Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 664, davon 311 (46,84%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 74 positiv bewertete (11,14%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 13.7. 2017 um 12:24:07 Uhr schrieb
ich sagte voilà! und über Donnerstagsbeichte
Der neuste Text am 14.8. 2026 um 08:49:56 Uhr schrieb
Christine über Donnerstagsbeichte
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 4)

am 14.8. 2026 um 08:47:18 Uhr schrieb
Christine über Donnerstagsbeichte

am 14.8. 2026 um 02:57:27 Uhr schrieb
Maxin Gurki über Donnerstagsbeichte

am 14.8. 2026 um 08:49:56 Uhr schrieb
Christine über Donnerstagsbeichte

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Donnerstagsbeichte«

masXin schrieb am 18.8. 2018 um 12:48:34 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 16 Punkt(e)

Ein schönes Frühstück war das Donnerstag, vorgestern also, weil erstens die Irma aus St.Pölten zu Gast war und exzellente Eier mitgebracht hat, indem sie einen eigenen Hühnerhof besitzt, und zweitens, weil wir, mein Donnerstagsbub und ich, sehr früh schon Schwimmen waren im Amalienbad, wo ich sonst immer nur allein hingehe, und folglich hatten wir beide einen schönen Appetit. Zum ersten Mal ist er mitgekommen, hat sich auch sehr verausgabt, während ich nur meine abgezählten Bahnen geschwommen bin.
Im Flur steht ein bequemer Sessel, der nur von Gerda benutzt wird, wenn sie sich die Schuhe an- oder auszieht nämlich. Jetzt habe ich mir angewöhnt neuerdings, auch dort zu sitzen und den Standard zu lesen nach dem Frühstück. Kann von dort hinüber zur Küche sehen, wo bis auf die Servietten der Frühstückstisch abgeräumt ist bereits, und auf diesem macht sich jetzt der Adrian breit. Hat nämlich den linken Ellbogen mitten in den Tisch geschoben und stützt mit der Hand den Kopf. Dann legt er den Kopf fast ganz auf dem Tisch und schaut hinüber, wo der rechte Arm ausgestreckt ist und eine kleine Figur in der Hand hält, und zwar Adrians kleines Abbild aus dem 3D-Drucker. Die Irma hat das Figürchen sehen wollen unbedingt, hat auch müssen ihre Meinung abgeben.
Adrian dreht, schiebt sein Abbild auf dem Tisch hin und her. Ist ganz vertieft die ganze Zeit in allerlei Perspektiven. Übrigens meinte Irma, er hätte nicht so lax dastehen sollen bei der Aufnahme, sondern anständig und aufrecht.
Inzwischen hat er eine Serviette ausgebreitet, der Adrian, auf die Serviette bettet er sein Abbild. Unterm Tisch hat er ein Bein über das andere gelegt und lässt am nackten Fuss den Flipflop pendeln. Pendeln bis der Flipflop wegfliegt. Da schaut er einen Moment hinüber in meine Richtung. Bleibt indes aber ganz verträumt und wickelt sein Abbild ein in die Serviette, dreht alles um und um.

masXin schrieb am 9.1. 2018 um 15:26:37 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 13 Punkt(e)

Absichtlich und unabsichtlich, oder soll ich sagen bewusst und unbewusst? es ist nicht immer unterscheidbar, indem mein Donnerstagsbub, wir waren schon zu Bett, ich glaubte ihn bereits eingeschlafen, auf einmal gestand, dass er mit einem Älteren schon einmal geschlafen habe. Ein einziges Mal, schon lange her. Dieser sei 17 bereits gewesen. Der John. Der habe dann aber eine gleichaltrigen Freund gefunden, den Alexander. Ja, in seiner Schule werde über solche Dinge ganz offen geredet. Nichts besonderes sei das.

Dann war lange Zeit Ruhe, wir mussten beide eingeschlafen sein.

Dann ein Krachen und lautes Gelächter.
Sogleich war auch Gerda, die Zimmerwirtin an der Tür, indem sie ein Unglück und Wehgeschrei vermutete.

Indes hatte sich nur Adrians Notlagerstatt zerlegt, welche aus 6 Stühlen zusammengefügt gewesen war. Das war für die Gerda ein unmöglicher Umstand. Warum denn der arme Adrian nicht in meinem Bett schlafe! Das sei doch wahrlich breit genug!

masXin schrieb am 12.8. 2018 um 18:16:57 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 16 Punkt(e)

Indem wir, mein Donnerstagsbub und ich, uns mit allerlei Polyedern beschäftigen, wegen dem kommenden Schuljahr, und zwar am Küchentisch, so dass Gerda, die verständige Mitspielerin, in einem übertriebenen Mitleid den armen Buben bedauern muss immer wieder, welchem, es sind doch Ferien! der Kopf mit solchen Pallawatsch vollgestopft wird, und diese Abzählerei von Ecken, Kanten und Flächen muss ein Ende haben, indem jetzt das Abendbrot angerichtet wird. Dabei bin ich mit dem Adrian zum Eulerschen Polyedersatz noch nicht andeutungsweise vorgedrungen, und wir müssen die Papiere mit den teilweise aufwendig skizzierten Körpern - Würfel und Pyramiden hauptsächlich, aber auch einem Dodekaeder - notgedrungen beiseite packen.
Begeistert würde ich nicht sagen, aber doch angeregt war er, mit roten Backen, mit sogar einigen Schweißtropfen auf der Stirn. Ist da nicht eine schöne Nähe gewesen fast eine Stunde lang. Ist da nicht ein schöner Vorrat von Dingen, von denen er noch nichts weiß, und ist da nicht in ihm eine leicht entflammbare Wissbegier.
Das ist mehr als genug, sagt mir eine innere Stimme, da ist doch anderes eher unwichtig, ob er nun hier im Rennweg wohnt oder bei seinem Vater, obwohl, so ein Essen wie hier kriegt er bei seinem Vater nicht, wie Adrian soeben sehr glaubhaft bemerkt.

masXin schrieb am 12.2. 2018 um 23:42:25 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 17 Punkt(e)

Das Abendmahl wollte heute kein Ende nehmen, indem Gerdas anderer Mieter, Herr Purpur, wieder anwesend ist. Dieser Herr, Gerda nennt ihn bei seinem Vornamen, Ambros, pflegt leider ohne Ende zu monologisieren, beachtete auch nicht meines armen Donnerstagsbuben Adrian vor Müdigkeit zufallende Augen. Es gelang mir zwar endlich, mit einem »der Bub muss morgen sehr früh aufstehen« Herrn Purpurs Redefluss zu unterbrechen, und erhob mich auch selbst, damit Adrian hinter dem Küchentisch hervor sich winden konnte. »Und du willst wohl auch schon gehen?« tönte Herr Purpur. Das hatte ich nicht im Sinn gehabt, nun ging ich aber doch auch und wünschte gute Nacht und folgte Adrian. »Man ist wohl zu oft hier und langweilt«, so Purpur, »aber keineswegs, keineswegs!« beteuert Gerda.
In unserem Zimmer umarmten wir uns und atmeten auf und seufzten. Dann musste ich doch ein Wort für Purpur einlegen, indem dieser niemals leichtfertig daherredet und jedes Wort von ihm Gewicht hat. Und hatte er nicht auch jedes Wort von ihm, Adrian, der doch mit Lust sogar an am Gespräch sich beteiligt hatte anfangs, unbedingt ernstgenommen, war es nun gut überlegt oder nicht.

masXin schrieb am 19.3. 2018 um 14:56:33 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 13 Punkt(e)

Warum nur mich an das ganz Außergewöhnliche erinnern immer, wie etwa an die schönen Spiele zu dritt in Gerdas Salon, und überhaupt in der ganzen Wohnung, indem Gerda den gestrigen Sonntag auswärtig war. Erst lange nachdem wir, mein Donnerstagsbub Adrian und ich, alles wieder in Ordnung gebracht hatten, nachdem auch Ilyas gegangen war bereits, spät erst in der Nacht also kam Gerda zurück, und hat am seinem noch in der Luft schwebenden Parfüm den Ilyas sogleich erraten.

Vielmehr will ich mich an ganz Alltägliches erinnern, wenn etwa Adrian und ich den Rennweg entlang gehen und immer wieder uns mit den Schultern aneinander lehnen, bzw. leicht Schulter gegen Schulter stoßen. Immer wieder tun wir das, es ist zur Gewohnheit geworden, und wie dankbar sollte ich dafür sein, dass alles so gekommen ist, wie es ist.

masXin schrieb am 19.3. 2018 um 10:11:22 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 13 Punkt(e)

Am gestrigen Sonntag fand das Fußball-Match im Sportzentrum Donaucity statt wieder einmal. Denk bitte nicht die ganze Zeit an hinterher, habe ich meinen Donnerstagsbuben Adrian ermahnt, indem zum einen Sportskamerad Ilyas mit uns in den Rennweg kommt nach dem Match, und zum andern Gerda nicht anwesend sein wird, wir somit die ganze Wohnung für uns haben. Er soll sich auf das Spiel konzentrieren und an nichts anderes denken.
Für die Jause zwischendurch habe ich eine Überraschung vorbereitet, indem ich einer Empfehlung von Ilyas gefolgt bin und in einem gewissen Laden eine seiner Leibspeisen, Köfte nämlich, besorgt habe.
Tatsächlich hat sich Adrian als Mittelfeld-Stürmer wacker gehalten, bis zur ersten größeren Spielpause jedenfalls. Ilyas schien sehr gerührt und nahm sich bescheiden und gesittet zwei Köfte nur, Adrian indes griff gierig zu. Zum Glück hatte ich den größeren Köftevorrat den beiden noch verschwiegen.
Dann aber, als Adrian zur Toilette verschwunden war für einen Moment, gab mir Ilyas einen Autoschlüssel, den zum Werkstattwagen in der Tiefgarage nämlich. Dort ist ein Kasten mit Schubfächern, und im untersten werde ich einige Wäschestücke finden, die soll ich holen, denn er will diese anziehen später. Und bitte den Wagen abschließen wieder.
Im besagten Schubfach fand ich einen Vorrat an Kondomen, einen Kremtopf auch, welchen ich öffnete und sogleich am Geruch den speziellen Krem aus der Carolus-Apotheke wiedererkannte. Auch ein Packerl Babylove Feuchttücher war vorrätig. Als die erbetenen Wäschestücke stellten sich heraus: ein feiner schwarzer Slip, sowie dazu passende Strümpfe und ein Hüftgürtel samt anhängenden Strumpfhaltern; es schien ein Sonntag voller Überraschungen zu werden.



masXin schrieb am 11.7. 2018 um 15:54:06 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 24 Punkt(e)

Da versteckt Gerda also Briefe von Adrians Vater und reicht sie ihm heimlich weiter. Und viel später erst fasst sich mein Donnerstagsbub ein Herz und berichtet mir davon. Du willst es mir ja schonend beibringen, sage ich ihm, aber ich will nicht geschont werden!

Indem ich den Verdacht habe hegen müssen, er wolle zu seinem alten Freund John ziehen, ist es ja fast beruhigend für mich, dass er lieber zu seinem Vater ziehen will, als zu John.
Es ist ja der John viel jünger als ich und nur wenig älter als er. Das Getue von dem John aber gefällt ihm nicht. Oder, wie Gerda sagt: der John ist so nett im Grunde und ganz normal schwul. Aber mit denen Personen vom Ballett, mit diesen seinen Freunden, da ist dann gleich dieses Getue. Sie hat es ja erlebt neulich, in der Oper, während der Pause.

Und was ist mit dem Vater. Dem hat erstens die Generali das Gehalt aufgebessert, und zweitens hat er sich von seiner Gefährtin getrennt. Wir haben die ja einmal erleben dürfen, hier im Rennweg. Und er ist dabei, drittens, sich eine andere Wohnung zu suchen. Jedenfalls, die Welt dreht sich weiter. Ich aber will, dass für alle Zeit alles so bleibt, wie es ist.

masXin schrieb am 29.9. 2018 um 17:29:08 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 13 Punkt(e)

Hat es damit zu tun, dass unser Mittwochssalonprediger Ambros Purpur sich zurückgezogen hat? Seit nämlich beim letzten Mittwochssalon Ende August dem Purpur alles aus dem Ruder gelaufen war. Unsere Obfrau Gerda ist geradezu aufgeblüht seitdem und will selbst Veranstaltungen bestreiten, ob an einem Mittwoch oder an einem anderen Wochentag.
Nun will sie ihre Bridgefreundinnen einladen allesamt, und zwar nicht zu einen Bridge, sondern auf ein geselliges Zusammensein im orientalischen Stil, und wieder wie damals soll Ilyas eine Musik mitbringen und seinen Bauchtanz vorführen, nur dass damals der Purpur einen Bauchtanz keinesfalls hatte vorgesehen.
Auch Donnerstagsbub Adrian kann sich so ein Unternehmen ganz gut vorstellen, indem er dreinschaut wie eine Katze, die Visionen hat.
Andrerseits gefällt ihm gar nicht, mir ebensowenig übrigens, dass auch Meister Regow, der Elfenbeinschnitzer, zugegen sein wird, um den Ilyas beim Bauchtanzen abzumalen, indem er Buddhas schnitzen will, welche dann den Buddhisten Wiens (das sind gar nicht wenige) teuer verkauft werden sollen.

masXin schrieb am 21.1. 2018 um 16:24:24 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 12 Punkt(e)

Nun ist eine ernsthafte Verstimmung eingetreten, durch diese Bianca nämlich, die Tante meines Donnerstagsbuben. Obwohl sie regelmäßig nach dem Rechten zu sehen versprach, hat sie es bislang bei einem Mal belassen. Heute aber, beim Sonntags-Fußball-Match, war sie plötzlich wieder zugegen. Indem sie preisgab, was mich durchaus nichts angeht, dass sie nämlich mit ihrem neuen Freund ein für allemal Schluss gemacht habe, aus den triftigsten Gründen, wobei an ihr selbst kein Fehl zu finden sei, wollte sie, dass Adrian wieder zu Hause, bei ihr nämlich, wohne.
Indes, der nun ganz und gar unglücklich gestimmte Adrian hat durchgesetzt, dass ihm in den Rennweg, zu mir also zurückzukehren grimmig gestattet wurde, vorläufig.
Die in solchen Dingen sehr gewandte Gerda versuchte und versucht noch, Adrians Tante telefonisch zu erreichen. Ohne Erfolg bislang.

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