Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Blasterkrimi«
Der Autor schrieb am 23.8. 2003 um 16:29:16 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
XVII Die Warnung
Mcnep mußte sich gewaltsam wieder auf den Grund besinnen, der ihn hierher geführt hatte.
»So!«, erklärte er sachlich, »Was kannst du mir im Vorfeld über die Höflichkeitsliga erzählen?«
»Ach, es gibt hier viele nette alte Damen, die unheimlich höflich sind!« meinte Biggi.
»Das dachte ich mir!« antwortete Mcnep, »Und darüber hinaus?«
Biggi wirkte angespannt: »Mcnep,« ihre Stimme hob sich an, »paß auf, mit wem du dich anlegst!«
»So schlimm?« fragte er mit einem Lächeln und dachte: ‚Ich liebe es, daß sie besorgt um mich ist!'
»Schlimmer! Die Höflichkeitsliga ist eine schichtenübergreifende, multikulturelle und weit verzweigte Organisation, in der alle vorhaben, nett zueinander sein zu sein. Wir haben uns auch den Auftrag auferlegt, gutes zu tun an den schwächsten Gliedern der Blastergemeinschaft! Und es sind die ehrenwertesten Mitglieder der BLASTERGEMEINSCHAFT Mitlied der Höflichkeitsliga. Da findest du die angesehnsten Blasterbürger. Aber auch die schlimmsten Kanallien! Lustmörder, Verbrecher, Erpresser, Raubmörder, Diebe und Vertreter des organisierten Verbrechens. - Gangster jeder Art, die sich hier mit der gereiften bürgerlichen Patina der Wohlanständigkeit verkleiden!«
»Was meinst du denn genau?« fragte Macnep.
Der Autor schrieb am 20.8. 2003 um 23:13:42 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
XIV Villa Wenkmann
Kommissar Mcnep pulte Essenreste aus den Zwischenräumen seiner Zähne, als er in Dr. Wenkmanns Praxishaus eintrat. Es handelte sich um eine geräumige Villa in einer der feinsten Gegenden des Blasters. In diese Straße mündete die Schloßallee und in der Nähe gab es das Stadttheater, das Städtische - Museum, verschiedene Kunstgalerien, feine Boutiquen, manches feine Nobelrestaurant und - so stellte Mcnep mit Interesse fest - das Vereinshaus der HÖFLICHKEITSLIGA.
‚Ganz schön nobel!' dachte der Kommissar bei sich, als er die marmorgetäfelte Vorhalle im Erdgeschoss betrat.
Er ging auf die große, zweigeteilte Eichentür zu, neben der ein großes Schild prangte: PRAXIS DR. WENKMANN.
Die Tür ging auf, kurz bevor er sie erreicht hatte und eine junge, hübsche Angestellte, gekleidet in gediegenste und knappe Garderobe, strahlte ihn mit blendend weißem Lächeln an.
»Kommen Sie herein, Herr Kommissar! Der Doktor erwartet Sie!«
Kurz darauf saß Mcnep in einem tiefen, teuren Ledersessel und fragte sich, ob wohl alle Psychiater zartrosafarbene Anzüge tragen würden.
Der Doktor hatte ihm eine teure Zigarre angeboten, die Mcnep aber ausschlug. Stattdessen zündete er sich eine Pfeife an.
»Ich selbst bin ja Nichtraucher!« erklärte Wenkmann. »Aber wir haben doch alle so unsere kleinen Schwächen!« und er hantierte mit kleinen Wattebäuschchen herum, die in mehreren Häufchen auf seinem Eichenholzschreibtisch lagen.
»Leider habe ich nur eine halbe Stunde Zeit!« teilte Dr. Wenkmann mit. Um 15.30 Uhr habe ich einen wichtigen Termin mit einem Patienten.
‚Ob wohl alle Psychiater wasserstoffblond gefärbtes Haar haben?' fragte Mcnep sich träge.
Nach dem Essen fühlte er sich immer etwas schwerfällig und müde.
Und dann riß er sich zusammen und begann.
»Dr. Wenkmann, ich weiß um Ihren guten Ruf in der Blastergemeinde!« log er, aber ich muß Ihnen ein paar Fragen stellen!"
»Kommissar Mcnep, ich helfe der Polizei immer gerne!« antwortete der Psychiater mit breitem Lächeln.
»Gut! Was wissen Sie über Hase?«
»Äh, Hase? Über Patienten darf ich keine Auskunft geben,« Dr. Wenkmanns Lächeln wurde noch breiter, »das verstehen Sie sicher!«
»Ja, klar!« lächelte Mcnep breit zurück. »Hase war also Ihr Patient!«
»Das habe ich nicht gesagt!« Wenkmanns Lächeln wurde noch breiter und er warf mit einer lockeren Handbewegung einen Wattebausch auf den Kommissar, »Sie Schelm Sie!«
»Gut, Doktor! Wir reden jetzt über einen toten Patienten!«
»ACH?« Wenkmann schien erschrocken zu sein.
»Ja, Hase wurde in der vorletzten Nacht ermordet!«
»Oh Gott! Ermordet?«
»Ja!«
»Wie schrecklich!«
Kommissar Mcnep teilte dem Psychiater die wichtigsten Sachverhalte mit.
Dann fragte er ihn nach DexterEM.
»Naja, der Name erinnert mich an ... nein, keine Ahnung! Von DexterEM ich nie gehört!« erklärte der Doktor und jonglierte mit drei Wattebäuschen.
»Und Diso? Was sagt Ihnen Diso?«
»Kenne ich nicht!« erklärte der Psychiater und sah auf die Uhr, »Und wenn, dann würde ich es Ihnen nicht sagen!«
‚Aha, er will nicht zugeben, daß Diso sein Patient ist!', dachte Kommissar Mcnep: ‚Er hat gelernt!'.
»Und außerdem muß ich Sie bitten, jetzt zu gehen!« Dr. Wenkmann stand auf, »Ich habe jetzt gleich meinen nächsten Termin! Wenn Sie weitere Fragen haben - machen Sie einen Termin!«
Mcnep erhob sich ebenfalls. »Herzlichen dank für Ihre Kooperation! Sie haben mir sehr geholfen, Dr. Wenkmann!«
»Ach ja?«, Wenkmann wirkte nervös, als ob er sich fragte, wie er geholfen haben könnte.
‚Ich kriege dich, Doc!' dachte Mcnep und ging in die marmorgetäfelte Halle hinaus.
Die Eichentür schloß sich und im selben Moment schoß eine große, hagere Gestalt zur Eingangstür herein.
»Verdammt! Insubordinierte Scheißekacker! Alles unverifizierte Speichelkonsumenten!«
schimpfte er vor sich hin und lief auf die Praxistür zu.
»Kommen sie rein und machen Sie nicht so einen Lärm, Diso!« hörte Mcnep den Psychiater zischen, als er dem Patienten öffnete.
Mit dem allerbreitesten Grinsen verließ Mcnep das Haus.
Der Autor schrieb am 7.9. 2003 um 19:05:17 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
XXXIV Blasterradio
Im Auto hörten der Kommissar, RitaRatlos und KIA das Blasterradio. In den Blasternachrichten machte sich eine Kommentatorin über die mangelnden Ermittlungserfolge der Blasterpolizei lustig.
»Jawoll!« donnerte Mcnep, »Wir haben vier Leichen und die Presse auf dem Hals! Und ich habe außerdem meinen Privatkram zu erledigen!«
»Ja, Chef, das haben Sie sauber hingekriegt!« meinte KIA genüßlich.
»Halt bloß den Rand!« schnauzte der Kommissar: »Ich sage nur: diso und Wenkmann! Ohne dich, mein lieber KIA, hätten wir wahrscheinlich zwei Tote weniger!«
»Ja,« gab KIA spitz zurück, »aber das Kind mit der Blasterputze haben Sie ganz allein gemacht!«
»Das werden wir noch sehen!« knurrte Mcnep, »Rita, hast du die Adresse von diesem toschibar?«
»Ja, Herr Kommissar,« antwortete seine Assistentin, »aber warum nur? Was wollen wir denn von dem Chefredakteur der Blasterzeitung?«
»Wenn ich nicht irre, hatte Calista damals ein Verhältnis mit toschibar. Sie wollte von ihm loskommen, weil er ein egoistischer Sadist war,« erzählte Mcnep. »Genauso gut könnte er der Vater sein. Jedenfalls werde ich auf einem Vaterschaftstest bestehen!«
»Och wie schade!« meinte Rita und zog einen Schmollmund, »Und ich dachte schon, ich dürfte demnächst Schwiegervater zu Ihnen sagen!«
Mcnep bremste scharf und sie hielten vor dem Wohngebäude, in dem Calista lebte.
Der Autor schrieb am 17.8. 2003 um 04:12:28 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
V Dienstgespräch mit Doc Voyager
Stunden später saß Mcnep dem Pathologen in dessen Büro gegenüber. Doc Voyager hatte sich und dem Kommissar bereits den fünften Whisky eingeschenkt. Beide lallten schon ein bißchen.
»Mcnep! So etwas habe ich in meinem gesamten Leben noch nicht gesehen!« wiederholte Voyager zum zigsten Mal und er fuhr fort: " Komplette Vernetzungsstellenfraktur, diverse Kelchimplosionen und Blasteranomalien am ganzen Körper ... äh, allen KÖRPERTEILCHEN!
Denn den hat es ja buchstäblich einmal durchs ganze Netz geblastert! ... Äh, kanntest du diesen Hase eigentlich näher?"
»Nein, aber mein Beagle hatte ihn zum Fressen gern!« war die trockene Antwort, dann fragte der Kommissar: »Hast du einen Tipp für mich?«
»Hm, Neppi...! ich darf doch Neppi zu dir sagen?« und Voyager schenkte noch mal nach.
»Na, klar Ätschi, alter Freund, keine Frage!« grinste Mcnep aber was ist jetzt mit dem Tipp?"
»Ja, Neppi,« antwortete der Pathologe schließlich. »Ich bin natürlich kein Hellseher, aber an deiner Stelle würde ich mir mal die richtig PERVERSEN ansehen!«
Der Autor schrieb am 18.8. 2003 um 19:43:34 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
X Verbindungen
»Chef, Chef, Cheffilein!«
Als Kommissar Mcnep mit seiner Assistentin vor das Gebäude trat, in dem DexterEM vor einer halben Stunde gestorben war trat, kam KIA gerade aus dem Nachbarhaus gerannt.
Voller Stolz brabbelte er los: »Chef, ich habe ein paar sehr schöne, ich meine informative, Stunden mit Hanna und Lisa verbracht. Jetzt weiß ich bescheid! DexterEM ist der Mörder von Hase!«
»Es heißt: ‚ist Hases Mörder!'. ‚Der Mörder von Hase' klingt unschön! Außerdem stimmt das vermutlich nicht!«
Mcnep setzte seinen Assistenten schnell von den Ereignissen in Kenntnis. Auch davon, daß sich jetzt ein Team des Erkennungsdienstes und der Pathologe Doc Voyager mit dem Mord beschäftigten.
Dann ließ der Kommissar KIA berichten.
»Ich habe mich mit den verschiedensten Gestalten unterhalten, einer hieß Goethe, der andere Schiller und mit Hesse habe ich auch geredet. Das war der Hausmeister! Dann noch mit Miller, Bukowski und Kerouac!«
»Komm zum Punkt!« forderte Mcnep ihn auf.
»Ja, dann habe ich mit Hanna und Lisa geredet. Lisa kennt Hase ziemlich gut. Er war ihr Kunde. Sie hat ihn durch eine Type namens Diso kennengelernt!«
»Diso?« rief RitaRatlos aufgeregt. »Di...!«.
»Di... wie Diso!« antwortete Mcnep.
»Stimmt!« meinte die Assistentin.
»Ich weiß nicht, wovon Sie reden,« gab KIA, ein wenig verwirrt, von sich »aber Lisa erzählte mir, daß Hase sich in Behandlung befand, bei Dr. Wenkmann!«
»Aha!« riefen Kommissar Mcnep und RitaRatlos wie aus einem Mund.
»Ja, und dann berichtete sie noch von einem Freund, der Johnny heißt. Ein Freier, der sich eine Kollegin von Hanna und Lisa, eine gewisse Susi nämlich, geangelt hat!«
»Und?« hakte Mcnep nach.
»Na, Johnny soll ein Arschloch sein. Er hat aber ziemlich weitreichende Kontakte.«
»Und wen kennt er?« fragte Rita atemlos.
In diesem Moment stürzte der Rechner ab.
Abwarten!
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