sterben
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Sterben wir nicht jede Nacht, um am nächsten Morgen neu geboren zu werden?
Denken wir mal an den Menschen, der wir vor 10 Jahren waren. War das nicht jemand anderer?
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| Der erste Text | am 2.11. 1999 um 21:40:50 Uhr schrieb wuzi über sterben |
| Der neuste Text | am 11.6. 2024 um 14:16:29 Uhr schrieb Gerhard über sterben |
| Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 164) |
am 7.12. 2009 um 21:41:32 Uhr schrieb
am 28.8. 2009 um 23:51:59 Uhr schrieb
am 5.5. 2009 um 13:05:47 Uhr schrieb |
Sterben wir nicht jede Nacht, um am nächsten Morgen neu geboren zu werden?
Denken wir mal an den Menschen, der wir vor 10 Jahren waren. War das nicht jemand anderer?
Nun, was passiert eigentlich, wenn wir sterben. Hmm, eigentlich ganz einfach, es ist für mich gleichbedeutend mit einem »FORMAT C:« in der Computerwelt. Es wird einfach gnadenlos alles gelöscht.
Und da es keinen User »Gott« gibt, gibt es auch kein Bios, das in den Himmel fährt, kein Silicon Heaven, in dem einem unbegrenzte Ressourcen zur Verfügung stehen, keinen 486er, der als Pentium III wiedergeboren wird.
Alle Daten sind unwiderruflich gelöscht, da hilft auch kein Dr.Norton mehr.
meistens sprechen oder denken die Leute ja nur über das Sterben wenn in ihrem Bekanntenkreis jemand durch einen tragischen Unfall abrupt ums Leben gekommen ist oder nach langem Siechtum stirbt. Nur heute, am Allerseelentag wurde auch im Radio lange und breit darüber diskutiert wie das denn so sein wird wenn man gestorben ist, ob es ein Leben nach dem Tod gibt und so weiter. Wieviel Tragik sich oft hinter dem Wörtchen sterben verbirgt, das wissen nur jene die sich im Umfeld eines Verstorbenen befinden oder aus beruflichen Gründen in irgend einer Form damit konfrontiert werden.
Tod und Sterben sind bereits mit der Geburt beschlossene Sache. Ist also jeder, der ein Kind in die Welt setzt, ein potentieller Mörder?
beim sterben begleiten ist teil meiner arbeit, ich tu es seit jahren, freiwillig mit viel zeit, meistens werd ich in der nacht gerufen, ich kenne die sterbenden darum ist es wichtig bei ihnen zu sein, denn sie kennen auch mich und vertrauen ist da, es geht ruhig und still und würdevoll, und da alles, was der mensch tut, auch für sich tut, ziehe ich meine lehren daraus, das sterben nämlich nicht schlimm ist, es ist ein wegschleichen, wenn man loslassen kann und oft hatte ich ein gefühl des durchdringens von irgendetwas durch mich und unsere hände, ein in einen anderen raum betretenes gefühl und ich war nie traurig denn es ist für alte menschen eine erlösung und sie waren NICHT ALLEIN
MAN ERKENNT EINE GESELLSCHAFT DARAN WIE SIE MIT HILFLOSEN UND SCHWACHEN UMGEHT; KINDER; ALTE UND AUCH TIERE WERDEN SCHEI?E BEHANDELT
Ich bin gespannt auf den Tod. Er wird etwas ganz besonderes in meinem Leben sein. Etwas, was ich nur ein Mal erleben darf. Ich würde gerne auf viele verschiedene Arten sterben, allein aus Neugier. Aber erst einmal habe ich Zeit damit. So vieles habe ich noch vor im Leben. Und eigentlich ist es doch viel aufregender, das Schicksal darüber entscheiden zu lassen, wann und wie ich sterben soll. Dann habe ich immer ein wenig Zeitdruck, mit dem Erfüllen von Wünschen, und komme nicht in Versuchung, Dinge einfach aufzuschieben.
Was passiert mit uns, wenn wir sterben? Wie fühlt es sich an? Und müssen wir wirklich Angst davor haben?
Die Antworten auf diese Fragen muß wohl jeder selbst finden, und sie werden vielleicht nicht für jeden gleich sein, denn sie finden sich einzig und allein im selber Erleben. Und trotzdem versuchen wir sie durch Nachdenken zu lösen, weil wir die Unsicherheit des Todes nicht ertragen können. Für uns muß immer alles sicher sein; der Mensch braucht eine Ordnung, an die er sich klammern kann.
Wie alle anderen natürlichen Prozesse hat der Mensch auch das Sterben kommerzialisiert. Aus der Vergänglichkeit des Lebens wird Kapital geschlagen. Ein ganz »normales« Begräbnis, wie es zu Beginn eines Krimis zum Beispiel zu sehen ist, schlägt schnell mit einigen Tausendern zu Buche. So ist das Sterben Anlass zu sozialen Verschiebungen und emotionalen Rührungen, und zugleich eine Ressource. Sterben erhöht die Nachfrage von Dienstleistungen.
Das Leben ist der kleine Umweg, den wir heute gehen. Es ist volkommen, weil es sich aus sich selbst heraus erklaert.
Ist denn der Schlaf wirklich der »kleine Bruder « vom Tod?
Natürlich ändern wir uns. Tag für Tag. Wir sind niemals mehr der Gleiche, der wir noch im letzten Augenblick waren. Alles fließt. Doch es gibt natürlich auch etwas, das bleibt. Das nennen wir wohl Seele.
Aber der Tod gehört zu unserem Leben. Ich muß zugeben, daß ich ihn allerdings »ausklinke.« Momentan gehört soetwas nicht zu meinem Leben, und ich versuche es zu übersehen, wohlwissend, daß ich diesem Tod selbst bald anheim falle; denn in 100 Jahren wird niemand mehr von denen, die dies lesen, dortens sitzen und dies tun. Dann sind wir alle diesem Zustand anheimgefallen, den wir doch so aus unserem Leben ausgrenzen.
Ist der Tod denn etwas Poetisches? Oder schreiben Poeten nur darüber, weil er Teil des Lebens ist?
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