Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Sehnsucht«
Pfalzer schrieb am 11.6. 2006 um 18:37:26 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Sehnsucht. Ein wunderschönes Wort, viel zu schön für so ein schmerzhaftes Gefühl. Allein der Klang dieses Wortes lässt erahnen wie sich die Seele eines sehnsüchtigen Menschen fühlt. Man muss das Wort nicht verstehen, mal fühlt es. Jeder fühlt es, denn jeder hat Sehnsüchte. Manche Menschen weniger, manche mehr.
Sehnsucht. Was bedeutet eigentlich Sehnsucht? Nein, ich meine jetzt nicht was hinter dem Begriff Sehnsucht steckt, sondern vielmehr was das Wort Sehnsucht ausdrückt. Hat es etwas mit Sucht zu tun? Ist man süchtig nach irgendjemandem, nach irgendetwas? Ist man so süchtig danach, dass man es unbedingt sehen will? Dafür spricht einiges, schließlich heißt es ja man wäre sehnsüchtig wenn man Sehnsucht hat. Aber man hat doch auch Sehnsucht nach Dingen, die man noch nie gesehen hat, Dingen die man noch nicht kennt. Wie kann man süchtig sein nach etwas, dass man nicht kennt? Hat das Wort Sehnsucht seinen Ursprung vielleicht woanders? In Suche eventuell? Jeder der Sehnsucht hat sucht doch etwas. Sei es nun Glück, Liebe, Geborgenheit, Beistand, Frieden mit sich selbst, einen schöneren Ort als den, an dem man sich jetzt befindet oder vielleicht sogar ein anderes Leben. Wieviele Menschen sich wohl danach sehnen ihr Leben mit jemand anderem zu tauschen, weil sie denken, dass ihre Sehnsüchte damit erfüllt werden?
l.m.a.a. schrieb am 4.1. 2001 um 20:16:40 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Sucht
Ich suche nach dem rechten Weg,
Für Sinn der Werte den Beleg,
Der Wahrheit Ursprung und ihr Ende,
Der Bestimmung Schicksalswende;
Ich suche Gott und glaube nicht;
Ich such' nach Rechten und nach Pflicht,
Weltanschauung, Machtgefüge,
Eine Antwort ohne Lüge,
Meines Standpunkts Sicherheit,
Frieden und Gerechtigkeit;
Ich suche Wirkung und Ursache;
Ich frag' mich, was ich morgen mache;
Ich suche nach Geborgenheit,
Nähe, Wärme, Zärtlichkeit,
Rückhalt, Hoffnung und Vertrauen,
Des Lebens »Auf« und »Ab« zu schauen,
Glück und Leid und davon viel,
Eine Aufgabe mit Ziel;
Such nach Dingen, die berauschen,
Bunten Klängen, Farben lauschen,
Bis ich einen Ausweg seh'
Und taumelnd über Wiesen geh'
Ich suche und finde wohl kaum,
Doch eines weiß ich sicherlich,
Bleibt alles and're auch nur ein Traum,
Ich suche und ich brauche Dich.
18.04.1997
IchbinTeufel schrieb am 17.12. 2006 um 00:08:06 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
es ist verwirrend, wie mich schon wieder die Sehnsucht gepackt hat, doch mir einfach nicht den weg aufzeigt, wo es sie hinzieht. ich laufe durch die wohnung, beginne etwas, kann mich nicht konzentrieren, breche es ab, versuche ein bild zu malen, dass mich plötzlich nicht mehr los lässt: mein liebster, der ins meer geht, ins tiefblaue meer, hab den hintergrund fertig, freue mich, weiß plötzlich nicht mehr weiter. pinsel in die ecke schmeißen, ein großes glas bailey's, was tun? nun will ich raus, habe meine jeans schon wieder angezogen, aber wohin? pause. zehn minuten nichts. nichts tun, nichts denken, chaos fühlen. chaos. ein gutes buch in die hand, eine badewanne einlassen. sie ist halbvoll, ich steh davor und will sie nicht. auf keinen fall. stöpsel ziehen. wäre gerade gerne das wasser, dass in einem strudel im ausguss verschwindet. und nun? ich hbae sehnsucht, schreckliche, mich quälende sehnsucht, aber weiß nicht, nach wem oder was.
und dann tränen, sie versiegen scheinbar nie. ich weiß nicht, warum ich weine.
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