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Lotti schrieb am 30.8. 2009 um 13:25:22 Uhr über

MeineGeschichte

Oh ja, ich mag Klassenfahrten - eigentlich mag ich alle schulischen Fahrten mit netten Menschen...

Diese Klassenfahrt begann am Sonntag und endete am Donnerstag. Zuvor ging ich mit Julia noch ein paar »Getränke« im E-Center einkaufen und war ganz überrascht, als die Kassiererin nicht ihren Ausweis verlangte. Im E-Center! Normalerweise verkauft man mir noch nicht mal eine Flasche Wein ohne meinen Ausweis sehen zu wollen und sie kriegt da vier Flaschen hochprozentigen Alkohol einfach so...
Unfassbar. Naja, als wir dann auf den Bus warteten, trafen wir Josep an und er erzählte mir, wie schlecht man doch auf diesen Klassenfahrten Alkohol konsumieren könnte...
Aber er hatte keine Ahnung, die Lehrer tranken nämlich selbst gerne mal einen über den Durst.

Auf jeden Fall begann die Reise am Sonntag gegen halb 3. Es regnete und ich hatte natürlich keinen Regenschirm dabei, dafür eine fette, schwere Tasche. Ich wanderte zum Bus, setzte mich hinein und schlief. Ich hatte das Glück als einzige einen Doppelplatz zu bekommen, also keinen Sitznachbarn zu haben...
So konnte ich ausgiebig schlafen, was natürlich sehr gut war. Nach etwa vier Stunden kamen wir gegen halb 7 im Hafen an und es regnete - schon wieder. Wo war mein Regenschirm?

Wir bildeten eine Kette um die Taschen und die Lebensmittel ins Boot zu transportieren und da wurde mir dann bewusst, dass ich nicht die schwerste und größte Tasche hatte - aber fast.

Als wir dann unsere Zimmer sahen, waren wir alle ein bisschen geschockt und deprimiert. Denn »Zimmer« konnte man das alles gar nicht nennen - vielleicht Loch oder eine Kammer. Unser Zimmer war tatsächlich anfangs eine Abstellkammer für Putzzeug gewesen, doch wir kickten alles raus.
Wir hatten ein relativ großes Dreier-Zimmer mit einem Dreistöckigen Bett. Ich schlief natürlich oben, ich mit meiner Höhenangst. Geil. Aber mir gefiels. Nach einiger Zeit gewöhnt man sich an die Höhe und an das auf- und absteigen...
Auf jeden Fall waren die Zimmer einfach nur klein. Viele bekamen Beklemmungen dadrin. Ist ja auch logisch, wenn man in einem Viererzimmer nur zu dritt richtig auf dem Boden stehen konnte, mehr aber auch nicht.
Es gab sogar kleine Waschbecken in unseren Zimmern, jedoch hatte unser Wasserhahn nicht einen, sondern zwei schmale Wassersträhle. Und dunkel war es in unserem Zimmer. Wir hatten nur ein kleines Licht und ein kleines Bullauge, was allerdings hervorragend zum Schlafen war...

Den ersten Abend verbrachten wir, nach dem guten Abendbrot, in einer kleinen Bar mit ganz tollen Toiletten.
Dort stand ich sehr oft und betrank mich mit meinem guten Doktor Heydt. So gegen 12 Uhr gingen wir wieder auf unser Boot und legten uns ins Bettchen. Dort bekam ich noch den ein oder anderen Lachflash und raubte somit meinen Zimmerkameraden den Schlaf - doch sie fanden es witzig.

Am nächsten Morgen gab es ein schönes Frühstück mit Kaffee, Kakao, Brötchen, Nutella und dem ganzen Kram. Es gab sogar Eier.
Dann machten wir uns fertig um los zu segeln. Natürlich mussten wir mit anpacken, was allerdings ein bisschen schwer wurde, da wir alle totale Luschen sind und sogar zu Viert manche Räder nicht gedreht bekamen, die der Skipper mit einem Arm drehte... Naja, jedoch half ich mit so gut wie ich konnte und das reicht...
Das Wetter war an diesem Tag wirklich schön. Irgendwann lag ich dort mit meiner Skihose und T-Shirt auf dem Deck in der Sonne und schlief. Herrlich. Abends kamen wir dann an einer kleinen Insel namens Texel an. Diese Insel hatte vielleicht 100 Bewohner, oder so. Sicherlich nicht mehr. Allerdings gab es dort eine Bar, die allerdings ab 21 war. Die Lehrer setzten sich dort hinein und die Schüler davor...Yeah.
Ach und einen kleinen Supermarkt gab es auch noch, jedoch war es nur ein Container, denn der eigentliche Supermarkt war zuvor abgebrannt.

Das war dann doch alles ziemlich deprimierent und ich blieb diesen Abend nüchtern, sowie alle anderen auch. Wir spielten Karten. Uno, Skibo, Café oder wie sie alle hießen. Jedoch geschah noch ein tragischer Unfall.
Irgendwie hatte dort jemand ein Motorrad oder ein Mofa, ich weiß es nicht mehr genau. Auf jeden Fall fuhren sie dort ein bisschen an Land rum. Der Fahrer trug einen Helm, der Mitfahrer leider nicht und dann passierte natürlich, das was passieren musste. Der ohne Helm flog vom Rad, lag auf dem Boden, schrie ein wenig, blutete und ein Krankenwagen musste her. Alle waren in Aufruhr und ein Mitschüler sprang aufs Boot und wollte einen Lehrer holen, dabei rutschte er aus und brach sich ein Bein. Auch dieser Schüler schrie und nun musste erst Recht ein Krankenwagen her. Das Ende der Geschichte: Der mit der Platzwunde kam wieder aufs Boot und der mit dem gebrochenen Bein, durfte nach Hause fahren. Armer Junge...

Auf jeden Fall hatte ich auch an diesem Abend sehr viel Spaß und viele Lachflashs - mal wieder.
Am nächsten Tag war das Wetter nicht ganz so gut. Es stürmte arg und es war nebelig.
Unser Schiff geriet ordentlich in schieflage und alles kippte zu einer Seite. Auch ich. Ich weiß nicht, gegen wieviele Wände und Tische ich gerannt bin, aber es ging einfach nicht anders. Ach, das war witzig.
Abends kamen wir dann endlich in einen schönen großen Ort an, mit allem was das Herz begehrt. Doch mich interessierten die Discos und Kneipen nicht. Ich verzog mich mit Merle und meinem Wodka Feige aufs Technikerschiff. Dort hatten wir wirkich viel Spaß. Wir spielten Karten und unterhielten die Jungs dort. Auf dem Technikerschiff gibt es nämlich nur Jungs und ein Mädchen xD. Deswegen schienen auch einige so verstört gewesen zu sein, als ich sie anquatschte. Es war auf jeden Fall sehr schön und um 12 Uhr mussten wir wieder auf unser Schiff wandern.
Dann warteten wir kurz bis die Lehrerinnen eingeschlafen waren und verschwanden wieder durch irgendeine Lucke...

Wir besuchten die netten Leute auf dem Wirtschaftsschiff. Diese hätten allerdings auch schon schlafen müssen, aber egal. Wir saßen da zu 10 oder so in der kleinen Kammer, die aber immerhin größer zu sein schien, als unsere Zimmerchen.
Irgendwann zog es uns wieder nach draußen.
Dort passierten auch noch ein paar Dinge, doch ich muss ehrlich gestehen, dass mir ein paar entfallen sind. Ich kann mich nur noch dadran erinnern, wie wir dieses Militärfahrzeug fanden, welches nicht abgeschlossen war. Wir fanden ein Kissen, mit dem spielten wir und Andrea fand auch noch einen Akuschrauber. Den probierte sie auch gleich aus und bohrte ein Loch in den Fahrzeugsitz. Omg, wie lachte ich, wie lachte ich noch im Bett und gleich als ich aufwachte schon wieder...

Auf jeden Fall gingen wir nach einiger Zeit nach Hause, durch die Lucke. Dort soll ich dann fast nochmal vom Bett gefallen sein, aber dann ganz ruhig eingeschlafen sein.

Am nächsten Morgen war ich wirklich müde und ich fand viele dicke blaue Flecken und Schrammen auf meinen Beinen. Überrascht war ich, anscheinend war ich mehrmals irgendwie hingefallen. Ich hatte auch keine Hose an, aber ich glaube, dass lag dadran, dass ich meine Schlafanzughose nachts nicht gefunden hatte...

Nun hatten wir Mittwoch, der letzte Abend und ich hatte noch eine Flasche Wodka und eine Flasche Sauren, das musste Weg und oh Jesus, das schaffte ich auch. Das Wetter war tagsüber so lala, von allem etwas. Ichund schlief sehr fiel und irgendwann kamen wir dann im letzten Dörfchen an. Ein schönes Dörfchen. Doch auch das war mir egal, die Party ging auf dem Ökoschiff mit dem leckeren Essen.
Ich machte mir mehrere Flaschen Mische, nachdem ich den Sauren ausgetrunken hatte und erntete viel Lob für mein Mische-mache-können. So war ich auch prompt den Wodka los und es waren einige Leute mehr angeduselt als sonst.
Auch ich hatte an diesem Abend wieder viel Spaß und lud ganz spontan ungefähr 50 Leute zu meiner private Hausparty nach den Ferien ein... Haha... Irgendwie bekam ich dann an diesem Abend auch den Spitznamen Hannah Montana verpasst. Und nun bin ich Hannah Montana die nach den Herbstferien 'ne fette Party schmeißt. Yeah...

Doch auch diesen Abend war um 12 Uhr wieder Schluss. Natürlich warteten wir mal wieder bis alle schliefen und dann zogen Andrea, Rebecca, Ilka, Verena und ich los um die Partys aufzusuchen. Das klappte allerdings nicht ganz so wie gedacht, denn draußen liefen alle Skipper rum, die uns immer wieder auf unsere Boote scheuchen wollten. Da wir aber noch nicht schlafen gehen wollten, versteckten wir uns vor den Skippern in einem Hauseingang in der Stadt. Und es dauerte bis diese Skipper endlich weg waren...
Auf jeden Fall liefen wir und liefen, doch die Party wollte einfach nicht auftauchen, sodass wir so gegen 3 Uhr wieder auf unser Boot verschwanden, nachdem wir noch ein paar Wirtschaftler aufgegabelt hatten...

Am Donnerstagmorgen war alles schön, wir fuhren nach Hause und im Bus sahen wir einen Film. Die Dolmetscherin, ich sah den Film zwar schon einmal, aber was hatte ich besseres zu tun?
Gegen 17 Uhr kamen wir in Verden an und meine Muma holte mich ab. Icheine Pizza, duschte und war glücklich. Als ich dann Freitagmorgen aufwachte, war ich so müde, wie schon lange nicht mehr. Ich ging zur Schule und die Lehrer sahen uns allen an, dass nicht viel mit uns anzufangen war, sodass wir einfach Dinge taten. In der letzten Stunde bekamen wir unsere Englischarbeit wieder. Ich hatte überraschender Weise eine 2-. Nun, ich hatte seit der 7. Klasse keine 2 mehr in Englisch. Aber ich habe mich gefreut und wie.
Dafür liefen bei anderen die Tränen...

Dann hatten wir noch ein wenig Chor, der irgendwie nicht wirklich gut lief, da die ganzen Dreizehnklässler alle auf Kursfahrt waren, sodass die Männerstimmen nicht wirklich überzeugten.
Abends wanderten wir dann ins Mais, dort trank ich 4 Sex on the beach, 2 Orgasmen und zuvor noch ein paar Saure. Hört sich ein bisschen versaut an, aber egal.

Es war auf jeden Fall sehr schön alle wieder zu sehen und sie in meine Arme zu schließen. Jedoch würde ich gerne wieder auf Klassenfahrt fahren, doch, doch... das war wirklich schön. Wie dem auch sei, ich gehe mich jetzt mal waschen und was essen und dann Montag in die Stadt fahren und Dienstag nach Portugal... Hui...
Wir sehen uns.


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