Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Blasterkrimi«
Der Autor schrieb am 20.8. 2003 um 23:13:42 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
XIV Villa Wenkmann
Kommissar Mcnep pulte Essenreste aus den Zwischenräumen seiner Zähne, als er in Dr. Wenkmanns Praxishaus eintrat. Es handelte sich um eine geräumige Villa in einer der feinsten Gegenden des Blasters. In diese Straße mündete die Schloßallee und in der Nähe gab es das Stadttheater, das Städtische - Museum, verschiedene Kunstgalerien, feine Boutiquen, manches feine Nobelrestaurant und - so stellte Mcnep mit Interesse fest - das Vereinshaus der HÖFLICHKEITSLIGA.
‚Ganz schön nobel!' dachte der Kommissar bei sich, als er die marmorgetäfelte Vorhalle im Erdgeschoss betrat.
Er ging auf die große, zweigeteilte Eichentür zu, neben der ein großes Schild prangte: PRAXIS DR. WENKMANN.
Die Tür ging auf, kurz bevor er sie erreicht hatte und eine junge, hübsche Angestellte, gekleidet in gediegenste und knappe Garderobe, strahlte ihn mit blendend weißem Lächeln an.
»Kommen Sie herein, Herr Kommissar! Der Doktor erwartet Sie!«
Kurz darauf saß Mcnep in einem tiefen, teuren Ledersessel und fragte sich, ob wohl alle Psychiater zartrosafarbene Anzüge tragen würden.
Der Doktor hatte ihm eine teure Zigarre angeboten, die Mcnep aber ausschlug. Stattdessen zündete er sich eine Pfeife an.
»Ich selbst bin ja Nichtraucher!« erklärte Wenkmann. »Aber wir haben doch alle so unsere kleinen Schwächen!« und er hantierte mit kleinen Wattebäuschchen herum, die in mehreren Häufchen auf seinem Eichenholzschreibtisch lagen.
»Leider habe ich nur eine halbe Stunde Zeit!« teilte Dr. Wenkmann mit. Um 15.30 Uhr habe ich einen wichtigen Termin mit einem Patienten.
‚Ob wohl alle Psychiater wasserstoffblond gefärbtes Haar haben?' fragte Mcnep sich träge.
Nach dem Essen fühlte er sich immer etwas schwerfällig und müde.
Und dann riß er sich zusammen und begann.
»Dr. Wenkmann, ich weiß um Ihren guten Ruf in der Blastergemeinde!« log er, aber ich muß Ihnen ein paar Fragen stellen!"
»Kommissar Mcnep, ich helfe der Polizei immer gerne!« antwortete der Psychiater mit breitem Lächeln.
»Gut! Was wissen Sie über Hase?«
»Äh, Hase? Über Patienten darf ich keine Auskunft geben,« Dr. Wenkmanns Lächeln wurde noch breiter, »das verstehen Sie sicher!«
»Ja, klar!« lächelte Mcnep breit zurück. »Hase war also Ihr Patient!«
»Das habe ich nicht gesagt!« Wenkmanns Lächeln wurde noch breiter und er warf mit einer lockeren Handbewegung einen Wattebausch auf den Kommissar, »Sie Schelm Sie!«
»Gut, Doktor! Wir reden jetzt über einen toten Patienten!«
»ACH?« Wenkmann schien erschrocken zu sein.
»Ja, Hase wurde in der vorletzten Nacht ermordet!«
»Oh Gott! Ermordet?«
»Ja!«
»Wie schrecklich!«
Kommissar Mcnep teilte dem Psychiater die wichtigsten Sachverhalte mit.
Dann fragte er ihn nach DexterEM.
»Naja, der Name erinnert mich an ... nein, keine Ahnung! Von DexterEM ich nie gehört!« erklärte der Doktor und jonglierte mit drei Wattebäuschen.
»Und Diso? Was sagt Ihnen Diso?«
»Kenne ich nicht!« erklärte der Psychiater und sah auf die Uhr, »Und wenn, dann würde ich es Ihnen nicht sagen!«
‚Aha, er will nicht zugeben, daß Diso sein Patient ist!', dachte Kommissar Mcnep: ‚Er hat gelernt!'.
»Und außerdem muß ich Sie bitten, jetzt zu gehen!« Dr. Wenkmann stand auf, »Ich habe jetzt gleich meinen nächsten Termin! Wenn Sie weitere Fragen haben - machen Sie einen Termin!«
Mcnep erhob sich ebenfalls. »Herzlichen dank für Ihre Kooperation! Sie haben mir sehr geholfen, Dr. Wenkmann!«
»Ach ja?«, Wenkmann wirkte nervös, als ob er sich fragte, wie er geholfen haben könnte.
‚Ich kriege dich, Doc!' dachte Mcnep und ging in die marmorgetäfelte Halle hinaus.
Die Eichentür schloß sich und im selben Moment schoß eine große, hagere Gestalt zur Eingangstür herein.
»Verdammt! Insubordinierte Scheißekacker! Alles unverifizierte Speichelkonsumenten!«
schimpfte er vor sich hin und lief auf die Praxistür zu.
»Kommen sie rein und machen Sie nicht so einen Lärm, Diso!« hörte Mcnep den Psychiater zischen, als er dem Patienten öffnete.
Mit dem allerbreitesten Grinsen verließ Mcnep das Haus.
Der Autor schrieb am 17.9. 2003 um 00:58:18 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
XXXXVI Aufklärende Fotos
Dann war der Blaster - Polizeichef in das Vernehmungszimmer gestürmt: »Mcnep,« hatte er aufgeregt gekeucht, »was ist da los? Ich habe mehrere Briefe, Telegramme, E-Mails und Faxe, allesamt mit Fotografien, erhalten. Auf dem einen Foto tötet dexterEM Hase, auf dem anderen ermordet Wenkmann diso! - Dann gibt es immer wieder mal ein Foto, auf dem abgebildet ist, wie Hase Johnny ermordet!« . Er wirkte völlig verzweifelt und verwirrt, mit den Worten: »Ich rufe meinen Psychiater an!« verließ der Blaster- Polizeichef das Vernehmungszimmer. Heynz Hyrnrisz folgte ihm, so schnell er konnte.
Kommissar Mcnep grinste breit.
»Dann gibt es jetzt Fotos mit verschiedenen Tätern zu verschiedenen Morden!« stellte RitaRatlos fest, »Das heißt, Sie sind unschuldig Chef! Sie sind das Opfer irgendeiner Kampagne!« »Ja, aber alle Täter, außer mir sind schon tot! Was bedeutet das?« Mcnep stand auf und ging auf und ab. »Und warum sind diese Nachrichten beim Polizeichef eingegangen? Offenbar will uns jemand helfen!«
»Ja, vielleicht!« gab Mcnep zweifelnd zurück.
»Vielleicht ist es ja der Täter selbst, der hinter den Informationen steckt!« überlegte toschibar laut und fuhr fort: »Manche Serienkiller spielen auf diese Weise gerne mit der Polizei. Das liegt sozusagen in ihrer Natur!«
»Ja,« gab der Kommissar sinnierend zurück, »möglich, das liegt in ihrer ...!« er stutzte, blieb stehen und sah den Chefredakteur der Blasterzeitung verblüfft an: »Äh, was haben Sie gesagt? Irgendwas mit NATUR oder was?«
»Ja,« gab toschibar, jetzt selbst erstaunt zurück, »das habe ich gesagt!«
»NATUR! Genau!« Mcnep schlug sich mit der flachen Hand gegen die Stirn.
»Herr Kommissar, geht es Ihnen gut?« Rita ging besorgt einen Schritt auf ihn zu.
»Ja, ja! Alles in Ordnung!« rief er, wie befreit aus, »Ich verstehe jetzt! ‚BEDENKE DIE NATUR DES BLASTERS!' - Genau! Toschibar, obwohl Sie der Vater meiner Tochter sind: Ich mag Sie!« »Oh!« der Angesprochene errötete, »Ich Sie auch, Kommissar Mcnep!«
»Gut! Könnten Sie in Erwägung ziehen, mir in Hamburg Ihr Ja - Wort zu geben?«
»Ja, darüber denke ich gerne nach!« antwortete der Chefredakteur der Blasterzeitung verlegen.
Alle sahen Mcnep besorgt an. Bis auf KIA, der eine günstige Gelegenheit gesucht hatte, zu verschwinden: »Ich geh' jetzt mal, mir ein Eis holen!«
»NEIN! DU GEHST JETZT NICHT! DU NATTER, DIE MICH VERHAFTEN WOLLTE!« brüllte Mcnep und fügte hinzu: »Und wenn, dann bringst du allen eins mit! - Verstanden?«
KIA nickte schuldbewußt und trollte sich.
»Aber was meinen Sie denn jetzt genau?« fragte Rita ratlos.
»Das, meine Lieben, werde ich euch nicht hier und nicht jetzt erläutern!« antwortete der Kommissar.
Der Autor schrieb am 18.8. 2003 um 19:42:41 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
IX DexterEM - Die peinliche Befragung
»Nein, echt nicht, Alter ey! Davon habe ich noch nie etwas gehört!« DexterEM hibbelte durch den Raum, den er sein »Büro« nannte. Es war das heruntergekommene Wohnzimmer in einem vergammelten Wohnhaus. In der übelsten Gegend des Blasters.
»Sie haben noch nie etwas von HASE gehört?« fragte RitaRatlos mit scharfer Stimme.
»Nein, äh ... ich..., ja doch!« haspelte der Lude und kaute unentwegt auf seinen Fingernägeln, »Das ist doch der...äh, mit den Ohren!«
»Aha, also doch!« meinte Rita mit Nachdruck.
»Naja...., wer kennt den nicht! Gerade zu Ostern...?!?«
»Was genau wissen Sie über Ostern?« fragte Mcnep jetzt.
»Ich...!«, DexterEM wurde immer nervöser.
»Hase, was wissen Sie über Hase?« schoß Rita ihre Frage in den Raum.
»Was haben Sie dieses Jahr zu Ostern gemacht?« fragte der Kommissar.
»Keine...ich...!«
»Wo waren Sie in der letzten Nacht?« Rita Ratlos bewegte sich schnell auf den Zuhälter zu.
»Kommissar, ich....ich muß mir das hier nicht gefallen ...«.
»Was halten Sie eigentlich von Marzipaneiern?« fragte Mcnep.
Das war zuviel für den armen Zuhälter.
»Ich...ich...ich...!« der Lude brach auf der Couch zusammen. Tiefes Schluchzend ließ seinen schmalen Körper erschauern.
»Er ist so weit, Kommissar!« meinte RitaRatlos mit tiefer Befriedigung.
»DexterEM,« ließ sich Mcnep jetzt mit tiefer und ruhiger Stimme vernehmen, »Es ist das beste, wenn Sie alles sagen, was Sie wissen!«
»Ja, jaa, jaaa!!!!« heulte der Zuhälter los, »Ich sage ja alles! Alles! Aber hören sie auf!«
Kurz darauf hatte sich der Lude wieder gefaßt. Und es sprudelte nur so aus ihm heraus, während ihm Kommissar Mcnep immer noch beruhigend auf den Rücken klopfte:
»Ja, ich kenne, ich meine, ich kannte ihn! Hase war ein guter Kunde. Er kam gerne zu Lisa. Manchmal auch zu Hanna. Aber meistens zu Lisa. Die Damen mochten ihn. Er hatte nicht nur große Ohren, wenn Sie wissen, was ich meine...«, DexterEM kicherte hysterisch und fuhr fort: »Aber mit seinem Tod habe ich nichts zu tun und die Mädchen auch nicht! Bestimmt nicht!«
»Was heißt hier ‚er hatte nicht nur große Ohren', du alter Chauvi?« herrschte RitaRatlos ihn an.
»Äh, ich meine, er hatte auch intellektuelle Qualitäten! Und er konnte wahnsinnig gut reden, wenn er gut drauf war!«
»Aha!« stellte Mcnep fest. »Er war also nicht immer gut drauf?«
»Nein, er war manchmal defensiv!«
»Defensiv? Meinen Sie depressiv?« fragte Mcnep freundlich nach.
»Ja, genau!« antwortete DexterEM, »Er war sogar in Behandlung...!«
»In Behandlung? Bei einem Psychiater?«
»J...ja, bei einem Psychopater! So nennt man das wohl! Lisa hat mir erzählt, daß er manchmal so einen Arzt aufgesucht hat!«
»Wie heißt der, Mensch?« herrschte Rita den Zuhälter an.
»Wi..., Winkelmann! Nein, äh - We...Wenkmann! Doktor Wenkmann!« schnaufte DexterEM.
»Was wissen Sie noch über Hase?« fragte Mcnep.
»Ich..., ja ... ich weiß nicht...!«
»Wie ist er denn zu ihnen gekommen?« versuchte der Kommissar ihm zu helfen.
»Ach so, ja, das war, weil ihn ein Freund von mir empfohlen hat!«
»Wie heißt dieser Freund?« zischte Rita Ratlos.
»Das kann ich nicht sa...sagen,« stammelte der Zuhälter und wurde plötzlich kreidebleich.
»Was heißt das?« kreischte die Polizeiassistentin. »Willst du uns veralbern?«
»Ja, ich sag es schon!« kreischte DexterEM zurück. »Er heißt di...!«
»WIEE?« brüllte Rita.
»Er heißt Di...«, in diesem Moment zersplitterte die schmutzige Wohnzimmerscheibe und DexterEM brach zusammen. Aus einem großen Loch im Hinterkopf troff Blut.
»Tot!« stellte Mcnep trocken fest.
»Huch, das kam jetzt aber plötzlich!« meinte Rita Ratlos.
Der Autor schrieb am 23.8. 2003 um 16:26:45 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
XV Anweisungen
In bester Laune traf Kommissar Mcnep wieder in seinem Büro ein. Seine beiden Assistenten erwarteten ihn bereits. Rita saß an einem runden Gesprächstisch und las in einem Aktenordner. KIA lümmelte sich in Mcneps Schreibtisch und feierte mit einem großen Glas lauwarmer Buttermilch seinen Ermittlungserfolg.
Als Mcnep eintrat, sprang er hastig auf und räumte den Schreibtischstuhl.
Der Kommissar ließ sich zufrieden in seinem Sessel nieder.
»Ich habe heute Abend einen Termin mit dieser Susi!« informierte ihn Rita Ratlos. »Sehr gut!« lobte der »Und was macht Johnny?«. »Der wird auf jeden Fall heute Abend nicht zuhause sein. - Über den konnte ich aber noch nicht viel herausfinden! Er scheint irgendwelche Geschäfte zu machen!«
»Das geht in Ordnung! Sorge bitte dafür, daß Johnny ab dem Zeitpunkt beobachtet wird, wenn er das Haus verläßt!« wies Mcnep sie an und fügte hinzu: »Für heute Abend: Viel Glück!«
Dann wandte er sich mit ausdruckslosen Gesicht an KIA. »Und, was gibt es neues von DISO?« »Nichts, Cheffilein! Der ist immer noch verschwunden!«
»Gut!« knurrte der Kommissar, ohne ein leises Glucksen unterdrücken zu können, »Dann will ich dir mal folgendes erklären:« , setzte er mit ruhigem, freundlichen Tonfall an, »Während du dich den ganzen Nachmittag auf deinen Lorbeeren ausgeruht hat, hat dein Cheffilein zwei brandheiße Spuren entdeckt. Und jetzt sorge bitte dafür, daß Dr. Wenkmann ab sofort observiert wird! Und, mein liebes Assilein, setzte dann bitte sofort seinen zuckersüßen Arsch in Bewegung und setze dich auf disos Spur! Du findest ihn in Wenkmanns Praxis! Und beeile dich bitte, du süßer kleiner Versager, denn eine therapeutische Stunde dauert nur 45 Minuten!«
»Ja, Chef!« KIA war aufgesprungen und rannte hinaus.
Mcnep ließ sich zufrieden in seinen Sessel sinken.
Rita staunte: »Unnachahmlich, Herr Kommissar, Ihre Art und Weise, jemandem auf wertschätzendste Art, den Arsch aufzureißen!«
Der Autor schrieb am 29.8. 2003 um 23:47:30 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
XXIII Pause im Afrikanischen Blaster
DerAfrikanischeBlaster lag ruhig da im Schein der Abenddämmerung. Der Kommissar stand sehnsuchtsvoll in sich versunken da und ließ seine Blicke schweifen. Aufragen vor sich sah er das schillernde, bunte und dunkle, fröhliche, ausgelassene und traurige, das große und mächtige Afrika aufragen. sein Blick wanderte über Marokko, Tunesien, Algerien, Libyen, Ägypten, Mauretanien, Mali, Niger und Nigeria, bis in den tieferen Süden. Lange ließ er seine Augen durch Wüsten, wie die Sahara und über Gebirge wie den Atlas und das Usambara - Gebirge gleiten Er genoß das wohlige Odium der Seen, wie des Victoria - und des Tschad - Sees und ließ seine Augen wohlgefällig und neugierig, durch die Soukhs von Marrakech, Fes, Meknes, Algier, Ougadougu und vielen anderen Städten gleiten. Mit offenen Sinnen durchstreifte er die Steppen und Savannen von Namibia und Sambia, Botswana, Simbabwe und Südafrika!
‚Wie sehr ich das liebe!' dachte Mcnep.
Wie so oft, wenn die Last des Lebens ihn zu erdrücken schien, begab er sich hierher. DerAfrikanischeBlaster gab ihm innere Ruhe und Ausgeglichenheit zurück. Half ihm, sein Urteilsvermögen zurückzugewinnen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.
Und genau das brauchte er jetzt, da eben die Last des Lebens, in Gestalt der Schwierigkeiten seiner Arbeit, auf ihn einzustürzen schien.
Ja, es war eine harte Nacht gewesen, nach dem Mord an diso in der Toilette der Höflichkeitsliga, direkt ‚vor seinen Augen'. Und ein harter Tag ohne Schlaf und ohne Ruhe war gefolgt.
»Mcnep!« hatte der Blaster - Polizeichef gedonnert, »Was ist mit Ihnen los? Sie sind mein bester Mann, aber inzwischen haben Sie hier vier Leichen und keinerlei Ermittlungserfolge! Hier wurden respektable Blastergrößen dahingemeuchelt und was tun Sie, Mcnep? - Die Reporter der Blasterzeitung belagern schon mein Haus und die Blastermacher machen mächtigen Druck auf mich! Die wollen meinen Kopf ... und natürlich auch Ihren!«
»Aber wir haben ein paar ganz heiße Spuren!« hatte Mcnep geantwortet, » .... ich vermute bereits, welche Personen zum engeren Täterkreis gehören könnten. Ungefähr! Möglicherweise! Vielleicht, aber sicher bin ich nicht! Und meine Hypothese ist ...!«
» Ich erwarte aber keine heißen Spuren, keine Vermutungen und keine Hypothesen!« hatte der Blaster - Polizeichef ihn schroff unterbrochen und abschließend hinzugefügt: »Sondern ich erwarte: FAKTEN, FAKTEN, FAKTEN!«
Und diese Gardinenpredigt war nicht alles gewesen, was Kommissar Mcnep an diesem Tag an Unannehmlichkeiten widerfahren war.
FORTSETZUNG FOLGT
Der Autor schrieb am 20.9. 2003 um 16:47:20 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
XLIX Die Natur des Blasters
Im Büro des Kommissars. Mcnep hatte gerade gegenüber seinen Assistenten, Doc Voyager und toschibar, Andeutungen über eine Lösung des Falles gemacht, da war Biggi zur Tür hereingekommen und rief: »Mcnep, ich will wilden Sex! Jetzt und sofort!«
»Na bitte!« triumphierte der Kommissar, »Da haben wir doch den Mörder!«
»Wie bitte?« hatte Biggi gefragt, als aber Mcnep mit triumphierendem Blick auf sie zu kam, hatte sie einen sechsschüssigen Colt - »Peacemaker«, ein echtes Museumsstück, aus ihrer Handtasche gezogen und auf die Gruppe angelegt: »Hände hoch!«.
Alle fünf hoben die Hände. Nur der Kommissar hob seine etwas langsamer als die anderen.
»Also, Mcnep! Wie bist du auf die Idee gekommen, daß ich es bin?« keifte sie und bewegte bedrohlich die Waffe mit ihrer Hand hin und her.
»Oh,« der Kommissar lächelte gelassen, »da möchte ich doch lieber von vorne anfangen!«
»Na los!« schnarrte Biggi ungeduldig, »Ich habe nicht den ganzen Tag Zeit! Ich werde Euch abknallen und dann zu einer Abendgesellschaft in der Höflichkeitsliga gehen! - Also erzähl' schon, Mcnep!«
»Oh!« ließ sich toschibar, der Chefredakteur der Blasterzeitung vernehmen, »Darf ich mir Notizen machen?«
»Oh!« , versuchte KIA die Gelegenheit beim Schopf zu fassen: »Darf ich gehen und mir ein Eis holen?«
»SCHNAUZE!« brüllte Biggi wutschnaubend: "HIER GEHT NIEMAND NICHT NIRGENDWOHIN UND KEINER MACHT SICH AUCH KEINE NOTIZEN NICHT!
SONST KNALLTS! UND WENN, DANN TUST DU ALLEN EIN EIS MITBRINGEN, IST DAS KLAR, KIA DU EGOISTISCHER SOZIOPATH!"
»Tz, tz, tz!« meinte Mcnep mit mildem Tadel, »Du solltest dich mal reden hören!«
»Ruhe jetzt!« Die Mörderin schien sich zu beruhigen, »Schieß jetzt los, Mcnep, sonst schieß ich zu erst!«
»Aber nicht doch!« mahnte der Kommissar mit leichtem Spott: »Das wäre doch viel zu einfach, wo du dir bei jedem Mord so viel Mühe gegeben hast, eine neue Todesart zu erfinden! - Aber gut, ich will das geneigte Publikum nicht länger warten lassen!« Er räusperte sich und fuhr fort: "Beginnen wir mit der wahren Natur des Blasters! Im Blaster bewegen sich alle frei und völlig anonym. Theoretisch - und praktisch - kann jede Person in eine unendliche Vielzahl von Identitäten schlüpfen. Das ist so weit in Ordnung.
Theoretisch kann aber auch jemand die Identität einer anderen Person annehmen und sich unter deren Namen, sozusagen als deren DOPPELGÄNGER, im Blaster bewegen. Das ist nicht in Ordnung und das tun auch nur ganz, ganz wenige! Das ist unfair, verlogen und fies! Darin sind sich wohl die meisten Blasterbewohner einig und es kommt selten vor, aber es kommt vor!
Oh, Biggi - ich darf dich doch für den Moment noch Biggi nennen? Ich hätte es schon lange merken müssen. Vor ein paar Wochen zum Beispiel, das war lange vor dem ersten Mord, da hat der Polizeichef in einem herzlichen Tonfall zu mir gesagt: ‚Sie sind mein bester Mann Mcnep! Immer weiter so!' Ich hätte mißtrauisch werden müssen, denn das hätte der nie getan!
Das warst du? stimmt's?" fügte der Kommissar kurz eine neue Frage ein, fuhr fort, ohne eine Antwort abzuwarten:
»Und - wieder theoretisch - können bestimmte, besonders verkommene Individuen, in fremden Identitäten, auch die schlimmsten aller denkbaren Greueltaten verüben! - Und das hast du in die Tat umgesetzt, du Miststück!«
»Ja, Mcnep! Beleidige mich nur!« zeterte die Mörderin. »Aber wie bist mir auf die Schliche gekommen?«
»Oh, ich gebe es ja zu, ich war zu blöd! Ich hätte es im Kapitel XIII bereits merken müssen, als KIA auf einmal so gewählt daherredete!«
(-(((((Wir erinnern uns: ‚KIA berichtete weiter: "Ich habe herausgefunden, wo er wohnt und was er beruflich macht!
Er gehört irgendwie zu diesen neureichen, ewig buckelnden Blaster - mediokeren, die sich irgendwo ständig im Mittelmaß ergehen!"
»KIA!« rief Mcnep erstaunt, »Was für eine brillante Wortwahl!«
»Jedenfalls,« fuhr der Assistent fort, "soll er ziemlich dick drin im Kelchgeschäft sein! Ist aber vielleicht nur ein Gerücht.
Außerdem ist er bekannt für gelegentliche verbalinjurische Ausfälle und aggressive Wortattacken!» «Interessant!» gab Mcnep zurück, «Aber noch interessanter finde ich, wie gewählt du dich auf einmal ausdrückst!".' )))))-)
Und Mcnep fuhr fort: »Aber spätestens gestern, als er auf einmal alles wissenswerte über radon, das Gas nämlich, zu wissen schien, hätte mir klar sein müssen: ‚Das kann nicht KIA sein!'!«
»Aber warum nur, Cheffilein?« fragte KIA verständnislos.
»Nein,« redete der Kommissar weiter, »nicht mal als Biggi - die richtige Biggi, meine ich, mich zu Rufus dem Weisen schleppte, ist mir sofort ein Kronleuchter aufgegangen! Das hat gedauert! - Aber jetzt ist mir alles klar!«
»Na gut! - Aber wie bist du darauf gekommen, daß I C H es bin?« schrie ihn die Frau an.
»Oh,« antwortete Mcnep gelassen, »das war einfach: Biggi hätte nie öffentlich wilden Sex von mir verlangt. Biggi hätte nie wilden Sex von mir verlangt!«
»Sowas tut mein Cheffilein nämlich nicht!« fuhr KIA entrüstet dazwischen.
»HALT'S MAUL, KIA!« schrien alle.
»Ja, dann wäre mein Plan ja gar nicht aufgegangen!« sinnierte die Frau.
»Stimmt,« Mcneps Stimme hatte einen siegessicheren Unterton, »darum ging es dir nämlich: Du wolltest so viel wie möglich Blasterbürger töten und mich hattest du von Anfang an mit auf der Liste! - Du hast mit Hase angefangen - wie übrigens hast du den armen Kerl erledigt?«
»Das war mit Sicherheit eine Blasterbombe!« rief Voyager dazwischen und fügte an: »Schrecklich! Einfach schrecklich!«
Die Frau nickte nur und Kommissar Mcnep fuhr fort: »Du hast eine ganze Reihe von Menschen ermordet, ich wäre mit Sicherheit auch nur ein Zwischenspiel gewesen!« - »Vielleicht ein kleiner Höhepunkt, aber nicht der letzte Tote!« setzte er, ein wenig eitel, hinzu und er fragte: »Und wie sollte ich eigentlich über die Klinge springen? Die Kugel hattest du doch schon für dexterEM gewählt, «Biggi»?«
»Ich konnte ja nicht ahnen, daß hier eine NATO - Konferenz stattfindet«, blaffte die Person in Biggi's Gestalt. »Nein, ich hatte vor, dich auf deinem Schreibtisch zu ficken und dich dann mit dem Gürtel deiner eigenen, heruntergelassenen Hose, zu erdrosseln! Gute Idee nicht?«
»Ich sagte schon! So was tut mein Cheffilein nicht!« schrie KIA dazwischen, »Außerdem trägt er gar keine Hose!«
Alle starrten an Mcnep herunter: aus den Falten seines schottischen Kiltes ragten zwei schöne Männerbeine.
»Jemand mit meinem Namen trägt einfach keine Hosen!« stellte Mcnep fest und redete gleich weiter: »Und das war nur dein vorletzter Fehler! Dein letzter Fehler war, daß du hier her gekommen bist, Biggi! - Oder soll ich lieber >>BETTINABEISPIEL<< zu dir sagen?«
Vor den Augen aller Anwesenden nahm die Frau, die als Biggi hergekommen war, die Gestalt von BettinaBeispiel an.
»Das ist ja ein Ding!« schrie toschibar begeistert: »Das gibt eine Schlagzeile: BETTINABEISPIEL IST DIE BLASTERMÖRDERIN - BETTINABEISPIEL, EINE FRAU GEHT ÜBER LEICHEN!«
»Nein, nein!« warf Kommissar Mcnep mit ruhiger Stimme ein, »Nicht so vorschnell, toschibar. Sie könnte genauso gut ... sagen wir .... DASBING sein!«
Im selben Moment veränderte sich Bettina Beispiel und wurde dasBing!
Alle anderen staunten mit offenem Mund und Mcnep schlug vor: »Sie könnte auch Gaddhafi sein!« Im selben Moment stand ein schneidiger Araber in einer wunderbaren Operettenuniform vor ihnen und schwang mit gefährlichen Bewegungen einen Kris durch die Luft.
Mcnep überlegte grinsend und sagte dann: »GRONKOR!«. Die unbekannte Person nahm eine neue Gestalt an und erschien als bärtiger Achtundsechsziger vor ihnen.
»Wie wäre es mit laica?« meinte der Kommissar und eine bildhübsche Hündin lief bellend durch den Raum. »laica! Liebling!« rief KIA aus.
»Laica, sitz!« befahl Mcnep und das Tier nahm hechelnd auf den Hinterläufen Platz.
»Gut!« Kommissar Mcnep war zufrieden: »KIA, verhafte bitte sofort den Hund! - Der Fall ist abgeschlossen!«
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