Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 345, davon 331 (95,94%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 147 positiv bewertete (42,61%)
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positiv bewertete Texte
Der erste Text am 10.9. 1999 um 03:36:20 Uhr schrieb
Heynz Hyrnrysz über Bergelch
Der neuste Text am 29.1. 2023 um 14:27:48 Uhr schrieb
ein aufrechter Waidmann über Bergelch
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 12)

am 22.2. 2008 um 14:01:48 Uhr schrieb
Stöbers Greif über Bergelch

am 29.10. 2007 um 14:15:32 Uhr schrieb
Hannes über Bergelch

am 28.12. 2012 um 10:01:09 Uhr schrieb
Christine über Bergelch

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Bergelch«

Stöbers Greif schrieb am 7.5. 2000 um 19:17:07 Uhr zu

Bergelch

Bewertung: 13 Punkt(e)

Mit Moritz Brinkmaier, der Bergelch von der Sulzenalm, verbindet mich eine jahrelange Freundschaft. Was mich seit eh und je an Moritz beeindruckt hat, ist seine tiefe Verehrung der Damenwelt, die durch keine Erfahrung erschüttert werden konnte.
Brinkmaier hatte das weibliche Gemüt von einer einfachen, aber zugleich herrlichen und erhabenen Seite kennengelernt. Sein eigenes Weib hatte ihn in die Tiefe des wahrhaft weiblichen Wesens blicken lassen wie in einen spiegelhellen See. Elternlos wie sie war hatte sie sich die Erbschaft einer steinreichen Base, die Liebe aller ihrer Verwandten verscherzt, indem sie dem harten, ihr Leben durch manche Qual erbitterden Eindringen der Kirche mit festem Mut widerstanden, als sie, selbst in der katholischen Religion erzogen, den protestantischen Brinkmaier heiratete und kurz vorher aus reiner glühender Überzeugung in Augsburg selbst zu diesem Glauben übergetreten war.

Stöbers Greif schrieb am 22.5. 2000 um 20:04:37 Uhr zu

Bergelch

Bewertung: 14 Punkt(e)

Wenn ein Bergelch im Frühsommer eine italienische Stadt betritt, späht er zunächst ein bißchen in die Gärten, um zu schauen, wo die Liebe blüht. Da sieht er dann Frauen und Männer beieinandersitzen, auf Bänken, und einander versichern, daß sie sich lieben. Unser Bergelch findet das höchst überflüssig, denn man merkte es ja ohnehin. Derweilen geht der Abend in den Alleen hin und her; wahrscheinlich wartet er auf die Nacht.

Ein Schutzmann stampft auch noch daher. Aber er bemerkt weder den Bergelch noch den Abend, obwohl es doch seine Pflicht ist, alles Verdächtige sofort aufzuschreiben.

Stöbers Greif schrieb am 16.11. 2000 um 22:57:34 Uhr zu

Bergelch

Bewertung: 10 Punkt(e)

Den rechten Huf auf Katrins linker Schulter taperte Hugo, der Bergelch, zur entlegensten Notapotheke. Natürlich hatter er wieder einmal eine Dosis Balttspinat erwischt. Durch die Apothekentürluke tönte ein Aufschrei der altgedienten Apothekersfrau: »In Gottes Namen! Ab zum Notdienst! Aber sofort!«
»Wenn Sie das sagen,« meinte der Bergelch kleinlaut, »dann tun wir das wohl besser.«
»Aber ganz schnell!« bäffte ihnen die Apothekerin nach.
Nu wurden sie hurtig.
Katrin bugsierte Hugo in eine Droschke. Der bedachte, wie er zukünftig vielleicht mit einem Blindenhund auskommen müßte und wie er nach der ambulanten Behandlung wohl aussehen würde. Da kam er sich ziemlich doof vor.
»Katrin, ick will keinen Hund! Kannst du das nicht machen?«
Nu wurde es heiter.
»Wie sehen Mongoloide eigentlich in der Mongolei aus?«
»So wie du«, entschied Katrin.
Hugo ließ seine Geweihe hängen.

Faber schrieb am 16.1. 2001 um 17:20:22 Uhr zu

Bergelch

Bewertung: 10 Punkt(e)

Auf Bälle, Feiern und Empfänge gehen Bergelche ziemlich gern. Haben sie erst einmal ihre anfängliche Scheu abgestreift, erweisen sie sich als richtige Partylöwen. Durch ihre pelzige Gestalt, gehalten in warmen Brauntönen, hochaufgerichtet, stattlich und stolz, sind sie, trotz ihres oft leicht ins arrogante gleitenden Lächelns, ein überaus genehmer Gast. Gewandt im Ausdruck, stilsicher in der Bekleidung, charmant im Ton, so hat man´s gern.
Doch ist ihr Auftreten nicht in Gänze unumstritten. Man hält ihnen zuweilen vor, ihr Tanz sei unausgewogen, geradezu plump, und ihre jeweiligen Partner hätten beträchtliche Mühe, den zwar redlich um tadelfreie Pose bestrebten Bergelch im Schwange der Musik schrittkonform übers Holz oder Linol zu schieben.

Dies kann, darf und möchte ich in dieser Form nicht stehen lassen und hiermit der Wahrheit die Ehre geben:

das erwähnte Braun seiner pelzigen Gestalt verströmt den überholten Charme der 70er Jahre, der Quell seines Stolzes ist mir rätselhaft, das Lachen würde ich als schmierig bezeichnen, sie drücken sich gestelzt aus, und auch wenn sie sich in feine Tuche wanden, so wird aus ihnen doch kein galanter Ungar oder ein Johannes Heesters. Lediglich ihr Tanz hat etwas anrührendes, beinahe kindlich unschuldiges, wenn sie sich drehen, beide Vorderhufe ausgestreckt, der Welt entrückt, sich drehen, drehen, immer weiter drehen, jenseits der Vernunft...

So, jetzt ist es raus, jemand musste einfach einmal sagen, wie es wirklich ist.

Gronkor schrieb am 30.11. 2000 um 16:15:14 Uhr zu

Bergelch

Bewertung: 11 Punkt(e)

Der Wildpark Schwarze Berge hat vor wenigen Wochen ein junges Bergelch-Pärchen aus dem Transtaunus erstanden - im Tausch gegen vier Galloways und zwölf Hängebauchschweine.
Die Leitung des Parks erwartet nun einen drastischen Anstieg der Besucherzahlen, zumal bisher im Raum Harburg keine eierlegenden Säugetiere besichtigt werden konnten.
Um die Bergelche unterbringen zu können, wurden das Wildschwein-, das Storchen- und das Luchsengehege evakuiert und die Tiere in preisgünstigen Dachgeschosswohnungen im Phönixviertel untergebracht, wovon man sich wiederum eine erhebliche Steigerung der Attraktivität dieses ansonsten etwas vernachlässigten Stadtteils verspricht.

Stöbers Greif schrieb am 4.11. 2000 um 17:00:15 Uhr zu

Bergelch

Bewertung: 13 Punkt(e)

Wenn man dem Bergelch eine Zipfelmütze schenkt, wird ihn diese freundliche Tat normalerweise mit tiefer Dankbarkeit erfüllen. Allerdings sollte man spätestens jetzt das Weite suchen, denn es ist nicht immer angenehm, mit den Dankesbezeugungen von Bergelchen konfrontiert zu werden. Oft wollen sie einem im Gegenzug etwas Selbstgebasteltes andrehen, oder etwas, das aussieht wie frischgeschältes Gurkengrün.

Stöbers Greif schrieb am 21.8. 2000 um 18:47:16 Uhr zu

Bergelch

Bewertung: 10 Punkt(e)

Es gibt bei den Bergelchen Priester und Propheten, die sich dem Volk nur sehr selten zeigen und sich im Gebirge aufhalten. Wenn sie erscheinen, findet ein großes Fest und eine feierliche Versammlung mehrerer Dörfer statt. Der jeweilige Prophet redet dann auf die Versammelten ein und ermahnt sie zu Tugend und Pflichterfüllung; ihre ganze Sittlichkeit enthält aber nur zwei Gesetze: Entschlossenheit im Krieg und Liebe zu den Frauen. Außerdem weissagt er ihnen die zukünftigen Dinge und die von ihren Unternehmungen zu erwartenden Resultate; er rät zum Krieg oder davon ab. Hierbei halten sie es freilich so, daß, wenn er sich irrt und es ihnen anders ergeht als von ihm vorausgesagt, sie ihn als falschen Propheten verurteilen und, erwischen sie ihn, in tausend Stücke zerhacken - weswegen auch einer, der sich nur einmal verrechnet, nie mehr gesehen wird.

Gronkor schrieb am 30.11. 2000 um 16:33:35 Uhr zu

Bergelch

Bewertung: 26 Punkt(e)

Die FIDE (Fédération Internationale des Échecs) plant, zum 1. Januar 2002 den Bergelch als neue Schachfigur einzuführen. Die Figur soll mit den Zugmöglichkeiten des Springers, eines Bauern mit Rückwärtsgang und einer Teleport-Funktion, an der allerdings noch gearbeitet wird, ausgestattet sein. Ihre Ausgangsposition ist nach vor jedem Spiel neu getroffener Zufallsentscheidung eines der Felder der (bei Weiß) zweiten, bzw. (bei Schwarz) siebten Reihe. Der bisher dort stehende Bauer wird aus dem Spiel genommen darf zwischen dem zehnten und dem dreißigsten Zug aus einem Meter Entfernung einmalig in die Reihen der gegnerischen Figuren geworfen werden. Alle dabei umgefallenen Figuren - mit Ausnahme des Königs - gelten als geschlagen (auch die eigenen).
Ferner darf der Bergelch nach jedem gegnerischen Springerzug seine Position mit einem der eigenen Bauern tauschen (»Flubineszieren«).
Die FIDE verspricht sich von dieser Regelerweiterung eine Steigerung der Attraktivität des Schachspiels vor allem auch bei jüngeren Leuten. Die Schachvereine rechnen nach den jüngsten Austrittswellen ab Inkrafttreten der neuen Regelung wieder mit Mitgliederzuwachs.

Gronkor schrieb am 30.11. 2000 um 16:34:10 Uhr zu

Bergelch

Bewertung: 12 Punkt(e)

Die FIDE (Fédération Internationale des Échecs) plant, zum 1. Januar 2002 den Bergelch als neue Schachfigur einzuführen. Die Figur soll mit den Zugmöglichkeiten des Springers, eines Bauern mit Rückwärtsgang und einer Teleport-Funktion, an der allerdings noch gearbeitet wird, ausgestattet sein. Ihre Ausgangsposition ist nach vor jedem Spiel neu getroffener Zufallsentscheidung eines der Felder der (bei Weiß) zweiten, bzw. (bei Schwarz) siebten Reihe. Der bisher dort stehende Bauer wird aus dem Spiel genommen darf zwischen dem zehnten und dem dreißigsten Zug aus einem Meter Entfernung einmalig in die Reihen der gegnerischen Figuren geworfen werden. Alle dabei umgefallenen Figuren - mit Ausnahme des Königs - gelten als geschlagen (auch die eigenen).
Ferner darf der Bergelch nach jedem gegnerischen Springerzug seine Position mit einem der gegnerischen Bauern tauschen (»Flubineszieren«).
Die FIDE verspricht sich von dieser Regelerweiterung eine Steigerung der Attraktivität des Schachspiels vor allem auch bei jüngeren Leuten. Die Schachvereine rechnen nach den jüngsten Austrittswellen ab Inkrafttreten der neuen Regelung wieder mit Mitgliederzuwachs.

Stöbers Greif schrieb am 8.11. 2000 um 21:24:00 Uhr zu

Bergelch

Bewertung: 8 Punkt(e)

Ich habe schon an anderer Stelle darüber geschrieben, daß Bergelche gemeinhin eher von einer schlichten Gemütsart sind. Allerdings gibt es in ihrer Landsmannschaft auch gewisse Ausnahmen von dieser Regel, Plönkes zum Beispiel. Plönkes ist gelernter Advokat, und wenn immer ein Bergelch Rechtshändel hat, wendet er sich an Plönkes.

Hugo mit seinem rührenden Hang zur Marine sagte mir einmal, Plönkes wäre ein im Meer der Lügen seefest gewordener Rechtsmann!

Ich habe mich von Plönkes einmal in einem Prozeß vertreten lassen und fand ihn durchaus gutwillig, beinahe etwas zu harmoniesüchtig. Als Anwalt der Gegenpartei fungierte damals Quaddel, ein immer etwas grämlich wirkender Fichtenelch, dem die Beschuldigungssucht aus allen Poren troff. Glücklicherweise wirkte er dabei aber schon wieder so infam, daß Plönkes meine Sache bequem nach Hause schaukeln konnte.

Stöbers Greif schrieb am 4.11. 2000 um 17:06:06 Uhr zu

Bergelch

Bewertung: 11 Punkt(e)

Der Bergelch ist wie eine Wundertruhe: macht man den Deckel auf, kommt eine Geschichte heraus. Allerdings sind viele Geschichten blöd oder unanständig. Die kann man dann leider nicht in den Blaster stellen, denn im Blaster soll es ja seriös zugehen, nicht wahr?

So muß ich Ihnen heute leider die Geschichte vom frustierten Unterleib des Bergelchs schuldig bleiben. Und ich fürchte auch die vom schadhaften Gebiß. Letztere aber rein aus ästhetischen Gründen.

Stöbers Greif schrieb am 5.11. 2000 um 20:43:47 Uhr zu

Bergelch

Bewertung: 15 Punkt(e)

Die Bergelche aus dem Emmental vertragen jungen Blattspinat erstaunlicherweise gar nicht gut. Viele Tiere werden davon innerhalb kürzester Zeit teilblind. Sie verspüren heftige Vergiftungserscheinungen, entlaufen ihrer Herde, traben verwirrt weideaufwärts, bis sie mit Befehlsgittern kollidieren, entäußern sich diverser Körpersäfte und vermeinen scharfgeschliffene Sterne zu sehen.

Liebe Kommilitoninnen und Kommilitonen, ich fasse zusammen: Wenn Sie nicht wollen, daß sich der Emmentaler Bergelch in dieser oder jener Form ungebührlich aufführt, so sollten Sie ihm unter KEINEN Umständen jungen Blattspinat zuführen! Habe ich mich in diesem Punkt klar ausgedrückt?

Und nun zu etwas Praktischem:
Karla, bitte vermessen Sie die untere Körperhälfte des Bergelchs!
Rüdiger, bitte wiegen Sie seinen Geschlechtsbereich ab!
Tanna, bitte überprüfen Sie Karlas Vermessungsstrategie!
Heynz, bitte gehen Sie Rüdiger freundlich zur Hand!
Alvar, bitte sichern Sie die Daten!
Liamara, bitte lenken Sie den Bergelch mit einer Geschichte ab!
Galaxie, bitte vermessen Sie seine obere Körperhälfte!
Elki, bitte verfassen Sie einen Bericht!
POMTOM, bitte sichern Sie unsere Blattspinatvorräte!
Gronkor, entfernen Sie bitte das Fret, es könnte unseren Bergelch irritieren!
Dragan, bitte kontrollieren Sie Alvar beim Sichern der Daten.
Liamara, bitte lenken Sie den Bergelch ab und nicht Alvar!
Klein Mädchen, bitte schauen Sie einmal kurz weg!
Heynz, bitte schubsen Sie Rüdiger nicht!
Snake, wie würden Sie diese säurehaltigen Signale deuten?
Bettina, bitte geben Sie Ihren Kommilitonen doch einmal ein gutes Beispiel!
Meine Damen und Herren, erweitern Sie bitte Ihr Sendungsbewußtsein!
Erleben Sie sich bitte als Teil der Reisegruppe!
Leisten Sie uns Gesellschaft!

Danke!

Und den Bergelchen keinen Blattspinat!
Unter keinen Umständen!

Stöbers Greif schrieb am 9.10. 2000 um 19:15:36 Uhr zu

Bergelch

Bewertung: 10 Punkt(e)

Dem Balztanz der Bergelche wohnt ein unruhestiftender Zug inne, der irgendwie aus dem Zusammentreffen dreier Eigenschaften des Kampfes entsteht: seiner unmittelbar dramatischen Form, seines metaphorischen Gehaltes uund seines sozialen Kontextes. In seiner Eigenschaft als kulturelle Darstellung vor einer gesellschaftlichen Kulisse ist der Kampf zugleich ein konvulsives Aufwallen tierischen Hasses, ein Scheinkrieg symbolischer Gestalten und eine formalisierte Simulation von Statusspannungen. Seine ästhetische Kraft aber entstammt seiner Fähigkeit, diese unterschiedlichen Realitäten zusammenzuzwingen.

Bettina mit dem Bleistift schrieb am 19.12. 2001 um 21:36:48 Uhr zu

Bergelch

Bewertung: 10 Punkt(e)

Mit Weihnachten, so wie wir es gerne und häufig feiern, darf man dem Bergelch nicht kommen. Da wird er nur schlicht abwinken.

Etwas anderes ist es, wenn wir ihm in schillernden Farben vom Weihnachstmarkt zu berichten wissen. Wenn wir dabei nicht darauf verzichten, ihm den Wohlgeruch frisch gerösteter Kastanien zu beschreiben und wie der sich mit dem des dampfenden Glühweins mischt, wenn wir ihn auch an allerlei mehr Spektakel teilhaben lassen, das uns dort erfreut hat - dann kann es schon vorkommen, dass er sich neben dem Ofen zusammenkringelt und von unseren Worten berauscht einschläft.

Dies sollten wir nun zum Anlass nehmen, uns still und leise zu verabschieden, denn wer wollte schon zugegen sein, wenn der gerade so friedlich schlummernde Bergelch schließlich wieder aufwacht und man ihm erklären müsste, dass all die kleinen und großen Leckereien, von denen er vermutlich gerade träumte, nur in seiner Phantasie existierten?

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