Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Zella-Mehlis«
Cato der Ältere schrieb am 12.3. 2016 um 22:22:53 Uhr zu
Bewertung: 7 Punkt(e)
Ja, lang ist’s her. Es waren die Jahre vor dem dritten Punischen Krieg, so um Anno 150 vor Eurem Christus. Ich weiß gar nicht mehr so ganz genau, wie ich’s gesagt habe. Aber es stimmt, ich habe es den Kollegen Senatoren einbleuen müssen:
CARTHAGO DELENDA EST. Oder so ähnlich. Für alle, die nicht mal mehr Küchenlatein verstehen: Carthago muß zerstört werden.
Irgendwann haben sie’s dann begriffen. Oder sie waren’s einfach leid. Jedenfalls haben sie die Beseitigung dieses Übels beschlossen. Und dann keine langen Faxen gemacht.
Heute liegt das Übel nicht in Afrika, sondern im Thüringer Wald. Nicht ganz so bekannt, aber auch so ein Pestflecken. Und Ihr werdet’s auch nicht sogleich begreifen:
ZELLA-MEHLIS DELENDA EST.
Mit den Mitteln, die Ihr heute habt, hätten wir damals für Carthago nicht länger gebraucht, als ein Decurio zum Rülpsen braucht. Also macht Euch nicht in die Tunika – Zella-Mehlis... Ihr wißt schon...
Freies Wort schrieb am 5.3. 2016 um 00:45:22 Uhr zu
Bewertung: 7 Punkt(e)
ZELLA-MEHLIS JETZT AUCH IM INTERNET
(fw/hw) Lange Zeit hatte es niemand in dem verschlafenen Ort am Südhang des Thüringer Waldes wahrgenommen. Doch nun haben es auch die letzten Ureinwohner unseres schönen Landes bemerkt: Zella-Mehlis ist ein auf der ganzen Welt heiß diskutiertes Thema! Unsere Redakteurin Heike Weißvonnicks sprach mit dem Bürgermeister.
FW: Zuerst einmal vielen Dank, Herr Drossel, dass Sie für Ihr Lokalblättchen ein wenig ihrer kostbaren Zeit opfern. Momentan herrscht ja große Aufregung...
Bürgermeister: Da haben Sie ganz Recht, Frau Weißvonnicks. Es ist die Katastrophe, ja, mancher hier in der Verwaltung hat das Gefühl, uns ist der Himmel auf den Kopf gefallen.
FW: Was genau ist passiert?
Bürgermeister: Man kann es auf die Formel bringen: Wir sind entdeckt! Wir sind entdeckt und es ist furchtbar.
FW: Man könnte doch sagen, Herr Drossel: Wie schön!
Bürgermeister: Frau Weißvonnicks, Sie wissen nicht, was das für unsere kleine Stadt bedeutet. Seit fast 1000 Jahren haben Zella St. Blasii und Mehlis ein betuliches Dasein gefristet. Von der Reformation hat der eine oder andere wohl reden hören, die Aufklärung wurde nie ratifiziert.
Seit bald 100 Jahren steht Zella-Mehlis in der Kontinuität. Im Stadtarchiv habe ich erfahren, dass das Freie Wort über den 1. Weltkrieg berichtet hat, in zwei Randnotizen. Der 2. Weltkrieg und das alles hat gar nicht stattgefunden. Die Welt war in Ordnung. Es war schön hier... na ja... von Zeit zu Zeit, wenn die Sonne schien... nicht oft, aber wenn sie scheint, haben wir manchmal sogar Tauwetter. Aber jetzt...
FW: Ja, und jetzt?
Bürgermeister: Das ist die Katastrophe. Nun hat die Welt Kenntnis bekommen, Zella-Mehlis ist ein auf der ganzen Welt heiß diskutiertes Thema. Wir sind entdeckt, wir sind ertappt, und wir sind durchschaut. Das Unvorstellbare ist Realität geworden.
FW: Was werden Sie tun?
Bürgermeister: Wir wissen es noch nicht. In der letzten Sitzung des Stadtrates haben wir versucht, darüber zu dikutieren. Es gab Handgreiflichkeiten, aber das ist bei uns nicht ungewöhnlich. Spät in der Nacht zeichnete sich jedoch eine Tendenz ab.
FW: Die wäre?
Bürgermeister: Jemand äußerte, wir sollten dem verheerenden Image unserer Stadt etwas entgegensetzen.
FW: Das dürfte doch nicht schwer sein.
Bürgermeister: Nein, es ist nicht schwer. Es ist unmöglich. Die Kulturreferentin erinnerte, sie sei nicht angestellt um sich Märchen auszudenken. Die Juristen mahnten, wir sollten bei der Wahrheit bleiben...
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Ein Geologe des Landesamtes schrieb am 5.3. 2016 um 21:44:26 Uhr zu
Bewertung: 8 Punkt(e)
Das erstaunlichste Ergebnis unserer letzten Forschung:
Wenn Thüringen furzen müßte, in Zella-Mehlis käme es heraus.
Höflicher Oberhofer Ober schrieb am 4.1. 2016 um 00:21:44 Uhr zu
Bewertung: 8 Punkt(e)
Die waren immer schon so, gä? Das haben die von ihren Eltern, gä? Und die haben das von ihren Eltern, gä? Und... und das wird auch immer so bleiben. Da kann man nichts machen, gä?
Der Vertreter für alles was man so braucht schrieb am 28.2. 2016 um 23:47:51 Uhr zu
Bewertung: 7 Punkt(e)
Also, gehen wir das einmal ganz unvoreingenommen an.
Mhh...
Nicht ganz einfach...
Also...
Mpfff... Hihihi... hohoho... HAHAHAHAHAAA....
Nein... mpff... ES GEHT EINFACH NICHT!!!
Der Vertreter aus dem Lied von Reinhard Mey schrieb am 4.4. 2016 um 15:38:05 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
ABSTEIGE „ZUM WASSERMANN“
Vor Jahren (es war immerhin mehr als zwei Jahrzehnte nach der „Wende“) mußte ich mehrfach beruflich nach Zella-Mehlis, auch dort übernachten. Von den Quartieren war keines so, daß ich es nochmals ansteuern wollte. So hatte ich sie irgendwann alle „durch“.
Dem Faß den Boden ausgeschlagen hat in diesem vermaledeiten Zella-Mehlis die „Pension“ „Zum Wassermann“. Daß man dort, um das WLAN-Paßwort zu bekommen, Namen, Adresse und Personalausweis-Nummer in ein offen ausliegendes Buch eintragen muß, wurde hier schon von jemandem erwähnt. Immerhin war dort zu erfahren, daß auch die Konkurrenz kurz zuvor dem Halsabschneider in die Falle gegangen war...
Das Unvorstellbare war jedoch das „große“ Doppelzimmer, das ich reserviert hatte, da meine Frau einmal dabei war. (Was dann ein kleines Doppelzimmer sein soll, will ich gar nicht wissen.) Ich habe selten so schlecht bis fast nicht geschlafen, Schuld war ein Matratzen-Methusalem, der jeder Beschreibung spottet.
Aber auch das war noch nicht das Übelste dieser Absteige. Zimmer mit Bad/Dusche und WC ist ja heutzutage Standard. Dafür hatte man mit einer Pappwand eine Zimmerecke abgetrennt. Dusche, Waschbecken und WC – alles so eng, daß man sich kaum um sich selbst drehen konnte. Besagte Pappwand hatte eine Höhe von gut zwei Metern, reichte also bei weitem nicht bis an die Decke. Was das für die WC-Benutzung bedeutet, überlasse ich der regen Phantasie des werten Lesers...
Der Chef hört sich am liebsten selbst reden. Das äußerte auch bereits jemand. Dann, stelle ich mir vor, hört er wahrscheinlich auch gerne Lob. Aber – wofür?? Kritik, auch vorsichtig geäußert und freundlich angebracht, gleitet an dem Maestro ab wie Öl an einer Teflonpfanne. Was für eine unsympathische Erscheinung!
Fazit: Wie der Herr, so’s Gescherr.
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