Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 507, davon 494 (97,44%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 215 positiv bewertete (42,41%)
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positiv bewertete Texte
Der erste Text am 25.2. 1999 um 17:10:46 Uhr schrieb
maw über Sehnsucht
Der neuste Text am 16.8. 2026 um 09:55:03 Uhr schrieb
Bettina Beispiel über Sehnsucht
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am 30.12. 2011 um 22:28:42 Uhr schrieb
christine über Sehnsucht

am 18.3. 2004 um 20:12:21 Uhr schrieb
biggi über Sehnsucht

am 29.12. 2015 um 19:53:24 Uhr schrieb
Christine über Sehnsucht

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Sehnsucht«

Fenice schrieb am 2.10. 2000 um 08:26:15 Uhr zu

Sehnsucht

Bewertung: 9 Punkt(e)

Erst die Sehnsucht, sofern sie sich auf ein anderes Subjekt richtet, welches seinerseites sehnsüchtig ist nach einem dritten Gegenstand, verdient ihren Namen; erst so wird sie ewig unerfüllt und darum unendlich.

(deutscher Philosop)

Juliane Werding schrieb am 12.11. 2011 um 23:59:49 Uhr zu

Sehnsucht

Bewertung: 3 Punkt(e)

Als sie in den Spiegel sah
Eines morgens, sonderbar
Da erkannte sie sich nicht
Dreißig Jahre im Gesicht
Ehrlich, doch es passte nicht
Weil ihr Herz erst siebzehn war

Sie wollte nie ein »Nein« akzeptieren
Sie wollte nie die Neugier verlieren
Und noch immer sah sie sich im Cabrio fahren
Mit dem Wind im offenen Haar
Sehnsucht ist unheilbar

Abends fernsehn, morgens raus
Nachbarklatsch im Treppenhaus
Jede Stunde abgezählt
Einkaufsfahrt im Supermarkt
Kochen, bügeln - Tag für Tag
War das wirklich ihre Welt?

Sie wollte nie ein »Nein« akzeptieren
Sie wollte nie die Neugier verlieren
Und noch immer sah sie sich im Cabrio fahren
Mit dem Wind im offenen Haar
Sehnsucht ist unheilbar

Als er heimkam letzte Nacht
War sein Essen nicht gemacht
Und sie stand nicht an die Tür
Er hat den leeren Schrank gesehn
Und ohne wirklich zu verstehn
Las er diesen Brief von ihr:

»Ich werde nie ein «Nein" akzeptieren
Ich möchte nie die Neugier verlieren
Und noch immer seh ich mich im Cabrio fahren
Mit dem Wind im offenen Haar
Wart nicht auf mich
Denn Sehnsucht ist unheilbar
Wart nicht auf mich
Denn Sehnsucht ist unheilbar"
Sehnsucht ist unheilbar
Sehnsucht ist unheilbar

Sadhus schrieb am 28.10. 2000 um 17:32:32 Uhr zu

Sehnsucht

Bewertung: 7 Punkt(e)

Ich habe so viele Sehnsucht nach so vielen Dingen: keine Angst mehr vor Mundgeruch zu haben, bis an mein Lebensende nackt herumlaufen zu können, mich an einen lebendigen Teddybären kuscheln, die ganze Welt bereisen.
Aber wenn ich das schreiben darf, das Aussprechen darf, hier und jetzt, erfüllt sich schon mehr davon als ich mir träumen ließ.

Stöbers Greif schrieb am 12.5. 2000 um 15:16:39 Uhr zu

Sehnsucht

Bewertung: 6 Punkt(e)

Wolf Wondratschek

JAMES, JIMI UND JANIS



Todessehnsucht, mein Junge,
Selbstmordgedanken, Abschiedsbriefe,
zehn doppelte Tequila
und das Gleiche gleich nochmal
und das Gefühl, daß totsein einfacher wäre
als warten, leben und weiterleben
und aufwachen,

na schön,
bei Föhn das Küchenmesser anstarren
und denken, jetzt! -

aber jetzt,
das ist doch wie immer drei Jahre zu spät
oder drei Jahre zu früh ...

James, Jimi und Janis,
niemand lebt, um kerngesund
zu sterben,

und jeder braucht das,
ein paar Niederlagen,
einen knockout,
ein paar Nächte ohne Sonne
und Freundinnen, die irgendwann
mit abgebrühten Pessimisten
druchbrennen

was du nie sein wirst,
nach zehn Tequilas nicht,
nach fünfzehn Runden nicht
und nicht in drei Jahren,
wenn das Gefühl, daß totsein einfacher wäre,
die Politiker beschäftigt
und Selbstmordgedanken die Industrie ankurbeln
und Freitod-Festivals stattfinden
und ganze Nationen Abschiedsbriefe abfassen
und deine Todessehnsucht ein Ladenhüter ist,
historisch geworden wie Armstrong
auf dem Mond.

Du wirst alle Schlagzeilen vom Untergang
der Welt überleben.

Du wirst das Küchenmesser anstarren,
bis es stumpf ist.

Du wirst auf Brücken stehen
und weitergehen, hinter einer Blonden her,
die ihre Hüften schaukelt im Takt
der Kirchenglocken.

Du wirst alt werden,
ein paar Schallplatten zurücklassen,
ein paar Sachbücher über die menschliche Seele,
für deren Lokalisierung noch ein Nobelpreis
aussteht.

Private Gefühle werden nur noch
in Science-Fiction-Romanen eine Rolle spielen,
asbestblau,
kugelsicher,
mit einem Kundendienst
für Einzelteile.

Das Beste wäre,
heiter den Fortschritt hassend,
eine Karriere als Idiot,
ein Rätsel an Ausdauer,
zäh bis in fremde Fingerspitzen
und unvollkommen
lächelnd.

Ob Gott ihr einen geschenkt hat, einen Mercedes Benz?
Ob Dean noch immer auf die Taylor wartet?
Und Jimi umgestiegen ist auf Honig?

Wen interessiert denn das,
werden deine Kinder sagen und
ein paar King-Kong-Pillen schlucken
und sich wohlfühlen wie vierdimensionale
Schildkröten,

Tiere, die selbst im Zoo
in Freiheit leben dürfen,
dank ihrer Anpassung.

Tanna schrieb am 13.9. 1999 um 15:35:38 Uhr zu

Sehnsucht

Bewertung: 7 Punkt(e)

Sehnsucht ist ein leiser, warmer Schmerz. Solange sie nicht zu groß und zu schwer erfüllbar ist, kann man den Schmerz ertragen, und er ist sogar schön. Aber eine große Sehnsucht nach etwas, was eigentlich so gut wie unmöglich ist - das ist grausam.

Fenice schrieb am 28.9. 2003 um 01:40:42 Uhr zu

Sehnsucht

Bewertung: 4 Punkt(e)

Jetzt hab ich sie endlich, diese Sehnsucht, und sie reisst und zerrt an mir, so sehr, dass ich manchmal sogar froh bin, dass ich wie festgewurzelt bin... jetzt hab ich sie endlich, diese Sehnsucht, und sie reisst und zerrt an mir, zieht mich in alle Richtungen gleichzeitig, weshalb ich wie festgewurzelt bin... jetzt habe ich sie endlich, diese Sehnsucht, und ich versuche sie, an jemandem, an etwas festzumachen, damit ich endlich aufhöre, wie festgewurzelt zu sein.

Mich zerreißt es bald.

quax schrieb am 19.5. 2000 um 21:42:26 Uhr zu

Sehnsucht

Bewertung: 8 Punkt(e)

Sehnsucht

Wünsche ich mir doch so sehr Dir zu begegnen.
Dir lachend hinter her zu hüpfen, Dich haschend
verulken und dann, Dich umarmend, nur noch zu fühlen.

Deine Unergründbarkeit reizt mich bis aufs Blut.
Herausfordernd lockst Du mich in meinem Denken.
Vergnügt halte ich Ausschau nach dir,
mußt wohl noch geboren werden,
bis in alle Ewigkeit.

Maya schrieb am 16.10. 2001 um 09:48:48 Uhr zu

Sehnsucht

Bewertung: 3 Punkt(e)

Der Philosoph Platon war der erste, der sich dem Thema Sehnsucht annahm. Er sprach von der ursprünglichen Einheit von Mann und Frau, einer Androgynität, der in einer anfänglichen Kugelgestalt Ausdruck verliehen war. Doch Zeus, dem das so vereinte Menschengeschlecht zu stark wurde, hieb es entzwei. Durch die Teilung entstand eine immerwährende Sehnsucht. So wird die Liebe bei Platon als ein Verlust definiert. Liebe entsteht durch Zerreissen. Sie entsteht erst dort, wo ich den Anderen verloren habe. Frühe Phasen im Leben eines Menschen schaffen ein Zuhause. Sehnsucht entsteht, wenn dieses Zuhause verloren geht. Sehnsucht ist gerade in der Moderne ein Gefühl, das beständig zunimmt. Durch unsere Mobilität entfernen wir uns immer mehr von unserem Kiez, den wir nie hatten, unserem Bauernhof, unseren Wurzeln. Sehnsucht in der Moderne ist der Ausdruck eines unwiderbringlichen Verlustes von Heimat, von einem Zuhause, einem Angekommen sein.

Gilwen schrieb am 18.10. 2001 um 00:19:13 Uhr zu

Sehnsucht

Bewertung: 4 Punkt(e)

neulich war Sie mal wieder in seine Stadt gefahren es wäre schön dachte sie wenn er mir zufällig begegnen würde. Der Weg zurück war von sehr langer Weile. Es war sowieso von jeher aussichtslos gewesen keiner war beim näherkommen zu ihm geworden die Stadt bestand aus 3 millionen Einwohnern die Straßen und Häuser sahen sich so ähnlich wie Menschen plötzlich Menschen gleichen die man sich zu sehen wünscht.

maw schrieb am 21.4. 2002 um 05:48:48 Uhr zu

Sehnsucht

Bewertung: 3 Punkt(e)

warum sitze ich um 05.36 uhr alleine hier vor dem monitor? sechs polizisten in vier streifenwagen haben eine party aufgelöst, okay, es war schon sehr spät - oder früh - , je nachdem.
manchmal geht man ins bett, weil man müde ist. manchmal weil man muß. manchmal um fernseh zu schauen. oder um zu lesen.
nichts heute. nichts von alledem.
ich bin nicht zufrieden.
ich weiß nicht, warum diese sehnsucht da ist...
ich weiß es, verdammt noch mal, nicht...
ein abend, eine nacht, in der man denkt, man könne alles...
banküberfall, sex bis zum vergessen wer vater und mutter ist, revolution, die mondumlaufbahn.
die blonde im ringel-t-shirt, violent femmes, warmer atem, alles ist einfach schön, doch man kann es nicht festhalten... irgendwann muß man ins bett. wird müde. will nicht. will nicht mehr aufwachen. warum auch? alles andere wird - ist - unwichtig. es ist nur dieser eine, bestimmte moment. in dem alles stimmt, nichts weh tut, díe augen klar sehen, die ohren hören, was gehört werden muß, der körper zugleich angespannt und locker ist. noch 'nen tango, gib' mir deine zunge, warum ist das klo schon wieder besetzt?
diesen moment festhalten...
hoffen, daß jetzt der SONG kommt...
und dann tanzen...
morgen interessiert nicht mehr...
nur dieser augenblick...
seelöwe und pinguin; buch & kopf; verstand und herz, geld und möglichkeit.
ein abend, an dem ich alles kann, wenn ich will.
und jetzt bin ich doch allein und sitze hier vor dem monitor und hacke wörter hinein. niemand da.
und ich will NICHT ins bett gehen...
es ist da eine SEHNSUCHT...

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