Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 307, davon 224 (72,96%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 130 positiv bewertete (42,35%)
Durchschnittliche Textlänge 1180 Zeichen
Durchschnittliche Bewertung 1,863 Punkte, 0 Texte unbewertet.
Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 13.7. 2017 um 12:24:07 Uhr schrieb
ich sagte voilà! und über Donnerstagsbeichte
Der neuste Text am 14.10. 2018 um 10:57:51 Uhr schrieb
masXin über Donnerstagsbeichte
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 0)

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Donnerstagsbeichte«

masXin schrieb am 14.10. 2018 um 10:57:51 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 14 Punkt(e)

Haben wir uns nicht verwundert kurz angeblickt, hat er nicht meine Hand in die seine genommen, als wir in der Michaelergruft lasen, was an einer Stelle auf die Mauer gemalt war: 𝐃𝐈𝐄 𝐋𝐈𝐄𝐁𝐄 𝐈𝐒𝐓 𝐒𝐓𝐀𝐑k 𝐖𝐈𝐄 𝐃𝐄𝐑 𝐓𝐎𝐃? Indem wir beide im Apollo das filmische Machwerk »The Nun« gesehen haben, weil Adrian das Fürchten lernen wollte, vergeblich, nahmen wir hier in der Gruft der Michaelerkirche einen neuen Anlauf.
Nicht, ohne zuvor uns in Mozarts Requiem versenkt zu haben, welches in der Michaelerkirche erstmalig exequiert wurde, für einige Minuten wenigstens.
Es waren nicht die zerbrochenen Särge, die Knochenhaufen, die Gesichter der Mumien: unfroh, zerknirscht, gar vorwurfsvoll, nur scheinbar freilich, es war die unfrische Luft, die meinem Donnerstagsbuben unerträglich wurde, so dass wir umgekehrt sind und erst draußen tief wieder durchatmeten und hinüber zur Hofburg schauten.

masXin schrieb am 7.10. 2018 um 11:53:35 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 10 Punkt(e)

Mein Freund, der Magister Federer, setzt sich für mein Werk ein. So sagt er.
Wie das klingt: Werk.
Vom Tod in Venedig hat er 1 Exemplar nach Lübeck sogar schicken lassen ins dortige Buddenbrookhaus, ein anderes ins Literaturhaus in München, nach vorheriger Anfrage natürlich. Auch die Oper hat eines übernommen und in das sogenannte Spielplanarchiv einsortiert.
Somit wären alle 20 Exemplare, welche der Arcadia Opera Shop in Kommission genommen hat, verkauft - verteilt jedenfalls; eines habe ich ja selbst erworben, indem mein Donnerstagsbub eins der signierten Bücher sich gewünscht hat mit einer persönlichen Widmung.
Meine stille Hoffnung ist gewesen, dass weiterer Bedarf gemeldet würde, an meinem Buch »John und Alexander« etwa, wo es ja auch um die Wiener Staatsoper geht zu einem großen Teil.
Indes, oft bedauere ich auch diesen Schritt in die Literaturwelt (es war ja einzig die Initiative des Federer gewesen).
Draußen vor der Tür von meinem Buchladen in der Garbergasse, in der Kiste mit preislich herabgesetzten anderen Büchern, ist das nicht am angemessensten. Sie können mir auch gestohlen werden.
Der Federer ist mir zwar als Leser schon immer sympathisch gewesen. Aber da ist außer ihm dieser Malte Regow, der auch alles von mir liest, wohnt sogar gleich um die Ecke, den empfinde ich als einen unguten Einschleicher.

masXin schrieb am 28.9. 2018 um 10:43:56 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 8 Punkt(e)

Da muss also erst ein Magister Federer kommen und mich über diesen mir noch bis vor kurzem doch sehr suspekten Hornschnitzer Malte Regow aufklären.
Einen anerkannten Lehrmeister habe der gehabt, Japaner, der Name ist Oyama, welcher einst in Wien gelebt und unterrichtet habe. Das Wort Nezke höre ich zum ersten Mal aus Federers Mund: so werden in Japan gewisse Kleinkunstwerke aus Holz oder Horn genannt.
»Er hat alle deine Werke gelesen«, der Regow nämlich, so Federer. »Und einen Nezke aus Regows Werkstatt habe ich dir mitgebracht! Kein Geschenk! Du darfst aber anfassen

Mir fällt sofort diese Szene ein, welche ich mir einst erdacht hatte, aber in welchem meiner Bücher? War es in »John und Alexander« oder in den »Memoiren eines Neffen«?
Dargestellt und kunstvoll gefertigt sind, außer dem Protagonisten, drei Buben, ich weiß die Namen noch genau: Maximilian, René, Sebastian. »Seliges Ineinander« hatte ich diese Phantasie genannt.
Auch eine Lupe hat der Federer mitgebracht zum genaueren Hinschauen.
Ich kann nur staunen, staunen, staunen! Indem ich genau erkenne, wer wie und wo seine Lust findet, sogar eine winzige Hand entdecke ich, welche bei einem Einführen behilflich ist. Meister Redow hat das von mir Ersonnene weit, weit übertroffen! Und dies alles aus Elfenbein und nicht größer als ein Äpfelchen!



masXin schrieb am 12.10. 2018 um 11:59:32 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 7 Punkt(e)

Er hat dieses schöne Nezke uns zur Ansicht überlassen, und ganz unverbindlich, sagt Gerda, unsere Obfrau und schon seit Jahren heimliche, inzwischen aber ganz offenbare Geliebte des Kunstschnitzers Malte Regow. Ist nicht mehr die die Jüngste übrigens, indem sie drei Ehemänner überlebt hat bereits.
Indes, was ist ein Nezke. Eine Schnitzkunst aus Japan, welche sehr schön begreifbar ist und bequem in die Hosentasche zu stecken. Welche betrachten sich lässt und befühlen; es empfiehlt sich, eine Lupe zur Hand zu nehmen.
Das vorliegende Stück ist eine etwas abweichende Interpretation das Themas »Tod und Mädchen«, indem der Tod eine weibliche Figur ist, Tödin also, und als Mädchen figuriert ein feister Bub, welcher als solcher in feinster Ausarbeitung erkennbar ist.
Man will die quellenden und schön geglätteten nackten Polster befühlen immerzu, indes, die Tödin hat schon zugegriffen mit allerorts ins Knabenfleisch gekralltem knöchernem Finger.
Knöchern stimmt buchstäblich, indem alles aus kostbarem Elfenbein gefertigt ist. Weil der Kimono der Tödin durch den heftigen Vollzug der Beiwohnung sich mehr als halb geöffnet hat, offenbart sich die ganze Schnitzkunst des Malte Regow durch anatomisch sehr genaue Darstellung des Skeletts.
Das Gesicht des Buben aber zeigt selige Erwartung des Jenseits. Den Schädel der Tödin ziert eine aufwendige Frisur, zerbrechlich scheinbar, der Regow aber hat versichert, so Gerda, dass diese zuverlässig stabil ist.

masXin schrieb am 18.8. 2018 um 12:48:34 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 6 Punkt(e)

Ein schönes Frühstück war das Donnerstag, vorgestern also, weil erstens die Irma aus St.Pölten zu Gast war und exzellente Eier mitgebracht hat, indem sie einen eigenen Hühnerhof besitzt, und zweitens, weil wir, mein Donnerstagsbub und ich, sehr früh schon Schwimmen waren im Amalienbad, wo ich sonst immer nur allein hingehe, und folglich hatten wir beide einen schönen Appetit. Zum ersten Mal ist er mitgekommen, hat sich auch sehr verausgabt, während ich nur meine abgezählten Bahnen geschwommen bin.
Im Flur steht ein bequemer Sessel, der nur von Gerda benutzt wird, wenn sie sich die Schuhe an- oder auszieht nämlich. Jetzt habe ich mir angewöhnt neuerdings, auch dort zu sitzen und den Standard zu lesen nach dem Frühstück. Kann von dort hinüber zur Küche sehen, wo bis auf die Servietten der Frühstückstisch abgeräumt ist bereits, und auf diesem macht sich jetzt der Adrian breit. Hat nämlich den linken Ellbogen mitten in den Tisch geschoben und stützt mit der Hand den Kopf. Dann legt er den Kopf fast ganz auf dem Tisch und schaut hinüber, wo der rechte Arm ausgestreckt ist und eine kleine Figur in der Hand hält, und zwar Adrians kleines Abbild aus dem 3D-Drucker. Die Irma hat das Figürchen sehen wollen unbedingt, hat auch müssen ihre Meinung abgeben.
Adrian dreht, schiebt sein Abbild auf dem Tisch hin und her. Ist ganz vertieft die ganze Zeit in allerlei Perspektiven. Übrigens meinte Irma, er hätte nicht so lax dastehen sollen bei der Aufnahme, sondern anständig und aufrecht.
Inzwischen hat er eine Serviette ausgebreitet, der Adrian, auf die Serviette bettet er sein Abbild. Unterm Tisch hat er ein Bein über das andere gelegt und lässt am nackten Fuss den Flipflop pendeln. Pendeln bis der Flipflop wegfliegt. Da schaut er einen Moment hinüber in meine Richtung. Bleibt indes aber ganz verträumt und wickelt sein Abbild ein in die Serviette, dreht alles um und um.

masXin schrieb am 7.10. 2018 um 15:23:59 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 14 Punkt(e)

Was er berichtet hat, interessiert mich ungemein, und da mein Donnerstagsbub ohnehin ein Fußmallmatch hat am heutigen Sonntag, bin ich sofort hin, zum Arcadia Opera Shop, um Malte Regows geschnitzte Zauberkunst mir anzuschauen.
Ist mir bislang nicht aufgefallen, und war doch eben dort aufgestellt, wo mein Buch zum Verkauf auslag, dasMarimbaphon. Ein Tod in Venedig“.
Ist ja sehr klein, wie alles Schnitzwerk von Regow. Ist aus mehreren Teilen zusammengesetzt, und auch aus verschiedenen Materialien bestehend. Hintergrund bildet die Fassade eines Hotels, jedenfalls sind das oberste Stockwerk und Fenster und Balkone erkennbar, sowie das Dach und auf dem Dach gut lesbar „ALBERGO MORBIDO “, also nichtGrand Hotel Excelsior“ wie im Roman. Im übrigen ist das Hotel hinter einem rot-weiß gestreiften Sonnensegel verborgen, aus einem textilen Material, das bis nach vorne reicht, wo es von einem Gestänge gehalten wird, welches im sandigen Boden steckt. Dieses Sonnensegel wird soeben rechts vorne befestigt, von einem reizenden und stämmigen und fast nackten Buben, Tadzio also, der dabei die Arme nach oben strecken muss, und er ist aus bräunlichem Holz geschnitzt.
Unter dem Sonnensegel, auf einer Liege aus feinst geflochtenem Bambus, befindet sich, und zwar aus bleichem Elfenbein, Gustav Aschenbach. Dieses Stück Elfenbein war ein minderwertiges, indem es einen bräunlichen Fleck aufwies, welchen aber Malte Regow genial in die Mitte der hellen Sommerhose placiert hat, indem der Aschenbach ja am Sterben ist infolge der in Venedig grassierenden Cholera. Indes, ganz tot ist er noch nicht, kann den rechten Arm noch ausstrecken, kann mit letzter Kraft den Po des Tadzio eben noch berühren.

masXin schrieb am 11.8. 2018 um 15:41:48 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 6 Punkt(e)

Er weiß ja selbst nicht recht, wie und wo, mein Donnerstagsbub. Ein Zimmer für sich hätte er schon gern, bei seinem Vater nämlich, aber mit dem Essen wiederum ist da ein Problem, er muss alles selbst besorgen, indem der Vater ganz patschert ist, was Essen angeht, und einen Papp anrichtet in der Küche meistens, immer eigentlich.
Unsere Gerda ist da eben unübertroffen. Ist überhaupt eine sehr Aufmerksame, ich kann ihr doch nicht vorwerfen, dass sie mir nicht alles berichtet stantepede, was ich ja selbst auch hätte bemerken können, die Sache mit dem Schlüssel meine ich. Wie hat er immer Sturm geklingelt an der Wohnungstür! indessen aber selbst geöffnet und ist hereingekommen.
Neulich aber, war es nicht Dienstag erst? wo er kurz nur geklingelt hat, und warten hat müssen, bis Gerda ihm aufmacht, indem er ihr die Schlüssel zurückgegeben hat vor geraumer Zeit bereits.
Habe es doch auch gehört, das schüchterne Klingeln, hätte alles sofort begreifen können, indes, begriffen habe ich viel später erst. Ergriffen hat es mich, so müsste ich sagen, als ein plötzlicher Schmerz.

masXin schrieb am 1.10. 2018 um 14:37:35 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 6 Punkt(e)

Als gestern früh unserer Gerda die Waschmaschine versagte, und, weil Sonntag, unser Faktotum, der Jakub, nicht zu erreichen war, indem er ein ganz Katholischer und Messegänger ist, da waren wir trotzdem nicht lange ratlos, indem mein Donnerstagsbub, der Adrian, einfach das Tascherlfon nahm und seinen Sportskameraden, den Ilyas, anrief sogleich.
Denn in seiner weit verzweigte Familie wird zwar in der Hauptsache elektronischem Gerät wie Flachbldschirmen gehandelt, aber, warum nicht auch mit Waschmaschinen.
Jedenfalls hat am Mittag bereits der Ilyas an der Haustür geklingelt und zwei Lastträger hoch zu unserer Wohnung kommandiert, wo eine brandneue Maschine von Miele ausgepackt wurde sogleich.
Ist doch der Ilyas einer von diesen Orientalen, welche schon immer geschickte Alles-Besorger waren, und hat nicht der Ilyas unzählige Onkel, Großtanten und Cousins, welche unaufhörlich allerlei Geschäften nachgehen. Wobei mir auffällt, dass er von Vater oder Mutter noch nie geredet hat.
Der Ilyas rührt bei alledem keinen Finger, kommandiert nur, er ist doch eigentlich ein Bub noch, und beflissen wird die alte Waschmaschine vorsichtig entleert, abmontiert, die neue installiert und in Betrieb genommen sogleich. Sodann stecken die Beflissenen die alte Waschmaschine samt allen herumliegenden Styropor-Teilen geschickt in den Karton, schultern diesen und verschwinden wieder.
Und wer dankt ist Gerda, nicht Ilyas; der sagt zum Abschied nur: und dass man nirgendwo anstoßen tut!!
Gerda will das Thema zwar anschneiden, aber von Bezahlung reden wäre jetzt eine unpassender Akt. So sagt er natürlich nicht, aber kann es mit einer kleinen Geste zum Ausdruck bringen - es ist wie den Knochen hinter sich werfen, während man noch genussvoll kaut - mögen Sklaven den Rest noch abnagen und sich um den Abfall kümmern.


masXin schrieb am 30.4. 2018 um 18:28:21 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 5 Punkt(e)

Aus Aida habe ich Adrian einiges vorgesungen oder vorgebrummt, manches erkannte er wieder, den Triumphmarsch hat mein Donnerstagsbub sogar sehr melodisch mitgesummt. Samstag abend hatten John und Alexander ihn in die Staatsoper eingeladen, und zwar sind sie zum Künstlereingang hinein, und waren hinter die Bühne, war möglich ist, indem John Ballett an der Oper lernt und überdies sein Vater dort Bühneningenieur ist.
Beängstigend war für Adrian das Zwielicht hinter den Kulissen, die Hektik der Truppenbewegungen, denn Soldaten sind an ihm vorbeigerannt und im Dunkeln über herumliegende Kabel gestolpert, und mehrmals wurde er gefragt, was er denn hier zu suchen habe! und gerade dann waren John und Alexander verschwunden. Überhaupt waren die beiden immerzu miteinander intim, dabei sind sie doch tagtäglich zusammen! Adrian fühlte sich erst in der Kantine wieder sicher, mit den beiden an einem Tisch. Die pausierenden geschminkten Schauspieler überalll umher! Und Tänzerinnen und Tänzer vor allem, die sich alle so schön bewegen und wofür er doch den John so bewundert.
Adrian führte mir diesen aufrechten und stolzen Gang sogar vor, so dass ich ausrufen musste: du kannst es ja! Sei immer so! Adrian: ich bin ja Fußballspieler eigentlich. Stell dir vor, beim Fußball tanze ich so umeinand, das geht nicht.

masXin schrieb am 6.8. 2018 um 14:03:28 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 5 Punkt(e)

Doch nicht Großmutter!“ so Ilyas über diese alte Dame nämlich, die ihn gesalbt und eingekleidet hatte neulich, und die meiner Meinung nach hätte seine Großmutter sein können. Nach allem, was ich erfuhr, ist sie eine Haussklavin eigentlich, indem sie vermutlich illegal in Wien lebt und ganz von des Ilyas Verwandtschaft abhängig ist. Nada heißt sie, und es ist wohl einzig Ilyas, von dem sie etwas Zuneigung erfährt, indem sie all seine Launen erträgt. Dieser hat, ganz unzusammenhängend übrigens, dies und jenes über sie und den Haushalt überhaupt mitgeteilt, wovon mir manches sehr komisch erschien, umso mehr, als er alles ganz ernst vorträgt. So ist die Nada für ganze Batterien von Tages- und Nachtcremes zuständig, derer des Ilyas empfindliche Haut bedarf, und die sachgemäß aufzutragen sie in all den Jahren immer noch nicht gelernt hat. Aber er ist nun einmal auf die Nada angewiesen, und für ihn ist sie gut genug, sagen alle immer. Ja, man hat schon gedroht, die nichtsnutzige Nada aus dem Haushalt zu entfernen und sie dorthin zurückzuschicken, wo sie herkommt, was ein ganz unbedeutendes Kaff in Ägypten sein muss, und er ist doch gelenkig genug, sich selbst überall einzucremen, womit auf eine Dienstleistung der Nada angespielt wird (das einzige, was sie wirklich gut kann, gab Ilyas zu), nämlich den Ort zu pflegen, dessen Eingang und Tiefe einem selbst nur mit Mühe und Überwindung zugänglich ist. Indem ich nicht alles sofort begriffen habe, glaubte Ilyas, ich hätte Zweifel, und sagte, was er schon ein paar Mal meinte bekräftigend sagen zu müssen: „so wahr ich meiner Mutter Sohn bin!“

masXin schrieb am 29.8. 2018 um 12:44:38 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 6 Punkt(e)

Überraschenderweise hat sich Herr Purpur am Montag die langen Haare abschneiden lassen, sogar den wilden Bart ganz abrasieren. Nun sieht er erheblich jünger aus, wie Anfang sechzig etwa.
Und hat jetzt einen Zweireiher aus dem Nachlass eines der Ehegatten unserer Obfrau Gerda anprobiert. Indem er heute abend beim Mittwochssalon das Thema »Rebellion« angehen wird, findet er es unpassend, ja lächerlich, in dieser dem Publikum ohnehin schon viel zu lange vorgeführten Gestalt eines Rebellen aufzutreten. Den Schlips allerdings, den Gerda ihm aufzwingen will, verweigert er, auch hat er sich seit Montag nicht wieder rasiert. Erklärung: es gibt das Phänomen der Rebellion gegen die Rebellion, was er heute Abend noch näher erläutern will.
Mir hat Purpur aufgetragen, rechtzeitig, das heißt 17 Uhr, eine gewisse Susanne »Susu« Chelmsford persönlich abzuholen und zu unserem Salon zu begleiten. Habe ich sie nicht einst einen »Knaben mit Busen« genannt. Daran hätte mich Purpur gar nicht erinnern müssen. Es ist lange her, inzwischen muss Susu schon dreißig sein mindestens. Gerne werde ich sie abholen und um sie herumscharwenzeln, wenn es auch gegen meine innerste Natur ist.
Indes, ich weiß von Gerda, dass Ilyas, welcher beim Anrichten und Servieren unseres Buffets aushelfen wird (indem unser Donnerstagsbub bei seinem Vater wohnt momentan) hier bei uns im Rennweg übernachten und bei mir schlafen will. Darum gebeten hat er, und Gerda hat es ihm gestattet.

Einige zufällige Stichwörter

upps
Erstellt am 11.12. 2002 um 13:50:09 Uhr von Voyager, enthält 11 Texte

IchSteckMirOftMalMeinenFingerInDenArschHinein
Erstellt am 26.2. 2003 um 23:15:48 Uhr von Ernährungswissenschaftler, enthält 21 Texte

Erschütternde-Details-über-Frenos-Sexualleben
Erstellt am 16.5. 2016 um 17:15:11 Uhr von Tim, enthält 27 Texte

Jonglieren
Erstellt am 11.12. 2001 um 12:29:02 Uhr von grinsekatze, enthält 22 Texte

verletzbar
Erstellt am 5.10. 2004 um 08:34:48 Uhr von biggi, enthält 4 Texte


Der Assoziations-Blaster ist ein Projekt vom Assoziations-Blaster-Team (Alvar C.H. Freude und Dragan Espenschied) | 0,0723 Sek.
E-Mails sammelnde Stinke-Spammer: Fresst das! | Tolle E-Mail-Adressen