| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) |
505, davon 492 (97,43%)
mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 215 positiv bewertete (42,57%) |
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Siehe auch: positiv bewertete Texte
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| Der erste Text |
am 25.2. 1999 um 17:10:46 Uhr schrieb maw
über Sehnsucht |
| Der neuste Text |
am 11.6. 2024 um 10:20:57 Uhr schrieb gerhard
über Sehnsucht |
Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 185) |
am 8.12. 2009 um 09:09:42 Uhr schrieb Christine über Sehnsucht
am 16.6. 2009 um 18:46:17 Uhr schrieb Findus über Sehnsucht
am 29.7. 2017 um 23:05:57 Uhr schrieb Christine über Sehnsucht
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Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Sehnsucht«
Pfalzer schrieb am 11.6. 2006 um 18:37:26 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Sehnsucht. Ein wunderschönes Wort, viel zu schön für so ein schmerzhaftes Gefühl. Allein der Klang dieses Wortes lässt erahnen wie sich die Seele eines sehnsüchtigen Menschen fühlt. Man muss das Wort nicht verstehen, mal fühlt es. Jeder fühlt es, denn jeder hat Sehnsüchte. Manche Menschen weniger, manche mehr.
Sehnsucht. Was bedeutet eigentlich Sehnsucht? Nein, ich meine jetzt nicht was hinter dem Begriff Sehnsucht steckt, sondern vielmehr was das Wort Sehnsucht ausdrückt. Hat es etwas mit Sucht zu tun? Ist man süchtig nach irgendjemandem, nach irgendetwas? Ist man so süchtig danach, dass man es unbedingt sehen will? Dafür spricht einiges, schließlich heißt es ja man wäre sehnsüchtig wenn man Sehnsucht hat. Aber man hat doch auch Sehnsucht nach Dingen, die man noch nie gesehen hat, Dingen die man noch nicht kennt. Wie kann man süchtig sein nach etwas, dass man nicht kennt? Hat das Wort Sehnsucht seinen Ursprung vielleicht woanders? In Suche eventuell? Jeder der Sehnsucht hat sucht doch etwas. Sei es nun Glück, Liebe, Geborgenheit, Beistand, Frieden mit sich selbst, einen schöneren Ort als den, an dem man sich jetzt befindet oder vielleicht sogar ein anderes Leben. Wieviele Menschen sich wohl danach sehnen ihr Leben mit jemand anderem zu tauschen, weil sie denken, dass ihre Sehnsüchte damit erfüllt werden?
Lisa schrieb am 21.6. 2001 um 12:04:12 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Sehnsucht. Ich sehne mich. Bin süchtig danach. Ich liebe es süchtig zu sein. Immer will ich etwas finden, nach dem ich mich sehnen kann. Ich will es nie erreichen, sonst verblasst die Sehnsucht. Sie löst die Leidenschaft auf, wird zu Gedankenschaum, wird langweilig. Umtriebig will ich sein, gehetzt, ruhelos und gespalten. Ich werde geliebt oder auch nicht. Ich will immer offene Wünsche mit mir herumtragen. Einen ganzen Rucksack voll. Sehnsüchtig bleiben, nicht wissen was kommt, aber ein Luftschloß vor Augen. Und viele Wolken drumherum. Die gelegentlich einen Blick auf einen Trakt des Gebäudes gewähren. Mehr nicht. Nicht alles. Nur so viel, daß ich mir den Rest selbst ausmalen kann. Meine Sehnsucht malt jede Fassade, jedes Türmchen, jedes Tor. Ich werde nicht aufhören zu malen.
Lydia schrieb am 30.5. 2001 um 13:57:40 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
aussichtslose sehnsucht ist die hölle auf erden.
dieser schmerz oder besser druck in der brust, der dich nicht mehr atmen lässt, ein schreckliches sehnen, wie nach einer droge, man würde alles dafür tun um diesen menschen zu haben. überall wo man hingeht, hat man sein bild vor augen. man hat das gefühl, man würde mit seiner stimme reden. der wind sagt seinen namen, die schritte auf der straße auch. überall ist sein gesicht und alles, was man sieht oder hört oder sich vorstellt, hat etwas mit ihm zu tun.
etwas zu tun, ist unmöglich, man ist nie rihtig bei der sache, nichts zu tun ist wie ertrinken in der sehnsucht.
das schlimmste, wenn man nicht weiß, wonach man sich sehnt. man weiß nur, dass man ohne es nicht mehr lange leben kann.
Stöbers Greif schrieb am 12.5. 2000 um 15:16:39 Uhr zu
Bewertung: 6 Punkt(e)
Wolf Wondratschek
JAMES, JIMI UND JANIS
Todessehnsucht, mein Junge,
Selbstmordgedanken, Abschiedsbriefe,
zehn doppelte Tequila
und das Gleiche gleich nochmal
und das Gefühl, daß totsein einfacher wäre
als warten, leben und weiterleben
und aufwachen,
na schön,
bei Föhn das Küchenmesser anstarren
und denken, jetzt! -
aber jetzt,
das ist doch wie immer drei Jahre zu spät
oder drei Jahre zu früh ...
James, Jimi und Janis,
niemand lebt, um kerngesund
zu sterben,
und jeder braucht das,
ein paar Niederlagen,
einen knockout,
ein paar Nächte ohne Sonne
und Freundinnen, die irgendwann
mit abgebrühten Pessimisten
druchbrennen
was du nie sein wirst,
nach zehn Tequilas nicht,
nach fünfzehn Runden nicht
und nicht in drei Jahren,
wenn das Gefühl, daß totsein einfacher wäre,
die Politiker beschäftigt
und Selbstmordgedanken die Industrie ankurbeln
und Freitod-Festivals stattfinden
und ganze Nationen Abschiedsbriefe abfassen
und deine Todessehnsucht ein Ladenhüter ist,
historisch geworden wie Armstrong
auf dem Mond.
Du wirst alle Schlagzeilen vom Untergang
der Welt überleben.
Du wirst das Küchenmesser anstarren,
bis es stumpf ist.
Du wirst auf Brücken stehen
und weitergehen, hinter einer Blonden her,
die ihre Hüften schaukelt im Takt
der Kirchenglocken.
Du wirst alt werden,
ein paar Schallplatten zurücklassen,
ein paar Sachbücher über die menschliche Seele,
für deren Lokalisierung noch ein Nobelpreis
aussteht.
Private Gefühle werden nur noch
in Science-Fiction-Romanen eine Rolle spielen,
asbestblau,
kugelsicher,
mit einem Kundendienst
für Einzelteile.
Das Beste wäre,
heiter den Fortschritt hassend,
eine Karriere als Idiot,
ein Rätsel an Ausdauer,
zäh bis in fremde Fingerspitzen
und unvollkommen
lächelnd.
Ob Gott ihr einen geschenkt hat, einen Mercedes Benz?
Ob Dean noch immer auf die Taylor wartet?
Und Jimi umgestiegen ist auf Honig?
Wen interessiert denn das,
werden deine Kinder sagen und
ein paar King-Kong-Pillen schlucken
und sich wohlfühlen wie vierdimensionale
Schildkröten,
Tiere, die selbst im Zoo
in Freiheit leben dürfen,
dank ihrer Anpassung.
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