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wuming schrieb am 7.1. 2007 um 00:41:42 Uhr über

Schriftsteller


Dieser Artikel behandelt den Schriftsteller Arno Schmidt. Für den gleichnamigen Bundestagsabgeordneten siehe Arno Schmidt (Politiker).

Arno Otto Schmidt (* 18. Januar 1914 in Hamburg; † 3. Juni 1979 in Celle) war nach dem Zweiten Weltkrieg einer der bedeutendsten Schriftsteller im deutschen Sprachraum; die Verbindung von traditionellem Erzählen und avantgardistischer Schreibtechnik begründet seine einzigartige Stellung in der Literatur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Leben und Wirken
1.1 Vor 1945
1.2 1945 bis 1958 (Cordingen, Kastel, Darmstadt)
1.3 1958 bis 1979
1.4 Sonstiges
2 Literarisches Schaffen
3 Preise
4 Ausstellungen
5 Werknachweis
5.1 Nachlass
5.2 Werke
5.2.1 Erzählungen, Romane und andere dichterische Arbeiten
5.2.2 Literaturgeschichtliche und -theoretische Arbeiten
5.2.3 Beiträge in Zeitschriften und Büchern
5.3 Übersetzungen
5.4 Lesungen
5.5 Fotografien
5.6 Ausgaben
5.6.1 Sonderausgaben
5.7 Dokumente
5.8 Hörbücher und andere Tonträger
6 Literatur
6.1 Bibliografien
6.2 Gesamtdarstellungen
6.3 Einzeluntersuchungen
6.4 Periodica zu Arno Schmidt
6.5 Bildbände
7 Weblinks
7.1 Linkliste
7.2 Verzeichnis der Bibliothek Arno Schmidts
7.3 »Arno Schmidt Referenzbibliothek« der GASL



Leben und Wirken [Bearbeiten]
Vor 1945 [Bearbeiten]1928, nach dem Tod des Vaters, zog die Familie von Hamburg nach Lauban (Schlesien) um; diesen Wohnort beschreibt Schmidt folgendermaßen: „Kleinstadt von 14000 Einwohnern. Große Taschentuchfabriken; Eisenbahnausbesserungswerk. Bei LESSING findet sich irgendwo ein Brief, des Sinnes: der Magistrat von L könne ihn kreuzweis’: Ich habe dem nichts hinzuzusetzen.“ Nach dem Abitur in Görlitz, Fortbildung und Arbeitslosigkeit wurde er Angestellter in einer Textilfabrik in Greiffenberg (Schlesien).

1937 heiratete Schmidt in Greiffenberg Alice Murawski (1916–1983), die an zahlreichen literarischen Projekten mitarbeitete. 1938 unternahmen sie eine einwöchige Reise nach London; dies war der längste bekannte gemeinsame Auslandsaufenthalt der beiden.

Nach eigenen Angaben begann Schmidt bereits Mitte der 1930er Jahre mit literaturhistorischen Forschungen zu Friedrich de la Motte Fouqué; die schriftlichen Ausarbeitungen gingen fast sämtlich im Zweiten Weltkrieg verloren. Vermutlich hat er auch Anfang der 30er Jahre eine Arbeit für ein Karl-May-Jahrbuch an den Karl-May-Verlag geschickt. Schmidt wurde 1940 zur Wehrmacht (Artillerie) eingezogen; zunächst stand er im Elsass, dann ab 1942 in Norwegen. Im letzten Kriegsjahr meldete er sich an die Front, um einen kurzen Heimaturlaub zu bekommen, in dem er die Flucht seiner Frau nach Westen organisierte. Er kam nach kurzem Kampfeinsatz in Niedersachsen in englische Kriegsgefangenschaft.


1945 bis 1958 (Cordingen, Kastel, Darmstadt) [Bearbeiten]Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete Arno Schmidt zunächst als Dolmetscher und trat 1949 mit der Erzählung Leviathan erstmals hervor. Das Ehepaar lebte damals noch in Cordingen (Bomlitz, Niedersachsen), wurde aber bald nach Rheinland-Pfalz umgesiedelt.

Im Rahmen der wieder aufgenommenen Fouqué-Studien reiste er 1954 zusammen mit seiner Frau für wenige Tage über Ahlden nach Ost-Berlin; Beobachtungen dieser Reise, die seine Frau in ihr Tagebuch notierte, haben Niederschlag in dem Roman Das steinerne Herz gefunden.

Als er wegen Gotteslästerung und Verbreitung unzüchtiger Schriften angeklagt wurde, zog ermit tatkräftiger Unterstützung des Malers Eberhard Schlotter – aus dem katholischen Kastel in das protestantische Darmstadt, wo das Verfahren gegen ihn erwartungsgemäß eingestellt wurde.


Wohnhaus der Schmidts in Bargfeld.
1958 bis 1979 [Bearbeiten]Ende November 1958 kam es endlich zum Umzug nach Bargfeld in Niedersachsen, dem letzten Wohnort des Dichters. Nur selten verließ Schmidt Bargfeld zu Tagesausflügen oder wegen mehrtägiger Verwandtenbesuche; eine solche Ausnahme war die Fahrt im August 1962, als er zusammen mit seiner Frau abermals nach Ost-Berlin fuhr.

Im Hause Schmidt wurde am 20. August 1963 ein Schwarzweiß-Fernseher installiert, der thematischen Eingang in Schmidts Literatur bekam.

Nach mehrjährigen Vorarbeiten veröffentlichte er 1970 das Hauptwerk Zettels Traum.

1973 erhielt Schmidt den Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main; die Dankesrede in der Paulskirche verlas Alice Schmidt.


Grab Schmidts in seinem Garten in Bargfeld.Arno Schmidt starb am 3. Juni 1979 an den Folgen eines Gehirnschlags im Krankenhaus in Celle; das Prosawerk Julia, oder die Gemälde blieb unvollendet.


Sonstiges [Bearbeiten]Arno Schmidt war nach 1945 freundschaftlich verbunden mit Alfred Andersch, Wilhelm Michels, Eberhard Schlotter und Hans Wollschläger sowie später mit Jan Philipp Reemtsma, der ihn finanziell unterstützte.

Er übersetzte zahlreiche Werke aus dem Englischenzunächst zeitgenössische Romane im Auftrag verschiedener Verlage, dann Schriften von Stanislaus Joyce und schließlich Gedichte und Prosawerke von Edgar Allan Poe sowie Romane von Wilkie Collins, Edward Bulwer-Lytton, William Faulkner und James Fenimore Cooper.

Dave Winer, der Nestor des Bloggens, ist Großneffe von Arno Schmidt.


Literarisches Schaffen [Bearbeiten]Arno Schmidts Werke sind gesättigt von Alltagsdingen eines zeitgenössischen Durchschnittsbürgers der Bundesrepublik Deutschland. Seine Sprache orientiert sich dabei oft an Dialekten. Das Schriftbild wirkt auf den ersten Blick ungewöhnlich, da sich Schmidt vor allem in den späteren Werken nicht unbedingt an die Rechtschreibung des Duden hält, sondern eigene, an die Aussprache angelehnte Schreibweisen verwendet.

Zugleich gibt es sehr viele Bezüge insbesondere zur deutschen und englischen Literatur, wobei dann z.B. für das Alterswerk Abend mit Goldrand (1975) so entlegene Dichtungen wie die Martina des Hugo von Langenstein (Ende 13. Jh.) handlungskonstituierend werden können.


Preise [Bearbeiten]1951 Großer Literaturpreis der Akademie der Wissenschaften und der Literatur
1964 Fontane-Preis
1965 Große Ehrengabe für Literatur des Kulturkreises im Bundesverband der Deutschen Industrie.
1973 Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main

Ausstellungen [Bearbeiten]2006 Schiller-Nationalmuseum in Marbach am Neckar: Eine Ausstellung der Arno Schmidt Stiftung, Bargfeld unter dem Titel »Arno Schmidt? - Allerdings

Werknachweis [Bearbeiten]
Nachlass [Bearbeiten]Der persönliche und der literarische Nachlass sind bis auf wenige Ausnahmen in Bargfeld erhalten; beide Teile des Nachlasses sowie Haus und Grundstück werden von der Arno Schmidt Stiftung betreut. In der angrenzenden (umgebauten) »Alten Schmiede« befinden sich ein Arno-Schmidt-Museum und eine Forschungsstätte. Vorarbeiten zur Fouqué-Biographie werden im Deutschen Literaturarchiv Marbach aufbewahrt.


Werke [Bearbeiten]
Erzählungen, Romane und andere dichterische Arbeiten [Bearbeiten]Dichtergespräche im Elysium, 1940 (handschriftlich); 1984 erstmals aus dem Nachlass herausgegeben
Pharos oder von der Macht der Dichter, ca. 1944; in Abend mit Goldrand (1975) übernommen; aus dem Nachlass in Bd. I,4 der Bargfelder Ausgabe veröffentlicht
Leviathan, Rowohlt 1949
Enthymesis
Gadir
Leviathan
Arno Schmidts Wundertüte, 1948/49, aus dem Nachlass veröffentlicht, suhrkamp
Brand's Haide, Rowohlt 1951
Schwarze Spiegel, Rowohlt 1951
Die Umsiedler – 2 Prosastudien, Frankfurter Verlagsanstalt 1953
Die Umsiedler
Alexander
Aus dem Leben eines Fauns, Rowohlt 1953
Kosmas oder Vom Berge des Nordens, Krefeld Baden-Baden: Agis 1955 (Augenblick-Supplementband 1)
Seelandschaft mit Pocahontas, zuerst in: Alfred Andersch (Hrsg): Texte und Zeichen, Bd. 1, Luchterhand 1955
Das steinerne Herz, Stahlberg 1956
Die Gelehrtenrepublik, Stahlberg 1957
Kühe in Halbtrauer
KAFF auch Mare Crisium, Stahlberg 1960
Zettels Traum, Goverts Krüger Stahlberg 1970
Die Schule der Atheisten, S. Fischer 1972
Abend mit Goldrand, S. Fischer 1975
Julia, oder die Gemälde, Haffmans 1983, Fragment aus dem Nachlass
Brüssel / Die Feuerstellung, Suhrkamp 2002, Erzählfragmente aus dem Nachlass
Arno Schmidts Lilienthal 1801, oder Die Astronomen. Fragmente eines nicht geschriebenen Romans. Eine Edition der Arno Schmidt Stiftung im Haffmans Verlag, 1996
Sommermeteor, Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt a.M. 1995. »Stürenburg Geschichten« um den Vermessungsrat a. D. Stürenburg

Literaturgeschichtliche und -theoretische Arbeiten [Bearbeiten]Fouqué und einige seiner Zeitgenossen, Bläschke 1958; 2. verbesserte und beträchtlich vermehrte Aufgabe 1960
Dya Na Sore – Gespräche in einer Bibliothek, 1958
Rosen und Porree, 1959
Belphegor, 1961
Sitara und der Weg dorthineine Studie über Wesen, Werk & Wirkung Karl Mays, 1963
Die Ritter vom Geist, 1965
Der Triton mit dem Sonnenschirm, 1969
Vorläufiges zu Zettel's Traum, Schallplatten-Kassette mit 2 Langspielplatten und einer Faksimile-Beigabe, S.Fischer Verlag 1977; eine Umschrift des Vortrags liegt bei.
...denn 'wallflower' heißt »Goldlack«, Drei Dialoge. Eine Edition der Arno Schmidt Stiftung im Haffmans Verlag, 1984

Beiträge in Zeitschriften und Büchern [Bearbeiten]Atheist ? : Allerdings !. In: Was halten Sie vom Christentum? Hg. von Karlheinz Deschner 1957.
Seelandschaft mit Pocahontas in Fortsetzungen in der von Alfred Andersch herausgegebenen Zeitschrift Texte und Zeichen, 1953

Übersetzungen [Bearbeiten]Hammond Innes: Der weiße Süden, Hamburg (rororo) 1952. Originaltitel: The white south.
Peter Fleming: Die sechste Kolonne, Hamburg (rororo) April 1953. Originaltitel: The sixth column.
Neil Paterson: Ein Mann auf dem Drahtseil, Hamburg (rororo) 1953 (darin neben der Titelgeschichte: GEORGE WILSONund er war wirklich ein Prachtexemplar!). Originaltitel: Man on the tight rope. The life and death of George Wilson.
Hans Ruesch: Rennfahrer, Hamburg (rororo) 1955. Originaltitel: Originaltitel: The racer.
Sloan Wilson: Der Mann im grauen Anzug, Hamburg (Wolfgang Krüger Verlag) 1956 (Arno Schmidt wird als Übersetzer nicht genannt, da er mit Textänderungen des Verlags nicht einverstanden war). Originaltitel: The man in the gray flannel suit.
Evan Hunter: Aber wehe dem Einzelnen, Ullstein 1957. Originaltitel: Second ending.
Hassoldt Davis: Das Dorf der Zauberer, Ullstein 1958. Originaltitel: Sorcerer’s Village.
Evan Hunter: An einem Montag Morgen, Nannen 1959. Originaltitel: Strangers when we meet.
Evan Hunter: Recht für Rafael Morrez, Nannen 1960. Originaltitel: A matter of conviction.
Stanislaus Joyce: Meines Bruders Hüter, Suhrkamp 1960. Originaltitel: My brother's keeper.
Stanley Ellin: Sanfter Schrecken, Goverts, Stuttgart 1961. Originaltitel: Mystery Stories.
Pietro di Donato: Das Fest des Lebens, Nannen 1962. Originaltitel: Three circles of light.
James Fenimore Cooper: Conanchet oder Die Beweinte von Wish-Ton-Wish , Goverts 1962. Originaltitel: The wept of Wish-Ton-Wish. (Vgl. dazu King Philip's War.)
William Faulkner: New Orleans - Skizzen und Erzählungen, Fretz & Wasmuth Verlag, Zürich 1962; New Orleans Sketches, Double Dealer, New Orleans 1925.
Stanislaus Joyce: Das Dubliner Tagebuch des Stanislaus Joyce, Frankfurt/M. (Suhrkamp Verlag) 1964. Originaltitel: The Dublin diary of Stanislaus Joyce.
Wilkie Collins: Die Frau in Weiß, Goverts, Stuttgart 1965. Originaltitel: The woman in white.
Edgar Allan Poe: Werke, 4 Bde., Olten und Freiburg im Breisgau (Walter-Verlag) 1966 (Bd.1), 1967 (Bd.2), 1973 (Bd.3), 1973 (Bd.4); zusammen mit Hans Wollschläger u.a.
Edward Bulwer-Lytton: Was wird er damit machen? Nachrichten aus dem Leben eines Lords, Stuttgart (Goverts Krüger Stahlberg Verlag) 1971; 1975 auch als Taschenbuch erschienen. Originaltitel: What will he do with it?
Edward Bulwer-Lytton: Dein Roman, Goverts 1973 Originaltitel: My Novel, or, Varieties in English Life, by Pisistratus Caxton
James Fenimore Cooper: Bilder aus der amerikanischen Vergangenheit; The Littlepage Manuscripts:
Satanstoe - Bilder aus der amerikanischen Vergangenheit I, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1976; Satanstoe: or, The Littlepage Manuscripts. A Tale of the Colony, Burgess, Stringer & Co., New York 1845.
Tausendmorgen - Bilder aus der amerikanischen Vergangenheit II, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1977; The Chainbearer: or, The Littlepage Manuscripts, Burgess, Stringer & Co., New York 1845.
Die Roten - Bilder aus der amerikanischen Vergangenheit III, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1978; The Redskins: or, Indian and Injin. Being the Conclusion of The Littlepage Manuscripts, Burgess, Stringer & Co., New York 1846.

Lesungen [Bearbeiten]Arno Schmidt liest. Sämtliche Tonbandaufnahmen 1952–1964, 5 + 1 Ergänzungs-CD, Bargfeld (Arno Schmidt Stiftung)/Frankfurt a.M. (Zweitausendundeins) 1992 + 1993.

Fotografien [Bearbeiten]Es haben sich ca. 2.500 Fotografien (Papierabzüge resp. Negative und Diapositive) von Arno Schmidt erhalten.

Arno Schmidt: Vier mal vier. Fotographien aus Bargfeld, hg. v. Janos Frecot, Bargfeld 2003.

Ausgaben [Bearbeiten]Bargfelder Ausgabe (1986ff.), in vier Abteilungen und mit Supplementbänden (abgekürzt: BA):
Werkgruppe I: Romane, Erzählungen, Gedichte, Juvenilia
Bd.1: Enthymesis, Leviathan, Gadir, Alexander, Brand's Haide, Schwarze Spiegel, Umsiedler, Faun, Pocahontas, Kosmas, 1987
Bd.2: Das steinerne Herz, Tina, Goethe, Gelehrtenrepublik, 1986
Bd.3: KAFF auch Mare Crisium, Ländliche Erzählungen, 1987
Bd.4: Kleinere Erzählungen, Gedichte, Juvenilia, 1988
Werkgruppe II: Dialoge
Bd.1: Massenbach, Cooper, Brockes, Fouque, Pape, Schnabel, Europa, Wieland, Meyern, Meisterdiebe, Klopstock, Moritz, 1990
Bd.2: Joyce, May, Stifter, Krakatau, Herder, Vorspiel, Oppermann, Wezel, Kreisschlösser, Müller, Tieck, Schefer, Dickens, 1990
Bd.3, Das Zweite Programm, Joyce, May, Frenssen, Stifter, Gutzkow, Lafontaine, Joyce, Collins, Bulwer-Lytton, Spindler, 1991.
Werkgruppe III: Essays und Biographisches
Bd.1: Fouqué und einige seiner Zeitgenossen, 1993
Bd.2: Sitara und der Weg dorthin, 1993
Bd.3: Essays und Aufsätze 1, 1995
Bd.4: Essays und Aufsätze 2, 1995
Werkgruppe IV: Das Spätwerk
Bd.1: Zettels Traum (noch nicht erschienen [Stand Oktober 2005])
Bd.2: Die Schule der Atheisten, 1994
Bd.3: Abend mit Goldrand, 1993
Bd.4: Julia, oder die Gemälde, 1992
Supplemente:
Bd.1: Fragmente. Prosa, Dialoge, Essays, Autobiografisches, bearb. von Susanne Fischer und Bernd Rauschenbach, Bargfeld 2003
Bd.2, angekündigt für 2006, soll Interviews, Audio- und Videoaufnahmen von Arno Schmidt enthalten.
Die Bargfelder Ausgabe auf CD-ROM, erarbeitet von Günter Jürgensmeier (1998); bestehend aus:
CD-ROM: Arno Schmidt: Werke und Konkordanz. Systemvoraussetzungen u.a.: Windows (ab Version 3.1); Macintosh mit einem Windows-Emulator; mit Einschränkungen GNU/Linux (x86-Systeme) mit Wine
Günter Jürgensmeier, Handbuch zur CD-ROM »Arno Schmidt: Werke und Konkordanz«. Die Bargfelder Ausgabe, Bargfeld 1998.
Arno-Schmidt-Brief-Edition (1985ff.):
Bd.1: Der Briefwechsel mit Alfred Andersch
Bd.2: Der Briefwechsel mit Wilhelm Michels
Bd.3: Der Briefwechsel mit Eberhard Schlotter
Tagebücher (2004ff.):
Alice und Arno Schmidt: Tagebuch aus dem Jahr 1954, Suhrkamp 2004.

Sonderausgaben [Bearbeiten]Zürcher Kassette, das erzählerische Werk in 8 Bdn, Haffmanns 1985
Zur deutschen Literatur, Bd. I-IV, Haffmans 1988
Arno Schmidts »Seelandschaft mit Pocahontas«. Zettel und andere Materialien. Haffmans Verlag 2000

Dokumente [Bearbeiten]Ernst Krawehl (Hg.): Porträt einer Klasse. Arno Schmidt zum Gedenken, Frankfurt am Main: S. Fischer 1982
Jan Philipp Reemtsma und Bernd Rauschenbach (Hg.): »Wu HiArno Schmidt in Görlitz Lauban Greiffenberg, Zürich: Haffmans 1986
Alice Schmidt: Tagebuch aus dem Jahr 1954. Frankfurt am Main: Suhrkamp 2004

Hörbücher und andere Tonträger [Bearbeiten]Arno Schmidt: Nachrichten von Büchern und Menschen. Elf originale Radio-Essays, 12 Audio-CDs mit 16seitigem Booklet, 2003 bei cpo; Aufnahmen des Süddeutschen Rundfunks 1955-61.

Literatur [Bearbeiten]
Bibliografien [Bearbeiten]Hans-Michael Bock: Bibliografie Arno Schmidt 19491978. 2., verbesserte und ergänzte Ausgabe., München: edition text + kritik 1979 (Standardausgabe)
Karl-Heinz Müther: Bibliographie Arno Schmidt 19491991, Bielefeld 1992; bislang sind 6 Nachlieferungen erschienen (Stand 2003); im Netz teilweise unter:
http://www.gasl.org/muether/ -- PDFs, in die die Nachlieferungen 15 eingearbeitet sind; Nachlieferung 6 (20012002) steht separat als PDF zur Verfügung (Stand 2004); Nachlieferung 7 (2003-2004) erschien 2006

Gesamtdarstellungen [Bearbeiten]Wolfgang Martynkewicz: Arno Schmidt, Rowohlts Monographien 484, Reinbek 1992. ISBN 3499504847
Wolfgang Albrecht: Arno Schmidt. Stuttgart/Weimar 1998. (Vorstellung und Bilanz bisheriger Forschung; Interpretationsansätze)
»Arno Schmidt?- Allerdings2006 (Marbacher Kataloge) [zur Ausstellung in Marbach 2006].

Einzeluntersuchungen [Bearbeiten]Zu Einzelthemen gibt die Arno-Schmidt-Stiftung (Bargfeld) in loser Folge die Hefte zur Forschung heraus.

Rudi Schweikert (Hg.): »Da war ich hin und weg«. Arno Schmidt als prägendes Lese-Erlebnis. 100 Statements und Geschichten. Mit Abbildungen. Frankfurt/Main, Wiesenbach: Bangert & Metzler, 2004.
Maike Bartl: Ein erloschener Leuchtturm. Bargfeld 2001.
Kai U. Jürgens: Ni Dieu, ni Maîtresse. Exil und Erotik in Arno Schmidts »Nobodaddy’s Kinder«. Kiel: Ludwig, 2000.
Kurt Jauslin: Der magersüchtige Leviathan. Essen und Trinken im Werk Arno Schmidts. Ein Versuch zur Mythologie des Alltagslebens. Frankfurt/Main, Wiesenbach: Bangert & Metzler, 1998.
Thomas Körber: Arno Schmidts Romantik-Rezeption. Beihefte zum Euphorion H. 31. Heidelberg: C. Winter, 1998.
Alexis Eideneier: ... das endlos=gezierte Zeug. Die Proust-Rezeption bei Arno Schmidt. Paderborn: Igel Verlag Wissenschaft 1996.
Ralf Georg Czapla: Mythos, Sexus und Traumspiel. Arno Schmidts Prosazyklus »Kühe in Halbtrauer«. Paderborn: Igel Verlag Wissenschaft, 1993 (Literatur- und Medienwissenschaft, Bd. 15). [Interpretationen aller Erzählungen des Bandes].
Dieter H. Stündel: Arno Schmidt / Zettels Traum. Frankfurt/Main, Wiesenbach: Bangert & Metzler, 1984). [Erste umfangreiche Darstellung von Arno Schmidts Hauptwerk].
Peter J. Brenner: Melancholische Aufklärung. Literarische Konstruktion als Wirklichkeitskritik im Werk Arno Schmidts. In: Bargfelder Bote 55-56 (1981), S. 3-22. [Konzentrierte Einführung in die Ästhetik des Spätwerks].
Horst Thomé: Natur und Geschichte im Frühwerk. München: edition text + kritik, 1981.

Periodica zu Arno Schmidt [Bearbeiten]Bargfelder Bote. Materialien zum Werk Arno Schmidts, herausgegeben von Jörg Drews.
Zettelkasten. Jahrbuch der Gesellschaft der Arno-Schmidt-Leser (GASL), seit 1984.
Schauerfeld. Mitteilungen der GASL.
Der Haide-Anzeiger (Bangert & Metzler).

Bildbände [Bearbeiten]Michael Ruetz: Arno Schmidt. Bargfeld. Zweitausendeins Verlag, Frankfurt 1993

Weblinks [Bearbeiten] Commons: Arno SchmidtBilder, Videos und/oder Audiodateien

Literatur von und über Arno Schmidt im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
ASml Mailingliste zu Arno Schmidt & Umfeld, Werkverzeichnis und Newsletter
Arno Schmidt Kleine Einführung in Werk, Person und Umfeld von Peer Schäfer
Arno-Schmidt-Seite von Marius Fränzel mit einem ausführlichen Portrait, Aufsätzen und einem ausführlichen Kommentar zu den Schachstellen bei Arno Schmidt
IRAS (Internet Review Arno Schmidt) Ein (vorwiegend) deutschsprachiges Rezensionsorgan der British-American Arno Schmidt Society (BAASS), herausgegeben von Prof. Timm Menke (USA) und Prof. Robert K. Weninger (UK)
mare-crisium.de Digitales Handbuch zum Roman Kaff auch Mare Crisium als work in progress

Linkliste [Bearbeiten]Kategorie Arno Schmidt bei dmoz.org

Verzeichnis der Bibliothek Arno Schmidts [Bearbeiten]Downloadlink: http://www.arno-schmidt-stiftung.de/zettel/archiv/BVZ_2003_09.zip (gut 4 MB) – ursprünglich 1991 in Buchform erschienen (Dieter Gätjens, Die Bibliothek Arno Schmidts. Ein kommentiertes Verzeichnis seiner Bücher), 2003 als PDF: Neue Ausgabe, durchgesehen und erweitert von Günter Jürgensmeier.

»Arno Schmidt Referenzbibliothek« der GASL [Bearbeiten]http://www.gasl.org/refbib -- Digitale Edition von Titeln aus Schmidts Nachlassbibliothek bzw. von Titeln, die für Schmidts Werk von Bedeutung sind (über 325 Werke im PDF-Format).


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