Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 172, davon 171 (99,42%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 70 positiv bewertete (40,70%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 6.2. 1999 um 17:45:01 Uhr schrieb
Liamara über sonntag
Der neuste Text am 22.1. 2017 um 19:10:59 Uhr schrieb
Gärtnerin über sonntag
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 67)

am 29.6. 2003 um 09:35:27 Uhr schrieb
Bettina Beispiel über sonntag

am 1.5. 2012 um 17:15:01 Uhr schrieb
Schmidt über sonntag

am 29.2. 2004 um 09:47:44 Uhr schrieb
Voyager über sonntag

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Sonntag«

Liamara schrieb am 14.2. 1999 um 13:07:41 Uhr zu

sonntag

Bewertung: 5 Punkt(e)

Schon wieder Sonntag. Noch dazu Valentinstag. Wo sind die 2 Dutzend rote Rosen, die sich vor meiner Tür stapeln sollten? Wo die herzförmigen Pralinenschachteln, in denen man seine schokoladenverschmierten Finger wieder und wieder reinsteckt bis einem schlecht wird? Es hat sich nicht einmal ergeben, dass mir ein Gedicht aufs Kopfkissen gelegt wurde. Glücklicherweise ist das ja nicht so wie mit Weihnachten. Wenn man keine Weihnachtsgeschenke bekommt, das ist echt tragisch. Davon kann man Depressionen bekommen und vielleicht verrückt werden, auf die Strasse laufen mit einer Walther PPK in der Hand und herum blasten, bis man genug Frust in dampfenden Leichen abgebaut hat und jedem Ignoranten so mitgeteilt hat: Ihr hättet mir besser was zu Weihnachten geschenkt, ihr Wichser. Nun, das passiert ja Gott sei Dank meist nur in Amerika. Welche Auswirkungen ein Nicht-beschenken am Valentinstag auf verrückte Amerikaner hat, die jetzt noch völlig normal aussehen und auf ihrer Couch sitzen und nicht einmal ahnen, dass sie vielleicht einst verrückt werden, weil sie keine Rosen oder Pralinen bekommen, weiss man nicht. Vielleicht hören wir es dann später in den Nachrichten, wenn es heisst: An Thanksgiving musste ein Mann (eine Frau/ein Kind/ein Hund) sterben, weil einem Mann (selten: einer Frau/kaum: einem Hund) einfiel, dass es am Valentinstag für ihn (etc.) nichts rotes, weiches oder leckeres vom Himmel geregnet hatte. Ich kann hier ja nur für mich sprechen, Anzeichen einer geistigen Gehirnstörung scheinen noch nicht vorzuliegen. Also Alvar wird Weihnachten vermutlich noch erleben. Wie es allerdings mit den Geschenken aussieht, kann ich nicht sagen; vermutlich ist Rache eine Ureigenschaft der Frau, vor allem der deutschen, und es wird sich zeigen, was die Zukunft so bringt. Der Valentinstag ist ja aber auch noch lang. Es gibt noch Möglichkeiten. Ein schlichtes: »Hab dich lieb« mag ja genügen. Nun bin ich allerdings auch vom Sternzeichen Löwe, was man im allgemeinen mit anspruchsvoll und luxusorientiert charakterisiert. Dazu möchte ich jetzt nichts sagen.

Hermi schrieb am 4.10. 1999 um 22:09:41 Uhr zu

sonntag

Bewertung: 4 Punkt(e)

»Immer wieder sonntags ...« so trällerts aus den Boxen. Na ja, wenigstens haben sich die Radiomenschen die Mühe genommen, den Schlager wirklich sonntags abzuspielen. Nur, so phantasievoll ist das ja auch wieder nicht. Wieso nur fressen sich Töne so schnell so tief ins Hirn? »Immer wieder sonntags ...«, und schon betört trotz Herbst der Geruch von Bärlauch die sinne, wie damals, vcr zig Jahren, als ich den Song zum ersten Mal hörte.

Uwe schrieb am 17.12. 1999 um 12:45:40 Uhr zu

sonntag

Bewertung: 7 Punkt(e)

Wo ist der Sonntag, wenn der Montag beginnt? Im Raum, und kehrt nach einer Woche zurück? Oder ist er verschwunden und wird durch einen ganz neuen ersetzt. Werden die Sonntage, wenn sie zuende sind, gespeichert? Und vor allem, wem gehört der Sonntag? Ist mein Sonntag auch dein Sonntag. wenn nicht, gibt es schon zwei Sonntage.

Susanne schrieb am 13.8. 2006 um 23:53:20 Uhr zu

sonntag

Bewertung: 4 Punkt(e)

Warum sind Bahnhöfe so erschreckend?
Schon die Fahrt dahin. Du kannst sie nicht ins Unendliche verlängern, das fertige Datum diktiert ihr Ende, das unausweichlich sich dir entgegen lehnt. Jedes Gespräch wird verzerrt, notwendig unvollständig, falsch. Nichts kann mehr ernsthaft gesagt werden. Kein Gedanke mehr begonnnen. Dahinter lauert die Abfahrt wie ein Henker am Ende des Ganges.
Wir sitzen in der S-Bahn, draußen flimmern die Lichter all der unberührten Leben vorbei, die nicht deinem Termin verfallen sind. Du lehnst dich gegen mich, ich bin dankbar für die stumme Freude, die du mir damit machst, doch kann sie nicht erwidern. Greife nur nach deinem Haar, eine kurze Geste, ungeschickt, ich weiß um deine Scheu vor Öffentlichkeit. Schaue hinaus, in die rasch vorüber fliegenden Strahlen hell erleuchteter Straßen, hier hätten wir noch eben sein können, dort flanieren, hier einkehren, dort bummeln. Ich schaue mit stumpfen Augen, wie der Zaungast einer wunderbaren Welt. Gleich wirst du sie verlassen und für mich eintrüben.
Dieser Bahnhof. Hell, sicher. Lebendig, auch. Menschen rennen umher, die willfährigen Diener ihrer rollenden Koffer. Es ist warm, es ist laut, alles schüchtert mich ein, und ich bin leicht einzuschüchtern, fürchte mich rasch, verliere schnell jeden Sinn für Ort und Zeit.
Dabei will ich dich doch sicher begleiten. Dich abgeben, dem grausamen Koloss, der da zwischen den Plattformen nur darauf wartet, mir mein Glück zu entführen.
Mein Glück? Kann ich das sagen, denken, hoffen? Sei's drum. Soll ich da auch noch zaghaft sein?
Ich gehe nicht mit hinein in dieses Ungetüm, das ich hasse, ohne es zu kennen. Betrete nicht das Vehikel meiner kommenden Einsamkeit. Du stehst unter der Tür, deine Tasche neben dir, siehst auf mich herunter, wortlos, wie ich. Was sollen wir jetzt noch sagen?
Mein Hals scheint verknotet, meine Hand in der Jackentasche ballt sich zur ohnmächtigen Faust. Abschied, ja Gott, doch nicht für lange, doch kein Abschied, wie ihn andere hatten, haben. Zu viele Abschiede in den letzten Tagen. Und hier, nur ein kleines Intermezzo. Bald bin ich die Besucherin, bald kann ich Stück für Stück ein fremdes Leben erkunden.
Bald, aber nicht jetzt.
Jetzt möchte ich sterben vor Einsamkeit. Der Zug zieht an, entschwindet. Mein Magen saugt den Staub des Bahnsteigs auf, metallisch fremd auf meiner Zunge. Ich stehe zu lange reglos dort, werde gestoßen und gerempelt. Die Grausamkeit des Bahnhofs macht nicht Halt vor mir.
Ein schöner Sonntag fällt nun doch noch wie ein Stein auf mich herunter.

Liamara schrieb am 20.2. 1999 um 20:39:47 Uhr zu

sonntag

Bewertung: 6 Punkt(e)

Früher haben sich die Familien am Sonntag schön gemacht und sind spazierengegangen. Die Kinder bekamen, wenn es sich um Mädchen handelte, Kleidchen an, weisse Söckchen und Lackschuhe. Die Jungen mussten Cordhosen und gescheitelte Haare tragen. Mutter trug eleganten Schmuck und Vater, wenn nicht einen Anzug, so doch wenigstens etwas feinere Sonntagshosen und ein Sakko. So spazierten sie durch den Wald, wo die Kinder alsbald vorausliefen und sich zankten, und Mutter und Vater spazierten gemütlich hinterher und sprachen über Kontoauszüge und die Essensplanung für die nächste Woche. Irgendwann kehrte man in eine gepflegte Gaststätte mit bürgerlicher Küche ein, wo Mutter ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte verspeiste, Vater sich ein Bier und einen Schnaps genehmigte und die Kinder je eine Limonade auf den Servietten verschütteten. Dann, als sie wieder zu Hause waren, mussten die Kinder baden und ihre Schulsachen für den Montag herauslegen, und die Mutter legte dem Vater die Kleidung für den morgigen Arbeitstag über den Stuhl. Und jeder wusste, ein wenig seufzend, dass die Ruhe, das Wochenende, nun vorbei waren.

Liamara schrieb am 6.2. 1999 um 17:45:01 Uhr zu

sonntag

Bewertung: 3 Punkt(e)

Sonntags ist es immer furchtbar langweilig. Alle Geschäfte sind zu, keine Möglichkeit für einen Kaufrausch. Im Fernsehen ist nix gescheites. Alle Freunde pennen oder haben zu nichts Lust. Draussen ist es trüb und man möchte nicht spazierengehen. Da bleibt einem nur eins: den Sonntag aufpeppen! Und das geht so: am Samstag kauft man Knack-und Backbrötchen, am besten aber Croissants. Sonntag morgen veranstaltet man dann ein schönes gemütliches Frühstück. Danach surft man ca. 1 Stunde im Internet. Dann erledigt man den Hausputz und bereitet das Mittagessen vor. Danach spielt man eine Runde Heroes of Might and Magic 2. Am Nachmittag geht man ins Eiscafe und isst eine Waffel. Und dann guckt man Video. Und schon ist der Tag rum!

www.anonymous-k.de schrieb am 16.3. 2003 um 22:58:41 Uhr zu

sonntag

Bewertung: 2 Punkt(e)

K, der infolge eines gebrochenen Zehs für Spaziergänge ungeeignet war, hatte den Tag zu Hause verbracht und sich mit virtuellem Wandern begnügt. Dabei war ihm aufgefallen, dass einige seiner Bilder mit fremden Urhebervermerken versehen und in Umlauf gebracht worden waren. Ein Anruf bei dem dafür Verantwortlichen D, einem Freund K´s, brachte nichts außer zusätzlichem Ärger und einem abrupt unterbrochenem Telefongespräch.

milka schrieb am 18.11. 2001 um 19:20:57 Uhr zu

sonntag

Bewertung: 1 Punkt(e)

Sonntags frühstücke ich im Bett. Das ist der Höhepunkt der Woche, der Hochgenuss schlechthin. Ich wache auf und weiß: heute ist es wieder soweit! Vielleicht scheint die Sonne ins Zimmer, aber das ist nicht wichtig. Ich stehe auf, ziehe nur soviel über, dass mir nicht völlig eiskalt wirddenn das trübt das anschließende Frühstück und vor allem schlage ich die Bettdecke wieder zu, damit das Bett nicht kalt wird. Dann setze ich Wasser auf für einen herrlichen Darjeeling, mache mir Brote und Müsli, vielleicht ein Frühstücksei [aber nicht immer waren meine Freunde mit den freilaufenden Eiern großzügig]. Manchmal gibt es O-Saft oder ein paar Möhrchen dazu. Dan wandert die Sofalehne – die ist praktischerweise abnehmbar! – ans Kopfende vom Bett und das Küchenradio aufs Nachtschränkchen und die taz neben das Kopfkissen und schwupps! nach zehn oder fünfzehn Minuten bin ich wieder unter der Bettdecke. Dort bleibe ich, bis der Rücken vor Langeweile ganz aufgeweicht und rundum krumm und aua ist, das Radio keine klassische Musik mehr spielt und die taz bis auf den letzten Buchstaben leer gelesen ist. Die Krönung des Sonntagsfrühstücks ist, es nicht allein zu genießenund es mit gemütlichem, zärtlichen, ausgiebigem, affengeilen Sonntagmorgen-Sex zu beschließen!!!

... wenn das kein Sonntag ist ...

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