| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) |
269, davon 261 (97,03%)
mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 92 positiv bewertete (34,20%) |
| Durchschnittliche Textlänge |
416 Zeichen |
| Durchschnittliche Bewertung |
0,327 Punkte, 114 Texte unbewertet.
Siehe auch: positiv bewertete Texte
|
| Der erste Text |
am 15.4. 1999 um 15:02:08 Uhr schrieb Tanna
über schreiben |
| Der neuste Text |
am 25.8. 2025 um 19:18:20 Uhr schrieb Schmidt
über schreiben |
Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 114) |
am 2.2. 2005 um 23:56:51 Uhr schrieb Kara Rudolph über schreiben
am 28.10. 2002 um 14:46:38 Uhr schrieb Grottenolm über schreiben
am 11.8. 2008 um 20:20:09 Uhr schrieb mesi über schreiben
|
Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Schreiben«
miss.s schrieb am 28.6. 1999 um 12:11:23 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
schreiben ist fuer mich eine der besten moeglichkeiten, mit mir selbst in einklang zu kommen. nicht nur, weil ich vielleicht die in meinem kopf herumschwirrenden dinge ordne (das mache ich sowieso selten genug), sondern weil immer eins zum anderen fuehrt, ich auf neue gedanken komme, und meine alten beiseite raeumen kann, weil ich mich dadurch, dass ich sie aufgeschrieben habe, schon genug mit ihnen beschaeftigt habe. das gibt raum fuer neues, und schafft klarheit. (naja, manchmal verwirrt es nur noch mehr)
schwer zu beschreiben das ganze.
aber ist es nicht wundervoll, dass wir einfach gestalten und geschichten erfinden koennen, und diese durch aufschreiben auch anderen menschen nahebringen koennen? das ist das schoene an buechern, sich eine eigene realitaet schaffen zu koennen. da wird ein fernseher nie herankommen! die schrift ist schon eine grossartige erfindung, sonst koennten wir hier unsere ganzen assoziationen gar nicht los werden... leider aber reicht manchmal die sprache nicht aus, etwas auszudruecken, das wir beschreiben wollen, und wenn ich hier alles zu computer bringen wollte, was mir persoenlich das schreiben bedeutet, dann verhau ich mir morgen meine abschlusspruefung.
Ugullugu schrieb am 29.11. 2002 um 01:21:27 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Was Kinderbuchautoren für einen Kram schreiben! Ich frag mich, wie die das machen. Nehmen die LSD? Stellen die sich in speziellen Seminaren auf die Psyche eines Kindes ein?
Ich hab gestern in einer Art Gästezimmer übernachtet, in dem sonst ein vierjähriges Kind schläft. Die Mutter ist alleinerziehend und plant offensichtlich, ihren Jonas nur mit Spielsachen aufwachsen zu lassen, mit denen sie selber vor über zwanzig Jahren rumgewurschtelt hat. Ich konnte nicht schlafen. »Memory« macht alleine keinen Spaß. Ich wollte was lesen. Da war ein Buch mit dem Titel »Wenn der Elefant kommt«. Das ging so: Der Elefant latscht über eine Wiese. Da sieht er (man muß umblättern) einen Bären. Der Bär bekommt Angst vor dem Elefanten und rennt weg, man blättert wieder um, da trifft er auf ein Krokodil. Das Krokodil rennt aus Angst vor dem Bären weg, begegnet (Umblättern) einem Wildschwein, das komischerweise einen Badeanzug anhat und natürlich flieht usw. Es endet mit einer fliehenden Maus, die wiederum den Elefanten trifft und diesen in helle Panik versetzt.
Das fand ich doof. Außerdem, bei dem ganzen Spielzeug fiel mir auf, daß der arme Jonas wahrscheinlich ein ziemlicher Außenseiter werden wird, bei dem Kram, mit dem er so spielen muß.
hei+co schrieb am 16.6. 2000 um 01:47:21 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
politscher Charakter des Schreibens?
"Weil das Denken, das in diesem Text vollzogen wird, nicht individueller, sondern kollektiver Natur ist; weil der Prozeß des Schreibens nicht auf eine Verfestigung, auf die Vorstellung von etwas, auf eine Collage zielte, sondern auf eine Veränderung, müssen ganz bestimmte politische Bedeutungsfelder zwangsläufig hervortreten. Schreiben ist, bewußt oder unbewußt, immer politisch. Schreiben ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln [...]:
1. Der Unterbau (die Arbeit auf der Ebene der Signifikanten) ist der determinierende Faktor bei der Ausarbeitung des Überbaus (’Bedeutungen’), und der Leser muß sein Lesesystem umkehren, weil er zuerst mit der Oberfläche Fühlung nimmt, deren determinierende Faktoren er nicht wahrnimmt. [...] (Tel Quel, 19 - Jaques Henric- Phillipe Sollers)
Hadmar Freiherr von Wieser schrieb am 3.11. 2003 um 16:13:15 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Jede Geschichte beginnt zunächst mit einer Idee.
Bei den meisten meiner Romane, Abenteuer, Spiele, Drehbücher und Musiktexte könnte ich heute nicht mehr sagen, was diese erste Idee war. Ich habe Dateien mit etwa 800 Romanentwürfen, meist nur aus einem Arbeitstitel und zwei bis fünf Sätzen bestehend, seltener aus einer Textprobe, wo mich kurz die Schreiblust gepackt hat.
Manche dieser Ideen stammen aus Träumen: ich wachte mit diesem aufgewühlten Gefühl auf, dass mein Traum größere Bedeutung hatte, und im Gegensatz zu sonst zerfiel das ganze beim Aufwachen nicht in sinnlose Fragmente, sondern erwies sich als durchaus sinnvoll.
Viele Ideen sind einfach geklaut; nach Vorbildern gestaltet, sagt der Fachmann. Meist sind es „Übersiedelungen“ aus anderen Genres und Branchen: ein Hardrock Song, dessen Text mich seit 20 Jahren beschäftigt; eine Folge einer billigen TV-Serie, wo ich finde, dass man mehr mit dem Plot hätte machen können; Inhaltsangabe eines Buches oder Filmes, das zu lesen ich nie Zeit hatte.
Die häufigsten Ideen entstehen durch Kombinationen; das was man gemeinhin Kreativität nennt.
Zum Beispiel entstand aus der Welle von Die-Hard-Filmen (bis hin zu Air Force One mit Harrison Ford), den häufigen Pressemeldungen über das Prominentenpaar David Copperfield und Claudia Schiffer und den Biographien diverser „zupackender“ Milliardäre wie Rockefeller, Richard Branson (Virgin) und Ted Turner (CNN) die folgende Idee: Bill Gates heiratet Prinzessin Diana. Während sie ihre Flitterwochen auf einer abgeschiedenen Schihütte verbringen, schlagen Terroristen oder Agenten zu, von denen man (und ich auch noch) nicht weiß, ob sie die Prinzessin entführen oder des Erfinders neuestes Projekt klauen wollen. Jedenfalls töten sie die Leibwächter, worauf die spannende Frage entsteht, wie Bill Gates mit der kreischenden Diana an der Hand die Attentäter überwältigt bzw. ihnen bei einer rasanten Flucht per Ski entkommt.
Natürlich werde ich diesen Roman nie schreiben. Ich kann mich nicht an den Persönlichkeitsrechten des reichsten Mannes der Welt vergreifen: der lässt meinen Roman einstampfen - mitsamt dem Verlag. Außerdem ist uns die Braut abhanden gekommen.
Aber das ist egal. Ich kann einen Contemporary Thriller schreiben, in dessen zwei Hauptdarstellern jeder Leser die beiden Prominenten wieder erkennt.
Ich kann das ganze als Science Fiction auf die Venus verlegen, in die durch Terraforming umgestalteten Urlaubsparadiese, wo „Bill Gates“ über die Erfindung seines neuen Empatholinks nachdenkt, um seinen Mental-Technik-Konzern an der Weltspitze zu halten. „Prinzessin Diana“ ist wiederum die englische Prinzessin, nur schreiben wir eben das Jahr 2261.
Mit etwas Nachdenken lässt sich natürlich auch ein Fantasy-Roman daraus machen: der mächtige Artefakten-Magier, der aufgrund eines einzigartigen Paktes mit den Gnomen beinahe ein Monopol auf die Herstellung des Steines der Weisen (ein Kristall mit Silberfäden darin) und daraus verfertigter Artefakte hat; an seiner Seite eine generische Prinzessin, die in diesem Fall ruhig eine extrem gute Schwertkämpferin sein kann.
Etwa Recherchen benötigt ein historischer Roman: Aus Bill Gates wird Leonardo da Vinci, aus der Berghütte ein einsames Schlösschen in der Toscana, wo der etwas ausgebrannte Erfinder seinen nicht ganz legalen Experimenten nachgeht, und aus seiner Begleitung – da Leonardo vermutlich homosexuell war – der Sohn des Dogen von Venedig. Sind die Meuchler venezianische Tugendwächter, die einen Skandal kaschieren sollen, oder florentinische „Extraktoren“, die Leonardo zur Mithilfe im Krieg gegen Genua zwingen sollen?
Ja, sogar für Harry Potter VIII eignet sich dieser Plot: Harry Potter, inzwischen 14 und verliebt, und Hermine, von der wir inzwischen wissen, dass sie die reichste, schönste ... und so weiter. Die Terroristen sind natürlich Diener Lord Voldemorts, was sonst.
www.hadmar.com