Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 262, davon 256 (97,71%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 92 positiv bewertete (35,11%)
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positiv bewertete Texte
Der erste Text am 21.1. 1999 um 00:38:06 Uhr schrieb
Jörg über Gedicht
Der neuste Text am 4.10. 2024 um 19:49:27 Uhr schrieb
von nebenan über Gedicht
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 66)

am 10.3. 2004 um 19:40:08 Uhr schrieb
namensindschallundrauch@der-nachtmensch.de über Gedicht

am 27.6. 2005 um 20:14:49 Uhr schrieb
rausch über Gedicht

am 11.1. 2007 um 14:50:57 Uhr schrieb
lissi über Gedicht

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Gedicht«

wuzi schrieb am 15.10. 1999 um 22:29:49 Uhr zu

Gedicht

Bewertung: 3 Punkt(e)

Das Stelldichein

Am Marktplatz im Abenddämmerschein
da steht ein Jüngling so ganz allein
und wendet voll Sehnsucht seinen Blick
von dort zum Jakobstor zurück
»wo bleibt sie denn heute so lange«
so seufzt der Jüngling von Herzen bange
vorüber ist schon die bestimmte Zeit
und nichts ist zu sehen weit und breit.
"hat sie mal wieder die Zeit versäumt
steht sie beim Wenzelstor und träumt
dieweil auf dem Marktplatz unbeirrt
sie sehnsuchtsvoll erwartet wird?
So komme doch endlich! Ich stehe hier
mit bangem Herzen am Marktplatz und frier!
Und wenn sie mich treulos lässt im Stich
erreich ich den Anschluß im Leben nicht!
Doch sieh, im rosigen Dämmerschein
biegt sie zum Jakobstor herein!
Jetzt kommt sie, ich seh' sie nah'n!
die heißersehnte Straßenbahn!"

Charlie schrieb am 12.1. 1999 um 15:23:48 Uhr zu

Gedicht

Bewertung: 3 Punkt(e)

Hinter eines Baumes Rinde
wohnt die Made mit dem Kinde.
Sie ist Witwe, denn der Gatte,
den sie hatte,
fiel vom Blatte
und diente so auf diese Weise
einer Ameise als Speise.

Eines Tages sprach die Made:
"Liebes Kind ich sehe gerade,
drüben gibt es frischen Kohl,
den ich hol, so leb denn wohl.
Doch halt, noch eins,
denk was geschah,
denk an Papa!"

Also sprach sie und entwich,
Made Junior aber schlich
aus der Wohnung, das war schlecht,
denn schon kam ein Specht
und verschlang die kleine fade Made
ohne Gnade,
Schade.

Hinter eines Baumes Rinde
ruft die Made nach dem Kinde.

H. Erhardt

LKA Düsseldorf schrieb am 16.4. 2000 um 01:46:27 Uhr zu

Gedicht

Bewertung: 2 Punkt(e)

Das Brummen

Vom Rhein ein Brummen schnorrte leise
vom Frachtschiff das vorüberzieht.
immer leiser, immer leiser,
bis es fast dem Ohr entflieht.
Und da von oben grad vom Himmel
stört quer ein andrer Ton die Ruh'
im Mond ein Streifen, rauchig schimmernd
die Augen zu, die Augen zu

Ach ich sehne mich nach Stille,
da wo's niemals Stille wird
'n Auto fährt, es zirpt ne Grille
nebenan wird korpuliert.
In den Pappeln sitzen Raben
krächzen was vom Totenreich
der unter mir muß Gäste haben
oder Durchfall, beides gleich.

Das Leben ist ein lautes Treiben,
niemand hilft dir aus der Not
das Brummen wird dir immer bleiben,
Ruhe bringt dir erst der Tod!

Thanx tu Joint venture und Straßenigeln

BlackSoul schrieb am 3.3. 2002 um 17:50:56 Uhr zu

Gedicht

Bewertung: 1 Punkt(e)

Vielleicht lieber morgen ....

Auf einem gelben Stück Papier, grün liniert,
schrieb er ein Gedicht
Und er nannte es „Chops“
Denn das war der Name seinem Hundes
Und nur darum ging es.
Und sein Lehrer gab ihm eine Eins
Und einen goldenen Stern
Und seine Mutter klebte es an die Küchentür
Und las es seinen Tanten vor
Das war das Jahr, als alle Kinder
Mit Father Tracy in den Zoo fuhren
Und sie sangen mit ihm im Bus
Und seine Schwester kam auf die Welt
Mit winzigen Zehennägeln und kahl
Und seine Eltern küssten sich oft
Und das Mädchen um die Ecke schickte ihm
Eine Valentinskarte mit vielenX“-en
Und er fragte seinen Vater, was diese zu bedeuten hätten
Und sein Vater brachte ihn am Abend ins Bett
Und war immer da, um das zu tun.

Auf einem weißen Stück Papier, blau liniert,
schrieb er ein Gedicht
Und er nannte esHerbst
Denn es war gerade Herbst
Und nur darum ging es
Und sein Lehrer gab ihm eine Eins
Und sagt, er solle präziser schreiben
Und seine Mutter klebte es nicht an die Küchentür
Denn die war gerade frisch gestrichen
Und die anderen sagten ihm,
dass Father Tracy Zigaretten rauchte
Und sie in der Kirche fallen ließ
Und manchmal brannten sie Löcher in die Bänke
Das war das Jahr, als seine Schwester eine Brille bekam,
mit dicken Gläsern und schwarzem Gestell
Und das Mädchen um die Ecke lachte ihn aus,
als er mit ihr auf den Weihnachtsmann warten wollte
Und die anderen sagten ihm,
warum seine Eltern sich so oft küssten
Und sein Vater brachte ihn abends nicht mehr ins Bett
Und sein Vater wurde wütend,
als er ihn weinend darum bat

Auf einem Blatt aus seinem Notizbuch
Schrieb er ein Gedicht
Und er nannte esUnschuld : Eine Frage
Denn das war die Frage, die seine Freundin betraf
Und sein Lehrer gab ihm eine Eins
Und sah ihn lange und seltsam an
Und seine Mutter klebte es nicht an die Küchentür,
denn er zeigte es ihr nicht
Das war das Jahr, als Father Tracy starb
Und er vergaß, wie das Glaubensbekenntnis ging
Und er erwischte seine Schwester,
wie sie hinterm Haus herumknutschte
Und seine Eltern küssten sich nicht mehr
Und schwiegen sich an
Und das Mädchen um die Ecke trug zu viel Make – Up
Sodass er husten musste, wenn er sie küsste,
aber er tat es trotzdem,
weil es das war, was man halt tat
Und um drei Uhr morgens brachte er sich ins Bett,
während sein Vater nebenan schnarchte

Auf einem Stück brauner Papiertüte
Versuchte er sich an einem Gedicht
Und er nannte esAbsolut nichts“,
denn nur darum ging es wirklich
Und er verpasste sich selbst eine Eins
Und einen Schnitt in jedes Handgelenk
Und er klebte es an die Badezimmertür,
denn er glaubte nicht, dass er es noch
bis zur Küche schaffen würde



Delikta schrieb am 24.7. 2001 um 18:51:16 Uhr zu

Gedicht

Bewertung: 4 Punkt(e)

Müde bin ich dumme Kuh,
mache meine Äuglein zu.
Mein Kopf fällt auf die Tastatur,
es ist doch erst 19 Uhr.

GPhilipp schrieb am 16.4. 2000 um 02:11:35 Uhr zu

Gedicht

Bewertung: 4 Punkt(e)

Zwiegestalt

Laß dein Aug in der Kammer sein eine Kerze,
den Blick einen Docht,
laß mich blind genug sein,
ihn zu entzünden.

Nein.
Laß anderes sein.

Tritt vor dein Haus,
schirr deinen scheckigen Traum an,
laß seine Hufe reden
zum Schnee, den Du fortbliest
vom First meiner Seele.

Paul Celan
aus 'Von Schwelle zu Schwelle' (st)

Andreas Gryphius schrieb am 15.1. 1999 um 13:29:33 Uhr zu

Gedicht

Bewertung: 1 Punkt(e)

Du siehst, wohin du siehst nur Eitelkeit auf Erden.
Was dieser heute baut, reist jener morgen ein:
Wo itzund Städte stehn, wird eine Wiese sein
Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden:
Was itzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden.
Was itzt so pocht und trotzt ist Morgen Asch und Bein
Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein.
Itzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden.
Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn.
Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch bestehn?
Ach! was ist alles dies, was wir für köstlich achten,
Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind;
Als eine Wiesenblum, die man nicht wiederfind't.
Noch will was ewig ist kein einig Mensch betrachten!

----

Ein Sonett aus dem Zeitalter des Barock. Zitierte Ausgeabe: Projekt Gutenberg-DE, der Titel lautet: »Es ist alles eitel«.

8tung: Die Ausgabe des des Projekt Gutenberg-DE genügt natürlich keinerlei Ansprüchen von einem Literatur-Wissenschaftler, ist aber zum Lesen gut geeignet, da die Schreibweisen des Barock nach heutigen Normen aufgelöst worden sind.

Gronkor schrieb am 8.12. 2000 um 14:46:11 Uhr zu

Gedicht

Bewertung: 5 Punkt(e)

Hätte man sämtliche Berge der Welt
Zusammengetragen und übereinandergestellt,
Und wäre zu Füßen dieses Massivs
Ein riesiges Meer, ein breites und tief's,
Und stürzte dann unter Donnern und Blitzen
DER Berg in DAS Meer...

Das würd' spritzen!


(Heinz Erhard)

leon schrieb am 4.3. 2002 um 20:48:43 Uhr zu

Gedicht

Bewertung: 4 Punkt(e)

Heinrich Heine

Wie schändlich du gehandelt ...
Wie schändlich du gehandelt,
Ich hab es den Menschen verhehlet,
Und bin hinausgefahren aufs Meer,
Und hab es den Fischen erzählet.
Ich laß dir den guten Namen
Nur auf dem festen Lande;
Aber im ganzen Ozean
Weiß man von deiner Schande.

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