Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 664, davon 311 (46,84%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 74 positiv bewertete (11,14%)
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positiv bewertete Texte
Der erste Text am 13.7. 2017 um 12:24:07 Uhr schrieb
ich sagte voilà! und über Donnerstagsbeichte
Der neuste Text am 14.8. 2026 um 08:49:56 Uhr schrieb
Christine über Donnerstagsbeichte
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 4)

am 14.8. 2026 um 08:47:18 Uhr schrieb
Christine über Donnerstagsbeichte

am 14.8. 2026 um 02:57:27 Uhr schrieb
Maxin Gurki über Donnerstagsbeichte

am 14.8. 2026 um 08:49:56 Uhr schrieb
Christine über Donnerstagsbeichte

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Donnerstagsbeichte«

masXin schrieb am 12.8. 2018 um 18:16:57 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 16 Punkt(e)

Indem wir, mein Donnerstagsbub und ich, uns mit allerlei Polyedern beschäftigen, wegen dem kommenden Schuljahr, und zwar am Küchentisch, so dass Gerda, die verständige Mitspielerin, in einem übertriebenen Mitleid den armen Buben bedauern muss immer wieder, welchem, es sind doch Ferien! der Kopf mit solchen Pallawatsch vollgestopft wird, und diese Abzählerei von Ecken, Kanten und Flächen muss ein Ende haben, indem jetzt das Abendbrot angerichtet wird. Dabei bin ich mit dem Adrian zum Eulerschen Polyedersatz noch nicht andeutungsweise vorgedrungen, und wir müssen die Papiere mit den teilweise aufwendig skizzierten Körpern - Würfel und Pyramiden hauptsächlich, aber auch einem Dodekaeder - notgedrungen beiseite packen.
Begeistert würde ich nicht sagen, aber doch angeregt war er, mit roten Backen, mit sogar einigen Schweißtropfen auf der Stirn. Ist da nicht eine schöne Nähe gewesen fast eine Stunde lang. Ist da nicht ein schöner Vorrat von Dingen, von denen er noch nichts weiß, und ist da nicht in ihm eine leicht entflammbare Wissbegier.
Das ist mehr als genug, sagt mir eine innere Stimme, da ist doch anderes eher unwichtig, ob er nun hier im Rennweg wohnt oder bei seinem Vater, obwohl, so ein Essen wie hier kriegt er bei seinem Vater nicht, wie Adrian soeben sehr glaubhaft bemerkt.

masXin schrieb am 18.6. 2018 um 16:43:43 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 14 Punkt(e)

Am Feldmochinger See den Minigolf habe ich ausgesucht, die Idee gehabt hat aber Adrian, der Donnerstagsbub. Auf 18 Bahnen sammelte er 60 Punkte ein, ich 68.
Ab Bahn № 15 oder 16 verschlechterte sich seine Laune zusehends, weil er sich bereits auf die Zeit danach besann, und Adrian dieses ihm widerfahrene Unglück wieder bewusst wurde, indem wir am Vormittag bei »Early« blütenweiße PUMA-Sneakers eingekauft hatten; die mit dem praktischen Drehknopf.
Hätte ich ihn nur gewarnt; er musste sie einfach anbehalten - es waren die alten Schuhe, die in die stylische Tüte gepackt wurden.
Wir sitzen in der U2 nach Feldmoching hinaus, da entdeckt er den ersten Fleck, er versucht es mit Spucke, nun reibe doch nicht, sage ich und reiche ihm ein Tempo, vorsichtig tupfen musst du. Alles vergeblich, ja weitere Flecke wurden entdeckt. Beim Minigolf wenigstens trug er die alten Schuhe wieder.
Und nun diese Laune, diese unerträglich üble Laune. Das war nicht mehr mein Donnerstagsbub.
Nahe an unserer Pension Silvia ist im Bereich eines Gymnasiums dieser Bolzplatz, wo ein Fußball gegen die Metallgitter donnert immer wieder.
Ja, spiel gerne mit! war die Auskunft - klettere nur herüber, auch wir haben alle hinübergeklettern müssen! Vier Meter hoch außen, vier Meter tief innen - wie ängstlich war ich und wollte abraten.

Nach einer Stunde hab ich ihn wieder abgeholt, jetzt war er der zufriedenste Bub der Welt. Im Badezimmer füllte er das Waschbecken mit Wasser, rührte Seife hinein. Gründlichst wurden die Sneakers bearbeitet. Und die waren, als wir spät in der Nacht vom Italiener, danach Spanier (Tapas) zurückkehrten, wieder ganz trocken und jungfräulich weiß.


masXin schrieb am 17.9. 2018 um 12:23:13 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 17 Punkt(e)

Mein Buchhändler in der Garbergasse hat dringed angemahnt: 20 Exemplare vom Tod in Venedig, indem der Arcadia Opera Shop diesen anbieten will! Sogleich bin ich zu meinen Copyshop im Rennweg gegangen, es war gestern, indes, beim Nachdruck ist fast mir alles misslungen, was mit meiner wohl verständlichen Aufgeregtheit zu tun hat. So ist alles heute erst geglückt und ist in der Garbergasse abgeliefert.
Man muss bedenken, dass die Hauptperson in meinem Werk »Marimbaphon - ein Tod in Venedig« ein gewisser Alexander ist, ein Freund meines Donnerstagsbuben, indem beide auf dieselbe Schule gehen. Der Alexander wird kommendes Frühjahr maturieren übrigens und von der Schule abgehen. Er hat ja den Tadzio gespielt in einer Szene aus diesem Stück von Benjamin Britten, welche Ende 2014 in der Staatsoper aufgeführt wurde probeweise. Der Aschenbach wurde von einem gewissen Hans X. dargestellt, auch im wahren Leben der Lover des Alexander. Dieser Hans hat auf der Bühne keinen dargestellten, sondern seinen wahren Tod erlitten und ist im Jänner 2015 bestattet worden.

masXin schrieb am 12.1. 2018 um 14:11:21 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 13 Punkt(e)

So ließ ich denn, wohlversorgt wie ich nun bin, die gestrige Donnerstagbeichte ausfallen. Hingegangen wenn ich wäre, hätte ich mich kaum zurückhalten können, und geradeswegs mein Glück allen gebeichtet, was nur allzubald wäre zu bereuen gewesen sicherlich. Andrerseits hatte ich mich zwar keiner Beichte, aber doch einer Inquisition zu unterziehen, indem eine Tante meines Donnerstagsbuben Adrian (nun kenne ich ihn schon über eine Woche!), welche ich bereits am Sonntag kennenlernen durfte (Fußball-Match FC Torpedo, Mittelstürmer Adrian), ihres Neffen neuen Wohnsitz aufsuchte. Genauestens hat die Bianca, so der Name, die Wohnung meiner Hausherrin Gerda inspiziert, (Adrian selbst war noch in der Schule). Anfänglich sehr kühl gegen Gerda. Später, am Küchentisch beim Häferlkaffee, fast herzlich.
Dann fiel ihr ein, dass das Schlafzimmer noch gar nicht kontrolliert worden war. Zum Glück hatte ich inzwischen dort einiges noch zurechtgerückt, insbesondere die Kopfkissen weiter auseinander geschoben, und Adrians ganz neue Kadetten-Uniform ins rechte Licht gerückt.

Tante Bianca ließ noch eine mit allerlei gefüllte Tasche für Adrian zurück und versprach, in Zukunft öfters nach dem Rechten zu sehen.
»Aber bitteschön, meine Liebe, herzlich gern!« sage Gerda in schöner Betonung, aber mit missmutigem Gesicht, indes, Bianca war schon draußen und sah nicht zurück.

masXin schrieb am 10.8. 2018 um 09:25:52 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 12 Punkt(e)

So bin ich nach Monaten der Enthaltsamkeit doch wieder zur Mariahilfer gegangen, zwar nicht zur Donnerstagsbeichte, wie sie dort für meinesgleichen eingerichtet ist, indem es sich ergeben hat, dass ich mehr als eine Stunde zu früh angekommen bin.
Also begab ich mich in den Kirchenraum, um zu warten, und bemerkte sogleich, dass auch dort Beichte möglich war, die ganz gewöhnliche Beichte eben.
Schon bei den ersten Worten bemerkte ich, dass mir die Stimme des Beichtigers wohlvertraut war. Indes, es gelang mir nicht, mich an den Inhaber dieser angenehmen Stimme zu erinnern. Mir war auch, als ob auch ich ihm gut bekannt sei.
Jetzt erst wird mir klar, dass er dann aber das eine und andere gar nicht hätte fragen müssen.

Einen Halt habe ich dem Donnerstagsbuben gegeben während einer Zeit, wo er eines solchen dringend bedürftig war, davon ist er überzeugt. Aber ist diese Zeit nicht abgelaufen inzwischen? Bin jetzt vielmehr nicht ich der Haltlose? Der Halt sucht an einem, der zwar gefestigt ist bereits, aber noch üben muss?
Eine Stille ist danach eingetreten. Dann vernahm ich, wie mein Beichtiger sich erhob und davon ging. Ich selbst blieb noch. Ich hätte gerne ihn noch gesehen, ihn erkannt womöglich. Indes, ich blieb noch sitzen eine geraume Zeit.

masXin schrieb am 22.9. 2018 um 11:56:53 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 12 Punkt(e)

Hat sich doch mein Donnerstagsbub Adrian ein Herz gefasst und hat auf eigene Faust den Herrn Regow besucht. Er hat ja keine Klingel an der Tür, aber da war eine Karte in den Türspalt geschoben: bitte LAUT klopfen.
Das war übrigens auf die Rückseite der Visitkarte geschrieben, welche wir bereits kennen:  De Waal
                                                            (Inh. Malte Regow)
                                                             Barnabitenstiege
                                                                WIEN
Also hat Adrian beherzt angeklopft, die Tür ist elektrisch aufgegangen sogleich, und Adrian ist eingedrungen in einen dämmrigen Vorraum - erschrocken dann umgekehrt sogleich, indem er ein Paar Elefantenstoßzähne erblickt hat, welche da aus einer dunklen Ecke hervorgeleuchtet haben. Und ganz angefressen war der eine, wie Augenhöhlen in einem Totenschädel!

Was sagt unsere Obfrau Gerda dazu?
Sei nicht so schreckhaft, Bub! Ich habe den Herrn Regow eingeladen übrigens. Er wird uns besuchen demnächst. Er ist ein kultivierter Mensch und nicht, was du immer gleich denkst!

masXin schrieb am 1.8. 2018 um 10:23:31 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 17 Punkt(e)

Flaniere einfach so dahin und gehe unbewusst wieder einmal die Walfischgasse entlang, Schattenseite natürlich bei so einem Wetter, und wie wird mit einem Mal mir alles sinnvoll, ein Stückerl noch und beim Sacher angekommen bin ich. Habe dort einen Stammplatz zwar nicht, es kann bei 1 - 2 Mal in Jahr von Stammplatz nicht die Rede sein, habe aber dort einen bevorzugten Platz, welcher heute zwar mit einem Reserviertschilderl versehen war, welches zu ignorieren mir aber höflich gestattet wurde, auch sei der große Mokka schon unterwegs und dazu das grosses Wasser, indem ich erstaunlicherweise doch kein ganz Unbekannter dort bin.
1 - 2 Mal im Jahr ergibt es sich, dass mich eine Nachdenklichkeit befällt, welche ich nur beim Sacher bewältigen kann, indem ich zu einer öffentlichen Person werde, und zwar zu einer seriösen, weil in seriösem Ambiente. Eine seriöse Person bin ich, welche in einem seriösen Ambiente von anderen seriösen Personen in Ruhe betrachtet werden kann und als Schriftsteller oder Journalist eingeschätzt könnte ich werden, als Kritiker gar allerneuster kultureller Begebenheiten, indem ich hin und wieder in mein Notizbuch etwas eintrage, und überhaupt nachdenklich bin ich nicht nur, sondern einen Nachdenklichen auch darstellen will ich, indem ich selbst wie in einem Spiegel mich betrachten will gewissermaßen.
Ein Verlassener bin ich jetzt, nicht nur heute, sondern gleich für mehrere Tage hintereinander, indem Adrians Vater eine Wohnung gefunden hat, schneller als ursprünglich erwartet, und ihn zu einem probeweisen Wohnen mit ihm aufgefordert und eingeladen hat, so dass ich von meinem Donnerstagsbuben getrennt bin momentan.

masXin schrieb am 7.9. 2018 um 12:13:51 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 24 Punkt(e)

Gerda hat in ihrem Schlafzimmer in einer Nische - früher stand dort ein Kachelofen - hinter einem Vorhang verborgen so etwas wie ein Boudoir sich eingerichtet, und warum führt sie mich dorthin? Weil gestern abend der Ilyas vorbeigekommen ist, und was hat er ihr gebracht? Ein Geschenk! Ein Flascherl Boucheron Place Vendôme!
Er hat sich nämlich Mittwoch letzter Woche in Gerdas Schlafzimmer umziehen dürfen, indem ein Salon angesagt war, da hat Ilyas das Buffet anrichten und servieren helfen. Umziehen hat er sich müssen, indem nach dem Vortrag er einen Bauchtanz hat vorführen wollen, im passenden Gewand natürlich. Da muss er entdeckt haben, dass Gerdas Boucheron Place Vendôme aufgebraucht war bis auf einen winzigen Rest.
»Ist er nicht ein ganz reizender Bub!« sagt Gerda immer wieder, und jetzt zeigt sie mir noch einen niedrigen Kasten mit zwei Flügeltüren. Darinnen war noch alte Männer-Leibwäsche, erfahre ich, jetzt ist diese heraußen und Ilyas darf dort die goldenen Sandalen und alles, was für einen stilechten Bauchtanz notwendig ist, aufbewahren. Auch eine ganz schlichte Pappschachtel kriege ich gezeigt, darin allerlei goldene Kettchen, Ringe mit Halbedelsteinen, Ohrringe sogar, die hat doch Ilyas gar nicht getragen damals.
Ja ist denn jetzt an jedem Mittwochssalon Bauchtanz? frage ich erstaunt.
»Wir werden unseren Salon umgestalten müssen etwas«, sagt Gerda, »ich weiß noch nicht so recht, wie. Jedenfalls wird Ilyas vorbeischauen einfach so von Zeit zu Zeit, ich habe das angeregt nämlich, und bauchtanzen will er nur für uns beide und deinen Donnerstagsbuben.«


masXin schrieb am 17.9. 2018 um 18:55:16 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 15 Punkt(e)

Musste natürlich hin und im Arcadia Opera Shop nach meinem Tod in Venedig schauen, und siehe da, er war nicht übel placiert. Wie froh ich bin, dass ich beim Nachdruck noch im letzten Augenblick »Edition Favoriten« hinzuerfunden habe und auch die Adresse »Barnabitenstiege«, indem wo ich wohne zwar Rennweg ist, aber es gibt von der Barnabitengasse her auch einen Zugang, und eine wenigstens leichte Verschlüsselung ist mir schon immer ein Vergnügen gewesen, oft auch eine Notwendigkeit.
Es liegen 3 Exemplare flach auf dem Tisch und eines ist aufgestellt und angelehnt. Ich habe alle unauffällig mit dem Fingernagel markiert, so dass ich, wenn ich wiederkomme, einen Verkauf feststellen kann eventuell.

         Thomas Xaver Innsbruckner
        Marimbaphon
        Ein Tod in Venedig

        Edition Favoriten
        Barnabitenstiege

        (€ 22,--)

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