Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 133, davon 131 (98,50%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 49 positiv bewertete (36,84%)
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Der erste Text am 15.1. 2000 um 15:56:58 Uhr schrieb
Tanna über Sagen
Der neuste Text am 5.11. 2018 um 23:31:48 Uhr schrieb
Schmidt über Sagen
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am 5.11. 2018 um 23:31:48 Uhr schrieb
Schmidt über Sagen

am 13.1. 2010 um 06:36:32 Uhr schrieb
Grünkohl über Sagen

am 8.6. 2006 um 14:31:22 Uhr schrieb
Tobias über Sagen

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Assoziationen zu »Sagen«

Antikörper schrieb am 28.7. 2000 um 12:32:44 Uhr zu

Sagen

Bewertung: 3 Punkt(e)

»Wißt ihr, es geschah folgendes. Er nahm sie mit nach Hause, und ihr Vater - ich meine nicht den alten König, sondern seinen Vorgänger, wie hieß er doch noch, er heiratete eine junge Farau aus Elharib oder so, sie schielte ein wenig und hieß Dingsbums, ihr Name begann mit einem P, oder vielleicht auch mit einem L. Nun, ihrem Vater gehörte eine Insel in der Bucht, ich glaube man nannte sie Papylos. Nein, das stimmt nicht, eine glatte Lüge, Crinix hieß sie, jawohl. Nun, der König, der andere König, stellte ein Heer zusammen und... Jetzt fällt's mir wieder ein: Elenor. So lautet ihr Name. Sie schielte ein wenig, wißt ihr. Aber ansonsten soll sie sehr attraktiv gewesen sein. Als ich von einer Heirat sprach, meinte ich das im übertragenen Sinne, ihr versteht schon. Die Sache war ein wenig inoffiziell. Äh. Nun, es gab da ein hölzernes Pferd, und nachdem sie alle hineingeklettert waren... Habe ich euch schon von dem Pferd erzählt? Sah aus wie ein ein Pferd. Ja, da bin ich mir ziemlich sicher. Ein Pferd. Oder vielleicht ein Küken. Himmel, gleich vergesse ich meinen eigenen Namen! Der Soundso kam auf die Idee, der Hinker. Ich meine den Kerl, der dauernd hinkte. Mit den Beinen, um ganz genau zu sein. Habe ich ihn bereits erwähnt? Es kam zu einem Kampf. Nein, ich glaube, das war der andere. Ja, Nun, das hölzerne Schwein, wirklich eine tolle Idee. Sie stellten es aus Dingsbums her, liegt mir auf der Zunge, ja, aus Holz. Aber das kam erst später. Der kampf! Hätte fast den Kampf vergessen. Ja. Ein verdammt guter Kampf. Alle hoben ihre Schilde und riefen laut und schwangen ihre Speere. Soundsos Rüstung glänzte wie eine glänzende Rüstung. Es ging ganz schön rund. Bei dem Kampf, meine ich. Ja, es hätte gar nicht kämpfiger zugehen können. Ein Kamp hoch zwei. Zwischen Dingsbums, nicht dem Hinker, dem anderen, wie hieß er noch, dem Rothaarigen. Ihr wißt schon. Hochgewachsener Typ. Lispelte ein wenig. He, einen Augenblick, gerade fällt mir ein, daß er von einer anderen Insel kam. Nicht er. Der Hinker. Er wollte nicht los und meinte,
er sei völlig verrückt. Natürlich war er verrückt, total ausgeklinkt, um nicht zu sagen: übergeschnappt. Ich meine, eine hölzerne Kuh! Wie Dingsbums sagte, der König, nein, nicht DER König, der andere, er sah die Ziege und sagte: >Ich fürchte die Epheber, insbesondere dann, wenn sie verrückt genug sind, ein verdammt großes Holzvieh auf ihrer Türschwelle zurückzulassen, haben wirklich Nerven die Jungs, glauben wohl, wir seien von gestern, steckt das Zeug in Brand.< Und Wiehießernoch, der gewitzte Bursche schlich sich von hinten heran und holte ordentlich mit seinem Schwert aus, jawohl. Wer zuletzt lacht und so. Habe ich schon gesagt, daß sie schielte? Es heißt, sie sei recht hübsch gewesen, aber so etwas ist natürlich relativ. Ja. Nun, es geschah folgendermaßen. Dingsbums, ich glaube, er hieß Melycanus, hinkte ein wenig, zog das eine Bein nach, glaube ich, tja, Melycanus wollte nach Hause zurückkehren, wen wundert's, ich meine, inzwischen sind waren Jahre vergangen, und er wurde nicht gerade jünger, nein, das nicht. Deshalb ließ er sich die Sache mit dem hölzernen Dingsbums einfallen. Nein, das stimmt nicht, glatte Lüge. Der Kerl mit dem schwachen Knie hieß Lavaelous. Es knickte dauernd ein, das Knie. Glaubt mir, guter Kampf, der KampfDer Erzähler schweigt zufrieden.
»Ziemlich guter Kampf« , murmelt er noch einmal, lächelt vage und schläft ein.
»Magie«, sagt Zuhörer Eins. »Reinste Magie. Jedes Wort eine Troddel am Baldachin der Zeit
»Mich erstaunt immer wieder, daß er sich an alle Einzelheiten erinnert«, murmelt Zuhörer Zwei. »Messerscharfes Gedächtnis. Ich meine klar wie Kristall

Aurian schrieb am 17.5. 2000 um 16:41:44 Uhr zu

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Bewertung: 3 Punkt(e)

Tearsong
Ihr neuer Name: Tearsong.
Shadoweye hatte ihn ihr gegeben. Weil sie geweint hatte, während sie sang.
Jetzt weinte sie wieder, aber ohne zu singen.
Jetzt war sie allein und konnte weinen, ohne dass man sie dafür verspottete.
Sie drängte die Erinnerungen zurück, Erinnerungen an ihren Stamm, an Blackfeather, ihren Geliebten, an den Spott von Shadoweye.
Sie hatte nicht weinen wollen. Zwielichtsänger waren stark, weinten nicht.
Aber sie hatte geweint, als man ihr Blackfeather brachte, ihren toten Geliebten.
Sie hatte geweint, als sie seine Totenklage sang, und damit hatte sie seine Seele den bösen Geistern ausgeliefert. Zumindest hatte Shadoweye das gesagt.
Shadoweye. Wegen ihm hatte sie die Zwielichtsänger verlassen müssen. Weil sie ihn getötet hatte. Darkstar, ihr Häuptling, hatte sie verstanden. Sie hatte ihm die Gründe für diese ungeheuerliche Tat gesungen. Aber das Gesetz lautet: Elf tötet niemals Elf. Egal, aus welchem Grund. Aber Darkstar gab ihr ein neues Lied mit auf den Weg, als er sie fortschickte: das Lied der Wölfe. Noch wusste sie nicht, warum, aber wenn der Häuptling einem ein Lied schenkte, war das eine große Auszeichnung. Darkstar hatte sie also belohnt, bevor er sie verstieß.
Also hatte sie die Höhlen der Zwielichtsänger verlassen, mit nichts weiter als ihrer Kleidung, Proviant für die Reise, ihrem T`ahuk, dem Wanderstab, der Instrument und Waffe sein konnte.
Bei Shadoweye war er eine Waffe gewesen, eine tödliche Waffe.
Die Töne hatten klagend geklungen, als sie den T´ahuk durch die Luft gewirbelt hatte.
Erinnerungen.
Tearsong verdrängte die Erinnerungen. Bis auf ein paar Habseligkeiten hatten sie ihr alles abgenommen.
Aber das wertvollste hatten sie ihr nicht nehmen können: ihre Lieder.
Bei den Zwielichtsängern machten die Lieder das Wesen, die Seele der Person aus. Es gab Lieder, die jeder kannte, die Lehrballaden. Es gab Lieder, die nur innerhalb der Familien weitergegeben wurden. Es gab Lieder, die der Stamm zusammen sang, bei Festen und anderen Zusammenkünften. Und es gab die Seelenlieder.
Sie hatte ihr Seelenlied für Blackfeather gesungen, zum ersten Mal hatte sie es gesungen. Er hatte ihr das seine gesungen, und zusammen hatten sie beide Lieder zu einem verflochten. Eine schöne Erinnerung. Blackfeathers zerschlagener Körper, eine grausame Erinnerung. Schon viele Tagesmärsche von den Berghöhlen der Zwielichtsänger entfernt, stimmte sie ihr Suchlied an.
Niemand antwortete, sie war allein, ohne Stamm. Ohne Geliebten. Eine schwache Melodie ohne Unterstimmen.
Das Grasland lag weit vor ihr, genauso weit wie hinter ihr. Sie hatte keine Orientierungsmöglichkeit, soweit hatte sie sich noch nie von den heimatlichen Höhlen entfernt. Nein, sagte sie sich, nicht heimatliche Höhlen. Keine Heimat mehr für sie.
Das Grasland war tückisch, ständig schienen die langen Halme sich zu Fallschlingen zu verweben. Aber wenigstens sang das Gras, eine wellenförmige Melodie, wie die Bewegung, die durch das hohe Gras lief.
Tearsong wollte nicht mehr gehen. Sie stützte sich auf ihren T´ahuk und lauschte.
Da! Der Gesang von Lebewesen, das Summen, das jeder warme Körper ausstieß. Tearsong wollte zu dem Summen laufen, aber das Gras schien sich immer dichter um ihre Beine zu winden.
Plötzlich wurde ihr bewusst, dass sie nichts über das Grasland wusste, sie kannte nur die Lieder der Älteren darüber. Sollte sie Angst bekommen? Nein, sie hatte schon alles verloren. Bis auf ihr Leben.
Und genau dieses Leben wollte ihr die Schlinggraspflanze nehmen, die sich über ihre Beine an ihr hoch wand. Dabei ritzte sie beinahe zärtlich die bleiche Haut des Mädchens, um sie über diese kleinen Wunden mit ihrem einschläfernden Gift zu lähmen.

ealendil schrieb am 5.9. 2000 um 16:12:41 Uhr zu

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Bewertung: 2 Punkt(e)

Dumbcheek
Ihr neuer Name: Dumbcheek.
Flatnose hatte ihn ihr gegeben. Weil sie geweint hatte, während sie sang.
Jetzt weinte sie wieder, aber ohne zu singen.
Jetzt war sie allein und konnte weinen, ohne dass man sie dafür verspottete. Sie drängte die Schweißausbrüche zurück, Schweißausbrüche an ihren Stamm, an Blackadder, ihren krampfgeaderten Geliebten, an den Spott von Flatnose.
Sie hatte nicht weinen wollen. Zwielichtsänger waren stark, weinten nicht.
Aber sie hatte geweint, als man ihr Blackadder brachte, ihren toten krampfgeaderten Geliebten.
Sie hatte geweint, als sie seine Abgesang sang, und damit hatte sie seine Seele den bösen Geistern ausgeliefert.
Zumindest hatte Flatnose das gesagt. Flatnose. Wegen ihm hatte sie die Zwielichtsänger verlassen müssen. Weil sie ihn getötet hatte. Sniffnose, ihr leader of the pack, hatte sie verstanden. Sie hatte ihm die Gründe für diese ungeheuerliche Tat gesungen. Aber das Gesetz lautet: Elf tötet niemals Elf. Egal, aus welchem Dingens. Aber Sniffnose gab ihr ein neues Lied mit auf den Weg, als er sie fortschickte: das Lied der Wölfe. Noch wusste sie nicht, warum, aber wenn der leader of the pack einem ein Lied schenkte, war das eine große 'boah, wie geil'-Sache. Sniffnose hatte sie also belohnt, bevor er sie in den Arsch trat.
Also hatte sie die Höhlen der Zwielichtsänger verlassen, mit nichts weiter als ihrer Kleidung, Proviant für die Reise, ihrem T`ahuk, dem Wanderstab, der Instrument und Waffe sein konnte.
Bei Flatnose war er eine Waffe gewesen, eine tödliche Waffe.
Die Töne hatten bluesig geklungen, als sie den T´ahuk durch die Luft gewirbelt hatte.
Schweißausbrüche.
Dumbcheek verdrängte die Schweißausbrüche. Bis auf ein paar Habseligkeiten hatten sie ihr alles abgenommen.
Aber das wertvollste hatten sie ihr nicht nehmen können: ihre Lieder. Bei den Zwielichtsängern machten die Lieder das Wesen, die Seele der Person aus. Es gab Lieder, die jeder kannte, die Lehrballaden. Es gab Lieder, die nur innerhalb der Familien weitergegeben wurden. Es gab Lieder, die der Stamm zusammen sang, bei Feten und anderen Zusammenkünften. Und es gab die Seelenlieder.
Sie hatte ihr Seelenlied für Blackadder gesungen, zum ersten Mal hatte sie es gesungen. Er hatte ihr das seine gesungen, und zusammen hatten sie beide Lieder zu einem Wahnsinnsblues verflochten. Eine schöne Erinnerung. Blackadders zerschlagener Körper, eine grausame Erinnerung. Schon viele Tagesmärsche von den Berghöhlen der Zwielichtsänger entfernt, stimmte sie ihr Suchlied an. Niemand antwortete, sie war allein, ohne Stamm. Ohne krampfgeaderten Geliebten. Eine schwache Melodie ohne Unterstimmen.
Das Flat-Au lag weit vor ihr, genauso weit wie hinter ihr. Sie hatte keine Orientierungsmöglichkeit, soweit hatte sie sich noch nie von den heimatlichen Höhlen entfernt. Nein, sagte sie sich, nicht heimatliche Höhlen. Keine Heimat mehr für sie.
Das Flat-Au war tückisch, ständig schienen die langen Fäden sich zu Fallschlingen zu verweben. Aber wenigstens sang das Gras, eine wellenförmige Melodie, wie die Bewegung, die durch das hohe Gras lief.
Dumbcheek wollte nicht mehr gehen. Sie stützte sich auf ihren T´ahuk und lauschte.
Da! Der Gesang von Lebewesen, das Summen, das Jeder warme Körper ausstieß. Dumbcheek wollte zu dem Summen laufen, aber das Gras schien sich immer dichter um ihre Beine zu winden.
Plötzlich wurde ihr bewusst, dass sie nichts über das Flat-Au wusste, sie kannte nur die Lieder der Älteren darüber.
Sollte sie Angst bekommen? Nein, sie hatte schon alles verloren. Bis auf ihr Leben.
Und genau dieses Leben wollte ihr die Lutschblume nehmen, die sich über ihre Beine an ihr hoch wand. Dabei ritzte sie beinahe zärtlich die bleiche Haut des Mädchens, um sie über diese kleinen Wunden mit ihrem einschläfernden Gift zu lähmen.

Daniela schrieb am 3.9. 2001 um 12:53:38 Uhr zu

Sagen

Bewertung: 1 Punkt(e)

Dumbcheek
Ihr neuer Name: Dumbcheek.
Flatnose hatte ihn ihr gegeben. Weil sie geweint hatte, während sie sang.
Jetzt weinte sie wieder, aber ohne zu singen.
Jetzt war sie allein und konnte weinen, ohne dass man sie dafür verspottete. Sie drängte die Schweißausbrüche zurück, Schweißausbrüche an ihren Stamm, an Blackadder, ihren krampfgeaderten Geliebten, an den Spott von Flatnose.
Sie hatte nicht weinen wollen. Zwielichtsänger waren stark, weinten nicht.
Aber sie hatte geweint, als man ihr Blackadder brachte, ihren toten krampfgeaderten Geliebten.
Sie hatte geweint, als sie seine Abgesang sang, und damit hatte sie seine Seele den bösen Geistern ausgeliefert.
Zumindest hatte Flatnose das gesagt. Flatnose. Wegen ihm hatte sie die Zwielichtsänger verlassen müssen. Weil sie ihn getötet hatte. Sniffnose, ihr leader of the pack, hatte sie verstanden. Sie hatte ihm die Gründe für diese ungeheuerliche Tat gesungen. Aber das Gesetz lautet: Elf tötet niemals Elf. Egal, aus welchem Dingens. Aber Sniffnose gab ihr ein neues Lied mit auf den Weg, als er sie fortschickte: das Lied der Wölfe. Noch wusste sie nicht, warum, aber wenn der leader of the pack einem ein Lied schenkte, war das eine große 'boah, wie geil'-Sache. Sniffnose hatte sie also belohnt, bevor er sie in den Arsch trat.
Also hatte sie die Höhlen der Zwielichtsänger verlassen, mit nichts weiter als ihrer Kleidung, Proviant für die Reise, ihrem T`ahuk, dem Wanderstab, der Instrument und Waffe sein konnte.
Bei Flatnose war er eine Waffe gewesen, eine tödliche Waffe.
Die Töne hatten bluesig geklungen, als sie den T´ahuk durch die Luft gewirbelt hatte.
Schweißausbrüche.
Dumbcheek verdrängte die Schweißausbrüche. Bis auf ein paar Habseligkeiten hatten sie ihr alles abgenommen.
Aber das wertvollste hatten sie ihr nicht nehmen können: ihre Lieder. Bei den Zwielichtsängern machten die Lieder das Wesen, die Seele der Person aus. Es gab Lieder, die jeder kannte, die Lehrballaden. Es gab Lieder, die nur innerhalb der Familien weitergegeben wurden. Es gab Lieder, die der Stamm zusammen sang, bei Feten und anderen Zusammenkünften. Und es gab die Seelenlieder.
Sie hatte ihr Seelenlied für Blackadder gesungen, zum ersten Mal hatte sie es gesungen. Er hatte ihr das seine gesungen, und zusammen hatten sie beide Lieder zu einem Wahnsinnsblues verflochten. Eine schöne Erinnerung. Blackadders zerschlagener Körper, eine grausame Erinnerung. Schon viele Tagesmärsche von den Berghöhlen der Zwielichtsänger entfernt, stimmte sie ihr Suchlied an. Niemand antwortete, sie war allein, ohne Stamm. Ohne krampfgeaderten Geliebten. Eine schwache Melodie ohne Unterstimmen.
Das Flat-Au lag weit vor ihr, genauso weit wie hinter ihr. Sie hatte keine Orientierungsmöglichkeit, soweit hatte sie sich noch nie von den heimatlichen Höhlen entfernt. Nein, sagte sie sich, nicht heimatliche Höhlen. Keine Heimat mehr für sie.
Das Flat-Au war tückisch, ständig schienen die langen Fäden sich zu Fallschlingen zu verweben. Aber wenigstens sang das Gras, eine wellenförmige Melodie, wie die Bewegung, die durch das hohe Gras lief.
Dumbcheek wollte nicht mehr gehen. Sie stützte sich auf ihren T´ahuk und lauschte.
Da! Der Gesang von Lebewesen, das Summen, das Jeder warme Körper ausstieß. Dumbcheek wollte zu dem Summen laufen, aber das Gras schien sich immer dichter um ihre Beine zu winden.
Plötzlich wurde ihr bewusst, dass sie nichts über das Flat-Au wusste, sie kannte nur die Lieder der Älteren darüber.
Sollte sie Angst bekommen? Nein, sie hatte schon alles verloren. Bis auf ihr Leben.
Und genau dieses Leben wollte ihr die Lutschblume nehmen, die sich über ihre Beine an ihr hoch wand. Dabei ritzte sie beinahe zärtlich die bleiche Haut des Mädchens, um sie über diese kleinen Wunden mit ihrem einschläfernden Gift zu lähmen.

Bernhard schrieb am 4.12. 2001 um 12:59:02 Uhr zu

Sagen

Bewertung: 2 Punkt(e)

Die Sprache hat etwas wesentlich mystisches an sich. Seit dem ersten Laut, der einem Vorfahr des Menschen über die Lippen kam, ja sogar mit dem ersten Runzeln einer Augenbraue zur Informationsweitergabe und erst recht seit dem ersten Begräbnis-Ritual (mit Grabbeigaben) verwist die Sprache auf eine andere Welt, eine Welt der Toten, eine Welt der Götter, auch auf eine magische Welt, die in unsere hereinzureichen scheint. Was ist denn dieses »ES« in dem Satz: »Es blitzt!« Und gehen wir nicht zum Arzt in die »Sprechstunde«, wo früher die Schamanen die Wunden »besprochen« haben. Was ist ein Ehrenwort, ein Versprechen? wenn dabei nicht höhere Wesenheiten in Anspruch genommen werden?! Und man findet diese magisch-mystischen Worte immer wieder.

HerMann schrieb am 28.6. 2001 um 22:39:45 Uhr zu

Sagen

Bewertung: 2 Punkt(e)

Die ersten worte fallen immer so schwer es ist wie wachwerden, das braucht auch ein bisschen zeit. Dabei müsste reden was einfaches sein, man lernt es als kleines kind warum ist das später schwierig?

Dini schrieb am 16.7. 2004 um 14:01:28 Uhr zu

Sagen

Bewertung: 1 Punkt(e)

Wer liest heutzutage noch Sagen ? Kennen wir diese überhaupt noch ? Statt die eigenen Gedanken zu benutzen und die Bilder im Kopf zu einem kleinen Film ablaufen zu lassen scheuen wir die »geistige Arbeit« und hoffen auf Hollywood. Wo bleibt die Kreativität und PHANTASIE ??

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