Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 587, davon 566 (96,42%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 223 positiv bewertete (37,99%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 29.6. 1999 um 21:48:39 Uhr schrieb
Kroetili über Selbstmord
Der neuste Text am 28.4. 2024 um 16:53:08 Uhr schrieb
Arbeitskreis Tortur über Selbstmord
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 161)

am 3.3. 2008 um 19:56:40 Uhr schrieb
else über Selbstmord

am 5.6. 2006 um 23:04:40 Uhr schrieb
Verstehen über Selbstmord

am 6.6. 2004 um 17:55:45 Uhr schrieb
Annunziata über Selbstmord

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Selbstmord«

Anarchist schrieb am 13.2. 2000 um 03:57:35 Uhr zu

Selbstmord

Bewertung: 16 Punkt(e)

Mit welchem Recht urteilen wir überhaupt über einen anderen.
Wenn sich jemand umbringt trauern wir doch nur aus Selbstsucht weil uns der Tote nun nicht mehr zur Verfügung steht (zu was auch immer).
Es kommt auch gar nicht darauf an in irgendeiner ausweglosen Situation zu stecken. Wenn man sich töten will soll man es einfa tun, ohne dabei viel aufsehen eregen zu wollen.
Wir wurden ohne zu fragen in die Welt gesetzt, wir haben auch das Recht sie ohne zu fragen wieder zu verlassen.

Maharet schrieb am 2.7. 2000 um 23:35:51 Uhr zu

Selbstmord

Bewertung: 13 Punkt(e)

Es gibt Leute hier die versuchen irgendwie zu beschrieben, wie man sich fühlt wenn man sterben will. Bei den meisten hat man das gefühl die haben keine Ahnung und andere scheinen schonmal eine echt schlimme Phase durchgemacht zu haben, aber ich will euch allen mal was sagen. Wir haben nicht den blassesten Schlimmer wie es jemandem geht der sich selbst das Leben nimmt. Einige waren knapp davor, aber die die es wirklich detan haben waren immer noch ein Stück verzweifelter. Wir sollten uns nicht anmaßen über diese Leute zu richten, denn sie haben es schon selbst getan.

octopus schrieb am 25.2. 2000 um 13:56:19 Uhr zu

Selbstmord

Bewertung: 9 Punkt(e)

jeder weiß, in irgendeinem winkel seiner seele recht wohl, daß selbstmord zwar ein ausweg, aber doch nur ein etwas schäbiger und illegitimer notausgang ist, daß es im grunde edler und schöner ist, sich vom leben selbst besiegen und hinstrecken zu lassen, als von der eigenen hand.

aus »der steppenwolf« von hermann hesse

aron schrieb am 21.2. 2001 um 13:12:57 Uhr zu

Selbstmord

Bewertung: 8 Punkt(e)

Metapher: Du wirst ausversehen von jemandem in ein grosses Kaufhaus gestossen. Verdutzt schaust du dich in der prächtigen Vorhalle um und entdeckst den Fahrstuhl. Du steigst ein und fährst von Etage zu Etage. Das Angebot reicht von Mode über Computer bis hin zu Erotikartikeln. Überwältigt von der Vielfalt hast du das Gefühl, dich für eine Etage entscheiden zu müssen. Und du vergisst ganz und gar, dass du das Kaufhaus auch einfach wieder verlassen kannst, wenn du nichts interessantes findest. verstanden?

Heynz Hyrnrysz schrieb am 11.12. 2001 um 09:58:35 Uhr zu

Selbstmord

Bewertung: 5 Punkt(e)

Ich hab jetzt eine neue Lieblings-Selbstmord-Phantasie . Zuvor war es Selbstmord durch erfrieren. Seit neuestem denke ich über Selbstmord durch verdursten nach. Ich glaube, diese Phantasie hab ich, seit ich in der Wüste war. Joshua Tree, Death Valley... wenn man diese Nationalparks besucht, bekommt man ja auch immer so eine Zeitung. Da stand drin, dass man immer viel trinken muß, weil man sonst dehydriert. Sagt man so dehydriert? Naja, austrocknen tut man, wenn man zu wenig trinkt. Erste Anzeichen von Austrocknung sind Kopfweh und Orientierungslosigkeit. In der Wüste kann das ziemlich schnell gehen, weil da die Luft so trocken ist. Für den Selbstmord durch verdursten müßte man aber nicht unbedingt in der Wüste sein. Das könnte man auch bequem zu Hause erledigen. Paar Tage Urlaub nehmen, und dann einfach nichts mehr trinken. Kopfweh ist natürlich eine unerwünschte Nebenwirkung, aber was tut man nicht alles. Das mit der Orientierungslosigkeit wär auch nicht weiter tragisch. In meiner eigenen Wohnung werd ich mich schon nicht gleich verlaufen.
Ja, Selbstmord durch verdursten wär schon nicht schlecht. Da kann danach wenigstens keiner sagen, dass es eine spontane Verzweiflungstat war. Wenn man sich durch verdursten umbringt, zeugt das doch von einiger Entschlossenheit. Noch besser wäre natürlich Selbstmord durch verhungern. Wie lang dauert es eigentlich, bis man verhungert ist? Mehr als sechs Wochen? Hmmm, ob ich so lange Urlaub kriege?

Macbeth schrieb am 10.7. 2001 um 22:02:42 Uhr zu

Selbstmord

Bewertung: 4 Punkt(e)

Tja, irgendwie mußte es ja mal so kommen und ich beim Stichwort Selbstmord hängen bleiben. Viele sagen, wie kann man nur so etwas planen oder gar ausführen? Es gibt doch immer einen Ausweg. Sie haben leicht reden, viel zu leicht. So einfach ist das nun wirklich nicht. Sie kennen dieses Gefühl nicht, das jemand zum Selbstmordversuch treibt. Ein Gefühl, welches man kaum beschreiben kann.

Es beginnt ja meist mit Einsamkeit und einem Problem. Das Problem braucht dabei gar nicht mal so groß zu sein, aber wenn man niemanden hat, mit dem man darüber sprechen kann, und so drehen sich die eigenen Gedanken immer wieder darum. Man meint, niemand teilt deine Sorgen (und das ist ja meist auch so) und das Problem wirkt immer größer. Dann wird man depressiv, weil man selber kein Mittel gegen das Problem findet. Man glaubt dann vielleicht sogar, nichts mehr bewältigen zu können. Dadurch strahlt das Problem nun auch auf andere Bereiche deines Lebens aus und dort entstehen dann noch mehr Probleme. Dadurch wird man noch depressiver. Und irgendwann hat man so viele Probleme aufgehäuft, das man es nicht mehr ertragen kann. Dann will man nur noch weg. Starke Menschen fangen dann von Neuem an, aber schwache?

MrLuetzel schrieb am 27.10. 2000 um 16:31:43 Uhr zu

Selbstmord

Bewertung: 6 Punkt(e)

Der Panther

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
So müd geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe,
Und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
Der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
Ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
In der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
Sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
Geht durch der Glieder angespannte Stille -
Und hört im Herzen auf zu sein.

Rainer Maria Rilke

Lullaby schrieb am 13.7. 2004 um 21:53:29 Uhr zu

Selbstmord

Bewertung: 5 Punkt(e)

Der Verwandte X eines Bekannten Y einer Freundin Z hat am Wochenende Selbstmord begangen. X ist also tot, Y erschüttert und Z hat mir davon erzählt. Das sollte sie aber nicht. Überhaupt wollte die Familie von X die Ursache seines Todes öffentlich verschweigen, sogar zur übermorgen stattfindenden Beerdigung. Das ist die gewiss übliche Scham und Angst vor dem Vorwurf, wie es eine Familie zu einer solchen Verzweiflung eines ihrer Mitglieder konnte kommen lassen. Z sieht das gelassen: sie kannte X kaum und nur als verschlossen und schwer zugänglich, Selbstmorde kommen eben vor in der Welt, wahrscheinlich sehr viele jeden Tag. Ich kannte X gar nicht und kenne Y nur ein wenig. Ich weiß nicht genau, warum ein in meiner ferneren Umgebung ausgeführter Selbstmord mir so ein Greuel ist, es ist gewiss kein wirkliches Mitgefühl mit X oder Y, eher ein abstraktes Grauen vor dem Selbstmord an sich, dem allerfürchterlichsten, das ich mir denken kann, weil X vielleicht schon Monate oder Jahre vor seiner Tat tot war, zwischen uns her lief und den Tod in sich trug und es wusste. Wer weiß, ob so ein Keim nicht auch in mir schlummert, was ich mir durchaus vorstellen könnte, oder in meinem Freund W oder meinem Verwandten V. Ich beneide Z um ihre kühle Sicht der Dinge, bei der Urteilskraft und Emotionen im Gleichgewicht sind und die mir entschieden vernünftiger zu sein scheint. Was an meinen Empfindungen für einen Augenblick wie quälendes Mitgefühl erscheinen könnte, ist in Wirklichkeit alles andere als altruistisches Mitleid, vielmehr der egoistischste aller Gemütszustände: es ist Angst.

Lex schrieb am 1.8. 2000 um 10:55:44 Uhr zu

Selbstmord

Bewertung: 4 Punkt(e)

Methode Nr. 1
von Lex

Ich tauche in den gefluteten Schacht eines stillgelegten Bergwerks hinab. Auf meinem Rücken befinden sich zwei Preßluftflaschen mit einem Luftvorrat für etwa eine Stunde.
In der Hand halte ich eine frisch aufgeladene Akkulampe, auf deren Lichtkegel, der wie eine Kirchturmspitze aus dem Dunkel zu mir heraufragt, ich den Platz eines Wetterhahns einnehme. Neben mir führt ein straff gespanntes Stahlseil mit 3 mm Durchmesser in die Tiefe. Ich selbst habe sein oberes Ende vor einer halben Stunde an einem alten Eisenträ-ger befestigt. Das Seil hat eine Länge von 80 Metern; genau nach meinen Anweisungen. Am Seilende habe ich mit einer Seilklemme und einer Kausche eine stabile Schlaufe her-gestellt, in die ich über einen Schraubschäkel den Motorblock einer Moto Guzzi einge-hängt habe. Danach habe ich den Motorblock mit dem Fuß in den Schacht gestoßen. Der Wasserspiegel beginnt etwa einen halben Meter unterhalb des rechteckigen Beton-schachtrands (es handelt sich um den alten Aufzugsschacht) und vom Eintauchen des Gewichts bis zum ruckartigen Straffen des Stahlseils dauerte es genau 18 Sekunden.
Dann habe ich mir meine gesamte Wintertauchausrüstung angelegt (ich will nicht frieren) und bin nach sorgfältiger Funktionsüberprüfung aller Mechanismen selbst eingetaucht. Hier bin ich nun. Um meinen Leib trage ich einen 8 kg-Bleigurt, um rasch und ohne An-strengung hinabzugleiten. Der Tauchcomputer an meinem linken Handgelenk zeigt der-zeit 31 Meter. Das gurgelnde Geräusch der Luftblasen, die an meiner Taucherhaube vor-bei nach oben wirbeln, und das Klappen des Lungenautomaten im Rhythmus meiner Atemzüge, sind mir genauso vertraut, wie das kurze Zucken der Muskeln, wenn sich kaltes Wasser zwischen Haut und Neoprenanzug einlagert.
Ich bin ein gut trainierter Taucher und war schon mehrmals kurz auf 80 Meter. Jedesmal habe ich leichte Anzeichen von Tiefenrausch verspürt. Der Tiefenrausch fasziniert mich. Er relativiert die sonst so unumstößlich authentisch scheinende Realität zu dem, was sie wirklich ist. Nämlich zu einem individuellen Weltmodell eines ausschließlich subjektiv empfindenden Wesens (manchmal philosophiere ich). 39. Wenn der Druck des Wassers auf den Körper mit zunehmender Tiefe steigt, ändern sich teilweise seine verschiedenen physiologischen Eigenschaften. Zum Beispiel steigt die Aufnahmekapazität des Blutes für Gase. In meinen Stahlflaschen ist ganz normale Luft aus 78% Stickstoff, 21% Sauerstoff, 0,03% Kohlendioxid und 1% Edelgasen (auf das Volumen bezogen). 46. In meinem Blut ist jetzt schon eine Menge Stickstoff gelöst und langsam merk` ich`s...an den Synapsen stimmt`s dann nicht mehr so ganz. Was ich tue ist wohlüberlegt...53. Meine Autoschlüs-sel liegen...was weiß ich...,mein Rücken prickelt etwas...ein Gefühl...wie lauter feine Na-delstiche...mir wird heiß...58...die Spucke schmeckt metallisch...wie Rost...wie Blut...64...ich bin glücklich...was für ein Ort...was für eine Situation...69...so allein war selten ein Mensch...dieser Schacht...5 x 8 m...71...du mußt das Seil...langsam das Seil...ich greife...greife...ich hab es...durch den Handschuh...spür` ich`s... greif fester...der Motorblock...der Motorblock...ich hab ihn...häng da...tief hinten...tief...Tie... fen-rausch...werd` wieder klarer...häng da...78...auf 78?...falsch geliefert? ... Maßtoleranz?... vom Träger bis zum Schachtrand...genau...genau... natürlich...unwichtig...nicht so wich-tig... Puls wird langsamer... bin genau da wo ich hinwollte...ich spüre genau das...ich habe keine Angst...was ich tue ist wohlüberlegt. Keine Panik...verschwindende Euphorie, die Schachtwände bleiben an ihrem Ort... ich atme ruhig ein und aus, ganz ruhig ein und aus. Ganz normal...bin wieder klar. Gut. Ich habe bis hierher etwa drei Minuten ge-braucht und ich hänge hier seit eineinhalb Minuten auf 78 Metern am Motorblock. Lang-sam friert mich. Meine Gedanken sind ausschließlich hier unten, bei diesem geometri-schen Vorgang. Alles andere ist schon längst gedacht und alle Schlüsse sind schon längst gezogen. Alles hat seinen Grund, jedes Handeln hat seine Vorgeschichte. Ich kann be-ginnen.
Ich lasse Preßluft in meine Taucherweste strömen, genau so lange, bis ich im Wasser schwebe. Das Gewicht der verdrängten Masse usw. Ich öffne einen Reißverschluß an meinem Anzug und hole einen kurzen Strick und ein weiteres Stahlseil hervor. Auch die-ses hat an beiden Enden jeweils eine Schlaufe und ist vier Meter lang. Das eine Seilende befestige ich - wieder mit einem Schäkel - an einer Öse am Kardangelenk des Guzzimo-tors, durch die Schlaufe am anderen Seilende führe ich den Strick. Diesen schlinge ich mir straff um die Fußgelenke und verknote ihn fachmännisch. Die Flossen habe ich aus-gezogen und beiseite geschoben. Einen Weg zurück gibt es nun nicht mehr (Dekozeiten!) und mir macht das nichts aus. Ich bin mir sogar darüber klar, daß dieses leichte Unwirk-lichkeitsgefühl in meinem Bewußtsein die nötige Sachlichkeit, mit der ich hier handle, erst ermöglicht. Die Idee mit dieser 80 m-Pause war gut. Ein Basislager für den Abstieg sozusagen. Sonst wär`s zu schnell gegangen. Gute Idee, kleiner Tiefenrausch, wieder klar werden, alles genau wie geplant. Und nachher der ultimative Rausch, mit drei Me-tern pro Sekunde runter, da wird`s funken in den Neuronen, da werden die Synapsen jauchzen, so wird`s da abgehen, keine Angst. Keine Angst. Jetzt nur noch den Motor-block vom 80 m-Seil abkoppeln und los. Ab 120 werde ich nicht mehr atmen können, aber da wird mein Hirn schon lange halluzinieren. Ich habe mich erkundigt. Mein Grab wird eines der tiefsten der Menschheitsgeschichte sein - und eines der unzugänglichsten; zumindest auf dem Festland. Es gibt keine Möglichkeit einer Bergung. Der Schacht geht bis auf 600 m. Die Schachtwände haben keinerlei Vorsprünge an denen ich hängenblei-ben könnte. Es werden etwa zweieinhalb Minuten vergehen bis ich unten bin. Das Was-ser dort hat vier Grad und ich werde sehr langsam verwesen.

Ivonne schrieb am 14.4. 2000 um 17:24:16 Uhr zu

Selbstmord

Bewertung: 6 Punkt(e)

Ich finde es teilweise ganz schön erschreckent was man hier so lesen kann. Ich bin selbst jemand der viele Selbstmordversuche hinter sich hat es hat mir aber nur gezeigt das ich wertvolle Menschen verliere.Ich habe mir selber Narben zugfügt durch Rasierklingen jetzt mache ich im Sebtember eine Therapie von 7-8 Monaten und ich habe Angst ich kann nur Hoffen das es mir besser geht und ich meine Verganenheit teilweise verarbeitet habe.

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