| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) |
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mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 36 positiv bewertete (29,51%) |
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Siehe auch: positiv bewertete Texte
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| Der erste Text |
am 2.2. 2000 um 23:53:10 Uhr schrieb Karla
über Ostern |
| Der neuste Text |
am 3.8. 2026 um 17:38:57 Uhr schrieb Gerhard
über Ostern |
Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 63) |
am 22.1. 2007 um 20:23:31 Uhr schrieb Bernhardett über Ostern
am 28.6. 2002 um 15:02:21 Uhr schrieb shizzo über Ostern
am 3.8. 2026 um 17:38:57 Uhr schrieb Gerhard über Ostern
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Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Ostern«
mcnep schrieb am 12.4. 2004 um 00:29:16 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Ostern ist vermutlich der seelischen Gesundheit ohnehin bedrohter Menschen weitaus abträglicher als Weihnachten. Es heißt zwar manchmal, die meisten Selbstmorde geschähen um Weihnachten herum, was ja eigentlich nur das schale Vorspiel zum ungleich traumatischeren Jahreswechsel ist, aber ich denke mal, ein sorgfältiges Ausloten der Statistik würde die Osterzeit als das Massada neuzeitlicher Neurotiker entlarven. Ringsum wird gekeimt und geblüht, während die innere Vereisung immer noch voranschreitet, die Sache mit den Geschenken kommt auch nicht so richtig ins Rollen, im TV werden Filme gesendet, die den Tod überhöhen, Hormone unten, Heuschnupfen oben, aber trotzdem Familienbesuche, ohne die Aussicht, das es mal Frühling wird, denn der ist schon, und siehe! Es ist alles eher schlimmer geworden. Wobei meine kritische Zeit eher um Himmelfahrt liegt, denn da ist mein Scherzartikelverkäufer immer in Poschiavo.
Fu-Inle schrieb am 13.2. 2000 um 23:32:24 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Das Pechmariechen
Zu Ostern in Hersfeld die Mutter spricht:
"Bald ist es Zeit für's Festtagsgericht.
Drum gehe Mariechen hinab in den Keller
und fülle mit Sauerkraut hier diesen Teller."
"Oh Mutter, oh Mutter mir träumte neulich
von einem Mann, der Mann war abscheulich.
Komm laß uns den Keller vergessen,
woll'n wa was anderes essen!"
"Mariechen ich seh es, ich merk es genau,
Du kommst in die Jahre, wirst langsam Frau.
Siehts überall Männer die lauern,
geh hol von dem Kraut, von dem sauern!"
Mariechen sie tut es, sie schreitet hinab.
Hinab in den Keller der finster wie's Grab.
Dort füllt sie den Teller, den Teller von Blech.
Doch so lang sie auch füllt, kommt kein Mann- so'n Pech!
Heinz Erhardt
Léa schrieb am 3.8. 2026 um 14:09:31 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Fuckdonalds, Brüssel, Ostern
Stell dir vor, da ist ein Platz.
Léa weiß schon, wo.
Sie ist siebenundzwanzig, trägt einen ausgewaschenen grauen Hoodie und silberne Creolen. Die Haare hat sie sich selbst geschnitten, schief genug, dass es Absicht sein könnte. Sie reist mit einem Rucksack, in dem fast immer dieselben Dinge liegen: Kopfhörer, ein zerlesenes Buch, ein Ladegerät und ein Stoffbeutel aus einem Museum, in dem sie nie gewesen ist.
An Ostern landet sie in einem McDonald’s in Brüssel.
Schon der Satz klingt wie ein schlechter Witz.
Draußen fällt belgischer Nieselregen. Drinnen riecht es nach Frittierfett, süßem Ketchup und heißem Plastik. Dort, wo sonst Bestellnummern aufleuchten, steht heute eine Bühne. Zwischen den Getränkespendern baut jemand DJ-Equipment auf. Die ersten 808s rollen durch den Raum, so tief, dass die Pappbecher auf den Tischen zittern.
»Fuckdonalds«, ruft jemand.
Alle lachen.
Der DJ mischt Rage, UK-Underground, Phonk und Drill ineinander. Verzerrte Synths reißen auf, Bässe schlagen gegen die Brust, Hi-Hats flackern wie Neonlicht. Ein Track klingt, als wäre er direkt aus einem übersteuerten Handy exportiert worden. Der nächste kippt in Jersey Club. Niemand interessiert sich dafür, wie das Genre heißt. Hauptsache, der Beat trifft zuerst den Brustkorb und dann den Boden.
Léa grinst.
Gestern noch war sie irgendwo in der westdeutschen Provinz. Eine Fußgängerzone mit Douglas, Ernsting’s family, Tchibo und einem Reisebüro, das immer noch Last-Minute-Reisen nach Fuerteventura bewirbt. Vor dem Rathaus ein Osterbrunnen. Daneben ein Café mit Schwarzwälder Kirschtorte und Filterkaffee. Funktionsjacken, E-Bikes, Sparkasse, Schützenverein, Stadtfestplakate vom Vorjahr. Der größte Konflikt des Tages: ob der Wochenmarkt wegen des Feiertags auf Donnerstag vorgezogen wird.
Vor dem Kaufland lässt ein Neunzehnjähriger im tiefergelegten Golf den Motor laufen. Aus den halb geöffneten Scheiben dringen dieselben verzerrten 808s, dieselben Tracks, dieselben Stimmen wie hier in Brüssel. Nur leiser. Als müssten sie Rücksicht auf die Mittagsruhe nehmen.
Hier nimmt niemand Rücksicht.
Vor der Bühne entsteht ein Circle.
Zwei tanzen gegeneinander, erst vorsichtig, dann mit einer Selbstverständlichkeit, als hätten sie nie etwas anderes getan. Einer gleitet rückwärts über den klebrigen Boden. Eine andere wirft die Schultern nach vorn, fängt den Offbeat mit den Knien auf und grinst, als würde sie den Bass dirigieren. Jemand wirft einen Spin in die Mitte, ein anderer antwortet mit Footwork. Ein Mädchen im BVB-Trikot filmt drei Sekunden, steckt das Handy wieder ein und tanzt weiter. Für ein paar Minuten ist niemand Zuschauer.
Die Crew hinter der Theke schaut herüber.
Einer hebt kurz die Faust.
Eine Mitarbeiterin lacht, obwohl sie gerade Bestellungen zusammenstellt.
Léa bewegt sich kaum.
Sie nickt nur leicht mit dem Kopf.
Sie kennt diesen Moment. Wenn ein Nicht-Ort plötzlich ein Ort wird. Wenn eine Fast-Food-Kette für einen Abend weniger über Burger erzählt als über Menschen, die einen Raum einfach neu erfinden.
Die Fritteusen piepen.
Jemand ruft eine Bestellnummer.
Der Beat läuft weiter.
Und für einen Augenblick wirkt es vollkommen logisch, dass Hip-Hop kein Genre ist, sondern ein Ort, der sich überall dort auftut, wo der Raum kurz aufhört, nur Raum zu sein.
Reuters schrieb am 16.4. 2001 um 18:46:37 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Gegen rechtsradikale Aufmärsche
haben am Osterwochenende mehr als 2000 Menschen
in Thüringen und Nordrhein-Westfalen demonstriert.
In Hagen versammelten sich am Montag bei
strömendem Regen rund 800 Demonstranten unter
dem Motto »Bunt statt Braun«. Mit Transparenten wie
»Hagen stellt sich quer« und "Bunt ist das Leben -
Braun ist die Gewalt" protestierten sie gegen einen
Zug von nach Polizeieinschätzung rund 120
Rechtsradikalen. Im benachbarten Ennepetal und im
thüringischen Jena demonstrierten bereits am
Samstag rund 1300 Menschen gegen Rechtsradikale.
Der Präsident des Zentralrats der Juden in
Deutschland, Paul Spiegel, kritisierte die Genehmigung
rechtsradikaler Demonstrationen.
In Hagen versammelten sich 800 Menschen zu einem
Friedensfest. "Ostern ist ein Fest der Freude. Wir
wollen an so einem Tag den rechten Sumpf nicht bei
uns in der Stadt haben", sagte Hagens
Oberbürgermeister Wilfried Horn (CDU). Rund 1500
Polizisten waren nach offiziellen Angaben im Einsatz,
um ein Zusammentreffen der Rechtsradikalen mit
einem Zug von 200 Gegendemonstranten zu
verhindern. Polizisten schirmten die Rechtsradikalen
auf ihrer rund einen Kilometer langen Route
weitgehend ab. Zwei Rechtsradikale wurden
festgenommen. Sie hätten verbotene Schriften dabei
gehabt, sagte ein Polizeisprecher.
Der Aufmarsch der Rechtsradikalen unter dem
Hamburger Christian Worch war zunächst von
mehreren Gerichten verboten, dann aber wie der
Aufmarsch in Ennepetal vom Verfassungsgericht in
einem Eilverfahren unter Auflagen genehmigt worden.
In Jena sicherten am Samstag mehrere hundert
Polizisten die Straßen, als 150 NPD-Anhänger
aufmarschierten. Das Verwaltungsgericht Gera hatte
die ursprünglich verbotene Demonstration unter
Auflagen erlaubt. 250 Menschen beteiligten sich an
einer Gegendemonstration. Eine Polizeisprecherin
sagte, drei Gegendemonstranten und drei NPD-
Anhänger seien vorübergehend festgenommen
worden.
In Ennepetal zogen nach Polizeiangaben rund 1000
Menschen in einem Schweigemarsch von der
Evangelischen Kirche Ennepetal-Milspe in die
Innenstadt, um gegen die Präsenz der Radikalen zu
demonstrieren. "Ennepetal hat Gesicht gezeigt. So
was habe ich noch nicht erlebt", sagte eine
Polizeisprecherin. Auch viele Familien mit Kindern
nahmen an dem Schweigemarsch teil. Die Kirche war
zu einem Mahngottesdienst überfüllt. Zuvor waren nur
60 statt der von der Polizei erwarteten 200
Rechtsradikalen unter dem Motto "Gegen
Kriminalisierung nationaler Patrioten" einen Kilometer
durch die 35.000-Einwohner-Stadt gezogen. Die
Anwohner der Strecke verschlossen ihre Fenster aus
Protest mit Rollläden.
Spiegel sagte im Deutschlandfunk, das Recht der
Demonstration gehöre zwar zu den freiheitlichen
Ordnungen einer Demokratie und die Richter hätten
ihre gesetzlichen Verordnungen, nach denen sie
urteilten. Es stelle sich jedoch die Frage, ob es
opportun sei, dass gerade an Feiertagen
rechtsradikalen Organisationen die Möglichkeit
gegeben werde, sich in der Öffentlichkeit
darzustellen.
hermann schrieb am 20.4. 2003 um 11:39:59 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Am ersten Tag nach dem Sabbat, früh am Morgen, als es noch dunkel war, ging Maria Magdalena zum Grab. Als sie sah, daß der Stein nicht mehr vor dem Eingang des Grabes lag,lief sie zu Simon Petrus und dem anderen Jünger, den Jesus liebte. Aufgeregt berichtete sie ihnen: «Sie haben den Herrn aus dem Grab geholt, und wir wissen nicht, wohin sie ihn gebracht haben.» Da beeilten sich Petrus und der andere Jünger, um möglichst schnell zum Grab zu kommen. Gemeinsam liefen sie los, aber der andere war schneller als Petrus und kam zuerst am Grab an. Ohne hineinzugehen, sah er in die Grabkammer und bemerkte die Leinentücher, die dort lagen. Dann kam auch Simon Petrus. Er ging in das Grab hinein und sah ebenfalls die Leinentücher zusammen mit dem Tuch, das den Kopf Jesu bedeckt hatte. Es lag nicht zwischen den Leinentüchern, sondern zusammengefaltet an der Seite. Jetzt ging auch der andere Jünger, der zuerst angekommen war, in die Grabkammer. Er sah sich darin um, und nun glaubte er, daß Jesus vom Tod auferstanden war. Denn bis zu diesem Zeitpunkt hatten sie die Stelle in der Heiligen Schrift noch nicht verstanden, in der es heißt, daß Jesus von den Toten auferstehen wird. Die Jünger verließen das Grab und gingen nach Jerusalem zurück.
Inzwischen war auch Maria zurückgekehrt und blieb voll Trauer vor dem Grab stehen. Weinend schaute sie in die Kammer und sah plötzlich zwei weißgekleidete Engel an der Stelle sitzen, an der Jesus gelegen hatte; einen am Kopfende, den anderen am Fußende. «Warum weinst du?» fragten die Engel. «Weil sie meinen Herrn weggenommen haben. Und ich weiß nicht, wo sie ihn hingebracht haben», antwortete Maria Magdalena. Als Maria sich umdrehte, sah sie Jesus vor sich stehen. Aber sie erkannte ihn nicht. «Warum weinst du?» fragte er sie. «Und wen suchst du?» Maria hielt Jesus für den Gärtner und fragte deshalb: «Hast du ihn weggenommen? Dann sage mir doch, wohin du ihn gebracht hast. Ich will ihn holen.» «Maria!» sagte Jesus nun. Da fuhr sie zusammen und erkannte ihn. «Rabbuni!» rief sie (das ist Hebräisch und heißt: Mein Meister). Doch Jesus wehrte ab: «Halte mich nicht länger fest! Denn ich bin noch nicht zu meinem Vater zurückgekehrt. Gehe aber zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich gehe zurück zu meinem Vater und zu euerm Vater, zu meinem Gott und zu euerm Gott!» Maria Magdalena lief nun zu den Jüngern und berichtete ihnen: «Ich habe den Herrn gesehen!» Und sie erzählte alles, was ihr Jesus gesagt hatte. An diesem Sonntagabend hatten sich alle Jünger versammelt. Aus Angst vor den Juden ließen sie die Türen fest verschlossen. Plötzlich war Jesus bei ihnen. Er trat in ihre Mitte und grüßte sie: «Friede sei mit euch!» Dann zeigte er ihnen die Wunden in seinen Händen und an seiner Seite. Als die Jünger ihren Herrn sahen, freuten sie sich sehr. Und Jesus sagte noch einmal: «Friede sei mit euch! Wie mich der Vater in diese Welt gesandt hat, so sende ich euch in die Welt!» Dann hauchte er sie an und sprach: «Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünde erlaßt, dem ist sie erlassen. Und wem ihr die Schuld nicht vergebt, der bleibt schuldig.» Thomas, einer der zwölf Jünger, der auch Zwilling genannt wurde, war nicht dabeigewesen, als dies geschah. Deshalb erzählten sie ihm: «Wir haben den Herrn gesehen!» Aber zweifelnd antwortete er: «Das glaube ich erst, wenn ich seine durchbohrten Hände gesehen habe. Mit meinen Fingern will ich sie fühlen, und meine Hand will ich in die Wunde an seiner Seite legen. Eher werde ich es nicht glauben.» Acht Tage später hatten sich die Jünger wieder versammelt. Diesmal war Thomas bei ihnen. Und obwohl sie die Türen wieder abgeschlossen hatten, stand Jesus auf einmal in ihrer Mitte und grüßte sie: «Friede sei mit euch!» Dann wandte er sich an Thomas: «Lege deinen Finger auf meine durchbohrten Hände! Gib mir deine Hand und lege sie in die Wunde an meiner Seite! Zweifle nicht länger, sondern glaube!» Thomas antwortete nur: «Mein Herr und mein Gott!» Doch Jesus sagte zu ihm: «Du glaubst, weil du mich gesehen hast. Wie glücklich können erst die sein, die nicht sehen und trotzdem glauben.»
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