Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Blasterkrimi«
Der Autor schrieb am 20.8. 2003 um 23:13:42 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
XIV Villa Wenkmann
Kommissar Mcnep pulte Essenreste aus den Zwischenräumen seiner Zähne, als er in Dr. Wenkmanns Praxishaus eintrat. Es handelte sich um eine geräumige Villa in einer der feinsten Gegenden des Blasters. In diese Straße mündete die Schloßallee und in der Nähe gab es das Stadttheater, das Städtische - Museum, verschiedene Kunstgalerien, feine Boutiquen, manches feine Nobelrestaurant und - so stellte Mcnep mit Interesse fest - das Vereinshaus der HÖFLICHKEITSLIGA.
‚Ganz schön nobel!' dachte der Kommissar bei sich, als er die marmorgetäfelte Vorhalle im Erdgeschoss betrat.
Er ging auf die große, zweigeteilte Eichentür zu, neben der ein großes Schild prangte: PRAXIS DR. WENKMANN.
Die Tür ging auf, kurz bevor er sie erreicht hatte und eine junge, hübsche Angestellte, gekleidet in gediegenste und knappe Garderobe, strahlte ihn mit blendend weißem Lächeln an.
»Kommen Sie herein, Herr Kommissar! Der Doktor erwartet Sie!«
Kurz darauf saß Mcnep in einem tiefen, teuren Ledersessel und fragte sich, ob wohl alle Psychiater zartrosafarbene Anzüge tragen würden.
Der Doktor hatte ihm eine teure Zigarre angeboten, die Mcnep aber ausschlug. Stattdessen zündete er sich eine Pfeife an.
»Ich selbst bin ja Nichtraucher!« erklärte Wenkmann. »Aber wir haben doch alle so unsere kleinen Schwächen!« und er hantierte mit kleinen Wattebäuschchen herum, die in mehreren Häufchen auf seinem Eichenholzschreibtisch lagen.
»Leider habe ich nur eine halbe Stunde Zeit!« teilte Dr. Wenkmann mit. Um 15.30 Uhr habe ich einen wichtigen Termin mit einem Patienten.
‚Ob wohl alle Psychiater wasserstoffblond gefärbtes Haar haben?' fragte Mcnep sich träge.
Nach dem Essen fühlte er sich immer etwas schwerfällig und müde.
Und dann riß er sich zusammen und begann.
»Dr. Wenkmann, ich weiß um Ihren guten Ruf in der Blastergemeinde!« log er, aber ich muß Ihnen ein paar Fragen stellen!"
»Kommissar Mcnep, ich helfe der Polizei immer gerne!« antwortete der Psychiater mit breitem Lächeln.
»Gut! Was wissen Sie über Hase?«
»Äh, Hase? Über Patienten darf ich keine Auskunft geben,« Dr. Wenkmanns Lächeln wurde noch breiter, »das verstehen Sie sicher!«
»Ja, klar!« lächelte Mcnep breit zurück. »Hase war also Ihr Patient!«
»Das habe ich nicht gesagt!« Wenkmanns Lächeln wurde noch breiter und er warf mit einer lockeren Handbewegung einen Wattebausch auf den Kommissar, »Sie Schelm Sie!«
»Gut, Doktor! Wir reden jetzt über einen toten Patienten!«
»ACH?« Wenkmann schien erschrocken zu sein.
»Ja, Hase wurde in der vorletzten Nacht ermordet!«
»Oh Gott! Ermordet?«
»Ja!«
»Wie schrecklich!«
Kommissar Mcnep teilte dem Psychiater die wichtigsten Sachverhalte mit.
Dann fragte er ihn nach DexterEM.
»Naja, der Name erinnert mich an ... nein, keine Ahnung! Von DexterEM ich nie gehört!« erklärte der Doktor und jonglierte mit drei Wattebäuschen.
»Und Diso? Was sagt Ihnen Diso?«
»Kenne ich nicht!« erklärte der Psychiater und sah auf die Uhr, »Und wenn, dann würde ich es Ihnen nicht sagen!«
‚Aha, er will nicht zugeben, daß Diso sein Patient ist!', dachte Kommissar Mcnep: ‚Er hat gelernt!'.
»Und außerdem muß ich Sie bitten, jetzt zu gehen!« Dr. Wenkmann stand auf, »Ich habe jetzt gleich meinen nächsten Termin! Wenn Sie weitere Fragen haben - machen Sie einen Termin!«
Mcnep erhob sich ebenfalls. »Herzlichen dank für Ihre Kooperation! Sie haben mir sehr geholfen, Dr. Wenkmann!«
»Ach ja?«, Wenkmann wirkte nervös, als ob er sich fragte, wie er geholfen haben könnte.
‚Ich kriege dich, Doc!' dachte Mcnep und ging in die marmorgetäfelte Halle hinaus.
Die Eichentür schloß sich und im selben Moment schoß eine große, hagere Gestalt zur Eingangstür herein.
»Verdammt! Insubordinierte Scheißekacker! Alles unverifizierte Speichelkonsumenten!«
schimpfte er vor sich hin und lief auf die Praxistür zu.
»Kommen sie rein und machen Sie nicht so einen Lärm, Diso!« hörte Mcnep den Psychiater zischen, als er dem Patienten öffnete.
Mit dem allerbreitesten Grinsen verließ Mcnep das Haus.
Der Autor schrieb am 24.8. 2003 um 17:37:07 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
XXI ‚Seid höflich zueinander'
‚Ich bringe ihn um. Irgendwann bringe ich ihn um!' dachte Kommissar Mcnep grimmig über seinen Assistenten KIA, während er zusammen mit Biggi auf einen Tisch, am entgegengesetzten Ende des Restaurants, zusteuerte. ‚Was hat er sich nur dabei gedacht, zusammen mit Wenkmann und diso in der Höflichkeitsliga aufzukreuzen? Und was macht er überhaupt mit denen zusammen?'
Der Ober brachte die Speisekarten und unterbrach so Mcneps Überlegungen. Der Kommissar und Biggi bestellten Krabbenpastete als Vorspeise, eine unaussprechliche französische Fischsuppe, gedünsteten Dorsch mit Kartoffelgratin und als Dessert ein Brombeer - Parfait mit Sahne.
Dann sah Mcnep sich in dem Restaurant um. An den Wänden hingen gediegene Drucke alter Meister und dazwischen gerahmte Sinnsprüche und Mottos, wie ‚Seid höflich zueinander!', ‚Erst denken, dann reden!', ‚Wer schreit hat unrecht!' usw. .
Immer wieder sah der Kommissar verstohlen zu KIA hinüber.
Als Biggi und Mcnep das Hauptgericht serviert bekamen, erhob sich KIA und bewegte sich auf das WC zu.
»Entschuldige mich bitte!« meinte Mcnep zu Biggi und erhob sich langsam, »Ich muß mal eben wohin!«
Der Autor schrieb am 20.9. 2003 um 16:47:20 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
XLIX Die Natur des Blasters
Im Büro des Kommissars. Mcnep hatte gerade gegenüber seinen Assistenten, Doc Voyager und toschibar, Andeutungen über eine Lösung des Falles gemacht, da war Biggi zur Tür hereingekommen und rief: »Mcnep, ich will wilden Sex! Jetzt und sofort!«
»Na bitte!« triumphierte der Kommissar, »Da haben wir doch den Mörder!«
»Wie bitte?« hatte Biggi gefragt, als aber Mcnep mit triumphierendem Blick auf sie zu kam, hatte sie einen sechsschüssigen Colt - »Peacemaker«, ein echtes Museumsstück, aus ihrer Handtasche gezogen und auf die Gruppe angelegt: »Hände hoch!«.
Alle fünf hoben die Hände. Nur der Kommissar hob seine etwas langsamer als die anderen.
»Also, Mcnep! Wie bist du auf die Idee gekommen, daß ich es bin?« keifte sie und bewegte bedrohlich die Waffe mit ihrer Hand hin und her.
»Oh,« der Kommissar lächelte gelassen, »da möchte ich doch lieber von vorne anfangen!«
»Na los!« schnarrte Biggi ungeduldig, »Ich habe nicht den ganzen Tag Zeit! Ich werde Euch abknallen und dann zu einer Abendgesellschaft in der Höflichkeitsliga gehen! - Also erzähl' schon, Mcnep!«
»Oh!« ließ sich toschibar, der Chefredakteur der Blasterzeitung vernehmen, »Darf ich mir Notizen machen?«
»Oh!« , versuchte KIA die Gelegenheit beim Schopf zu fassen: »Darf ich gehen und mir ein Eis holen?«
»SCHNAUZE!« brüllte Biggi wutschnaubend: "HIER GEHT NIEMAND NICHT NIRGENDWOHIN UND KEINER MACHT SICH AUCH KEINE NOTIZEN NICHT!
SONST KNALLTS! UND WENN, DANN TUST DU ALLEN EIN EIS MITBRINGEN, IST DAS KLAR, KIA DU EGOISTISCHER SOZIOPATH!"
»Tz, tz, tz!« meinte Mcnep mit mildem Tadel, »Du solltest dich mal reden hören!«
»Ruhe jetzt!« Die Mörderin schien sich zu beruhigen, »Schieß jetzt los, Mcnep, sonst schieß ich zu erst!«
»Aber nicht doch!« mahnte der Kommissar mit leichtem Spott: »Das wäre doch viel zu einfach, wo du dir bei jedem Mord so viel Mühe gegeben hast, eine neue Todesart zu erfinden! - Aber gut, ich will das geneigte Publikum nicht länger warten lassen!« Er räusperte sich und fuhr fort: "Beginnen wir mit der wahren Natur des Blasters! Im Blaster bewegen sich alle frei und völlig anonym. Theoretisch - und praktisch - kann jede Person in eine unendliche Vielzahl von Identitäten schlüpfen. Das ist so weit in Ordnung.
Theoretisch kann aber auch jemand die Identität einer anderen Person annehmen und sich unter deren Namen, sozusagen als deren DOPPELGÄNGER, im Blaster bewegen. Das ist nicht in Ordnung und das tun auch nur ganz, ganz wenige! Das ist unfair, verlogen und fies! Darin sind sich wohl die meisten Blasterbewohner einig und es kommt selten vor, aber es kommt vor!
Oh, Biggi - ich darf dich doch für den Moment noch Biggi nennen? Ich hätte es schon lange merken müssen. Vor ein paar Wochen zum Beispiel, das war lange vor dem ersten Mord, da hat der Polizeichef in einem herzlichen Tonfall zu mir gesagt: ‚Sie sind mein bester Mann Mcnep! Immer weiter so!' Ich hätte mißtrauisch werden müssen, denn das hätte der nie getan!
Das warst du? stimmt's?" fügte der Kommissar kurz eine neue Frage ein, fuhr fort, ohne eine Antwort abzuwarten:
»Und - wieder theoretisch - können bestimmte, besonders verkommene Individuen, in fremden Identitäten, auch die schlimmsten aller denkbaren Greueltaten verüben! - Und das hast du in die Tat umgesetzt, du Miststück!«
»Ja, Mcnep! Beleidige mich nur!« zeterte die Mörderin. »Aber wie bist mir auf die Schliche gekommen?«
»Oh, ich gebe es ja zu, ich war zu blöd! Ich hätte es im Kapitel XIII bereits merken müssen, als KIA auf einmal so gewählt daherredete!«
(-(((((Wir erinnern uns: ‚KIA berichtete weiter: "Ich habe herausgefunden, wo er wohnt und was er beruflich macht!
Er gehört irgendwie zu diesen neureichen, ewig buckelnden Blaster - mediokeren, die sich irgendwo ständig im Mittelmaß ergehen!"
»KIA!« rief Mcnep erstaunt, »Was für eine brillante Wortwahl!«
»Jedenfalls,« fuhr der Assistent fort, "soll er ziemlich dick drin im Kelchgeschäft sein! Ist aber vielleicht nur ein Gerücht.
Außerdem ist er bekannt für gelegentliche verbalinjurische Ausfälle und aggressive Wortattacken!» «Interessant!» gab Mcnep zurück, «Aber noch interessanter finde ich, wie gewählt du dich auf einmal ausdrückst!".' )))))-)
Und Mcnep fuhr fort: »Aber spätestens gestern, als er auf einmal alles wissenswerte über radon, das Gas nämlich, zu wissen schien, hätte mir klar sein müssen: ‚Das kann nicht KIA sein!'!«
»Aber warum nur, Cheffilein?« fragte KIA verständnislos.
»Nein,« redete der Kommissar weiter, »nicht mal als Biggi - die richtige Biggi, meine ich, mich zu Rufus dem Weisen schleppte, ist mir sofort ein Kronleuchter aufgegangen! Das hat gedauert! - Aber jetzt ist mir alles klar!«
»Na gut! - Aber wie bist du darauf gekommen, daß I C H es bin?« schrie ihn die Frau an.
»Oh,« antwortete Mcnep gelassen, »das war einfach: Biggi hätte nie öffentlich wilden Sex von mir verlangt. Biggi hätte nie wilden Sex von mir verlangt!«
»Sowas tut mein Cheffilein nämlich nicht!« fuhr KIA entrüstet dazwischen.
»HALT'S MAUL, KIA!« schrien alle.
»Ja, dann wäre mein Plan ja gar nicht aufgegangen!« sinnierte die Frau.
»Stimmt,« Mcneps Stimme hatte einen siegessicheren Unterton, »darum ging es dir nämlich: Du wolltest so viel wie möglich Blasterbürger töten und mich hattest du von Anfang an mit auf der Liste! - Du hast mit Hase angefangen - wie übrigens hast du den armen Kerl erledigt?«
»Das war mit Sicherheit eine Blasterbombe!« rief Voyager dazwischen und fügte an: »Schrecklich! Einfach schrecklich!«
Die Frau nickte nur und Kommissar Mcnep fuhr fort: »Du hast eine ganze Reihe von Menschen ermordet, ich wäre mit Sicherheit auch nur ein Zwischenspiel gewesen!« - »Vielleicht ein kleiner Höhepunkt, aber nicht der letzte Tote!« setzte er, ein wenig eitel, hinzu und er fragte: »Und wie sollte ich eigentlich über die Klinge springen? Die Kugel hattest du doch schon für dexterEM gewählt, «Biggi»?«
»Ich konnte ja nicht ahnen, daß hier eine NATO - Konferenz stattfindet«, blaffte die Person in Biggi's Gestalt. »Nein, ich hatte vor, dich auf deinem Schreibtisch zu ficken und dich dann mit dem Gürtel deiner eigenen, heruntergelassenen Hose, zu erdrosseln! Gute Idee nicht?«
»Ich sagte schon! So was tut mein Cheffilein nicht!« schrie KIA dazwischen, »Außerdem trägt er gar keine Hose!«
Alle starrten an Mcnep herunter: aus den Falten seines schottischen Kiltes ragten zwei schöne Männerbeine.
»Jemand mit meinem Namen trägt einfach keine Hosen!« stellte Mcnep fest und redete gleich weiter: »Und das war nur dein vorletzter Fehler! Dein letzter Fehler war, daß du hier her gekommen bist, Biggi! - Oder soll ich lieber >>BETTINABEISPIEL<< zu dir sagen?«
Vor den Augen aller Anwesenden nahm die Frau, die als Biggi hergekommen war, die Gestalt von BettinaBeispiel an.
»Das ist ja ein Ding!« schrie toschibar begeistert: »Das gibt eine Schlagzeile: BETTINABEISPIEL IST DIE BLASTERMÖRDERIN - BETTINABEISPIEL, EINE FRAU GEHT ÜBER LEICHEN!«
»Nein, nein!« warf Kommissar Mcnep mit ruhiger Stimme ein, »Nicht so vorschnell, toschibar. Sie könnte genauso gut ... sagen wir .... DASBING sein!«
Im selben Moment veränderte sich Bettina Beispiel und wurde dasBing!
Alle anderen staunten mit offenem Mund und Mcnep schlug vor: »Sie könnte auch Gaddhafi sein!« Im selben Moment stand ein schneidiger Araber in einer wunderbaren Operettenuniform vor ihnen und schwang mit gefährlichen Bewegungen einen Kris durch die Luft.
Mcnep überlegte grinsend und sagte dann: »GRONKOR!«. Die unbekannte Person nahm eine neue Gestalt an und erschien als bärtiger Achtundsechsziger vor ihnen.
»Wie wäre es mit laica?« meinte der Kommissar und eine bildhübsche Hündin lief bellend durch den Raum. »laica! Liebling!« rief KIA aus.
»Laica, sitz!« befahl Mcnep und das Tier nahm hechelnd auf den Hinterläufen Platz.
»Gut!« Kommissar Mcnep war zufrieden: »KIA, verhafte bitte sofort den Hund! - Der Fall ist abgeschlossen!«
Der Autor schrieb am 21.9. 2003 um 12:59:00 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
-Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich diesen Abschnitt schon gepostet habe. Also tue ich es für alle Fälle jetzt!-
XLIX Die Natur des Blasters
Im Büro des Kommissars. Mcnep hatte gerade gegenüber seinen Assistenten, Doc Voyager und toschibar, Andeutungen über eine Lösung des Falles gemacht, da war Biggi zur Tür hereingekommen und rief: »Mcnep, ich will wilden Sex! Jetzt und sofort!«
»Na bitte!« triumphierte der Kommissar, »Da haben wir doch den Mörder!«
»Wie bitte?« hatte Biggi gefragt, als aber Mcnep mit triumphierendem Blick auf sie zu kam, hatte sie einen sechsschüssigen Colt - »Peacemaker«, ein echtes Museumsstück, aus ihrer Handtasche gezogen und auf die Gruppe angelegt: »Hände hoch!«.
Alle fünf hoben die Hände. Nur der Kommissar hob seine etwas langsamer als die anderen.
»Also, Mcnep! Wie bist du auf die Idee gekommen, daß ich es bin?« keifte sie und bewegte bedrohlich die Waffe mit ihrer Hand hin und her.
»Oh,« der Kommissar lächelte gelassen, »da möchte ich doch lieber von vorne anfangen!«
»Na los!« schnarrte Biggi ungeduldig, »Ich habe nicht den ganzen Tag Zeit! Ich werde Euch abknallen und dann zu einer Abendgesellschaft in der Höflichkeitsliga gehen! - Also erzähl' schon, Mcnep!«
»Oh!« ließ sich toschibar, der Chefredakteur der Blasterzeitung vernehmen, »Darf ich mir Notizen machen?«
»Oh!« , versuchte KIA die Gelegenheit beim Schopf zu fassen: »Darf ich gehen und mir ein Eis holen?«
»SCHNAUZE!« brüllte Biggi wutschnaubend: "HIER GEHT NIEMAND NICHT NIRGENDWOHIN UND KEINER MACHT SICH AUCH KEINE NOTIZEN NICHT!
SONST KNALLTS! UND WENN, DANN TUST DU ALLEN EIN EIS MITBRINGEN, IST DAS KLAR, KIA DU EGOISTISCHER SOZIOPATH!"
»Tz, tz, tz!« meinte Mcnep mit mildem Tadel, »Du solltest dich mal reden hören!«
»Ruhe jetzt!« Die Mörderin schien sich zu beruhigen, »Schieß jetzt los, Mcnep, sonst schieß ich zu erst!«
»Aber nicht doch!« mahnte der Kommissar mit leichtem Spott: »Das wäre doch viel zu einfach, wo du dir bei jedem Mord so viel Mühe gegeben hast, eine neue Todesart zu erfinden! - Aber gut, ich will das geneigte Publikum nicht länger warten lassen!« Er räusperte sich und fuhr fort: "Beginnen wir mit der wahren Natur des Blasters! Im Blaster bewegen sich alle frei und völlig anonym. Theoretisch - und praktisch - kann jede Person in eine unendliche Vielzahl von Identitäten schlüpfen. Das ist so weit in Ordnung.
Theoretisch kann aber auch jemand die Identität einer anderen Person annehmen und sich unter deren Namen, sozusagen als deren DOPPELGÄNGER, im Blaster bewegen. Das ist nicht in Ordnung und das tun auch nur ganz, ganz wenige! Das ist unfair, verlogen und fies! Darin sind sich wohl die meisten Blasterbewohner einig und es kommt selten vor, aber es kommt vor!
Oh, Biggi - ich darf dich doch für den Moment noch Biggi nennen? Ich hätte es schon lange merken müssen. Vor ein paar Wochen zum Beispiel, das war lange vor dem ersten Mord, da hat der Polizeichef in einem herzlichen Tonfall zu mir gesagt: ‚Sie sind mein bester Mann Mcnep! Immer weiter so!' Ich hätte mißtrauisch werden müssen, denn das hätte der nie getan!
Das warst du? stimmt's?" fügte der Kommissar kurz eine neue Frage ein, fuhr fort, ohne eine Antwort abzuwarten:
»Und - wieder theoretisch - können bestimmte, besonders verkommene Individuen, in fremden Identitäten, auch die schlimmsten aller denkbaren Greueltaten verüben! - Und das hast du in die Tat umgesetzt, du Miststück!«
»Ja, Mcnep! Beleidige mich nur!« zeterte die Mörderin. »Aber wie bist mir auf die Schliche gekommen?«
»Oh, ich gebe es ja zu, ich war zu blöd! Ich hätte es im Kapitel XIII bereits merken müssen, als KIA auf einmal so gewählt daherredete!«
(-(((((Wir erinnern uns: ‚KIA berichtete weiter: "Ich habe herausgefunden, wo er wohnt und was er beruflich macht!
Er gehört irgendwie zu diesen neureichen, ewig buckelnden Blaster - mediokeren, die sich irgendwo ständig im Mittelmaß ergehen!"
»KIA!« rief Mcnep erstaunt, »Was für eine brillante Wortwahl!«
»Jedenfalls,« fuhr der Assistent fort, "soll er ziemlich dick drin im Kelchgeschäft sein! Ist aber vielleicht nur ein Gerücht.
Außerdem ist er bekannt für gelegentliche verbalinjurische Ausfälle und aggressive Wortattacken!» «Interessant!» gab Mcnep zurück, «Aber noch interessanter finde ich, wie gewählt du dich auf einmal ausdrückst!".' )))))-)
Und Mcnep fuhr fort: »Aber spätestens gestern, als er auf einmal alles wissenswerte über radon, das Gas nämlich, zu wissen schien, hätte mir klar sein müssen: ‚Das kann nicht KIA sein!'!«
»Aber warum nur, Cheffilein?« fragte KIA verständnislos.
»Nein,« redete der Kommissar weiter, »nicht mal als Biggi - die richtige Biggi, meine ich, mich zu Rufus dem Weisen schleppte, ist mir sofort ein Kronleuchter aufgegangen! Das hat gedauert! - Aber jetzt ist mir alles klar!«
»Na gut! - Aber wie bist du darauf gekommen, daß I C H es bin?« schrie ihn die Frau an.
»Oh,« antwortete Mcnep gelassen, »das war einfach: Biggi hätte nie öffentlich wilden Sex von mir verlangt. Biggi hätte nie wilden Sex von mir verlangt!«
»Sowas tut mein Cheffilein nämlich nicht!« fuhr KIA entrüstet dazwischen.
»HALT'S MAUL, KIA!« schrien alle.
»Ja, dann wäre mein Plan ja gar nicht aufgegangen!« sinnierte die Frau.
»Stimmt,« Mcneps Stimme hatte einen siegessicheren Unterton, »darum ging es dir nämlich: Du wolltest so viel wie möglich Blasterbürger töten und mich hattest du von Anfang an mit auf der Liste! - Du hast mit Hase angefangen - wie übrigens hast du den armen Kerl erledigt?«
»Das war mit Sicherheit eine Blasterbombe!« rief Voyager dazwischen und fügte an: »Schrecklich! Einfach schrecklich!«
Die Frau nickte nur und Kommissar Mcnep fuhr fort: »Du hast eine ganze Reihe von Menschen ermordet, ich wäre mit Sicherheit auch nur ein Zwischenspiel gewesen!« - »Vielleicht ein kleiner Höhepunkt, aber nicht der letzte Tote!« setzte er, ein wenig eitel, hinzu und er fragte: »Und wie sollte ich eigentlich über die Klinge springen? Die Kugel hattest du doch schon für dexterEM gewählt, «Biggi»?«
»Ich konnte ja nicht ahnen, daß hier eine NATO - Konferenz stattfindet«, blaffte die Person in Biggi's Gestalt. »Nein, ich hatte vor, dich auf deinem Schreibtisch zu ficken und dich dann mit dem Gürtel deiner eigenen, heruntergelassenen Hose, zu erdrosseln! Gute Idee nicht?«
»Ich sagte schon! So was tut mein Cheffilein nicht!« schrie KIA dazwischen, »Außerdem trägt er gar keine Hose!«
Alle starrten an Mcnep herunter: aus den Falten seines schottischen Kiltes ragten zwei schöne Männerbeine.
»Jemand mit meinem Namen trägt einfach keine Hosen!« stellte Mcnep fest und redete gleich weiter: »Und das war nur dein vorletzter Fehler! Dein letzter Fehler war, daß du hier her gekommen bist, Biggi! - Oder soll ich lieber >>BETTINABEISPIEL<< zu dir sagen?«
Vor den Augen aller Anwesenden nahm die Frau, die als Biggi hergekommen war, die Gestalt von BettinaBeispiel an.
»Das ist ja ein Ding!« schrie toschibar begeistert: »Das gibt eine Schlagzeile: BETTINABEISPIEL IST DIE BLASTERMÖRDERIN - BETTINABEISPIEL, EINE FRAU GEHT ÜBER LEICHEN!«
»Nein, nein!« warf Kommissar Mcnep mit ruhiger Stimme ein, »Nicht so vorschnell, toschibar. Sie könnte genauso gut ... sagen wir .... DASBING sein!«
Im selben Moment veränderte sich Bettina Beispiel und wurde dasBing!
Alle anderen staunten mit offenem Mund und Mcnep schlug vor: »Sie könnte auch Gaddhafi sein!« Im selben Moment stand ein schneidiger Araber in einer wunderbaren Operettenuniform vor ihnen und schwang mit gefährlichen Bewegungen einen Kris durch die Luft.
Mcnep überlegte grinsend und sagte dann: »GRONKOR!«. Die unbekannte Person nahm eine neue Gestalt an und erschien als bärtiger Achtundsechsziger vor ihnen.
»Wie wäre es mit laica?« meinte der Kommissar und eine bildhübsche Hündin lief bellend durch den Raum. »laica! Liebling!« rief KIA aus.
»Laica, sitz!« befahl Mcnep und das Tier nahm hechelnd auf den Hinterläufen Platz.
»Gut!« Kommissar Mcnep war zufrieden: »KIA, verhaften Sie den Hund! - Der Fall ist abgeschlossen!«
Der Autor schrieb am 30.8. 2003 um 00:02:52 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
XXVI Guten Morgen, Rita!
Nachdem er an seinem Schreibtisch wach geworden war, schickte Kommissar Mcnep KIA los, um Kaffee zu besorgen. Und weichgekochte Eier. Mcnep liebte weichgekochte Eier zum Frühstück.
Als KIA das Büro verlassen hatte, rief Mcnep bei seiner Assistentin an. Rita Ratlos hob nicht ab.
Nach ein paar Minuten versuchte er es erneut und Rita meldete sich mit verschlafener Stimme:
»Ratlos, Rita Ratlos!«
»Laß die Witze!« blaffte Mcnep, »Was hat die Vernehmung mit Susi, gestern abend, ergeben?«
»Vernehmung? Ja, gut! Alles klar, Herr Kommissar!«
Mcnep versuchte, sich zu beruhigen: »Rita, du redest so komisch! Was ist los? Was gibt es neues in den Ermittlungen über Johnny? Was sagt Susi?«
»Susi?« eine Pause entstand: »Kommissar Mcnep,« fuhr Rita fort und klang auf einen Schlag völlig wach, »Kommissar, das sollten wir lieber nicht am Telefon besprechen!«