Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Alkohol«
hga schrieb am 5.4. 2000 um 15:47:58 Uhr zu
Bewertung: 12 Punkt(e)
Bär und Bienen
Jungen wollen süchtig sein,
Mädchen wollen's auch,
Eltern schenken gerne ein,
's ist ja guter Brauch.
Jungen wären gerne stark,
Mädchen gerne schön.
Wie's der Bürger gerne mag,
So will man sie seh'n.
Jungen spiel'n den harten Mann,
Mädchen schicke Frau'n.
Jungen quatschen Mädels an:
ganz schnell abgehau'n.
Jungen trinken Schnaps und Bier,
Mädchen saufen Sekt.
Für Geld machen sie es dir.
Nichts wie reingesteckt.
Jungen spritzen Heroin,
Mädchen sind verstoßen,
Geld, das ist der letzte Sinn.
Nichts steckt in den Hosen.
Jungen sterben unter Brücken,
Mädchen sind Maschinen.
Alkohol, der Tod wird glücken,
tötet Bär'n und Bienen.
Jean-Paul schrieb am 8.11. 2000 um 08:57:27 Uhr zu
Bewertung: 10 Punkt(e)
Whisky
Ich hatte achtzehn Flaschen Whisky in meinem Keller. Meiner Mutter befahl mir, den Inhalt jeder einzelnen Flasche in das Spülbecken zu gießen, sonst könnte ich was erleben...
Ich sagte ja, und fing mit der unangenehmen Arbeit an. Ich zog den Korken aus der ersten Flasche und goß den Inhalt ins Becken, mit Ausnahme von einem Glas, das ich trank.
Dann extrahierte ich den Korken von der zweiten Flasche und tat dasselbe mit Ausnahme von einem Glas, das ich trank. Dann zog ich den Korken aus der dritten Flasche und goß den Whisky ins Becken, das ich trank. Ich zog den Korken der vierten ins Becken und goß die Flasche ins Glas, das ich trank. Ich zog die Flasche von dem nächsten Korken und trank und trank ein Becken daraus und warf den Rest ins Glas.
Ich zog das Becken aus dem nächsten Glas und goß den Korken in die Flasche. Dann korkte ich das Becken mit dem Glas, flaschte den Trank und trinkte den Guß. Als ich alles ausgeleert hatte, hielt ich das Haus mit der einen Hand fest, zählte die Gläser, Korken, Flaschen und Becken mit der anderen und stellte fest, daß es 39 waren.
Und als das Haus wieder vorbeikam, zählte ich sie nochmals und hatte dann endlich die Häuser in der Flasche, die ich trank. Ich stehe gar nicht unter Allfluß von Einohol, wie mancher denken Leuten. Ich bin nicht halb so bedankt, wie ihr trunken könnt, aber ich habe so ein fühlsames Gestell, daß izhinolisossl.....
(gefunden auf <www.frigger.de>)
Die Toten Hosen schrieb am 11.5. 2010 um 06:32:21 Uhr zu
Bewertung: 22 Punkt(e)
Es gibt Tage, die sollten nie enden
und Nächte, die sollten nie gehen.
Es gibt Zeiten, da werde ich ganz ruhig
und dann kann ich die Welt nüchtern sehen.
Doch meistens ist es wie immer:
alles ist irgendwie grau.
Und manchmal kommt es noch schlimmer,
wer ist schon bei so was gut drauf?
Was kann man mit Sicherheit sagen?
Was weiß man schon wirklich genau?
Ich hab mit dem Trinken mal angefangen
und vielleicht hör ich irgendwann auf.
Ein klarer Kopf ist die beste Droge -
na klar, das kann schon sein.
Es gibt soviel schlaue Sätze dazu
und mir fällt auch einer ein:
Kein Alkohol ist auch keine Lösung!
Ich hab es immer wieder versucht.
Kein Alkohol ist auch keine Lösung!
Es würde gehen, doch es geht nicht gut.
Manchmal steh ich morgens vorm Spiegel
und seh einen wildfremden Mann
und zwei Augen, die mich dann fragen:
Wann fängt das Leben endlich an?
Und dann werde ich leicht melancholisch
und etwas passiert in mir.
Ich kriege sentimentale Gefühle,
aber leider kein Feeling dafür.
Kein Alkohol ist auch keine Lösung!
Ich hab es immer wieder versucht.
Kein Alkohol ist auch keine Lösung!
Es würde gehen, doch es geht nicht gut.
Ganz ohne Drogen geht es nicht,
es wird auch immer so sein.
Und Jesus sah das genauso,
denn aus Wasser machte er Wein.
Von Vatikan bis Taliban
sieht man, dass es stimmt,
dass die ganzen Abstinenzler
noch immer die Schlimmsten sind!
Kein Alkohol ist auch keine Lösung!
Ich hab es immer wieder versucht.
Kein Alkohol ist auch keine Lösung!
Ich scheiß auf meine Vorbildfunktion.
Anonymus schrieb am 6.1. 2003 um 12:02:23 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
Es fing an, als ich 17 war. In der Disco, oder bei Freunden. War ja cool. Alkohol lockert, hebt die Stimmung. Dazugehören um jeden Preis. Zuerst waren es nur ein paar Bierchen, die genügten, um die Stimmung zu heben. Irgendwann stieg man über auf Wodka. Das war in damals. Wodka-Lemon. Was heute Smirnoff oder Rigo für die nachkommende Generation ist war für uns der Wodka. Ausserdem war er ziemlich Geschmacksneutral und löste beim Schlucken nicht gleich Würgereiz aus. Die Räusche wurden heftiger. Am nächsten Tag wurde drüber gelacht, was der und der wieder abgezogen hat in seinem Rausch. Irgendwann fing ich an zu trinken wenn ich alleine war. Die Stimmung wurde depressiver, Selbstmordversuche waren in benebeltem Zustand an der Tagesordnung. Dann, irgendwann der Bruch. Ein Auslöser, der mir bewußtwerden ließ, was ich hier für eine Nummer mit mir abzog. Ich trank jahrelang keinen Alkohol mehr. Nicht einen Tropfen, weil ich wußte, daß ich mich nach zwei Bier nicht mehr unter Kontrolle habe und mich bis zur Besinnungslosigkeit besaufe. Vor zwei Jahren begann alles wieder von Neuem. Ab und zu mal einen Rausch. Ich hab nicht gemerkt, wie mir der Alkohol zur Gewohnheit wurde. Langsam und stetig. Nein, ich trinke nicht täglich, aber regelmäßig. Meinen letzten Suff hatte ich vorgestern. Ich weiß nicht mal mehr, wie ich nachhause gekommen bin. Gestern abend hatte ich schon wieder das Verlangen nach ein zwei Gläschen Wein, habe allerdings nicht nachgegeben. Warum ich dies hier alles schreibe? Weil ich mir bewußt machen möchte, daß ich ein massives Alkoholproblem habe und an mir arbeiten muß, damit es nicht irgendwann bitterböse endet.
Höflichkeitsliga schrieb am 25.10. 2002 um 01:39:43 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Im Wein liegt keine blöde Wahrheit nicht, Wein macht dümmlich, ABER DAS BIER DAS BIER DAS ÖFFNET EINEM, NATÜRLICH, KEINEN HORIZONT, DAS WÄRE EIN BLÖDSINN, WQIEL DER HORIZONT EH ÜBERALL WO ER NICHT VERSTELLT IST OFFEN IST, NEIN, SONDERN DAS BIER MACHT DIE DINGE SO SCHÖN PLASTISCH DAS ES EINE FREUDE IST, NACH DEM VIERTEN BIER ERHÄLT DER BIERTRINKER EINE SCHÄRFE DES GEDANKENS; DIE (DMC ONE) BEINAHE NICHT MEHR (DMC TWO) ZU SCHLAGEN (DMC THREE) IST, WIEL NÄMLICH, ZUM BEISPIEL (ELBBRÜCKEN) ICH HEUTE GEDACHT HATTE DASS ICH EINEN GANZ EINEN TOLLEN GEDANKEN DENKEN WÜRDE, UND ICH HATTE MIR DANN GEDACHT, SPITZE, ABER NACHDEM MAN DREI BIER GETRUNKEN HAT, DANN SIEHT MAN, NÄMLICH, DAS IST EIN UNSINN, ALLES HAT SEINEN RECHTEN PLATZ, UND DA GIBT ES KEINE LINDERUNG, ALLES WIRD IMMER EIN MIST, WEIL ES EBEN SO IST, UND DA KANN ES NICHTS GEGEN GEBEN, AUSSER HASS UND AUFS-MAUL-HAUN UND HASS UND GLEICHGÜLTIGKEIT, NEULICH Z.B. WOLLTE JEMAND, ÈINE FRAU, IN DIE U-Bahn EINSTEIGEN, UND WUSSTE ABER NICHT IN WO WELCHE RICHTUNG DIE FÄHRT, UND DANN HAT DIE GEFRAGT, UND ICH HAB NICHTS GESAGT, WEIL ICH MIR DENKE: »WENN ICH FRAGEN WÜRDE, EINE SEKUNDE BEVOR DIE DUMME U-BAHN HINFÄHRT, WO DIE U-BAHN HINFÄHRT, OBWOHL DER GANZE U-BAHNSTEIG MIT FAHRPLÄNEN VOLLGEPFLASTERT IST, DANN WÜRDE ICH EINEN GANZ EINEN SCHLIMMEN HASS ABBEKOMMEN, DIE MENSCHEN WÜRDEN MIR IN DIE FRESSE HAUN, UND MICH TÖTEN, WEIL SIE MICH HASSEN, ALSO SAGE ICH ES IHR NICHT!«, und das war gut, weil, sie hätte wirklich selber schauen können, und das war kein Akt der Feindseligkeit, sondern eine Akt der Gleichgültigkeit, und ich stelle mir vor, wenn die ganze Welt von Gleichgültigkeit erfült wäre, dann würde es kein Greul mehr auf der Welt geben, dann wäre alles freudlos, aber alles gut, und wenn die Freudlosigkeit zwar allumfassend ist, aber eben auch kein Mensch verletzt wird, dann ist es eine gute Welt, weil man braucht kein Glück um zu Leben, kein Mädchen bracuht einen Jungen, und kein Junge braucht ein Mädchen, sondern es ist immer gut, wenn es keine Verletzung gibt, und es ist schön!
jeffrey schrieb am 9.5. 2003 um 10:58:08 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Der Name Alkohol entstammt dem Arabischen »al´khol« und bezeichnet ursprünglich eine aus Antimon bereitete Augenschminke, bedeutet jedoch eigentlich »Etwas Feines« im Sinne eines Auszugs von etwas Größerem, dem Ausgangsmaterial für die Destillation. Der Name kann jedoch auch aus der Nachsilbe »-kaly« hervorgegangen sein, die soviel wie »braten oder rösten« bedeutet und somit ebenfalls auf die Destillation hinweist.
Alkoholhaltige Speisen dürften so alt sein wie die Menschheit. Durch Konsum überreifer Früchte, die bereits in Gärung übergegegangen waren, wurde - eher zufällig - Alkohol konsumiert. Die gezielte Herstellung alkoholhaltiger Getränke ist in allen Kulturen verbreitet und spiegelt deren kulturelle und religiöse Eigenheiten ebenso wieder wie die geografischen und soziologischen Gegebenheiten.
Bereits in der Mittelsteinzeit 10000 bis 5000 v. Chr. beginnt mit der Entwicklung der Bodenbauern und Viehzüchtern die Herstellung alkoholischer Getränke, die als Nahrungsmittel Verwendung fanden. In Tibet wurde aus Gerste Bier gebraut, die Germanen vergoren Honig zu Met und Viehzüchter-Nomaden vergoren Stutenmilch.
Frühgeschichte
Mit der Entwicklung des Ackerbaus standen alkoholische Getränke in größerem Umfang zur Verfügung. Alkohol wurde wichtiges Nahrungsmittel, ist jedoch auch als die wohl älteste Droge zu religiösen Riten verwendet worden. Aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. existiert von den Summerern das »monument bleu«, das die Göttin Nina bei der Zubereitung von Opferbier zeigt. Aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. stammen Belege aus Ägypten, die die Wein- und Bierherstellung darstellen. Osiris selbst soll die Ägypter Weinanbau und Bierherstellung gelehrt haben. Die Biere dieser Zeit waren von süßlichem Geschmack, mit Safran, Myrthe und Anis gewürzt und von geringer Haltbarkeit.
Geschichte des Weines
Bereits der griechische Philosoph Homer beschreibt in der »Odyssee« Zechgelage und ekstatische Feste zu Ehren des griechischen Weingottes Dionysos. Auch die Römer ehrten ihren Gott des Weines, Bacchus, mit ausgiebigen Gelagen, den Bacchanalien. Der Wein war bei den Römern nicht nur Sakralgetränk, Nahrungs- und Genussmittel, sondern wurde bereits wegen seiner medizinischen Wirkung innerlich und äußerlich (zur Desinfektion) angewendet. Cäsars Soldaten mussten täglich ein Liter Wein zur Vorbeugung gegen Infektionskrankheiten trinken.
Im Mittelalter erlebte der Weinanbau unter der Regentschaft Karls des Großen seine Blütezeit, aber auch erste Alkoholprobleme. So war es sowohl Richtern als auch Klägern und Zeugen verboten, in trunkenem Zustand vor Gericht zu erscheinen.
Geschichte des Bieres
In den kühleren Regionen Nordeuropas, in denen kein Weinanbau möglich war, wurden stattdessen aus gemältzer Gerste, Wasser und Hefe Vorläufer des heutigen Bieres hergestellt. Die ersten Biere waren nur kurzfristig haltbar. Als Stabilisierungsmittel wurde Ochsengalle und Bilsenkraut zugesetzt. Letzterer Zusatz gab dem Pilsener vermutlich seinen Namen. Haltbares Bier wurde erst mit dem Zusatz von Hopfen erhalten, das im 15. Jahrhundert durch Händler aus Flandern und Holland eingeführt wurde. Diese herbbittere Biersorte verdrängte bis zum 18. Jahrhundert die ungehopften Sorten fast vollständig. Die Mönche der Kosterbrauereien verfeinerten die Braukunst bis zur Perfektion.
Hochprozentige Spirituosen
Durch Gärung mittels Hefen sind nur Alkoholgehalte von ca. 14 Vol% erzielbar, da die Hefezellen bei höheren Alkoholkonzentrationen absterben. Hochprozentiger oder gar reiner Alkohol war erst mit der Erfindung der Destillation möglich, die eine Anreicherung von Alkohol durch Ausnutzung des Siedepunktsunterschiede von Alkohol und Wasser durch Verdampfen und anschließendes Kondensieren darstellt.
Bereits 300 v. Chr. beschreibt Aristoteles die Destillation, die jedoch in erster Linie zur Entsalzung von Meerwasser diente. Die Technik der Weindestillation ist aus dem 11. Jahrhundert überliefert (Universität Salerno). Nennenswerte Mengen hochprozentiger Spirituosen wurden später in dem Klöstern hergestellt. Es entstanden Rezepte zur Herstellung von Obstschnäpsen, Weinbrand, Whisky sowie Likören.
Erste medizinische Anwendungen beruhen auf der desinifizierenden Wirkung des Alkohols durch äußerliche Anwendung, die bereits im 13. Jahrhundert durch Arnaud de Villeneuve belegt sind.