Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 216, davon 133 (61,57%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 80 positiv bewertete (37,04%)
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positiv bewertete Texte
Der erste Text am 13.7. 2017 um 12:24:07 Uhr schrieb
ich sagte voilà! und über Donnerstagsbeichte
Der neuste Text am 17.6. 2018 um 02:21:49 Uhr schrieb
xmaschin über Donnerstagsbeichte
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Assoziationen zu »Donnerstagsbeichte«

masXin schrieb am 28.2. 2018 um 12:31:53 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 7 Punkt(e)

Der sonntägliche Sport musste ausfallen, indem des Donnerstagsbuben Mutter, wohnhaft in München, überraschend eingetroffen war. Sie war zuerst bei ihrer Schwester Bianca, bevor sie sich zu uns in den Rennweg aufgemacht hatte.
»Ach, das wenn ich gewusst hätte! Den Aufzug hätte ich genommenwar das erste, was ich von ihr vernahm und zu Gerda: »ach, lassen Sie die Musik nur anindem Gerda beim Vorbereiten des Mittagsmahls gerne Radio hört. Ich nahm ihr Hut, Schal, Mantel ab, und sodann machte sie es sich am Küchentisch bequem. Eine sehr fette Person, mit einem zarten Gesicht aber und durchaus glaubhaft Adrians Mutter. Indem sie der Gerda genau beschrieb, wie sie den Kaffee haben wolle, und indem sie dessen Zubereitung genau verfolgte, war eine gegenseitige Vorstellung wohl ganz überflüssig geworden. Und als schließlich der Kaffee vor ihr stand, sie aber mit dem Kaffeegenuss noch warten musste, indem er zu heiß noch war, fragte sie endlich nach Adrian, ob er zu Hause sei überhaupt.
Adrian musste sich, sobald er bemerkte, wer da zu Besuch kam, sogleich zurückgezogen haben, jetzt aber war er da und umarmte seine Mama, die sitzen blieb, aber sich zu ihm hin drehte ein wenig.

»Erzähle doch, wie es dir so geht, hier bei uns« ermunterte Gerda ihn, aber ein Gespräch kam nicht recht in Gang.
»Kaiserschmarren!« sagte Gerda, »habe ich in Arbeit, wie Sie sehen. Mögen Sie die? Es ist genug vorhanden! Speisen Sie doch mit uns
Adrians Mama sagte weder ja noch nein. Nach einer Weile aber begannen beide, Adrian und die Mama, zu singen, leise erst, dann lauter, zu meiner allergrößten Verwunderung. Ich selbst höre nämlich nie hin auf das, was im Radio gespielt wird, und nun war ein Lied erklungen, das beiden wohl gut bekannt war.

masXin schrieb am 13.3. 2018 um 09:43:35 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 7 Punkt(e)

Seinen giftgrünen Citroen Cactus hatte John am Sonntag vor dem FC Torpedo geparkt, und den Alexander losgeschickt, um Adrian, meinen Donnerstagsbuben, und mich abzufangen.
Das war Adrians Idee gewesen und als Überraschung für mich geplant. Indes war aber auch Ilyas, der Tormann, mit uns. Also wurde auch er mit eingeladen sogleich.
Im Cactus, hinter John, dem Fahrer, saß dann Alexander, neben ihm, in der Mitte Adrian, und rechts ich, und der etwas füllige Ilyas durfte vorne sitzen.
Welch ein Duft war da im Auto von jungen Fußballern, welche soeben sich geduscht hatten, Ilyas hatte sich parfümiert sogar.
John fuhr los, überhaupt nicht in Eile. Wie ein orientalischer Prinz verschenkte Ilyas sich nach allen Seiten, und hielt dem John, wann immer dieser wollte, die linke Backe zu einem Kuss hin, oder auch dem Adrian, wenn dieser sich zu ihm nach vorne beugte. Und indem meine rechte Hand auf seiner rechten Schulter lag, um auch an dieser Ausschüttung von Bubenschönheit teilzuhaben, hielt Ilyas diese fest, und zwar die ganze Zeit, bis wir bei Alexanders Großmutter, der Tilda, angekommen waren. Nach rückwärts, zu Alexander, welcher von Ilyas am entferntesten saß, drehte Ilyas sich auch um immer wieder, und sah ihn schmachtend mit den großen, schwarzen, lang bewimperten Augen an, indem er zu versprechen schien, ihn, den Alexander, für alles, was diesem nun entging, reichlich zu entschädigen zu einem späteren Zeitpunkt.

masXin schrieb am 17.2. 2018 um 19:06:47 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 6 Punkt(e)

Als die letzten Gäste verabschiedet wurden, manche musste ich zuvor aufwecken, und nachdem ich mit Gerda die gröbste Unordnung beseitigt hatte, war es bereits früher Donnerstag. Oft stillen dann Gerda und ich unseren Hunger mit Resten des Buffets, indem wir immer zugunsten unserer Gäste aufs Essen verzichten. Dieses Mal aber war alles aufgezehrt bereits. Wir wünschten uns gesegnete Nachtruhe, und Gerda versprach ein reichliches Frühstück.
Leise öffnete ich die Tür, um meinen Donnerstagsbuben Adrian nicht zu wecken, indes, er lag noch wach und sagte: ich habe dir noch etwas beiseitegelegt! Tatsächlich waren auf unserem Schreibtisch Servietten ausgebreitet, darauf 4 meiner bevorzugten Canapés, nämlich die mit sowohl echt Schweizer Greyerzer als auch mit Tiroler Speck belegten, dazu mit Silberzwiebeln garniert.
Nachdem auch ich zu Bett gegangen war, wurde noch mancherlei beredet. Da im Vortrag des Herrn Purpur das Schicksal von Kindern mit Rabeneltern zur Sprache kam, wollte Adrian beteuern, dass seine eigenen Eltern keineswegs Rabeneltern gewesen waren. Nur hätten sie sich von einem gewissen Moment an unerträglich zerstritten, so dass er zu seiner Tante Bianca hatte fliehen müssen. Dann wollte er wissen, ob dieser Herr, von dem Purpur immer sprach, dieser Herr, der so große Angst immer gehabt habe, dass er am Herzen erkrankte, ob also mit diesem Herrn ich etwa gemeint sein könnte. Sehr gerührt, ich glaube, meine Stimme drohte zu versagen, versicherte ich ihm, dass nicht ich, sondern ein gewisser Hans gemeint gewesen war, der an seinem Herzen gestorben ist sogar. Es stellte sich nun heraus, dass dieser Hans einen gewissen Alexander geliebt hatte, welcher heute noch dieselbe Schule wie Adrian besucht. Über einen gewissen John, der einst Adrians Freund war, nun aber mit eben diesen Alexander innig befreundet ist, weiß Adrian davon.
Der John hat sein Abitur gemacht bereits. Will Ballettänzer werden. Auch das erzählte mir Adrian mit vor Müdigkeit kaum noch wahrnehmbar leiser Stimme.




sechserpack schrieb am 23.1. 2018 um 09:26:17 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 8 Punkt(e)

Eins von Gerdas Zimmern, vom Salon abgesehen das größte, ist für Herrn Purpur reserviert. Wie sehr bedauere ich immer diese Verschwendung von Wohnraum, indem dieser Purpur kaum je hier nächtigt erstens, und zweitens ist dieses Zimmer vollgestellt, der Boden dieses im Grunde schönen Zimmers - es enthält nämlich nur eine schmale Lagerstatt - vollgestellt also mit Bergen von Büchern, Manuskripten, prall gefüllten Plastikbeuteln und Taschen und Koffern.
Purpur ist oft Redner, wenn der Salon stattfindet, indes, Zuhörer war er noch nie.
Dieser Herr Purpur war gestern zu Gast, saß mit am abendlichen Küchentisch, und war die uns andere gelegentlich scharf musternde, dabei immerzu redende Hauptperson. Erwähnen muss ich, dass er langes Haar hat, einen wallenden Vollbart und in immer sehr abgetragener, allerdings sauberer Kleidung steckt.
Meinen Donnerstagsbuben, den Adrian, den ihm noch unbekannten Mitbewohner, schaute er kurz nur an und sagte sogleich halblaut zu Gerda: »ein Gesegneter!« Dies ist dieser biblische Ton des Herrn Purpur, der manchen manchmal gefällt, und vielen oft nicht.

masXin schrieb am 31.1. 2018 um 10:43:13 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 5 Punkt(e)

Im Zusammenhang mit dem Traum, welchen ich im Werkstattwagen liegend geträumt habe, muss ich erwähnen, dass ich mit ganz ausgetrockneter Kehle erwacht war, so dass mir anfangs Schlucken sehr beschwerlich war. Auch meinte ich, nach meinem rechten Bein tasten zu müssen, indem ich im Traum einen sog. Kabelbinder um den Knöchel gebunden hatte. Im Werkstattwagen sind ganze Bündel von bunten Kabelbindern zu finden. Übrigens hatte ich ein solches Band im Traum auch am Handgelenk und um den Hals getragen. Ich stand hoch aufgerichtet in einer afrikanischen Savanne, empfand mich als viel größer, als ich es bin, und auch ganz schlank, ja ausgezehrt, zugleich fest wie ein hoch aufgerichteter Pfahl und ebenso reglos. Und ebenso schmal, hoch und unbewegt stand sie mir gegenüber, die junge Rinderhirtin.
War sie mir doch von einem Foto in der gestrigen Süddeutschen Zeitung her bekannt, ja vertraut. Und hatte ich sie nicht für einen Knaben gehalten, indem sie ein Gewehr in der Hand trug und keine Brüste sichtbar waren. Und war mir im Traum nicht alles vollkommen verständlich: dass ihr Leben keine Weiblichkeit zuließ, außer ein oder zwei unscheinbaren bunten Bändern um Arm und Knöchel. Und dass sie keine andere Sorge hatte als die, ihren Rindern eine Wasserstelle zu entdecken, sowie etwas Weidegrund, und wenn nicht heute, so doch morgen oder übermorgen spätestens.

Nun muss ich doch noch ergänzen, dass ich im Traum genau dieses Overall getragen hatte, welches sich im Werkstattwagen in meiner Reichweite befunden hatte, sogar die dabeiliegende Schweißerbrille hatte ich aufgesetzt, um mich vor der sengenden Sonne zu schützen.

masXin schrieb am 24.4. 2018 um 11:05:03 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 6 Punkt(e)

Als wir aus St. Pölten zurück am Hauptbahnhof ausgestiegen sind, sagt mein Donnerstagsbub: hast du den Herrn bemerkt auf der andern Seite? Hat zu mir hergeschaut die ganze Zeit! Hat auch in so ein braunes Hefterl geschrieben wie du eines hast!
Allerdings habe ich ihn bemerkt. Es gibt eine Art, immerzu in eine gewisse Richtung zu blicken, wie dösend scheinbar, in Wirklichkeit höchst aufmerksam.
Hätte ich mich in einer früheren Epoche meines Lebens, in keiner sehr fernen übrigens, und ist sie abgeschlossen ein für alle Mal? hätte ich mich damals nicht ebenso im ansonsten nahezu leeren Waggon an eben diese Stelle gesetzt, auf der andern Seite, schräg gegenüber, mit einer bequemen Sicht hinüber zu dem schönen Buben?
Nun muss nicht den Anblick suchen, es ist die Berührung, und nicht ich allein bin es, der sie sucht, auch ihn, Adrian, verlangt es nach ihr. Haben wir nicht die Götter erfunden, um sie dringlich zu bitten? Wir haben sie auch erfunden, um danken zu können.

masXin schrieb am 30.4. 2018 um 08:48:10 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 6 Punkt(e)

Es waren fünf Worte nur, die mir für immer unvergesslich bleiben werden, obwohl ich anfangs darüber gar nicht weiter nachgedacht hatte, indem ich damit beschäftigt war, meinem Donnerstagsbuben den größtmöglichen Genuss zu bereiten. Es war das erste, genaugenommen das zweite Mal, wo ich ihn tief in mir spüren durfte, beim ersten Mal zwar kurz nur, beim zweiten aber in schönster Ausführlichkeit.
Worte, die beweisen, wie lebhaft fühlend, mitdenkend, Lust ebenso gern schenkend wie empfangend dieser Adrian, mein Donnerstagsbub ist.
Ganz begeistert rief er aus: »das will ich auch können

masXin schrieb am 20.2. 2018 um 14:52:46 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 4 Punkt(e)

Wie ganz anders ist gestern alles gewesen, indem der John zu Besuch war. Wie stolz hat Adrian, mein Donnerstagsbub, zu seinem Freund aufgeblickt und sagte kaum ein Wort, indem im Grunde Gerda und John das Gespräch führten hauptsächlich. Ich musste mir eingestehen, dass ich Gerda noch nie nach Kindern und Enkelkindern gefragt habe, und dieser John hat sogar sich deren Namen alle gleich gemerkt. Umgekehrt wollte Gerda alles vom Staatsoper-Betrieb erfahren und von Johns Karriere-Absichten dort als Ballettänzer.
Gerda und ich sind ganz sprachlos am Küchentisch sitzen geblieben, während Adrian den John in der Wohnung herumführte und ihm alles zeigte. Von dem großen Raum war John ganz angetan, in welchem Gerdas Salon stattfindet von Zeit zu Zeit, und der jetzt ganz leergeräumt ist.
Als John sich verabschiedet hatte, blieb lange noch ein Duft von ihm zurück, ein Aroma wie Kokos etwas und Orange.
Adrian berichtete, dass im Salon John gefragt hat, ob man dort auch Musik machen kann. Dann hat der John ihn an der Hand genommen und ohne Musik getanzt mit ihm ganz schön lange.

masXin schrieb am 10.1. 2018 um 13:17:45 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 4 Punkt(e)

Den Donnerstagsbuben, den Adrian, habe ich zum ersten Mal unfriedlich erlebt, indem er gestern von Gerda gebeten wurde, zu Bett zu gehen, es war schon spät, und anderntags Schule. Die wunderbare Kadetten-Unifom, Livree gewissermaßen, solle er dem Herrn General, der diese besorgt hatte, wieder zurückgeben. Adrian: »Ich darf sie behalten! Hat der Herr General mir versprochen

Nun war Georgi, so wird der russische General a.D. von Gerda genannt, eingeschlafen und schnarchte leise. Seine Frau indes bestand auf Rückgabe. Schließlich wurde Georgi geweckt, befragt, dieser aber, schlaftrunken, begriff nichts, erinnerte sich an nichts, indem er sich wohl zu Hause und im Fernsehsessel schlummernd wähnte.
Mein Adrian, ganz übermüdet, verließ den Salon, laut jammernd.
Ich fand ihn später schlafend, die Uniform achtlos auf den Boden geworfen. Gerda hatte der Frau Generalin versprochen, nach Klärung des Sachverhalts, gegebenenfalls die Uniform per Boten umgehend zurück zu expedieren.
Am folgenden Tag, heute also, erinnerte sich Frau Generalin, auch sie nicht mehr die jüngste, an nichts mehr, nur noch so ungefähr. »Schön, dass Ihnen, liebe Gerda, die Uniform meines Mannes gefallen hat! Es war ja auch seine Paradeuniform! Wir danken beide sehr herzlich für den schönen Abend! Grüßen sie den braven Xaver!« (Xaver, das bin ich, und hatte gemeinsam mit Adrian Getränke und Canapés serviert).

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Erstellt am 21.4. 2001 um 10:00:02 Uhr von Sheila, enthält 137 Texte

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Erstellt am 28.1. 2000 um 12:39:35 Uhr von Tanna, enthält 293 Texte


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