Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 262, davon 256 (97,71%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 92 positiv bewertete (35,11%)
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positiv bewertete Texte
Der erste Text am 21.1. 1999 um 00:38:06 Uhr schrieb
Jörg über Gedicht
Der neuste Text am 4.10. 2024 um 19:49:27 Uhr schrieb
von nebenan über Gedicht
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 66)

am 29.6. 2007 um 14:17:24 Uhr schrieb
Uli der Barde über Gedicht

am 1.7. 2018 um 19:53:58 Uhr schrieb
Benjamin Beispiel über Gedicht

am 16.10. 2007 um 02:10:26 Uhr schrieb
aritazibal über Gedicht

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Gedicht«

GPhilipp schrieb am 16.4. 2000 um 02:11:35 Uhr zu

Gedicht

Bewertung: 4 Punkt(e)

Zwiegestalt

Laß dein Aug in der Kammer sein eine Kerze,
den Blick einen Docht,
laß mich blind genug sein,
ihn zu entzünden.

Nein.
Laß anderes sein.

Tritt vor dein Haus,
schirr deinen scheckigen Traum an,
laß seine Hufe reden
zum Schnee, den Du fortbliest
vom First meiner Seele.

Paul Celan
aus 'Von Schwelle zu Schwelle' (st)

Aurora schrieb am 3.11. 1999 um 22:32:19 Uhr zu

Gedicht

Bewertung: 4 Punkt(e)

Alles trübe,
Nebel verschleiern meinen Verstand.
Kann nicht mehr denken,
nicht mehr sagen was ich fühle.

Tiefe dunkle Nacht über meiner Seele,
werd niemanden mehr so tief blicken lassen,
werd niemandem mehr so vertrauen.

Gehe auf einem unendlichen Pfad,
unendlich verschlungen.
Ging ihn einst zu zweit,
einst war er unendlich gerade.
Hatte mal ein Ziel,
hatte mal eine Liebe.

Lange gewartet auf den Einen ,
lange geweint um den Einzigen.
Wo sind meine Träume,
wo meine Tränen?
Alles schon geträumt,
alle schon geweint.

Leidenschafft über Verstand gesetzt??
Liebe nur gesehen wo ich es wollte???
Alles ist trübe,
kein Gedanke mehr zu fassen.

Der Geist schwebt,
alles ist gleichgültig,
alles ist wichtiger als ich.

by Aurora

ich schrieb am 24.3. 2003 um 11:32:43 Uhr zu

Gedicht

Bewertung: 2 Punkt(e)

Das letzte Kapitel

(Erich Kästner, geschrieben 1930)

Am 12. Juli des Jahres 2003
lief folgender Funkspruch rund um die Erde:
daß ein Bombengeschwader der Luftpolizei
die gesamte Menschheit ausrotten werde.

Die Weltregierung, so wurde erklärt, stelle fest,
daß der Plan, endgültig Frieden zu stiften,
sich gar nicht anders verwirklichen läßt,
als alle Beteiligten zu vergiften.

Zu fliehen, wurde erklärt, habe keinen Zweck.
Nicht eine Seele dürfe am Leben bleiben.
Das neue Giftgas krieche in jedes Versteck.
Man habe nicht einmal nötig, sich selbst zu entleiben.

Am 13. Juli flogen von Boston eintausend
mit Gas und Bazillen beladene Flugzeuge fort
und vollbrachten, rund um den Globus sausend,
den von der Weltregierung befohlenen Mord.

Die Menschen krochen winselnd unter die Betten.
Sie stürzten in ihre Keller und in den Wald.
Das Gift hing gelb wie Wolken über den Städten.
Millionen Leichen lagen auf dem Asphalt.

Jeder dachte, er könne dem Tod entgehen.
Keiner entging dem Tod, und die Welt wurde leer.
Das Gift war überall. Es schlich wie auf Zehen.
Es lief die Wüsten entlang. Und es schwamm übers Meer.

Die Menschen lagen gebündelt wie faulende Garben.
Andre hingen wie Puppen zum Fenster heraus.
Die Tiere im Zoo schrien schrecklich, bevor sie starben.
Und langsam löschten die großen Hochöfen aus.

Dampfer schwankten im Meer, beladen mit Toten.
Und weder Weinen noch Lachen war mehr auf der Welt.
Die Flugzeuge irrten, mit tausend toten Piloten,
unter dem Himmel und sanken brennend ins Feld.

Jetzt hatte die Menschheit endlich erreicht, was sie wollte.
Zwar war die Methode nicht ausgesprochen human.
Die Erde war aber endlich still und zufrieden und rollte,
völlig beruhigt, ihre bekannte elliptische Bahn.


aus: Kästner für Erwachsene, S. Fischer Verlag

kassiopeia schrieb am 6.1. 2000 um 15:07:25 Uhr zu

Gedicht

Bewertung: 2 Punkt(e)

Erich Fried: Nähe

Wenn ich weit weg bin von dir
und wenn ich die Augen zumache
und die Lippen öffne
dann spüre ich wie du schmeckst
nicht nach Seife und antiseptischen Salben
nur nach dir
und immer näher nach dir
und immer süßer nach dir
je länger ich an dich denke
und manchmal nach uns
nach dir und nach mir und nach dir

Aber wenn ich bei dir bin
wenn ich dich küsse und trinke
und dich einatme
und ausatme und wieder einatme
wenn ich mit offenen Augen
fast nichts von dir sehe
ganz vergraben in dich
in deine Haut und in deine
Haare und Decken
die duften nach dir
dann denke ich an dein Gesicht
weit oben
wie es jetzt leuchtet
oder sich schön verzieht in rascherem Atmen
und denke an deine
klugen genauen Worte
und an dein Weinen zuletzt
im Fenster des Zuges

Wenn ich bei dir bin
ist vieles voller Abschied
und wenn ich ohne dich bin
voller Nähe und Wärme von dir


Gronkor schrieb am 8.12. 2000 um 14:46:11 Uhr zu

Gedicht

Bewertung: 5 Punkt(e)

Hätte man sämtliche Berge der Welt
Zusammengetragen und übereinandergestellt,
Und wäre zu Füßen dieses Massivs
Ein riesiges Meer, ein breites und tief's,
Und stürzte dann unter Donnern und Blitzen
DER Berg in DAS Meer...

Das würd' spritzen!


(Heinz Erhard)

zx6 schrieb am 31.3. 1999 um 12:10:24 Uhr zu

Gedicht

Bewertung: 5 Punkt(e)

Zuhause

So kommet nach Haus,
Wo der Wirbelsturm braust,

Und aus Rotwild bei Nacht
Wird Hackfleisch gemacht.

(zx6@gmx.de)

leon schrieb am 4.3. 2002 um 20:48:43 Uhr zu

Gedicht

Bewertung: 4 Punkt(e)

Heinrich Heine

Wie schändlich du gehandelt ...
Wie schändlich du gehandelt,
Ich hab es den Menschen verhehlet,
Und bin hinausgefahren aufs Meer,
Und hab es den Fischen erzählet.
Ich laß dir den guten Namen
Nur auf dem festen Lande;
Aber im ganzen Ozean
Weiß man von deiner Schande.

Aurian schrieb am 2.6. 2000 um 13:31:38 Uhr zu

Gedicht

Bewertung: 2 Punkt(e)

Beschleunigtes Gedicht
Regen fällt vom Himmelsdom,
Sprudelt aus der Quelle,
Wird zu Bächlein, Fluß und Strom
Und zur Heimat der Forelle.
Diese schwimmt behender Flosse
Mal nach Osten, mal nach Westen.
Schwimmt sie in der Buttersoße,
Schmeckt sie mir am besten.

Extrem beschleunigtes Gedicht
Milliarden Jahre zählt das All,
Doch dauert es nur Stunden
Nach Metzgers Ankunft in dem Stall
Bis uns die Schnitzel munden.

Extremistisch beschleunigtes Gedicht
Morgens kräht der Hahn noch laut,
Abends ist er schon verdaut

http://www.werle.com/homepage/wasserbg/seite5.htm

Bolek Muž schrieb am 13.6. 2014 um 07:54:34 Uhr zu

Gedicht

Bewertung: 1 Punkt(e)

Josef Chic Muz
Snídaně na silnici okraji

Nádherně krásné ráno vzduchu slunce silně vtipné Vlastimil
dobrý čerstvý vítr foukat pěkný pruhovaný oblek pan
nakupoval smetany koláč snídaně jemnou chutí.
Tady! Najednou! Silná bouře plná šok moment kravatu
tleská zcela šlehačkový krém oblek: »Bláznivý špína kecy

On zůstává v páchnoucí, sluncem vzduchu
ohřát vývar se nečistoty a užijte si to.
Na botách a téměř vysoká na koleno
z nohy trčí tlusté, kapající
Pokovování přírody: »Bláto a prasečí hnůj«

Doposud tak elegantní Vlastimil
Podíval se zděšeně se na sebe, smál se
S rukama šíří zděšení
Vstal a podíval se dolů na sebe.
Nahlas pak zvolal: »Mizerný nečistoty kecy

Stál před velkým zrcadlem v salónu
a díval se na bílé goo bídně na jeho,
aby plně stříkaných ušlechtilých oblečení.
Bílý tvaroh bahno, které to pokutu sýr
Kravatu a oblek strčil zapáchal: »Sakra!«

Nepředpokládá se, že byla jiná: co teď Vlastimil
úplně zcvokla a praská znovu, nyní vývar
zejména extra silný paprsek sentimentální kvark
a kaše směs bohatá na středu již zdobená
komoda nemilosti Páně: »Zadek do prdele kecy

Modrá, světle modrá a bílá šikmo pruhovaná kravata to
lepí jako polévka hnědé a světle hnědé jako
v nacistických pěkný oblek zničil zcela zlomený,
nešťastný vznešený Pán se směje docela zmatený podívat.
Se Modrá obloha krásné počasí: »Oblek jen, hnůj

Vlastimil od hlavy až k patě přilepená nečistota krém
shnilý bahnité chůze způsob, jak legrační pták zpěv,
Pták zpívá píseň dobrá nálada v louži boty plné nečistot.
Nicméně, ne elegantní sluneční světlo a vzdušné cvrlikání
přírody ramenní oblek: »Blbost, nyní i ptačí trus, kecy

(Německý překlad / Übersetzung nach deutsch:)

Josef Chic Muz
Zwischenmahlzeit am Straßenrand

Einmalig schöner Morgensonne Luft stark lustig Vlastimil
gute frische Wind weht schönen Nadelstreifenanzug Herr
kauft Sahnetorte Frühstück erlesener Geschmack.
Da! Plötzlich! Starker Sturm voll Schreckmoment Krawatte
und klebt landend ganz Sahne, er schreit: »Doofer Dreck! Mist

Er bleibt in einer stinkenden, Sonnenluft
warme Brühe mit Schmutz und genießen er es.
Die Schuhe und fast bis zum Knie hoch Geschäftsanzug
Hosenbeine mit eine dicken tropfig Überzug
der Natur: »Einziger Schlamm und Schweinemist!«

So weit, so elegant junger schick Mann Vlastimil
Er blickte ganz und gar entgeistert auf sich und lachen.
Mit seinen Armen verteilt Bestürzung doch etwas.
Er stand auf und sah an sich herunter laufen üble Soße.
Und rief so laut wie geht: »Armseliges Schmutz! Mist

Er stand vor einem großen Spiegel in der Stube
und Blick auf die weiße Schmiere kläglich an seiner
voll gesprüht edle Kleidung jetzt stinkt wie Kuhschiss.
Weiß voll Quark und Schlamm den feinen Käse ist
Krawatte und Anzug stecken riecht streng: »Verdammtes Mist

Wie nicht anders zu erwarten gewesen: Was nun Vlastimil
flippte total aus und wieder platzen, jetzt Brühe noch stärker
Plastikbeutel vor allem extra starke Strahl sentimental Quark
und Schlamm-Suhle ist reich gemischt wurde eingerichtet
und wie Kömödie total blamiert Herrn: »Alles Arschkacke! Mist

Blau, hellblau und weiß diagonal gestreifte Krawatte jetzt
kleben wie Suppe braun und hellbraun wie peinlich:
so wie nen braun Nazi: schöner Anzug völlig mit öd Schlick,
und so unglücklich edle Lord lacht ziemlich genervt Blick.
Zwar blau Himmel schön Wetter, aber: »Anzug nur noch Mist

Armer Vlastimil von Kopf zu Fuß total stecken in Schmutzcreme!
Rotten schlammiger Wegesrand zu Fuß lustige Vogelgesang.
Vöglein zwitschert Lied heiter Stimmung, da tritt in Pfütze
mit schmutzigen Schuhen gefüllt so elegant, leicht und luftig
herab auf Schulter Vogelkot: »Mist, jetzt und Vogelkot, Mist

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