| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) |
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am 14.1. 1999 um 23:11:44 Uhr schrieb Alvar
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am 24.1. 2026 um 19:05:11 Uhr schrieb Rübezahl
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am 10.7. 2003 um 12:17:32 Uhr schrieb KIA über kunst
am 13.1. 2022 um 08:20:04 Uhr schrieb N über kunst
am 19.7. 2009 um 18:42:28 Uhr schrieb Monika über kunst
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Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Kunst«
mcnep schrieb am 24.1. 2005 um 11:28:27 Uhr zu
Bewertung: 8 Punkt(e)
In einem unserer großen Museen, eins von denen, wo ich beim Eintreten immer erst schaue, ob ich saubere Fingernägel habe, steht in einem großen Raum für sich unter nicht sehr heller Industriebeleuchtung eine große Maschine. Abgesehen davon, daß vielleicht ein paar Schalter und Hebel zuviel und ein paar andere zuwenig angebracht scheinen, könnte dieses industrieblau gestrichene Monster in jeder Fertigungsanlage der Welt stehen. Doch ihre Funktion ist schnell durchschaut: Direkt am Eingang des Raums ist ihr Anfang, er ähnelt einer Durchleuchtungsmaschine am Flughafen. Wird nun irgendein Gegenstand auf das Laufband gegeben, das pausenlos ins Innere der Maschine rouliert, so verschwindet der Gegenstand in der Maschine, um nach recht kurzer Zeit am anderen Ende wieder herauszukommen: Äußerlich unversehrt, ununterscheidbar vom Anfangszustand, aber er ist mit einer durchsichtigen dünnen Lackschicht überzogen, völlig luftdicht, undurchdringlich, eine Art Ganzkörperlamination. Man sollte meinen, daß gerade dieses so produktionsnüchterne Objekt auf die übliche laiengraue Ablehnung stoßen würde, so »Demnächst stell ich nen Mixer daneben und mach Milchshake-Objekte...«. Aber keine Rede von Anfeindungen, ganz im Gegenteil, die Maschine ist zur größten Attraktion des Museums geworden. Ganze Schulklassen kommen herein, geben irgendwelche Stofftiere, buntbemalte Briefe oder Spielfiguren hinein, eine alte Frau versiegelt den Pullover ihres verstorbenen Mannes, manche, die sich verstohlen vor dem Band umschauen, haben sicher eine Unterhose oder ähnliche Unaussprechlichkeiten hineingegeben. Nun werden viele vermutlich denken, daß ist so eine typischen Sozenkunstidee und in Wirklichkeit zeigen die Besucher, die da in langen Schlangen ihre Bücher, Platten, Löffel, Handschmeichler, Rauchpfeifchen, Stricknadeln und was weiß ich was alles hineingeben, dem Künstler eine lange Nase und freuen sich einfach über den kostenlosen Versiegelungsservice: Weit gefehlt, denn einmal durch den Artlaminator gelaufen, verwandeln sich die Objekte in Kunst und werden als solche im restlichen Raum teils gestapelt, teils präsentiert. Inzwischen ist schon ein zweiter Raum dazugekommen, das sieht aus wie lauter haitianische Voodooaltäre auf den Müllhalden von Lima, nur daß manche in Leder, die nächsten aus Krepppapier und andere aus Hanutabildchen sind. Die Sachen sind verloren für ihre Spender, aber gerade das scheint den Reiz auszumachen.
Quatsch, so eine Maschine gibt es natürlich nicht in den Düsseldorfer Museen, soweit ich die kenne, ein fleißiger Museumsgänger bin ich nämlich nie gewesen. Aber so etwas ähnliches gibt es im Internet:
http://www.assoziations-blaster.de
Schaut euch die Seite mal an und passt gut darauf auf.
ludovisi schrieb am 4.1. 2001 um 16:22:19 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
Einer verbreiteten Meinung nach war die Kunst früher schön, ist aber im 20. Jahrhundert häßlich geworden. Diese Meinung wird durch viele Theorien gestützt, die beweisen wollen, daß in unserer Zeit die Kunst, wenn sie ernsthaft sein will, häßlich sein muß. So stellt Karl Rosenkranz in seiner schon in der Mitte des 19. Jahrhunderts geschriebenen »Ästhetik des Häßlichen« fest, daß das Häßliche das Subjektive und Individuelle darstellt, das nicht bereit ist, sich dem Schönen, verstanden als das Allgemeine, zu unterwerfen. Daraus folgt aber, daß die Kunst der Neuzeit, die sich dadurch definiert, daß in ihr sich die Selbstbehauptung der freien Subjektivität vollzieht, dazu verurteilt ist, häßlich zu werden.
Dragan schrieb am 11.11. 1999 um 23:14:54 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Neulich war ich in der Ausstellung net_conditions im ZKM. Mit Verlaub, das war schon ein rechter Scheiß. Sobald es um Computer geht ist wohl wirklich auch das niedrigste Niveau erlaubt. Damit meine ich nicht unbedingt die ausgestellten sogenannten Netzkunstwerke (obwohl darunter natürlich auch einige Perlen sind, für die man keine 20 Pfennig Shareware-Gebühr zu zahlen bereit wäre), sondern vor allem deren Präsentation. Wer sich das ausgedachte hat meiner Ansicht nach das Wesen des Netzes oder der sogenannten Kunst im Netz nicht verstanden. Netz-Dinge brauchen nichtmal den ganzen Bildschirm (dabei ich nur popelige 15 Zoll daheim), und schon garnicht riesige Projektionswände oder fette Installationen, sondern sie kommen mit einem ganzen Haufen anderen Kram eingetrudelt und sind unauffällig und optional, stehen in direkter Konkurrenz mit meinem Lieblings-ASCII-Editor, den ich vielleicht grade eher brauche als irgendwelchen Kunst-Kram aus dem Internet.
Die Ausstellung, die nach Aussage der semi-kompetenten Führerin unter anderem das Ziel hatte, unter die Oberfläche des Netzes und des Computers zu schauen, hat genau das nicht geschafft, sondern im Gegenteil der Oberfläche gehuldigt und den Computer einen Zauberkasten sein lassen. So geht das doch nie voran.
Insgesamt ist das Begleitheft zur Ausstellung das Beste an der ganzen Sache. Da stehen nämlich ganz viele URLs drin. So kann man die Netz-Kunst dann doch noch in ihrem natürlichen Umfeld erleben wenn man will.
v.d.Knesebeck schrieb am 25.7. 2004 um 23:53:24 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Naja, ich möchte das hier mal auf unser fach »Kunst« beziehen.
Kunst, so nennt sich das Schulfach ja.
Wie ich das verstanden habe ist Kunst ja das Produkt von Kreativität. Ok, nicht nur, aber...
... da fängts ja schon an, eigentlich.
Ich mein': Die Begriffe »Kreativität« und »Schule« wiedersprechen sich doch diametral, oder?
Unser ganzes Bildungssystem ist doch auf das ignoriern von Kreativität aus gelegt.
Wenn man den ganzen Darwins und wie sie alle heißen glaubt, dann müssten die Gesetze der Evolution doch theoretisch dazu führen, dass der Durchschnittsmensch (gibt's das?) des Jahres 2100 keine linke Gehirnhälfte mehr hat.
Stoff. Schule ist vermittlung von Stoff.
Alles, noch das beste Buch, wird zum Stoff gemacht. Es wird zerissen und in seine Einzelteile zerlegt über die dann so lange geredet wird bis auch der letzte keine Lust mehr hat.
Die Schüler wissen gar nicht, dass das was sie da lernen einen persönlichen Bezug zu ihnen hat ...
Kunst braucht aber einen persönlichen Bezug.
Über die Definition der Begriffe »Kreativität« und »Kunst« kann man streiten. Fakt ist aber, dass sie beide keinen Platz weder in unserem Bildungssytem noch in unser Leistungsgesellschaft haben.
Anne schrieb am 31.8. 2000 um 12:55:20 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Die Kunst der Ent-Täuschung wird viel zu gering geschätzt. Wann lerne ich mein Selbstbildnis und das der anderen zu verstehen?
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