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am 7.3. 2000 um 03:47:34 Uhr schrieb hannah
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am 12.6. 2026 um 12:04:38 Uhr schrieb nukleare Lenkungsgruppe
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am 3.4. 2024 um 23:40:41 Uhr schrieb Christine über Strafe
am 5.4. 2017 um 10:59:22 Uhr schrieb Angelika über Strafe
am 20.7. 2022 um 19:24:58 Uhr schrieb Corinna über Strafe
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Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Strafe«
Heinz schrieb am 18.9. 2005 um 00:06:24 Uhr zu
Bewertung: 7 Punkt(e)
Gestern kam ich zu spät nach Hause. Da weiss, wie genau es Vater nimmt, wollte ich mich ungesehen ins Haus schleichen. Aber da trat er schon in den Gang und sagte: Guten Abend, mein Sohn. Du bist spät, nicht wahr? Ich sagte kleinlaut: Ein wenig… Komm mit! befahl der Vater, wir wollen uns in meinem Arbeitszimmer über Pünktlichkeit unterhalten! Da erschrak ich doch, denn Vaters Arbeitszimmer war auch der Strafraum der Familie. Vater fragte: Wie viele Minuten bis du zu spät? Ich schaute auf die Uhr auf dem Schreibtisch, denn eine ungefähre Angabe wäre gar nicht empfehlenswert gewesen. 32 Minuten, Vater. Gut, dann zieh dich aus. Ich zögerte, denn ich bin ja schon 18 Jahre alt. Vater schaute mich eindringlich an während er bemerkte: Diese Verzögerung zählt auch zur Unpünktlichkeit – und dieses Zögern ist sehr ungehörig. So zog ich mich denn aus bis auf die Unterwäsche; das war so üblich bei uns. Vater stand nun auf und fing an, mir mein Unterhemd auszuziehen, wobei er sagte: Komm, sei vernünftig, es muss sein, das weißt du ja! Mein Widerstand war schon dahingeschmolzen. Komm her! Ich trat nahe vor den Vater, der mir nun den Slip auszog. Dieses Entkleiden gehörte zur Strafe, denn die Eltern waren der Meinung, dass Scham eine angebrachte Zusatzstrafe war. Nun, Sohn, wie viele Minuten bis du nun zu spät? 36 Minuten, Vater. Sohn, du weißt ja, das wir keine Unpünktlichkeiten dulden. Du wirst also Leder zu schmecken bekommen, genau 36 Schläge. Ich wollte aufbegehren, aber Vater fuhr mir gleich über den Mund: Uneinsichtig? Das hat – wie du ja weißt – eine Verschärfung der Strafe zur Folge. Hole den Stock! Ich ging und holte den Stock, der in der Familie für Ordnung sorgte: lang und sehr elastisch. Bück dich über den Tisch! …und ich will keinen Ton hören! es war kaum zum Aushalten: Vater zog mir sicher 20 Hiebe über den nackten Hintern, langsam und hart und kräftig. Dann befahl er: Liegen bleiben! Ich hole das Leder selbst! Das bedeutete, dass Vater mir nun auch noch die 36 Schläge mit dem Prügelriemen geben würde. Der Prügelriemen war ungefähr 40 cm lang und hatte an einem Ende einen bequemen Griff; das andere Ende bestand aus zwei breiten Lederriemen. Die Bestrafung damit war keine Tracht Prügel, nein, es war jeweils eine richtige, grausame, kaum auszuhaltende Auspeitschung auf den Blossen und die Oberschenkel. Das Ergebnis war rotes, ja, manchmal sogar rohes Fleisch, das noch wochenlang schmerzte. Wenn man nicht wortlos und ruhig auf dem Tisch liegen blieb, sagte Vater: Du weißt ja, angefeuchteter Hintern gibt hübschere Striemen und sorgfältig gesalbtes Leder erzeugt viel grössere Schmerzen. Weißt du das? Ja, Vater. Gut, dann wollen wir das tun – und Vater holte gemütlich warmes Wasser und ein Handtuch, das er tropfnass auf den Arsch und die Schenkel ausbreitete. Dann befahl er: Schau her! Er drückte Vaseline aus der Tube auf den Lederriemen und arbeitete das Fett ein. Bald war der Riemen sehr weich. Er würde sich nun allen Rundungen anschmiegen und »besser durchziehen«, wie der Vater sagte. Kurz: Die Schmerzen während der Züchtigung und auch nachher waren einfach schrecklich. Vater sagte jeweils: Leder erzieht die Menschen! …und Erziehung ist etwas Dauerndes! Darum gab er uns das Leder zu schmecken – wie er sagte -, so oft wir gegen die Anordnung der Eltern verstiessen. Ohne Gnade, ohne Nachsicht. Auch täglich! Man soll mich nie faul schimpfen! schwur er. Nein, das war Vater sicher nicht. Wir bekamen unsere »Abreibungen«, solange wir in seiner Reichweite waren, also auch wenn er uns z. B. im späteren Alter angetrunken auf der Strasse traf. Er nahm einen dann zu sich nach Hause; und dann hiess es: Zieh dich aus! Wir gehorchten erstaunlich lange…
Yannick schrieb am 28.8. 2008 um 16:04:44 Uhr zu
Bewertung: 9 Punkt(e)
Zur Strafe gehört Angst. Wir hatten eigentlich immer Angst, wenn wir nach Hause kamen oder wenn der Vater nach Hause kam. Obwohl die Mutter auch schnell und sehr kräftig eingreifen konnte.
Wenn der Vater sagte: Komm ins Schlafzimmer! dann wurde die Angst übergross.
Im Elternschlafzimmer machte der Vater Vorhaltungen. Wenn man nicht einsichtig war - wie er sagte - kam's besonders schlimm. Denn jetzt nahm der Vater die Klopfpeitsche aus dem Nachttisch. Man zog sich wortlos aus und pinkelte fast auf den Boden; denn die Klopfpeitsche tat tierisch weh! Der Vater bellte: Korrekte Haltung! Die nahm man ein auf dem Bett, so, dass der Hintern schön rausstipte. Und dann wartete der Vater, während wir regungslos knien mussten. Dann hatte man einen Kloss im Hals. Dann jetzt kam es… Und es kam! Die Peitsche kam, minutenlang, ohne zu zählen. Und dann spürte man Schmerzen, eben: tierische Schmerzen, die immer schlimmer wurden, je länger der Vater peitschte. Und er peitsche bald einmal auf Teile des Hintern, die schon gestriemt waren. Jetzt war da nur die Angst, er höre gar nie auf. Aufspringen wäre grundlegend falsch gewesen, denn dann hätte er nochmals angefangen. Wenn man schon abgestumpft war von den Hieben, hörte der Vater auf. Er sagte schweratmend: Wenn du heute auch nur noch einem Mucks machst, kriegst du das Doppelte. Man versuchte das Weinen zu unterdrücken. Der Vater schaute uns an und schwenkte die Peitsche drohend. Und dann war neben dem Schmerz wieder die Angst, dass es weitergehen könnte. Und das war eine reale Angst: wenn man den Vater nach der Abstrafung ärgerte, kam man nochmals dran. Man schrie so laut, dass es das ganze Haus hörte. Am nächsten Tag sagten die Kameraden, sie hätten es gehört und ihr Vater hätte ihnen mit demselben gedroht. Eigentlich gab's nach einer solchen »Nacherziehung«, wie der Vater sagte, lange Zeit keine Unfolgsamkeiten mehr im Haus. Bis wieder jemand dran war. Und das hörte man dann. Und bald hörte man auch aus den übrigen Wohnungen Schmerzensschreie.
Barbara schrieb am 5.7. 2007 um 00:02:32 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
ich kann nicht sagen, dass ich eine große Neigung zu Strafe habe, aber derzeit sehne ich mich manchmal danach - und das im Alter von 51 Jahren. Ich bin von meinen Eltern sehr streng und sehr konservativ erzogen worden, gelegentlich auch mit dem Stöckchen. Ich haben zwei Kinder groß gezogen und bin seit 24 Jahren verheiratet, aber jetzt in meiner Ehe nicht mehr treu.Ich hatte im vergangenen Jahr mehrere Seitensprünge mit einem Berufskollegen. Seit Anfang des Jahres habe ich einen regelmäßigen Liebhaber, einen deutlich jüngeren Mann, den ich so etwa zweimal im Monat nach Büroschluß besuche. Der zieht mir die Kleider runter und wir toben uns im Bett aus. Wenn ich dann nach Hause komme und mich zu meinem Mann setze, habe ich ziemlich tiefe Gewissensbisse. Einerseits ist er sehr konservativ und Neuem (zum Beispiel im Sex) nicht aufgeschlossen, andererseits möchte ich ihn nicht missen. Manchmal denke ich: einfach alles sagen, die Sache beenden, den Hintern voll kriegen und dann: vergeben und vergessen. Gleichzeitig weiss ich natürlich, dass es so einfach wohl nicht gehen wird.Strafe ist keine Lösung. Viele Grüsse. Barbara
tango7 schrieb am 3.10. 2004 um 22:54:31 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
sammy schrieb am 25.4.2002 unter Strafe:
»Das Gegenteil von Strafe ist Liebe. Die habe ich nicht bekommen. Immer nur Strafen habe ich gekriegt. Pech gehabt.«
Als ich diesen schrecklichen Eintrag las, habe ich mich an ein Erlebnis erinnert.
In einem Gespräch mit großen Jugendlichen über (Homo -) Sexualität (11./12. Klasse, nur Jungen) in Ludwigsfelde (Brandenburg) vor ungefähr 10 Jahren wurde ich unter vielem anderen auch gefragt, was eigentlich S/M sei und was da gemacht wird. Ich habe daraufhin versucht, ihnen den Charakter einvernehmlicher S/M - Sexualität zu erklären.
In der Pause kam dann einer der Jungen zu mir und sagte in einem richtig empörten Ton: »Also, dies S/M!! Ich will doch nicht geschlagen werden, sondern geliebt!«
Der Junge war sehr intelligent, und ich hatte S/M nicht falsch oder schlecht beschrieben, das weiß ich.
Für einen Moment wurde ich sehr unsicher, ob S/M, einvernehmlich usw., nicht doch »krank« oder »falsch« ist.
Mit dem Kopf weiß ich, dass das nicht so ist, der Mensch sowieso ein hochaggressives Wesen, das viel, viel krassere Sachen drauf hat als einvernehmlichen S/M (incl. Orgasmus, worauf mein Therapeut immer Wert legte), und doch bleibt ein Zweifel, wieviel meine gewalttätige Kindheit mit meiner Affinität zu S/M zu tun hat.
Und der Auslöser meines Texts war ja auch der Eintrag oben von Sammy.
Dabei habe ich Strafen im meist so verstandenen Sinn wie Prügel, Stubenarrest und dgl. nicht erlebt.
Dafür ist allerdings das Gefühl da, dass meine »ganze Kindheit eine einzige Strafe« war.
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