| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) |
262, davon 256 (97,71%)
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Siehe auch: positiv bewertete Texte
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| Der erste Text |
am 21.1. 1999 um 00:38:06 Uhr schrieb Jörg
über Gedicht |
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am 4.10. 2024 um 19:49:27 Uhr schrieb von nebenan
über Gedicht |
Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 66) |
am 1.11. 2002 um 13:25:45 Uhr schrieb Duckman über Gedicht
am 3.10. 2002 um 21:01:29 Uhr schrieb ARD-Ratgeber über Gedicht
am 17.7. 2006 um 11:41:29 Uhr schrieb LittleAnn über Gedicht
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Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Gedicht«
zx6 schrieb am 31.3. 1999 um 12:10:24 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
Zuhause
So kommet nach Haus,
Wo der Wirbelsturm braust,
Und aus Rotwild bei Nacht
Wird Hackfleisch gemacht.
(zx6@gmx.de)
Charlie schrieb am 12.1. 1999 um 15:23:48 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Hinter eines Baumes Rinde
wohnt die Made mit dem Kinde.
Sie ist Witwe, denn der Gatte,
den sie hatte,
fiel vom Blatte
und diente so auf diese Weise
einer Ameise als Speise.
Eines Tages sprach die Made:
"Liebes Kind ich sehe gerade,
drüben gibt es frischen Kohl,
den ich hol, so leb denn wohl.
Doch halt, noch eins,
denk was geschah,
denk an Papa!"
Also sprach sie und entwich,
Made Junior aber schlich
aus der Wohnung, das war schlecht,
denn schon kam ein Specht
und verschlang die kleine fade Made
ohne Gnade,
Schade.
Hinter eines Baumes Rinde
ruft die Made nach dem Kinde.
H. Erhardt
ich schrieb am 24.3. 2003 um 11:32:43 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Das letzte Kapitel
(Erich Kästner, geschrieben 1930)
Am 12. Juli des Jahres 2003
lief folgender Funkspruch rund um die Erde:
daß ein Bombengeschwader der Luftpolizei
die gesamte Menschheit ausrotten werde.
Die Weltregierung, so wurde erklärt, stelle fest,
daß der Plan, endgültig Frieden zu stiften,
sich gar nicht anders verwirklichen läßt,
als alle Beteiligten zu vergiften.
Zu fliehen, wurde erklärt, habe keinen Zweck.
Nicht eine Seele dürfe am Leben bleiben.
Das neue Giftgas krieche in jedes Versteck.
Man habe nicht einmal nötig, sich selbst zu entleiben.
Am 13. Juli flogen von Boston eintausend
mit Gas und Bazillen beladene Flugzeuge fort
und vollbrachten, rund um den Globus sausend,
den von der Weltregierung befohlenen Mord.
Die Menschen krochen winselnd unter die Betten.
Sie stürzten in ihre Keller und in den Wald.
Das Gift hing gelb wie Wolken über den Städten.
Millionen Leichen lagen auf dem Asphalt.
Jeder dachte, er könne dem Tod entgehen.
Keiner entging dem Tod, und die Welt wurde leer.
Das Gift war überall. Es schlich wie auf Zehen.
Es lief die Wüsten entlang. Und es schwamm übers Meer.
Die Menschen lagen gebündelt wie faulende Garben.
Andre hingen wie Puppen zum Fenster heraus.
Die Tiere im Zoo schrien schrecklich, bevor sie starben.
Und langsam löschten die großen Hochöfen aus.
Dampfer schwankten im Meer, beladen mit Toten.
Und weder Weinen noch Lachen war mehr auf der Welt.
Die Flugzeuge irrten, mit tausend toten Piloten,
unter dem Himmel und sanken brennend ins Feld.
Jetzt hatte die Menschheit endlich erreicht, was sie wollte.
Zwar war die Methode nicht ausgesprochen human.
Die Erde war aber endlich still und zufrieden und rollte,
völlig beruhigt, ihre bekannte elliptische Bahn.
aus: Kästner für Erwachsene, S. Fischer Verlag
Aurora schrieb am 3.11. 1999 um 22:32:19 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Alles trübe,
Nebel verschleiern meinen Verstand.
Kann nicht mehr denken,
nicht mehr sagen was ich fühle.
Tiefe dunkle Nacht über meiner Seele,
werd niemanden mehr so tief blicken lassen,
werd niemandem mehr so vertrauen.
Gehe auf einem unendlichen Pfad,
unendlich verschlungen.
Ging ihn einst zu zweit,
einst war er unendlich gerade.
Hatte mal ein Ziel,
hatte mal eine Liebe.
Lange gewartet auf den Einen ,
lange geweint um den Einzigen.
Wo sind meine Träume,
wo meine Tränen?
Alles schon geträumt,
alle schon geweint.
Leidenschafft über Verstand gesetzt??
Liebe nur gesehen wo ich es wollte???
Alles ist trübe,
kein Gedanke mehr zu fassen.
Der Geist schwebt,
alles ist gleichgültig,
alles ist wichtiger als ich.
by Aurora
Andreas Gryphius schrieb am 15.1. 1999 um 13:29:33 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Du siehst, wohin du siehst nur Eitelkeit auf Erden.
Was dieser heute baut, reist jener morgen ein:
Wo itzund Städte stehn, wird eine Wiese sein
Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden:
Was itzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden.
Was itzt so pocht und trotzt ist Morgen Asch und Bein
Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein.
Itzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden.
Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn.
Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch bestehn?
Ach! was ist alles dies, was wir für köstlich achten,
Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind;
Als eine Wiesenblum, die man nicht wiederfind't.
Noch will was ewig ist kein einig Mensch betrachten!
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Ein Sonett aus dem Zeitalter des Barock. Zitierte Ausgeabe: Projekt Gutenberg-DE, der Titel lautet: »Es ist alles eitel«.
8tung: Die Ausgabe des des Projekt Gutenberg-DE genügt natürlich keinerlei Ansprüchen von einem Literatur-Wissenschaftler, ist aber zum Lesen gut geeignet, da die Schreibweisen des Barock nach heutigen Normen aufgelöst worden sind.
Bettina Beispiel schrieb am 12.6. 2003 um 14:24:31 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
700 Intellektuelle beten einen Öltank an
Bertolt Brecht (1929)
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Ohne Einladung
Sind wir gekommen,
Siebenhundert (und viele sind noch unterwegs),
Überall her,
Wo kein Wind mehr weht,
Von den Mühlen, die langsam mahlen, und
Von den Öfen, hinter denen es heißt,
daß kein Hund mehr vorkommt.
Und haben Dich gesehen
Plötzlich über Nacht,
Öltank.
Gestern warst Du noch nicht da,
Aber heute
Bist nur Du mehr.
Eilet herbei, alle
Die ihr absägt den Ast, auf dem ihr sitzet.
Werktätige!
Gott ist wiedergekommen
In Gestalt eines Öltanks.
Du Häßlicher,
Du bist der Schönste!
Tue uns Gewalt an,
Du Sachlicher!
Lösche aus unser Ich!
Mache uns kollektiv!
Denn nicht wie wir wollen,
Sondern wie Du willst.
Du bist nicht gemacht aus Elfenbein und Ebenholz, sondern aus
Eisen.
Herrlich, herrlich, herrlich!
Du Unscheinbarer!
Du bist kein Unsichtbarer.
Nicht unendlich bist Du!
Sondern sieben Meter hoch.
In Dir ist kein Geheimnis,
Sondern Öl.
Und Du verfährst mit uns
Nicht nach Gutdünken, noch unerforschlich,
Sondern nach Berechnung.
Was ist für Dich ein Gras?
Du sitzest darauf.
Wo ehedem ein Gras war,
Da sitzest jetzt Du, Öltank!
Und vor Dir ist ein Gefühl
Nichts.
Darum erhöre uns,
Und erlöse uns von dem Übel des Geistes
Im Namen der Elektrifizierung,
Der Ratio und der Statistik!
Delikta schrieb am 24.7. 2001 um 18:51:16 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Müde bin ich dumme Kuh,
mache meine Äuglein zu.
Mein Kopf fällt auf die Tastatur,
es ist doch erst 19 Uhr.
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