Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 345, davon 331 (95,94%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 147 positiv bewertete (42,61%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 10.9. 1999 um 03:36:20 Uhr schrieb
Heynz Hyrnrysz über Bergelch
Der neuste Text am 29.1. 2023 um 14:27:48 Uhr schrieb
ein aufrechter Waidmann über Bergelch
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 12)

am 16.8. 2008 um 01:40:31 Uhr schrieb
Alfred E. Palmström über Bergelch

am 22.2. 2008 um 14:01:48 Uhr schrieb
Stöbers Greif über Bergelch

am 29.1. 2023 um 14:27:48 Uhr schrieb
ein aufrechter Waidmann über Bergelch

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Bergelch«

Caravanserail schrieb am 2.12. 2000 um 15:21:03 Uhr zu

Bergelch

Bewertung: 12 Punkt(e)

Am Winterwochenende macht es sich der Bergelch zu Hause gemütlich. Er heizt seinen Kachelofen ein, stellt sich Gebäck und Glühwein ans Sofa und holt sich einen Lyrikband aus dem Regal. Heute fällt ihm »wintergrün« von Doris Runge in die Hufe. Wir wissen nicht ob es ein Zufall war oder ob ihm der dunkelgrüne Einband besonders advendtlich erschienen ist. Mit einem wohligen Seufzer tummelt sich unser Bergelch ein wenig zwischen den Seiten. Es gefällt ihm, daß man an Doris Runges Gedichten immer ein bißchen herumrätseln kann. Natürlich gefällt es ihm auch, daß die Gedichte ziemlich kurz sind. So ist er immer schnell mit einem Text fertig und hat ein kleines Erfolgserlebnis: Wieder ein Gedicht geschafft! (In diesem Punkt ist der Bergelch wie Reich-Ranicky.)

Heute gefällt ihm das Gedicht »glücksspiel« am besten. Schließlich hat er sich selber schon immer für eine Spielerfigur gehalten. Weil ich nicht sicher bin, ob alle User das Gedicht im Ohr haben, schreib ich es mal auf:

glücksspiel

zwei sind
einer zuviel
zu glück
zwei sind
genug
für ein unglück
hat einer
den anderen
zum glück

Die Runge überläßt es ja immer ihren Lesern, sich vorzustellen, wo welche Satzzeichen sitzen sollten, was zusammengehört, wo Satzperioden anfangen und aufhören. Der Bergelch mag das. Er fühlt sich als Leser wichtiggenommen. Hach, denkt er sich, ich liebe diese interaktiven Textspiele...

Und dann denkt er diesen Abend noch lange drüber nach, ob er nicht doch lieber zu zweit wäre.

Gronkor schrieb am 30.11. 2000 um 16:34:10 Uhr zu

Bergelch

Bewertung: 12 Punkt(e)

Die FIDE (Fédération Internationale des Échecs) plant, zum 1. Januar 2002 den Bergelch als neue Schachfigur einzuführen. Die Figur soll mit den Zugmöglichkeiten des Springers, eines Bauern mit Rückwärtsgang und einer Teleport-Funktion, an der allerdings noch gearbeitet wird, ausgestattet sein. Ihre Ausgangsposition ist nach vor jedem Spiel neu getroffener Zufallsentscheidung eines der Felder der (bei Weiß) zweiten, bzw. (bei Schwarz) siebten Reihe. Der bisher dort stehende Bauer wird aus dem Spiel genommen darf zwischen dem zehnten und dem dreißigsten Zug aus einem Meter Entfernung einmalig in die Reihen der gegnerischen Figuren geworfen werden. Alle dabei umgefallenen Figuren - mit Ausnahme des Königs - gelten als geschlagen (auch die eigenen).
Ferner darf der Bergelch nach jedem gegnerischen Springerzug seine Position mit einem der gegnerischen Bauern tauschen (»Flubineszieren«).
Die FIDE verspricht sich von dieser Regelerweiterung eine Steigerung der Attraktivität des Schachspiels vor allem auch bei jüngeren Leuten. Die Schachvereine rechnen nach den jüngsten Austrittswellen ab Inkrafttreten der neuen Regelung wieder mit Mitgliederzuwachs.

Bettina mit dem Bleistift schrieb am 20.12. 2001 um 08:56:06 Uhr zu

Bergelch

Bewertung: 10 Punkt(e)

Einmal geschah es sogar, so berichtet der Chronist, dass ein Bergelch bis nach Bad Wimpfen kam. Es war wohl um das Jahr 1735 und so lassen sich die näheren Umstände heute nicht mehr klären. Sicher ist aber, dass es sich um einen Meister im Tarnen und Täuschen gehandelt hat. Geschlagene drei Stunden mischte er sich unter das muntere Völkchen, ohne dass es einer auch nur im geringsten bemerkt hätte.

Erst als ihn der Hunger überkam und seine Nase ihn geradewegs in den Gasthof führte, schien sich das Blatt zu wenden, wissen wir doch alle, dass das manierliche Essen mit Messer und Gabel des Bergelchs Sache nicht ist. Zu seinem Glück waren an eben diesem Tag aber noch andere Radaubrüder in großer Anzahl zugegen. Daher war es schließlich nur die beinahe taube Mutter des Wirtes, die etwas bemerkte, und - verständlicherweise - hatte die nun wirklich andere Sorgen.

Dass sie unseren Protagonisten aber schließlich heimlich durch die Hintertür entwischen ließ, als der seine Zeche nicht zahlen konnte, wollen wir der guten Frau trotzdem hoch anrechnen.

Stöbers Greif schrieb am 22.5. 2000 um 20:04:37 Uhr zu

Bergelch

Bewertung: 14 Punkt(e)

Wenn ein Bergelch im Frühsommer eine italienische Stadt betritt, späht er zunächst ein bißchen in die Gärten, um zu schauen, wo die Liebe blüht. Da sieht er dann Frauen und Männer beieinandersitzen, auf Bänken, und einander versichern, daß sie sich lieben. Unser Bergelch findet das höchst überflüssig, denn man merkte es ja ohnehin. Derweilen geht der Abend in den Alleen hin und her; wahrscheinlich wartet er auf die Nacht.

Ein Schutzmann stampft auch noch daher. Aber er bemerkt weder den Bergelch noch den Abend, obwohl es doch seine Pflicht ist, alles Verdächtige sofort aufzuschreiben.

Stöbers Greif schrieb am 8.11. 2000 um 20:57:28 Uhr zu

Bergelch

Bewertung: 12 Punkt(e)

Um an jungen Blattspinat zu kommen, lassen Bergelche nichts unversucht. Ich kannte mal einen Elch namens Müller, der die ehrenwerte Kunst des Scherenschnitts zu einer bis dahin noch nicht bekannten Perfektion entwickelte, nur weil er die Gemüsefrau beeindrucken wollte. Und was soll ich sagen, er erreichte sein Ziel!

Natürlich mutierte er nach dem Genuß des Blattspinats mehr in Richtung Heini als in Richtung Sophokles. Er rannte barfuß über den nächsten Gletscher und klatschte schon relativ bald auf dem Grunde einer seiner tiefsten Spalten auf. Aber ich bin ziemlich sicher, daß er sich noch im Fallen gedacht hat: »Diese Portion Spinat war es wert

Es muß ein schöner Tod sein, in völliger Übereinstimmung mit sich und der Welt die Löffel abzugeben.

Gronkor schrieb am 30.11. 2000 um 16:15:14 Uhr zu

Bergelch

Bewertung: 11 Punkt(e)

Der Wildpark Schwarze Berge hat vor wenigen Wochen ein junges Bergelch-Pärchen aus dem Transtaunus erstanden - im Tausch gegen vier Galloways und zwölf Hängebauchschweine.
Die Leitung des Parks erwartet nun einen drastischen Anstieg der Besucherzahlen, zumal bisher im Raum Harburg keine eierlegenden Säugetiere besichtigt werden konnten.
Um die Bergelche unterbringen zu können, wurden das Wildschwein-, das Storchen- und das Luchsengehege evakuiert und die Tiere in preisgünstigen Dachgeschosswohnungen im Phönixviertel untergebracht, wovon man sich wiederum eine erhebliche Steigerung der Attraktivität dieses ansonsten etwas vernachlässigten Stadtteils verspricht.

Bettina mit dem Bleistift schrieb am 19.12. 2001 um 21:36:48 Uhr zu

Bergelch

Bewertung: 10 Punkt(e)

Mit Weihnachten, so wie wir es gerne und häufig feiern, darf man dem Bergelch nicht kommen. Da wird er nur schlicht abwinken.

Etwas anderes ist es, wenn wir ihm in schillernden Farben vom Weihnachstmarkt zu berichten wissen. Wenn wir dabei nicht darauf verzichten, ihm den Wohlgeruch frisch gerösteter Kastanien zu beschreiben und wie der sich mit dem des dampfenden Glühweins mischt, wenn wir ihn auch an allerlei mehr Spektakel teilhaben lassen, das uns dort erfreut hat - dann kann es schon vorkommen, dass er sich neben dem Ofen zusammenkringelt und von unseren Worten berauscht einschläft.

Dies sollten wir nun zum Anlass nehmen, uns still und leise zu verabschieden, denn wer wollte schon zugegen sein, wenn der gerade so friedlich schlummernde Bergelch schließlich wieder aufwacht und man ihm erklären müsste, dass all die kleinen und großen Leckereien, von denen er vermutlich gerade träumte, nur in seiner Phantasie existierten?

Willifried Quaichheimer schrieb am 30.11. 2000 um 16:44:33 Uhr zu

Bergelch

Bewertung: 10 Punkt(e)

In seinem Büroalltag kauert der Bergelch geduckt hinter einer kyrillischen Schreibmaschine. Am Ende jeder Zeile wird er durch ihren minimalistischen Gong wie von einer ausgeglittenen Rasierklinge hochgeschreckt. Wenn er vom Büroleiter angesprochen wird, reckt er sein Stroheimkinn ins Bild und sagt: »Ja! Hier, bei der Arbeit

Am Feierabend ist er dann natürlich immer ziemlich aufgekratzt und gönnt sich am Bahnhof ein oder zwei Dosnbier.

Stöbers Greif schrieb am 13.11. 2000 um 15:14:34 Uhr zu

Bergelch

Bewertung: 9 Punkt(e)

Der Bergelche drückt sich lieber mündlich als schriftlich aus. Orales formularisches Denken und oraler Ausdruck wurzeln tief in seinem Unterbewußtsein und verschwinden keineswegs in dem Moment, da der Bergelch einen Bleistift in den Huf nimmt. (Finnegan, 1977, S. 70 berichtet z.B. mit offensichtlichem Erstaunen, daß ihre Dichter, nachdem sie das Schreiben gelernt hatten, keineswegs auf einen formularischen Stil verzichteten. Tatsächlich aber wäre es natürlich viel erstaunlicher, wenn die Bergelche einen anderen Stil ausgebildet hätten, prägt in ihrer Kultur der formularische Stil doch mehr oder weniger alles Denken und jede Äußerung.)

Stöbers Greif schrieb am 4.11. 2000 um 17:06:06 Uhr zu

Bergelch

Bewertung: 11 Punkt(e)

Der Bergelch ist wie eine Wundertruhe: macht man den Deckel auf, kommt eine Geschichte heraus. Allerdings sind viele Geschichten blöd oder unanständig. Die kann man dann leider nicht in den Blaster stellen, denn im Blaster soll es ja seriös zugehen, nicht wahr?

So muß ich Ihnen heute leider die Geschichte vom frustierten Unterleib des Bergelchs schuldig bleiben. Und ich fürchte auch die vom schadhaften Gebiß. Letztere aber rein aus ästhetischen Gründen.

Stöbers Greif schrieb am 6.5. 2001 um 22:40:53 Uhr zu

Bergelch

Bewertung: 10 Punkt(e)

Manchmal kommen vier, fünf Bergelche spät abends zusammen, um einen kleinen Tumult zu veranstalten. Sie trinken sich erst ein bißchen Mut an, dann setzen sie ihre Masken auf. Manche besitzen wertvolle holzgeschnitzte Drachenmasken, andere binden sich einen Pappdeckel vor die Fresse. Im Grunde ist es ihnen egal, weil des ja nur auf den Tumult ankommt. Wenn sie die Masken aufhaben, fummeln sie mit den Hufen unnötig herum, halten die Köpfe nicht ruhig und fangen furchtbar zu zittern an. Unter der Maske fühlen sich die Bergelche fast wie Samurais. Auch nach dem Tumult hält diese schöne Empfindung noch eine Weile an.

Stöbers Greif schrieb am 21.11. 2000 um 14:28:50 Uhr zu

Bergelch

Bewertung: 12 Punkt(e)

Zwischen Scylla und Charybdis, den Blick übers Meer, befährt der Bergelch in den ersten Wochen des Julei die Küstenautobahn bei Palermo. Im Ohr trägt er noch Pasolinis Schrei aus den Kellern seiner Kindheit. »Tochter Krataiis,« rezitiert er ein längst vergessenes Gedicht, »die das bittere Unheil geboren hat für die Menschen...« Er verliert den Zusammenhang und setzt noch einmal an: »Wer weggehen kann, geht. Was bleibt, sind die AltenDieser Vers scheint dem Bergelch besser auf seine Situation zu passen. Er lächelt pfiffig und hängt einen Huf aus dem Wagenfenster.

Shostakovitch schrieb am 5.2. 2001 um 13:01:58 Uhr zu

Bergelch

Bewertung: 9 Punkt(e)

Niemanden verehrte der Bergelch mehr als den Konditor Grassmann. Nachmittags schlenderte er immer und immer wieder an der Konditorei Grassmann vorbei, lugte zärtlich durchs Schaufenster und stampfte vor Freude sacht mit den Hufen. Einmal im Monat, wenn er sich eine ganz besondere Freude gönnen wollte, erwarb der Bergelch ein Blattspinat-Törtchen, das er dann zitternd vor Glück schmatzend verspeiste.

Stöbers Greif schrieb am 4.11. 2000 um 16:35:38 Uhr zu

Bergelch

Bewertung: 9 Punkt(e)

Viele junge Bergelche arbeiten auf dem Weilheimer Bahnhof. Weniger der Bezahlung wegen, die kaum der Rede wert ist, als wegen der nützlichen Erfahrungen, die man dort ganz gratis für sein späteres Leben sammeln kann. Die Schienen des Bahngeländes kommen sich richtig in die Quere und bilden viele Überschneidungen, oft nur, um dann wieder ihre eigenen Wege gehen zu können. Die Bergelche studieren dieses Verhalten mit großem Interesse. So lernen sie, wo eine Grenze ist und daß man auch mal wieder loslassen können muß.

Nach Feierabend gehen sie dann zu ihrem Lieblingsitaliener und bestellen sich einen Salat.

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