Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 262, davon 256 (97,71%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 92 positiv bewertete (35,11%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 21.1. 1999 um 00:38:06 Uhr schrieb
Jörg über Gedicht
Der neuste Text am 4.10. 2024 um 19:49:27 Uhr schrieb
von nebenan über Gedicht
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 66)

am 15.7. 2005 um 10:43:05 Uhr schrieb
Mac Nabb über Gedicht

am 12.6. 2014 um 04:18:22 Uhr schrieb
Schmopper über Gedicht

am 30.4. 2006 um 16:57:34 Uhr schrieb
Bianca über Gedicht

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Gedicht«

Gronkor schrieb am 8.12. 2000 um 14:46:11 Uhr zu

Gedicht

Bewertung: 5 Punkt(e)

Hätte man sämtliche Berge der Welt
Zusammengetragen und übereinandergestellt,
Und wäre zu Füßen dieses Massivs
Ein riesiges Meer, ein breites und tief's,
Und stürzte dann unter Donnern und Blitzen
DER Berg in DAS Meer...

Das würd' spritzen!


(Heinz Erhard)

ich schrieb am 24.3. 2003 um 11:32:43 Uhr zu

Gedicht

Bewertung: 2 Punkt(e)

Das letzte Kapitel

(Erich Kästner, geschrieben 1930)

Am 12. Juli des Jahres 2003
lief folgender Funkspruch rund um die Erde:
daß ein Bombengeschwader der Luftpolizei
die gesamte Menschheit ausrotten werde.

Die Weltregierung, so wurde erklärt, stelle fest,
daß der Plan, endgültig Frieden zu stiften,
sich gar nicht anders verwirklichen läßt,
als alle Beteiligten zu vergiften.

Zu fliehen, wurde erklärt, habe keinen Zweck.
Nicht eine Seele dürfe am Leben bleiben.
Das neue Giftgas krieche in jedes Versteck.
Man habe nicht einmal nötig, sich selbst zu entleiben.

Am 13. Juli flogen von Boston eintausend
mit Gas und Bazillen beladene Flugzeuge fort
und vollbrachten, rund um den Globus sausend,
den von der Weltregierung befohlenen Mord.

Die Menschen krochen winselnd unter die Betten.
Sie stürzten in ihre Keller und in den Wald.
Das Gift hing gelb wie Wolken über den Städten.
Millionen Leichen lagen auf dem Asphalt.

Jeder dachte, er könne dem Tod entgehen.
Keiner entging dem Tod, und die Welt wurde leer.
Das Gift war überall. Es schlich wie auf Zehen.
Es lief die Wüsten entlang. Und es schwamm übers Meer.

Die Menschen lagen gebündelt wie faulende Garben.
Andre hingen wie Puppen zum Fenster heraus.
Die Tiere im Zoo schrien schrecklich, bevor sie starben.
Und langsam löschten die großen Hochöfen aus.

Dampfer schwankten im Meer, beladen mit Toten.
Und weder Weinen noch Lachen war mehr auf der Welt.
Die Flugzeuge irrten, mit tausend toten Piloten,
unter dem Himmel und sanken brennend ins Feld.

Jetzt hatte die Menschheit endlich erreicht, was sie wollte.
Zwar war die Methode nicht ausgesprochen human.
Die Erde war aber endlich still und zufrieden und rollte,
völlig beruhigt, ihre bekannte elliptische Bahn.


aus: Kästner für Erwachsene, S. Fischer Verlag

georg trakl schrieb am 20.6. 2000 um 20:23:44 Uhr zu

Gedicht

Bewertung: 2 Punkt(e)

Verklärter Herbst

Gewaltig endet so das Jahr
Mit goldnem Wein und Frucht der Gärten.
Rund schweigen Wälder wunderbar
Und sind des Einsamen Gefährten.

Da sagt der Landmann: Es ist gut.
Ihr Abendglocken lang und leise
Gebt noch zum Ende frohen Mut.
Ein Vogelzug grüßt auf der Reise

Es ist der Liebe milde Zeit
Im Kahn den blauen Fluß hinunter
Wie schön sich Bild an Bildchen reiht
Das geht in Ruh und Schweigen unter

leon schrieb am 4.3. 2002 um 20:41:37 Uhr zu

Gedicht

Bewertung: 2 Punkt(e)

Heinrich Heine

Frau Mette
Herr Peter und Bender saßen beim Wein,
Herr Bender sprach: "Ich wette,
Bezwänge dein Singen die ganze Welt,
Doch nimmer bezwingt es Frau Mette."
Herr Peter sprach: "Ich wette mein Roß
Wohl gegen deine Hunde,
Frau Mette sing ich nach meinem Hof,
Noch heut, in der Mitternachtsstunde."

Und als die Mitternachtsstunde kam,
Herr Peter hub an zu singen;
Wohl über den Fluß, wohl über den Wald
Die süßen Töne dringen.

Die Tannenbäume horchen so still,
Die Flut hört auf zu rauschen,
Am Himmel zittert der blasse Mond,
Die klugen Sterne lauschen.

Frau Mette erwacht aus ihrem Schlaf:
Wer singt vor meiner Kammer?
Sie achselt ihr Kleid, sie schreitet hinaus; -
Das ward zu großem Jammer.

Wohl durch den Wald, wohl durch den Fluß
Sie schreitet unaufhaltsam;
Herr Peter zog sie nach seinem Hof
Mit seinem Liede gewaltsam.

Und als sie morgens nach Hause kam,
Vor der Türe stand Herr Bender:
"Frau Mette, wo bist du gewesen zur Nacht?
Es triefen deine Gewänder?"

"Ich war heut Nacht am Nixenfluß,
Da hört ich prophezeien,
Es plätscherten und bespritzten mich
Die neckenden Wasserfeien."

"Am Nixenfluß ist feiner Sand,
Dort bist du nicht gegangen,
Zerrissen und blutig sind deine Füß,
Auch bluten deine Wangen."

"Ich war heut nacht im Elfenwald,
Zu schaun den Elfenreigen,
Ich hab mir verwundet Fuß und Gesicht
An Dornen und Tannenzweigen."

"Die Elfen tanzen im Monat Mai
Auf weichen Blumenfeldern,
Jetzt aber herrscht der kalte Herbst
Und heult der Wind in den Wäldern."

"Bei Peter Nilsen war ich heut nacht,
Er sang, und zaubergewaltsam
Wohl durch den Wald, wohl durch den Fluß
Es zog mich unaufhaltsam.

Sein Lied ist stark als wie der Tod,
Es lockt in Nacht und Verderben.
Noch brennt mir im Herzen die tönende Glut.
Ich weiß, jetzt muß ich sterben." -

Die Kirchentür ist schwarz behängt,
Die Trauerglocken läuten;
Das soll den jämmerlichen Tod
Der armen Frau Mette bedeuten.

Herr Bender steht vor der Leichenbahr
Und seufzt aus Herzensgrunde:
Nun hab ich verloren mein schönes Weib
Und meine treuen Hunde.

Bettina Beispiel schrieb am 12.6. 2003 um 14:24:31 Uhr zu

Gedicht

Bewertung: 1 Punkt(e)

700 Intellektuelle beten einen Öltank an

Bertolt Brecht (1929)

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Ohne Einladung

Sind wir gekommen,

Siebenhundert (und viele sind noch unterwegs),

Überall her,

Wo kein Wind mehr weht,

Von den Mühlen, die langsam mahlen, und

Von den Öfen, hinter denen es heißt,

daß kein Hund mehr vorkommt.

Und haben Dich gesehen

Plötzlich über Nacht,

Öltank.




Gestern warst Du noch nicht da,

Aber heute

Bist nur Du mehr.




Eilet herbei, alle

Die ihr absägt den Ast, auf dem ihr sitzet.

Werktätige!

Gott ist wiedergekommen

In Gestalt eines Öltanks.




Du Häßlicher,

Du bist der Schönste!

Tue uns Gewalt an,

Du Sachlicher!




Lösche aus unser Ich!

Mache uns kollektiv!

Denn nicht wie wir wollen,

Sondern wie Du willst.




Du bist nicht gemacht aus Elfenbein und Ebenholz, sondern aus

Eisen.

Herrlich, herrlich, herrlich!

Du Unscheinbarer!




Du bist kein Unsichtbarer.

Nicht unendlich bist Du!

Sondern sieben Meter hoch.

In Dir ist kein Geheimnis,

Sondern Öl.

Und Du verfährst mit uns

Nicht nach Gutdünken, noch unerforschlich,

Sondern nach Berechnung.




Was ist für Dich ein Gras?

Du sitzest darauf.

Wo ehedem ein Gras war,

Da sitzest jetzt Du, Öltank!

Und vor Dir ist ein Gefühl

Nichts.




Darum erhöre uns,

Und erlöse uns von dem Übel des Geistes

Im Namen der Elektrifizierung,

Der Ratio und der Statistik!

GPhilipp schrieb am 16.4. 2000 um 02:11:35 Uhr zu

Gedicht

Bewertung: 4 Punkt(e)

Zwiegestalt

Laß dein Aug in der Kammer sein eine Kerze,
den Blick einen Docht,
laß mich blind genug sein,
ihn zu entzünden.

Nein.
Laß anderes sein.

Tritt vor dein Haus,
schirr deinen scheckigen Traum an,
laß seine Hufe reden
zum Schnee, den Du fortbliest
vom First meiner Seele.

Paul Celan
aus 'Von Schwelle zu Schwelle' (st)

Stöbers Greif schrieb am 14.2. 2000 um 17:42:18 Uhr zu

Gedicht

Bewertung: 2 Punkt(e)

Gedichte hat man früher alles schriftlich Abgefaßte genannt; erst im Laufe des 18. Jahrhunderts wurde die Bedeutung des Begriffs auf den poetischen Bereich eingeengt. Daneben setzte sich die Bedeutungsvariante »(lügenhafte)Erfindung« durch, die sich zu »freie poetische Erfindung eines Dichters« wandelte; in diesem Sinne wurden auch Romane und Dramen als »Gedichte« verstanden. Heute versteht man unter Gedichten aber vor allem Lyrik.

Jörg schrieb am 21.1. 1999 um 00:38:06 Uhr zu

Gedicht

Bewertung: 4 Punkt(e)

Ein Dichter ist ein Mensch, der schreibt,
der niemals auf der Stelle bleibt
der Worte zu Gebilden formt
die Sprache nicht nach Schema formt
der manchmal unverstanden bleibt
jedoch der Dichter schreibt und schreibt...

Charlie schrieb am 12.1. 1999 um 15:23:48 Uhr zu

Gedicht

Bewertung: 3 Punkt(e)

Hinter eines Baumes Rinde
wohnt die Made mit dem Kinde.
Sie ist Witwe, denn der Gatte,
den sie hatte,
fiel vom Blatte
und diente so auf diese Weise
einer Ameise als Speise.

Eines Tages sprach die Made:
"Liebes Kind ich sehe gerade,
drüben gibt es frischen Kohl,
den ich hol, so leb denn wohl.
Doch halt, noch eins,
denk was geschah,
denk an Papa!"

Also sprach sie und entwich,
Made Junior aber schlich
aus der Wohnung, das war schlecht,
denn schon kam ein Specht
und verschlang die kleine fade Made
ohne Gnade,
Schade.

Hinter eines Baumes Rinde
ruft die Made nach dem Kinde.

H. Erhardt

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