Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Oberhausen-Buschhausen«
XI schrieb am 22.12. 2022 um 17:15:38 Uhr zu
Bewertung: 13 Punkt(e)
Sie sitzen beide am Schreibtisch. Hannes verfasst am Laptop »Jahresprognosen 2023« für eine astrologische Zeitschrift. Gegenüber sitzt René, und entwirft mit Bleistift den Grundriss für ein Traumhaus.
Die astrologischen Texte von Hannes sind gefragt, weil phantasievoll, dabei realistisch und zugleich - so muss es sein - nicht zu konkret.
Von Zeit zu Zeit streicht René alles aus und bittet um ein weiteres Blatt Papier. Und einen Rotstift.
Dem Skorpion etwa wird prophezeit, dass jemand, der ihm bislang feindlich gesonnen war, im kommenden Jahr ein allerdings verstecktes Friedensangebot machen wird.
Dann begutachtet Hannes - »ist jetzt fertig!« - Renés Skizze.
Das Haus, in dem sie wohnen werden.
Aha, dafür war der Rotstift: im Schlafzimmer ein großes Bett, und das Bett ziert ein rotes Herz.
Geräumige Küche - »Soll eine gemütliche Wohnküche sein«.
Ein »Studio« für Hannes, ein anderes für René.
Ringsum ein Garten mit einem Teich und einem Gartenhaus. »Kein Gartenhaus!« - »Sauna?« - »Nein. Nur zum Ficken!« - »Unsere Liebeslaube?« - »Schau her. Das ist wie 'Scotts Büro'. Erinnerst du dich? Das ist das Ledersofa, das der Ledersessel. Können wir uns doch besorgen?! Und dort der Schrank mit den ganzen Sachen. Lederriemen und so. Ich glaub ich zeichne das nochmal, bisschen größer alles.«
Hannes hat sich auch schon Gedanken gemacht: wenn in ein paar Jahren Renés Ausbildung beginnt, in dieser Maschinenfabrik in der Nähe von Stuttgart , werden sie umziehen müssen. Werden gemeinsam wohnen!
XI schrieb am 14.12. 2022 um 14:29:11 Uhr zu
Bewertung: 16 Punkt(e)
Fünf Jungen waren es, Spiel ist zu Ende, werden abgeholt, Sportsachen hinten rein, passt alles in Hannes' Auto.
Standen erst noch lange beieinander, die fünf, beredeten das Spiel (2:2).
Der Lange sitzt vorn, Hannes schaut auf knochige Kniee, wie laut der redet die ganze Zeit, dabei wird er nur von dem Kleinen hinten linksaußen beachtet, der immer gleich kontert, dabei halb auf dem Schoß von einem sitzt, der immer so verschmitzt schaut, wenn Hannes ihn im Rückspiegel entdeckt. Der im Mittelfeld hat die Kapuze übers Gesicht gezogen und sagt kein Wort.
Rechts René. Augen blank, Stirn glatt, Haarsträhne glänzt dunkelblond. Könnte ein Mädchen sein, ist allerdings der Stimme nach der männlichste. Sagt nicht viel, ist gar nicht laut, wird respektiert. Hat er nicht auch das entscheidende Tor zum wenigstens Unentschieden geliefert. Und wie er ganz cool antwortet - der Mittlere hatte nämlich gefragt - »er heißt Hannes und ist mein Lover.«
Da chauffiert Hannes also eine dicht gepackte Ladung Jungen. Hat er sich das je erträumt? Und die reiben auch noch mit fettigen Fingern am Fenster, am vom Atem erhitzter Fußballer beschlagenen Fenster.
Er, Hannes, ist also Renés Lover; nun wissen es alle.
Für sie ist »Lover« vielleicht so etwas wie »Cousin« ... ein etwas unvertrautes Wort ... was ist das genau ... will man es denn wissen ... muss man es überhaupt wissen ...
XI schrieb am 20.6. 2022 um 16:23:06 Uhr zu
Bewertung: 15 Punkt(e)
Hannes holt ihn von der Schule ab, heute mit dem Auto. René kommt an, mit ihm noch ein ganzer Schwarm von Jungen.
»Du willst immer im Mittelpunkt stehen!« hatte Hannes einmal etwas vorwurfsvoll bemerkt, und René: »die kommen einfach, stehen um mich herum, soll ich die fortjagen?«
Hannes ist immer wieder verwundert, wie albern René sein kann, wenn er unter seinesgleichen ist. Ganz anders heute, wo er sich geradezu lehrerhaft gibt.
».. das würde im Umkehrschluss ja heißen, dass du...« hört Hannes ihn sagen.
Umkehrschluss. Umkehrschluss. So läuft das - erst tut man erwachsen, dann wird man es.
Im übrigen hatte Hannes nicht verstanden, worum es ging. Als René im Auto sitzt, fragt Hannes nach. »Keine Ahnung, weiß nicht mehr« behauptet René und fotografiert Hannes unauffällig. Es gibt für Handys eine App, die Gesichter verzerrt.
»Da, schau mal!« René lacht ausgelassen.
Hannes: »Ach, was bist du kindisch!«
XI schrieb am 17.11. 2022 um 16:32:40 Uhr zu
Bewertung: 11 Punkt(e)
Renés Hausaufgabe ist: mit Power-Point sich selbst darstellen. Kann mit Handy erledigt werden. Also auch gemeinsam mit Hannes im Bett.
Der Pofick sollte eigentlich zuerst sein; René hat alles schon vorbereitet.
René will erst nur vorführen, was alles schon fertig ist.
Dann findet Hannes Korrekturbedürftiges; er liest, dass René sich für 'arrangiert' hält - »du meinst bestimmt 'engagiert'!«
René verbessert; vergrößert nebenbei noch das eine Bild, verkleinert ein anderes.
Hannes schiebt vorsichtig erst einen, dann zwei Finger (Mittel-, Ring-) in Renés Po.
René seufzt, speichert, beendet alles sorgfältig, legt das Handy beiseite.
Hannes spürt, wie der kräftige Schließmuskel seine Finger umklammert. Und wieder loslässt.
Wie sich sich das Poloch einwärts, auswärts, nach allen Seiten leicht mitbewegt!
René will an den fettigen Fingern schnüffeln: »ist OK!«.
Greift nach hinten, fühlt, ob Hannes überhaupt...
Hilft dann bei der Einbringung. Ruckelt noch minimal hin und her. Schiebt die Hand von Hannes fort - will selbst sich wichsen.
Es kann dauern, bis eine Harmonie erreicht ist. Und bis - was René so schätzt - Hannes stöhnend zu reden beginnt, keine ganzen, aber immerhin halbe Sätze, oder auch nur Worte ...
An manches erinnert sich René später noch. »Hast gerufen, ich bin ne Sexbombe !!! das hab ich ja noch nie gehört!«
XI schrieb am 22.12. 2022 um 12:49:48 Uhr zu
Bewertung: 13 Punkt(e)
Heute sieht Hannes René zum ersten Mal in so einer Hose ... hellgraue Baumwolle, weich anliegend ... ganz gewöhnliche, billige Hose, nachgiebiger Stoff, auch der Bund ist nachgiebig, lädt zum Eingreifen ein ...
Hannes muss sich hinsetzen. René steht vor ihm.
Und René flüstert: »du bist gut« - denn, ganz vorsichtig, schmiegen sich Hannes' Hände in Renés Kniekehlen, wandern nach oben, ganz langsam.
René: »... du bist gut ... bist ja so gut ... bist perfekt ... mach weiter, mach weiter ... hör nicht auf, hör bitte jetzt nicht auf! ... ...«
Das war nur eine Parodie auf das Gestammel von Hannes. Wie René dieses Liebesgestammel liebt. Worte, die er noch nie zuvor gehört hat. Zum Beispiel »Sexbombe«.
Hannes Hände wandern wieder nach unten, der Hosenbund mit.
René parodiert nicht mehr, ist auch kein Wort-Finder wie Hannes, gibt lieber Töne von sich.
Töne ... Seufzer ... bis ... irgendwann: »Hannes o Hannes!«
XI schrieb am 18.5. 2022 um 13:08:52 Uhr zu
Bewertung: 13 Punkt(e)
Im Moment duscht René. Dann wollen sie auswärts essen gehen.
Als er vorhin eintraf, musste es sofort sein.
Mittwoch in den letzten Schulstunden immer Sport. Dann mit Rad zu Hannes. Wie dieser Renés frischen Schweißgeruch liebt.
Ja, jetzt gleich. Alles andere ist René egal.
Hannes will erst hinknien, hinhocken - zu unbequem.
Hier, steig auf den Tisch! Hannes kann dann stehen, und Renés Schoß ist in knapp Augen- in idealer Höhe also.
Hosen abstreifen, Gesicht an den schweißnassen, weichen Bauch pressen. Warm der Bauch, kühl dagegen Schenkel und Po.
Kopf stillhalten: es ist an René, sich zu bewegen.
Kaum begonnen, schon fertig.
René steigt vom Tisch - hält sich an Hannes fest - gleitet in seine Arme - noch hat Hannes Kraft genug: kann ihn tragen - in den Armen wiegen - wunderbare Sekunden lang.
XI schrieb am 10.6. 2022 um 20:47:06 Uhr zu
Bewertung: 10 Punkt(e)
Mittwoch abend war Hannes in einem Luxusrestaurant, hatte René mitgenommen, hat ihn zu seinem Sohn erklärt. Eingeladen von einem frisch promovierten (»cum laude«) Doktoranden, samt Partnerin, dem Hannes die Doktorarbeit um- eigentlich neu geschrieben hat.
Wieder zuhause, öffnet Hannes den Briefumschlag (immer Barzahlung), reicht ihn René: zähl mal eben nach.
Und lobt ihn: er sei so viel erwachsener als die etwas kindische Geliebte des Herrn Doktor gewesen!
Die kannte das Wort »woke« gar nicht. René konnte es ganz gut erklären, gleich sich auch darüber belustigen. Allerdings, das hatte er von Hannes.
Was Hannes aber überrascht hatte: in der Schule bekamen sie »Transsexualität« erklärt, und René habe der Lehrerin (er nannte den Namen) ganz offen erklärt: wenn er sich ficken lassen wolle, genüge ihm ein Arschfick. Er ließe sich nie und nimmer den Schwanz abschneiden und ein Loch reinmachen!
(Wie dem Pärchen das unangenehm war! Wie irritiert sie sich anschauten!)
Jemand in der Schule hätte bei ihm schon mal angefragt wegen Pofick. Im Prinzip ja, aber nicht von so einem! Wörtlich: »den kennen Sie übrigens auch, Frau N.N.! Von dem würden Sie sich auch nicht ficken lassen!«
»Gib zu, René: du hast dich mal wieder aufgespielt!« René: »na klar, alle haben getrampelt vor Freude!«
XI schrieb am 29.7. 2022 um 16:33:28 Uhr zu
Bewertung: 9 Punkt(e)
Hannes hat sich ein strenges Bilderverbot auferlegt. Auch während des Urlaubs mit René. An der Elbe, bei Boizenburg, gar nicht lange her.
Sitzt momentan im Garten, auf einem schiefen Stuhl, an einem schiefen Tisch, darauf ein Laptop, aufgeklappt zwar, aber wegen Untätigkeit verdunkelt.
Döst.
Denkt an sein Bilderverbot, und warum? René hat ihm per Whatsapp ein Foto geschickt, Foto von sich selbst, muss schon einige Zeit her sein, nackt, vor dem großen Spiegel in Hannes' Schlafzimmer, Kopf, Oberkörper so weit es geht gedreht, Handy über der Schulter: der schöne Po!
Hannes imaginiert einen Visconti, der statt Tod in Venedig Leben in Boizenburg gedreht hat. Statt unerreichbarem Tadzio hingebungsvoller René. Gern auch Pathos, aber Tragik nein. Auch nicht Mahler, eher früher Mozart. Hannes denkt weiter.
Bis Mozarts KV16 den Film verzichtbar macht. War aber notwendig, wegen Erleichterung Bilderverbot.
Hannes döst, schläft oder tut so, hat nämlich bemerkt, dass René über den Zaun gestiegen ist und näher kommt.
Wie gern war Hannes immer zugegen, wenn René vorsichtig über den Zaun gestiegen ist, und akrobatisch dem verliebten Hannes die nackten Beine, den Po darbot.
Schreckt etwas hoch, denn schon spürt er feste Hände auf seinen Schultern, und hört René sagen: »lass uns ficken!«
XI schrieb am 18.5. 2022 um 10:14:50 Uhr zu
Bewertung: 9 Punkt(e)
Hannes erfindet eine Pantomime.
Da ist jemand, der es nicht anders kennt, als auf den schon anfahrenden Zug zu springen. Das ist seine Genialität. Und dann diese besondere Situation: der Zug steht; steht und bewegt sich nicht. Nun muss er auf der Stelle trippeln, wie ein Jogger an der roten Ampel - dann herzhafter Sprung, und hinein.
Hannes und René im Bistro - nur wenige Fahrradminuten von wo beide zuhause sind entfernt. René großes Cola, Hannes Cappucino.
René legt den nackten Unterarm auf den Tisch: Kraulen bitte.
Dreht den Arm, so dass Handfläche oben: auch dort bitte, und die Finger entlang, bis an die Fingerspitzen!
Hannes ist es gewohnt, so etwas eher verstohlen zu verrichten. Eben mal mal kurz. Fast, als ob nur aus Versehen.
René ist durchaus aufgeklärt, was den herrschenden Argwohn/Argwahn angeht.
Bei solchen Harmlosigkeiten ist er Hannes überlegen: na, stell dich nicht so an!
| Einige zufällige Stichwörter |
Lustschrei
Erstellt am 21.10. 2002 um 20:41:01 Uhr von mondkalb, enthält 26 Texte
Interventionspolitik
Erstellt am 27.3. 2003 um 09:04:51 Uhr von GWB, enthält 5 Texte
Bratwurstverkäuferinnen
Erstellt am 19.4. 2013 um 20:50:11 Uhr von oedipus rector, enthält 9 Texte
Verhörzimmer
Erstellt am 6.1. 2017 um 08:51:53 Uhr von NIklaas, enthält 7 Texte
Fischform
Erstellt am 9.11. 2015 um 22:16:07 Uhr von Beispielisteindoofernameaber, enthält 2 Texte
|