Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 418, davon 404 (96,65%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 116 positiv bewertete (27,75%)
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Der erste Text am 14.1. 1999 um 23:11:44 Uhr schrieb
Alvar über kunst
Der neuste Text am 24.1. 2026 um 19:05:11 Uhr schrieb
Rübezahl über kunst
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(insgesamt: 178)

am 31.10. 2006 um 12:14:56 Uhr schrieb
Bettina Beispiel über kunst

am 14.2. 2007 um 10:50:58 Uhr schrieb
Einpeitscher über kunst

am 24.7. 2002 um 23:46:52 Uhr schrieb
namensindschallundrauch@der-nachtmensch.de über kunst

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Kunst«

mcnep schrieb am 24.1. 2005 um 11:28:27 Uhr zu

kunst

Bewertung: 8 Punkt(e)

In einem unserer großen Museen, eins von denen, wo ich beim Eintreten immer erst schaue, ob ich saubere Fingernägel habe, steht in einem großen Raum für sich unter nicht sehr heller Industriebeleuchtung eine große Maschine. Abgesehen davon, daß vielleicht ein paar Schalter und Hebel zuviel und ein paar andere zuwenig angebracht scheinen, könnte dieses industrieblau gestrichene Monster in jeder Fertigungsanlage der Welt stehen. Doch ihre Funktion ist schnell durchschaut: Direkt am Eingang des Raums ist ihr Anfang, er ähnelt einer Durchleuchtungsmaschine am Flughafen. Wird nun irgendein Gegenstand auf das Laufband gegeben, das pausenlos ins Innere der Maschine rouliert, so verschwindet der Gegenstand in der Maschine, um nach recht kurzer Zeit am anderen Ende wieder herauszukommen: Äußerlich unversehrt, ununterscheidbar vom Anfangszustand, aber er ist mit einer durchsichtigen dünnen Lackschicht überzogen, völlig luftdicht, undurchdringlich, eine Art Ganzkörperlamination. Man sollte meinen, daß gerade dieses so produktionsnüchterne Objekt auf die übliche laiengraue Ablehnung stoßen würde, so »Demnächst stell ich nen Mixer daneben und mach Milchshake-Objekte...«. Aber keine Rede von Anfeindungen, ganz im Gegenteil, die Maschine ist zur größten Attraktion des Museums geworden. Ganze Schulklassen kommen herein, geben irgendwelche Stofftiere, buntbemalte Briefe oder Spielfiguren hinein, eine alte Frau versiegelt den Pullover ihres verstorbenen Mannes, manche, die sich verstohlen vor dem Band umschauen, haben sicher eine Unterhose oder ähnliche Unaussprechlichkeiten hineingegeben. Nun werden viele vermutlich denken, daß ist so eine typischen Sozenkunstidee und in Wirklichkeit zeigen die Besucher, die da in langen Schlangen ihre Bücher, Platten, Löffel, Handschmeichler, Rauchpfeifchen, Stricknadeln und was weiß ich was alles hineingeben, dem Künstler eine lange Nase und freuen sich einfach über den kostenlosen Versiegelungsservice: Weit gefehlt, denn einmal durch den Artlaminator gelaufen, verwandeln sich die Objekte in Kunst und werden als solche im restlichen Raum teils gestapelt, teils präsentiert. Inzwischen ist schon ein zweiter Raum dazugekommen, das sieht aus wie lauter haitianische Voodooaltäre auf den Müllhalden von Lima, nur daß manche in Leder, die nächsten aus Krepppapier und andere aus Hanutabildchen sind. Die Sachen sind verloren für ihre Spender, aber gerade das scheint den Reiz auszumachen.
Quatsch, so eine Maschine gibt es natürlich nicht in den Düsseldorfer Museen, soweit ich die kenne, ein fleißiger Museumsgänger bin ich nämlich nie gewesen. Aber so etwas ähnliches gibt es im Internet:
http://www.assoziations-blaster.de
Schaut euch die Seite mal an und passt gut darauf auf.

ganymed schrieb am 6.4. 2002 um 15:02:53 Uhr zu

kunst

Bewertung: 3 Punkt(e)

der künstler ist der schöpfer schöner dinge.
kunst offenbaren und den künstler verheimlichen ist das ziel der kunst.
kritiker ist, wer seinen eindruck von schönen dingen in einen anderen stil oder einen neuen stoff zu übertragen vermag.
die höchste wie die niedrigste form der kritik ist eine art autobiographie.
wer in schönen dingen häßliche absichten entdeckt, ist verdorben, ohne reizvoll zu sein. das ist ein fehler.
wer in schönen dingen schöne absichten entdeckt, ist kultiviert. für ihn besteht hoffnung.
die auserwählten sind die, für die schöne dinge einzig und allein schönheit bedeuten.
so etwas wie moralische oder unmoralische bücher gibt es nicht. bücher sind gut oder schlecht geschrieben. weiter nichts.
die abneigung des neunzehnten jahrhunderts gegen den realismus ist die wut calibans, der sein gesicht im spiegel sieht.
die abneigung des neunzehnten jahrhunderts gegen die romatik ist die wut calibans, der sein gesicht nicht im spiegel sieht.
das moralische leben des menschen gehört zum wesentlichen gegenstand des künstlers, die moral der kunst besteht jedoch in der vollkommenen anwendung eines unvollkommenen ausdrucksmittels.
kein kümstler hat ethische neigungen. ethische neigung ist bei einem künstler eine unverzeiliche manieriertheit des stils.
niemals ist ein künstler morbid. der künstler kann alles ausdrücken.
gedanke und sprache sind für den künstler werkzeuge einer kunst.
laster und tugend sind für den künstler stoffe einer kunst.
vom gesichtspunkt der form her ist das urbild aller kunst die des musikers. vom gesichtspunkt des gefühls aus ist die kunstfertigkeit des schauspielers das urbild.
alle kunst ist zugleich oberfläche und symbol.
wer unter die oberfläche dringt, tut es auf eigene gefahr.
wer das symbol deutet, tut es auf eigene gefahr.
in wirklichkeit spiegelt die kunst den beschauer, nicht das leben.
meinungsverschiedenheit über ein kunstwerk zeigt an, daß das werk neu und wesentlich ist.
wenn die kritiker uneins sind, ist der künstler mit sich einig.
wir können einem menschen verzeihen, daß er etwas nützliches schafft, solange er es nicht bewundert. die einzige entschuldigung dafür, etwas nutzloses zu schaffen, besteht darin, daß man es über jedes maß bewundert.
alle kunst ist ganz und gar nutzlos.

oscar wilde

(die vorrede aus »das bildnis des dorian gray«)

Allanon schrieb am 13.9. 2000 um 01:03:12 Uhr zu

kunst

Bewertung: 4 Punkt(e)

Kunst ist relativ, das was dem einen Gefällt, kann einem anderen vollkommen suspekt und stumpsinnig vorkommen.
Ebenfalls ist recht interessant zu beobachten, daß wenn man erstmal Künstler ist, man veröffentlichen kann was man will, und die Kritiker finden es Toll. Gibt jedoch ein Schüler ein ähnlich stumpfsinniges Bild im Kunstunterricht ab (Ich spiele auf Bilder an, die nur eine Farbe zeigen, oder nur aus gekrakel oder irgenwelchen Farbklecksen bestehen!), kassiert er eine 6!!

vlastimil wondratschek schrieb am 28.7. 2003 um 22:25:54 Uhr zu

kunst

Bewertung: 3 Punkt(e)

Ärger mit der Unsterblichkeit

ja, er hatte einen gottverdammten Ärger mit
seinem Body, nicht kaputtzukriegen, das Teil.
Nicht, dass es ihm sonderlich viel ausgemacht
hätte, auf einer Planetenbombe zu surfen, kurz
vor dem Einschlag herunterzuhüpfen und die
Detonation aus der Froschperspektive mitzuerleben,
Gott, wie hatte er sich anfangs amüsiert über die
zerberstenden Planetenkerne, die ihn wieder zurück
ins Weltall schleuderten!


Aber nach zwei Jahrhunderttausenden extensiven
Planet-Hopping war es langweilig geworden. Dann
war er dazu übergegangen, sich Photonensegel
anzuschnallen und sich durchs Weltall treiben
zu lassen, von Sonne zu Sonne, von Galaxis zu
Galaxis aber das war auch nicht gerade der
Bringer; überall der selbe langweilige Scheiss.
Evolution von Amöben zu Zweibeinern, die sich alle
früher oder später auf die ausgefeiltesten Arten
die Schädel einschlugen.


Er verfluchte seinen Schöpfer, täglich regelmässig kurz
vor halb sechs, noch bevor er sich die Zähne putzte und
mit Nitroglyzerin gurgelte um die letzten Essensreste
herauszusprengen.

Wie lange das schon so ging war ihm schon egal geworden,
solange schon jedenfalls, dass er nur einmal müde lächelte
während sich die -zigste Generation von Amöben anschickte
ihr Schlammloch/Ozean/flüssiges Quecksilbermeer zu verlassen,
tief Luft zu holen und eine neue Runde mit abschliessendem
Haumichblau zu generieren.

Es war an einem dieser beschissenen Sonntage, kurz nach
halb sieben, ihm dröhnte noch der Schädel, da fiel ihm
etwas neues ein. "Es ist ausgeschlossen, dass jemand,
der solche Viecher wie die australischen Schnabeltiere
erfindet, Leute wie mich als Unikate in die Welt setzt.
Da müssen einfach mehr sein, ich werde eine Anzeige aufgeben."

Mit einem Uplink über vier Sonnensysteme und einem gleichzeitigen
EnergoHack in die innere Galaxis bastelte er sich einen Brüller
zusammen, der regelmässig mit viel Lärm auf seine Suche aufmerksam
machte. und so hallte sein Ruf donnernd durch die Galaxien,
bohrte sich hier durch ein taubes Ohr, verursachte dort einen
Gehörsturz, versetze da Berge, verschob in Bayern die Alpen
um 4 mm, aber fündig wurde nix. »Gott! Du perfider Mistkerl
Es konnte unmöglich nur den Einen geben, ausgeschlossen,
voellig ausgeschlossen. Zur Abwechslung ging er in seiner
Schwefelsäure Kammer duschen, trocknete sich mit einer
Chaingunrigen Gattling die Ohren und stellte sich zum
Resttrocknen vor einen mittelgrossen Flammenwerfer.

Bah! war das Oede. Scheiss Leben, Scheiss Universum.
Dann erfanden die Erdlinge das Internet. Was sie nicht
wussten (der Weltraum war geil auf Daten und saugte
alles was auf einem Planeten mehr als 42 Kilobyte
Dateiumfang hatte automatisch ins Zentrum der nächsten
Galaxis), war, dass die Informationstheorie ein
eigenständiges Wesen war, zwar ähnlich Unsterblich
wie unser Unsterblicher, aber nicht so persoenlich
und-, vor allem: nicht dauernd so mies drauf.
Sie (die Informationstheorie) war also eines
schoenen Abends, kurz vor halb fuenf, an der Erde
vorbeigesurft und hatte sich kurzerhand multiflexibel
dupliziert und als AblegerKlon in das Wissenskontinuum
der Erde eingelinkt. Folge war das bereits erwähnte
Internet, das unseren Unsterblichen ein paar Zeilen
weiter oben schon auf sich aufmerksam gemacht hatte.

Dragan schrieb am 11.11. 1999 um 23:14:54 Uhr zu

kunst

Bewertung: 3 Punkt(e)

Neulich war ich in der Ausstellung net_conditions im ZKM. Mit Verlaub, das war schon ein rechter Scheiß. Sobald es um Computer geht ist wohl wirklich auch das niedrigste Niveau erlaubt. Damit meine ich nicht unbedingt die ausgestellten sogenannten Netzkunstwerke (obwohl darunter natürlich auch einige Perlen sind, für die man keine 20 Pfennig Shareware-Gebühr zu zahlen bereit wäre), sondern vor allem deren Präsentation. Wer sich das ausgedachte hat meiner Ansicht nach das Wesen des Netzes oder der sogenannten Kunst im Netz nicht verstanden. Netz-Dinge brauchen nichtmal den ganzen Bildschirm (dabei ich nur popelige 15 Zoll daheim), und schon garnicht riesige Projektionswände oder fette Installationen, sondern sie kommen mit einem ganzen Haufen anderen Kram eingetrudelt und sind unauffällig und optional, stehen in direkter Konkurrenz mit meinem Lieblings-ASCII-Editor, den ich vielleicht grade eher brauche als irgendwelchen Kunst-Kram aus dem Internet.

Die Ausstellung, die nach Aussage der semi-kompetenten Führerin unter anderem das Ziel hatte, unter die Oberfläche des Netzes und des Computers zu schauen, hat genau das nicht geschafft, sondern im Gegenteil der Oberfläche gehuldigt und den Computer einen Zauberkasten sein lassen. So geht das doch nie voran.

Insgesamt ist das Begleitheft zur Ausstellung das Beste an der ganzen Sache. Da stehen nämlich ganz viele URLs drin. So kann man die Netz-Kunst dann doch noch in ihrem natürlichen Umfeld erleben wenn man will.

KIA schrieb am 1.5. 2002 um 23:08:27 Uhr zu

kunst

Bewertung: 3 Punkt(e)

»als instument des erkennens erhält kunst ihren sozialen wert.« , sagte richard paul lohse, der völlig gegenstandsfrei arbeitete. er wollte rationale prinzipien in der malerei. sein ziel, wie das von josef albers: to open eyes. und zwar unverdeckt durch ideologien, die verstopfen nur die wache sinnliche wahrnehmung. lohse meint, daß nur systematische gestaltung eine analoge parallele herstellen könne zu den strukturen unseres heutigen lebenszustandes. und er hat die hoffnung, daß die durchschaubarkeit der künstlerischen methoden notwendigerweise einwirken müsse auf die veränderung der umwelt.
trotzdem liegt auch in phänomenologischer malerei (ich führe diesen begriff hier neu ein, er soll »realismus« ersetzen) ein methodisches instrument zur erfahrung und verarbeitung und veränderung von see-weisen bereit.

KIA schrieb am 30.1. 2005 um 16:51:54 Uhr zu

kunst

Bewertung: 1 Punkt(e)

weiß man nicht irgendwas mieses, kleinliches über hendrik m. broder, außer, daß er für den spiegel schreibt, was ja fast noch schlimmer ist, als bildzeitung lesen? nein? kein klitzekleiner spießer-, oder sesselfurzer-, oder keine-ahnung-der-wichser- oder kokainvorwurf? denn is ja gut, denn ich finde seinen artikel ziemlich oke über die:

"RAF-AUSSTELLUNG IN BERLIN

Wer nix zu sagen hat, sagt es möglichst kompliziert

Was die RAF war und was sie wollte, kann man in dem 600 Seiten starken Reader »texte:RAF« nachlesen, der Ende 1977 in einem schwedischen Verlag erschienen ist. Da heißt es in dem letzten Brief von Holger Meins vom 31.1o.1974: »Das einzige was zählt ist der Kampf - jetzt, heute morgen... Durch den Kampf für den Kampf... Kämpfen, unterliegen, nochmals kämpfen, wieder unterliegen, erneut kämpfen und so weiter bis zum endgültigen Sieg... Entweder Schwein oder Mensch. Entweder überleben um jeden Preis oder Kampf bis zum Tod. Entweder Problem oder Lösung. Dazwischen gibt es nichtsHeute lautet die Parole: »Ihr liebt das Leben, wir aber lieben den TodUnd in 30 Jahren wird es bestimmt eine Ausstellung über al Qaida in der Kunst geben.

http://www.spiegel.de/img/0,1020,431371,00.jpg "

maw schrieb am 5.3. 2002 um 14:37:02 Uhr zu

kunst

Bewertung: 2 Punkt(e)

gelenkbusfahrer sind einsam -

(für lollipop)

wenn ich in der moosstraße
- immerhin 10 prozent steigung -
in den zweiten gang hinunterschalte
(es passiert ohne ruckeln, denn ich verstehe die maschine und kann den straßenbelag lesen)
ist das für mich kunst.
das liebespaar kann sich küssen,
die oma stricken
und der bänker lesen,
nichts, außer dem kurzen schrei der motoren
holt sie aus ihrer welt.
ich bin der große gelenkbusfahrer.
ich tue mein bestes.

Heynz Hyrnrysz schrieb am 20.1. 1999 um 16:49:31 Uhr zu

kunst

Bewertung: 7 Punkt(e)

Heynz Hyrnrysz präsentiert: Eine weitere Assoziation.

Kunst ist das Gegenteil von gut gemeint, hat irgendwer mal gesagt. Ich weiß nicht mehr wer, aber er hat es schön gesagt...

KIA schrieb am 1.7. 2003 um 22:17:03 Uhr zu

kunst

Bewertung: 1 Punkt(e)

Die Ausstellung Theatrum Mundi - Die Welt als Bühne aus Anlass des 350-jährigen Jubiläums der Bayerischen Staatsoper ist den vielfältigen Beziehungen zwischen Kunst, Bühne und Leben in Barock und Rokoko gewidmet. Sie zeigt Exponate aus Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, Schweden und Russland.

Barocktheater, das ist nicht nur Oper, Sprechtheater und Ballett, es umfasst die Darstellung aller Bereiche des Lebens, es ist wirklich Theatrum Mundi: In der absolutistischen Gesellschaft spielte jeder eine Rolle, die ihm nach seiner Standeszugehörigkeit zugewiesen war. An der Spitze stand der Fürst, zu dessen Selbstverständnis es gehörte, diese »göttliche Ordnung« in opulenten Festen und Aufführungen zu präsentieren. Das Barocktheater war dabei stets um perfekte Illusion bemüht: Auf der Bühne wurden mithilfe ausgeklügelter Mechanik virtuelle Welten geschaffen, in denen Götter vom Himmel fahren und sich Höllenrachen auftun konnten.

Die thematisch gegliederte Ausstellung versucht, dies enge Verhältnis zwischen Bühne und Kunst in seinen vielfältigen Facetten nachzuzeichnen: Im Zentrum der Ausstellung wird ein ori-ginales Bühnenbild aus dem 18. Jahrhundert gezeigt, das die Durchdringung von Religion, Bühne, Kunst und Leben im Barock auf eindrucksvolle Weise veranschaulicht. Es sind Szenen der Karfreitagsgeschichte, in denen Kulissen mit illusionistisch gemalten Figurengruppen kom-biniert sind und die einen Einblick geben in die Expressivität barocken Bühnengeschehens (Stiftung Stift Neuzelle). Nachbauten von Donner-, Regen-, Wind- und Wellenmaschinen, die von den Besuchern bedient werden können, vermitteln einen Eindruck von der Bühnentechnik, von den »special effects« im Barock. Theaterkostüme im Original und im Entwurf werden gezeigt, wie z. B. das Originalkostüm des Carlo Bertinazzi, der im 18. Jahrhundert als Arlecchino an der »Comédie italienne« in Paris Triumphe feierte (Museo Burcardo, Rom). Erstmals in Deutschland werden eine Reihe von originalen Bühnenbildmodellen u. a. von Pariser Opernaufführungen der Zeit um 1760 zu sehen sein, die heute im Schloss Chambord aufbewahrt werden. Sie ver-mitteln einen lebendigen, dreidimensionalen Eindruck von der ungeheuren Prachtentfaltung der Oper im Rokoko. Zudem präsentiert die Ausstellung Bühnenbildentwürfe - neben den wun-derbaren Arbeiten der Familie Galli Bibiena (u. a. aus der Albertina, Wien) auch spektakuläre Zeichnungen von Johann Oswald Harms aus dem Herzog Anton Ulrich-Museum in Braunschweig. Harms war im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert der wichtigste deutsche Büh-nenbildner.

Der »Rahmen« des Theaters, die Entwicklung der Architektur von Theaterbau und Opernhaus, ist ein weiteres Thema der Ausstellung. Theater wurden für das Publikum gebaut, das sehen wollte, um gesehen zu werden. Hier sind nicht nur bedeutende Pläne und Aufrisse Georg W. von Knobelsdorffs für das Opernhaus Friedrichs des Großen in Berlin zu sehen (Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg), sondern auch eine Sammlung von Theatermodellen, die deswegen so interessant sind, weil man mithilfe eines Episkops in einige von ihnen hineinblicken kann, um einen Raumeindruck zu gewinnen (Österreichisches Theatermuseum Wien). Bilder vom Publikum im Theater, wie z. B. Oliveros Innenansicht des Opernhauses von Turin (Museo Civico, Turin) zeigen unter anderem, wie lebhaft es während einer Opernaufführung im Zuschauerraum zugehen konnte.

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Schopenhauer
Erstellt am 11.4. 2001 um 17:29:48 Uhr von Adam W., enthält 55 Texte

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Erstellt am 30.8. 2005 um 00:47:47 Uhr von Ich, enthält 10 Texte


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