Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 263, davon 257 (97,72%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 92 positiv bewertete (34,98%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 21.1. 1999 um 00:38:06 Uhr schrieb
Jörg über Gedicht
Der neuste Text am 19.8. 2026 um 23:45:03 Uhr schrieb
Rufus über Gedicht
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 67)

am 11.1. 2007 um 14:50:57 Uhr schrieb
lissi über Gedicht

am 22.10. 2006 um 03:35:15 Uhr schrieb
Schnamba Zeckwiyd über Gedicht

am 22.9. 2009 um 00:12:49 Uhr schrieb
Schreibakteur über Gedicht

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Gedicht«

Aurora schrieb am 3.11. 1999 um 22:32:19 Uhr zu

Gedicht

Bewertung: 4 Punkt(e)

Alles trübe,
Nebel verschleiern meinen Verstand.
Kann nicht mehr denken,
nicht mehr sagen was ich fühle.

Tiefe dunkle Nacht über meiner Seele,
werd niemanden mehr so tief blicken lassen,
werd niemandem mehr so vertrauen.

Gehe auf einem unendlichen Pfad,
unendlich verschlungen.
Ging ihn einst zu zweit,
einst war er unendlich gerade.
Hatte mal ein Ziel,
hatte mal eine Liebe.

Lange gewartet auf den Einen ,
lange geweint um den Einzigen.
Wo sind meine Träume,
wo meine Tränen?
Alles schon geträumt,
alle schon geweint.

Leidenschafft über Verstand gesetzt??
Liebe nur gesehen wo ich es wollte???
Alles ist trübe,
kein Gedanke mehr zu fassen.

Der Geist schwebt,
alles ist gleichgültig,
alles ist wichtiger als ich.

by Aurora

Gronkor schrieb am 8.12. 2000 um 14:46:11 Uhr zu

Gedicht

Bewertung: 5 Punkt(e)

Hätte man sämtliche Berge der Welt
Zusammengetragen und übereinandergestellt,
Und wäre zu Füßen dieses Massivs
Ein riesiges Meer, ein breites und tief's,
Und stürzte dann unter Donnern und Blitzen
DER Berg in DAS Meer...

Das würd' spritzen!


(Heinz Erhard)

leon schrieb am 4.3. 2002 um 20:48:43 Uhr zu

Gedicht

Bewertung: 4 Punkt(e)

Heinrich Heine

Wie schändlich du gehandelt ...
Wie schändlich du gehandelt,
Ich hab es den Menschen verhehlet,
Und bin hinausgefahren aufs Meer,
Und hab es den Fischen erzählet.
Ich laß dir den guten Namen
Nur auf dem festen Lande;
Aber im ganzen Ozean
Weiß man von deiner Schande.

ich schrieb am 24.3. 2003 um 11:32:43 Uhr zu

Gedicht

Bewertung: 2 Punkt(e)

Das letzte Kapitel

(Erich Kästner, geschrieben 1930)

Am 12. Juli des Jahres 2003
lief folgender Funkspruch rund um die Erde:
daß ein Bombengeschwader der Luftpolizei
die gesamte Menschheit ausrotten werde.

Die Weltregierung, so wurde erklärt, stelle fest,
daß der Plan, endgültig Frieden zu stiften,
sich gar nicht anders verwirklichen läßt,
als alle Beteiligten zu vergiften.

Zu fliehen, wurde erklärt, habe keinen Zweck.
Nicht eine Seele dürfe am Leben bleiben.
Das neue Giftgas krieche in jedes Versteck.
Man habe nicht einmal nötig, sich selbst zu entleiben.

Am 13. Juli flogen von Boston eintausend
mit Gas und Bazillen beladene Flugzeuge fort
und vollbrachten, rund um den Globus sausend,
den von der Weltregierung befohlenen Mord.

Die Menschen krochen winselnd unter die Betten.
Sie stürzten in ihre Keller und in den Wald.
Das Gift hing gelb wie Wolken über den Städten.
Millionen Leichen lagen auf dem Asphalt.

Jeder dachte, er könne dem Tod entgehen.
Keiner entging dem Tod, und die Welt wurde leer.
Das Gift war überall. Es schlich wie auf Zehen.
Es lief die Wüsten entlang. Und es schwamm übers Meer.

Die Menschen lagen gebündelt wie faulende Garben.
Andre hingen wie Puppen zum Fenster heraus.
Die Tiere im Zoo schrien schrecklich, bevor sie starben.
Und langsam löschten die großen Hochöfen aus.

Dampfer schwankten im Meer, beladen mit Toten.
Und weder Weinen noch Lachen war mehr auf der Welt.
Die Flugzeuge irrten, mit tausend toten Piloten,
unter dem Himmel und sanken brennend ins Feld.

Jetzt hatte die Menschheit endlich erreicht, was sie wollte.
Zwar war die Methode nicht ausgesprochen human.
Die Erde war aber endlich still und zufrieden und rollte,
völlig beruhigt, ihre bekannte elliptische Bahn.


aus: Kästner für Erwachsene, S. Fischer Verlag

kassiopeia schrieb am 6.1. 2000 um 15:07:25 Uhr zu

Gedicht

Bewertung: 2 Punkt(e)

Erich Fried: Nähe

Wenn ich weit weg bin von dir
und wenn ich die Augen zumache
und die Lippen öffne
dann spüre ich wie du schmeckst
nicht nach Seife und antiseptischen Salben
nur nach dir
und immer näher nach dir
und immer süßer nach dir
je länger ich an dich denke
und manchmal nach uns
nach dir und nach mir und nach dir

Aber wenn ich bei dir bin
wenn ich dich küsse und trinke
und dich einatme
und ausatme und wieder einatme
wenn ich mit offenen Augen
fast nichts von dir sehe
ganz vergraben in dich
in deine Haut und in deine
Haare und Decken
die duften nach dir
dann denke ich an dein Gesicht
weit oben
wie es jetzt leuchtet
oder sich schön verzieht in rascherem Atmen
und denke an deine
klugen genauen Worte
und an dein Weinen zuletzt
im Fenster des Zuges

Wenn ich bei dir bin
ist vieles voller Abschied
und wenn ich ohne dich bin
voller Nähe und Wärme von dir


snake schrieb am 20.9. 1999 um 22:24:21 Uhr zu

Gedicht

Bewertung: 2 Punkt(e)

Die Schriftstellerin

In ihrem Zimmer im Giebel des Hauses,
wo Licht sich bricht und die Fenster in den Linden schaukeln,
schreibt meine Tochter eine Geschichte.

Auf der Treppe zögernd höre ich
durch ihre geschlossene Tür einen Aufruhr der Tasten
wie eine Kette, die über die Reling rasselt.

Jung ist sie, und der Rohstoff
ihres Lebens ist wertvolle Ladung, und teilweise schwer:
Ich wünsche ihr glückliche Überfahrt.

Nun aber ist sie es. die zögert,
als wehrte sie sich gegen die Glätte meines Gedankens.
Eine Stille wächst, in der

das ganze Haus zu denken scheint,
und dann ist sie da wieder mit einem gebündelten Lärm
von Anschlägen, und dann wieder Stille.

Ich denke an jenen verirrten Star,
der in dies Zimmer geriet, vor zwei Jahren;
wir schlichen hinein, ein Fenster zu öffnen

und zogen uns zurück, um ihn nicht zu erschrecken;
und eine hilflose Stunde, durch den Türspalt,
schauten wir auf das glatte, rauhe, dunkle

und schillernde Geschöpf,
das gegen die Helligkeit prallte, wie ein Handschuh
auf den harten Boden oder den Schreibtisch stürzte,

und dann wartete, verbeult und blutig,
auf den Mut zum neuen Versuch; und welche Freude
in uns aufstieg, als er plötzlich

von einer Stuhllehne abhob,
geradewegs das rechte Fenster ansteuerte
und glatt das Fensterbrett nahm, die Schwelle zur Welt.

Ich hatte vergessen, mein Liebling,
es geht immer um Leben und Tod.
Ich wünsche Dir
das gleiche wie vorhin, doch heftiger

(Richard Wilbur)

georg trakl schrieb am 20.6. 2000 um 20:23:44 Uhr zu

Gedicht

Bewertung: 2 Punkt(e)

Verklärter Herbst

Gewaltig endet so das Jahr
Mit goldnem Wein und Frucht der Gärten.
Rund schweigen Wälder wunderbar
Und sind des Einsamen Gefährten.

Da sagt der Landmann: Es ist gut.
Ihr Abendglocken lang und leise
Gebt noch zum Ende frohen Mut.
Ein Vogelzug grüßt auf der Reise

Es ist der Liebe milde Zeit
Im Kahn den blauen Fluß hinunter
Wie schön sich Bild an Bildchen reiht
Das geht in Ruh und Schweigen unter

wuzi schrieb am 15.10. 1999 um 22:29:49 Uhr zu

Gedicht

Bewertung: 3 Punkt(e)

Das Stelldichein

Am Marktplatz im Abenddämmerschein
da steht ein Jüngling so ganz allein
und wendet voll Sehnsucht seinen Blick
von dort zum Jakobstor zurück
»wo bleibt sie denn heute so lange«
so seufzt der Jüngling von Herzen bange
vorüber ist schon die bestimmte Zeit
und nichts ist zu sehen weit und breit.
"hat sie mal wieder die Zeit versäumt
steht sie beim Wenzelstor und träumt
dieweil auf dem Marktplatz unbeirrt
sie sehnsuchtsvoll erwartet wird?
So komme doch endlich! Ich stehe hier
mit bangem Herzen am Marktplatz und frier!
Und wenn sie mich treulos lässt im Stich
erreich ich den Anschluß im Leben nicht!
Doch sieh, im rosigen Dämmerschein
biegt sie zum Jakobstor herein!
Jetzt kommt sie, ich seh' sie nah'n!
die heißersehnte Straßenbahn!"

LKA Düsseldorf schrieb am 16.4. 2000 um 01:46:27 Uhr zu

Gedicht

Bewertung: 2 Punkt(e)

Das Brummen

Vom Rhein ein Brummen schnorrte leise
vom Frachtschiff das vorüberzieht.
immer leiser, immer leiser,
bis es fast dem Ohr entflieht.
Und da von oben grad vom Himmel
stört quer ein andrer Ton die Ruh'
im Mond ein Streifen, rauchig schimmernd
die Augen zu, die Augen zu

Ach ich sehne mich nach Stille,
da wo's niemals Stille wird
'n Auto fährt, es zirpt ne Grille
nebenan wird korpuliert.
In den Pappeln sitzen Raben
krächzen was vom Totenreich
der unter mir muß Gäste haben
oder Durchfall, beides gleich.

Das Leben ist ein lautes Treiben,
niemand hilft dir aus der Not
das Brummen wird dir immer bleiben,
Ruhe bringt dir erst der Tod!

Thanx tu Joint venture und Straßenigeln

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