Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 293, davon 240 (81,91%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 193 positiv bewertete (65,87%)
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positiv bewertete Texte
Der erste Text am 31.8. 2014 um 13:22:58 Uhr schrieb
Sonntagsfahrer über Zella-Mehlis
Der neuste Text am 2.11. 2026 um 14:13:24 Uhr schrieb
Christine über Zella-Mehlis
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 14)

am 1.12. 2017 um 19:39:48 Uhr schrieb
Das kleine Arschloch über Zella-Mehlis

am 2.11. 2026 um 14:13:24 Uhr schrieb
Christine über Zella-Mehlis

am 8.12. 2021 um 06:24:47 Uhr schrieb
schmidt über Zella-Mehlis

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Zella-Mehlis«

Freies Wort schrieb am 5.3. 2016 um 00:45:22 Uhr zu

Zella-Mehlis

Bewertung: 9 Punkt(e)


ZELLA-MEHLIS JETZT AUCH IM INTERNET


(fw/hw) Lange Zeit hatte es niemand in dem verschlafenen Ort am Südhang des Thüringer Waldes wahrgenommen. Doch nun haben es auch die letzten Ureinwohner unseres schönen Landes bemerkt: Zella-Mehlis ist ein auf der ganzen Welt heiß diskutiertes Thema! Unsere Redakteurin Heike Weißvonnicks sprach mit dem Bürgermeister.



FW: Zuerst einmal vielen Dank, Herr Drossel, dass Sie für Ihr Lokalblättchen ein wenig ihrer kostbaren Zeit opfern. Momentan herrscht ja große Aufregung...

Bürgermeister: Da haben Sie ganz Recht, Frau Weißvonnicks. Es ist die Katastrophe, ja, mancher hier in der Verwaltung hat das Gefühl, uns ist der Himmel auf den Kopf gefallen.

FW: Was genau ist passiert?

Bürgermeister: Man kann es auf die Formel bringen: Wir sind entdeckt! Wir sind entdeckt und es ist furchtbar.

FW: Man könnte doch sagen, Herr Drossel: Wie schön!

Bürgermeister: Frau Weißvonnicks, Sie wissen nicht, was das für unsere kleine Stadt bedeutet. Seit fast 1000 Jahren haben Zella St. Blasii und Mehlis ein betuliches Dasein gefristet. Von der Reformation hat der eine oder andere wohl reden hören, die Aufklärung wurde nie ratifiziert.
Seit bald 100 Jahren steht Zella-Mehlis in der Kontinuität. Im Stadtarchiv habe ich erfahren, dass das Freie Wort über den 1. Weltkrieg berichtet hat, in zwei Randnotizen. Der 2. Weltkrieg und das alles hat gar nicht stattgefunden. Die Welt war in Ordnung. Es war schön hier... na ja... von Zeit zu Zeit, wenn die Sonne schien... nicht oft, aber wenn sie scheint, haben wir manchmal sogar Tauwetter. Aber jetzt...

FW: Ja, und jetzt?

Bürgermeister: Das ist die Katastrophe. Nun hat die Welt Kenntnis bekommen, Zella-Mehlis ist ein auf der ganzen Welt heiß diskutiertes Thema. Wir sind entdeckt, wir sind ertappt, und wir sind durchschaut. Das Unvorstellbare ist Realität geworden.

FW: Was werden Sie tun?

Bürgermeister: Wir wissen es noch nicht. In der letzten Sitzung des Stadtrates haben wir versucht, darüber zu dikutieren. Es gab Handgreiflichkeiten, aber das ist bei uns nicht ungewöhnlich. Spät in der Nacht zeichnete sich jedoch eine Tendenz ab.

FW: Die wäre?

Bürgermeister: Jemand äußerte, wir sollten dem verheerenden Image unserer Stadt etwas entgegensetzen.

FW: Das dürfte doch nicht schwer sein.

Bürgermeister: Nein, es ist nicht schwer. Es ist unmöglich. Die Kulturreferentin erinnerte, sie sei nicht angestellt um sich Märchen auszudenken. Die Juristen mahnten, wir sollten bei der Wahrheit bleiben...



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Andrew Lycett schrieb am 4.3. 2016 um 23:33:44 Uhr zu

Zella-Mehlis

Bewertung: 9 Punkt(e)

[...]

Im 19. Jahrhundert gab es zahllose Bergdörfer, die, von aller Welt vergessen, über Jahrhunderte ein dumpfes Dasein fristeten. Ob ihrer Abgeschiedenheit und der Grobschächtigkeit ihrer Bewohner sorgten sie in ihrer Nachbarschaft für Angst und Schrecken, oft auch für phantastische Legendenbildung.
Hätte Conan Doyle von den im heutigen Zella-Mehlis vereinten Flecken Kenntnis gehabt, einer von ihnen wäre womöglich durch den Roman »Der Hund von Zella« oder »Der Hund von Mehlis« zu wenn auch unverdientem, so doch weltweitem Ruhme gelangt. Doch diese Randnotiz war in der Literaturgeschichte nicht vorgesehen.

[...]


(Andrew Lycett: Conan Doyle : The man who created Sherlock Holmes. Weidenfeld & Nicolson, London 2007)

Höflicher Oberhofer Ober schrieb am 4.1. 2016 um 00:21:44 Uhr zu

Zella-Mehlis

Bewertung: 9 Punkt(e)

Die waren immer schon so, gä? Das haben die von ihren Eltern, gä? Und die haben das von ihren Eltern, gä? Und... und das wird auch immer so bleiben. Da kann man nichts machen, gä?

Ein Blaster-Neuling schrieb am 15.2. 2016 um 00:16:47 Uhr zu

Zella-Mehlis

Bewertung: 8 Punkt(e)

Der Herr Anschiss aus Zella ist ja wohl ein Original. Oder ist der so ein Inzucht-Opfer?

Cato der Ältere schrieb am 12.3. 2016 um 22:22:53 Uhr zu

Zella-Mehlis

Bewertung: 8 Punkt(e)

Ja, lang ist’s her. Es waren die Jahre vor dem dritten Punischen Krieg, so um Anno 150 vor Eurem Christus. Ich weiß gar nicht mehr so ganz genau, wie ich’s gesagt habe. Aber es stimmt, ich habe es den Kollegen Senatoren einbleuen müssen:
CARTHAGO DELENDA EST. Oder so ähnlich. Für alle, die nicht mal mehr Küchenlatein verstehen: Carthago muß zerstört werden.

Irgendwann haben sie’s dann begriffen. Oder sie waren’s einfach leid. Jedenfalls haben sie die Beseitigung dieses Übels beschlossen. Und dann keine langen Faxen gemacht.

Heute liegt das Übel nicht in Afrika, sondern im Thüringer Wald. Nicht ganz so bekannt, aber auch so ein Pestflecken. Und Ihr werdet’s auch nicht sogleich begreifen:
ZELLA-MEHLIS DELENDA EST.

Mit den Mitteln, die Ihr heute habt, hätten wir damals für Carthago nicht länger gebraucht, als ein Decurio zum Rülpsen braucht. Also macht Euch nicht in die Tunika – Zella-Mehlis... Ihr wißt schon...

Höflichkeitsliga schrieb am 6.3. 2016 um 18:19:48 Uhr zu

Zella-Mehlis

Bewertung: 6 Punkt(e)


Liebe Blastergemeinde,

wir Ihr wißt, sind wir stets bemüht, höflich zu sein und angemessen in der Wortwahl.

Wahrhaftigkeit ist jedoch auch ein Wert, der unser Denken und Handeln bestimmt. Und um der Wahrhaftigkeit willen führen wir den Begriff »Der-Arsch-der-Welt« in den Blaster ein, denn ohne ihn bleibt alle Beschreibung des Ortes Zella-Mehlis nur Stückwerk.

Mit der höflichen Bitte um Verständnis
und besonders höflichen Grüßen

Eure
Höflichkeitsliga

André aus Oberursel schrieb am 28.3. 2016 um 04:20:47 Uhr zu

Zella-Mehlis

Bewertung: 5 Punkt(e)

GASTSTÄTTE DREIHERRENSTEIN

“Mieser Umgang mit Gästen”

Wir waren auf der Durchreise mit unserem Sohn hier spontan Essen.

Schon als wir die Tür dieses »Restorante« öffneten, bekamen wir Blicke zugeworfen nach dem Motto »oh Gott, 13 Uhr noch Gäste«. Nach dem wir nach 30 min. immer noch auf unser Essen warten durften, haben wir versucht, unseren Sohn etwas bei Laune zu halten, indem wir die »schönen« Sachen an der Wand bestaunt haben, und wie ein Kind nun mal ist, auch anfassen wollte.

Da wurden wir vom Wirt angefahren »ob wir nicht wissen wie ein Kind zu erziehen wäre«.
Es vergingen weitere 15 min. bis dann endlich unser Essen auf den Tisch stand. Geschmack war (Jägerschnitzel), diplomatisch ausgedrückt, erträglich. Kann man ja auch nicht viel falsch machen. Wartezeit und Freundlichkeit no go!!!!

Helmut Kohl schrieb am 4.1. 2016 um 00:33:31 Uhr zu

Zella-Mehlis

Bewertung: 7 Punkt(e)

Ähs gibbt gahnz seltn Augenbligge, in dehn ich zweifln tu. Nein, nein... nicht an mir. Hahaha... An meiner prophehtschen Gahbe im allgemain auch nicht, nein, nein. An den blühndn Landschaften im allgemain auch nicht. Ähs ist... wie soll ich sagng... so ganz pungtuell, verstehn Se, was ich meine?

Die Hobbyphilosophen-Gruppe aus Schwarza schrieb am 22.2. 2016 um 14:00:56 Uhr zu

Zella-Mehlis

Bewertung: 7 Punkt(e)

Würde man annehmen, der Weltuntergang sei nicht ein astronomisches Inferno, sondern der vom Menschen selbst verursachte Exitus der Menschheit, dann könnte man konstatieren: In Zella-Mehlis hat der Weltuntergang bereits seinen Anfang genommen.

Dr. Heikus von Steiblift, Soziologe, schrieb am 5.6. 2016 um 17:41:22 Uhr zu

Zella-Mehlis

Bewertung: 10 Punkt(e)


Leberecht Schaller

JOHANNI AM GRENZWEG


Liebe Leut, ich will euch sagen,
Was uns jüngst ward zugetragen.
Kirchweih an Johanni war
Wie seit Alters, Jahr für Jahr.

Kirchweih heißt in Mehlis Raufen
Und sich hemmungslos Besaufen.
Auch Musike tut erklingen,
Jung und Alt das Tanzbein schwingen.

Tanzen wollt aus Oberzelle
Franz von Anschiß, ein Geselle,
Der das Tischler-Handwerk übt
Und aus Mehl’s die Anna liebt.

Franz im Sonntags-Anzug fein
Geht nach Mehl’s die Anna frein.
Tanzt und singt und trinkt und lacht,
Anna hat das mitgemacht.

Denn die Anna, gar nicht prüd,
Hat den Franzen wied’rum lieb.
Ja, den Franz, der so adrett,
Wünscht sie sich in ihrem ...

Viel getanzt und viel gelacht
Wird bis spät es in der Nacht.
Als es Zeit zum Scheiden ist,
Franz die Anna innig küßt.

Anna küßt den Franz zurück.
Wie sie schwelgt, welch Liebesglück!
Wie die beiden Arm in Arm:
Ist das herzig, hat das Charme!

Doch der beiden Liebesfreud
Schürt bei andern Haß und Neid.
Haß auf diese Anschiß-Brut,
Die in Mehlis wildern tut!

Zell’ bleibt Zell’ in alle Zeit,
Mehl’s bleibt Mehl’s in Ewigkeit!

Amen.

Dies Credo saugt ein jeder Knilch
Dort droben mit der Muttermilch.
Und wer den rechten Glauben hat,
Der lebt in Wort ihn und in Tat!

So kam’s, daß Franzen liebestrunken
Nach Hause geht und tief versunken
Dem Grenzweg Schritt für Schritt sich naht,
Den er zu überqueren hat.

Fünf Mehl’ser Burschen harren dorten
Um nicht allein mit Glaubensworten,
Nein, auch mit heil’gen Glaubenstaten
Dem Franzen eins zu überbraten.

Mit Eifer lesen sie die Messe,
Polieren Franz die fesche Fresse.
Sie schreiben groß ihm ins Gesicht:
UND WILDERE IN MEHLIS NICHT!

Dem Morgen graut, der Mutter auch,
Als sie den Franz gezeichnet sehn.
Sie wissen: Das ist alter Brauch,
Das wird auch künftig so geschehn.

Doch kennen sie auch Franzens Wesen:
Er wird noch eh er ganz genesen
Mit Veilchen recht bunt anzusehn
Zu seiner holden Anna gehn!


Quelle: Suhler Affentheater (2. Jahrg. Heft VII)
Übertragung in heutiges Deutsch: Heikus von Steiblift

(Notabene: Schaller wechselt nach dem „Amen“ das Versmaß, nochmals in der vorletzten Strophe. Hat jemand aus der Germanisten-Ecke eine Idee, ob das nur als Mangel zu bewerten ist, oder mag vielleicht eine Absicht dahinter stecken?)

Familie Ackermann aus Westerstede (Ostfr.) schrieb am 14.3. 2016 um 00:02:52 Uhr zu

Zella-Mehlis

Bewertung: 5 Punkt(e)

Wir sind Camper. Es gibt kein Land in Europa, in dem unser Caravan nicht gestanden hat. Und uns hat kein Wetter und kein Eingeborener vorzeitig nach Hause oder weiter getrieben.

Kurz nach der Wende waren wir in Zella-Mehlis. Der Osten hat uns interessiert, und der Thüringer Wald. Da hat sich das geändert.

Was wir dort erlebt haben, dafür fehlen uns die Worte. Wir haben die erste Nacht nicht abgewartet und ins Grabfeld weitergemacht. Wir fühlen uns allen verbunden, die hier über Zella-Mehlis gepostet haben.

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