Baghira schrieb am 28.8. 2012 um 09:09:11 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
MeineAngst:
Tollwutphobie
Guten Tag werte User,
ich leide seit geraumer Zeit (ca. 1 Jahr) an Lyssophobie, unterliege also der Angst, mich mit Tollwut zu infizieren. Davor plagte mich hauptsächlich die Angst vor HIV... aber das habe ich überwunden und darum soll es hier auch gar nicht gehen, sondern um meine Tollwutpsychose...
Das ganze fing an, mit der Tatsache eines Bisses eines Hundes in meinen Schuh, dies war sozusagen der Auslöser für die Gedankenspirale...
...in welche immer mehr Eventualitäten miteingeflossen sind:
Zuerst ging die Angst in Richtung Überträger der Tollwut bei Haus- und Wildtieren (Hunde, Katzen, Füchse etc.).
Da ich ein sehr rationalisierender Mensch bin, konnte ich durch Gespräche mit Experten (Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere u.Ä.), Ärzten, Biologen etc. diese Angst der Übertragung soweit ausschalten... auch die nach und nach auftretenden Eventualitäten (passive Übertragung des Tollwutvirus durch Insekten )...
Ein Angstauslöser blieb, trotz aller Versuche meinerseits, allerdings: Die Infektion durch die Fledermaus.
Gut, wenn man sich jetzt rational mit der Thematik befasst, so könnte man postulieren, dass ein erhöhtes Infektionsrisiko nur für Forscher und für die Personen, die verletzt gefundene Fledermäuse in die Hand nehmen, besteht...
Aber wenn das bei mir so einfach wäre, wäre ich wohl nicht hier...
Der Auslöser Fledermaus zieht nun bei mir sämtliche Eventualitäten mit in die Gedankenspirale hinein.
Die Hauptangst besteht hierbei in folgendem Gedankenschema, welches ich so berichten werde, wie es vorliegt, auch wenn es vielleicht dem manchen unverständlich erscheinen wird...
Fledermäuse sind nicht sonderlich groß (Kleinste vorkommende Gattung in NRW Länge 4cm/ größte Gattung hat eine Länge von 8cm).
Von daher sind sie leicht zu übersehen am Boden, wo sich tollwütige Fledermäuse nun mal befinden...
Meine Angst besteht nun darin, dass ich eine am Boden liegende Fledermaus übersehe (denn man guckt ja nicht wirklich ständig auf den Boden, wenn man umherwandelt (zur Schule gehen oder was weiß ich), diese im wahrsten Sinne des Wortes „totlatsche“.
Wenn man sich mit der Thematik Tollwut befasst erfährt man, dass das Virus nur für „kurze Zeit“ außerhalb eines Wirtes überlebensfähig ist. Eine Definition von dieser Periode erfolgt selten und ist abweichend voneinander: Manche sprechen dem Virus eine Überlebensdauer an Gras z.B. von 24 Stunden zu, andere sagen, dass das Virus bei 35°C „nur“ 5 Tage überleben würde...
Die weitere Angst besteht nun darin, dass durch die Tötung der Fledermaus diese im Angstzustand (der einzige Zustand in dem Fledermäuse, auch tollwütige Fledermäuse sich durch Biss (Speichelabgabe) wehren, von daher sagen viele die Infektionsgefahr bestehe nur bei denen, die Fledermäuse in die Hand nehmen und gebissen würden.
Nun, meine Gedankenspirale setzt hier eine Analogie an:
Hand = Schuh und Biss = Speichelabgabe
Demzufolge, so der Kopf, befindet sich nun Speichel an/unter meinem Schuh. Setzen wir nun einmal eine außerkörperliche Zeit von gut 24 Stunden voraus, so wäre es möglich, wenn mir zum Beispiel etwas auf den Boden fällt (Schulheft o.ä.), den ich vorher mit den Schuhen trivialerweise betreten habe und ich diese Sache dann aufhebe, dass der angetrocknete Virus sich an meiner Hand befindet.
Ein Gelangen von dort an z.B. Schleimhäute wie Augenschleimhäute etc. kann durchaus und schneller als man denkt passieren.
Und laut allgemeiner Meinung kann die Tollwut auch möglicherweise durch Einreiben des Virus in Schleimhäute (Augenschleimhaut) erfolgen.
Daraus folgert mein Kopf, dass es dann soweit wäre, dass ich mich mit der wohl gefährlichsten Krankheit, die nach Ausbruch nicht heilbar ist, angesteckt hätte...
Was gibt es für präventive Maßnahmen? Richtig. Nicht in Fledermäuse reintreten zum Beispiel.
Nun gut, ich glaube ich brauche niemandem, der weiß nach welchem Schema Phobien vor Infektionskrankheiten ablaufen, dass solche Sachen sehr schwer zu besiegen sind; man möchte nicht daran denken, aber man tut es. Oder aber der Kopf entwickelt die, sagen wir, interessantesten Übertragungswege für Krankheiten...
So wie es auch bei mir der Fall ist.
Was tue ich nun, um mich zu schützen?
Genau, dass, was, wie oben beschrieben, eigentlich kaum jemand permanent macht, wenn er unterwegs ist; ich gucke auf den Boden und wenn ich nicht gucke, habe ich das Gefühl, genau dann in eine am Boden liegende Fledermaus getreten zu sein, was o.g. Spirale (Runterfallen, Aufheben, Schleimhautkontaminierung) in Gang setzt.
Der „normale“ Mensch könnte jetzt sicherlich sagen, dass das meiste von diesen Fledermäusen, die, wenn ich nicht den Boden absuche, imaginär seien und damit mag er auch Recht haben, aber jeder der Phobien vor infektiösen Krankheiten hat/hatte, weiß, dass so etwas gar nich hilft...
Langer Rede, kurzer Sinn:
Ich wollte ein wenig über mich erzählen (ich habe auch im Blaster bisher noch niemanden gefunden, der ebenfalls Angst vor Tollwut hat, aber das nur am Rande) und ich hoffe durch diese Assoziation einen Baustein setzen zu können, dass ich wieder ohne permanent nach am Boden liegenden Fledermäusen suchen zu müssen und Angst vor einer Tollwutinfektion haben zu müssen, durch den Alltag gelangen kann.
Ich hoffe auf Antwort...
Baghira
krankesherzchen schrieb am 1.9. 2012 um 09:30:09 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Ein liebes Hallo....
Vielleicht mag es hier jemanden geben, der oder die mich ein wenig versteht und ähnliche Ängste, Zwangsgedanken aus eigener Erfahrung kennt ?
Ich habe eine sehr große Angst vor Krankheiten....
Zum Beispiel vor weniger schlimmen, aber ansteckenden Krankheiten und Infektionen wie z.B. Herpes, empfinde aber zugleich eine sehr große Angst vor möglichem Krebs, insbesondere Magenkrebs oder Gehirntumore....
Es gibt keine Symptome oder Anzeichen, auch in meiner Familie ist niemals eine solch schlimme Krankheit aufgetreten....
Dennoch kann ich mich von diesen Ängsten nicht befreien, sie beherrschen mich....
Vor allem Nachts kann ich mich mich vor diesen Ängsten, Befürchtungen nicht mehr schützen und glaube dann mitunter schon erkrankt zu sein, bald sterben zu müssen....
Zur Zeit wird es immer schlimmer....
Sehr oft liege ich im Bett und befürchte in der Nacht einen Schlaganfall zu bekommen, diese Angst wird für mich so sehr real, dass ich daran glaube gegenwärtig einen Schlaganfall zu erleiden....
Meine größten Ängste beziehen sich aber auf Magenkrebs und Gehirntumore....
Manchmal verliere ich mich so sehr in der Angst vor einem Gehirntumor, dass ich das Gefühl habe nicht mehr nachdenken zu können, das heißt, ich glaube daran schon einen Gehirntumor zu haben, der sich bereits so weit entwickelt hat, dass er bestimmte Gehirnzentren, z.B. den des Denkens, zerstört hat....
Deswegen zu einem Arzt zu gehen habe ich mich aber noch nie getraut....
Es liegen keine objektiv erkennbaren Symptome für eine mögliche Erkrankung vor....
Ich habe einfach nur Angst, panische Angst....
Vielleicht kann mir jemand einen Rat geben ?
Ein verzweifeltes Herz
Niggo62 schrieb am 29.8. 2012 um 17:47:18 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
MeineAngst:
Spinnenangst gleich Vagina-Angst
Ich hab wirklich eine panische Angst vor Spinnen, werde fast hysterisch wenn ich ein Exemplar dieser Gattung sehe, auch wenn es hinter Glas ist, denn es könnte ja herauskommen und mich beißen.
Weibliche Geschlechtsorgane gefallen mir nicht, auch vor denen habe ich Angst, denn es muss ja nicht immer alles herauskommen was man hineingesteckt hat... oder?
Jedenfalls hat man mir nun erklärt, diese beiden Ängste hingen zusammen, zumindest wäre die Angst vor Spinnen, die ja meistens irreal ist, der Ausdruck meiner Angst vor dem weiblichen Geschlecht, denn Ariadne hat ja auch mit ihrem Faden für viel Verwirrung gesorgt....
Jedenfalls, wie auch immer der psychologische Zusammenhang sei....ich bleibe schwul und werde mich auch weiterhin vor Spinnen fürchten...
Lara schrieb am 10.9. 2012 um 08:52:29 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Hallo Ihr lieben,
Ich hatte sehr lange nicht mehr hier geschrieben! Mein Kopf hatte irgendwann eine schlimme andere Angst entwickelt!
Jetzt ist diese vorbei jetzt leide ich seit Freitag an einer neuen Angst!!
Ich habe seit einem JAhr ein ( mittlerweile sind es 2 ) Eichhörnchen die immer über meinen Balkon zu mir kommen!
Ab und zu kommt der kleine Mann sogar mal in meine Wohnung und holt sich eine Nuss die auf dem Boden liegt!
Ich versuche es kurz zu fassen!
Am 31.8 sprang das Hörnchen mal wieder gegen mein Fliegennetz von aussen das vor dem Fenster hängt!!!
Als es dann von oben nach unten krabbelte biss es ein paar mal in dieses Netz ( ich denke mal um nicht das Gleichgewicht zu verlieren) und dann war es wieder weg im Baum wo es weiter an seinem Kobel/Nest zu gange war ;)
Naja- irgendwann kurz danach bin ich in die Stadt, und so 2 Stunden später als ich wieder Zuhause war kam mir der Gedanke ich könnte ja mal auf den Balkon gehen und das Fliegennetz wieder schön machen!!!
Ich ging also raus und machte wieder alles schön und grade - und als ich gerade in der Wohnung auf meinem Sofa sass kam auf einmal ein ganz böser Gedanke!!
Was ist wenn das Tier Tollwut hat und irgendwo an dem NETZ noch etwas Speichel klebte?? Was ist wenn dieser Speichel an meine mini Wunde am Daumen gekommen ist? ( Wunde vom Piddeln :/ aber wirklich sehr klein )
Was ist wenn ich jetzt Tollwut bekomme??
Da ich in einem Eichhörnchen Forum bin haben mich die User erst mal alle beruight!
Aber ich gab keine Ruhe!
Ich habe dann folgendes gemacht!
Ich habe an einem Tag eine E mail an das Robert Koch Institut Essen geschriebn!
Habe genau beschrieben was los war!
Der Proffesor Dr. xxx schrieb mir dann total lieb zurrück das noch NIE in Deutschland ein Fall dokumentiert wurde indem ein Eichhörnchen auf einen Menschen Tollwut übertragen hätte! Ich solle mir keine Sorgen machen!!
Tja, bei »normalen Menschen ohne Zwänge « hätte so eine Antwort warscheinlich gereicht!
Aber bei mir nicht!
Einen Tag später ( ich musste leider lügen ) habe ich dem selben Proffesor von einer ganz anderen E mail Adrese noch mal geschrieben als wäre ich quasi eine neue Person.
Ich schrieb das ich quasi schwanger sei - und mich gerade ein Eichhörnchen im Park beim füttern gebissen hätte!!
Ein anderer Professor Dr. schrieb mir dann ganz lieb zurrück das in meinem Fall KEINE Tollwut Spritze notwendig sei, denn ich hatte danach gefragt weil es ja auch so Spritzen gibt wo man sich noch Stunden später impfen lassen kann und man würde dann diese Krankheit nicht bekommen!!
Er schrieb noch ich solle mich zurück lehnen!
Naja - in anderen Arzt Foren schrieben mir auch verschiedene Ärzte zurrück das es sehr sehr unwarscheinlich wäre generell durch solch einen „indirekten Kontakt“ sich anzustecken!!!
Irgenwie sagt und schreibt mir jeder „Mensch Lara, da war doch nix“
Ich weiss auch ganz genau das ich an dem Abend NIX NASSES an der Haut hatte!!!!
paar Tage ( und jetzt kommt das verrückte ) nachdem dieser Vorfall war fing ich an zu testn!
Bitte lacht jetzt nicht!
Ich bin raus und habe auf ein Stück Papier gespeichelt und das Papier dann gegen das Fliegenetz gedrückt!
Der Speichel blieb daran hängen, im Abstand von Minuten und Stunden bin ich immer wieder raus um zu kontrolieren wie schnell den so Speichel trocknen würde....!
Ich habe gerade die Angst vor einer anderen eventuell schlimmen Krankheit besiegt wo ich 1 Jahr mit hantiert habe diese Angst los zu werden, und jetzt sowas???
Ich kann echt nicht mehr!!
Ich bin den ganzen Tag nur in Gedanken deswgen!
Zum Beispiel: Was ist wenn ICH der einzige Fall werde wo ein Eichhörnchen mit seinem Speichel bei mir eine Tollwut beschert hat?
Obwohl Deutschland zudem seit 2008 Tollwut Frei ist wie der Professor Dr. schrieb!!
Und Eichhörnchen und andere Nagetiere nur sehr sehr selten angesteckt werden würden - und eigentlich KEINE Rolle bei der Übertragung von Tollwut spielen!
WARUM will das nicht in meinem Kopf????
Ich laufe seit Tagen herum bin dermaßen Deprisiv , ich kann mich an nix mehr wirklich erfreuen!!!!
Oft habe ich das Gefühl das mein blöder blöder Kopf nicht will das ich glücklich bin??
Seit Heute Morgen habe ich eine Strategie entwickelt, nämlich versuche ich mich damit anzufreunden das ich es ja sowieso nicht ändern könnte wenn ich auf einmal Symptome bekommen würde!!
Aber ich kann mich an die Strategie noch nicht soooo gewöhnen!
Das schlimme an der ANGST ist das es bis zu einem Jahr dauern kann bis ein Mensch Symptome bekommen kann!!
Ach ja noch SEHR wichtig: Auf Fach Seiten ( man muss schon die guten Seiten nehmen, denn es steht auch viel Mist im Netz ) steht auch immer beschrieben das es noch NIE einen Fall gab wo Menschen durch mit Speichel kontamierte Gegenstände angesteckt wurden!!!
WIESO will das NICHT in meinem BLÖDEN KOPF??? :prust: :prust: :prust: :prust: :prust:
Ich würde mich von Herzen freuen wenn mir jemand ein klein wenig helfen könnte wie ich jetzt am besten vor gehe??
Therapie muss ich wieder neu beantragen - mein alter Thera scheint schwer krank zu sein, und zur Zeit hab ich keinen :wacko: :wacko:
vielen dank