| Der erste Text | am 2.11. 1999 um 21:40:50 Uhr schrieb wuzi über sterben |
| Der neuste Text | am 11.6. 2024 um 14:16:29 Uhr schrieb Gerhard über sterben |
| Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 164) |
am 20.10. 2002 um 17:08:00 Uhr schrieb
am 23.12. 2005 um 17:36:06 Uhr schrieb
am 14.4. 2017 um 12:22:03 Uhr schrieb |
Jeden Tag zu sterben, aber keinen Tod,
keine Ruhe finden.
Das ist Bulimie !
Wenn die Leere Dich verschlingt und
wieder auskotzt.
Nun, was passiert eigentlich, wenn wir sterben. Hmm, eigentlich ganz einfach, es ist für mich gleichbedeutend mit einem »FORMAT C:« in der Computerwelt. Es wird einfach gnadenlos alles gelöscht.
Und da es keinen User »Gott« gibt, gibt es auch kein Bios, das in den Himmel fährt, kein Silicon Heaven, in dem einem unbegrenzte Ressourcen zur Verfügung stehen, keinen 486er, der als Pentium III wiedergeboren wird.
Alle Daten sind unwiderruflich gelöscht, da hilft auch kein Dr.Norton mehr.
Er war der zweite in meinem Leben, den ich sterben sah. Der erste war mein Großvater, ein Mann, bei dem man sagt »Ja, der hat sein Leben gelebt ...« (das war übrigens derselbe Lokführer, der bei dem legendären Zugunglück von Langenweddingen in den 60ern des letzten Jahrhunderts das ein oder andere Kind aus dem brennenden Waggons geholt hat und ca. 30 Jahre zuvor sich in der Nähe von Stalingrad am verfickten MG-3 die Pfoten abfrieren musste ...). Der zweite war mein Mann Choke. Einer der heftigsten Typen auf diesem verdammten Planeten. Unsere Geschichte war eine aus meiner Sicht lange und vor allem intensive. Ich lernte ihn als junger, aufstrebender HipHopper kennen, der ich mit 13 Jahren war. Als King und maßgeblicher Macher der »Crews« und den aus ihnen resultierenden »Aktionen« konnte er sich bei einem zufälligen Zusammentreffen erlauben, mich zu dissen, zumal er zu diesem Zeitpunkt bereits das biblisch anmutende Alter von 18 Jahren erreicht hat. Die Umstände rgaben es, dass ich iHn durch sog. Rap-Skills zu überzogen vermochte, infolge dessen sich eine so nie zuvor gekannte Freundschaft entspannen konnte, die solcherart das ein oder andere Jahr überstand und mich als Novizen diverse Einblicke erhaschen ließ, die das Business betreffen, den Beat und das Blut. Chokes naive Affinität zu Psydelika wirkten sich ab einem bestimmten Zeitraum verbunden mit erhöhter Frequenz der beobachtbaren Konsumierungen auf negative ARt und Weise auf sienen Gemütszustand aus, so dass Bank-, Raub- und Dealerüberfälle zu Alltäglichkeiten avancierten (in die auch meine Person involviert war), die ein ethisch, aber vor allem auch ein strafrechtlich bedenkliches Niveau erreichten. Irgendwann Ende der 90er desselben Jahrhunderts waren wir in Berlin in einer Seitenstrasse vom Alexanderplatz, als Choke meinte, eine besonders dicke Line vom guten weißen Zeug ziehen zu müssen. Im Resultat benahm er sich in den ersten Momenten auch verhältnismäßig »normal« bis er anfing, wie irre zu zittern und diverse Flüssigkeiten abzusondern und sehr, sehr eindringlich zu röcheln begann. Alles weitere, was geschehen ist, verblasst im Tal der Verdrängnisse und reiht sich ein im zunehmenden Nebel des Vergessens ... die Bestattung war ein Greuel, sein Sein ein Fluch, die Erinnerung ein stetes Jucken ... aber es kammen »Vertraute« ihm nach ...
Nicht sehr beruhigend ...
beim sterben begleiten ist teil meiner arbeit, ich tu es seit jahren, freiwillig mit viel zeit, meistens werd ich in der nacht gerufen, ich kenne die sterbenden darum ist es wichtig bei ihnen zu sein, denn sie kennen auch mich und vertrauen ist da, es geht ruhig und still und würdevoll, und da alles, was der mensch tut, auch für sich tut, ziehe ich meine lehren daraus, das sterben nämlich nicht schlimm ist, es ist ein wegschleichen, wenn man loslassen kann und oft hatte ich ein gefühl des durchdringens von irgendetwas durch mich und unsere hände, ein in einen anderen raum betretenes gefühl und ich war nie traurig denn es ist für alte menschen eine erlösung und sie waren NICHT ALLEIN
MAN ERKENNT EINE GESELLSCHAFT DARAN WIE SIE MIT HILFLOSEN UND SCHWACHEN UMGEHT; KINDER; ALTE UND AUCH TIERE WERDEN SCHEI?E BEHANDELT
Tod und Sterben sind bereits mit der Geburt beschlossene Sache. Ist also jeder, der ein Kind in die Welt setzt, ein potentieller Mörder?
Sterben, Sterben, sich die arme aufschneiden, die gedärme rausziehen, das nutzlose gehirn zurücklassen, die seele befreien, auf dass sie mit einem seifenblasenplatzen weicht, sich zerstreuen, nicht mehr atmen und essen und zähneputzen und lächeln müssen, nicht mehr davon aufwachen, dass einem ein staubgrauer betonsack auf den brustkorb knallt, also gar nicht mehr aufwachen, nie mehr »erzähl doch« hören und wissen, dass es niemand ernst meint, nie mehr sehen müssen, was sie sich alle in irgendeinem hehren namen gegenseitig antun, keine schliess- und gesichtsmuskelkontrolle mehr, kein durchhalten zusammenreissen weitermachen anstrengen, keine spiegel mehr splittern sehen, den knoten zerschneiden.....
ja, das tat ganz gut
Sterben ist heutzutage ein großes Tabuthema in unserer ach so starken zivilisierten Gesellschaft. Das mancher Glaube stärker sein soll als der Tod, halten viele von uns als nicht nachvollziehbar und eher unglaubwürdig. Doch jeder von uns kommt irgendwann an den Punkt, wo er einfach loslassen muß und den Gevatter Tod akzeptieren tut, damit das Ende unserer Existenz in anderer Form wieder ein Neubeginn oder Anfang wird. Es ist sehr schwer das Tabu zu durchbrechen und sich natürlich offen mit dem Schreckgespenst Tod auseinander zusetzen. Lasst uns die Kraft dazu aufbringen und sich damit nicht der Hoffnungslosigkeit hingeben. Lassen wir uns auch ebenso nicht von der Angst übermannen, um furchtsam und alleine zu sterben. Ein starker in sich gewachsener Glaube kann ein Rettungsanker im übermächtigen Strudel der endgültigen Agonie sein.
Sein eigenes Schicksal kann niemand abwenden oder umkehren, wenn das letzte Stündlein geschlagen hat; doch man(n) sollte niemals bis dahin die Hoffnung verlieren. Denn der Tod ist nicht umsonst, er kostet nur DEIN Leben!!!
Mein Name ( Todd S. Strafe )ist Programm! Ich friste hier ein dasein als Trauerklos und seh doch all die Menschen um mich herum, die alle irgendwie besser drauf sind als ich und zumindest den Anschein erwecken als wüßten sie von dem ganzen »Leben-Ding« irgendetwas. ICH GLAUBE EUCH DAS NICHT !
Ja sicher, ihr versucht nur das beste daraus zu machen und belügt euch doch nur selbst.
Sterben wir nicht jede Nacht, um am nächsten Morgen neu geboren zu werden?
Denken wir mal an den Menschen, der wir vor 10 Jahren waren. War das nicht jemand anderer?
Die Phase des Sterbens ist die intensivste Lebensphase, deshalb ist sie für uns, die durchs Leben eilen, auch unheimlich, wir rennen alle vorwärts, und plötzlich bleibt jemand stehen und blickt zurück.
Wir rennen weiter, schauen weg, damit uns niemand aufhält.Würden auch wir anhalten, wären auch wir bald tot, so glauben wir.
Dabei gibt es schon Kinder, die wir überrannten, die nie vorwärts schauen durften.
Und andere, die das Tempo gut mithielten, wollten nur mal schaen, wie weit sie schon gekommen sind.
Die sind heute nicht mehr dabei.
Auch aus unserer heutigen Truppe von Mitläufern werden nicht ale das Tempo durchhalten können.
Sie werden sich quälen und darum flehen, daß wir sie mittragen.
Aber wir rennen weiter, denn sonst können wir das Tempo nicht halten.
Unsere Weggefährten aber wissen alles über uns auf unserem Weg. Das macht es auch so unheimlich. wenn sie gehen, zurückschauen und etwas von unserer Kraft brauchen, um zurückzufinden.
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