Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 664, davon 311 (46,84%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 74 positiv bewertete (11,14%)
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positiv bewertete Texte
Der erste Text am 13.7. 2017 um 12:24:07 Uhr schrieb
ich sagte voilà! und über Donnerstagsbeichte
Der neuste Text am 14.8. 2026 um 08:49:56 Uhr schrieb
Christine über Donnerstagsbeichte
Einige noch nie bewertete Texte
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am 14.8. 2026 um 08:47:18 Uhr schrieb
Christine über Donnerstagsbeichte

am 14.8. 2026 um 08:49:56 Uhr schrieb
Christine über Donnerstagsbeichte

am 14.8. 2026 um 02:57:27 Uhr schrieb
Maxin Gurki über Donnerstagsbeichte

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Donnerstagsbeichte«

masXin schrieb am 1.7. 2018 um 08:52:51 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 16 Punkt(e)

Indem neuerdings Adrians Kameraden vom FC Torpedo Frühsport betreiben wollen sonntags immer, haben wir heute ein sehr frühes Frühstück eingenommen.
Nach Adrians Verabschiedung kam Gerda nochmals auf den Ballettabend vom Freitag zurück. Wie sie in der Pause den Gesprächen der Freunde von John zugehört hat, John zuliebe, dem sie doch die Freikarte verdankt. Seine Freunde sind wohl alle auch vom Ballett, und ehrlich, in ihrer eigenen Welt leben die ja, und selten hat sie ganz begriffen, worum es ging. Eifersüchteleien wohl meistens, indem der eine in seiner Karriere sich behindert glaubt, während ein anderer einer ganz unverdienten Beförderung verdächtigt wird. Oder geht es da um Liebschaften? Ist da überhaupt ein Unterschied? Auch die Affäre John - Alexander wurde beleuchtet. Und ein gewisser Adrian wurde einmal erwähnt - ob mit diesem mein Donnerstagsbub gemeint gewesen sein könnte? oder irgend ein anderer Adrian?
Nein danke, liebe Gerda, sagte ich, keinen Kaffee mehr. Vielleicht muss ich noch ein Stündchen ausschlafen.
Gerda: irgendwie hast du ja den Adrian richtig verliebt in dich gemacht. Das ist mir neuerdings aufgefallen. Wenn er sich von dir verabschiedet - Schule vorgestern, heute Sport - als ob es für immer wäre!

masXin schrieb am 7.9. 2018 um 12:13:51 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 24 Punkt(e)

Gerda hat in ihrem Schlafzimmer in einer Nische - früher stand dort ein Kachelofen - hinter einem Vorhang verborgen so etwas wie ein Boudoir sich eingerichtet, und warum führt sie mich dorthin? Weil gestern abend der Ilyas vorbeigekommen ist, und was hat er ihr gebracht? Ein Geschenk! Ein Flascherl Boucheron Place Vendôme!
Er hat sich nämlich Mittwoch letzter Woche in Gerdas Schlafzimmer umziehen dürfen, indem ein Salon angesagt war, da hat Ilyas das Buffet anrichten und servieren helfen. Umziehen hat er sich müssen, indem nach dem Vortrag er einen Bauchtanz hat vorführen wollen, im passenden Gewand natürlich. Da muss er entdeckt haben, dass Gerdas Boucheron Place Vendôme aufgebraucht war bis auf einen winzigen Rest.
»Ist er nicht ein ganz reizender Bub!« sagt Gerda immer wieder, und jetzt zeigt sie mir noch einen niedrigen Kasten mit zwei Flügeltüren. Darinnen war noch alte Männer-Leibwäsche, erfahre ich, jetzt ist diese heraußen und Ilyas darf dort die goldenen Sandalen und alles, was für einen stilechten Bauchtanz notwendig ist, aufbewahren. Auch eine ganz schlichte Pappschachtel kriege ich gezeigt, darin allerlei goldene Kettchen, Ringe mit Halbedelsteinen, Ohrringe sogar, die hat doch Ilyas gar nicht getragen damals.
Ja ist denn jetzt an jedem Mittwochssalon Bauchtanz? frage ich erstaunt.
»Wir werden unseren Salon umgestalten müssen etwas«, sagt Gerda, »ich weiß noch nicht so recht, wie. Jedenfalls wird Ilyas vorbeischauen einfach so von Zeit zu Zeit, ich habe das angeregt nämlich, und bauchtanzen will er nur für uns beide und deinen Donnerstagsbuben.«


masXin schrieb am 17.9. 2018 um 12:23:13 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 17 Punkt(e)

Mein Buchhändler in der Garbergasse hat dringed angemahnt: 20 Exemplare vom Tod in Venedig, indem der Arcadia Opera Shop diesen anbieten will! Sogleich bin ich zu meinen Copyshop im Rennweg gegangen, es war gestern, indes, beim Nachdruck ist fast mir alles misslungen, was mit meiner wohl verständlichen Aufgeregtheit zu tun hat. So ist alles heute erst geglückt und ist in der Garbergasse abgeliefert.
Man muss bedenken, dass die Hauptperson in meinem Werk »Marimbaphon - ein Tod in Venedig« ein gewisser Alexander ist, ein Freund meines Donnerstagsbuben, indem beide auf dieselbe Schule gehen. Der Alexander wird kommendes Frühjahr maturieren übrigens und von der Schule abgehen. Er hat ja den Tadzio gespielt in einer Szene aus diesem Stück von Benjamin Britten, welche Ende 2014 in der Staatsoper aufgeführt wurde probeweise. Der Aschenbach wurde von einem gewissen Hans X. dargestellt, auch im wahren Leben der Lover des Alexander. Dieser Hans hat auf der Bühne keinen dargestellten, sondern seinen wahren Tod erlitten und ist im Jänner 2015 bestattet worden.

masXin schrieb am 22.9. 2018 um 11:56:53 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 12 Punkt(e)

Hat sich doch mein Donnerstagsbub Adrian ein Herz gefasst und hat auf eigene Faust den Herrn Regow besucht. Er hat ja keine Klingel an der Tür, aber da war eine Karte in den Türspalt geschoben: bitte LAUT klopfen.
Das war übrigens auf die Rückseite der Visitkarte geschrieben, welche wir bereits kennen:  De Waal
                                                            (Inh. Malte Regow)
                                                             Barnabitenstiege
                                                                WIEN
Also hat Adrian beherzt angeklopft, die Tür ist elektrisch aufgegangen sogleich, und Adrian ist eingedrungen in einen dämmrigen Vorraum - erschrocken dann umgekehrt sogleich, indem er ein Paar Elefantenstoßzähne erblickt hat, welche da aus einer dunklen Ecke hervorgeleuchtet haben. Und ganz angefressen war der eine, wie Augenhöhlen in einem Totenschädel!

Was sagt unsere Obfrau Gerda dazu?
Sei nicht so schreckhaft, Bub! Ich habe den Herrn Regow eingeladen übrigens. Er wird uns besuchen demnächst. Er ist ein kultivierter Mensch und nicht, was du immer gleich denkst!

masXin schrieb am 11.8. 2018 um 15:41:48 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 14 Punkt(e)

Er weiß ja selbst nicht recht, wie und wo, mein Donnerstagsbub. Ein Zimmer für sich hätte er schon gern, bei seinem Vater nämlich, aber mit dem Essen wiederum ist da ein Problem, er muss alles selbst besorgen, indem der Vater ganz patschert ist, was Essen angeht, und einen Papp anrichtet in der Küche meistens, immer eigentlich.
Unsere Gerda ist da eben unübertroffen. Ist überhaupt eine sehr Aufmerksame, ich kann ihr doch nicht vorwerfen, dass sie mir nicht alles berichtet stantepede, was ich ja selbst auch hätte bemerken können, die Sache mit dem Schlüssel meine ich. Wie hat er immer Sturm geklingelt an der Wohnungstür! indessen aber selbst geöffnet und ist hereingekommen.
Neulich aber, war es nicht Dienstag erst? wo er kurz nur geklingelt hat, und warten hat müssen, bis Gerda ihm aufmacht, indem er ihr die Schlüssel zurückgegeben hat vor geraumer Zeit bereits.
Habe es doch auch gehört, das schüchterne Klingeln, hätte alles sofort begreifen können, indes, begriffen habe ich viel später erst. Ergriffen hat es mich, so müsste ich sagen, als ein plötzlicher Schmerz.

masXin schrieb am 12.2. 2018 um 11:46:44 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 16 Punkt(e)

Indem Sonntag kein Fußball-Match stattfand, besuchten wir das Brigittenauer Bad, und mit einer großen Begeisterung, aber einer für mich am Ende unerträglichen Beharrlichkeit, spielte mein Donnerstagsbub Adrian mit mir das Spiel: ich kenne Sie nicht! Aufs genaueste hat er erfasst, wie er mich anschauen muss, um selbst aus der Ferne einen Schauer von Begehren in mir auszulösen. Aber eben Erinnerungen auch, Angst vor Erpressern, Angst vor Denunzianten, Angst vor diesen im Grunde Spießgesellen, welche als Beschützer sich organisiert haben und somit sich immer wieder durch Anzeigen glaubhaft machen müssen. Fast auch Angst, mein lebenslang durch solche Eskapaden ohnehin angegriffenes Herz könnte aussetzen. Das Spiel also abbrechen wollte ich, aber Adrian hatte die Lust am Springen, Tauchen, Schwimmen so erfasst, dass er meinte, ich wolle den Schwimmgenuss überhaupt abbrechen und entzog sich mir immer wieder. Dann, endlich, nach über 2 Stunden, schlenderte er zu den Kabinen, da endlich flüsterte er mir zu: wenn Sie mich zu McDonald einladen, dann bin ich zu allem bereit.

masXin schrieb am 5.3. 2018 um 11:16:50 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 18 Punkt(e)

Vor dem sonntäglichen Fußball-Match bereits hatte mein Donnerstagsbub Adrian mit Ilyas vereinbart, dass er hinterher mit uns kommen werde. Ilyas ist der Name, nicht Elyas. Während Ilyas sich unerschütterlich als Tormann bewährte, hatte Adrian noch nie so schlecht gespielt, indem sicherlich in ihm, ebenso wie in mir, eine Vorfreude und Erregung immer mächtiger anstieg. Bereits auf dem Weg zu uns in den Rennweg bekam uns die Lust, mit Ilyas in irgend einen Hauseingang zu verschwinden, dieser aber wehrte alle voreiligen Zugriffe entschieden ab. Weigerte sich auch, sich mit uns in den Aufzug zu zwängen. Allerdings, bis wir oben angekommen waren, war es auch um Ilyas geschehen, und ich weiß nicht, was Gerda sich hat denken müssen, als sie zwei heftig atmende Buben, auch ich war wohl sichtlich außer mir, zu der Jause an den Küchentisch bat, die sie vorbereitet hatte.
Sie hat einen heftigen Streit vermutet eventuell, den die Buben nun, der Höflicheit wegen, auf Eis gelegt hatten vorübergehend. Ilyas saß neben mir auf der Küchenbank, und als dieser sich tief atmend, mit geschlossenen Augen, und nach hinten sinkendem Kopf, gegen mich sich lehnte, da sagte Adrian mit heiserer Stimme: nun wird es mir zu viel, und verschwand in unserem Zimmer. Die genaue Reihenfolge der nun folgenden Ereignisse weiß ich nicht mehr, jedenfalls, als wir wieder klar denken konnten, befanden wir uns alle drei ineinander verschlungen teils auf, teils neben dem Bett, eigentlich angezogen noch bzw. kaum mehr als notwendig ausgezogen. Wir brachten uns und überhaupt alles wieder in eine Ordnung, und saßen schließlich alle vereint wieder am Küchentisch, den Gerda in der Zwischenzeit aufs schönste angereichert hatte und neu gedeckt. Wie sehr wünsche ich mir eine Wiederholung von alldem, indes, ohne jegliche Überstürzung.

masXin schrieb am 18.6. 2018 um 09:22:18 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 24 Punkt(e)

Es geht gar nicht darum, meine Erinnerungen zu verklären, besonders diese zweite Nacht in der Pension Silvia, Zimmer № 4. Wäre doch ein von argwöhnischem Personal beauftragter Hausdetektiv ins Zimmer geschlichen, oder hätte ein verstecktes Videoauge alle Geschehnisse protokolliert, ich wünschte mir nur ein Bild: meinen Donnerstagbuben, schlafend, im Bett daneben mich, schlafend.
Nicht verklären will ich, sondern vergegenwärtigen. Hätte ich doch gern die ganze, nicht nur einen Teil der Nacht den schlafenden Adrian neben mir betrachtet, mal auf dem Rücken und mit offenem Mund atmend, mal seitlich liegend. Dann mir abgewandt. Dann wieder mir zugewandt; und wie doch die unschuldigste Zu- und Abwendung eine veränderte Ausschüttung von Hormonen auslöst sogleich.
Indem ich also mir alles vergegenwärtigen will, muss ich auch vervollständigen, das wäre: erkunden, was hat er, er denn gefühlt und gedacht in dieser Nacht? Indem ein Bub in seinem Alter nicht alles zur Sprache bringt, gar reflektiert, es sei denn etwas dem spontanen Fauchen oder Schnurren eines Katers vergleichbares, so will ich doch manches im Nachhinein noch ergründen; es will aber der Adrian viel lieber in Gegenwärtiges sich vertiefen als in Vergangenes.

masXin schrieb am 29.4. 2018 um 22:18:23 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 16 Punkt(e)

Als Adrian gestern spät in der Nacht, oder war es Sonntag bereits? zurückkehrte, war eine Verstimmung spürbar, die mit dem Zusammmensein mit John und Alexander zu tun haben musste, und nicht mit der Auseinandersetzung am Samstag morgen, indem ich nach dem Frühstück im Rennweg mit Adrian spazierend und die freundliche Sonne genießend, geraucht hatte. Einen Joint wäre zuviel gesagt, es war eine selbstgedrehte Zigarette mit einer ganz unbedeutenden Anreicherung. Einen Zug nur, nicht mehr, hatte ich meinem Donnerstagsbuben gestattet, aber er hatte bei ihm einen Redestrom ausgelöst, dem ich kaum gewachsen war.

Sehr spät also kam er zurück, etwas polternd, was sonst seine Art nicht ist. Verschwand im Badezimmer, für nicht sehr lange. Und da war dieser mir vertraute Geruch an ihm nach einem gewissen Krem aus der Carolus-Apotheke. Und er schlüpfte zu mir ins Bett.
Wir hatten diese Sache noch nie zuvor geübt, nur beredet, und ich hätte so gern mich selbst vorbereitet, und zwar gründlich, vor allem auch mich mit dem Carolus-Krem versehen.
Nun war, was ich gern festlich und feierlich, weil zum ersten Mal, vollzogen hätte, ein heftiges und auch schmerzhaftes Erlebnis geworden. Was ich stöhnend verlautbaren musste und keineswegs verschweigen.
So schlimm war es auch wieder nicht! versicherte ich bald danach meinem ganz kleinlaut gewordenen Buben, und wir begaben uns ins Badezimmer. Säuberten uns, und nun bereitete ich mich für ein eventuelles zweites Mal vor, und zwar mit aller Sorgfalt. Wie bald wurde aus der Eventualität eine sichere Gewissheit!
Nun bat ich ihn, alles Ungestüm abzulegen. Es sich nach Einbringung auf mir bequem zu machen. Alles dem Lover und dessen rückwärtiger Muskulatur zu überlassen und der Beweglichkeit seines Beckens.
Hat es eine halbe Stunde gedauert womöglich, wenigstens zwanzig Minuten? Eine selige Ewigkeit jedenfalls, bis er derb meine Oberarme packte, mich wieder in dieselbe Stelle biss, am Nacken links (würde er doch rechts beißen endlich einmal, damit links ausheilen kann).
Tränen der Dankbarkeit? Tränen jedenfalls rannen meinen Hals entlang.
Und dass nach dieser Nacht, dass nach einem schönen Frühstück alles gelöst würde, was noch ungelöst war, da waren wir ganz zuversichtlich.

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