Trauer
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Jetzt ist meine Oma da wo sie hin wollte.
Am Freitag war die Beerdigung. Meine Nichte hatte 20 Tage lang eine Uroma.
Mach's gut Oma.
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| Der erste Text | am 25.1. 2000 um 18:16:39 Uhr schrieb wuzi über Trauer |
| Der neuste Text | am 1.6. 2023 um 20:36:58 Uhr schrieb Christine, die Papugei über Trauer |
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am 5.6. 2002 um 07:51:51 Uhr schrieb
am 23.5. 2010 um 17:07:19 Uhr schrieb
am 7.7. 2009 um 21:39:17 Uhr schrieb |
Jetzt ist meine Oma da wo sie hin wollte.
Am Freitag war die Beerdigung. Meine Nichte hatte 20 Tage lang eine Uroma.
Mach's gut Oma.
»Wer nicht trauert, vergisst.« Dieser Satz ist mir heute über den Weg gelaufen und hat mich fast den ganzen Tag über begleitet. Gedanken, Erinnerungen an meinen Vater, der schon viele Jahre tot ist, waren auf einmal wieder sehr präsent. Seine Augen, sein Humor, seine ständige Besorgnis um mich, die Sicherheit, die er mir gab ... all das vermisste ich mit einem Male.
Er war meine Kindheit, als er starb, wurde ich erwachsen. Manchmal wäre ich gerne wieder klein ...
heute im Zug hierher bin ich fast ausgeflippt. Eingestiegen im Nordbayerischen und durchs Fichtel- (Fragezeichen) und Erzgebirge, durch alte Industrieru...ach Blödsinn.
jedenfalls, hinter mir saß eine Reisegruppe von Anfangszwanzigern aus dem Mittelbayerischen, zwei Mädchen, zwei Buben, und gerade die Mädchen haben mich mit ihrem dümmlichen Genöhle so was von IRRE gemacht, so von wegen ich dachte erst daß die geistig behindert gewesen wären, weil die so extreeeeeem langsam und seltsam geredet hatten, die eine als wären ihr beide Nasenlöcher mit Pattex zusammengeklebt worden, die andere mit einem so extrem dümmlichen Tonfall wie ich es noch niemals so nicht nie gehört hab, und dann bei jedem dritten Satz unbegründeterweise in so ein extrem langsames fast heulendes kichern verfallen, extreeeeeeem langsames Kichern und Glucksen, und dann unterhalten sie sich eine halbe Stunde lang darüber, was sie an den Maggi-Asia-Nudelsnacks nicht mögen, und an der fünf-Minuten Terrine, und wie die eine eine Excel-tabellen zur Auswertung für spätere Internet-Produktbewertung auf ciao.com oder so erstellt hat, und was haben wir gelacht, und ich war fast so weit aufzuschrein »Staaaaaaad, staaaaaaad, Stille!!!!!«, aber ich bin halt nicht verrückt oder bös oder so, deshalb hab ich das schön gelassen.
Im Nachhinein, wo ich dann kurz vor dem Bahnhof aufgestanden bin und die dann so gesehen hab war mir ganz eng ums Herz, weil die waren beide extrem Hässlich, die eine wirklich so laufende Tonne, die andere einfach hässlich, und ich meine, ich bin auch hässlich, aber die waren HÄSSLICH, und da kam ich mir schon gescheit ungerecht vor, und kotzen hätte ich können, ob all der Ungerechtigkeit, aber jetzt hab ich halt so Schuld auf mich geladen, und, naja, da kann man halt nichts machen...
dieses am boden fesselnde gefühl,
fern von jenen träumen und wünschen,
welches jede beliebeige person,
in die selbe ebene versetzt,
verschrägt mit alkohol und drogen,
gerade so zu ertragen,
umgeben von tränen und zerplatzten traumblasen
gelähmt von unwissenheit und zorn
zitternd vor angst und wut
was soll ich tun?
stellt euch dessen.
und auch ein euch unverständlicher weg
wird sich erleuchtet zeigen!
das leben steckt in euch
Trauer ist immer etwas Schwieriges und am liebsten möchte man es ja schon vermeiden, und hofft, daß so ein Fall überhaupt erst gar nicht eintreten mag.
Aber man darf die Trauer niemals unterdrücken, denn erst dann kann man dann auch wieder Hoffnung schöpfen und wieder Licht in seinem Leben sehen.
wenn man vom Tod eines geliebten Menschen betroffen ist, ist man anfangs schockiert und erst nachdem der Schock vorbei ist, stellt sich das Gefühl der Trauer ein. Anfangs nur ganz dumpf weil man diesem Ereignis fassungslos gegenübersteht. Erst wenn man so richtig begriffen hat was eigentlich passiert ist, werden dir Schmerz und Trauer so richtig bewußt.
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