Berlin
Bewertung: 6 Punkt(e)Die Steine der Berliner Häuser sind zerfressen von Musik. Vollgesogen mit Schallwellen, halten die armen Ziegel kaum noch Stand...
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| Der erste Text | am 25.1. 1999 um 19:25:44 Uhr schrieb Pete über Berlin |
| Der neuste Text | am 12.1. 2026 um 09:42:17 Uhr schrieb Christine über Berlin |
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am 4.11. 2003 um 17:30:45 Uhr schrieb
am 14.5. 2002 um 17:07:39 Uhr schrieb
am 27.8. 2002 um 00:26:02 Uhr schrieb |
Die Steine der Berliner Häuser sind zerfressen von Musik. Vollgesogen mit Schallwellen, halten die armen Ziegel kaum noch Stand...
Wieso ist es bloß immer so dümmlich warm in Berlin? Ich hasse hasse hasse Berlin!
Diese Stadt kann man nicht Lieben (geklaut, file under »Man muss davon ausgehen dass der Stein denkt...«)
Doofes, Doofes, Doofes Berlin! Jede moralische Größe geht dir verloren, du Berlin du! Nur überall Klassizismus-Ekel der übelsten Schule, ein Gewerch und ein Zerch daß es nicht mehr zum Aushalten ist. Berlin! Du stinkst nach Bierdunst und Jeansjacken mit abgeschnittenen Ärmeln. Du stinkst nach dümmlichen Kunstgewerbsethnokitschbars in Mitte! Du stinkst nach Schriftstellerscheiss und Historienquatsch! Ich hasse dich! Ich werde dir vernichten, wenn ich Gelegenheit dazu habe! Berlin!!!!!! Ich hasse dir! Du riechst nach im Regen aufgeweichtem Hundescheiß! Du riechst nach verfaulenden Blättern auf viel zu vielen Bäumen! Auf fünfundzwanzig Hügeln bist du wahrscheinlich gebaut, du dummes Gebirgsdorf! Berg rauf, Berg runter, hier Steigung, da Steigung. Immer nur mühen, mühen mühen. Immer nur hochklettern, alles hochklettern, nix Flach, alles immer ersteigen, du Scheiss du! Du stinkst nach Mercedesniederlassungen und nach Gerhard! Du stinkst nach dummen Kunststudenten, die nach dem Studium lustige peppige Bilder malen, die sie dann in der Deppengalerie neben der baskischen Weinhandlung verkaufen! Du stinkst nach icke-ditte-roof-und-ha'ick-ma-esaat. Du stinkst nach Orientgedudel und Frakturschrift. Ick hasse dir! Aber ich sehe es kommen, ich werde in dir alt werden, und dafür hasse ick dir!
Berlin, ick hasse dir!
Drei K. schrieb am 6.5. 2001 um 18:08:42 Uhr über
Berlin
>Berlin ist nicht nur irre groß und irre spannend, sondern leider auch irre grau. Ein bißchen mehr Grün würde nicht schaden.
Da mußte mal am 1.Mai kommen. Da ist alles grün.
Mal wieder! Man muß halt immer darüber fabulieren wo man ist, da ist das am ehesten, öh, intelligible wohl die Stadt in der man wohnt, obwohl die eigene Wohnung oder die Straße viel mehr zur eigenen allgemeinen Stimmung beiträgt, aber wurscht, sagt niemandem was, jedenfalls, in letzter zeit ist mir da ein Gedanke gekommen, vor dem Hintergrund, das Ostberlin wirklich nur noch furchtbar ist, und das man es zwar nicht vermeiden kann, aber daß man es vermeiden sollte da hinzugehen, und man fragt sich wie das sein kann, und dann fällt einem, kurz bevor man schon mit der DDR brechen wollte, ein, daß das gar nicht davon die Schuld ist, von der DDR, daß Ostberlin so furchtbar ist, das ist halt Krisenphänomen, wenn überall Erlebnisgastronomie aufmacht, und alle Weinkelterer mit ihren Kneipen von Kreuzberg nach Friedrichshain ziehen, und ehrlich, wenn ich Ostberliner gewesen wäre, und dann so die ganzen Evangelisten aus Westberlin nach 89 ankommen und mir sagen würden, »Du mußt Haschisch anbauen, du mußt eine Alternative Kneipe aufmachen! Du mußt McDonalds bekämpfen, aber Genossenschaftsfahrradreparaturläden unterstützen!«, dann würde ich das wahrscheinlich auch machen, und die ganzen Nazis, naja, in Neukölln und Schöneberg gibt das ja auch viele, letztlich, das mutet immer so apologetisch an das Argument, aber schlechte Wirtschaftsdaten sind anscheinend der Empirie nach schon immer so ein Aktivator für Antisemiten und Glatzen, daß das mit realsozialistischer Geschichtsklitterung und falsch akzentuiertem Antikapitalismus zu tun haben soll, naja, weniger eher, Fragebogen schicken an alle Leute bringt auch nichts, weiß man nicht nie, jedenfalls, die Idee ist mir auf dem Alexanderplatz gekommen, da mußte ich an eine Ausgabe des Thrasher-Skateboard-Magazins denken, wo irgendwann 1991 auf den Leserbriefseiten so ein Foto abgedruckt wurde, wie eine Traube osteuropäischer Skateboardfahrer auf dem St. Petersburger Newski-Prospekt (oder In Rostock am Hafen???) so eine lustig gebogene Riesentatue rauf und runterskatet, und das war der Anlaß, wo ich mir überlegt habe, daß all die bösen Menschen, all die Glatzenträger und Bodybuilder die beim Saturn-Hansa einen blöd ankucken, all diese Kasper, die es immer und überall der Anlage, wenn es sowas gibt, geben wird, wenn es sowas gibt, daß die in einer DDR doch wenigstens immer ihr Maul halten mußten, weil sie sonst eins mit dem VoPo-Knüppel aufs maul bekommen haben. Deprivation macht den menschen erst gut...
Naja. Blöder Gedanke...
Im Nostalgieclub ist heute Jubiläumsprogramm.
Ich habe die Ehre, ich sage die Herrschaften an.
Wir haben heute Grete Weiser am Synthezier
Und Zarah Leander singt:
Kann denn Liebe Sünde sein?
Das dieser Abend möglich wurde, das freut uns sehr,
denn das diese Stars zuletzt bei uns waren,
ist schon so lange her.
Doch jetzt sind sie alle wieder da,
sie kamen gestern nach Berlin,
Anhalterbahnhof,
oder manche kamen auch mit `nem Zeppelin.
Es ist nur schade, dass Frau Dietrich nicht abkömmlich war.
Sie schickte uns ein Telegramm ... aus USA.
Darin stand: sorry sorry,
doch ich geb euch einen Tip.
Ich hab noch einen Enkel in Berlin,
der kann auch ne gute Show abziehn."
Hier wollten mir die »edlen Osmanen« einmal in einer dunklen Gasse die Eier abschneiden ...
Das wollte wiederum ich nicht, weswegen ich mich mit den vier jungen Muselmanen auf einen angemessenen Preis für meine Eier verständigt habe, dessen Abgeltung die Übergabe sämtlicher von ihnen als wertvoll befundener Gegenstände vorsah.
In der Retrospektive ergibt sich ein grotesker Handel: sie hatten meinen Discman, mein Gras und meine Kohle; ich hatte meine Eier ... besser als garNichtS.
Berlin, 29. März 2019:
Linus, ein Sechstklässler aus Kreuzberg, ist zum dritten Mal dabei. Gründe hat der 11-Jährige mehrere: zum einen sei es schon ein »Reiz«, nicht in die Schule zu gehen, gibt er zu. Zum anderen: »In 25 Jahren sind die Politiker abgekratzt oder haben eine Klimaanlage. Aber für mich und meine Freunde wird es dann richtig schlimm!« Für Mascha, Viertklässlerin aus Neukölln, ist es dagegen der erste Klimastreik. Sie kommt »wegen Greta, aber auch, weil mir das Thema wichtig ist«. In der Schule würden sie leider wenig über Klimapolitik reden, sagt sie – »dafür ist meist zu wenig Zeit«.
Auf der Bühne bekommt derweil JacobBlasel, einer der Organisatoren der Proteste aus Kiel, viel Applaus für seine Ankündigung: »Wir machen die Europawahl zu Klimawahlen!« Keine Partei, die nicht ein ausreichendes Klimaschutzprogramm auflege, werde die Stimme der Jugend »und unserer Unterstützer« bekommen. Auch andere Redner*innen greifen das Thema Europa auf: Schüler*innen aus Polen, Schweiz, England betonen, dass sie alle zusammen stehen würden im gemeinsamen Kampf.
Rakete schrieb am 23.6. 2003 um 16:28:39 Uhr über
Berlin
»Prolotown, burn it down!«
Wieso zum Beispiel ist in Berlin folgendes Sitte:
In der U-bahn: Was also? Gut. Folgendes nämlich: Wenn man in einer dieser neueren, normalen U-bahnen sitzt (allein es gibt wenig davon), wo jeweils links und rechts zwei Sitzreihen mit Blickrichtung parallel zur Fahrtrichtung sich befinden, dann muss man meißt bestürzt feststellen, daß wenn man, wie sich das gehört, wenn man den Viererplatz leer vorgefunden hat, z.B. am Fenster hinsetzt, und dann jemand hinzukommt, also da ist es mit einer Wahrscheinlichkeit von 80 Prozent so, daß sich der/diejenige genau gegenüber von einem hinsetzen wird, was ein UNHÖFLICHKEIT ist, die ich, der ich gar keinen Ausdruck verleihen kann, jeder normale Mensch weiß doch nun, daß man sich auf den diagonal gegenüberliegenden Platz setzt!
Analog dümmlich in den älteren U-Bahnmodellen wo man diese langen Sitzbänke an der Seite hat, parallel zur Fahrtrichtung, wo die Leute die neben einem sitzen, sobald die Plätze neben ihnen frei werden, sofort und immer von einem weg, ans äußerste Ende der Bank rutschen, um sich da anzulehnen oder so. Hier wäre das auf dem Fleck bleiben angebracht, schließlich stört ein neben einem Sitzender nicht in dem maße wie dies der Fall ist bei den quer zur Fahrtrichtung angeordneten Viererplätzen, und das wegrutschen hat auch immer eine sehr unfreundliche Komponente.
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Allein für den Text werde ich, wenn ich das nächste mal eine U-Bahn besteige, in der sich nur eine Person befindet, mich genau gegenüber dieser Person platzieren und ihr die ganze Zeit in die Augen starren... oder daneben um dann wegzurutschen...
Ganz schön frech was?
Berlin hat als Partnerstadt von Paris mit Erschütterung auf das verheerende Feuer in der Kathedrale Nôtre-Dame reagiert. Die Berlinerinnen und Berliner fühlten mit Paris, schrieb Bürgermeister Müller. Für den Wiederaufbau der Kirche rief er zu Spenden auf.
Nach dem Brand der Kathedrale Nôtre-Dame in der Berliner Partnerstadt Paris haben der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, Wirtschaftssenatorin Ramona Pop und Kultursenator Klaus Lederer ihr Mitgefühl zum Ausdruck gebracht. Viele Berlinerinnen und Berliner hätten »unsere wunderbare Partnerstadt und die Sehenswürdigkeiten, insbesondere Nôtre-Dame, erlebt. Nicht zuletzt deshalb haben uns die erschütternden Bilder vom gestrigen Brand der großen Kathedrale Nôtre-Dame tief bewegt«, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung. Die Menschen in Berlin stünden an der Seite der Pariserinnen und Pariser und trauerten mit ihnen. Paris ist seit 32 Jahren die Partnerstadt Berlins.
Müller ruft zu Spenden für Nôtre-Dame auf
Die Berliner Landesregierung rief außerdem dazu auf, dass die Berlinerinnen und Berliner für den Wiederaufbau der Kirche spenden sollen. »Wir wünschen uns, dass Paris, dass Frankreich diese einmalige Kathedrale schnell wieder aufbauen kann«, heißt es in einer Mitteilung des Regierenden Bürgermeisters Müller und seiner Senatskollegen Lederer und Pop. Für Spenden verwiesen sie auf die französische Kulturerbe-Stiftung »Fondation du patrimoine«.
Müller, Pop und Lederer würdigten auch die Arbeit der Pariser Feuerwehr, die mutig und schnell gehandelt habe. Dank ihrem Einsatz seien »für viele Christen unersetzbare Reliquien nicht Opfer des Feuers geworden«. Den drei Verletzten wünsche man eine baldige und vollständige Genesung.
Auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat in einem Brief an die Botschafterin Anne-Marie Descôtes seine Betroffenheit und Verbundenheit ausgedrückt. »Wir mussten mit ansehen, wie das Wahrzeichen Frankreichs und ein Weltkulturerbe zum Opfer der Flammen wurden. Dank des großartigen Einsatzes Ihrer Feuerwehren wurde das Allerschlimmste verhindert«, so Woidke. Den angekündigten Wiederaufbau werde man mit großem Interesse verfolgen.
Polizei und Feuerwehr drücken Mitgefühl aus
Auch Feuerwehr und Polizei in Berlin drückten ihr Mitgefühl aus. »Bei der Brandbekämpfung an einem geliebten Wahrzeichen blutet jedem Feuerwehrangehörigen das Herz«, schrieben die Brandbekämpfer aus Berlin auf Twitter und wünschen den Kollegen in Paris »viel Kraft im Kampf um #NotreDame«.
Die Berliner Polizei twitterte: »Wir sind in Gedanken bei den Einsatzkräften, die gerade alles für das Herz von #Paris geben.«
Bischof Dröge würdigt Kathedrale
Auch der Evangelische Bischof von Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Markus Dröge, reagierte betroffen auf den verheerenden Brand. »Dass die wunderschöne Kathedrale Nôtre-Dame in Flammen steht, schmerzt mich sehr«, sagte Dröge am späten Montagabend in Berlin. Sie sei ein besonderer Ort des Gebetes und ein Wahrzeichen der Berliner Partnerstadt Paris. »Meine Gedanken und meine Fürbitte sind bei den Rettungskräften, die jetzt das Feuer bekämpfen«, so Dröge.
EmmanuelMacron sagt Wiederaufbau zu
Das Pariser Wahrzeichen war am Montagabend in Brand geraten. Das ganze Ausmaß der Zerstörung war am Morgen noch ungewiss. Frankreichs Staatspräsident EmmanuelMacron sagte den Wiederaufbau des berühmten Bauwerks zu und bat seine Landsleute und das Ausland um Unterstützung.
Der Brand war am Montagabend gegen 18.50 Uhr ausgebrochen. Der Spitzturm stürzte ein, rasch griff das Feuer auf große Teile des Dachstuhls über. Nach Kirchenangaben brannte auch die hölzerne Inneneinrichtung. Flammen schossen aus dem Dach und tauchten den Abendhimmel in Orange, Rauch stieg auf. Rund 400 Feuerwehrleute waren im Einsatz, während Hunderte Schaulustige die Szenerie von Brücken rund um die Île de la Cité verfolgten, auf der sich Nôtre-Dame befindet. Nahegelegene Gebäude wurden aus Sorge vor einem Einsturz der Kathedrale geräumt.
Finish d'Hitzn! kannst mich verstehen? Levantebrüder schaun mich bös an, vielleicht bilde ich mir das ein, mir egal, ihr seid lustige Buben, mir egal, Handschlag drauf, wollt meine Wohnung trotzdem nicht nehmen? Allah akbar und so weiter ihr lustigen Kasperli.
Die Häuser hier sind wie ein Vampir.
Wenn die Bewohner reden, verziehen sie, die Bewohner, den Mund nach oben und unten, und spucken und fluchen, und dehnen und tun tun ihren Hals komisch runden und zusammenziehen, das alles wie Maschinengewehrsalven hinaussprüht. »Milde!« hab ich oft verlangt, allein, es scheint im Brandenburgischen Idiom nicht anzugehen.
Wenn ich jetzt also in der Kastingallee oder in der Bruderstraße hintanlaufe mit old fiepi im Ohr, dann denke ich mir, und gerade laufen vier Westfalen vorbei, dann denke ich mir so meinen Teil. Die Erde soll sich auftun, und alle sollen lustig sein. Am Gemäuer vorbei, denn überall ist Gemäuer, zum Bierladen, ganz Berlin ist ein Bierladen, ein einziger großer. »Wou ey, alda, gimma hier und da, und DES, ja klar. Tschüssn servus alda!«. Überall stehen einem Kinderwägen im Weg. Neues Leben ist etwas Wunderbares, Leben etwas Heiliges, neues Leben also etwas Wunderbares UND Heiliges, trotzdem nervm die ganzen Eltern im eigenen Alter, weil sie einen an den eigenen Tod erinnern, der hier über jedem Türgesims drohend die Faust erhebt: »Siehe, neues entsteht, altes vergeht, und bei dir entsteht nichts, du vergehst aber trotzdem, nichtmal verliebt bist du!«. Wie auch.
Tausend Geigen heben an und sterben ab...für nichts. Justus Frantz hat lustig den Mozart erklärt in der Bildzeitung, die ich mir seit letzter Woche regelmäßig Kaufe. Leider eine Folge verpaßt: »War Mozart sexuell pervers?«. Nicht nachzuholen. Alle hier sind arm, oder tun so. Man soll doch so tun als ob man reich wäre, bis hier dringt das aber nicht durch.
Überall Mädchen die mit gesenktem Kopf durch die Straßen gehen, denen geht es schlecht, man sieht es. Nicht mein Problem.
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