Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 655, davon 316 (48,24%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 74 positiv bewertete (11,30%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 13.7. 2017 um 12:24:07 Uhr schrieb
ich sagte voilà! und über Donnerstagsbeichte
Der neuste Text am 7.1. 2026 um 12:55:55 Uhr schrieb
Schmidt über Donnerstagsbeichte
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 1)

am 29.11. 2025 um 15:10:45 Uhr schrieb
Arbeitskreis Tortur über Donnerstagsbeichte

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Donnerstagsbeichte«

masXin schrieb am 18.6. 2018 um 16:43:43 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 13 Punkt(e)

Am Feldmochinger See den Minigolf habe ich ausgesucht, die Idee gehabt hat aber Adrian, der Donnerstagsbub. Auf 18 Bahnen sammelte er 60 Punkte ein, ich 68.
Ab Bahn15 oder 16 verschlechterte sich seine Laune zusehends, weil er sich bereits auf die Zeit danach besann, und Adrian dieses ihm widerfahrene Unglück wieder bewusst wurde, indem wir am Vormittag bei »Early« blütenweiße PUMA-Sneakers eingekauft hatten; die mit dem praktischen Drehknopf.
Hätte ich ihn nur gewarnt; er musste sie einfach anbehalten - es waren die alten Schuhe, die in die stylische Tüte gepackt wurden.
Wir sitzen in der U2 nach Feldmoching hinaus, da entdeckt er den ersten Fleck, er versucht es mit Spucke, nun reibe doch nicht, sage ich und reiche ihm ein Tempo, vorsichtig tupfen musst du. Alles vergeblich, ja weitere Flecke wurden entdeckt. Beim Minigolf wenigstens trug er die alten Schuhe wieder.
Und nun diese Laune, diese unerträglich üble Laune. Das war nicht mehr mein Donnerstagsbub.
Nahe an unserer Pension Silvia ist im Bereich eines Gymnasiums dieser Bolzplatz, wo ein Fußball gegen die Metallgitter donnert immer wieder.
Ja, spiel gerne mit! war die Auskunft - klettere nur herüber, auch wir haben alle hinübergeklettern müssen! Vier Meter hoch außen, vier Meter tief innen - wie ängstlich war ich und wollte abraten.

Nach einer Stunde hab ich ihn wieder abgeholt, jetzt war er der zufriedenste Bub der Welt. Im Badezimmer füllte er das Waschbecken mit Wasser, rührte Seife hinein. Gründlichst wurden die Sneakers bearbeitet. Und die waren, als wir spät in der Nacht vom Italiener, danach Spanier (Tapas) zurückkehrten, wieder ganz trocken und jungfräulich weiß.


masXin schrieb am 17.9. 2018 um 18:55:16 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 15 Punkt(e)

Musste natürlich hin und im Arcadia Opera Shop nach meinem Tod in Venedig schauen, und siehe da, er war nicht übel placiert. Wie froh ich bin, dass ich beim Nachdruck noch im letzten Augenblick »Edition Favoriten« hinzuerfunden habe und auch die Adresse »Barnabitenstiege«, indem wo ich wohne zwar Rennweg ist, aber es gibt von der Barnabitengasse her auch einen Zugang, und eine wenigstens leichte Verschlüsselung ist mir schon immer ein Vergnügen gewesen, oft auch eine Notwendigkeit.
Es liegen 3 Exemplare flach auf dem Tisch und eines ist aufgestellt und angelehnt. Ich habe alle unauffällig mit dem Fingernagel markiert, so dass ich, wenn ich wiederkomme, einen Verkauf feststellen kann eventuell.

         Thomas Xaver Innsbruckner
        Marimbaphon
        Ein Tod in Venedig

        Edition Favoriten
        Barnabitenstiege

        (€ 22,--)

masXin schrieb am 7.4. 2018 um 08:56:16 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 12 Punkt(e)

So hatte ich gestern, Freitag, auf dem Ottakringer Friedhof Gelegenheit, anlässlich der Bestattung von Bianca, der Tante meines Donnerstagsbuben, dessen näherer Verwandtschaft zu begegnen.
Indem Bianca die Tante väterlicherseits ist, wäre Adrians Vater der Hauptadressat aller Beileidsbekundigungen gewesen. Es war aber vielmehr dessen momentane Lebenspartnerin. Auch Adrian war es nicht angenehm, wie sie Adrians doch ganz schön auffallende Trauerbekleidung auch noch übertraf, wie also diese Person nicht nur Mittelpunkt sein wollte, sondern aus ihrem eigenen Umfeld die meisten Teilnehmer der Bestattungsfeierlichkeit hinzugezogen hatte ganz offensichtlich.
Auffallend war sie, indem sie einen großen schwarzen Hut trug mit einem rundum angebrachtem schwarzem Schleier. Auffallend war auch, wie Adrians Vater sich von dieser seiner Gefährtin etwas abseits hielt die ganze Zeit, aber auch nicht Adrians Nähe suchte, wie es doch nur natürlich gewesen wäre. Indem eine Trauermusik erklang, vom Band, welche kein Ende nehmen wollte, nahm Adrian meine Hand, wir erhoben uns, und er zog mich Richtung Ausgang, es sollte unauffällig sein, aber es drehten sich doch so manche um und bewunderten Adrians Kombination aus einem traditionellen Anzug von Pierre Cardin, ganz neuen Sneakers in schwarz und weiß, und einem barocken Hemd, dessen blütenweiße Falten aus der dunklen Jacke vorn hervorquollen. Adrian hatte einen Abstellraum mit Gärtnereigeräten ausfindig gemacht, und erst dort ließ Adrian seiner Bewegtheit freien Lauf, indem er aufschluchzend mich umarmte, ja wie in einem Taumel küssten wir uns ohne Unterbrechung, bis Glockenklänge uns riefen, welche das Ende der Predigt bedeuteten. Da schlossen wir uns den andern wieder an und folgten ihnen hinüber zum Grab.

masXin schrieb am 29.4. 2018 um 22:18:23 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 16 Punkt(e)

Als Adrian gestern spät in der Nacht, oder war es Sonntag bereits? zurückkehrte, war eine Verstimmung spürbar, die mit dem Zusammmensein mit John und Alexander zu tun haben musste, und nicht mit der Auseinandersetzung am Samstag morgen, indem ich nach dem Frühstück im Rennweg mit Adrian spazierend und die freundliche Sonne genießend, geraucht hatte. Einen Joint wäre zuviel gesagt, es war eine selbstgedrehte Zigarette mit einer ganz unbedeutenden Anreicherung. Einen Zug nur, nicht mehr, hatte ich meinem Donnerstagsbuben gestattet, aber er hatte bei ihm einen Redestrom ausgelöst, dem ich kaum gewachsen war.

Sehr spät also kam er zurück, etwas polternd, was sonst seine Art nicht ist. Verschwand im Badezimmer, für nicht sehr lange. Und da war dieser mir vertraute Geruch an ihm nach einem gewissen Krem aus der Carolus-Apotheke. Und er schlüpfte zu mir ins Bett.
Wir hatten diese Sache noch nie zuvor geübt, nur beredet, und ich hätte so gern mich selbst vorbereitet, und zwar gründlich, vor allem auch mich mit dem Carolus-Krem versehen.
Nun war, was ich gern festlich und feierlich, weil zum ersten Mal, vollzogen hätte, ein heftiges und auch schmerzhaftes Erlebnis geworden. Was ich stöhnend verlautbaren musste und keineswegs verschweigen.
So schlimm war es auch wieder nicht! versicherte ich bald danach meinem ganz kleinlaut gewordenen Buben, und wir begaben uns ins Badezimmer. Säuberten uns, und nun bereitete ich mich für ein eventuelles zweites Mal vor, und zwar mit aller Sorgfalt. Wie bald wurde aus der Eventualität eine sichere Gewissheit!
Nun bat ich ihn, alles Ungestüm abzulegen. Es sich nach Einbringung auf mir bequem zu machen. Alles dem Lover und dessen rückwärtiger Muskulatur zu überlassen und der Beweglichkeit seines Beckens.
Hat es eine halbe Stunde gedauert womöglich, wenigstens zwanzig Minuten? Eine selige Ewigkeit jedenfalls, bis er derb meine Oberarme packte, mich wieder in dieselbe Stelle biss, am Nacken links (würde er doch rechts beißen endlich einmal, damit links ausheilen kann).
Tränen der Dankbarkeit? Tränen jedenfalls rannen meinen Hals entlang.
Und dass nach dieser Nacht, dass nach einem schönen Frühstück alles gelöst würde, was noch ungelöst war, da waren wir ganz zuversichtlich.

masXin schrieb am 11.7. 2018 um 15:54:06 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 24 Punkt(e)

Da versteckt Gerda also Briefe von Adrians Vater und reicht sie ihm heimlich weiter. Und viel später erst fasst sich mein Donnerstagsbub ein Herz und berichtet mir davon. Du willst es mir ja schonend beibringen, sage ich ihm, aber ich will nicht geschont werden!

Indem ich den Verdacht habe hegen müssen, er wolle zu seinem alten Freund John ziehen, ist es ja fast beruhigend für mich, dass er lieber zu seinem Vater ziehen will, als zu John.
Es ist ja der John viel jünger als ich und nur wenig älter als er. Das Getue von dem John aber gefällt ihm nicht. Oder, wie Gerda sagt: der John ist so nett im Grunde und ganz normal schwul. Aber mit denen Personen vom Ballett, mit diesen seinen Freunden, da ist dann gleich dieses Getue. Sie hat es ja erlebt neulich, in der Oper, während der Pause.

Und was ist mit dem Vater. Dem hat erstens die Generali das Gehalt aufgebessert, und zweitens hat er sich von seiner Gefährtin getrennt. Wir haben die ja einmal erleben dürfen, hier im Rennweg. Und er ist dabei, drittens, sich eine andere Wohnung zu suchen. Jedenfalls, die Welt dreht sich weiter. Ich aber will, dass für alle Zeit alles so bleibt, wie es ist.

masXin schrieb am 15.7. 2018 um 12:10:18 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 24 Punkt(e)

Herr Purpur, unser kaum je anwesender Mitmieter, ist gestern Abend eingetroffen, und wieder hat Gerda ihm vorgehalten, dass er nicht Bescheid gegeben hat. Das Zimmer hätte sie gelüftet, auch mehr Essen eingekauft für den zusätzlichen Gast.

Ich zahle Miete, ob ich da bin oder nicht, verehrte Frau Gerda. Sie dürfen gern jeden Tag mein Zimmer lüften! So Purpur. Und: Was das Speisen angeht, so bin und bleibe ich der Allerbescheidenste, wie Sie sehr wohl wissen!

Erstaunlich war, dass er meinen Donnerstagsbuben nicht wiedererkannt hat. Dann aber, zögernd, zweifelnd, lang hat er müssen nachdenken jedenfalls: Ah! Adrian! Bist du nicht der Adrian?

Kommenden Mittwoch also ist wieder Salon. Gerda würde ja gern Einladungen noch verschicken, handschriftliche, dafür ist es natürlich wieder einmal zu spät. Herumtelefonieren also muss sie, das hat doch keinen Stil. Manche haben ja nicht einmal Telefon! Viele nehmen gar nicht ab erst! Was denn jetzt das Thema ist überhaupt.
Purpur: Dynamik. Sagen Sie einfach: mein Vortrag wird sein über Dynamik. Mehr wüssten Sie auch nicht.

Adrian, später: wie merkwürdig! Damals hat er den Namen vergessen gehabt und sagt zu mir Andreas. Jetzt weiß er den Namen, mich aber erkennt er nicht wieder!

masXin schrieb am 18.6. 2018 um 09:22:18 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 24 Punkt(e)

Es geht gar nicht darum, meine Erinnerungen zu verklären, besonders diese zweite Nacht in der Pension Silvia, Zimmer4. Wäre doch ein von argwöhnischem Personal beauftragter Hausdetektiv ins Zimmer geschlichen, oder hätte ein verstecktes Videoauge alle Geschehnisse protokolliert, ich wünschte mir nur ein Bild: meinen Donnerstagbuben, schlafend, im Bett daneben mich, schlafend.
Nicht verklären will ich, sondern vergegenwärtigen. Hätte ich doch gern die ganze, nicht nur einen Teil der Nacht den schlafenden Adrian neben mir betrachtet, mal auf dem Rücken und mit offenem Mund atmend, mal seitlich liegend. Dann mir abgewandt. Dann wieder mir zugewandt; und wie doch die unschuldigste Zu- und Abwendung eine veränderte Ausschüttung von Hormonen auslöst sogleich.
Indem ich also mir alles vergegenwärtigen will, muss ich auch vervollständigen, das wäre: erkunden, was hat er, er denn gefühlt und gedacht in dieser Nacht? Indem ein Bub in seinem Alter nicht alles zur Sprache bringt, gar reflektiert, es sei denn etwas dem spontanen Fauchen oder Schnurren eines Katers vergleichbares, so will ich doch manches im Nachhinein noch ergründen; es will aber der Adrian viel lieber in Gegenwärtiges sich vertiefen als in Vergangenes.

masXin schrieb am 19.1. 2018 um 10:32:06 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 12 Punkt(e)

Indem gestern abend mir mein Donnerstagbub Adrian strikt abgeraten hat, die Donnerstagsbeichte weiterhin aufzusuchen, bin ich eben dageblieben. Wegen ihm müsse ich nicht zur Beichte gehen! Oder was hätte ich denn zu beichten überhaupt? Ihm, ihm müsse ich beichten, falls da irgend etwas vorgefallen ist! So habe ich ihm tatsächlich gestanden, dass am Sonntag, im Sportzentrum, als ich ihn überall suchte, kurz bevor ich ihn im Umkleideraum endlich gefunden hatte, im benachbarten Umkleideraum ... Was denn? fragt mich mein Beichtiger. Nun, da saß einer, wie du ganz einsam und allein, hat sich die Hose hochgezogen und dabei mich angeschaut.
Der Elias! Den kenne ich! Der ist bei uns im Verein! Ich kann ihn dir besorgen, wenn du willst.
Eine Beichte soll mich beruhigen, nicht beunruhigen. Adrian: was denn so besonderes an diesem Elias sei. Und von ihm angeschaut zu werden bloß, das muss doch nicht gebeichtet werden. Ich sage: aber wie er geschaut hat! Indem Adrian sehr genau wissen will, über welche Zauberkünste dieser Elias verfügt, hat er die Idee, es ihm gleichzutun. So begibt er sich in unser Zimmer, teilt mit: ich rufe dich, wenn ich soweit bin! Dann musst du hereinkommen! Aber nicht vorher!

masXin schrieb am 15.6. 2018 um 09:42:34 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 13 Punkt(e)

So hatte sich also zwischen mir und meinem Donnerstagsbuben ein Graben aufgetan, der Graben zwischen zwei Matratzen, indem wir zum ersten Mal in einem Doppelbett schliefen und nicht wie gewohnt in unserem Ehebett in Wien. Überhaupt übernachteten zum ersten Mal in einem Hotel, in der Pension Silvia, drei Sterne, Nähe Elisabethplatz, München.

Getrennt lagen wir also.
Und: wer bleibt, wer schlüpft herüber?
Wir hatten also zugleich mehr und weniger Platz als gewohnt, überhaupt erschien uns im Bett alles Vertraute anders irgendwie: indem beispielsweise die Hände von warmen, schweißnassen Bereichen hinüber zu kühleren wanderten und wieder zurück. Es war sehr warm. Zugleich kam vom offenen Fenster her ein frischer Luftzug. Draußen war auch ein Lärm die ganze Nacht fast, es war die Nacht von Samstag auf Sonntag.
Meine Hände waren also auf seiner angenehm kühlen Brust angelangt, und nun, das wird diese Reise nach München mir unvergesslich machen, nun kamen Adrians Nippelchen ins Spiel. Dass die bislang ganz außer Betracht geblieben waren!


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