| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) |
148, davon 143 (96,62%)
mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 64 positiv bewertete (43,24%) |
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am 19.2. 2000 um 15:23:53 Uhr schrieb Kirstin
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am 20.9. 2026 um 15:47:09 Uhr schrieb ungerichteter Graf
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am 2.12. 2010 um 04:47:27 Uhr schrieb ® über Bücher
am 30.4. 2005 um 03:13:07 Uhr schrieb restlos b über Bücher
am 2.9. 2009 um 17:34:38 Uhr schrieb Bettina Beispiel über Bücher
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Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Bücher«
Cinderealla schrieb am 10.10. 2000 um 18:42:00 Uhr zu
Bewertung: 14 Punkt(e)
Bücher sind wie Regen, nach monatelanger Trockenheit. Ihre Worte lassen mein Herz erblühen und meine Seele wird grün vor Lebensfreude.
Sie sind wie ein See, in den ich tauche, eine andere Welt fern der Jetzigen, Unbequemen, Unwillkommenen.
Bücher sind die Brücken, auf denen ich vom Gestern ins Heute gelangte, ohne die Hoffnung völlig aufzugeben. Es gibt mehr. Es gibt eine Welt jenseits heutiger Unterträglichkeit. Sie waren meine Tröster, meine Wegbegleiter, meine Freunde.
Ein Dank an alle Autoren, für die Bücher dieser Welt!
GPhilipp schrieb am 15.4. 2000 um 22:09:38 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
Beliebte Geburtstags-Geschenke in der Kindheit: Taschen t ücher. Im 'Kramladen' gab's auch Bücher, und 'Eis am Stiel' für nur 20 Pfennig (Langnese). Das war so 1961 - 65. Da gab es auch diese tolle Schokolade: zehn runde Querriegel! - und Einzelstücke zu 5 Pf. das Stück (teuer, aber sie schmeck(t)en ganz besonders gut).
Bei der normalen Schokolade bekam jeder von uns Geschwistern einen Riegel.
'Kleiner Junge in einer großen Stadt', 'Detektiv Nobody', 'Pepo und das Indio-Mädchen', 'Onkel Titus', 'Die Stauffermühle', 'Fips & Gritta's lustige Gefährten', 'Bummi in Nöten', 'Peppino', 'Abenteuer an der Teufelsmauer', Grimm's Märchen, und Pinocchio habe ich wohl auch gelesen.
Als Arbeitsloser las ich Romane(1975/76)und schrieb in ein Tagebuch.
10-20 Jahre später bin ich Besitzer einer kleinen 'Privatbibliothek' (viele Taschen- und antiquarische Bücher).
Hermann Hesse und Miller, auch Peter Handke war für mich wichtig, der Ulysses von Joyce usw.
Meine Tante unterstützte mich: Bücher seien eine 'Kapitalanlage' und von bleibendem Wert.
leguan schrieb am 10.9. 2002 um 13:41:07 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Meine Name ist Dietmar Wischmeyer und dies ist das Logbuch einer Reise durch das Land der Bekloppten und Bescheuerten. Hier ist mein Bericht.
Wischmeyer hat ein Buch geschrieben, na toll, na großartig! Jeder Blödmann schreibt heutzutage ein Buch und wedelt damit in den Talkshows herum. In ungeheurer Mißachtung des schreibenden Handwerks entweihen Hans und Franz weißes Papier. Hannelore Kohl plaudert aus der Schweineküche ihres Mastgatten, Hera Lind frickelt Trostlektüre für durchgenudelete Hausfrauen zusammen. Ja, je weniger Ahnung einer vom Schreiben hat, desto eher faulen seine Gedanken im Hardcoversarg eines Bestsellers. Politiker, abgelegte Gattinnen, Kidnapper, bekennende Hamstersodomiten, sie alle überfallen uns turnusmäßig mit ihrer debilen Prosa. Wer liest den Müll?
Niemand natürlich!
Der stille Kompagnon des Schreibamateurs ist der Anlaß. Unter Anlaß versteht man im Deutschen eine Gelegenheit, bei der ein Geschenk überreicht werden muß, Geburtstage, Jubiläen, oder nur so. Droht ein Anlaß im Kalender näher zu rücken, so schwärmt der Schenkungsverpflichtete in die örtliche Fußgängerzone und rudert mit stierem Blick durch die Kaufhäuser. Noch 'ne Vase, ein elektrischer Nasenhaarentferner, die Wurzelbürste fürs reudige Genital, so recht will nichts passen. Da erinnert sich der Verzweifelte an seine Zeit auf der Mittelschule: Da gab es doch immer diese schweren rechteckigen Dinger, wie hießen die doch noch gleich? Richtig, Becher, nein Bücher! Gedacht, getan, schreitet der Erwerbssinnige in das dafür vorgesehene Ladengeschäft. Doch, oh Graus, was springt ihm da in die Augen? Abertausende dieser rechteckigen Teile, eines unerforschlicher als das andere. Da kommt ihm der Zufall zu Hilfe. In perfider Kenntnis des eingeschränkten Horizonts seiner Kunden hat der Buchhändler in der Mitte seines Ladens ein Tischchen gedeckt. Darauf liegen all die Bücher, auf deren Titel die Fratze eines TV Helden prangt. Ulrich Wickert verbreitet sich über seine Fettlebe als ARD Frontschwein, Alfred Biolek köchelt Hammelklöten, diverse Politrentner denken wieder mal über Deutschland nach, leider öffentlich, doch dem Erwerbswilligen ist gedient. Erleichtert greift er zur Schwarte mit der bekannten Fresse und vollzieht den Kaufakt an der Kasse. Alsdann wandert das Buch via Anlaß ins Regal des Geschenknehmers, um dort unaufgeschlagen dem jüngsten Tag entgegenzumodern. Denn als einziges Relikt einer archaischen Erfurcht vor dem Gedruckten darf man Bücher nicht einfach in den Mülleimer werfen, nicht mal gelesene. So biegen sich die furnierten Spanplatten im Wohnzimmer unter jahrzehntelanger Last ungeernteter Lesefrüchte. Heribert Faßbenders Schwarte über die olympischen Spiele 1936 steht neben der Reparaturanleitung für den R4 und der ewig aktuellen Berufsentscheidungshilfe »Horst will Förster werden« aus dem Göttinger Jugendbuchverlag. Nichts wird weggeschmissen. Als sei es ein Voodoozauber glaubt man, mit jedem weggeworfenen Buch stürbe der Auto ein Stück mit. Ich aber erteile Ihnen Absolution: Kaufen Sie mein Buch »eine Reise durch das Land der Bekloppten und Bescheuerten«, 18,90 DM im Ullstein Verlag. Danach können Sie es meinetwegen sofort in den Müll schleudern.
Peter K. schrieb am 17.11. 2004 um 20:32:21 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Irgendwann um das Jahr 1999 herum habe ich beschlossen, wieder Bücher zu kaufen. Das tat ich lange Zeit nicht mehr. Als Student hatte ich sowieso sehr wenig Geld - ein Buch zu kaufen, war Luxus gewesen. Dann kam die Examensvorbereitung, und ich konnte Schrift und Geschriebenes erst mal nicht mehr sehen, guckte allenfalls noch in die Glotze. In der Assitentenzeit las ich mich wie bekloppt durch die Universitätsbibliothek, kaufte auch einiges - dann kam die eigene Kanzlei. Ich las und schrieb wieder wie ein Verrückter, und stierte wieder in den Bildschirm.
Aber 1999, wie gesagt, begann ich wieder, Bücher zu kaufen, und ich kaufe seither sehr viel. Ich würde schätzen, etwa 200 bis 300 jedes Jahr. Auch meine Frau tut das - wir sammeln beide Bücher. Nicht nur käuflich, sondern auch durch Entlastung von Freunden, die endlich »diese ollen Schinken« loswerden wollen, und durch Unterschlagung geliehener Bücher - das macht jeder Bücherfreund, deswegen verleihen wir grundsätzlich nix. Freunden, die ein Buch aus unserer Bibliothek lesen wollen, schenken wir es lieber gleich.
Mir geht es finanziell ganz gut als Anwalt. Wenn auch das Kanzleikonto manchmal bedenklich nach unten rutscht, so ist doch immer genug Geld da für die Bedürfnisse des Alltags, und das Büchersammeln gehört ja auch dazu. Und wenn mal eine große Rechnung bezahlt wird, dann opfere ich jedesmal ein paar hundert Mäuse für ein paar neue Bücher, und freue mich auf sie.
Wir haben inzwischen etwa zweitausend Bücher zuhause, und viel zu wenig Regale, hunderte liegen in Stapeln an den Wänden, auf Treppen, manche in Kisten - schrecklicher Zustand !
Dieses Bücherkaufen nenne ich auch manchmal meine Altersvorsorge: Wenn ich alt bin, werde ich nicht mehr soviel Geld haben zum Bücherkaufen. Also kaufe ich sie jetzt, sozusagen auf Vorrat, und es scheint mir so, als ob ich sterben werde, noch bevor ich alle wirklich gelesen habe. Und ich mache mir jetzt schon sorgen darüber, was mit unserer Bibliothek nach unser beider Tod geschehen wird.
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