| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) |
123, davon 104 (84,55%)
mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 78 positiv bewertete (63,41%) |
| Durchschnittliche Textlänge |
681 Zeichen |
| Durchschnittliche Bewertung |
0,976 Punkte, 20 Texte unbewertet.
Siehe auch: positiv bewertete Texte
|
| Der erste Text |
am 27.11. 2009 um 07:56:00 Uhr schrieb ®
über Dorfhure |
| Der neuste Text |
am 7.1. 2026 um 13:05:09 Uhr schrieb Schmidt
über Dorfhure |
Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 20) |
am 30.11. 2024 um 05:48:41 Uhr schrieb Gerhard über Dorfhure
am 6.9. 2023 um 11:50:55 Uhr schrieb Conni kenn ich und über Dorfhure
am 7.1. 2026 um 13:05:09 Uhr schrieb Schmidt über Dorfhure
|
Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Dorfhure«
Conni kenn ich und schrieb am 9.9. 2023 um 17:54:07 Uhr zu
Bewertung: 7 Punkt(e)
Im Freibad. Dort hinten, beim Sprungbecken, wo das meiste Geschrei herkommt: Earon und sein Anhang.
Kann ihn nicht sofort entdecken. Jetzt. Bin sicher, dass er auch mich entdeckt hat. Und bin sicher, dass er glaubt, ich hätte ihn noch nicht entdeckt.
Es ist voll, und man muss sich vor diesen unentwegten Kraulern in acht nehmen, die zwar gelegentlich auftauchen, um zu Luft zu holen, aber nicht, um zu schauen.
Einige Zeit vergeht, dann, da! eine Hand zwischen meinen Beinen. Ein Tieftaucher, auf- und schnell wieder abgetaucht. Und jetzt wieder!
Ich schwimme zum Beckenrand, halte mich dort fest.
Es packt jemand meine Knöchel, hangelt sich nach oben - prustend und lachend kommt Earon hochgeschossen.
- Du bist es!! Weißt du, was mir vorhin passiert ist?? Jemand hat mir zwischen die Beine gegriffen! Und dann gleich nochmal!
- Das war doch ich!! Wollen wir ficken?
- Ach du! Das geht jetzt nicht!
- Bei mir hast du immer Freifahrt! Echt nicht?
Er ist der Sohn von Conni, der Dorfhure. Wir lieben diese Komödie. Wie oft haben wir sie dieses Jahr schon aufgeführt!
Conni kenn ich und schrieb am 8.9. 2023 um 10:22:18 Uhr zu
Bewertung: 7 Punkt(e)
War im Freibad. Am meisten los ist immer beim Sprungbecken. Ich meine, Earons Stimme zu hören, die lauteste im ganzen Geschrei.
Sitze in etwas entfernt und schaue. Erkenne ihn kaum wieder. Er ist es: der mit den rot lackierten Fingernägeln. Er sieht mich nicht.
Ein anderer ist es, der mich entdeckt und ruft: da ist noch ein Freund von Conni! Earon, guck mal!
Earon kümmert sich nicht; er steigt eben aus dem Becken; ich muss hinschauen (reine Gewohnheit). Da, die roten Fingernägel, und wie er dann schamhaft (reine Gewohnheit) die verrutschte Badehose über die bleichen Partien von Po und Schenkel herabzieht.
Er wird ins Wasser gestoßen. Taucht weg, kehrt um, steigt hoch. Keine Minute, dann hat er seinerseits alle ins Wasser gestoßen. Alle, systematisch, Schuldige und Unschuldige.
Conni kenn ich und schrieb am 8.9. 2023 um 11:19:17 Uhr zu
Bewertung: 11 Punkt(e)
Earon im Freibad, beim Sprungturm, alle um ihn sind um die 10 Jahre alt. Mal alle am Beckenrand, ich sitze etwas entfernt auf einer Mauer. Bin für die »einer von Connis vielen Freunden«. Das finden alle interessant, niemand findet das bedenklich.
Später sind alle auf der 5-Meter-Plattform. Ein lockeres Durcheinander. Niemand fordert einen anderen auf: »spring doch, Feigling!« Jeder entscheidet selbst, ob und wann er springt.
Ich steige auch hoch, und zwar ganz hoch, zur verwaisten 10-Meter-Plattform. Um ungestört in der Sonne zu liegen. Nicht zum Springen (das ist wieviel Jahre her?)
Wie erwartet, besucht mich nach einer Weile Earon und fragt: willst du ficken?
Ich will ganz in Ruhe dich und die anderen beobachten. Dich sehen. Bei dir stimmt einfach alles. So wie du wäre ich auch gern gewesen. Ich liebe dich einfach, verstehst du?
Earon sagt nichts; geht wieder. Bevor er absteigt, ruft er mir noch zu: ich liebe dich auch!
Bin federleicht aufgestanden, nach vorn gegangen, abgesprungen.
Conni kenn ich und schrieb am 5.11. 2023 um 14:15:15 Uhr zu
Bewertung: 6 Punkt(e)
Wir sitzen bei Conni, der Dorfhure, am Esstisch und beratschlagen. Conni hat sich noch nicht wieder umgezogen. Sie ist ganz in schwarz, trägt Hut mit einem kleinen Schleier, der das halbe Gesicht bedeckt. Sie geht jeden Sonntag zur Hl. Messe.
Wir: das sind Conni, ich, Connis Sohn Earon und Abdal, Schulfreund von Earon.
Soeben Anruf von einem Kunden: er bittet um einen Hausbesuch, Conni möge so kommen, wie er sie vorhin in St. Marien »hat bewundern dürfen«.
Er ist einer der wichtigsten Arbeitgeber im Ort.
Für gewöhnlich arbeitet Conni sonntags nicht.
Der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende ist ebenfalls Kunde von Conni. Nicht zum ersten Mal wurde Conni von diesem gebeten, auf den Chef einen gewissen Druck auszuüben. Vielleicht ist heute der geeignete Tag.
Wir hatten bei Schüllemann's reserviert. Daraus wird nichts. Abdal ruft bei »Döner Abdal Lieferservice« an. Diese Firma gehört Abdals Vater. Der hat den Laden nach seinem Sohn benannt. »Das kann heute 50 Minuten dauern! Wir haben Hochbetrieb!«
Conni ist fort. Wir warten aufs Essen.
Abdal flüstert mir ins Ohr.
Earon: »kannst ruhig laut. Ich weiß, du willst ficken, gefickt werden meine ich.«
Abdal verschwindet nach nebenan, wo Conni arbeitet. »Atelier«, wie Conni es nennt.
»Ich ruf dich, wenn ich soweit bin!«
Mir fällt noch ein: bei Schüllemann's anrufen und die Reservierung canceln.
Conni kenn ich und schrieb am 10.11. 2023 um 12:28:59 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
Connis Haschkekse muss man einweichen, so hart sind sie. Sie hat neue gebacken, die sind alle verkohlt. Conni ist die Dorfhure.
Dann, in bester Laune, zogen wir los, landeten gleich im nächst besten Lokal, dem Miller. Das Hotel mit dem schlechtesten Restaurant am Ort. Ehringsdorfer gibt es dort, das genügte.
Conni: »du redest immer nur von dir und deinen Jungs! Wovon ich träume, das interessiert dich wohl nicht.«
»Ist schon gut. Ich höre.«
»Also, mein Traumtyp fährt einen Bentley.«
»So einen Kunden hast du doch schon! Letzten Sonntag!«
»Der hat mich nicht einmal selbst abgeholt. Hat nur mir ein ganz gewöhnliches Taxi geschickt! Und hinterher wieder 'ich bestell dir ein Taxi, meine Süße' «
»Bleib dran! Du kriegst ihn rum!«
»Red nicht immer dazwischen. Mein Typ ist so einer wie John Lurie. Kennste den?«
»Ich dachte immer John Malkovich.«
»Nönönö, John Lurie.«
»Kennen tu ich ihn schon, die Musik mein ich.«
»Ich meine den Typ. - Cool. - Braucht immer Abenteuer! - Geld ist nicht wichtig.- Praktisch das Gegenteil von dir. Das genaue Gegenteil! «
»Kein Geld, aber ein Bentley!«
»Den hat er geklaut.«
Connis Träume ufern dann etwas aus. Schließlich fange ich selbst an, zu träumen.
Conni: du hast doch deinen Traum! Der Abdal!"
»Wenn dieser Vater nicht wäre.«
Conni kenn ich und schrieb am 30.10. 2023 um 17:56:49 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
Mein Panikraum ist direkt unter ihrem Arbeitsplatz,
Die immer gleiche Tonkulisse.
Connis Lustschreie von vor wieviel Jahren wurden konserviert. Lautsprecher sind rings ums Bett verteilt. Es tönt mal von hier, mal von dort.
Auch Musik, auch Text: ihre Rufe: ja, ja, ja, ja! und dergleichen.
Jahrein, jahraus immer dasselbe: so wünscht es der Kunde.
Der Kunde glaubt allen Ernstes, seine Stöße gäben den Takt ihrer Schreie an! Es sei umgekehrt. Behauptet Conni, die Dorfhure.
Wie ein Bierzelt-Besucher, der aufs Pult klettern darf, um selbst einmal dem Blech-Ensemble den Takt zu diktieren?
Es dringt nur schwach von oben durch. Ich kenne alles auswendig. Obwohl ich nie was hatte mit ihr. Wie oft wartete ich nebenan auf sie. Bis der Kunde wieder draußen war und fort.
Früher fragte ich dann: wie war es? Hattest du Stress?
Heute nicht mehr.
Im Panikraum, das ist eigentlich ein kleines Appartement für Gäste, stehen zwei eher schmale Betten nebeneinander.
Heute wird sie unten bei mir schlafen.
Feinfühlig, wie sie ist, wird sie die Betten auseinander rücken.
Nichts ist beruhigender für mich, als im Beisein von Conni einzuschlafen. Auszuschlafen.
Conni kenn ich und schrieb am 2.11. 2023 um 11:00:24 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
So schön war es mit Abdal noch nie.
Abdal hat im meinem Appartement übernachtet, im Haus. wo Conni wohnt. Die Dorfhure. Die Etage über mir.
»Hast du nicht jetzt Telefondienst?« fragte ich ihn gestern Abend. »Das macht heute Anton«. Einer der zahlreichen Angestellten seines Vaters: Karim, Dönerbudenbesitzer. Später ruft Abdal die Mama an - ob er bei mir übernachten kann.
»Seit wann entscheidet das Dalia, nicht Karim?«
»Ist mal so, mal so.«
Earon, Abdals Schulfreund und Sohn von Conni, kommt herunter. Bringt Frühstück.
»Wie war er?« fragt mich Earon.
»Bin dreimal gekommen!« antwortet Abdal.
»Ich zweimal.«
»Richtig! Beim zweiten Mal warst du draußen.«
»Da hab ich dich nur geknutscht.«
» ... 'nur geknutscht' ... ha, ha! ... und beim dritten Mal warst du wieder drin! hab ihn mir reingesteckt!«
Tatsache! Bin aufgewacht - und war drin.
Earon: »du bist also zufrieden mit Abdal? - Oh, wir müssen los!«
»Abdal ist ein wunderbarer Junge! Und du bist auch ein wunderbarer Junge, Earon! Weil du überhaupt nicht eifersüchtig bist!«
»Hinaus mit euch!« Weil Schule.
Earon zum Abschied: »ich liebe dich!«
Abdal: »ich liebe dich auch! - ich fahr voraus mit Fahrrad, muss noch Sachen von zu Hause holen.«
Heute, Donnerstag, 2. November, könnte der schönste Tag meines Lebens sein.
Wenn nicht.
Wenn dieser Karim.
Wenn dieser Karim mich nicht erpressen würde.