Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Blasterkrimi«
Der Autor schrieb am 29.8. 2003 um 23:47:30 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
XXIII Pause im Afrikanischen Blaster
DerAfrikanischeBlaster lag ruhig da im Schein der Abenddämmerung. Der Kommissar stand sehnsuchtsvoll in sich versunken da und ließ seine Blicke schweifen. Aufragen vor sich sah er das schillernde, bunte und dunkle, fröhliche, ausgelassene und traurige, das große und mächtige Afrika aufragen. sein Blick wanderte über Marokko, Tunesien, Algerien, Libyen, Ägypten, Mauretanien, Mali, Niger und Nigeria, bis in den tieferen Süden. Lange ließ er seine Augen durch Wüsten, wie die Sahara und über Gebirge wie den Atlas und das Usambara - Gebirge gleiten Er genoß das wohlige Odium der Seen, wie des Victoria - und des Tschad - Sees und ließ seine Augen wohlgefällig und neugierig, durch die Soukhs von Marrakech, Fes, Meknes, Algier, Ougadougu und vielen anderen Städten gleiten. Mit offenen Sinnen durchstreifte er die Steppen und Savannen von Namibia und Sambia, Botswana, Simbabwe und Südafrika!
‚Wie sehr ich das liebe!' dachte Mcnep.
Wie so oft, wenn die Last des Lebens ihn zu erdrücken schien, begab er sich hierher. DerAfrikanischeBlaster gab ihm innere Ruhe und Ausgeglichenheit zurück. Half ihm, sein Urteilsvermögen zurückzugewinnen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.
Und genau das brauchte er jetzt, da eben die Last des Lebens, in Gestalt der Schwierigkeiten seiner Arbeit, auf ihn einzustürzen schien.
Ja, es war eine harte Nacht gewesen, nach dem Mord an diso in der Toilette der Höflichkeitsliga, direkt ‚vor seinen Augen'. Und ein harter Tag ohne Schlaf und ohne Ruhe war gefolgt.
»Mcnep!« hatte der Blaster - Polizeichef gedonnert, »Was ist mit Ihnen los? Sie sind mein bester Mann, aber inzwischen haben Sie hier vier Leichen und keinerlei Ermittlungserfolge! Hier wurden respektable Blastergrößen dahingemeuchelt und was tun Sie, Mcnep? - Die Reporter der Blasterzeitung belagern schon mein Haus und die Blastermacher machen mächtigen Druck auf mich! Die wollen meinen Kopf ... und natürlich auch Ihren!«
»Aber wir haben ein paar ganz heiße Spuren!« hatte Mcnep geantwortet, » .... ich vermute bereits, welche Personen zum engeren Täterkreis gehören könnten. Ungefähr! Möglicherweise! Vielleicht, aber sicher bin ich nicht! Und meine Hypothese ist ...!«
» Ich erwarte aber keine heißen Spuren, keine Vermutungen und keine Hypothesen!« hatte der Blaster - Polizeichef ihn schroff unterbrochen und abschließend hinzugefügt: »Sondern ich erwarte: FAKTEN, FAKTEN, FAKTEN!«
Und diese Gardinenpredigt war nicht alles gewesen, was Kommissar Mcnep an diesem Tag an Unannehmlichkeiten widerfahren war.
FORTSETZUNG FOLGT
Der Autor schrieb am 20.8. 2003 um 23:13:42 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
XIV Villa Wenkmann
Kommissar Mcnep pulte Essenreste aus den Zwischenräumen seiner Zähne, als er in Dr. Wenkmanns Praxishaus eintrat. Es handelte sich um eine geräumige Villa in einer der feinsten Gegenden des Blasters. In diese Straße mündete die Schloßallee und in der Nähe gab es das Stadttheater, das Städtische - Museum, verschiedene Kunstgalerien, feine Boutiquen, manches feine Nobelrestaurant und - so stellte Mcnep mit Interesse fest - das Vereinshaus der HÖFLICHKEITSLIGA.
‚Ganz schön nobel!' dachte der Kommissar bei sich, als er die marmorgetäfelte Vorhalle im Erdgeschoss betrat.
Er ging auf die große, zweigeteilte Eichentür zu, neben der ein großes Schild prangte: PRAXIS DR. WENKMANN.
Die Tür ging auf, kurz bevor er sie erreicht hatte und eine junge, hübsche Angestellte, gekleidet in gediegenste und knappe Garderobe, strahlte ihn mit blendend weißem Lächeln an.
»Kommen Sie herein, Herr Kommissar! Der Doktor erwartet Sie!«
Kurz darauf saß Mcnep in einem tiefen, teuren Ledersessel und fragte sich, ob wohl alle Psychiater zartrosafarbene Anzüge tragen würden.
Der Doktor hatte ihm eine teure Zigarre angeboten, die Mcnep aber ausschlug. Stattdessen zündete er sich eine Pfeife an.
»Ich selbst bin ja Nichtraucher!« erklärte Wenkmann. »Aber wir haben doch alle so unsere kleinen Schwächen!« und er hantierte mit kleinen Wattebäuschchen herum, die in mehreren Häufchen auf seinem Eichenholzschreibtisch lagen.
»Leider habe ich nur eine halbe Stunde Zeit!« teilte Dr. Wenkmann mit. Um 15.30 Uhr habe ich einen wichtigen Termin mit einem Patienten.
‚Ob wohl alle Psychiater wasserstoffblond gefärbtes Haar haben?' fragte Mcnep sich träge.
Nach dem Essen fühlte er sich immer etwas schwerfällig und müde.
Und dann riß er sich zusammen und begann.
»Dr. Wenkmann, ich weiß um Ihren guten Ruf in der Blastergemeinde!« log er, aber ich muß Ihnen ein paar Fragen stellen!"
»Kommissar Mcnep, ich helfe der Polizei immer gerne!« antwortete der Psychiater mit breitem Lächeln.
»Gut! Was wissen Sie über Hase?«
»Äh, Hase? Über Patienten darf ich keine Auskunft geben,« Dr. Wenkmanns Lächeln wurde noch breiter, »das verstehen Sie sicher!«
»Ja, klar!« lächelte Mcnep breit zurück. »Hase war also Ihr Patient!«
»Das habe ich nicht gesagt!« Wenkmanns Lächeln wurde noch breiter und er warf mit einer lockeren Handbewegung einen Wattebausch auf den Kommissar, »Sie Schelm Sie!«
»Gut, Doktor! Wir reden jetzt über einen toten Patienten!«
»ACH?« Wenkmann schien erschrocken zu sein.
»Ja, Hase wurde in der vorletzten Nacht ermordet!«
»Oh Gott! Ermordet?«
»Ja!«
»Wie schrecklich!«
Kommissar Mcnep teilte dem Psychiater die wichtigsten Sachverhalte mit.
Dann fragte er ihn nach DexterEM.
»Naja, der Name erinnert mich an ... nein, keine Ahnung! Von DexterEM ich nie gehört!« erklärte der Doktor und jonglierte mit drei Wattebäuschen.
»Und Diso? Was sagt Ihnen Diso?«
»Kenne ich nicht!« erklärte der Psychiater und sah auf die Uhr, »Und wenn, dann würde ich es Ihnen nicht sagen!«
‚Aha, er will nicht zugeben, daß Diso sein Patient ist!', dachte Kommissar Mcnep: ‚Er hat gelernt!'.
»Und außerdem muß ich Sie bitten, jetzt zu gehen!« Dr. Wenkmann stand auf, »Ich habe jetzt gleich meinen nächsten Termin! Wenn Sie weitere Fragen haben - machen Sie einen Termin!«
Mcnep erhob sich ebenfalls. »Herzlichen dank für Ihre Kooperation! Sie haben mir sehr geholfen, Dr. Wenkmann!«
»Ach ja?«, Wenkmann wirkte nervös, als ob er sich fragte, wie er geholfen haben könnte.
‚Ich kriege dich, Doc!' dachte Mcnep und ging in die marmorgetäfelte Halle hinaus.
Die Eichentür schloß sich und im selben Moment schoß eine große, hagere Gestalt zur Eingangstür herein.
»Verdammt! Insubordinierte Scheißekacker! Alles unverifizierte Speichelkonsumenten!«
schimpfte er vor sich hin und lief auf die Praxistür zu.
»Kommen sie rein und machen Sie nicht so einen Lärm, Diso!« hörte Mcnep den Psychiater zischen, als er dem Patienten öffnete.
Mit dem allerbreitesten Grinsen verließ Mcnep das Haus.
Der Autor schrieb am 23.8. 2003 um 16:27:39 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
XVI Biggi
Mcnep traf die »alte Freundin« am Abend, gegen 19.00 Uhr im Blastercafe.
Er war mehr als erfreut, sie wieder zu treffen. Sie auch. Nach all der Zeit.
Was alles war geschehen? Was hatte er nicht alles erlebt, was mochte ihr widerfahren sein?
‚Die Zeit verrinnt und uns bleibt eine Ahnung von der Ewigkeit!', dachte der Kommissar, als er Biggi an einem Zweiertisch im Blastercafe gegenübersaß.
Das Licht im Café war schummerig, sie konnten kaum die Gesichter des jeweils anderen sehen.
»Du bist noch genauso schön wie damals!« sagte einer von ihnen.
»Du auch!«
»Nein, ich bin älter geworden!«
»Ja, du auch!«
»Stimmt!«
Beide seufzten.
»Was ist damals nur passiert?«
»Du weißt es!«
»Ich auch!«
»Ja!«
»Es mußte so sein!«
»Denkst du?«
»Ja, du nicht?«
»Doch! Du auch?!«
»Es mußte sein!«
»Das denke ich!«
»Es hätte anders kommen können!«
»Stimmt!«
»Ist es aber nicht!«
»Nein, ist es nicht! - Hätte es aber!«
»Ja!«
»Was meinst du heute?«
»Immer noch dasselbe. Und du?«
»Ich auch!«
»Ach so?!«
»Ja, genau!«
»Gut!«
»Ja?«
»Ja!«.
Sie sahen sich noch eine Weile an und irgendwann faßten sie sich freundschaftlich an den Händen.
Der Autor schrieb am 18.8. 2003 um 19:34:40 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
VIII Der Sumpf
Mcnep sah durch den Dunst und den Nebel die Straße hinunter. Das war eine wahrhaft finstere und üble Gegend. Der Odem der Verderbnis lagerte schwer und übelriechend in der Luft und hob sich zäh aus den Gossen.
Hier war der Bodensatz des Blasters versammelt: Lug und Trug, Heuchelei, Verbrechen, Sexgeschichten, Totschlag, Pornographie, Mord, Hurerei, Betrug, Rauschgift und Wahnsinn, lauerten nebeneinander.
‚Entsetzlich!' dachte der Kommissar. ‚Aber auch so faszinierend!'.
Wie oft hatte er, in schlaflosen Nächten, sich selbst hierher auf den Weg gemacht. Und er hatte diesen Gestank - oft genug war er ihm eher als ein süßer Duft erschienen ..., des Morbiden in sich aufgesaugt, ihn genossen wie erlitten. Er war den Verlockungen dieses Sumpfes und seinen Qualen erlegen, hatte sie ausgekostet und ... sich schließlich eine Pfeife angezündet, war nach Hause gefahren und sich von den Verlockungen befreit. Aber die Verführungen waren da. Zweifellos. Entsetzlich, abscheulich und sooo süß!
»Cheheeef! Träumen Sie?« fragte KIA.
»Äh, ich..., hmhm!«, Kommissar Mcnep räusperte sich und schrak aus seinen Gedanken auf.
Sofort war er wieder voll da. "Okay, KIA! Du siehst dich mal in der Nachbarschaft um, befrag' die Leute, ob ihnen in letzter Zeit was besonderes aufgefallen ist!
Rita, wir beide besuchen DexterEM! Mal sehen, was der so zu erzählen hat!"
Der Autor schrieb am 8.9. 2003 um 23:55:07 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
XXXVI Deckungen
‚Jeder scheint hier jeden zu decken ...' dachte Kommissar Mcnep, ‚und schließlich führt die Spur wieder zu ....'
»Johnny!« rief KIA plötzlich, »Chef, Chef, Cheffilein! Ich habe JOHNNY gesagt! Chef, war das gut?«
»Ja, ich denke schon!« Mcneps Stimme hatte eine bedrohliche Färbung angenommen.
»Calista, du versuchst nicht, Susi zu decken, sondern toschibar! ...«
»Ja«, die Blasterputze blickte schuldbewußt zuboden. »Weißt du, Mcnep, toschibar war damals ein richtig übler Typ. Deshalb ließ ich Susi in dem Glauben aufwachsen, sie sei dein Kind! Ich wollte, daß sie stolz auf ihren Vater sein kann. Aber toschibar - früher war er wirklich eine widerwärtig - sadistische Pißnulpe - toschibar hat sich in den Jahren nach Susis Geburt geändert. Und seine Karriere bei der Blasterzeitung hat ihm sehr gut getan. Ich kam nach Susis Geburt wieder mit ihm zusammen und sie nannte ihn erst Onkel toschibar, später hat sie ihn als ihren Stiefvater akzeptiert. Inzwischen weiß sie, daß du gar nicht ihr Vater bist, sondern ihr Stiefvater ihr wirklicher Vater! - Wir haben einen Gentest machen lassen!«
»Du wußtest das?« keifte Rita los, »Und warum hast du mir erzählt, Kommissar Mcnep sei dein Vater ....?«
»Nur die Ruhe,« antwortete Mcnep an Susis Stelle. »Susi wollte nicht Calista schützen, wie ich zuerst angenommen haben, sondern ...«
»Ach du mein lieber Johnny!« gab RitaRatlos ratlos von sich.
»Das habe ich doch vorhin schon gesagt!« protestierte KIA, der offenkundlich mal wieder gar nichts verstand.
»Das heißt, du hast mit mir nur geschlafen, um diesen Johnny....«
»Zu schützen! - Ja!« stellte Mcnep fest.
»Verstehe das nicht falsch!« sprudelte Susi los, »Ich liebe dich wirklich! Nur am Anfang ging es mir darum, Johnny zu helfen! Inzwischen ist es mir ernst! Ich will nur dich! - Aber dennoch ... Johnny ist so lieb, so süß ... er ist unschuldig!«
»Er ist eine ziemliche Ratte, wenn ich mir die Bemerkung erlauben darf. Denn ich habe mit einem großen Team über ihn recherchiert!« toschibar meldete sich zum ersten Mal wieder zu Wort. »Er kann für eine Reihe von Blasterverbrechen verantwortlich gemacht werden. Vielleicht ist er zum Morden sogar in der Lage. So wie Sie und ich auch, Herr Kommissar! So wie alle Menschen. Aber er wäre nicht in der Lage, so genial vorzugehen! Er steht - aus meiner Sicht - auf einer intellektuellen Stufe mit verschiedenen australischen Beuteltieren!« Er räusperte sich, warf einen Blick auf KIA und fügte hinzu: »Oder auf der Ihres Assistenten!«
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Erstellt am 9.8. 2001 um 20:56:58 Uhr von ein neugieriger Zeitgenosse, enthält 208 Texte
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