Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 664, davon 311 (46,84%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 74 positiv bewertete (11,14%)
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positiv bewertete Texte
Der erste Text am 13.7. 2017 um 12:24:07 Uhr schrieb
ich sagte voilà! und über Donnerstagsbeichte
Der neuste Text am 14.8. 2026 um 08:49:56 Uhr schrieb
Christine über Donnerstagsbeichte
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am 14.8. 2026 um 08:49:56 Uhr schrieb
Christine über Donnerstagsbeichte

am 14.8. 2026 um 08:47:18 Uhr schrieb
Christine über Donnerstagsbeichte

am 14.8. 2026 um 02:59:17 Uhr schrieb
Gerdada über Donnerstagsbeichte

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Donnerstagsbeichte«

masXin schrieb am 5.3. 2018 um 11:16:50 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 18 Punkt(e)

Vor dem sonntäglichen Fußball-Match bereits hatte mein Donnerstagsbub Adrian mit Ilyas vereinbart, dass er hinterher mit uns kommen werde. Ilyas ist der Name, nicht Elyas. Während Ilyas sich unerschütterlich als Tormann bewährte, hatte Adrian noch nie so schlecht gespielt, indem sicherlich in ihm, ebenso wie in mir, eine Vorfreude und Erregung immer mächtiger anstieg. Bereits auf dem Weg zu uns in den Rennweg bekam uns die Lust, mit Ilyas in irgend einen Hauseingang zu verschwinden, dieser aber wehrte alle voreiligen Zugriffe entschieden ab. Weigerte sich auch, sich mit uns in den Aufzug zu zwängen. Allerdings, bis wir oben angekommen waren, war es auch um Ilyas geschehen, und ich weiß nicht, was Gerda sich hat denken müssen, als sie zwei heftig atmende Buben, auch ich war wohl sichtlich außer mir, zu der Jause an den Küchentisch bat, die sie vorbereitet hatte.
Sie hat einen heftigen Streit vermutet eventuell, den die Buben nun, der Höflicheit wegen, auf Eis gelegt hatten vorübergehend. Ilyas saß neben mir auf der Küchenbank, und als dieser sich tief atmend, mit geschlossenen Augen, und nach hinten sinkendem Kopf, gegen mich sich lehnte, da sagte Adrian mit heiserer Stimme: nun wird es mir zu viel, und verschwand in unserem Zimmer. Die genaue Reihenfolge der nun folgenden Ereignisse weiß ich nicht mehr, jedenfalls, als wir wieder klar denken konnten, befanden wir uns alle drei ineinander verschlungen teils auf, teils neben dem Bett, eigentlich angezogen noch bzw. kaum mehr als notwendig ausgezogen. Wir brachten uns und überhaupt alles wieder in eine Ordnung, und saßen schließlich alle vereint wieder am Küchentisch, den Gerda in der Zwischenzeit aufs schönste angereichert hatte und neu gedeckt. Wie sehr wünsche ich mir eine Wiederholung von alldem, indes, ohne jegliche Überstürzung.

masXin schrieb am 15.9. 2018 um 12:28:19 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 15 Punkt(e)

Donnerstagsbub Adrian berichtet ganz beiläufig - und das am Mittagstisch, und unsere Obfrau und exzellente Köchin Gerda hört sich alles ganz gleichmütig an! - (Backhenderln übrigens; wie lange hat Adrian auf diese verzichten müssen, indem er bei seinem Vater hat wohnen wollen eine gewisse Zeit) - Adrian berichtet also, dass ein Training beim F.C. Torpedo oft ein Nachspiel hat; genau genommen finden zwei Nachspiele statt. Beim ersten Nachspiel führt Torwart Ilyas seinen Bauchtanz vor, in einem separaten und abschließbaren Abstellraum.
Ein auserwählter und verschworener Kreis von Fußballern ist es, und man legt dabei Hand an sich, indes, Ilyas berühren ist Tabu. Am Ende ist Ilyas ein Unberührter, ein noch Unbefriedigter und ganz schön Erregter also - - Adrian ebenso!
Mitleid nicht, es ist eine einvernehmliche, eine pure Freundschaft, wenn anschließend - das ist das zweite Nachspiel - indem also Ilyas und Adrian in Ruhe und stiller Abgeschiedenheit alles nachholen; ist es doch so nicht viel schöner; ich werfe ein und ergänze: intimer? und Gerda nickt beifällig.
Fast gleichzeitig greifen wir jetzt nach unseren Servietten, danach gönnt Adrian sich einen tiefen Schluck Cola light, Gerda und ich stoßen an: wir trinken den Hauswein, einen sauberen Zweigelt.

masXin schrieb am 12.2. 2018 um 11:46:44 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 16 Punkt(e)

Indem Sonntag kein Fußball-Match stattfand, besuchten wir das Brigittenauer Bad, und mit einer großen Begeisterung, aber einer für mich am Ende unerträglichen Beharrlichkeit, spielte mein Donnerstagsbub Adrian mit mir das Spiel: ich kenne Sie nicht! Aufs genaueste hat er erfasst, wie er mich anschauen muss, um selbst aus der Ferne einen Schauer von Begehren in mir auszulösen. Aber eben Erinnerungen auch, Angst vor Erpressern, Angst vor Denunzianten, Angst vor diesen im Grunde Spießgesellen, welche als Beschützer sich organisiert haben und somit sich immer wieder durch Anzeigen glaubhaft machen müssen. Fast auch Angst, mein lebenslang durch solche Eskapaden ohnehin angegriffenes Herz könnte aussetzen. Das Spiel also abbrechen wollte ich, aber Adrian hatte die Lust am Springen, Tauchen, Schwimmen so erfasst, dass er meinte, ich wolle den Schwimmgenuss überhaupt abbrechen und entzog sich mir immer wieder. Dann, endlich, nach über 2 Stunden, schlenderte er zu den Kabinen, da endlich flüsterte er mir zu: wenn Sie mich zu McDonald einladen, dann bin ich zu allem bereit.

masXin schrieb am 18.6. 2018 um 16:43:43 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 14 Punkt(e)

Am Feldmochinger See den Minigolf habe ich ausgesucht, die Idee gehabt hat aber Adrian, der Donnerstagsbub. Auf 18 Bahnen sammelte er 60 Punkte ein, ich 68.
Ab Bahn № 15 oder 16 verschlechterte sich seine Laune zusehends, weil er sich bereits auf die Zeit danach besann, und Adrian dieses ihm widerfahrene Unglück wieder bewusst wurde, indem wir am Vormittag bei »Early« blütenweiße PUMA-Sneakers eingekauft hatten; die mit dem praktischen Drehknopf.
Hätte ich ihn nur gewarnt; er musste sie einfach anbehalten - es waren die alten Schuhe, die in die stylische Tüte gepackt wurden.
Wir sitzen in der U2 nach Feldmoching hinaus, da entdeckt er den ersten Fleck, er versucht es mit Spucke, nun reibe doch nicht, sage ich und reiche ihm ein Tempo, vorsichtig tupfen musst du. Alles vergeblich, ja weitere Flecke wurden entdeckt. Beim Minigolf wenigstens trug er die alten Schuhe wieder.
Und nun diese Laune, diese unerträglich üble Laune. Das war nicht mehr mein Donnerstagsbub.
Nahe an unserer Pension Silvia ist im Bereich eines Gymnasiums dieser Bolzplatz, wo ein Fußball gegen die Metallgitter donnert immer wieder.
Ja, spiel gerne mit! war die Auskunft - klettere nur herüber, auch wir haben alle hinübergeklettern müssen! Vier Meter hoch außen, vier Meter tief innen - wie ängstlich war ich und wollte abraten.

Nach einer Stunde hab ich ihn wieder abgeholt, jetzt war er der zufriedenste Bub der Welt. Im Badezimmer füllte er das Waschbecken mit Wasser, rührte Seife hinein. Gründlichst wurden die Sneakers bearbeitet. Und die waren, als wir spät in der Nacht vom Italiener, danach Spanier (Tapas) zurückkehrten, wieder ganz trocken und jungfräulich weiß.


masXin schrieb am 1.8. 2018 um 10:23:31 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 17 Punkt(e)

Flaniere einfach so dahin und gehe unbewusst wieder einmal die Walfischgasse entlang, Schattenseite natürlich bei so einem Wetter, und wie wird mit einem Mal mir alles sinnvoll, ein Stückerl noch und beim Sacher angekommen bin ich. Habe dort einen Stammplatz zwar nicht, es kann bei 1 - 2 Mal in Jahr von Stammplatz nicht die Rede sein, habe aber dort einen bevorzugten Platz, welcher heute zwar mit einem Reserviertschilderl versehen war, welches zu ignorieren mir aber höflich gestattet wurde, auch sei der große Mokka schon unterwegs und dazu das grosses Wasser, indem ich erstaunlicherweise doch kein ganz Unbekannter dort bin.
1 - 2 Mal im Jahr ergibt es sich, dass mich eine Nachdenklichkeit befällt, welche ich nur beim Sacher bewältigen kann, indem ich zu einer öffentlichen Person werde, und zwar zu einer seriösen, weil in seriösem Ambiente. Eine seriöse Person bin ich, welche in einem seriösen Ambiente von anderen seriösen Personen in Ruhe betrachtet werden kann und als Schriftsteller oder Journalist eingeschätzt könnte ich werden, als Kritiker gar allerneuster kultureller Begebenheiten, indem ich hin und wieder in mein Notizbuch etwas eintrage, und überhaupt nachdenklich bin ich nicht nur, sondern einen Nachdenklichen auch darstellen will ich, indem ich selbst wie in einem Spiegel mich betrachten will gewissermaßen.
Ein Verlassener bin ich jetzt, nicht nur heute, sondern gleich für mehrere Tage hintereinander, indem Adrians Vater eine Wohnung gefunden hat, schneller als ursprünglich erwartet, und ihn zu einem probeweisen Wohnen mit ihm aufgefordert und eingeladen hat, so dass ich von meinem Donnerstagsbuben getrennt bin momentan.

masXin schrieb am 18.6. 2018 um 09:22:18 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 24 Punkt(e)

Es geht gar nicht darum, meine Erinnerungen zu verklären, besonders diese zweite Nacht in der Pension Silvia, Zimmer № 4. Wäre doch ein von argwöhnischem Personal beauftragter Hausdetektiv ins Zimmer geschlichen, oder hätte ein verstecktes Videoauge alle Geschehnisse protokolliert, ich wünschte mir nur ein Bild: meinen Donnerstagbuben, schlafend, im Bett daneben mich, schlafend.
Nicht verklären will ich, sondern vergegenwärtigen. Hätte ich doch gern die ganze, nicht nur einen Teil der Nacht den schlafenden Adrian neben mir betrachtet, mal auf dem Rücken und mit offenem Mund atmend, mal seitlich liegend. Dann mir abgewandt. Dann wieder mir zugewandt; und wie doch die unschuldigste Zu- und Abwendung eine veränderte Ausschüttung von Hormonen auslöst sogleich.
Indem ich also mir alles vergegenwärtigen will, muss ich auch vervollständigen, das wäre: erkunden, was hat er, er denn gefühlt und gedacht in dieser Nacht? Indem ein Bub in seinem Alter nicht alles zur Sprache bringt, gar reflektiert, es sei denn etwas dem spontanen Fauchen oder Schnurren eines Katers vergleichbares, so will ich doch manches im Nachhinein noch ergründen; es will aber der Adrian viel lieber in Gegenwärtiges sich vertiefen als in Vergangenes.

masXin schrieb am 11.7. 2018 um 15:54:06 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 24 Punkt(e)

Da versteckt Gerda also Briefe von Adrians Vater und reicht sie ihm heimlich weiter. Und viel später erst fasst sich mein Donnerstagsbub ein Herz und berichtet mir davon. Du willst es mir ja schonend beibringen, sage ich ihm, aber ich will nicht geschont werden!

Indem ich den Verdacht habe hegen müssen, er wolle zu seinem alten Freund John ziehen, ist es ja fast beruhigend für mich, dass er lieber zu seinem Vater ziehen will, als zu John.
Es ist ja der John viel jünger als ich und nur wenig älter als er. Das Getue von dem John aber gefällt ihm nicht. Oder, wie Gerda sagt: der John ist so nett im Grunde und ganz normal schwul. Aber mit denen Personen vom Ballett, mit diesen seinen Freunden, da ist dann gleich dieses Getue. Sie hat es ja erlebt neulich, in der Oper, während der Pause.

Und was ist mit dem Vater. Dem hat erstens die Generali das Gehalt aufgebessert, und zweitens hat er sich von seiner Gefährtin getrennt. Wir haben die ja einmal erleben dürfen, hier im Rennweg. Und er ist dabei, drittens, sich eine andere Wohnung zu suchen. Jedenfalls, die Welt dreht sich weiter. Ich aber will, dass für alle Zeit alles so bleibt, wie es ist.

masXin schrieb am 11.8. 2018 um 15:41:48 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 14 Punkt(e)

Er weiß ja selbst nicht recht, wie und wo, mein Donnerstagsbub. Ein Zimmer für sich hätte er schon gern, bei seinem Vater nämlich, aber mit dem Essen wiederum ist da ein Problem, er muss alles selbst besorgen, indem der Vater ganz patschert ist, was Essen angeht, und einen Papp anrichtet in der Küche meistens, immer eigentlich.
Unsere Gerda ist da eben unübertroffen. Ist überhaupt eine sehr Aufmerksame, ich kann ihr doch nicht vorwerfen, dass sie mir nicht alles berichtet stantepede, was ich ja selbst auch hätte bemerken können, die Sache mit dem Schlüssel meine ich. Wie hat er immer Sturm geklingelt an der Wohnungstür! indessen aber selbst geöffnet und ist hereingekommen.
Neulich aber, war es nicht Dienstag erst? wo er kurz nur geklingelt hat, und warten hat müssen, bis Gerda ihm aufmacht, indem er ihr die Schlüssel zurückgegeben hat vor geraumer Zeit bereits.
Habe es doch auch gehört, das schüchterne Klingeln, hätte alles sofort begreifen können, indes, begriffen habe ich viel später erst. Ergriffen hat es mich, so müsste ich sagen, als ein plötzlicher Schmerz.

masXin schrieb am 6.8. 2018 um 14:03:28 Uhr zu

Donnerstagsbeichte

Bewertung: 20 Punkt(e)

„Doch nicht Großmutter!“ so Ilyas über diese alte Dame nämlich, die ihn gesalbt und eingekleidet hatte neulich, und die meiner Meinung nach hätte seine Großmutter sein können. Nach allem, was ich erfuhr, ist sie eine Haussklavin eigentlich, indem sie vermutlich illegal in Wien lebt und ganz von des Ilyas Verwandtschaft abhängig ist. Nada heißt sie, und es ist wohl einzig Ilyas, von dem sie etwas Zuneigung erfährt, indem sie all seine Launen erträgt. Dieser hat, ganz unzusammenhängend übrigens, dies und jenes über sie und den Haushalt überhaupt mitgeteilt, wovon mir manches sehr komisch erschien, umso mehr, als er alles ganz ernst vorträgt. So ist die Nada für ganze Batterien von Tages- und Nachtcremes zuständig, derer des Ilyas empfindliche Haut bedarf, und die sachgemäß aufzutragen sie in all den Jahren immer noch nicht gelernt hat. Aber er ist nun einmal auf die Nada angewiesen, und für ihn ist sie gut genug, sagen alle immer. Ja, man hat schon gedroht, die nichtsnutzige Nada aus dem Haushalt zu entfernen und sie dorthin zurückzuschicken, wo sie herkommt, was ein ganz unbedeutendes Kaff in Ägypten sein muss, und er ist doch gelenkig genug, sich selbst überall einzucremen, womit auf eine Dienstleistung der Nada angespielt wird (das einzige, was sie wirklich gut kann, gab Ilyas zu), nämlich den Ort zu pflegen, dessen Eingang und Tiefe einem selbst nur mit Mühe und Überwindung zugänglich ist. Indem ich nicht alles sofort begriffen habe, glaubte Ilyas, ich hätte Zweifel, und sagte, was er schon ein paar Mal meinte bekräftigend sagen zu müssen: „so wahr ich meiner Mutter Sohn bin!“

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