Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Blasterkrimi«
Der Autor schrieb am 18.8. 2003 um 19:43:34 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
X Verbindungen
»Chef, Chef, Cheffilein!«
Als Kommissar Mcnep mit seiner Assistentin vor das Gebäude trat, in dem DexterEM vor einer halben Stunde gestorben war trat, kam KIA gerade aus dem Nachbarhaus gerannt.
Voller Stolz brabbelte er los: »Chef, ich habe ein paar sehr schöne, ich meine informative, Stunden mit Hanna und Lisa verbracht. Jetzt weiß ich bescheid! DexterEM ist der Mörder von Hase!«
»Es heißt: ‚ist Hases Mörder!'. ‚Der Mörder von Hase' klingt unschön! Außerdem stimmt das vermutlich nicht!«
Mcnep setzte seinen Assistenten schnell von den Ereignissen in Kenntnis. Auch davon, daß sich jetzt ein Team des Erkennungsdienstes und der Pathologe Doc Voyager mit dem Mord beschäftigten.
Dann ließ der Kommissar KIA berichten.
»Ich habe mich mit den verschiedensten Gestalten unterhalten, einer hieß Goethe, der andere Schiller und mit Hesse habe ich auch geredet. Das war der Hausmeister! Dann noch mit Miller, Bukowski und Kerouac!«
»Komm zum Punkt!« forderte Mcnep ihn auf.
»Ja, dann habe ich mit Hanna und Lisa geredet. Lisa kennt Hase ziemlich gut. Er war ihr Kunde. Sie hat ihn durch eine Type namens Diso kennengelernt!«
»Diso?« rief RitaRatlos aufgeregt. »Di...!«.
»Di... wie Diso!« antwortete Mcnep.
»Stimmt!« meinte die Assistentin.
»Ich weiß nicht, wovon Sie reden,« gab KIA, ein wenig verwirrt, von sich »aber Lisa erzählte mir, daß Hase sich in Behandlung befand, bei Dr. Wenkmann!«
»Aha!« riefen Kommissar Mcnep und RitaRatlos wie aus einem Mund.
»Ja, und dann berichtete sie noch von einem Freund, der Johnny heißt. Ein Freier, der sich eine Kollegin von Hanna und Lisa, eine gewisse Susi nämlich, geangelt hat!«
»Und?« hakte Mcnep nach.
»Na, Johnny soll ein Arschloch sein. Er hat aber ziemlich weitreichende Kontakte.«
»Und wen kennt er?« fragte Rita atemlos.
In diesem Moment stürzte der Rechner ab.
Abwarten!
Der Autor schrieb am 18.8. 2003 um 19:42:41 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
IX DexterEM - Die peinliche Befragung
»Nein, echt nicht, Alter ey! Davon habe ich noch nie etwas gehört!« DexterEM hibbelte durch den Raum, den er sein »Büro« nannte. Es war das heruntergekommene Wohnzimmer in einem vergammelten Wohnhaus. In der übelsten Gegend des Blasters.
»Sie haben noch nie etwas von HASE gehört?« fragte RitaRatlos mit scharfer Stimme.
»Nein, äh ... ich..., ja doch!« haspelte der Lude und kaute unentwegt auf seinen Fingernägeln, »Das ist doch der...äh, mit den Ohren!«
»Aha, also doch!« meinte Rita mit Nachdruck.
»Naja...., wer kennt den nicht! Gerade zu Ostern...?!?«
»Was genau wissen Sie über Ostern?« fragte Mcnep jetzt.
»Ich...!«, DexterEM wurde immer nervöser.
»Hase, was wissen Sie über Hase?« schoß Rita ihre Frage in den Raum.
»Was haben Sie dieses Jahr zu Ostern gemacht?« fragte der Kommissar.
»Keine...ich...!«
»Wo waren Sie in der letzten Nacht?« Rita Ratlos bewegte sich schnell auf den Zuhälter zu.
»Kommissar, ich....ich muß mir das hier nicht gefallen ...«.
»Was halten Sie eigentlich von Marzipaneiern?« fragte Mcnep.
Das war zuviel für den armen Zuhälter.
»Ich...ich...ich...!« der Lude brach auf der Couch zusammen. Tiefes Schluchzend ließ seinen schmalen Körper erschauern.
»Er ist so weit, Kommissar!« meinte RitaRatlos mit tiefer Befriedigung.
»DexterEM,« ließ sich Mcnep jetzt mit tiefer und ruhiger Stimme vernehmen, »Es ist das beste, wenn Sie alles sagen, was Sie wissen!«
»Ja, jaa, jaaa!!!!« heulte der Zuhälter los, »Ich sage ja alles! Alles! Aber hören sie auf!«
Kurz darauf hatte sich der Lude wieder gefaßt. Und es sprudelte nur so aus ihm heraus, während ihm Kommissar Mcnep immer noch beruhigend auf den Rücken klopfte:
»Ja, ich kenne, ich meine, ich kannte ihn! Hase war ein guter Kunde. Er kam gerne zu Lisa. Manchmal auch zu Hanna. Aber meistens zu Lisa. Die Damen mochten ihn. Er hatte nicht nur große Ohren, wenn Sie wissen, was ich meine...«, DexterEM kicherte hysterisch und fuhr fort: »Aber mit seinem Tod habe ich nichts zu tun und die Mädchen auch nicht! Bestimmt nicht!«
»Was heißt hier ‚er hatte nicht nur große Ohren', du alter Chauvi?« herrschte RitaRatlos ihn an.
»Äh, ich meine, er hatte auch intellektuelle Qualitäten! Und er konnte wahnsinnig gut reden, wenn er gut drauf war!«
»Aha!« stellte Mcnep fest. »Er war also nicht immer gut drauf?«
»Nein, er war manchmal defensiv!«
»Defensiv? Meinen Sie depressiv?« fragte Mcnep freundlich nach.
»Ja, genau!« antwortete DexterEM, »Er war sogar in Behandlung...!«
»In Behandlung? Bei einem Psychiater?«
»J...ja, bei einem Psychopater! So nennt man das wohl! Lisa hat mir erzählt, daß er manchmal so einen Arzt aufgesucht hat!«
»Wie heißt der, Mensch?« herrschte Rita den Zuhälter an.
»Wi..., Winkelmann! Nein, äh - We...Wenkmann! Doktor Wenkmann!« schnaufte DexterEM.
»Was wissen Sie noch über Hase?« fragte Mcnep.
»Ich..., ja ... ich weiß nicht...!«
»Wie ist er denn zu ihnen gekommen?« versuchte der Kommissar ihm zu helfen.
»Ach so, ja, das war, weil ihn ein Freund von mir empfohlen hat!«
»Wie heißt dieser Freund?« zischte Rita Ratlos.
»Das kann ich nicht sa...sagen,« stammelte der Zuhälter und wurde plötzlich kreidebleich.
»Was heißt das?« kreischte die Polizeiassistentin. »Willst du uns veralbern?«
»Ja, ich sag es schon!« kreischte DexterEM zurück. »Er heißt di...!«
»WIEE?« brüllte Rita.
»Er heißt Di...«, in diesem Moment zersplitterte die schmutzige Wohnzimmerscheibe und DexterEM brach zusammen. Aus einem großen Loch im Hinterkopf troff Blut.
»Tot!« stellte Mcnep trocken fest.
»Huch, das kam jetzt aber plötzlich!« meinte Rita Ratlos.
Der Autor schrieb am 29.8. 2003 um 23:47:30 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
XXIII Pause im Afrikanischen Blaster
DerAfrikanischeBlaster lag ruhig da im Schein der Abenddämmerung. Der Kommissar stand sehnsuchtsvoll in sich versunken da und ließ seine Blicke schweifen. Aufragen vor sich sah er das schillernde, bunte und dunkle, fröhliche, ausgelassene und traurige, das große und mächtige Afrika aufragen. sein Blick wanderte über Marokko, Tunesien, Algerien, Libyen, Ägypten, Mauretanien, Mali, Niger und Nigeria, bis in den tieferen Süden. Lange ließ er seine Augen durch Wüsten, wie die Sahara und über Gebirge wie den Atlas und das Usambara - Gebirge gleiten Er genoß das wohlige Odium der Seen, wie des Victoria - und des Tschad - Sees und ließ seine Augen wohlgefällig und neugierig, durch die Soukhs von Marrakech, Fes, Meknes, Algier, Ougadougu und vielen anderen Städten gleiten. Mit offenen Sinnen durchstreifte er die Steppen und Savannen von Namibia und Sambia, Botswana, Simbabwe und Südafrika!
‚Wie sehr ich das liebe!' dachte Mcnep.
Wie so oft, wenn die Last des Lebens ihn zu erdrücken schien, begab er sich hierher. DerAfrikanischeBlaster gab ihm innere Ruhe und Ausgeglichenheit zurück. Half ihm, sein Urteilsvermögen zurückzugewinnen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.
Und genau das brauchte er jetzt, da eben die Last des Lebens, in Gestalt der Schwierigkeiten seiner Arbeit, auf ihn einzustürzen schien.
Ja, es war eine harte Nacht gewesen, nach dem Mord an diso in der Toilette der Höflichkeitsliga, direkt ‚vor seinen Augen'. Und ein harter Tag ohne Schlaf und ohne Ruhe war gefolgt.
»Mcnep!« hatte der Blaster - Polizeichef gedonnert, »Was ist mit Ihnen los? Sie sind mein bester Mann, aber inzwischen haben Sie hier vier Leichen und keinerlei Ermittlungserfolge! Hier wurden respektable Blastergrößen dahingemeuchelt und was tun Sie, Mcnep? - Die Reporter der Blasterzeitung belagern schon mein Haus und die Blastermacher machen mächtigen Druck auf mich! Die wollen meinen Kopf ... und natürlich auch Ihren!«
»Aber wir haben ein paar ganz heiße Spuren!« hatte Mcnep geantwortet, » .... ich vermute bereits, welche Personen zum engeren Täterkreis gehören könnten. Ungefähr! Möglicherweise! Vielleicht, aber sicher bin ich nicht! Und meine Hypothese ist ...!«
» Ich erwarte aber keine heißen Spuren, keine Vermutungen und keine Hypothesen!« hatte der Blaster - Polizeichef ihn schroff unterbrochen und abschließend hinzugefügt: »Sondern ich erwarte: FAKTEN, FAKTEN, FAKTEN!«
Und diese Gardinenpredigt war nicht alles gewesen, was Kommissar Mcnep an diesem Tag an Unannehmlichkeiten widerfahren war.
FORTSETZUNG FOLGT
Der Autor schrieb am 23.8. 2003 um 16:27:39 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
XVI Biggi
Mcnep traf die »alte Freundin« am Abend, gegen 19.00 Uhr im Blastercafe.
Er war mehr als erfreut, sie wieder zu treffen. Sie auch. Nach all der Zeit.
Was alles war geschehen? Was hatte er nicht alles erlebt, was mochte ihr widerfahren sein?
‚Die Zeit verrinnt und uns bleibt eine Ahnung von der Ewigkeit!', dachte der Kommissar, als er Biggi an einem Zweiertisch im Blastercafe gegenübersaß.
Das Licht im Café war schummerig, sie konnten kaum die Gesichter des jeweils anderen sehen.
»Du bist noch genauso schön wie damals!« sagte einer von ihnen.
»Du auch!«
»Nein, ich bin älter geworden!«
»Ja, du auch!«
»Stimmt!«
Beide seufzten.
»Was ist damals nur passiert?«
»Du weißt es!«
»Ich auch!«
»Ja!«
»Es mußte so sein!«
»Denkst du?«
»Ja, du nicht?«
»Doch! Du auch?!«
»Es mußte sein!«
»Das denke ich!«
»Es hätte anders kommen können!«
»Stimmt!«
»Ist es aber nicht!«
»Nein, ist es nicht! - Hätte es aber!«
»Ja!«
»Was meinst du heute?«
»Immer noch dasselbe. Und du?«
»Ich auch!«
»Ach so?!«
»Ja, genau!«
»Gut!«
»Ja?«
»Ja!«.
Sie sahen sich noch eine Weile an und irgendwann faßten sie sich freundschaftlich an den Händen.
Der Autor schrieb am 19.9. 2003 um 22:02:12 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
XXXXVII Die Indizien häufen sich
KIA saß an seinem Schreibtisch und schrieb 100 Mal: ‚Ich darf dem Kommissar Mcnep keine Handschellen anlegen!'
Mcnep besprach sich währenddessen in seinem Büro mit RitaRatlos. Als Berater hatte er toschibar zu sich gebeten. Er hatte auch Doc Voyager anrufen wollen, da war der schon in des Kommissar's Büro aufgetaucht und hatte erklärt: »Neppi, ich muß dich sprechen! Ich habe Johnnys Leiche untersucht und bin die Untersuchungsbefunde von Hase, dexterEM, diso und Dr. Wenkmann noch mal durch gegangen!«
»Und?« fragte Rita gespannt.
»Ich habe eigenartige Gemeinsamkeiten festgestellt. Alle Tötungen weisen Gemeinsamkeiten auf, die ich anfangs übersehen habe!«
»Und?« fragte der Kommissar und seine Stimme klar eher gelangweilt, trotzdem blickten seine Augen erwartungsvoll den Polizeimediziner an.
»Ja, es gibt Übereinstimmungen, die lassen sich nur erklären durch ...« Doc Voyager schluckte und fuhr zögernd fort, »durch Umstände, die, äh ...«, er hatte offensichtlich die Befürchtung, für verrückt erklärt zu werden.
Daher beendete Mcnep triumphierend seinen Satz: »... die in der besonderen Natur des Blasters begründet sind!«
Voyager sah den Kommissar mit großen und erstaunten Augen an: »Äh, ja ... woher wissen Sie...?«
In diesem Moment kam KIA mit mürrischem Gesicht und einem dicken Hefter unter dem Arm zur Tür herein: »Fertig, Chef!« grummelte er.
»Laß das jetzt!« fuhr Mcnep ihn an, »Sag mir lieber, wo du gestern Nachmittag so gegen dreizehn Uhr warst!«
»Äh...da war ich mit laica in der Sauna!« antwortete der Assistent verunsichert.
»Aha!« antwortete Kommissar Mcnep stolz, »Das dachte ich mir!«
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