Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 308, davon 300 (97,40%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 120 positiv bewertete (38,96%)
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Der erste Text am 19.9. 1999 um 22:27:25 Uhr schrieb
Karla über Weihnachten
Der neuste Text am 19.3. 2018 um 11:33:08 Uhr schrieb
Johanna über Weihnachten
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am 3.12. 2007 um 11:44:59 Uhr schrieb
Ane über Weihnachten

am 25.12. 2015 um 13:25:03 Uhr schrieb
Matthias über Weihnachten

am 10.12. 2017 um 00:38:23 Uhr schrieb
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Assoziationen zu »Weihnachten«

Kühlwalda schrieb am 14.8. 2000 um 00:52:44 Uhr zu

Weihnachten

Bewertung: 6 Punkt(e)

Sach ma, wer hat denn da nochma Geburtstach?


Schon seit September strömt mir von überall der Geruch von Glühwein, Schokoladenweihnachtsmännern und dem neuen Mc Nikolaus entgegen. Tausende von Menschen drängen, sichtlich in Festtagslaune, durch überfüllte Fußgängerzonen um Tante Herta noch eben (schließlich schließen am 24ten die Geschäfte schon früher) eine Flasche Doppelherz oder Fichtennadelfußbad zum Sonder-Xmas-kost-hier-nur-das-Doppelte-als-wie-sonst-Preis zu besorgen. Vollbepackt geht's weiter, natürlich nicht ohne Kassenbon, umgetauscht wird ja eh, weil's keinem gefällt, na ja, der Wille zählt, breites Grinsen auflegen und Hand schütteln. Danke, Oma, ich wollte schon immer rosa Filzpantoffeln, die sind ja noch schöner als der selbstgeklöppelte Fahrradhelmüberzieher vom letzten Jahr. Hier hast Du auch was, 'nen selbstgetöpferten Aschenbecher- Wie, Du hast noch nie geraucht?!

Weihnachten ist halt das Fest der Liebe. Und spätestens nach 20 Flaschen Bier, Sekt und einem halben Liter Verdauungsschnaps haben wir uns alle lieb (piep piep), und dem Festtagsbraten wird ein zweites Mal -über der Kloschüssel hängend- Hallo gesagt. Wenn dann auch noch die Lichterkette am Weihnachtsbaum anfängt zu schmurgeln und die ganze Familie gerührt in Eintracht zusieht, wie der neue Nintendo Pocket, die Weihnachtsbarbie mit Muff und Rentierschlitten, die Digitalkamera, Opa's Blutdruckgerät und die 20 Mark Plastikfigurenkrippe aus dem Aldi samt Baum, allen anderen Geschenken und dem Stück Kernseife, einem Präsent vom Friseur, in Flammen aufgehen, dann sind sich alle plötzlich wieder bewußt, was eigentlich das Wichtige und Besondere an Weihnachten ist: Das Sonderprogramm im Zweiten mit den Wiederholungen der Sissi Filme. Schöööön.


Na dann, Fröhliche Weihnachten...

Liamara schrieb am 24.12. 1999 um 10:13:37 Uhr zu

Weihnachten

Bewertung: 9 Punkt(e)

Hach, in wievielen Haushalten wird heute folgendes passieren? Mutter steht früh auf und muss noch den Braten vom Metzger holen. Dort ist es natürlich brechend voll, und sie muss ungefähr eine halbe Stunde warten. In der Schlange stehend, fällt ihr ein, dass sie noch unbedingt dies und jenes und ausserdem noch das da braucht, also huscht sie auch noch mal in den Supermarkt, wo sie noch länger stehen muss und das »Frohes Fest« der Kassiererin schon klingt wie eine alte Schallplatte mit Sprung. Derweil steigt Vater auf eine Leiter, um den Christbaumschmuck vom Kleiderschrank zu holen. Der Kleiderschrank ist oben total verstaubt, deshalb flucht er, weil seine Frau eine alte Schlampe zu sein scheint. Die Kugeln kann er zunächst nicht finden, das Lametta sowieso nicht. Alles verzögert sich um ca. eine halbe Stunde, bis einem der Kinder einfällt, dass es die Lichterkette letztes Jahr in den Besenschrank gestopft hat. Dafür gibt's ne Ohrfeige und noch mehr fluchen. Wenn das alles erledigt ist, flucht Vater, weil er die Lichterkette nicht auseinander bekommt. Ca. eine halbe Stunde später wird dann der Baum versucht, dem Ständer anzupassen. Der Baum passt nicht, er muss gesägt werden. Danach passt er auch nicht. Jetzt erst fällt einem der Kinder auf, dass der Baum auf der einen Seite verdächtig wenig Nadeln hat. Vater wollte das zu diesem Zeitpunkt nicht hören. Mutter kommt nach Hause und schreit gehetzt herum, warum der Baum noch nicht steht und wieso so viele Nadeln auf dem Teppich liegen, jetzt muss sie wieder saugen, du alte Sau. Vater schreit zurück, dass sie mal auf dem Kleiderschrank putzen sollte. Mutter zieht sich in die Küche zurück und macht den Braten, hat ein Gewürz vergessen und schickt ein maulendes Kind in den Supermarkt, wo das Kind mittlerweile eine Stunde warten muss. Allerdings in der Gesellschaft anderer Kinder, denen es ebenso geht. Vater hat inzwischen den Baum aufgestellt und geschmückt, dabei sind ihm drei Kugeln runtergefallen und zerschellt, was erneutes Fluchen zur Folge hatte. Als ein Kind anmerkt, dass man am Heiligen Abend nicht fluchen soll, gibt's mal wieder eine Ohrfeige. Mittags gibt es eine schnelle Suppe, die keiner mag, aber Mutter tröstet alle mit dem Hinweis auf den Weihnachtsbraten. Nach dem Essen muss Vater noch schnell was einpacken, hat aber kein Tesafilm mehr, weshalb er flucht und etwa eine halbe Stunde lang danach sucht. Gegen zwei Uhr ist Ruhe. Diese dauert ca. drei Stunden, dann kommt der Besuch. Und was jetzt noch alles kommt, davon schweige ich lieber... ;)

Gijsbert schrieb am 9.12. 2000 um 02:34:14 Uhr zu

Weihnachten

Bewertung: 8 Punkt(e)

Merry Weihnachten

When the last Kalender-sheets
flattern trough the winter-streets
and Dezemberwind is blowing,
then ist everybody knowing
that it is not allzuweit:
she does come - the Weihnachtszeit.

All the Menschen, Leute, people
flippen out of ihr warm Stueble,
run to Kaufhof, Aldi, Mess,
make Konsum and business.
Kaufen this und jene Dings
and the Churchturmglocke rings.

Manche holen sich a Taennchen,
when this brennt, they cry »Attention«.
Rufen for the Feuerwehr:
Please come quick to loeschen her!"
Goes the Taennchen of in Rauch,
they are standing on the Schlauch.

In the kitchen of the house
mother makes the Christmasschmaus.
She is working, schufting, bakes
hit is now her Yoghurtkeks.
And the Opa says als Tester:
We are killed bis to Silvester".
Then he fills the last Glas wine -
yes, this is the christmastime!

Day by day does so vergang,
and the Holy night does come.
You can think, you can remember,
this is immer in Dezember.

Then the childrenlein are coming
candle-Wachs is abwaerts running.
Bing of Crosby Christmas sings
while the Towerglocke rings
and the angels look so fine -
well this is the Weihnachtstime.

Baby-eyes are big and rund,
the familiy feels kerngesund
when unterm Weihnachtsbaum are hocking
then nothing can them ever shocking.
They are so happy, are so fine -
this happens in the Chistmastime!

The animals all in the house,
the Hund, the Katz, the bird, the mouse,
are turning round the Weihnachtstree,
enjoy this day as never nie,
well they find Kittekat and Chappi
in the Geschenkkarton von Papi.

The familiy begins to sing
and wieder does a Gloeckchen ring.
Zum Song vom gruenen Tannenbaum
the Traenen rennen down and down.
Bis our mother ploetzlich flennt:
The christmas-Gans im Ofen brennt!"
Her nose indeed is very fine
Ende of the Weihnachtstime.

Nienor schrieb am 5.7. 2000 um 12:41:05 Uhr zu

Weihnachten

Bewertung: 5 Punkt(e)

Weihnachten ist angeblich das Fest der Liebe. Aber manchmal zweifele ich ganz stark daran, ob die Menschen das auch wirklich kapiert haben. NOch gibt es soviel Leid uaf der Welt und die Liebe zieht nur kleine Kreise. Sie ist einfach nochnicht allumfassend wie sie im Christentum angedeutet wird.
Auf der einen Seite ist Weihnachten ziemlich schwach.

Auf der anderen Seite ist Weihnachten ziemlich stark. Weihnachten zeigt uns naemlich, dass es so etwas wie das Gute im Menschen gibt. Wenn man Weihnachten einmal ganz unabhaengig davon betrachtet, ob Gott existiert oder nicht, ob Jesus geboren wurde oder nciht. Dann hat man aber viel mit diesem Gedanken erreicht. Wenn Jesus nie geboren wurde und nicht der Sohn Gottes ist, so schafft es dennoch die Gecshichte von einem armen Jungen, der in einem Stall zur Welt kam, dass Mneschen an einem Tag im Jahr etwas naeher zusammenruecken und versuchen etwas von sich zu geben. Wenn das nicht zeigt, dass der Mensch doch eigentlich einen guten Kern hat, dann weiss ich auch nicht weiter.

Tanna schrieb am 16.12. 1999 um 14:25:54 Uhr zu

Weihnachten

Bewertung: 4 Punkt(e)

Irischer Weihnachtssegen

Nicht, daß von jedem Leid
verschont du mögest bleiben,
noch daß dein künft'ger Weg
stets Rosen für Dich trage
und keine bittre Träne über Deine Wange komme
und niemals du den Schmerz erfahren sollst.
Dies alles, nein, das wünsche ich dir nicht.

Denn kann das Herz
in Tränen nicht geläutert,
kann's nicht im Leid geadelt werden -
wenn nämlich Schmerz
und Not dich aufnimmt
in die Gemeinschaft mit Maria
und dem Kind,
so daß ihr Lächeln Zuversicht
und Trost gewährt?

Mein Wunsch für dich ist vielmehr dieser:
mögest dankbar du und allezeit
bewahren nur in deinem Herzen
die kostbare Erinnerung der guten Dinge
in deinem Leben.


Daß mutig stehest du in deiner Prüfung,
wenn hart das Kreuz auf deinen Schultern liegt,
und wenn der Gipfel, den es zu ersteigen gilt,
schier unerreichbar scheint,
ja selbst das Licht der Hoffnung
zu entschwinden droht,
daß jede Gottesgabe in dir wachse
und mit den Jahren sie dir helfe,
die Herzen jener frohzumachen, die du liebst,
daß immer einen wahren Freund du hast,
der Freundschaft wert,
der dir Vertrauen gibt,
wenn's dir an Licht gebricht und Kraft,
daß du dank ihm
den Stürmen standhältst
und so die Höhen doch erreichst,
und daß in Freud und Leid
das Lächeln voller Huld
des menschgeword'nen Gottessohnes
mit dir sei
und du so innig Ihm verbunden,
wie Er's für Dich ersehnt.

diso schrieb am 24.12. 2007 um 04:25:36 Uhr zu

Weihnachten

Bewertung: 2 Punkt(e)

Ich habe dieses Jahr wirklich keine Lust, irgendwem »Frohe Weihnachten« zu wünschen. Und ich tue es auch nicht. Vor allem nicht irgendeinem Familienmitglied oder irgendeiner Verkäuferin. Bin ich deswegen ein schlechter Mensch oder macht mich mein Protest sogar zu was Besserem?

Dennoch muss ich heute noch zwei - die zwei einzigen - Geschenke kaufen gehen. Der dreckige Kapitalismus zwingt mich dazu, am Vormittag des Heiligen Abend einkaufen zu gehen. Im Grunde ist mir das aber scheißegal. Am liebsten wäre ich Moslem oder sähe zumindestens wie einer aus. Dann müsste ich wenigstens kein schlechtes Gewissen haben, wenn ich bei diesem scheinheiligen Gute-Laune-Spiel nicht mitmache. Im Grunde hab ich das auch nicht. Mir gehts das ganze Jahr gut und ich bin auch das ganze Jahr gut. Und falls nicht, dann bleibe ich wenigstens auch an Weihnachten konsequent. Wer kann schon über sich selbst sagen, ob er nun gut oder schlecht ist. Ein guter oder ein schlechter Mensch. Das interessiert am Ende doch eh niemanden und man muss einfach nur gucken, dass man mit sich selbst im reinen ist. Würde ich mich an Weihnachten über Scheinheiligkeit freuen, wäre ich es wohl nicht.

Schönen Tag dann noch.

Arthur Dent schrieb am 16.12. 2001 um 22:16:25 Uhr zu

Weihnachten

Bewertung: 2 Punkt(e)

Also, am Freitag hatten wir ja Weihnachtsfeier. Um 18:00 Uhr ging's los. Dabei habe ich so viel getrunken, das hätte auch ein Pferd eingeschläfert. Um 1:00 Uhr bin ich nach Hause gegangen, bei -11°C. Unterwegs bin ich in einen Graben gefallen und erfroren. Ich lebe jetzt in einer besseren Welt am anderen Ufer der Nacht...

So ein Quatsch, wenn ich erfroren wäre, könnte ich das hier nicht schreiben. Ich habe es also nach Hause geschafft, aber barbarisch gekotzt unterwegs. Am Montag muss ich erst mal testen, was ich alles angestellt habe und bei welchen Kollegen ich mich entschuldigen muss.

Ich dachte, das solltet Ihr wissen.

cloverleave schrieb am 22.3. 2002 um 23:08:43 Uhr zu

Weihnachten

Bewertung: 1 Punkt(e)

Weihnachten

Herr, darf ich mir Zeit für Dich nehmen?
Dir ein Gedicht widmen, Dich frei heute preisen?
Oder soll ich davon ziehn auf Sohlen, so leisen
Und Arbeit suchen, mich damit zu lähmen?

Nicht umsonst gibst Du mir nicht viel zu tun.
Hättich gedacht, dass es so positiv wird!
Ich fühl‘ mich Dir nah, bin genügend geirrt.
An Deiner Seite möchteich exakt jetzt ruhn.

Betracht ich den Himmel, so scheint es mir,
Als säh‘ ich ihn blau, voll Lichter ihn scheinen.
Er ist erfüllt von Engeln, so will ich meinen.
Oh Herr, wie bin ich verrückt nach Dir!

Die Musik des Morgens, ich höre sie noch.
Es wird mir so warm, ich könnte laut schreien.
Weihnachten naht, in den Häuserreihen
Scheint mir auf einmales weihnachtet doch!

Lange brauche ich nicht mehr ausharren.
Die Stunde neigt sich, bald hörich sie wieder,
Die schönen, so zärtlichen Lobpreislieder.
Ich werde mit Singen heut heimwärts fahren.

Geschlafen habe ich nicht letzte Nacht.
Gebetet habich! Schon lange ists her.
Es fiel mir trotz allem Glauben schwer,
Zeigtest Du mir doch einen Teil Deiner Macht.

Der verlorene Sohn möchte Dich Vater nennen.
Bist Du so gnädig, ist es wirklich korrekt,
Mich anzunehmen stinkend und völlig verdreckt?
Könnte die Liebe zu Dir den Staub verbrennen?

Oh, mein Herr und Vater, Du bist mir so nah!
Dein Sohn kam hernieder, wurde gefoltert für mich.
Herr, ich kann nur nicken, wie bist Du unglaublich!
Drum sagich zu Dir heut‘ mit vollem Herz Ja.

Denn wie Du schon damals hast Wunder vollbracht,
geschieht es noch heute, ich muss nur vertrauen!
Dann darf ich mein Haus auf Steinen mir bauen.
Erfüll mich, komm zu mir in der kalten Nacht.

qwertz schrieb am 16.12. 2007 um 11:56:52 Uhr zu

Weihnachten

Bewertung: 1 Punkt(e)

Säugling im Stall gefunden

BETHLEHEM, JUDÄA — In den frühen Morgenstunden wurden die Behörden von einem besorgten Bürger alarmiert. Er wurde durch eine nächtliche Ruhestörung geweckt, versuchte die Ursache des Tumultes aufzuklären und hatte dabei eine junge Familie entdeckt, die sich in einem Stall wohnlich niedergelassen hatte.

Bei der Ankunft in diesem Stall fanden die Beamten des Sozialdienstes, die durch Polizeibeamte unterstützt wurden, einen Säugling, der von seiner erst 14-jährigen Mutter, einer gewissen Mirjam H. aus Nazareth, in Stoffstreifen gewickelt wurde und in einen Futtertrog gelegt worden war. Die äußerst unhygienischen Umstände erforderten ein rasches Eingreifen der Behörden. Das Kind wurde von seiner offensichtlich überforderten, körperlich geschwächten und völlig verwahrlosten Mutter getrennt und fachkundiger Obhut übergeben. Die Mutter wurde vorläufig verhaftet. Angesichts der näheren Umstände des Kindsfundes und des geringen Alters der Mutter ist im Laufe des heutigen Tages der Entzug des Sorgerechts zu erwarten.

Bei der Festnahme von Mutter und Kind versuchte ein anwesender Mann, der später als Yussuf H., ein Handwerker aus Nazareth, identifiziert wurde, den Beamten Widerstand zu leisten. Yussuf H. wurde dabei unterstützt von einigen anwesenden Hirten sowie drei zurzeit noch unidentifizierten Ausländern. Er wollte die Rettung des Kindes aus den nicht kindgerechten Bedingungen durch körperliche Gewalt unterbinden, wurde aber von den Polizeikräften unter Einsatz nichttödlicher Waffen in diesem Ansinnen gehindert. Er wurde ebenfalls festgenommen und wird sich wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt vor Gericht rechtfertigen müssen.

Ebenfalls festgenommen wurden auch die drei anwesenden Ausländer, die sich vage als »weise Männer« aus einem östlichen Land bezeichneten. Sowohl das Innenministerium als auch der Zoll sind noch auf der Suche nach Hinweisen über die Herkunft und Identität dieser drei Männer, die sich offenbar illegal im Land aufhalten. Ein Sprecher der Polizei teilte mit, dass diese keinerlei Ausweispapiere mit sich führen, aber im Besitz von größeren Mengen Goldes sowie einiger mutmaßlich verbotener Substanzen seien. Die offenbar religiös fanatisierten Männeres handelt sich wohl um islamische Fundamentalisten — widersetzten sich der Festnahme und behaupteten dabei, Gott selbst habe ihnen befohlen, nach dem Besuch des Stalles sofort nach Hause zu gehen und jede Auskunft gegenüber offiziellen Stellen zu vermeiden. Die bei diesen Männern sichergestellten Substanzen wurden zur genaueren Analyse an das forensische Labor zu Jerusalem übergeben.

Der derzeitige Aufenthaltsort des Säuglings wird bis auf weiteres nicht bekanntgegeben, damit das Kindswohl ungeachtet des hohen Aufsehens und journalistischen Interesses, das dieser Fall in Bethlehem auslöste, sichergestellt werden kann. Es handelt sich um einen neugeborenen Jungen. Die Geburt fand nach ersten Erkenntnissen im Stall statt, wie sich an den frischen Spuren von Fruchtwasser auf dem Boden zeigte.

Auf unsere Rückfragen teilte eine Mitarbeiterin des Sozialdienstes folgendes mit: »Yussuf H. ist mittleren Alters und gibt uns gegenüber an, der Vater des Kindes zu sein. Mirjam H., die Mutter, ist noch nicht volljährig. Wir prüfen gerade in Zusammenarbeit mit den Behörden in Nazareth, in welcher Beziehung die Yussuf H. und Mirjam H. zueinander stehen und gehen vorläufig davon aus, dass Yussuf H. in der ungleichen Beziehung zu Mirjam H. seine pädophilen Neigungen auslebte.«

Mirjam H. wurde nach ihrer Verhaftung in das Kreiskrankenhaus zu Bethlehem eingeliefert, um dort medizinisch und psychiatrisch untersucht zu werden. Gegen sie wird wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt, weil sie das Wohl ihres Kindes so leichtfertig aufs Spiel gesetzt hat. Allerdings ist davon auszugehen, dass sie zum Zeitpunkt des Ereignisses aufgrund einer psychischen Störung nicht schuldfähig war, da sie angibt, dass ihr Kind von Gott stamme. Ein amtlicher Vormund für die junge Mutter wird bestellt, sie wird nach den Untersuchungen in eine psychiatrische Fachklinik verbracht werden. Dort werden ihre Erfahrungen nach monatelangem pädophilen Missbrauch in einer Traumatherapie aufgearbeitet werden, was unter glücklichen Umständen zur Auflösung der Gottes-Projektion auf ihren Gefährten Yussuf H. führen wird.

Der Leiter der Psychiatrie im Kreiskrankenhaus Bethlehem sagte vor den Journalisten: »Mir steht es auch als bekennender Atheist nicht zu, den Leuten vorzuschreiben, was sie glauben sollen. Doch wenn dieser Glaube dazu führt, dasswie in diesem Fallein Neugeborenes gefährdet wird, muss man diese Leute als gefährlich einstufen und in ihre Schranken weisen. Die Tatsache, dass hier ganz offensichtlich Drogen im Spiel waren, die vermutlich von den anwesenden Ausländern verteilt wurden, trägt nicht dazu bei, mein Vertrauen zu erwecken. Ich bin mir jedoch sicher, dass die Beteiligten nach einem Entzug und einer fachgerechten medizinischen Behandlung in unserer geschlossenen Abteilung wieder normale und produktive Mitglieder der Gesellschaft werden können

Der hier ärztlich geäußerte Verdacht des Drogenmissbrauches wird auch von einer kleinen Begebenheit am Rande gestützt. Die beim Vorfall anwesenden Hirten befanden sich offenbar im einem Rauschzustand und zeigten darin fortgeschrittenen Realitätsverlust. Sie sangen während der ganzen Zeit religiöse Lieder und behaupteten allen Ernstes, dass ein großer Mann in einem weißen Nachthemd mit Flügeln auf dem Rücken aus dem Nichts auftauchte, zu ihnen gesprochen hätte und ihnen dabei den Befehl erteilte, den besagten Stall aufzusuchen und das Neugeborene zu seinem Geburtstag hoch leben zu lassen. Dazu meinte ein Polizeibeamter, der bei der nächtlichen Aktion dabei war: »Das ist wirklich die dümmste Ausrede eines erwischten Kiffers, die ich je gehört habe

Weit gehend unbeeindruckt von diesen skurillen Vorfällen bereiten sich die Menschen in Bethlehem weiter mit Baumdekorationen und großen Einkäufen auf das kommende, weltweit gefeierte Fest des Weihnachtsmannes vor. Eine Gefahr für die gesellschaftlich wichtigen Belange der Wirtschaft und des Einzelhandels hat zu keiner Zeit bestanden.

(Text unter Piratenlizens, von »Lumières dans la nuit«, http://www.tamagothi.de/)

oriana schrieb am 9.12. 2000 um 23:54:46 Uhr zu

Weihnachten

Bewertung: 5 Punkt(e)

Bist du schon in Weihnachtsstimmung?
Diese Frage wird mir andauernd gestellt!
Und ich antworte immer wieder: nein.
Ich finde das zwar schade aber irgendwie geht mir das alles auf den Geist. Ab September fangen die Geschäfte an, umzudekorieren und man kommt fast nicht mehr an Schokonikoläusen, Christbaumkugeln und irgendwelchen blinkenden Lichterketten vorbei.
Ich finde das ist zu früh!
Ich mein was haben Lichterketten mit Weihnachten zu tun, ich weiß die Gesellschaft denkt: sehr viel! denn schließlich will jeder die schönste Dekoration haben!
Aber Weihnachten ist doch nur ein Geschenkeaustauschen!
Das wichtigste wird doch vergessen, und ich finde es lustig, in einer Gesellschaft in der sich kaum noch jemand traut zu sagen: Ich glaube an Gott!
Wird der Geburtstag von seinem Sohn gefeiert wie nichts anderes!
Also ich bin nicht in Weihnachtsstimmung, mich regen diese Menschenmassen auf die sich durch die Stadt und den Christkindlsmarkt drängen und das größte Geschenk zum billigsten Preis suchen!
Das schlimmste ist, ich bin mitten unter ihnen und suche auch nach Geschenken!

Frohe Weihnachten!

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