Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Kommunikation«
O.B. Stipat 1,2 & 3 schrieb am 16.3. 2002 um 02:04:09 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Ihr klugen und unterhaltsamen Kraxl, Grunzl & Co!
Ihr seid prätentiöse Kunst-Spinner. Ihr redet über etwas, was weniger Substanz hat als ein Nebel: Ohne eure bescheuerten gesellschaftlichen Strukturen wißt ihr nicht, ob ihr einen Haufen Scheisse mit ein paar rostigen Nägeln drin als Kunstwerk ansehen sollt oder nicht. Da steckt euch jede Putzfrau mit wachen Sinnen einfach in den Müllsack:
London - Ein Werk von Damian Hirst, dem 36-jährigen »Enfant terrible« der zeitgenössischen britischen Kunstszene, ist vom Putzteam einer Londoner Galerie als Müll bewertet und entsprechend »entsorgt« worden. Hirst hatte das Werk »Unaufgeräumtes Studio« spontan nach der Vernissage seiner Ausstellung angefertigt. Ein Mitglied des Putzteams sagte: »Ich hätte nicht eine Sekunde daran gedacht, dass das Kunst sein soll. Also habe ich es in einen Abfallbeutel geschnürt und weggeschmissen.«
»Kunst« existiert nicht, genausowenig wie »Gesellschaft« - alles nur blähende, wohl- oder übelriechende Nebel im Kopf. Die Wichtigtuer machen sich mit hochtrabendem Geschwätz darüber her, jammern, dass es in unserer Gesellschaft am Verständnis der Kunst mangelt. Eher mangelt es an Klarheit der Wahrnehmung. Da wird Liebe und Sophisterei in einen Topf geworfen. So sagt doch ein Klecksl:
»Kunst ist also etwas, das so gar nicht in eine Gesellschaft passt, in der alles nach seiner ökonomischen Verwertbarkeit bewertet wird. Schafft der Künstler ein Kunstwerk, das nicht in dieses System passt, so begeht er (meiner Meinung nach) einen Akt der Agression und Systemkritik, der von der Gesellschaft auch so empfunden wird. Die Gesellschaft versucht, das Werk zu kaufen, um das Werk so in das ausschließlich ökonomische Konzept zurückzuholen. Dem wird sich die wahre Kunst, wahre Liebe und Philosophie etc. doch stets entziehen, indem sie in jenem Moment vergeht.«
Tut mir leid, dass ich so spät in die Diskussion eingestiegen und über diesen hochtrabenden Idealismus gestolpert bin.
Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose..... die kümmert sich einen Scheissdreck um eure Kategorien von »wahrer Kunst«. Sie entzieht sich auch nicht. Sie ist in der Gegenwart.
Schönheit und Kunst existieren nicht - es sei denn, ein Mensch ist in der Lage, mit wachem, empfänglichem Sinn, die Erscheinungen der Welt wahrzunehmen. Wer frei ist von gesellschaftlichen Werten und Normen, hat vielleicht eine Chance - jeder Bauer, jede Putzfrau hat mehr natürlichen Instinkt als ihr verdrehten Pfeifenphilosophen!
Wenn man euch liest, kann man nur noch heulen - so weh tut das... ihr feinsinnigen, kunstgebildeten Aas-Verwerter. Das Echo eurer Selbst-Reflektion ist und bleibt doch das Wichtigste!!!
Kunst ist eine Seifenblase - Kinder oder Mystiker haben vielleicht noch die direkte, unschuldige Sicht, sich am schillernden Spiel des Lichts zu erfreuen....
Wie wär´s jetzt mit wenigstens 3000 Jahren Stille!?
O.B.Stipat
sumpi schrieb am 2.3. 2004 um 12:59:50 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Ich denke an wasserstellen. Ich sehe frauen, die den täglichen wasserbedarf am brunnen holen. Frauen, die einmal die woche am fluss oder in der waschküche wäsche waschen. Es ist ein kontinuierliches dahinplätscherndes aushorchen, belauschen, sich abtasten, erfrischend wie trost, das nass vorm verdursten, die rettung des ertrinkenden.
Mein blick gleitet zur feuerstelle, dort wo gekocht wird, und gewärmt wird. Treffpunkte gemeinsamer bedürfnisse und einzuhaltender verpflichtungen, orte der kommunikation. Wir degenerieren durch vereinsamung.
Rede mit mir. Rede.
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