Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Oberhausen-Buschhausen«
XI schrieb am 28.5. 2022 um 17:05:29 Uhr zu
Bewertung: 12 Punkt(e)
René hat seinen Freund Florian mitgebracht.
Nach der Begrüßung etwas Verlegenheit.
Was alles mag René vorab dem Florian über Hannes erzählt haben. Erwartet der jetzt eine Sexorgie?
Florian ist etwas kleiner und nicht rundlich wie René, sondern schlank. Hannes gefällt diese seltene Kombination von dunkelbraunen Haaren und blauen Augen.
René führt Florian im Haus umher, zeigt ihm das Arbeitszimmer (Hannes tut so, als sei er momentan noch sehr beschäftigt), zeigt ihm bestimmt auch das Schlafzimmer mit dem Himmelbett.
Da sind sie wieder. Florian flüstert René ins Ohr.
Hannes: was hat er dir gesagt?
René: ob er dich geil macht.
Florian: hab ich nicht gesagt!
René: er hat gefragt, ob du ihn attraktiv findest.
René: los, Florian, wir ziehen jetzt Hannes aus bis er nackig ist und schauen nach.
Hannes: ihr spinnt wohl!
René: dann zieh Florian aus.
Hannes: zieh du ihn aus.
Hannes sieht den zögerlichen Florian, und sagt: nein! komm her, René, ich zieh dich aus, und Florian schaut zu. Darf er sehen, wie ich dich küsse?
René stellt sich vor Hannes hin: alles darf er sehen. Fang an, zieh mich aus.
Hannes klopft das Herz. Er streift langsam das T-Shirt hoch. Küsst die Brust, den Hals, den Mund. Würde gern Florian beobachten, sieht ihn nicht, spürt aber dessen beunruhigende Gegenwart. Fühlt Renés Hand an seinem Bauch, schiebt sie beiseite. René: ich hab ihn schon richtig geil gemacht!
Später, war es nur eine Stunde, waren es Stunden? sind beide fort. Gingen hinüber ins Haus von René. Wollen wiederkommen.
Hannes wieder am Schreibtisch. Arbeitet nicht, träumt vor sich hin. Schüttelt zwischendurch den Kopf. Kann es nicht fassen. Da er sich Fotografieren verboten hat, macht er sich ein paar Notizen. Muss er; er kriegt jetzt schon vieles nicht mehr auf dir Reihe.
XI schrieb am 16.12. 2022 um 14:30:24 Uhr zu
Bewertung: 17 Punkt(e)
Hatte nicht René einmal gesagt, und wie freute sich Hannes: »deswegen mag ich dich so sehr!«
René, der bekennende Nicht-Leser, und Hannes, mit hunderten von Büchern umgeben, mit einem schönen Wortschatz also ausgerüstet.
Andrerseits, »Liebesschmerz« hatte René schon einmal gehört, es aber ganz anders verstanden, und so seinerseits Hannes erleuchtet.
Manchmal, wenn René die Worte fehlen, springt Hannes mit einem Wort ein, das René, obwohl noch nie gehört, gleich versteht und dankbar dem eigenen Wortschatz hinzufügt. Und wie er einmal sogar seine Dankbarkeit in Worte fasste.
So bot - es war erst gestern - René Hannes den nackten Po an, Liebesschmerz erwartend.
Und sagte: »Los! Sei nicht so zögerlich!«
Vor »zögerlich« war eine ganz kleine Pause, die bedeutet: »das Wort kannte ich noch nicht ... hast du mir neulich erst beigebracht ... ist mir noch etwas ungewohnt...«
XI schrieb am 18.5. 2022 um 13:08:52 Uhr zu
Bewertung: 13 Punkt(e)
Im Moment duscht René. Dann wollen sie auswärts essen gehen.
Als er vorhin eintraf, musste es sofort sein.
Mittwoch in den letzten Schulstunden immer Sport. Dann mit Rad zu Hannes. Wie dieser Renés frischen Schweißgeruch liebt.
Ja, jetzt gleich. Alles andere ist René egal.
Hannes will erst hinknien, hinhocken - zu unbequem.
Hier, steig auf den Tisch! Hannes kann dann stehen, und Renés Schoß ist in knapp Augen- in idealer Höhe also.
Hosen abstreifen, Gesicht an den schweißnassen, weichen Bauch pressen. Warm der Bauch, kühl dagegen Schenkel und Po.
Kopf stillhalten: es ist an René, sich zu bewegen.
Kaum begonnen, schon fertig.
René steigt vom Tisch - hält sich an Hannes fest - gleitet in seine Arme - noch hat Hannes Kraft genug: kann ihn tragen - in den Armen wiegen - wunderbare Sekunden lang.
XI schrieb am 20.6. 2022 um 16:23:06 Uhr zu
Bewertung: 15 Punkt(e)
Hannes holt ihn von der Schule ab, heute mit dem Auto. René kommt an, mit ihm noch ein ganzer Schwarm von Jungen.
»Du willst immer im Mittelpunkt stehen!« hatte Hannes einmal etwas vorwurfsvoll bemerkt, und René: »die kommen einfach, stehen um mich herum, soll ich die fortjagen?«
Hannes ist immer wieder verwundert, wie albern René sein kann, wenn er unter seinesgleichen ist. Ganz anders heute, wo er sich geradezu lehrerhaft gibt.
».. das würde im Umkehrschluss ja heißen, dass du...« hört Hannes ihn sagen.
Umkehrschluss. Umkehrschluss. So läuft das - erst tut man erwachsen, dann wird man es.
Im übrigen hatte Hannes nicht verstanden, worum es ging. Als René im Auto sitzt, fragt Hannes nach. »Keine Ahnung, weiß nicht mehr« behauptet René und fotografiert Hannes unauffällig. Es gibt für Handys eine App, die Gesichter verzerrt.
»Da, schau mal!« René lacht ausgelassen.
Hannes: »Ach, was bist du kindisch!«
XI schrieb am 10.8. 2022 um 11:47:57 Uhr zu
Bewertung: 14 Punkt(e)
Wann René rot wird. Meistens, wenn er eine Sache nicht recht verstanden hat, denn er ist von Natur aus Schnellversteher. Aus Beschämung wird rasch Ärger, denn er ist von Natur aus etwas cholerisch: ein kurzes verärgertes Kopfschütteln. Das bedeutet: »bitte klare Ansage, dann versteh ich auch!«
Rot, für einen flüchtigen Augenblick, wurde er bei der Werksbesichtigung in der Maschinenfabrik. Nicht der nette Herr Scheufele führte sie, es war ein allzu sachlicher anderer.
In einer Materialkiste waren Zapfen lageweise gestapelt, durch Noppenfolie getrennt. Um im Rohr Strömung zu regulieren, Rücklauf zu verhindern, so die Auskunft. René beugt sich zu so einer Kiste hinab, nimmt einen dieser länglichen Zapfen in die Hand und betrachtet ihn. Legt ihn zurück und schaut gleich zu Hannes hoch und sieht, wie Hannes lächelt und weiß, dass Hannes versteht.
Hannes legt den Arm um René, schüttelt ihn ein wenig; jetzt stehen sie vor einer Glasscheibe, durch die kaum etwas zu sehen ist. Es soll drin irgendwas computergesteuert gefräst werden, man sieht nur, wie Wasser gegen die Scheibe spritzt, vermischt mit silbrigen Metallspänen.
XI schrieb am 22.10. 2022 um 14:00:07 Uhr zu
Bewertung: 9 Punkt(e)
Hannes kommt an der ABC-Buchhandlung vorbei, die eben, es ist 10 Uhr, aufmacht.
Ein Lehrling trägt Stapel von Bücher hinaus, reduzierte Ware, und packt sie in draußen aufgestellte Kästen.
Hannes erkennt ihn wieder - hat ihm vor Zeiten bei einer Fahrradpanne geholfen - heißt übrigens Marcel - warum nur haben alle französische Namen - hat ihm auch gestanden, dass er hinter jungen Männern her ist - und diesen Marcel schien das nicht abzustoßen.
Und erfährt heute, dass René schon hier im Laden gewesen ist!
Warum hat René nichts davon erzählt? Hannes hatte ihm von dieser Begegnung mit Marcel berichtet.
Marcel hat dann vorgeschlagen, dass man sich doch zu dritt mal treffen könnte.
Und René habe gleich geantwortet: Hannes ist sein fester Freund, und sobald es geht würden sie heiraten.
Hannes ist es von früher her gewohnt, dass auf ein Unglück gern gleich noch ein zweites folgt, und weiß sich zu wappnen.
Dass auf eine glückliche Begebenheit (so neulich) gleich noch eine zweite folgt (wie soeben) - das macht ihn schwach.
Marcel teilt mit, dass er einen strengen Chef hat und jetzt wieder Bücher hinaustragen muss. »Schauen Sie gern mal wieder vorbei!« sagt er und hat Tränen in den Augen.
Hannes nennt es »sein inneres Parlament« - dort ist eine heftige Debatte wegen dieser Tränen von Marcel.
Weil Marcel gern mit Hannes befreundet sein will?
Mit René ?
Ist es das Ungesetzliche: René ist minderjährig?
Überraschendes Ergebnis der Abstimmung:
Marcel ist einsam. Leidet unter einem strengen Chef. Er beneidet Hannes und René. Beneidet sie so sehr!
Diese Debatte dauerte kaum eine Sekunde. Fast kommen auch Hannes die Tränen.
XI schrieb am 29.7. 2022 um 16:33:28 Uhr zu
Bewertung: 8 Punkt(e)
Hannes hat sich ein strenges Bilderverbot auferlegt. Auch während des Urlaubs mit René. An der Elbe, bei Boizenburg, gar nicht lange her.
Sitzt momentan im Garten, auf einem schiefen Stuhl, an einem schiefen Tisch, darauf ein Laptop, aufgeklappt zwar, aber wegen Untätigkeit verdunkelt.
Döst.
Denkt an sein Bilderverbot, und warum? René hat ihm per Whatsapp ein Foto geschickt, Foto von sich selbst, muss schon einige Zeit her sein, nackt, vor dem großen Spiegel in Hannes' Schlafzimmer, Kopf, Oberkörper so weit es geht gedreht, Handy über der Schulter: der schöne Po!
Hannes imaginiert einen Visconti, der statt Tod in Venedig Leben in Boizenburg gedreht hat. Statt unerreichbarem Tadzio hingebungsvoller René. Gern auch Pathos, aber Tragik nein. Auch nicht Mahler, eher früher Mozart. Hannes denkt weiter.
Bis Mozarts KV16 den Film verzichtbar macht. War aber notwendig, wegen Erleichterung Bilderverbot.
Hannes döst, schläft oder tut so, hat nämlich bemerkt, dass René über den Zaun gestiegen ist und näher kommt.
Wie gern war Hannes immer zugegen, wenn René vorsichtig über den Zaun gestiegen ist, und akrobatisch dem verliebten Hannes die nackten Beine, den Po darbot.
Schreckt etwas hoch, denn schon spürt er feste Hände auf seinen Schultern, und hört René sagen: »lass uns ficken!«
XI schrieb am 9.12. 2022 um 18:59:11 Uhr zu
Bewertung: 9 Punkt(e)
Mitten auf dem Himmelbett liegt René, seitlich/rechts, Beine etwas angezogen, mit nichts an als einem Unterhemd, das er von Zeit zu Zeit sich über den Po zieht: es ist etwas kühl.
Hannes hat ihn mehr oder weniger gezwungen, einen kleinen Roman zu lesen. Ihn, diesen Bücherverächter bezwungen. Eine Samurai-Geschichte.
Hinter ihm, auf dem ihm verbleibenden Teil des Bettes, liegt Hannes, und zwar so, das er Renés Po vor Augen hat. Folglich nicht sehen kann, dass René das Buch längst schon weggelegt hat und nur döst.
»Woran denkst du gerade?« - das fragt sonst Hannes. Diesmal aber René, der endlich wissen will, was eigentlich los ist da hinter ihm.
Hannes: »ich denke nicht. Ich bete.«
René: »ah, meinen Po betest du an! Hatte die ganze Zeit schon so das Gefühl.«
Betende Hände haben die Pobacken etwas getrennt, so kann Hannes in Andacht das Poloch betrachten.
Das sich jetzt rhythmisch öffnet und schließt - in genau diesem gelassenen Andante-Ficktempo, das sich inzwischen bewährt hat. Ganz synchron fühlt Hannes bei sich es pulsieren; alles weitere ist unausweichlich.
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