Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 664, davon 311 (46,84%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 74 positiv bewertete (11,14%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 13.7. 2017 um 12:24:07 Uhr schrieb
ich sagte voilà! und über Donnerstagsbeichte
Der neuste Text am 14.8. 2026 um 08:49:56 Uhr schrieb
Christine über Donnerstagsbeichte
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 4)

am 14.8. 2026 um 02:59:17 Uhr schrieb
Gerdada über Donnerstagsbeichte

am 14.8. 2026 um 08:47:18 Uhr schrieb
Christine über Donnerstagsbeichte

am 14.8. 2026 um 02:57:27 Uhr schrieb
Maxin Gurki über Donnerstagsbeichte

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Donnerstagsbeichte«

masXin schrieb am 15.6. 2018 um 09:42:34 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 13 Punkt(e)

So hatte sich also zwischen mir und meinem Donnerstagsbuben ein Graben aufgetan, der Graben zwischen zwei Matratzen, indem wir zum ersten Mal in einem Doppelbett schliefen und nicht wie gewohnt in unserem Ehebett in Wien. Überhaupt übernachteten zum ersten Mal in einem Hotel, in der Pension Silvia, drei Sterne, Nähe Elisabethplatz, München.

Getrennt lagen wir also.
Und: wer bleibt, wer schlüpft herüber?
Wir hatten also zugleich mehr und weniger Platz als gewohnt, überhaupt erschien uns im Bett alles Vertraute anders irgendwie: indem beispielsweise die Hände von warmen, schweißnassen Bereichen hinüber zu kühleren wanderten und wieder zurück. Es war sehr warm. Zugleich kam vom offenen Fenster her ein frischer Luftzug. Draußen war auch ein Lärm die ganze Nacht fast, es war die Nacht von Samstag auf Sonntag.
Meine Hände waren also auf seiner angenehm kühlen Brust angelangt, und nun, das wird diese Reise nach München mir unvergesslich machen, nun kamen Adrians Nippelchen ins Spiel. Dass die bislang ganz außer Betracht geblieben waren!


masXin schrieb am 2.7. 2018 um 12:29:29 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 13 Punkt(e)

»Indem ein Bub in seinem Alter nicht alles zur Sprache bringt, gar reflektiert, es sei denn etwas dem spontanen Fauchen oder Schnurren eines Katers vergleichbares...«
- das habe ich, gar nicht lange her, behauptet, und bin nun einigermaßen beschämt.
Hat nicht, erstens, Hochleitner, der Deutschlehrer, Adrians Aufsätze besonders gelobt seinerzeit?
Und zweitens - dass ich darauf ganz vergessen habe! - durfte ich selbst doch erleben, wie mein Donnerstagsbub übersprudeln kann vor Beredsamkeit, und zwar in ganz klaren Worten, indem ich ihm ein einziges Mal einen einzigen Zug erlaubt habe an meiner Geheizten, einer mit Cannabis angereicherten Zigarette also.
Nun hat er doch neulich in der Nacht, nur aus einem überfließenden Herzen heraus, so schön gesprochen wiederum! Hat auch aus einem Buch von mir zitiert, den Memoiren eines Neffen, zu meiner allergrößten Überraschung, indem ich selbst kein Exemplar davon mehr besitze (ich bin ein zu unbedenklicher Ausleiher von Büchern), und auch mein Buchhändler in der Garbergasse hat einen Nachdruck angefordert zum wiederholten Mal bereits. Es muss der Adrian ein Exemplar versteckt haben unter seinen Sachen, die ich aber nicht anrühren will.

masXin schrieb am 1.5. 2018 um 20:42:04 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 15 Punkt(e)

Es war ja am heutigen ersten Mai uns einiges danebengeraten, indes bei unerschütterbar guter Laune.
Für das unselige Machwerk »Jim Knopf« im Apollotheater, und das war vorhersehbar, ist mein Donnerstagsbub einfach zu alt schon, obwohl ihm die Story aus frühen Kindertagen durchaus noch gegenwärtig ist.
Hatten wir nicht ebenfalls im Apollo damals »Coco« mit großem Vergnügen gesehen? Wie gehen doch die Produzenten der Walt Disney-Studios unendlich raffinierter vor als die deutschen Flickschuster, und vor allem viel überlegter.
Auch hatten wir damals keine Armlehne zwischen uns, so dass es dieses Mal einen Kampf gab von meinem rechten und seinem linken Arm um die Auflagefläche der Lehne. Mein Arm unten, seiner auf meinem, nun war Friede.
Ebenfalls daneben erwies sich die Pizza beim Frascati in der Barnabitergasse. Mozzarella mit Basilikum klingt gut, war aber für Adrian ungenießbar. Ich bot ihm meine Barbecue-Pizza an - allein schon der Geruch machte ihm übel. War das Popcorn vom Apollo schuld? Die Mozzarellapizza wurde eingepackt. Wenig später einem Obdachlosen geschenkt, während wir einen Burger-Laden suchten. Burger ist immer die letzte Rettung. So fanden wir schließlich den Teddy's Diner.
Ich erklärte, dass ich beim Frascati gegessen hatte bereits, Adrian aber doppelt hungrig war inzwischen, weil er seine Pizza verschmähen musste. Da erfuhren wir: das ist auch kein Wunder! Denn sensible Menschen können spüren, dass dort, im Frascati, nicht lange her, eine schlimme Messerstecherei gewesen ist. Dies liegt noch in der Luft sozusagen.
Nach dieser unerwarteten Auskunft bin ich also ein Unsensibler, und mein Bub ist ein Sensibler. Das stimmt irgendwie.

masXin schrieb am 3.7. 2018 um 16:08:45 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 16 Punkt(e)

Ich weiß genau, was du gerade denkst!

So heute Adrian. Dass Buben nicht mehr ihre Beine zeigen wollen bis ganz oben hin heutzutage. Ach, wäre sie doch ein Bub.

Adrian: Wenn ich nur auch so schöne Beine hätte, das denkst du auch!

Nein, eben nicht. Er hat das eine und andere Buch von mir gelesen, mein Donnerstagsbub, und meint jetzt, er weiß alles von mir.

Ich: Was mich echt begeistert, das steht noch in keinem Buch von mir. Nämlich, das weiß ich erst seit kurzem. Hab ich erfahren dürfen durch dich. Wird auch in keinem Buch je zu lesen sein. Hast mir ja verboten ein für allemal, darüber zu schreiben.

Aufgefallen ist dem Adrian das Mädchen auch immerhin. Eine Bildschöne.
Und sagt: In der Schule bei dem Wetter sind die alle auch so umeinand flaniert, die patscherten Madln. Froh bin ich, dass Ferien sind endlich.

masXin schrieb am 21.2. 2018 um 14:59:28 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 16 Punkt(e)

Bei Hausaufgaben braucht Adrian, der Donnerstagsbub, so gut wie nie Hilfe, gestern aber meinte er, Gleichungen mit zwei Unbekannten seien ihm eine ärgerliche Sache.
Wir setzten uns also hin, und indem ich auf unserem Schreibtisch etwas Ordnung schaffte, dachte ich mir eine Übungsaufgabe aus. Heute ist dein Alter ein Drittel von meinem, erklärte ich ihm. Wenn du dereinst doppelt so alt bist wie heute, dann bist du nur noch halb so alt wie ich.
Indem ich also ein Papier mit Algebra bedeckte, »x« sei das das Alter von mir, Xaver, und »a« sei das von ihm, Adrian, indem ich also rechnete und rechnete, schaute Adrian gar nicht hin, schaute mich nur an und hatte den Mund geöffnet und machte Spielereien mit seiner Zunge die ganze Zeit.
Sollte ich mich darüber ärgern? Ich unterbrach die Algebra, wir gingen hinüber zum Bett und widmeten uns einer Aufgabe, wo ich als Lehrmeister erfolgreich war immerhin insofern, als Adrian gelernt hat, dass die schnellste Bewältigung bei weitem nicht die schönste ist.
Danach bat er mich, ihn für heute mit unsinnigen Matheaufgaben zu verschonen. Für heute nur? Nein, für immer.


masXin schrieb am 7.9. 2018 um 12:13:51 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 24 Punkt(e)

Gerda hat in ihrem Schlafzimmer in einer Nische - früher stand dort ein Kachelofen - hinter einem Vorhang verborgen so etwas wie ein Boudoir sich eingerichtet, und warum führt sie mich dorthin? Weil gestern abend der Ilyas vorbeigekommen ist, und was hat er ihr gebracht? Ein Geschenk! Ein Flascherl Boucheron Place Vendôme!
Er hat sich nämlich Mittwoch letzter Woche in Gerdas Schlafzimmer umziehen dürfen, indem ein Salon angesagt war, da hat Ilyas das Buffet anrichten und servieren helfen. Umziehen hat er sich müssen, indem nach dem Vortrag er einen Bauchtanz hat vorführen wollen, im passenden Gewand natürlich. Da muss er entdeckt haben, dass Gerdas Boucheron Place Vendôme aufgebraucht war bis auf einen winzigen Rest.
»Ist er nicht ein ganz reizender Bubsagt Gerda immer wieder, und jetzt zeigt sie mir noch einen niedrigen Kasten mit zwei Flügeltüren. Darinnen war noch alte Männer-Leibwäsche, erfahre ich, jetzt ist diese heraußen und Ilyas darf dort die goldenen Sandalen und alles, was für einen stilechten Bauchtanz notwendig ist, aufbewahren. Auch eine ganz schlichte Pappschachtel kriege ich gezeigt, darin allerlei goldene Kettchen, Ringe mit Halbedelsteinen, Ohrringe sogar, die hat doch Ilyas gar nicht getragen damals.
Ja ist denn jetzt an jedem Mittwochssalon Bauchtanz? frage ich erstaunt.
»Wir werden unseren Salon umgestalten müssen etwas«, sagt Gerda, »ich weiß noch nicht so recht, wie. Jedenfalls wird Ilyas vorbeischauen einfach so von Zeit zu Zeit, ich habe das angeregt nämlich, und bauchtanzen will er nur für uns beide und deinen Donnerstagsbuben.«


masXin schrieb am 27.6. 2018 um 11:17:24 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 13 Punkt(e)

Lass dich doch überraschensagt mir mein Donnerstagsbub, indem er dieses Glücksversprechen gegeben hat für Freitag, das ist übermorgen. Und drehte mir im Bett den Rücken zu. Immerhin, indem ich von hinten den Arm um ihn legte, hielt er meine Hand fest in der seinigen ganz schön lange; war dann bald eingeschlafen. Es ist nun so mit mir, dass Vorfreude sich anfühlt wie Angst fast, ich kenne es nicht anders, indem Erwartung von etwas Schönem selten eine sichere, sondern eine ganz unsichere gewesen ist allermeistens in meinem Leben.
Hat doch Adrian Kerzenleuchter aus der ganzen Wohnung geholt und in unserem Zimmer versammelt, was mir gar nicht aufgefallen wäre, hätte Gerda mich nicht hingewiesen darauf, auch versichert zugleich, dass der Bub die Erlaubnis eingeholt habe zuvor.
Es muss damit zusammenhängen, dass unser Zimmer in der Pension Silvia in der Nacht nicht ganz zu verdunkeln gewesen ist, und ich somit die schöne Gelegenheit hatte, den wachen, den schläfrigen, den schlafenden Buben zu betrachten, bis ich selbst dann eingeschlafen bin gegen meinen Willen eigentlich.
Das muss Adrian zu denken gegeben haben, indem unsere Wohnung im Rennweg im fünften, im obersten Stock sich befindet, und folglich die Straßenlaternen tief unten hängen; selbstverständlich ist auf die Dauer Dunkelheit im Schlafzimmer nur von Vorteil.

masXin schrieb am 7.4. 2018 um 08:56:16 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 12 Punkt(e)

So hatte ich gestern, Freitag, auf dem Ottakringer Friedhof Gelegenheit, anlässlich der Bestattung von Bianca, der Tante meines Donnerstagsbuben, dessen näherer Verwandtschaft zu begegnen.
Indem Bianca die Tante väterlicherseits ist, wäre Adrians Vater der Hauptadressat aller Beileidsbekundigungen gewesen. Es war aber vielmehr dessen momentane Lebenspartnerin. Auch Adrian war es nicht angenehm, wie sie Adrians doch ganz schön auffallende Trauerbekleidung auch noch übertraf, wie also diese Person nicht nur Mittelpunkt sein wollte, sondern aus ihrem eigenen Umfeld die meisten Teilnehmer der Bestattungsfeierlichkeit hinzugezogen hatte ganz offensichtlich.
Auffallend war sie, indem sie einen großen schwarzen Hut trug mit einem rundum angebrachtem schwarzem Schleier. Auffallend war auch, wie Adrians Vater sich von dieser seiner Gefährtin etwas abseits hielt die ganze Zeit, aber auch nicht Adrians Nähe suchte, wie es doch nur natürlich gewesen wäre. Indem eine Trauermusik erklang, vom Band, welche kein Ende nehmen wollte, nahm Adrian meine Hand, wir erhoben uns, und er zog mich Richtung Ausgang, es sollte unauffällig sein, aber es drehten sich doch so manche um und bewunderten Adrians Kombination aus einem traditionellen Anzug von Pierre Cardin, ganz neuen Sneakers in schwarz und weiß, und einem barocken Hemd, dessen blütenweiße Falten aus der dunklen Jacke vorn hervorquollen. Adrian hatte einen Abstellraum mit Gärtnereigeräten ausfindig gemacht, und erst dort ließ Adrian seiner Bewegtheit freien Lauf, indem er aufschluchzend mich umarmte, ja wie in einem Taumel küssten wir uns ohne Unterbrechung, bis Glockenklänge uns riefen, welche das Ende der Predigt bedeuteten. Da schlossen wir uns den andern wieder an und folgten ihnen hinüber zum Grab.

masXin schrieb am 19.7. 2018 um 01:08:36 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 14 Punkt(e)

Bin hinunter indem ich mir eine mild Angeheizte gedreht habe und sehe, der Callshop ist noch auf, also hinein und Rauchen dort ist eh erlaubt. Es sind ja Ferien, der Adrian darf folglich aufbleiben so lang er will und hilft der Gerda beim Aufräumen momentan, indem wir einen Mittwochssalon hatten. Das Thema des Herrn Purpur war Dynamik und nicht Dynamit wie Gerda fälschlicherweise in den Einladungen geschrieben hat. Hätte Hofrat Dallhofer nicht protestiert und zwar kaum dass der Purpur begonnen hatte, es wäre niemand aufgefallen. Der Dallhofer ist aber Ingenieur und ist wegen Dynamit gekommen und nicht zu einem philosophischen Larifari, wie er sich ausgedrückt hat. Ist aber dann doch bis zum Ende geblieben, indem seine Ehefrau ihm ein Redeverbot erteilt hat. Er hat sich dann an unserem Buffet verlustiert. Obgleich wir zu viel angerichtet haben und zu wenig Gäste gekommen sind, ist wegen dem Dallhofer nicht 1 Canapé übrig geblieben und ich muss darauf vertrauen, dass mein Donnerstagbub, der Adrian also, mir ein paar von denen mit Greyerzer/Speck beiseitegelegt hat.

»Mein Geschäft hab ich wollen gründlich lüften diese Nacht, und er stänkert wieder alles vollEine freche Goschn hat der Wladi, was der Callshopbesitzer ist. Er wird ein extra Schmattes kriegen, damit wir amikal auseinandergehen können.

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