Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 162, davon 161 (99,38%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 66 positiv bewertete (40,74%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 6.2. 1999 um 17:45:01 Uhr schrieb
Liamara über sonntag
Der neuste Text am 11.10. 2014 um 02:01:48 Uhr schrieb
PEARLJAM über sonntag
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 62)

am 9.4. 2012 um 15:09:06 Uhr schrieb
roadwayrona über sonntag

am 19.11. 2004 um 12:48:02 Uhr schrieb
Voyager über sonntag

am 12.11. 2005 um 16:14:54 Uhr schrieb
baby über sonntag

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Sonntag«

Liamara schrieb am 14.2. 1999 um 13:07:41 Uhr zu

sonntag

Bewertung: 5 Punkt(e)

Schon wieder Sonntag. Noch dazu Valentinstag. Wo sind die 2 Dutzend rote Rosen, die sich vor meiner Tür stapeln sollten? Wo die herzförmigen Pralinenschachteln, in denen man seine schokoladenverschmierten Finger wieder und wieder reinsteckt bis einem schlecht wird? Es hat sich nicht einmal ergeben, dass mir ein Gedicht aufs Kopfkissen gelegt wurde. Glücklicherweise ist das ja nicht so wie mit Weihnachten. Wenn man keine Weihnachtsgeschenke bekommt, das ist echt tragisch. Davon kann man Depressionen bekommen und vielleicht verrückt werden, auf die Strasse laufen mit einer Walther PPK in der Hand und herum blasten, bis man genug Frust in dampfenden Leichen abgebaut hat und jedem Ignoranten so mitgeteilt hat: Ihr hättet mir besser was zu Weihnachten geschenkt, ihr Wichser. Nun, das passiert ja Gott sei Dank meist nur in Amerika. Welche Auswirkungen ein Nicht-beschenken am Valentinstag auf verrückte Amerikaner hat, die jetzt noch völlig normal aussehen und auf ihrer Couch sitzen und nicht einmal ahnen, dass sie vielleicht einst verrückt werden, weil sie keine Rosen oder Pralinen bekommen, weiss man nicht. Vielleicht hören wir es dann später in den Nachrichten, wenn es heisst: An Thanksgiving musste ein Mann (eine Frau/ein Kind/ein Hund) sterben, weil einem Mann (selten: einer Frau/kaum: einem Hund) einfiel, dass es am Valentinstag für ihn (etc.) nichts rotes, weiches oder leckeres vom Himmel geregnet hatte. Ich kann hier ja nur für mich sprechen, Anzeichen einer geistigen Gehirnstörung scheinen noch nicht vorzuliegen. Also Alvar wird Weihnachten vermutlich noch erleben. Wie es allerdings mit den Geschenken aussieht, kann ich nicht sagen; vermutlich ist Rache eine Ureigenschaft der Frau, vor allem der deutschen, und es wird sich zeigen, was die Zukunft so bringt. Der Valentinstag ist ja aber auch noch lang. Es gibt noch Möglichkeiten. Ein schlichtes: »Hab dich lieb« mag ja genügen. Nun bin ich allerdings auch vom Sternzeichen Löwe, was man im allgemeinen mit anspruchsvoll und luxusorientiert charakterisiert. Dazu möchte ich jetzt nichts sagen.

Liamara schrieb am 22.2. 2000 um 21:16:52 Uhr zu

sonntag

Bewertung: 7 Punkt(e)

Ich mag keine Sonntage. Ich kann mich sonntags nicht entspannen. Immer ist da der Montag, der lauert schon hinter der Tür. Ups, schon zwei Uhr, ups, schon vier Uhr... Schrecklich, so ein Sonntag.

Uwe schrieb am 17.12. 1999 um 12:45:40 Uhr zu

sonntag

Bewertung: 7 Punkt(e)

Wo ist der Sonntag, wenn der Montag beginnt? Im Raum, und kehrt nach einer Woche zurück? Oder ist er verschwunden und wird durch einen ganz neuen ersetzt. Werden die Sonntage, wenn sie zuende sind, gespeichert? Und vor allem, wem gehört der Sonntag? Ist mein Sonntag auch dein Sonntag. wenn nicht, gibt es schon zwei Sonntage.

Tanna schrieb am 16.5. 2000 um 14:17:34 Uhr zu

sonntag

Bewertung: 6 Punkt(e)

Früher einmal war der Sonntag der erste Tag der Woche. Da konnte man die Woche noch mit Ruhe beginnen.
Irgendwann setzte sich das Wochenende durch - und der Sonntag wurde zum siebten Tag der Woche umdefiniert. Jetzt muß man erstmal eine Woche arbeiten, bis man endlich den Sonntag genießen darf.
Schade eigentlich.

Liamara schrieb am 20.2. 1999 um 20:39:47 Uhr zu

sonntag

Bewertung: 5 Punkt(e)

Früher haben sich die Familien am Sonntag schön gemacht und sind spazierengegangen. Die Kinder bekamen, wenn es sich um Mädchen handelte, Kleidchen an, weisse Söckchen und Lackschuhe. Die Jungen mussten Cordhosen und gescheitelte Haare tragen. Mutter trug eleganten Schmuck und Vater, wenn nicht einen Anzug, so doch wenigstens etwas feinere Sonntagshosen und ein Sakko. So spazierten sie durch den Wald, wo die Kinder alsbald vorausliefen und sich zankten, und Mutter und Vater spazierten gemütlich hinterher und sprachen über Kontoauszüge und die Essensplanung für die nächste Woche. Irgendwann kehrte man in eine gepflegte Gaststätte mit bürgerlicher Küche ein, wo Mutter ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte verspeiste, Vater sich ein Bier und einen Schnaps genehmigte und die Kinder je eine Limonade auf den Servietten verschütteten. Dann, als sie wieder zu Hause waren, mussten die Kinder baden und ihre Schulsachen für den Montag herauslegen, und die Mutter legte dem Vater die Kleidung für den morgigen Arbeitstag über den Stuhl. Und jeder wusste, ein wenig seufzend, dass die Ruhe, das Wochenende, nun vorbei waren.

Hermi schrieb am 4.10. 1999 um 22:09:41 Uhr zu

sonntag

Bewertung: 4 Punkt(e)

»Immer wieder sonntags ...« so trällerts aus den Boxen. Na ja, wenigstens haben sich die Radiomenschen die Mühe genommen, den Schlager wirklich sonntags abzuspielen. Nur, so phantasievoll ist das ja auch wieder nicht. Wieso nur fressen sich Töne so schnell so tief ins Hirn? »Immer wieder sonntags ...«, und schon betört trotz Herbst der Geruch von Bärlauch die sinne, wie damals, vcr zig Jahren, als ich den Song zum ersten Mal hörte.

Liamara schrieb am 20.2. 1999 um 20:45:18 Uhr zu

sonntag

Bewertung: 2 Punkt(e)

Nachdem ich von den Sonntagen in der guten alten Zeit berichtet habe, wage ich nun einmal zu behaupten, dass ich selbstverständlich auch weiss wie Sonntagsspaziergänge heutzutage ablaufen. Heute herrscht nicht mehr so eine strenge Kleiderordnung. Gelegentlich sieht man noch kleine Mädchen in Kleidern, aber das sind beileibe nicht mehr die süssen, rosa-roten berüschten Dinger aus den 70ern. Heute tragen kleine Mädchen Minis und blickdichte Strumpfhosen zu Turnschuhen und haben schon im zarten Alter von 7 eine eigene Pflegeserie, mit der sie sich vor dem Spaziergang ordentlich eingesprüht haben. Die Jungs tragen weite Hosen, die über ihren Schuhen hängen, was ein wenig seltsam aussieht, und man wundert sich, warum sie nicht ständig darüber stolpern. Ihre Haare sind längst nicht mehr glatt gekämmt, sondern mit einem Igelschnitt und Haargel gestylt. Mutter trägt einen eleganten Hosenanzug und Vater eine Lederjacke, und sie gehen auch nicht mehr durch einen Wald, sondern besuchen einen Freizeitpark. Statt der noblen Gaststätte besucht man einen Imbiss, wo man Kaffee im Stehen bekommt und einen Donut anstelle eines echten Kuchens. Am Abend streiten sich wieder alle ums Fernsehprogramm, und es wird geduscht. Am Montag haben die Kinder keine Hausaufgaben gemacht, und Vater kommt verkatert zur Arbeit. SO läuft das heute.

Dr. Abraham van Helsing schrieb am 28.4. 2013 um 11:03:29 Uhr zu

sonntag

Bewertung: 2 Punkt(e)

In meinem steten Kampf gegen das Böse in der Welt hatte ich vor einigen Jahren auf einer meiner abenteuerlichen Reisen eine schicksalhafte Begegnung mit einer Wurstbudenbesitzerin in Südtranssilvanien, nur etwas mehr als eine halbe Tagesreise entfernt vom Schloss des legendären Grafen Dracula, das ja bekanntlich im stets nebligen Osten des Landes hoch oben auf dem höchsten Berg thront.

Neben grau-grünlichen, fetten Bratwürsten bot sie in ihrer Wurstbude auch grobe Blutwürste zur Verkostung an.
Die Graugrünlichen schmeckten noch um einiges schauriger, als sie aussahen. Die Blutwürste aber, die hatten es wahrhaftig in sich. Die waren ungeheuer lecker und haben sogar mir, einem sehr anspruchsvollen Esser und überzeugten Gourmet, geradezu köstlich gemundet.

Auffällig war jedoch, dass sie ihre Wurstbude immer erst nach Einbruch der Dunkelheit öffnete. Ebenso auffällig waren ihre Kunden, die ausnahmslos schwarze Kleidung und wallende Umhänge trugen.
Ich sah, dass sie allesamt den grau-grünlichen Bratwürsten keinerlei Beachtung schenkten, sondern ausschließlich nach den größten und dicksten Blutwürsten verlangten. Kaum gekauft, schlangen sie diese überaus gierig und laut schmatzend und sogar genüsslich grunzend herunter.
Nun waren es weniger die mangelnden Essmanieren, die mich misstrauisch werden ließen, schließlich waren wir ja in Südtranssilvanien. Es waren vielmehr die Lebensgeister, die nach dem Genuss der groben Blutwürste auf einmal sichtlich und fast leibhaftig in der Kundschaft jener Wurstbudenbesiterin erwachten.

Jeden Abend wiederholte sich das selbe Geschehen. Und es waren jeden Abend die selben Kunden, die zunächst scheinbar kraftlos und müde zur Wurstbude schlichen, die grau-grünlichen Bratwürste ignorierten und ausschließlich die grobe Blutwurst bestellten. Jeden Abend hörte ich das gierige Schmatzen und Grunzen. Und kaum waren die Blutwürste verschlungen, wirkten die Kunden auf einmal wieder frisch und voller Tatendrang.

Am fünften Abend, es war ein Sonntag, nahm ich ein Bündel Knoblauchzehen mit zu meinem Beobachtungsstand, nur wenige Schritte neben der Wurstbude. Ich wollte mich davon überzeugen, ob mein Verdacht gerechtfertigt war.
Und als das große Schmatzen und Grunzen wieder begann, schritt ich forsch zur Wurstbude und mischte mich mitten unter die schwarz bekleideten Kunden. Als ich die Knoblauchzehen aus der Tasche zog, wichen die Kunden entsetzt und wild gestikulierend zurück.

Ich hatte also Recht gehabt. Mein Anfangsverdacht hatte sich zweifelsfrei bestätigt.

An dieser Wurstbude mitten in Südtranssilvanien versorgte die Wurstbudenbesitzerin echte Vampire mit ihrem Lebenssaft. Menschenblut, wie meine späteren Untersuchungen ergaben.
Doch handeln musste ich sofort.

Ich hatte die Magazine meiner Vampirtöter, wie ich meine automatischen Schnellfeuerwaffen liebevoll nannte, mit hunderten von Silberkugeln geladen, mit denen ich jetzt die Herzen der Blutwurst liebenden Vampire duchlöchern musste. Schuss für Schuss traf wohl gezielt und löschte Vampir nach Vampir endgültig aus.

Ich muss zugeben, dass ich ein wildes Gemetzel unter all den Untoten veranstaltete, das wenig appetitlich war. Aber mir blieb keine andere Wahl. Es ging ja nicht nur um die Zukunft Südtranssilvaniens, sondern um die Zukunft der gesamten Menschheit.

Die Wurstbudenbesitzerin war sofort geständig. Sie hatte tagsüber Touristen, die ahnungslos in den umliegenden Pensionen abgestiegen waren, mitleidlos ermordet und anschließend verwurstet, damit sich ihre Vampirkunden an deren Blut laben konnten. Noch heute fühle ich übrigens ein Grummeln in den Tiefen meiner Gedärme, wenn ich daran denke, dass auch ich von ebendieser Blutwurst gekostet hatte.

Pflichtgemäß übergab ich die mordlustige Wurstbudenbesitzerin den örtlichen Behörden. Sie wurde anschließend vom lokalen Schwurgericht zu lebenslangem Gefängnis verurteilt.

Aus sicherer Quelle weiß ich, dass sie noch heute in der Gefängnisküche arbeitet. Jeden Sonntag brät sie jetzt dort scheinbar frische, aber fette und grau-grünliche Bratwürste, die an diesem Abend den Häftlingen zusammen mit trockenem und ebenfalls grau-grünlichem Brot zum Nachtmahl vorgesetzt und von diesen sehr gern und meist laut schmatzend verzehrt werden.

© Dr. van Helsing Trust, Den Haag, Koninkrijk der Nederlanden

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