Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Blasterkrimi«
Der Autor schrieb am 17.8. 2003 um 04:04:01 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
II. Der Tatort
»Warum nur werde immer ICH gerufen, wenn es um heikle Sauereien geht?« knurrte Kommissar Mcnep, als er, immer noch früh am Morgen am Tatort eintraf.
»Wahrscheinlich, weil Sie der beste für heikle Sauereien sind!« gab KIA, einer seiner beiden Assistenten, die sich bereits an Ort und Stelle befanden, eilfertig zurück.
‚Manchmal nervt er mich, der alte Schleimer!' dachte Kommissar Mcnep und sah sich im weiteren Umfeld des Tatortes um. Aber statt etwas zu sagen zündete er seine Pfeife an und meinte: »Was für eine Sauerei! Selbst hier, vier Stichworte weiter, ist noch alles blutig! - Sag' mal, wo steckt eigentlich Rita?« Rita Ratlos, Mcneps zweite Assistentin, löste sich aus dem Pulk des Spurensicherungsteams, an der unmittelbaren Fundstelle der Leiche und eilte auf den Kommissar zu. »Oh, Gott!« meinte sie aufgeregt, »Der Mörder hat die Leiche im halben Blaster verteilt! Echt eklig!«
Mcnep zog an seiner Pfeife: »Ja, ist mir nicht entgangen!« Er musterte seine Assistentin. Auch wenn er manche ihrer Eigenheiten zu kritisieren im Stande war, so zum Beispiel ihre maskulin - machohafte Art, sich am Telefon des Blaster - Polizeipräsidiums mit ‚Hier RATLOS, RITA RATLOS!' zu melden, so hielt er sie durchaus für eine fähige Blasterpolizistin.
»Doc Voyager schon da?« fragte der Kommissar knapp und nahm seine Pfeife aus dem Mund.
»Doc Voyager sieht sich jetzt die Leiche an. Die Erkennungsdienstler sind gerade fertig geworden!« antwortete seine Assistentin.
»Laßt uns mal ‚rüber gehen, ich will mir die Leiche mal ansehen!« murmelte Mcnep und ging direkt zum Leichenfundort. Er erstarrte: Die Leiche war kein anderer als .... .
Der Autor schrieb am 18.8. 2003 um 19:43:34 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
X Verbindungen
»Chef, Chef, Cheffilein!«
Als Kommissar Mcnep mit seiner Assistentin vor das Gebäude trat, in dem DexterEM vor einer halben Stunde gestorben war trat, kam KIA gerade aus dem Nachbarhaus gerannt.
Voller Stolz brabbelte er los: »Chef, ich habe ein paar sehr schöne, ich meine informative, Stunden mit Hanna und Lisa verbracht. Jetzt weiß ich bescheid! DexterEM ist der Mörder von Hase!«
»Es heißt: ‚ist Hases Mörder!'. ‚Der Mörder von Hase' klingt unschön! Außerdem stimmt das vermutlich nicht!«
Mcnep setzte seinen Assistenten schnell von den Ereignissen in Kenntnis. Auch davon, daß sich jetzt ein Team des Erkennungsdienstes und der Pathologe Doc Voyager mit dem Mord beschäftigten.
Dann ließ der Kommissar KIA berichten.
»Ich habe mich mit den verschiedensten Gestalten unterhalten, einer hieß Goethe, der andere Schiller und mit Hesse habe ich auch geredet. Das war der Hausmeister! Dann noch mit Miller, Bukowski und Kerouac!«
»Komm zum Punkt!« forderte Mcnep ihn auf.
»Ja, dann habe ich mit Hanna und Lisa geredet. Lisa kennt Hase ziemlich gut. Er war ihr Kunde. Sie hat ihn durch eine Type namens Diso kennengelernt!«
»Diso?« rief RitaRatlos aufgeregt. »Di...!«.
»Di... wie Diso!« antwortete Mcnep.
»Stimmt!« meinte die Assistentin.
»Ich weiß nicht, wovon Sie reden,« gab KIA, ein wenig verwirrt, von sich »aber Lisa erzählte mir, daß Hase sich in Behandlung befand, bei Dr. Wenkmann!«
»Aha!« riefen Kommissar Mcnep und RitaRatlos wie aus einem Mund.
»Ja, und dann berichtete sie noch von einem Freund, der Johnny heißt. Ein Freier, der sich eine Kollegin von Hanna und Lisa, eine gewisse Susi nämlich, geangelt hat!«
»Und?« hakte Mcnep nach.
»Na, Johnny soll ein Arschloch sein. Er hat aber ziemlich weitreichende Kontakte.«
»Und wen kennt er?« fragte Rita atemlos.
In diesem Moment stürzte der Rechner ab.
Abwarten!
Der Autor schrieb am 31.8. 2003 um 19:49:06 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
XXIX Zurück aus dem afrikanischen Blaster - Es muß weiter gehen!
»Okay,« Kommissar Mcnep ging in seinem Büro auf und ab, die Hände auf dem Rücken verschränkt, seine beiden Assistenten rutschten schuldbewußt auf ihren Stühlen hin und her. »Okay,« fuhr Mcnep fort: "Wir haben hier so zirka die dümmste Verkettung unmöglicher Umstände, die die Polizei von Blastercity je erlebt hat: KIA hat sich wie der dümmste Anfänger benommen und eine Beschattung zu einem Undercovereinsatz umfunktioniert. Der ist dann gründlich fehlgeschlagen. Und vermutlich zur Ermordung zweier weiterer Opfer geführt. Dummer KIA! Am selben Tag geht Rita mit einer Zeugin oder Verdächtigen ins Bett. Dumme, dumme Rita! Am selben Abend stirbt diso, ermordet mit einem Messer! Gut, oder nicht gut!
Kurz danach wird - das wissen wir inzwischen definitiv von Doc Voyager - Dr. Wenkmann, ein ‚hochgeschätzter Psychiater und Therapeut' (ich zitiere aus der Blasterpresse), direkt unter ‚den Augen der ermittelnden BlasterPolizei' (ich zitierte wieder aus der BlasterZeitung) vergiftet! - Dummer, dummer, dummer Kommissar Mcnep!» Er seufzte schwer und fügte hinzu: «Gut, sei's drum! Ist so, dumm gelaufen! SCHWAMM D'RÜBER! Wir müssen jetzt weitermachen, Vorwürfe helfen nicht weiter!"
»UFFF!« KIA und Rita sanken beide erleichtert in ihren Stühlen zusammen.
»ABER: KIA, keine weiteren Eigenmächtigkeiten, und Rita, keine weiteren Vögeleien mit Verdächtigen oder Zeugen - egal welchen Geschlechts!«
»Und gilt das auch für Tiere?« fragte KIA leichtfertig.
»RAAAUS!« brüllte der Kommissar.
Der Autor schrieb am 23.8. 2003 um 16:27:39 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
XVI Biggi
Mcnep traf die »alte Freundin« am Abend, gegen 19.00 Uhr im Blastercafe.
Er war mehr als erfreut, sie wieder zu treffen. Sie auch. Nach all der Zeit.
Was alles war geschehen? Was hatte er nicht alles erlebt, was mochte ihr widerfahren sein?
‚Die Zeit verrinnt und uns bleibt eine Ahnung von der Ewigkeit!', dachte der Kommissar, als er Biggi an einem Zweiertisch im Blastercafe gegenübersaß.
Das Licht im Café war schummerig, sie konnten kaum die Gesichter des jeweils anderen sehen.
»Du bist noch genauso schön wie damals!« sagte einer von ihnen.
»Du auch!«
»Nein, ich bin älter geworden!«
»Ja, du auch!«
»Stimmt!«
Beide seufzten.
»Was ist damals nur passiert?«
»Du weißt es!«
»Ich auch!«
»Ja!«
»Es mußte so sein!«
»Denkst du?«
»Ja, du nicht?«
»Doch! Du auch?!«
»Es mußte sein!«
»Das denke ich!«
»Es hätte anders kommen können!«
»Stimmt!«
»Ist es aber nicht!«
»Nein, ist es nicht! - Hätte es aber!«
»Ja!«
»Was meinst du heute?«
»Immer noch dasselbe. Und du?«
»Ich auch!«
»Ach so?!«
»Ja, genau!«
»Gut!«
»Ja?«
»Ja!«.
Sie sahen sich noch eine Weile an und irgendwann faßten sie sich freundschaftlich an den Händen.
Der Autor schrieb am 31.8. 2003 um 21:19:02 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
XXXII Calista Caligari
Rita kümmerte sich rührend und fürsorglich um den niedergestreckten Kommissar.
Immer noch klangen ihre Worte durch seinen Kopf:
»Kommissar, Susi ist Ihre Tochter. Oder anders gesagt: Sie, Kommissar Mcnep, sind Susi' s Vater!«
»Wie, wie bist du darauf gekommen?« hüstelte er.
»Na, wie wohl! Das hat mir Susi erzählt, als sie in meinen Armen lag ... äh, nach dem Orgasmus!«
»Dann hat sie die Währheit gesagt, äh, ich meine ... dann glaubt sie wirklich daran ... wie kommt sie darauf?«
»Ihre Mutter hat es ihr gesagt!« erklärte Rita.
»Ihre Mutter? Wer...?«
»Hmhm!« Rita räusperte sich verlegen, »Herr Kommissar .... ich .... sie sagte, ihre Mutter sei Callista Cali ...!«
Mit einhem Ruck richtete sich Kommissar Mcnep auf: Callista Caligari, die Blasterputze!» sagte er mit tonloser Stimme. «Richtig,» er schüttelte den Kopf, «Ich hätte sie wiedererkennen müssen,» er dachte an die Vernehmung vor ein paar Tagen, «aber es ist schon so lange her ...".
(Wir erinnern uns: >> Morgendämmerung im Blaster. Eine schläfrige Atmosphäre herrscht überall. Noch ist alles ruhig. Nur entfernt verhallen irgendwo ein paar Schritte.
Jetzt schlurft Callista herbei, die Haare mit ihrem alten Lieblings-Kopftuch hochgebunden, die karierte Schürze um die fülligen Hüften gewunden.
Die Blasterputzfrau geht an die Arbeit.
Da stutzt sie: zwischen zwei von Spinnweben überzogenen, alten und lange nicht bewerteten Stichworten liegt etwas. Sie entdeckt eine greulich verstümmelte und blutüberströmte Gestalt am Boden. Eine Leiche. Und Blut. Überall Blut.
Ein langgezogener Schrei des Entsetzens hallt durch den Blaster.<<)
Und auch Mcnep erinnerte sich und zwar an einen Abend in seinem Büro, von über zwanzig Jahren. Er machte damals, wie so oft, Überstunden an seinem Schreibtisch. Callista Caligari, die Blasterputzfrau, kam dann öfter dazu und sie kamen immer intensiver in Gespräche über Literatur, Kriminalität, Geschichte, die Welt und den Blaster. Und irgendwann war es dann geschehen. Auf seinem Schreibtisch. Mitten zwischen den Akten. Callista hatte ihn genommen, süß und zart, hart und weiblich. Es war eigentlich unvergeßlich gewesen. Aber nicht unverdrängbar. Und er hatte es bis heute verdrängt.
Ja, und aus diesem einen Erlebnis war eine Frucht entstanden. Seine Tochter Susi. Und die steckte mittendrin in einem ekligen Schlamassel.
‚Calista hat den ersten Toten gefunden!' dachte er plötzlich und ihn beschlich ein schrecklicher Verdacht.
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