Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Sehnsucht«
IchbinTeufel schrieb am 17.12. 2006 um 00:08:06 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
es ist verwirrend, wie mich schon wieder die Sehnsucht gepackt hat, doch mir einfach nicht den weg aufzeigt, wo es sie hinzieht. ich laufe durch die wohnung, beginne etwas, kann mich nicht konzentrieren, breche es ab, versuche ein bild zu malen, dass mich plötzlich nicht mehr los lässt: mein liebster, der ins meer geht, ins tiefblaue meer, hab den hintergrund fertig, freue mich, weiß plötzlich nicht mehr weiter. pinsel in die ecke schmeißen, ein großes glas bailey's, was tun? nun will ich raus, habe meine jeans schon wieder angezogen, aber wohin? pause. zehn minuten nichts. nichts tun, nichts denken, chaos fühlen. chaos. ein gutes buch in die hand, eine badewanne einlassen. sie ist halbvoll, ich steh davor und will sie nicht. auf keinen fall. stöpsel ziehen. wäre gerade gerne das wasser, dass in einem strudel im ausguss verschwindet. und nun? ich hbae sehnsucht, schreckliche, mich quälende sehnsucht, aber weiß nicht, nach wem oder was.
und dann tränen, sie versiegen scheinbar nie. ich weiß nicht, warum ich weine.
maw schrieb am 21.4. 2002 um 05:48:48 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
warum sitze ich um 05.36 uhr alleine hier vor dem monitor? sechs polizisten in vier streifenwagen haben eine party aufgelöst, okay, es war schon sehr spät - oder früh - , je nachdem.
manchmal geht man ins bett, weil man müde ist. manchmal weil man muß. manchmal um fernseh zu schauen. oder um zu lesen.
nichts heute. nichts von alledem.
ich bin nicht zufrieden.
ich weiß nicht, warum diese sehnsucht da ist...
ich weiß es, verdammt noch mal, nicht...
ein abend, eine nacht, in der man denkt, man könne alles...
banküberfall, sex bis zum vergessen wer vater und mutter ist, revolution, die mondumlaufbahn.
die blonde im ringel-t-shirt, violent femmes, warmer atem, alles ist einfach schön, doch man kann es nicht festhalten... irgendwann muß man ins bett. wird müde. will nicht. will nicht mehr aufwachen. warum auch? alles andere wird - ist - unwichtig. es ist nur dieser eine, bestimmte moment. in dem alles stimmt, nichts weh tut, díe augen klar sehen, die ohren hören, was gehört werden muß, der körper zugleich angespannt und locker ist. noch 'nen tango, gib' mir deine zunge, warum ist das klo schon wieder besetzt?
diesen moment festhalten...
hoffen, daß jetzt der SONG kommt...
und dann tanzen...
morgen interessiert nicht mehr...
nur dieser augenblick...
seelöwe und pinguin; buch & kopf; verstand und herz, geld und möglichkeit.
ein abend, an dem ich alles kann, wenn ich will.
und jetzt bin ich doch allein und sitze hier vor dem monitor und hacke wörter hinein. niemand da.
und ich will NICHT ins bett gehen...
es ist da eine SEHNSUCHT...
Lydia schrieb am 30.5. 2001 um 13:57:40 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
aussichtslose sehnsucht ist die hölle auf erden.
dieser schmerz oder besser druck in der brust, der dich nicht mehr atmen lässt, ein schreckliches sehnen, wie nach einer droge, man würde alles dafür tun um diesen menschen zu haben. überall wo man hingeht, hat man sein bild vor augen. man hat das gefühl, man würde mit seiner stimme reden. der wind sagt seinen namen, die schritte auf der straße auch. überall ist sein gesicht und alles, was man sieht oder hört oder sich vorstellt, hat etwas mit ihm zu tun.
etwas zu tun, ist unmöglich, man ist nie rihtig bei der sache, nichts zu tun ist wie ertrinken in der sehnsucht.
das schlimmste, wenn man nicht weiß, wonach man sich sehnt. man weiß nur, dass man ohne es nicht mehr lange leben kann.
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