Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 655, davon 316 (48,24%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 74 positiv bewertete (11,30%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 13.7. 2017 um 12:24:07 Uhr schrieb
ich sagte voilà! und über Donnerstagsbeichte
Der neuste Text am 7.1. 2026 um 12:55:55 Uhr schrieb
Schmidt über Donnerstagsbeichte
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 1)

am 29.11. 2025 um 15:10:45 Uhr schrieb
Arbeitskreis Tortur über Donnerstagsbeichte

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Donnerstagsbeichte«

masXin schrieb am 14.6. 2018 um 11:34:07 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 15 Punkt(e)

Indem ich aus der Fülle kostbarer Erinnerungen ganz ohne ordnende Absicht dies und jenes herausgreife, steht an erster Stelle, ganz zufällig also, die kleine Dame Maja (3 Monate alt). Auf der Rückreise von München, im Zug, Adrian, der Donnerstagsbub, saß am Fenster, ich neben ihm, die Lehne konnte man hochklappen, es waren 4 Plätze um einen Tisch herum angeordnet, und dann, in Salzburg, erschien diese Maja, indem deren Mama den Platz mir gegenüber reserviert hatte. Es dauerte nicht lange, bis die kleine, aber schon sehr robuste und hellwache junge Dame den Adrian entdeckte, und anlächelte sogleich. Immerzu anlächelte, ja anseufzte.
In München haben wir Birgit, Adrians Mutter besucht, sowie Elke, die Großmutter, das nur am Rande. Birgit verkauft am Elisabethmarkt Obst und Gemüse. Auch das ist eigentlich ganz unwichtig, jedenfalls hatte sich Adrian, als wir Wien, Westbahnhof erreicht hatten, nicht nur mit Maja, sondern auch mit deren Mutter zusehends angefreundet (und Maja war eingeschlafen), so dass ich mich naturgemäß ein wenig vernachlässigt fühlte.

masXin schrieb am 15.7. 2018 um 12:10:18 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 24 Punkt(e)

Herr Purpur, unser kaum je anwesender Mitmieter, ist gestern Abend eingetroffen, und wieder hat Gerda ihm vorgehalten, dass er nicht Bescheid gegeben hat. Das Zimmer hätte sie gelüftet, auch mehr Essen eingekauft für den zusätzlichen Gast.

Ich zahle Miete, ob ich da bin oder nicht, verehrte Frau Gerda. Sie dürfen gern jeden Tag mein Zimmer lüften! So Purpur. Und: Was das Speisen angeht, so bin und bleibe ich der Allerbescheidenste, wie Sie sehr wohl wissen!

Erstaunlich war, dass er meinen Donnerstagsbuben nicht wiedererkannt hat. Dann aber, zögernd, zweifelnd, lang hat er müssen nachdenken jedenfalls: Ah! Adrian! Bist du nicht der Adrian?

Kommenden Mittwoch also ist wieder Salon. Gerda würde ja gern Einladungen noch verschicken, handschriftliche, dafür ist es natürlich wieder einmal zu spät. Herumtelefonieren also muss sie, das hat doch keinen Stil. Manche haben ja nicht einmal Telefon! Viele nehmen gar nicht ab erst! Was denn jetzt das Thema ist überhaupt.
Purpur: Dynamik. Sagen Sie einfach: mein Vortrag wird sein über Dynamik. Mehr wüssten Sie auch nicht.

Adrian, später: wie merkwürdig! Damals hat er den Namen vergessen gehabt und sagt zu mir Andreas. Jetzt weiß er den Namen, mich aber erkennt er nicht wieder!

masXin schrieb am 18.8. 2018 um 12:48:34 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 16 Punkt(e)

Ein schönes Frühstück war das Donnerstag, vorgestern also, weil erstens die Irma aus St.Pölten zu Gast war und exzellente Eier mitgebracht hat, indem sie einen eigenen Hühnerhof besitzt, und zweitens, weil wir, mein Donnerstagsbub und ich, sehr früh schon Schwimmen waren im Amalienbad, wo ich sonst immer nur allein hingehe, und folglich hatten wir beide einen schönen Appetit. Zum ersten Mal ist er mitgekommen, hat sich auch sehr verausgabt, während ich nur meine abgezählten Bahnen geschwommen bin.
Im Flur steht ein bequemer Sessel, der nur von Gerda benutzt wird, wenn sie sich die Schuhe an- oder auszieht nämlich. Jetzt habe ich mir angewöhnt neuerdings, auch dort zu sitzen und den Standard zu lesen nach dem Frühstück. Kann von dort hinüber zur Küche sehen, wo bis auf die Servietten der Frühstückstisch abgeräumt ist bereits, und auf diesem macht sich jetzt der Adrian breit. Hat nämlich den linken Ellbogen mitten in den Tisch geschoben und stützt mit der Hand den Kopf. Dann legt er den Kopf fast ganz auf dem Tisch und schaut hinüber, wo der rechte Arm ausgestreckt ist und eine kleine Figur in der Hand hält, und zwar Adrians kleines Abbild aus dem 3D-Drucker. Die Irma hat das Figürchen sehen wollen unbedingt, hat auch müssen ihre Meinung abgeben.
Adrian dreht, schiebt sein Abbild auf dem Tisch hin und her. Ist ganz vertieft die ganze Zeit in allerlei Perspektiven. Übrigens meinte Irma, er hätte nicht so lax dastehen sollen bei der Aufnahme, sondern anständig und aufrecht.
Inzwischen hat er eine Serviette ausgebreitet, der Adrian, auf die Serviette bettet er sein Abbild. Unterm Tisch hat er ein Bein über das andere gelegt und lässt am nackten Fuss den Flipflop pendeln. Pendeln bis der Flipflop wegfliegt. Da schaut er einen Moment hinüber in meine Richtung. Bleibt indes aber ganz verträumt und wickelt sein Abbild ein in die Serviette, dreht alles um und um.

masXin schrieb am 25.2. 2018 um 10:31:28 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 14 Punkt(e)

Wir inspizierten den größten Raum in Gerdas Wohnung, den Salon nämlich, auch stellte sich Adrian, mein Donnerstagsbub, bald an das Rednerpult und begann laut vorzutragen, was man eigentlich nur leise und nicht öffentlich bereden sollte. In diesem Sinn rief ich ihm zu. Adrian begriff sogleich und sprach unhörbar leise weiter und behalf sich mit pantomimischer Verdeutlichung. Unterdessen entdeckte ich im rückwärtigen Bereich ein Regal mit Schallplatten, sowie auf dem Regal, unter einem Tuch verborgen, einen Plattenspieler. Indem für ihn Technisches doch das Allerinteressanteste ist, war Adrian sofort zur Stelle, und es gelang uns in kürzester Zeit, Verstärker und Lautsprecher aufzufinden und mit dem Plattenspieler zu verkabeln, auch griff sich Adrian irgendeine Schallplatte heraus, es war Smetanas Moldau und andere populäre Stücke. Da aber übernahm ich ganz das Kommando, indem Adrian Schallplatten ganz unbekannt sind, und legte in übertriebener Vorsicht die Platte auf, auch musste die Nadel von Hand aufgesetzt werden.
Wie Gerda hereinkam bald darauf und ganz hingerissen war, sogar sprachlos gegen die Wand sich lehnen musste, indem schallend laut die Moldau erklang und Adrian und ich tanzten und umschlungen im Kreis uns drehten. Und wie Adrian formvollendet (nie hatte er Tanzstunde und dergleichen notwendig gehabt) die Gerda zum Tanz aufforderte dann.


masXin schrieb am 15.6. 2018 um 09:42:34 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 13 Punkt(e)

So hatte sich also zwischen mir und meinem Donnerstagsbuben ein Graben aufgetan, der Graben zwischen zwei Matratzen, indem wir zum ersten Mal in einem Doppelbett schliefen und nicht wie gewohnt in unserem Ehebett in Wien. Überhaupt übernachteten zum ersten Mal in einem Hotel, in der Pension Silvia, drei Sterne, Nähe Elisabethplatz, München.

Getrennt lagen wir also.
Und: wer bleibt, wer schlüpft herüber?
Wir hatten also zugleich mehr und weniger Platz als gewohnt, überhaupt erschien uns im Bett alles Vertraute anders irgendwie: indem beispielsweise die Hände von warmen, schweißnassen Bereichen hinüber zu kühleren wanderten und wieder zurück. Es war sehr warm. Zugleich kam vom offenen Fenster her ein frischer Luftzug. Draußen war auch ein Lärm die ganze Nacht fast, es war die Nacht von Samstag auf Sonntag.
Meine Hände waren also auf seiner angenehm kühlen Brust angelangt, und nun, das wird diese Reise nach München mir unvergesslich machen, nun kamen Adrians Nippelchen ins Spiel. Dass die bislang ganz außer Betracht geblieben waren!


masXin schrieb am 19.1. 2018 um 10:32:06 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 12 Punkt(e)

Indem gestern abend mir mein Donnerstagbub Adrian strikt abgeraten hat, die Donnerstagsbeichte weiterhin aufzusuchen, bin ich eben dageblieben. Wegen ihm müsse ich nicht zur Beichte gehen! Oder was hätte ich denn zu beichten überhaupt? Ihm, ihm müsse ich beichten, falls da irgend etwas vorgefallen ist! So habe ich ihm tatsächlich gestanden, dass am Sonntag, im Sportzentrum, als ich ihn überall suchte, kurz bevor ich ihn im Umkleideraum endlich gefunden hatte, im benachbarten Umkleideraum ... Was denn? fragt mich mein Beichtiger. Nun, da saß einer, wie du ganz einsam und allein, hat sich die Hose hochgezogen und dabei mich angeschaut.
Der Elias! Den kenne ich! Der ist bei uns im Verein! Ich kann ihn dir besorgen, wenn du willst.
Eine Beichte soll mich beruhigen, nicht beunruhigen. Adrian: was denn so besonderes an diesem Elias sei. Und von ihm angeschaut zu werden bloß, das muss doch nicht gebeichtet werden. Ich sage: aber wie er geschaut hat! Indem Adrian sehr genau wissen will, über welche Zauberkünste dieser Elias verfügt, hat er die Idee, es ihm gleichzutun. So begibt er sich in unser Zimmer, teilt mit: ich rufe dich, wenn ich soweit bin! Dann musst du hereinkommen! Aber nicht vorher!

masXin schrieb am 10.8. 2018 um 09:25:52 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 11 Punkt(e)

So bin ich nach Monaten der Enthaltsamkeit doch wieder zur Mariahilfer gegangen, zwar nicht zur Donnerstagsbeichte, wie sie dort für meinesgleichen eingerichtet ist, indem es sich ergeben hat, dass ich mehr als eine Stunde zu früh angekommen bin.
Also begab ich mich in den Kirchenraum, um zu warten, und bemerkte sogleich, dass auch dort Beichte möglich war, die ganz gewöhnliche Beichte eben.
Schon bei den ersten Worten bemerkte ich, dass mir die Stimme des Beichtigers wohlvertraut war. Indes, es gelang mir nicht, mich an den Inhaber dieser angenehmen Stimme zu erinnern. Mir war auch, als ob auch ich ihm gut bekannt sei.
Jetzt erst wird mir klar, dass er dann aber das eine und andere gar nicht hätte fragen müssen.

Einen Halt habe ich dem Donnerstagsbuben gegeben während einer Zeit, wo er eines solchen dringend bedürftig war, davon ist er überzeugt. Aber ist diese Zeit nicht abgelaufen inzwischen? Bin jetzt vielmehr nicht ich der Haltlose? Der Halt sucht an einem, der zwar gefestigt ist bereits, aber noch üben muss?
Eine Stille ist danach eingetreten. Dann vernahm ich, wie mein Beichtiger sich erhob und davon ging. Ich selbst blieb noch. Ich hätte gerne ihn noch gesehen, ihn erkannt womöglich. Indes, ich blieb noch sitzen eine geraume Zeit.

masXin schrieb am 9.1. 2018 um 15:26:37 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 13 Punkt(e)

Absichtlich und unabsichtlich, oder soll ich sagen bewusst und unbewusst? es ist nicht immer unterscheidbar, indem mein Donnerstagsbub, wir waren schon zu Bett, ich glaubte ihn bereits eingeschlafen, auf einmal gestand, dass er mit einem Älteren schon einmal geschlafen habe. Ein einziges Mal, schon lange her. Dieser sei 17 bereits gewesen. Der John. Der habe dann aber eine gleichaltrigen Freund gefunden, den Alexander. Ja, in seiner Schule werde über solche Dinge ganz offen geredet. Nichts besonderes sei das.

Dann war lange Zeit Ruhe, wir mussten beide eingeschlafen sein.

Dann ein Krachen und lautes Gelächter.
Sogleich war auch Gerda, die Zimmerwirtin an der Tür, indem sie ein Unglück und Wehgeschrei vermutete.

Indes hatte sich nur Adrians Notlagerstatt zerlegt, welche aus 6 Stühlen zusammengefügt gewesen war. Das war für die Gerda ein unmöglicher Umstand. Warum denn der arme Adrian nicht in meinem Bett schlafe! Das sei doch wahrlich breit genug!

masXin schrieb am 7.4. 2018 um 08:56:16 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 12 Punkt(e)

So hatte ich gestern, Freitag, auf dem Ottakringer Friedhof Gelegenheit, anlässlich der Bestattung von Bianca, der Tante meines Donnerstagsbuben, dessen näherer Verwandtschaft zu begegnen.
Indem Bianca die Tante väterlicherseits ist, wäre Adrians Vater der Hauptadressat aller Beileidsbekundigungen gewesen. Es war aber vielmehr dessen momentane Lebenspartnerin. Auch Adrian war es nicht angenehm, wie sie Adrians doch ganz schön auffallende Trauerbekleidung auch noch übertraf, wie also diese Person nicht nur Mittelpunkt sein wollte, sondern aus ihrem eigenen Umfeld die meisten Teilnehmer der Bestattungsfeierlichkeit hinzugezogen hatte ganz offensichtlich.
Auffallend war sie, indem sie einen großen schwarzen Hut trug mit einem rundum angebrachtem schwarzem Schleier. Auffallend war auch, wie Adrians Vater sich von dieser seiner Gefährtin etwas abseits hielt die ganze Zeit, aber auch nicht Adrians Nähe suchte, wie es doch nur natürlich gewesen wäre. Indem eine Trauermusik erklang, vom Band, welche kein Ende nehmen wollte, nahm Adrian meine Hand, wir erhoben uns, und er zog mich Richtung Ausgang, es sollte unauffällig sein, aber es drehten sich doch so manche um und bewunderten Adrians Kombination aus einem traditionellen Anzug von Pierre Cardin, ganz neuen Sneakers in schwarz und weiß, und einem barocken Hemd, dessen blütenweiße Falten aus der dunklen Jacke vorn hervorquollen. Adrian hatte einen Abstellraum mit Gärtnereigeräten ausfindig gemacht, und erst dort ließ Adrian seiner Bewegtheit freien Lauf, indem er aufschluchzend mich umarmte, ja wie in einem Taumel küssten wir uns ohne Unterbrechung, bis Glockenklänge uns riefen, welche das Ende der Predigt bedeuteten. Da schlossen wir uns den andern wieder an und folgten ihnen hinüber zum Grab.

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