Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 291, davon 239 (82,13%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 193 positiv bewertete (66,32%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 31.8. 2014 um 13:22:58 Uhr schrieb
Sonntagsfahrer über Zella-Mehlis
Der neuste Text am 7.10. 2026 um 02:10:14 Uhr schrieb
Aldo Damiani über Zella-Mehlis
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 13)

am 8.8. 2026 um 04:17:23 Uhr schrieb
Bettina Beispiel über Zella-Mehlis

am 30.8. 2026 um 03:22:38 Uhr schrieb
Hanna über Zella-Mehlis

am 8.12. 2021 um 06:17:31 Uhr schrieb
schmidt über Zella-Mehlis

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Zella-Mehlis«

Dr. Heikus von Steiblift, Soziologe, schrieb am 5.6. 2016 um 17:41:22 Uhr zu

Zella-Mehlis

Bewertung: 10 Punkt(e)


Leberecht Schaller

JOHANNI AM GRENZWEG


Liebe Leut, ich will euch sagen,
Was uns jüngst ward zugetragen.
Kirchweih an Johanni war
Wie seit Alters, Jahr für Jahr.

Kirchweih heißt in Mehlis Raufen
Und sich hemmungslos Besaufen.
Auch Musike tut erklingen,
Jung und Alt das Tanzbein schwingen.

Tanzen wollt aus Oberzelle
Franz von Anschiß, ein Geselle,
Der das Tischler-Handwerk übt
Und aus Mehl’s die Anna liebt.

Franz im Sonntags-Anzug fein
Geht nach Mehl’s die Anna frein.
Tanzt und singt und trinkt und lacht,
Anna hat das mitgemacht.

Denn die Anna, gar nicht prüd,
Hat den Franzen wied’rum lieb.
Ja, den Franz, der so adrett,
Wünscht sie sich in ihrem ...

Viel getanzt und viel gelacht
Wird bis spät es in der Nacht.
Als es Zeit zum Scheiden ist,
Franz die Anna innig küßt.

Anna küßt den Franz zurück.
Wie sie schwelgt, welch Liebesglück!
Wie die beiden Arm in Arm:
Ist das herzig, hat das Charme!

Doch der beiden Liebesfreud
Schürt bei andern Haß und Neid.
Haß auf diese Anschiß-Brut,
Die in Mehlis wildern tut!

Zell’ bleibt Zell’ in alle Zeit,
Mehl’s bleibt Mehl’s in Ewigkeit!

Amen.

Dies Credo saugt ein jeder Knilch
Dort droben mit der Muttermilch.
Und wer den rechten Glauben hat,
Der lebt in Wort ihn und in Tat!

So kam’s, daß Franzen liebestrunken
Nach Hause geht und tief versunken
Dem Grenzweg Schritt für Schritt sich naht,
Den er zu überqueren hat.

Fünf Mehl’ser Burschen harren dorten
Um nicht allein mit Glaubensworten,
Nein, auch mit heil’gen Glaubenstaten
Dem Franzen eins zu überbraten.

Mit Eifer lesen sie die Messe,
Polieren Franz die fesche Fresse.
Sie schreiben groß ihm ins Gesicht:
UND WILDERE IN MEHLIS NICHT!

Dem Morgen graut, der Mutter auch,
Als sie den Franz gezeichnet sehn.
Sie wissen: Das ist alter Brauch,
Das wird auch künftig so geschehn.

Doch kennen sie auch Franzens Wesen:
Er wird noch eh er ganz genesen
Mit Veilchen recht bunt anzusehn
Zu seiner holden Anna gehn!


Quelle: Suhler Affentheater (2. Jahrg. Heft VII)
Übertragung in heutiges Deutsch: Heikus von Steiblift

(Notabene: Schaller wechselt nach dem „Amen“ das Versmaß, nochmals in der vorletzten Strophe. Hat jemand aus der Germanisten-Ecke eine Idee, ob das nur als Mangel zu bewerten ist, oder mag vielleicht eine Absicht dahinter stecken?)

Cato der Ältere schrieb am 12.3. 2016 um 22:22:53 Uhr zu

Zella-Mehlis

Bewertung: 8 Punkt(e)

Ja, lang ist’s her. Es waren die Jahre vor dem dritten Punischen Krieg, so um Anno 150 vor Eurem Christus. Ich weiß gar nicht mehr so ganz genau, wie ich’s gesagt habe. Aber es stimmt, ich habe es den Kollegen Senatoren einbleuen müssen:
CARTHAGO DELENDA EST. Oder so ähnlich. Für alle, die nicht mal mehr Küchenlatein verstehen: Carthago muß zerstört werden.

Irgendwann haben sie’s dann begriffen. Oder sie waren’s einfach leid. Jedenfalls haben sie die Beseitigung dieses Übels beschlossen. Und dann keine langen Faxen gemacht.

Heute liegt das Übel nicht in Afrika, sondern im Thüringer Wald. Nicht ganz so bekannt, aber auch so ein Pestflecken. Und Ihr werdet’s auch nicht sogleich begreifen:
ZELLA-MEHLIS DELENDA EST.

Mit den Mitteln, die Ihr heute habt, hätten wir damals für Carthago nicht länger gebraucht, als ein Decurio zum Rülpsen braucht. Also macht Euch nicht in die Tunika – Zella-Mehlis... Ihr wißt schon...

Andrew Lycett schrieb am 4.3. 2016 um 23:33:44 Uhr zu

Zella-Mehlis

Bewertung: 9 Punkt(e)

[...]

Im 19. Jahrhundert gab es zahllose Bergdörfer, die, von aller Welt vergessen, über Jahrhunderte ein dumpfes Dasein fristeten. Ob ihrer Abgeschiedenheit und der Grobschächtigkeit ihrer Bewohner sorgten sie in ihrer Nachbarschaft für Angst und Schrecken, oft auch für phantastische Legendenbildung.
Hätte Conan Doyle von den im heutigen Zella-Mehlis vereinten Flecken Kenntnis gehabt, einer von ihnen wäre womöglich durch den Roman »Der Hund von Zella« oder »Der Hund von Mehlis« zu wenn auch unverdientem, so doch weltweitem Ruhme gelangt. Doch diese Randnotiz war in der Literaturgeschichte nicht vorgesehen.

[...]


(Andrew Lycett: Conan Doyle : The man who created Sherlock Holmes. Weidenfeld & Nicolson, London 2007)

Ein müder Bengel wurde nur kurz wach und schrieb am 28.2. 2016 um 00:03:45 Uhr zu

Zella-Mehlis

Bewertung: 6 Punkt(e)

Ich gebe zu, dass ich noch nie dort war und diesen seltsamen Doppelort nur aus dem Blaster und den Erzählungen eines Freundes kenne. Außerdem wurde dieses Zella-Mehlis heute im Fernsehen erwähnt. Die Stadtverwaltung scheint demnach auch völlig unfähig zu sein, nimmt die Bürger aus (die einem deshalb aber kaum leid tun) und lässt beide Ortsteile verkommen. Aber womöglich auch zu Recht, weil es nach all den Berichten hier, dort auch gar nichts Erhaltenswertes zu existieren scheint.

Ich fürchte sogar, dass man nicht ohne bleibenden Schaden davon kommt, wenn man in Zella-Mehlis nur schlafen würde. Da würde man, wenn überhaupt, ja doch nur mit grauen Haaren wieder aufwachen.

Oder sind das alles nur Vorurteile? Aber ein engagierter Zella-Mehlis Verteidiger hat sich ja noch nicht gemeldet. Scheint also alles wahr zu sein.

Dr. Heikus von Steiblift, Soziologe, schrieb am 4.6. 2016 um 14:55:16 Uhr zu

Zella-Mehlis

Bewertung: 5 Punkt(e)

Schaller, Leberecht Huldreich, geb. 27. April 1846 in Eisenach, † 20. Mai 1929 in Suhl. Mitbegründer und erster Herausgeber der satirischen Monatsschrift „Suhler Affentheater“ (siehe auch Suhler-Affentheater, gegr. 1915), die oft eher bissig als mit ausgeprägtem literarischen Anspruch die Animositäten der Bürger aus den benachbarten Zella St. Blasii und Mehlis (ab 1. April 1919 Zella-Mehlis, kein Scherz, leider) auf’s Korn nahm.

Leberecht Huldreich Schaller wurde als zweites Kind des Offiziers und Wundarztes Gottfreud Maria Schaller und dessen Ehefrau Liesbetha Herzeleide Schaller, geb. Rauch, 1846 in Eisenach geboren. Leberecht war zwei Jahre jünger als seine Schwester Christophine, zu der er eine enge Beziehung aufbaute. Da der Vater eine Anstellung als Werbeoffizier erhielt und in Eisenach arbeitete, übersiedelte die Familie 1842 nach Eisenach. Kurz nachdem 1851 Leberechts zweite Schwester Amalia Maria Hedwiga geboren worden war, zog die Familie nach Erfurt. Im selben Jahr trat Leberecht in die dortige Lateinschule ein.
Auf herzoglichen Befehl und gegen den Willen der Eltern musste Schaller 1858 in die Militärakademie Kanonendonner in Fulda eintreten. Schaller begann zunächst ein Rechtsstudium. Die Zöglinge wurden militärisch gedrillt, was dazu beigetragen haben mag, dass er noch mit fünfzehn Jahren Bettnässer war; zweimal wurde er deswegen hart bestraft. Schaller schnupfte heimlich Tabak und las zusammen mit seinen Kameraden verbotene Schriften.

Schaller wechselte das Studienfach und wandte sich der Medizin zu. Während dieser Zeit fesselten ihn die Werke der Dichter des „Sturm und Drang“ und die Gedichte Klopstocks. Schaller studierte die Werke Plutarchs, Shakespeares, Voltaires, Rousseaus und Goethes.
1879 bestand er die ersten medizinischen Examina und bat um die Entlassung aus der Akademie, um Militärarzt zu werden. Diese wurde ihm jedoch erst im Dezember 1880 gewährt, nach der Veröffentlichung seiner Dissertation „Versuch über den Zusammenhang der thierischen Natur des Menschen mit seiner geistigen“. Darin reflektierte der junge Arzt den anthropologisch begründbaren Zusammenhang zwischen der entstehenden „Erfahrungsseelenkunde“ und einer somatisch orientierten „Arzneiwissenschaft“.

(...)

Erfurt, im Juni 2016

Der stellvertretende Kurdirektor schrieb am 5.3. 2016 um 22:14:58 Uhr zu

Zella-Mehlis

Bewertung: 7 Punkt(e)

Die Tourist-Information Zella-Mehlis im „Bürgerhaus” - einem denkmalgeschützten Fachwerkhaus im henneberg-fränkischem Stil in der Louis-Anschütz-Straße 28 ist Anlaufpunkt für Gäste und Einheimische. Die resoluten und eher unfreundlichen Mitarbeiterinnen sind Ihre VOR-ORT-EXPERTEN und beantworten notgedrungen und sehr ungern Ihre touristischen Fragen. Aber bitte wundern Sie sich nicht, wenn Ihnen von längeren Aufenthalten in Zella-Mehlis abgeraten wird.
Das Haus beherbergt außerdem eine wenig sehenswerte Galerie mit niemals wechselnden Ausstellungen - ein besonderes Angebot für alle kunstdesinteressierten Besucher.

Als kleinen Vorgeschmack, der Sie auf einen Besuch in unsere leider wenig gastfreundliche Kleinstadt einstimmt, finden Sie unseren Zella-Mehlis-Film auf dieser Seite, gleich hier unten. Wir wünschen Ekel und andauerndes Entsetzen beim Schauen und scheissen auf Ihr Kommen oder Ihren Anruf!

Folgen Sie uns auch auf Facebook und bleiben Sie immer aktuell auf dem Laufenden, was in Zella-Mehlis passiert.

➡️ Direkt-Link zum FILM

Strohhalm schrieb am 20.3. 2016 um 01:46:09 Uhr zu

Zella-Mehlis

Bewertung: 9 Punkt(e)

Die Straßen in Zella-Mehlis sind so hart wie die Menschen.
In Suhl sind sie härter. Als die Menschen.

Hobby-Poet aus Suhl schrieb am 27.2. 2016 um 20:14:39 Uhr zu

Zella-Mehlis

Bewertung: 7 Punkt(e)

Noch eine Charakter-Studie


Den Zellaer kannst du vergessen,
der ist versoffen und verfressen.
Der Mehliser, ich sag dir’s offen,
der ist verfressen und versoffen.

Bei beiden geht der Sachverstand
nicht weiter als der Tellerrand.

So sehr die Völlerei gelitten,
so sind ansonsten sie zerstritten.
Oft wird sich gänzlich ungeniert
die Fresse grün und blau poliert.

Doch kommt mal wer von anderswo,
dann sind sie alle beide froh:
Dann wird der Fremde angepöbelt
und frisch und sorgenfrei vermöbelt.

Der Vertreter für alles was man so braucht schrieb am 28.2. 2016 um 23:47:51 Uhr zu

Zella-Mehlis

Bewertung: 7 Punkt(e)


Also, gehen wir das einmal ganz unvoreingenommen an.

Mhh...

Nicht ganz einfach...

Also...

Mpfff... Hihihi... hohoho... HAHAHAHAHAAA....

Nein... mpff... ES GEHT EINFACH NICHT!!!

Ulla Schulze schrieb am 9.5. 2016 um 14:50:38 Uhr zu

Zella-Mehlis

Bewertung: 4 Punkt(e)

Wir waren am Wochenende in Zella-Mehlis. Mein Mann hatte am Freitag Vormittag einen Termin in Suhl, da haben wir zwei Tage angehängt, weil das Wetter so schön war.

Wo war auf die schnelle ein Hotelzimmer ohne Blick auf eine Hauptstraße zu bekommen? Wir riefen in der Waldmühle an - ja, in Zella-Mehlis. Wie kann man so dumm sein. Nachher weiß man es immer besser.
Wir haben eingecheckt - aber es ist ja schon alles gesagt hier, über die Waldmühle und dieses »Völkchen«. Noch vor dem Abendessen sind wir weiter und nach Meiningen gefahren, da war die Welt wieder so halbwegs in Ordnung.

Eben google ich dieses Zella-Mehlis, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass wir die einzigen sind, die da so vergrault worden sind, und siehe da, ich finde die Einträge in diesem Assoziationsblaster. Dass ich nicht lache. Wir können fast alles bestätigen, was hier zu lesen ist, obwohl wir kaum zwei Stunden dort waren.

Ein Blaster-Neuling schrieb am 15.2. 2016 um 00:16:47 Uhr zu

Zella-Mehlis

Bewertung: 8 Punkt(e)

Der Herr Anschiss aus Zella ist ja wohl ein Original. Oder ist der so ein Inzucht-Opfer?

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Der Assoziations-Blaster ist ein Projekt vom Assoziations-Blaster-Team (Alvar C.H. Freude und Dragan Espenschied) | 0,0653 Sek.