Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Zella-Mehlis«
Freies Wort schrieb am 5.3. 2016 um 00:45:22 Uhr zu
Bewertung: 7 Punkt(e)
ZELLA-MEHLIS JETZT AUCH IM INTERNET
(fw/hw) Lange Zeit hatte es niemand in dem verschlafenen Ort am Südhang des Thüringer Waldes wahrgenommen. Doch nun haben es auch die letzten Ureinwohner unseres schönen Landes bemerkt: Zella-Mehlis ist ein auf der ganzen Welt heiß diskutiertes Thema! Unsere Redakteurin Heike Weißvonnicks sprach mit dem Bürgermeister.
FW: Zuerst einmal vielen Dank, Herr Drossel, dass Sie für Ihr Lokalblättchen ein wenig ihrer kostbaren Zeit opfern. Momentan herrscht ja große Aufregung...
Bürgermeister: Da haben Sie ganz Recht, Frau Weißvonnicks. Es ist die Katastrophe, ja, mancher hier in der Verwaltung hat das Gefühl, uns ist der Himmel auf den Kopf gefallen.
FW: Was genau ist passiert?
Bürgermeister: Man kann es auf die Formel bringen: Wir sind entdeckt! Wir sind entdeckt und es ist furchtbar.
FW: Man könnte doch sagen, Herr Drossel: Wie schön!
Bürgermeister: Frau Weißvonnicks, Sie wissen nicht, was das für unsere kleine Stadt bedeutet. Seit fast 1000 Jahren haben Zella St. Blasii und Mehlis ein betuliches Dasein gefristet. Von der Reformation hat der eine oder andere wohl reden hören, die Aufklärung wurde nie ratifiziert.
Seit bald 100 Jahren steht Zella-Mehlis in der Kontinuität. Im Stadtarchiv habe ich erfahren, dass das Freie Wort über den 1. Weltkrieg berichtet hat, in zwei Randnotizen. Der 2. Weltkrieg und das alles hat gar nicht stattgefunden. Die Welt war in Ordnung. Es war schön hier... na ja... von Zeit zu Zeit, wenn die Sonne schien... nicht oft, aber wenn sie scheint, haben wir manchmal sogar Tauwetter. Aber jetzt...
FW: Ja, und jetzt?
Bürgermeister: Das ist die Katastrophe. Nun hat die Welt Kenntnis bekommen, Zella-Mehlis ist ein auf der ganzen Welt heiß diskutiertes Thema. Wir sind entdeckt, wir sind ertappt, und wir sind durchschaut. Das Unvorstellbare ist Realität geworden.
FW: Was werden Sie tun?
Bürgermeister: Wir wissen es noch nicht. In der letzten Sitzung des Stadtrates haben wir versucht, darüber zu dikutieren. Es gab Handgreiflichkeiten, aber das ist bei uns nicht ungewöhnlich. Spät in der Nacht zeichnete sich jedoch eine Tendenz ab.
FW: Die wäre?
Bürgermeister: Jemand äußerte, wir sollten dem verheerenden Image unserer Stadt etwas entgegensetzen.
FW: Das dürfte doch nicht schwer sein.
Bürgermeister: Nein, es ist nicht schwer. Es ist unmöglich. Die Kulturreferentin erinnerte, sie sei nicht angestellt um sich Märchen auszudenken. Die Juristen mahnten, wir sollten bei der Wahrheit bleiben...
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Cato der Ältere schrieb am 12.3. 2016 um 22:22:53 Uhr zu
Bewertung: 7 Punkt(e)
Ja, lang ist’s her. Es waren die Jahre vor dem dritten Punischen Krieg, so um Anno 150 vor Eurem Christus. Ich weiß gar nicht mehr so ganz genau, wie ich’s gesagt habe. Aber es stimmt, ich habe es den Kollegen Senatoren einbleuen müssen:
CARTHAGO DELENDA EST. Oder so ähnlich. Für alle, die nicht mal mehr Küchenlatein verstehen: Carthago muß zerstört werden.
Irgendwann haben sie’s dann begriffen. Oder sie waren’s einfach leid. Jedenfalls haben sie die Beseitigung dieses Übels beschlossen. Und dann keine langen Faxen gemacht.
Heute liegt das Übel nicht in Afrika, sondern im Thüringer Wald. Nicht ganz so bekannt, aber auch so ein Pestflecken. Und Ihr werdet’s auch nicht sogleich begreifen:
ZELLA-MEHLIS DELENDA EST.
Mit den Mitteln, die Ihr heute habt, hätten wir damals für Carthago nicht länger gebraucht, als ein Decurio zum Rülpsen braucht. Also macht Euch nicht in die Tunika – Zella-Mehlis... Ihr wißt schon...
Bettina Beispiel schrieb am 28.3. 2016 um 21:47:47 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
RESTAURANT »DIE WALDMÜHLE«
“Thüringer Geldgier statt Gastlichkeit”
Das Essen ist ein Witz! Wir waren als Paar nun das 2. Mal hier essen, und ich hatte schon ein ungutes Gefühl, da ich beim ersten Besuch das Lokal mit knurrendem Magen verlassen hatte.
Mein Gefühl sollte sich bestätigen. Um gesättigt die Gastlichkeit diesmal zu verlassen, bestellte ich vorweg einen Salat und als Hauptgang Schnitzel. (Salatteller gehört wo anders eigentlich dazu.)
Das Schnitzel zu 12,60 € + Salat 4,60 € sind stolze Preise, aber was man dafür in der Waldmühle vorgesetzt bekommt ist einfach nur eine Frechheit! Der Salat passte auf eine Kaffeeuntertasse jedoch das Schnitzel war der absolute Knaller. Es ähnelte einer panierten Scheibe Aufschnitt. Hart, trocken und vllt 100 g schwer. Also, wie man bei solch stolzen Preisen derart winzige Portionen aufgetischt bekommt, grenzt für mich schon an extreme Geldgier! Werde diese Lokalität in Zukunft meiden, trotz der schon dünnen Restaurantdecke in der Region.
Aufenthalt Februar 2016, Paar
Höflicher Oberhofer Ober schrieb am 4.1. 2016 um 00:21:44 Uhr zu
Bewertung: 8 Punkt(e)
Die waren immer schon so, gä? Das haben die von ihren Eltern, gä? Und die haben das von ihren Eltern, gä? Und... und das wird auch immer so bleiben. Da kann man nichts machen, gä?
Ein Geologe des Landesamtes schrieb am 5.3. 2016 um 21:44:26 Uhr zu
Bewertung: 8 Punkt(e)
Das erstaunlichste Ergebnis unserer letzten Forschung:
Wenn Thüringen furzen müßte, in Zella-Mehlis käme es heraus.
Ulla Schulze schrieb am 9.5. 2016 um 14:50:38 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Wir waren am Wochenende in Zella-Mehlis. Mein Mann hatte am Freitag Vormittag einen Termin in Suhl, da haben wir zwei Tage angehängt, weil das Wetter so schön war.
Wo war auf die schnelle ein Hotelzimmer ohne Blick auf eine Hauptstraße zu bekommen? Wir riefen in der Waldmühle an - ja, in Zella-Mehlis. Wie kann man so dumm sein. Nachher weiß man es immer besser.
Wir haben eingecheckt - aber es ist ja schon alles gesagt hier, über die Waldmühle und dieses »Völkchen«. Noch vor dem Abendessen sind wir weiter und nach Meiningen gefahren, da war die Welt wieder so halbwegs in Ordnung.
Eben google ich dieses Zella-Mehlis, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass wir die einzigen sind, die da so vergrault worden sind, und siehe da, ich finde die Einträge in diesem Assoziationsblaster. Dass ich nicht lache. Wir können fast alles bestätigen, was hier zu lesen ist, obwohl wir kaum zwei Stunden dort waren.
Touristen aus NRW schrieb am 2.4. 2016 um 14:50:21 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
PENSION UND RESTAURANT »ZUM SCHOTTEN«
“Nein, Danke!”
Leider muss man sagen, dass es nicht zu empfehlen ist, in dieser »Pension« zu übernachten!
Die etwas trostlose Lage, hat wohl auf die Besitzer abgefärbt. Denn als trostlos kann man die ganze Pension bezeichnen. Abkassiert wird, bevor man überhaupt die Chance hat, zu sehen, was man für sein Geld bekommt.
Nämlich ein Zimmer, das selbst nach 2 Stunden Dauer-Lüften noch nach kaltem Zigaretten-Rauch »stinkt«, wackeliger Heizkörper, total verklebte Fernbedienung vom TV, Schranktüren die sich nicht öffnen lassen und eine Zimmertür, die bei jedem Lufthauch im Rahmen klappert. In beiden (getrennt stehenden) Betten lagen unterschiedliche Matratzen, eine war für den Rahmen zu klein und die andere so durch gelegen, dass am Morgen danach die Abdrücke der Sprungfedern auf dem Bein zu sehen waren - an Schlaf kaum zu denken!
Wirklich positiv hervor heben kann man die Dame aus dem Frühstück-Service, die auch die Zimmer reinigt. Sehr freundlich und umsichtig. Leider ist sie dort etwas auf verlorenem Posten. Sie kommt übrigens aus Suhl.
Das Restaurant kann hier nicht bewertet werden, da es nicht geöffnet war!
Bewertet am 2. April 2016
Aufenthalt März 2016, Paar
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