Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Oberhausen-Buschhausen«
XI schrieb am 22.12. 2022 um 12:49:48 Uhr zu
Bewertung: 13 Punkt(e)
Heute sieht Hannes René zum ersten Mal in so einer Hose ... hellgraue Baumwolle, weich anliegend ... ganz gewöhnliche, billige Hose, nachgiebiger Stoff, auch der Bund ist nachgiebig, lädt zum Eingreifen ein ...
Hannes muss sich hinsetzen. René steht vor ihm.
Und René flüstert: »du bist gut« - denn, ganz vorsichtig, schmiegen sich Hannes' Hände in Renés Kniekehlen, wandern nach oben, ganz langsam.
René: »... du bist gut ... bist ja so gut ... bist perfekt ... mach weiter, mach weiter ... hör nicht auf, hör bitte jetzt nicht auf! ... ...«
Das war nur eine Parodie auf das Gestammel von Hannes. Wie René dieses Liebesgestammel liebt. Worte, die er noch nie zuvor gehört hat. Zum Beispiel »Sexbombe«.
Hannes Hände wandern wieder nach unten, der Hosenbund mit.
René parodiert nicht mehr, ist auch kein Wort-Finder wie Hannes, gibt lieber Töne von sich.
Töne ... Seufzer ... bis ... irgendwann: »Hannes o Hannes!«
XI schrieb am 20.5. 2022 um 16:42:18 Uhr zu
Bewertung: 19 Punkt(e)
Bei Gino. Sie haben gegessen, getrunken, Hannes wartet auf Espresso und Rechnung.
René und Erdan, der junge Kellner, reden und reden.
Diesem schnellen Reden konnte oder wollte Hannes nie recht folgen. Manches versteht er, das meiste nicht. Das ist René im Alltag! Ganz auf Erdan eingestellt, der ist seinesgleichen, Hannes ist vergessen.
Hannes schaut verträumt in die Ferne, wo blühende Kastanienbäume sich im Wind wiegen. Der Redeschwall - ein Naturereignis wie Wasserfall. Hat René nicht eben gesagt »aber gefickt werden find ich auch geil«. War das gehört oder geträumt? Oder: »er ist meine Nummer eins«. Gehört oder geträumt? Ist René ein stadtbekannter Lustknabe? War eine Justizreform und alles ist längst legal, nur er ängstigt sich noch?
Wach auf, Hannes. Hier ist der Espresso, hier die Rechnung.
XI schrieb am 17.11. 2022 um 16:32:40 Uhr zu
Bewertung: 11 Punkt(e)
Renés Hausaufgabe ist: mit Power-Point sich selbst darstellen. Kann mit Handy erledigt werden. Also auch gemeinsam mit Hannes im Bett.
Der Pofick sollte eigentlich zuerst sein; René hat alles schon vorbereitet.
René will erst nur vorführen, was alles schon fertig ist.
Dann findet Hannes Korrekturbedürftiges; er liest, dass René sich für 'arrangiert' hält - »du meinst bestimmt 'engagiert'!«
René verbessert; vergrößert nebenbei noch das eine Bild, verkleinert ein anderes.
Hannes schiebt vorsichtig erst einen, dann zwei Finger (Mittel-, Ring-) in Renés Po.
René seufzt, speichert, beendet alles sorgfältig, legt das Handy beiseite.
Hannes spürt, wie der kräftige Schließmuskel seine Finger umklammert. Und wieder loslässt.
Wie sich sich das Poloch einwärts, auswärts, nach allen Seiten leicht mitbewegt!
René will an den fettigen Fingern schnüffeln: »ist OK!«.
Greift nach hinten, fühlt, ob Hannes überhaupt...
Hilft dann bei der Einbringung. Ruckelt noch minimal hin und her. Schiebt die Hand von Hannes fort - will selbst sich wichsen.
Es kann dauern, bis eine Harmonie erreicht ist. Und bis - was René so schätzt - Hannes stöhnend zu reden beginnt, keine ganzen, aber immerhin halbe Sätze, oder auch nur Worte ...
An manches erinnert sich René später noch. »Hast gerufen, ich bin ne Sexbombe !!! das hab ich ja noch nie gehört!«
XI schrieb am 1.9. 2022 um 15:26:36 Uhr zu
Bewertung: 9 Punkt(e)
»... und führte somit zu einem beängstigenden Rückbau von Aufträgen ...«
René: »Rückstau! heißt das nicht besser Rückstau?«
Hannes, der sonst als Ghostwriter Reden verfasst, die ein anderer dann vorträgt, muss heute aus einem Video eine wirre Rede abhören und daraus ein lesbares Dokument verfertigen.
Von Zeit zu Zeit liest er René was vor.
Rene sitzt Hannes gegenüber und verfolgt auf seinem Handy ein Fußballspiel.
René ist ein verständiger Korrektor.
Hannes klappt sein Laptop zu, René schaltet sein Handy aus.
Wie René schauen kann. Wer hat Hannes, bevor er René kennenlernte, je so angeschaut? Verlangend, verlockend, auch etwas belustigt?
Hannes glaubt zu verstehen, was René jetzt sagt. Ohne Ton, er bewegt nur die Lippen.
»Komm rüber, sag es mir!«
Hannes dreht den Stuhl zur Seite, legt einen Arm um René, der sich herab beugt und ihm ins Ohr flüstert.
»So etwas sagt man nicht! Darf man nicht einmal denken!«
»Aber tun!« sagt René und entfernt sich, »komm in 10 Minuten! Ich geh noch... ich mach noch...«
XI schrieb am 14.4. 2022 um 11:51:42 Uhr zu
Bewertung: 11 Punkt(e)
Hatte doch René, beim Nachbarn Hannes, als er dessen Wohnung inspizierte, auch Schubladen öffnete, in so einer Schublade ein Figürchen entdeckt, das er sofort adoptierte.
Hannes, er kam aus der Küche, hatte verzückte Töne und verliebte Seufzer gehört.
Ein Ding aus Gummi, knautschbar, obwohl schon etwas mürbe.
Hannes rekonstruierte später mithilfe von »google lens« den Namen: Marsupilami.
René war nicht mehr ansprechbar, er drückte, küsste, betrachtete das Liebesobjekt von nah, von fern.
»Nimm es nachher mit und komm jetzt essen!«
XI schrieb am 20.6. 2022 um 16:23:06 Uhr zu
Bewertung: 15 Punkt(e)
Hannes holt ihn von der Schule ab, heute mit dem Auto. René kommt an, mit ihm noch ein ganzer Schwarm von Jungen.
»Du willst immer im Mittelpunkt stehen!« hatte Hannes einmal etwas vorwurfsvoll bemerkt, und René: »die kommen einfach, stehen um mich herum, soll ich die fortjagen?«
Hannes ist immer wieder verwundert, wie albern René sein kann, wenn er unter seinesgleichen ist. Ganz anders heute, wo er sich geradezu lehrerhaft gibt.
».. das würde im Umkehrschluss ja heißen, dass du...« hört Hannes ihn sagen.
Umkehrschluss. Umkehrschluss. So läuft das - erst tut man erwachsen, dann wird man es.
Im übrigen hatte Hannes nicht verstanden, worum es ging. Als René im Auto sitzt, fragt Hannes nach. »Keine Ahnung, weiß nicht mehr« behauptet René und fotografiert Hannes unauffällig. Es gibt für Handys eine App, die Gesichter verzerrt.
»Da, schau mal!« René lacht ausgelassen.
Hannes: »Ach, was bist du kindisch!«
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