Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 76, davon 76 (100,00%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 23 positiv bewertete (30,26%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 5.7. 2000 um 21:46:15 Uhr schrieb
Dortessa über Armut
Der neuste Text am 19.8. 2020 um 13:35:52 Uhr schrieb
Schmidt über Armut
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 41)

am 2.12. 2008 um 05:48:51 Uhr schrieb
heini über Armut

am 6.2. 2016 um 22:24:21 Uhr schrieb
Christine über Armut

am 17.7. 2005 um 08:41:50 Uhr schrieb
KILLBILL über Armut

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Armut«

Das Gift schrieb am 9.9. 2004 um 20:53:06 Uhr zu

Armut

Bewertung: 6 Punkt(e)

Es wird gern darauf verwiesen, dass es in Deutschland keine Armut geben würde, weil diese ja nur den Menschen in Bangladesh, Weißrussland oder SierraLeone zuerkannt werden könne, weil die ja nunmal im Vergleich betrachtet wirklich 'nen Dreck haben. Gern wird dies mit einer ökonomischen Rechnung unterstrichen, in der das Ergbnis ist, dass Ranjid Temalolam aus Kalkutta für eine Rente von €800 etwa 23 Jahre arbeiten müsste, um überhaupt den Geldbetrag an sich zu verdienen und überhaupt müsse man auch endlich mal mit der ganzen Jammerei aufhören und akzeptieren, dass das alles nicht so weitergehen kann. Letzterem stimme ich zu, es kann tatsächlich nicht mehr so weitergehen, denn gestern oder vorgestern stand ich an der Fleischtheke im Supermarkt, weil man mich dazu herangezogen hatte, Fleisch in Form von Gehacktem zu erwerben, als da vor mir eine augenscheinlich sehr alte Dame im braunen Rock und gelben Pullover, welche hervorragend als ein modisches Ensemble im Erfurt der frühen 70er sozusagen todschick gewesen wäre mit altersbefleckten zittrigen Fingern auf diverse Wurstwaren wies, um die jeweiligen Kosten zu erfahren und bei jedem ängstlich zurückwich, wobei ihre Augen zunehmend nervöser zuckten und sie sich am Ende im Gesicht wischte und mit einem »Ojeh ...« freundlich zu sagen, dass sie doch lieber nichts nehmen würde und schließlich ging sie krampfaderbehaftet nur mühsam davon ...

Bettina Beispiel schrieb am 10.4. 2001 um 11:58:48 Uhr zu

Armut

Bewertung: 2 Punkt(e)

Die Bundesregierung will sich verstärkt für die Verringerung der Armut in
Entwicklungsländern einsetzen. Das Kabinett verabschiedete am 4. April in Berlin
ein Aktionsprogramm, in dem Deutschlands Beitrag zur Halbierung extremer Armut
bis 2015 festgeschrieben ist. Damit steheerstmals in der Geschichte" die
Armutsbekämpfung auf der Tagesordnung der gesamten Bundesregierung, betonte
Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD). Sämtliche Ressorts
orientierten sich künftig am Ziel der Eindämmung globaler Armut, fügte sie hinzu.
Die Regierung bemühe sich darum auf internationaler, bilateraler und innerdeutscher
Ebene. Die Bundesrepublik werde sich für faire Handelschancen der armen Länder,
deren zügige Entschuldung, die Verwirklichung von Menschenrechten in der Dritten
Welt, Bildungs- und Gesundheitsprogramme, Rüstungskontrolle, weltweiten Zugang
zum Internet sowie Verständnis in der deutschen Öffentlichkeit einsetzen. Nach den
Worten Wieczorek-Zeuls hält die Bundesregierung an ihrem Ziel fest, beim Anteil
der Entwicklungshilfe am Bruttosozialprodukt der international vereinbarten Marke
von 0,7 Prozent näher zu kommen. 1999 lag der Anteil nach Auskunft der
Ministerin bei 0,26 Prozent.

voice recorder schrieb am 11.1. 2003 um 03:22:52 Uhr zu

Armut

Bewertung: 1 Punkt(e)


vor die philosophische Vertiefung beginnt. Nach der Überzeugung des Autols ist eine 'Philosopwle und jede andere geistige Beschäftigung nichts wert, die ohne empirische Grundlage arbeitet und allzu schnell sich in >hehren( Grundsätzen verliert, die im Nebulösen gründen. Zugleich ist der Autor überzeugt, dass es keine Aufeinanderfolge von Empirie und philosophischer Vertiefung gibt, sondern dass sich die philosophische Klarheit und Wahrheit bereits in der Empirie beweist.
m und reich als Wer die Frage nach arm und reich empirisch wie theoretisch
Grundbegriffe nicht stellt und nicht beantworten will, kann auch nichts We-
sentliches zu Zeit und Ewigkeit, zu Individuum und Gemeinschaft, zu Erkenntnis und Wahrheit, zu Krieg und Frieden, zu Kunst und Kultur sagen. Seit dem Entstehen von Armut und Reichtum als Dauerproblem menschlichen Zusammenlebens vor einigen tausend Jahren ist die Frage nach arm und reich zur Menschheitsfrage geworden, zur Frage an jedes Individuum, an jede geistige Erkenntnis- und soziale Gemeinschaftsform wie an die Menschheit selbst. Dies ist heute umso mehr der Fall, als Armut und Reichtum aus Erscheinungen in einzelnen Staaten, Regionen und Epochen zu einem globalen Zusammenhang geworden sind, der menschliche Enthemmung fördert und Vernichtungen gebiert.

ArmutatsöffentticheErscheinung 1 DieArmutunddieArmen sind sehr viel mehr als der Reichtum und die Reichen eine öffentlich wahrgenommene und erörterte Erscheinung. Das ist in einem reichen Industrieland wie Deutschland so, und das ist weltweit so.
Seit der >neuen sozialen Frage<, die im Gefolge der dauerhaft gewordenen Massenarbeitstosigkeit Ende der 1970er Jahre von der CDU ausgerufen wurde, wird in Deutschland die Armut intensiv erörtert. Von Gewerkschaften, Soziatorganisationen und einer »Nationalen Armutskonferenz« wurden Armutsberichte veröffentlicht. Dies geschieht zunehmend auch im regionalen Bezug, etwa für einzelne Städte wie Köln und Düsseldorf. Ebenso hat sich die wissenschaftliche Forschung mit dem Problem seitdem immer wieder befasst: etwa mit der Armut von Kindern im Zusammenhang mit der Arbeitslosigkeit der Eltern, mit der besonderen Armut von Frauen sowie mit dem Ausmaß und der Struktur der Armut allgemein.
Die öffentliche Wahrnehmung und Erörterung allerdings be8
deutet nicht, dass die Armut 'vollständig und, wahiheitsgedä@ 5eT KT
erfasst wird. Selbst ausführliche Empirie und sozialwissenschaft- Reich
lich geschärfte Methodik können den Blick für die tatsächlichen der B
Erscheinungsfonnen, Ursachen der Armut und den Zusammen- rung
hang mit dem Reichtum verstellen. Dies gilt auch für die im Jah-
re 2001 erstmalig von einer deutschen Regierung erarbeitete
Darstellung.' Der Bericht behandelt den Zeitraum vom Beginn
der Massenarbeitslosigkeit 1973 bis ein Jahr nach dem Regie-
rungsantritt der Koalition von sozialdemokratischer und grüner
Partei, also bis 1999. Die zentrale Feststellung lautet, »dass so-
ziale Ausgrenzung zugenommen und Verteitungsgerechtigkeit
abgenommen hat«. Armut wird nach sozialwissenschaftlicher
Übereinkunft dann angenommen, wenn einem privaten Haushalt
weniger als die Hälfte des durchschnittlichen Arbeitnehmerein-
kommens zur Verftigung steht.
Als wichtigstes Erkennungsmerkmal für Armut wird die 7ah-
tung staatlicher Sozialhilfe angesehen. Ihr Umfang ist daher we-
sentlich mit dem Umfang der Armut und der von ihr betroffenen
Personen identisch. »Ende 1998 erhielten 2,88 Millionen Perso-
nen in 1,5 Millionen Haushalten Hilfe zum Lebensunterhalt (So-
zialhilfe). Dies entsprach einem Anteil von 3,5 Prozent der Be-
völkerung; in den alten Bundesländern betrug der Anteil 3,7
Prozent, in den neuen Bundesländern 2,7 Prozent. Unter den
Empfängern von Sozialhilfe waren Kinder unter 18 Jahren mit
rund 1,1 Millionen die größte Gruppe. Das mit Abstand höchste
Sozialhilferisiko hatten mit 28 Prozent Haushalte allein erzie-
hender Frauen
Als weiteres Armutsmerkmal gilt die Ver- und Überschuldung
privater Haushalte: Ȇberschuldung ist ein Ausdruck von Ar-
mutDabei hat die Überschuldung im letzten Jahrzehnt stark
zugenommen. »Die Anzahl der Überschuldungsfälte 1999 wurde
auf rund 2,8 Millionen geschätzt, das waren 7 Prozent der bun-
desdeutschen Haushalte. Die starke Zunahme - seit 1994 um
rund 30 Prozent - war vor allem auf die Entwicklung in den neu-
en Bundesländern zurückzuführen.« Der Einstieg in die Über-

2 1 Bundesministehum für Arbeit und Soziatordnung (Hg.): Lebenstagen in Deutschland. Der erste Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung, Berlin 2001; vgl. dazu Werner Rügemer: Heile Wetten. Der Armutsund Reichtumsbehcht der Bundesregierung, in: Blätter für deutsche und internationale Politik 7(2001), S. 863 ff.

9

Nils the Dark Elf schrieb am 15.5. 2001 um 18:15:34 Uhr zu

Armut

Bewertung: 2 Punkt(e)

wie stein verstummt
millionen fratzen starren
heut ist mitleid
das futter unsrer eitelkeit
nackt verkohlt
der heil`ge pflug
bröckeln eurer hölzern türme
stein um stein

in blutgen schlachten
spenden kinder trost
an allen mauern stehn
die erschossnen wieder auf
kann es seelen geben
die am grauen sich erfreu`n
wenn aus greisen händen
giftge samen fallen

das blut der schwachen
den siegern eingeimpft
von lumpen aufgewischt
es rostig schmeckt
mütter stürzen suchend
gräber ihrer kinder
gesichter verstümmelt
von krähen hinterlassen

kriege werden nie
gewalt vernichten
und ehrlichkeit von kot und stroh
wie faulend gelbe maden
es stirbt ein kind
unter marmorsäulen
auf diesem boden sollen
hellerleuchtet neue städte stehen

schuld recht
kein guter wille hilt uns mehr
uns retten nur noch wunder

volk sucht
unsre mutter erde hängt
am letzten zuckend nerv

unerbittlich sträubt sich meine seele
weil auch ich gemordet hab


-- das ich, von der armut

voice recorder schrieb am 7.2. 2003 um 03:07:45 Uhr zu

Armut

Bewertung: 1 Punkt(e)

den Teuerungslcrisen« 34 gesucht. Doch das ist heute so fälsch wie damals und verleugnet das auch hier wirksame Verhältnis von arm und reich. Die Hungersnot trifft nur die Armen, so das

.35

Resüme des indischen Ökonomen Amartya K. Sen Er hat die Entstehung und den Verlauf von Hungersnöten in Indien, Bangiadesch, Äthiopien und in Staaten südlich der Sahara untersucht Hungersnöte entste hen nicht wegen NahrungsmitteUmappheit, sondern wegen ungerechter Verteilung und wegen zu geringem Einkonunen der Bevölkerung. Hungersnöte in Indien häuften sich schon während der britischen Kolonialherrschaft.
Die Teuerungskrisen entstehen nicht durch ausgefallene Ernten, sondern wegen Verknappung und Preiserhöhungen durch den Nahrungsmittelhandet. Es sind genügend Nahrungsmittel vorhanden - mit der gegenwärtigen Landwirtschaft kann ohne jegüche Umstellung leicht die doppelte Zahl der jetzt lebenden Menschen ernährt werden. Hungersnöte sind auf extrem undemolcratische Staaten mit einem extrem untergeordneten Status der Armen konzentriert. Die Regierenden und die Eüten selbst sind nie vom Hunger betroffen, weder damals im koloniereichen England, noch heute in Zentralafrika.
So erweist sich das Glaubensbekenntnis - die Einführung der kapitalistischen Produktionsweise führe zunächst zu einer Entlohnung auf dem Niveau des >Existenzminimums< und zu Massenetend, danach aber werden >entsprechende Arbeitsplätze< geschaffen - als nüt der tatsächlichen wie mit der theoretischen Entwicklung als unvereinbar. Im selben Sinne und weit es das hier vorgestellte dialektische Verhältnis zwischen arm und reich gibt, erweist sich das Versprechen, dass möglichst hohe Gewinne zu neuen Arbeitsplätzen führen, als Unwahrheit. Die Jahrzehnte lange faktische Widerlegung dieses Versprechens in Deutschland seit den 70erJahren desvergangenen Jahrhunderts wie in anderen vergleichbaren Ländern lässt es angemessen sein, von einer Lüge zu sprechen, wenn dieses Versprechen dennoch wiederholt wird.
Grundsätzlich weiß man das eigentlich schon seit zweieinhalb Jahrhunderten. Georg Wilhelm Friedrich Hegel (17701831) hatte zu Beginn des 19. Jahrhunderts im Allgemeinen erkannt, dass der Kapitalismus die Armut nicht abschaffen kann,

34 Gabters Wirtschaftstexikon, a.a.O., S. 213
35 Arnartya K. Sen: Poverty and Famines, Oxford 1981

30

sondern immer wieder neu hervorbringt: Es kommt hierin zum Vorschein, »daß bei dem Übermaße des Reichtums die bürgerligenug ist, d. h. an dem ihr eigentiim-

che Gesellschaft nicht reich ermaße der Armut

lachen Vermögen nicht genug besitzt, dem Üb

36
und der Erzeugung des Pöbels zu steuern aare Armut un

Warum werden nun dennoch hier weiter die BegriffsP
( und >Armut-Reichtum( verwandt, wo es doch im Reichtum

>arm-reich Arbeit und Kapital Fernwirk
Kein um das dialektische Verhältnis von
geht? DieVerwendung istnichtnursinnvoll, sondern notwendig. des Verh

Denn die meisten Mmen, sogar heute, angesichts des globalen vori Loh

37

Siegeszuges >des< Kapitalismus , sind nicht arm wegen eines und Kap unmittelbaren Lohnarbeitsverhältnisses oder einer nachfolgenden Arbeitslosigkeit, sondern nur infolge einer Femwirkung )des( Kapitalismus. Das können Spätfolgen des ehemaligen Kotonialstatus sein, das können die Abhängigkeit von Weltmalktpreisen, die Ausplünderung eines Landes durch einige Konzerne, durch Teile der eigenen ausgehaltenen Elite, das kann die von der Weltbank regulierte Staatsverschuldung eines Landes sein. Viele Arme sind arm, weit sie es unmittelbar mit feudalherrenartigen Grundbesitzem zu tun haben. Desgleichen sind viele Reiche heute nicht reich oder nicht nur reich, weit sie zu den dominierenden Kapitalisten gehören, sondern weit sie alte Reichtümer und Privilegien aus früheren Epochen besitzen oder re-

präsentieren.
Dass das Verhältnis )arm-reich( weiter besteht und sich gegenwärtig sogar ausweitet, ist zwar im Kern dem Gegensatz von arm und reich in seiner modernsten kapitalistischen Form geschuldet, aber nicht in jeder Einzelheit und für jede Person direkt von ihm verursacht. Die Ergebnisse und Folgen eines 4.000-jährigen arm-reich-Verhä@isses sind in der gegenwärtigen Menschheit angehäuft und lasten als ein scheinbar normal gewordener Alptraum auf uns.

-

36 1 Georg Friedrich Wilhelm Heget-. Grundlagen der Philosophie des Rechts, in-. Werke, Frankfurt/Main 1970, Bd. 7, § 245, S. 390 - Mit)Pöbet( bezeichnet HegeL die Bevötkerungsgruppe, die bei Marx dann >Proletariat<

heißt.
37 @ In Wirklichkeit gibt es innerhalb >des( Kapitalismus verschiedene Kapitatisrnen, den US-anierikanischen, den katifornischen, den deutschen, den bayerischen ...

31

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