| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) |
308, davon 290 (94,16%)
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am 22.1. 2000 um 07:31:28 Uhr schrieb chemical sizta
über LSD |
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am 8.6. 2026 um 14:11:05 Uhr schrieb Stefano
über LSD |
Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 89) |
am 4.10. 2014 um 01:51:50 Uhr schrieb Schmidt über LSD
am 4.10. 2014 um 01:17:49 Uhr schrieb La Cucaracha über LSD
am 28.9. 2014 um 00:54:07 Uhr schrieb Schmidt über LSD
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Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »LSD«
Friedensreich schrieb am 16.1. 2002 um 20:30:18 Uhr zu
Bewertung: 9 Punkt(e)
Das Gegenteil von LSD, funktioniert folgendermassen:
Es ist soweit, wenn du morgens beim Aufwachen, die Augen aufschlägst und feststellst, dass an deinem Bett die ganze Nacht hindurch, lauter grossfratzige Kobolde und urige Fabelwesen eine Festorgie abgehalten haben. Aufgschreckt, begibst du dich fluchtartig über den Astralfarbenen zur schieflage geratenen Zimmerflur ins Bad, wo tausende von Grillen, Zirpen, Rosa Riesenechsen, kiffende Schildkröten, Schleim-Pudding-Gewürm, Kakerlaken in Glitzerfarben den Waschtrog, das Klo, den Spiegel, die Badewanne besiedeln, laut deinen Namen rufen schallendes Gelächter aus den Wänden tönt, du innerlich in einen Sog des kein Halt mehr findens, knapp noch den Deckel der Zahnpastatube findest, aus der literweise schon zu einem reissenden Strom angeschwillte grün-brodelnde Schleimgallensuppe fliesst den ganzen Fussboden bedeckend, dein Spiegel dich als rauchend-verkohlter Zündholzkopf zeigt du in Panik den endlosen Gang zu deiner Wohnungstür rennst, die Türe immer weiter weg scheint je mehr du rennst, Gozilla dir bedrohend auf den Fersen nachjagt, du aber doch den Sprung wagst und dich in endlosem Fall vorbei an bing Crosbys 12-Zimmer-Penthouse fliegst deine ganze alte Schulklasse dir lachend zuwinkt, der brodelne Feuersee auf den du zustürzt dein sicheres Ende bedeutet, du nur noch eins im Sinn hast mit Jim Morrison auf der Schlange zu reiten dir Lucy in the Sky mit diamantfuckelnden Augen ein Papierfilzchen bedruckt mit Albert Hoffmanns Fahrad zustreckt, den du in letzter Sekunde noch frisst und, zack, vorbei. Du sitzt in der Küche und schlingst dein Nutella-Brot runter. Noch zehn Minuten die Schule stresst, schon wieder.Dies ist das Gegenteil von LSD.
Ikarus schrieb am 28.5. 2001 um 23:27:05 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Halluzinationen sind ein Weg zu innerer Erkenntnis, ob sie nun durch Drogen oder sonstwas hervorgerufen werden.
LSD macht da keine Ausnahme. Psylocibin war meine Lieblingsdroge, ich hatte eine wundervolle Erfahrung des Verbundenseins mit allen Geschöpfen der Liebe, mit allen Wesen.
Dennoch wird der, der nicht bereit ist für die Wahrheiten über sich und die Zusammenhänge, in ein tiefes Loch stürzen und womöglich nicht mehr herauskommen.
Ich sage: Nimm die Droge bewußt, sie kann Dir Himmel oder Hölle zeigen, eben das, was in Dir ist.
Sie kann Dich zerstören.
Sie kann Dich neu definieren.
Sie kann unwichtig sein, aber für Deine Erfahrungen bist du selbst zuständig, höre nicht auf mich, höre auf Dein Herz.
anoubi schrieb am 13.2. 2007 um 11:05:53 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
»Ein sehr lebendiges Bild von der Anhebung der Grenzen zwischen Person und Umwelt vermitteln einige kürzlich erschienene Studien über Mescalin, Haschisch und LSD. Eine unter der Einwirkung von LSD stehende Versuchsperson erklärte, als sie von draußen Mundharmonikamusik hörte: «Ich bin Musik - ich klettere an der Musik empor.» Eine andere Person berichtete: «Ich fühle wie mein Körper ohne Grenzen in der Umwelt aufgeht.» Es scheint, daß in diesen Stadien die normale Barriere zwischen dem Ich und der Umwelt so gut wie aufgehoben ist.«
Freeman, Cameron, McGhie: »Studie zur chronischen Schizophrenie«; edition suhrkamp 1964
»Ich bin Musik - klettere an der Musik empor«, war der Versuch ein intensiveres Empfinden der Musik zu beschreiben,in Worte zu fassen. Und, dass Materie nicht nur dicht, fest, anfaßbar, sondern auch Strahlung und Schwinung ist, sagen uns auch die Physiker. Während das »normale« Denken eben nur das normale Denken ist (nichts Besonderes). Aus dem nur Normalen, dem Alltäglichen und Gewohnheitsmäßigen eine Barriere errichten, ist ein Fehler. Und wo schon ein nicht gewöhnliches Erleben von Musik als »unnormal« empfunden wird, da wird Paranoia zum Normalzustand.
»Sexrausch«, »Haschischhölle«, »Lustseuche«, »Wahnsinnsdroge«, »teuflische Drogensucht«, »höchste Gefahr: neue Drogen noch gefährlicher als Kokain«. Sensationsgier und Ängstlichkeit werden im Spiesser zu einem obskuren Gemisch.
Für sein Bewußtsein ist das unmittelbar Einleuchtende (die schnelle Überzeugungskraft einer scheinbar göttlichen oder natürlichen »Weltordnung«) nicht nur das Alltägliche, das Gewohnte und Gewöhnliche, sondern auch eine Burg, ein Schutzwall, ein Gefängnis, in dem er sich eingeschlossen hat, um »sicher« leben zu können. Und seine Distanz zu den Ruhestörern, die als Ausländer, Schwule, illegale Drogen oder Punks seine »Ordnung« durcheinanderbringen, ist auch physich bedingt, weil sie - in seinem allzu engen Bewußtsein - tatsächlich »Kopfweh« verursachen.
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