Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Songtext«
Liamara schrieb am 12.10. 1999 um 22:12:05 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Glasige Augen
Hände wie Eis.
Er ist so kalt jetzt,
und war doch mal so heiß.
Tot zu sein ist komisch.
Gestern so poltrig,
heute so still.
Gestern noch prächtig,
heute schon Müll.
Tot zu sein ist komisch.
Tot zu sein ist komisch.
Dieses Grapschen
und sein Glotzen,
als er lebte,
war zum Kotzen.
Doch als Leiche
wirkt er jetzt
ganz gesittet
und gesetzt.
Wenn er mir nah kam,
nahm er mich her.
Jetzt komm ich ihm nah,
und wehrlos ist er.
Tot zu sein ist komisch.
Tot zu sein ist komisch.
Sein Geschwätz
und sein Benehmen,
als er lebte,
war zum Schämen.
Doch als Leiche
riecht er bloß,
sonst hält er
sich tadellos.
Er war mir lästig
in meinem Bett.
Jetzt denk ich plötzlich:
Er war doch ganz nett.
Tot zu sein ist komisch.
Tot zu sein ist komisch.
Tot zu sein ist komisch.
sowhat schrieb am 11.2. 2001 um 13:16:24 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Songtexte, zu deutsch Liedtexte, ganz Englisch auch lyrics, sind schwere Texte. Sie unterliegen nicht nur wie alle anderen Texte zum grössten Teil den Regeln der Grammatik und gegebenenfalls, wie bestimmte Gedichtformen, dem Metrum( festgelegte Abfolge von betonten und unbetonten Silben) oder auch einem Reimschema. Sie müssen zudem noch mehr oder weniger zur Melodik und Harmonik des Liedes passen.
1) Text zur Musik:
Das Lied ist vom Instrumentellen her schon grösstenteils fertig, der Text kommt dazu. Hierbei beitet sich an den Song erstmal aufzunehmen und dann irgentwelche sinnlosen Wortkombinationen dazu zu singen. Hat man dann eine ausreichend genaue Vorstellung von Rhytmik und Melodie des Textes, kann man dann beginnen sinnvolle Sätze zu basteln. Es ist nicht ganz leicht aber für die musikalische Qualität oft besser als:
2) Musik zum Text: Hierbei gilt auch Ausprobieren. Improvisationskünstler sollten keine Probleme haben, denn grundsätzlich kann man jeden Text musikalisch hinterlegen, auch wenn dieses bei sehr formlosen Texten manchmal zu eher merkwürdigen, einfach nur kompliziert zu spielenden Liedern führt.
Optimal ist übrigens wenn beides etwa gleichzeitig ensteht und dass einem genialen Songwriter mal Text und Musik eines kompletten Liedes innerhalb weniger Minuten einfallen soll es auch schon gegeben haben.
Wenn die musikalische Idee klar im Vordergrund steht sollte man meiner Meinung nach auf Text verzichten, dann haben alle (bis auf die Vocals) wirklich mehr Spass. Es reicht dann völlig einen aussagekräftigen Titel für das Stück zu haben. Ist auf jeden Fall weitaus besser als ein gutes Lied mit Sinnlos-Texten zu verschandeln.
Bands die wirklich keine Aussagen machen wollen können immer Lobeshymnen auf ihren Musikstil schreiben. Solche Lieder sind meist recht gut und auch hierbei kann man ohne weiteres sehr intelligente Texte schreiben.
Zum Schluss sei noch gesagt, dass Metaphern eine Wichtige Funktion bei Songtexten haben. Bildhaftigkeit zeichnet fast alle wirklich erfolgreichen Lieder aus, die ich kenne. Leider gibts auch viele Songs bei dehnen aufgrund dieses und anderer Kriterien der Sinn vollkommen auf der Strecke geblieben ist. Besonders in der Popular-Musik (meiner heissgeliebten). HEAVY METAL RULES!
Liamara schrieb am 10.4. 2004 um 21:35:07 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Stell dir einen Fragebogen vor, in dem die Frage vorkommt: Welches Lied beschreibt dich am besten?
Würde dir auf Anhieb ein Songtext einfallen? Meiner wäre »Always a woman« von Billy Joel. Das Problem ist nur, wenn du anfängst darüber nachzudenken, wirst du vermutlich merken dass ein einziges Lied nicht ausreicht, um dich zu beschreiben, abgesehen davon, dass du so einseitig nicht gesehen werden willst, nehme ich an. Man könnte das für Lebenszeit-Verschwendung halten, aber man könnte sich ein paar Minuten Zeit nehmen und über Songtexte nachdenken, die man nicht nur einfach schön findet, sondern die einfach passen. So als könnte man, wenn man wieder einmal gefragt wird - »Wie bist du eigentlich so?« - einfach sagen: Hör dir das an. Das bin ich, oder wenigstens ein Teil davon.
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