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wuming schrieb am 19.4. 2010 um 02:07:11 Uhr über

Maler



Neo Rauch, Brühl, 28. Oktober 2007Neo Rauch (* 18. April 1960 in Leipzig) ist ein deutscher Maler, der international als bedeutender Künstler seiner Generation und als Wegbereiter derNeuen Leipziger Schulegilt.

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Leben
2 Werk
3 Preise und Stipendien
4 Literatur
5 Weblinks
6 Einzelnachweise


Leben [Bearbeiten]
Rauchs Eltern starben vier Wochen nach seiner Geburt bei einem Zugunglück am 15. Mai 1960. Er wuchs bei seinen Großeltern in Aschersleben auf und legte an der Erweiterten Oberschule Thomas-Müntzer (heute Gymnasium Stephaneum) das Abitur ab. An der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst studierte Rauch Malerei: zunächst (19811986) bei Professor Arno Rink, von 1986 bis 1990 absolvierte er ein Meisterschülerstudium bei Professor Bernhard Heisig. Von 1993 bis 1998 arbeitete er als Assistent von Arno Rink an der Leipziger Akademie. Vom August 2005 bis Februar 2009 war er (in Nachfolge von Arno Rink) Professor an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst.[1]

Die Gruppenausstellung „Junge Künstler im Bezirk Leipzigim Lindenau-Museum in Altenburg im Jahr 1986 markiert den Beginn seiner öffentlichen Wahrnehmung. Seine Bilder aus den 80er Jahren lässt er jedoch nicht mehr gelten. 1997 erhielt Rauch den mit einer Einzelausstellung im Museum der bildenden Künste verbundenen Kunstpreis der Leipziger Volkszeitung. Die erste große institutionelle Einzelausstellung („Randgebiete“) richtete im Jahr 2000 die Galerie für Zeitgenössische Kunst in Leipzig aus. 2006 widmete das Kunstmuseum Wolfsburg ihm eine Retrospektive. Im Metropolitan Museum of Art in New York folgte 2007 die kleine Ausstellung „para“.[2]

Werk [Bearbeiten]
Rauchs Bildwelt ist von einer leuchtend opaken Farbigkeit geprägt und zeigt Figuren in sich überlappenden Räumen und Zeiten. Der Stil durchdringt den sozialistischen Realismus, ist aber auch von Pop-Art und Comic beeinflusst. Konzeptionell steht das Werk dem Surrealismus nahe und ist als magischer Realismus einzuschätzen. Nicht selten erträumt Rauch seine Sujets und fasst ein kurzes Moment aus den Augenwinkeln. Den Bildern wird „Eigentümlichkeit, Suggestivität und Zeitlosigkeit“ nachgesagt.[3] In der ZeitschriftTexte zur Kunst“ (Heft 55) wurde er als Vertreter des deutschen Neokonservatismus' portraitiert.

Eine seiner wichtigsten Entdeckerinnen, Roberta Smith (Journalistin der New York Times), löste mit einem Artikel über denMaler, der aus der Kälte kameine große Begeisterung für Neo Rauch in den USA aus. Rauchs Bilder hängen im Metropolitan Museum of Art in New York City, im Museum der bildenden Künste Leipzig und werden in Einzelausstellungen, wie z. B. in der Wiener Albertina (2004/2005), präsentiert.

2006 veröffentlicht er zu fünf Kalendergeschichten von Botho Strauß acht Lithographien unter dem TitelDer Mittler“ in einer limitierten und signierten Auflage.

Im Jahr 2007 entwarf Rauch unentgeltlich Vorlagen für drei Fenster mit Motiven aus dem Leben der Heiligen Elisabeth von Thüringen für die Elisabethkapelle im Naumburger Dom.[4]

Rauch arbeitet mit seiner Ehefrau Rosa Loy (ebenfalls Künstlerin) in der ehemaligen Leipziger Baumwollspinnerei, über die er sagt: „Es ist der Ort der Konzentration und der Inspiration. Mir wachsen hier die besten Einfälle zu.“ Sein Einsatz für seine Studenten an der Hochschule ging weit über die Tätigkeit als Lehrender hinaus, so kuratierte er 2007 mit Timm Rautert eine Ausstellung mit dem TitelMan muss sich beeilen, wenn man noch etwas sehen will …“ auf Gut Selikum in Neuss. Sein bekanntes Gemälde Etappe hängt bei Brad Pitt.

Preise und Stipendien [Bearbeiten]
1990: Italienische Reise, Reisestipendium der Akademie Schloss Solitude, Stuttgart
1992: Renta-Preis 1992, Nürnberg
1997: Kunstpreis der Leipziger Volkszeitung
2002: Vincent van Gogh Bi-annual award for Contemporary Art in Europe, Bonnefantenmuseum Maastricht, Niederlande
2005: Kunstpreis Finkenwerder
2010: Stiftungspreis der ökumenischen Stiftung Bibel und Kultur 2010, Stuttgart
Literatur [Bearbeiten]
artdas Kunstmagazin: 1/01
Neo Rauch von Neo Rauch, Hatje Cantz Verlag (Juni 2003), broschiert / Sprache EnglischISBN 3775712437
Neo Rauch, Arbeiten auf Papier, 20032004 von Neo RauchISBN 3775715010
Botho Strauß/Neo Rauch: Der Mittler, Münster 2006, ISBN 3-930754-44-4
Neo Rauch: Neue Rollen. DuMont 2006 (Katalog zur Ausstellung im Kunstmuseum Wolfsburg)
Neo Rauch: Der Zeitraum (Katalog zur Ausstellung der Galerie Eigen+Art, Leipzig 2006)
Weblinks [Bearbeiten]
Literatur von und über Neo Rauch im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek (Datensatz zu Neo Rauch • PICA-Datensatz • Apper-Personensuche)
Informationen zu Neo Rauch im BAM-Portal
Neo Rauch auf kunstaspekte.de
Video Neo Rauch zur Leipziger Ausstellung
Lithographien von Neo Rauch
Rätselhaftigkeit und vielleicht Ausweichen (oder Versteckspiel): der Realismus des deutschen Malers Neo Rauch von Clare Hurley
Rauch im Metropolitan Museum of Art (New York)
Die Retrospektive 2010 im Museum der bildenden Künste Leipzig und der Pinakothek der Moderne München
Einzelnachweise [Bearbeiten]
Susanne Altmann: Der Druck war zu groß, art-magazin.de, 13. Mai 2008
Galerie Eigen+Art, sowie Katalog der Ausstellung „para“, Metropolitan Museum of Art, New York 2007
Neo Rauch: „Bilder, wie ich sie gerne hätte“, in: Monopol - Magazin für Kunst & Leben, Berlin 2003, S. 30
Neo Rauch im Naumburger Dom
Normdaten: Personennamendatei (PND): 119086344 | Library of Congress Control Number (LCCN): nr 95027799 | Virtual International Authority File (VIAF): 20482620
Personendaten
NAME Rauch, Neo
KURZBESCHREIBUNG deutscher Künstler
GEBURTSDATUM 18. April 1960
GEBURTSORT Leipzig

Vonhttp://de.wikipedia.org/wiki/Neo_Rauch“
Kategorien: Deutscher Maler | Maler der Neuen Leipziger Schule | Hochschullehrer (HGB Leipzig) | Mann | Geboren 1960


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