Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Selbstmord«
Lullaby schrieb am 13.7. 2004 um 21:53:29 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
Der Verwandte X eines Bekannten Y einer Freundin Z hat am Wochenende Selbstmord begangen. X ist also tot, Y erschüttert und Z hat mir davon erzählt. Das sollte sie aber nicht. Überhaupt wollte die Familie von X die Ursache seines Todes öffentlich verschweigen, sogar zur übermorgen stattfindenden Beerdigung. Das ist die gewiss übliche Scham und Angst vor dem Vorwurf, wie es eine Familie zu einer solchen Verzweiflung eines ihrer Mitglieder konnte kommen lassen. Z sieht das gelassen: sie kannte X kaum und nur als verschlossen und schwer zugänglich, Selbstmorde kommen eben vor in der Welt, wahrscheinlich sehr viele jeden Tag. Ich kannte X gar nicht und kenne Y nur ein wenig. Ich weiß nicht genau, warum ein in meiner ferneren Umgebung ausgeführter Selbstmord mir so ein Greuel ist, es ist gewiss kein wirkliches Mitgefühl mit X oder Y, eher ein abstraktes Grauen vor dem Selbstmord an sich, dem allerfürchterlichsten, das ich mir denken kann, weil X vielleicht schon Monate oder Jahre vor seiner Tat tot war, zwischen uns her lief und den Tod in sich trug und es wusste. Wer weiß, ob so ein Keim nicht auch in mir schlummert, was ich mir durchaus vorstellen könnte, oder in meinem Freund W oder meinem Verwandten V. Ich beneide Z um ihre kühle Sicht der Dinge, bei der Urteilskraft und Emotionen im Gleichgewicht sind und die mir entschieden vernünftiger zu sein scheint. Was an meinen Empfindungen für einen Augenblick wie quälendes Mitgefühl erscheinen könnte, ist in Wirklichkeit alles andere als altruistisches Mitleid, vielmehr der egoistischste aller Gemütszustände: es ist Angst.
Heynz Hyrnrysz schrieb am 11.10. 1999 um 01:55:02 Uhr zu
Bewertung: 16 Punkt(e)
Da das Leben bekanntlich ein Witz ist, kann ich mich jetzt noch nicht umbringen. Ich muß noch auf die Pointe warten.
die Existenz schrieb am 23.5. 2000 um 00:04:16 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Jemand, der sich selbst für die Quelle seiner Probleme hält, und an ein Jenseits glaubt, wird nicht erwarten, dass es ihm in diesem Jenseits besser gehen würde... so jemand ist wohl weniger Suizidgefährdet als jemand, der an ein Jenseits glaubt, und seine Umwelt für seine Depressionen veranwortlich macht...
Wenn ich also meine, dass es einfach an mir liegt, in meiner Natur liegt, depressiv zu sein, dass ich einfach unfähig bin, mit der Welt zurecht zu kommen, dann werde ich ja wohl meinen, dass dies in einem Jenseits auch so wäre.
Ich glaube nicht an ein Leben nach dem Tod, und fände es verlockend, allem ein Ende zu setzen zu können, ohne befürchten zu müssen, nach dem Tode im Himmel oder irgendsoeinem Scheiß weiterleben zu müssen - auf ewig, stellt euch das mal vor. Ich glaube nicht, dass ich in irgendeinem Zustand auf ewig sein möchte - da wäre ich noch lieber sofort tot. Eine schöne Vorstellung ist die Reinkarnation - Reinkarnation als der einzige Weg, ewig zu leben, ohne verrückt zu werden - weil man sich seines ewigen Lebens nicht bewusst ist-
| Einige zufällige Stichwörter |
gnagnagnaagnagnagnaagnagnagnaa
Erstellt am 6.5. 2007 um 19:12:46 Uhr von Bettina Beispiel, enthält 11 Texte
Kreischdose
Erstellt am 10.7. 2002 um 09:04:42 Uhr von Heynz Hyrnrysz, enthält 13 Texte
Ästhetik
Erstellt am 26.2. 2000 um 01:40:29 Uhr von krkl, enthält 50 Texte
nördlich
Erstellt am 11.3. 2016 um 22:15:33 Uhr von Früchtchen, enthält 5 Texte
Strukturensehen
Erstellt am 19.8. 2025 um 14:56:13 Uhr von Schmidt, enthält 2 Texte
|