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am 14.1. 1999 um 23:11:44 Uhr schrieb Alvar
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am 24.1. 2026 um 19:05:11 Uhr schrieb Rübezahl
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am 28.8. 2021 um 16:24:34 Uhr schrieb Schwachsinn-Textleser über kunst
am 12.11. 2007 um 21:20:08 Uhr schrieb Peter K. über kunst
am 18.3. 2004 um 21:26:34 Uhr schrieb adsurb über kunst
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Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Kunst«
mcnep schrieb am 24.1. 2005 um 11:28:27 Uhr zu
Bewertung: 8 Punkt(e)
In einem unserer großen Museen, eins von denen, wo ich beim Eintreten immer erst schaue, ob ich saubere Fingernägel habe, steht in einem großen Raum für sich unter nicht sehr heller Industriebeleuchtung eine große Maschine. Abgesehen davon, daß vielleicht ein paar Schalter und Hebel zuviel und ein paar andere zuwenig angebracht scheinen, könnte dieses industrieblau gestrichene Monster in jeder Fertigungsanlage der Welt stehen. Doch ihre Funktion ist schnell durchschaut: Direkt am Eingang des Raums ist ihr Anfang, er ähnelt einer Durchleuchtungsmaschine am Flughafen. Wird nun irgendein Gegenstand auf das Laufband gegeben, das pausenlos ins Innere der Maschine rouliert, so verschwindet der Gegenstand in der Maschine, um nach recht kurzer Zeit am anderen Ende wieder herauszukommen: Äußerlich unversehrt, ununterscheidbar vom Anfangszustand, aber er ist mit einer durchsichtigen dünnen Lackschicht überzogen, völlig luftdicht, undurchdringlich, eine Art Ganzkörperlamination. Man sollte meinen, daß gerade dieses so produktionsnüchterne Objekt auf die übliche laiengraue Ablehnung stoßen würde, so »Demnächst stell ich nen Mixer daneben und mach Milchshake-Objekte...«. Aber keine Rede von Anfeindungen, ganz im Gegenteil, die Maschine ist zur größten Attraktion des Museums geworden. Ganze Schulklassen kommen herein, geben irgendwelche Stofftiere, buntbemalte Briefe oder Spielfiguren hinein, eine alte Frau versiegelt den Pullover ihres verstorbenen Mannes, manche, die sich verstohlen vor dem Band umschauen, haben sicher eine Unterhose oder ähnliche Unaussprechlichkeiten hineingegeben. Nun werden viele vermutlich denken, daß ist so eine typischen Sozenkunstidee und in Wirklichkeit zeigen die Besucher, die da in langen Schlangen ihre Bücher, Platten, Löffel, Handschmeichler, Rauchpfeifchen, Stricknadeln und was weiß ich was alles hineingeben, dem Künstler eine lange Nase und freuen sich einfach über den kostenlosen Versiegelungsservice: Weit gefehlt, denn einmal durch den Artlaminator gelaufen, verwandeln sich die Objekte in Kunst und werden als solche im restlichen Raum teils gestapelt, teils präsentiert. Inzwischen ist schon ein zweiter Raum dazugekommen, das sieht aus wie lauter haitianische Voodooaltäre auf den Müllhalden von Lima, nur daß manche in Leder, die nächsten aus Krepppapier und andere aus Hanutabildchen sind. Die Sachen sind verloren für ihre Spender, aber gerade das scheint den Reiz auszumachen.
Quatsch, so eine Maschine gibt es natürlich nicht in den Düsseldorfer Museen, soweit ich die kenne, ein fleißiger Museumsgänger bin ich nämlich nie gewesen. Aber so etwas ähnliches gibt es im Internet:
http://www.assoziations-blaster.de
Schaut euch die Seite mal an und passt gut darauf auf.
ludovisi schrieb am 4.1. 2001 um 16:22:19 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
Einer verbreiteten Meinung nach war die Kunst früher schön, ist aber im 20. Jahrhundert häßlich geworden. Diese Meinung wird durch viele Theorien gestützt, die beweisen wollen, daß in unserer Zeit die Kunst, wenn sie ernsthaft sein will, häßlich sein muß. So stellt Karl Rosenkranz in seiner schon in der Mitte des 19. Jahrhunderts geschriebenen »Ästhetik des Häßlichen« fest, daß das Häßliche das Subjektive und Individuelle darstellt, das nicht bereit ist, sich dem Schönen, verstanden als das Allgemeine, zu unterwerfen. Daraus folgt aber, daß die Kunst der Neuzeit, die sich dadurch definiert, daß in ihr sich die Selbstbehauptung der freien Subjektivität vollzieht, dazu verurteilt ist, häßlich zu werden.
KIA schrieb am 30.1. 2005 um 16:51:54 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
weiß man nicht irgendwas mieses, kleinliches über hendrik m. broder, außer, daß er für den spiegel schreibt, was ja fast noch schlimmer ist, als bildzeitung lesen? nein? kein klitzekleiner spießer-, oder sesselfurzer-, oder keine-ahnung-der-wichser- oder kokainvorwurf? denn is ja gut, denn ich finde seinen artikel ziemlich oke über die:
"RAF-AUSSTELLUNG IN BERLIN
Wer nix zu sagen hat, sagt es möglichst kompliziert
Was die RAF war und was sie wollte, kann man in dem 600 Seiten starken Reader »texte:RAF« nachlesen, der Ende 1977 in einem schwedischen Verlag erschienen ist. Da heißt es in dem letzten Brief von Holger Meins vom 31.1o.1974: »Das einzige was zählt ist der Kampf - jetzt, heute morgen... Durch den Kampf für den Kampf... Kämpfen, unterliegen, nochmals kämpfen, wieder unterliegen, erneut kämpfen und so weiter bis zum endgültigen Sieg... Entweder Schwein oder Mensch. Entweder überleben um jeden Preis oder Kampf bis zum Tod. Entweder Problem oder Lösung. Dazwischen gibt es nichts.« Heute lautet die Parole: »Ihr liebt das Leben, wir aber lieben den Tod.« Und in 30 Jahren wird es bestimmt eine Ausstellung über al Qaida in der Kunst geben.
http://www.spiegel.de/img/0,1020,431371,00.jpg "
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