Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 269, davon 261 (97,03%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 92 positiv bewertete (34,20%)
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positiv bewertete Texte
Der erste Text am 15.4. 1999 um 15:02:08 Uhr schrieb
Tanna über schreiben
Der neuste Text am 25.8. 2025 um 19:18:20 Uhr schrieb
Schmidt über schreiben
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 114)

am 3.2. 2008 um 20:07:07 Uhr schrieb
tootsie über schreiben

am 24.8. 2005 um 12:44:14 Uhr schrieb
Dietmar Zankel über schreiben

am 2.3. 2009 um 16:10:48 Uhr schrieb
retro über schreiben

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Schreiben«

Dragan schrieb am 17.4. 1999 um 23:25:52 Uhr zu

schreiben

Bewertung: 5 Punkt(e)

Es gibt verzweifelte Menschen, die in ihrem Kopf ein Tohuwabohu haben und mit diesem Zustand unglücklich sind. Daraufhin schreiben sie alles auf und fühlen sich besser. Das liegt daran, daß es beim Schreiben üblich ist, nicht mehrere Buchstaben übereinander zu malen. Deswegen ist der Schreiber gezwungen, eins nach dem anderen niederzulegen, womit gleichzeitig die Gedanken geordnet werden. Hierbei wird das Schreiben zu einem Hilfsprozess des Denkens.

Insgesamt ist das meiner Ansicht nach eine Zweifelhafte Technik. Wer beispielsweise den ganzen Schreibtisch voller Papiere und Unrat hat, wird kaum damit zufrieden sein, den ganzen Plunder rechtwinklig zu den Kanten des Tisches auszurichten. Beim Schreiben werden die Gedanken nämlich nur in eine Reihenfolge gebracht. Dabei finden sich vielelicht Fehler, weil eventuell der eine Gedanke nicht zu dem eins davor paßt. Und dann denkt der Schreiber: »Ei, wie gut ist doch diese Aufschreiberei, schon wieder eine Inkonsistenz gefunden!« Dabei liegt das ganz allein am Vorgang des Schreibens und bedeutet nicht zwingend einen Fortschritt.

Wer dazu tendiert, alles in eine Reihenfolge bringen zu wollen, der gehört auch zu der Sorte Mensch, die sofort sehen, daß Bruce Willis in der einen Einstellung eine Krawatte anhat und in der anderen nicht. Und dann finden sie den Film scheiße, weil er sich nicht an die Chronologie des Schreibens hält.

Und woher kommt das? Es liegt nur am Kultur-Terror mit Namen Buch. Diese Dinger sind eigentlich nur als Unterlage für den Fernseher zu gerbauchen, oder zum Plattdrücken von Blumen.

miss.s schrieb am 28.6. 1999 um 12:11:23 Uhr zu

schreiben

Bewertung: 3 Punkt(e)

schreiben ist fuer mich eine der besten moeglichkeiten, mit mir selbst in einklang zu kommen. nicht nur, weil ich vielleicht die in meinem kopf herumschwirrenden dinge ordne (das mache ich sowieso selten genug), sondern weil immer eins zum anderen fuehrt, ich auf neue gedanken komme, und meine alten beiseite raeumen kann, weil ich mich dadurch, dass ich sie aufgeschrieben habe, schon genug mit ihnen beschaeftigt habe. das gibt raum fuer neues, und schafft klarheit. (naja, manchmal verwirrt es nur noch mehr)
schwer zu beschreiben das ganze.
aber ist es nicht wundervoll, dass wir einfach gestalten und geschichten erfinden koennen, und diese durch aufschreiben auch anderen menschen nahebringen koennen? das ist das schoene an buechern, sich eine eigene realitaet schaffen zu koennen. da wird ein fernseher nie herankommen! die schrift ist schon eine grossartige erfindung, sonst koennten wir hier unsere ganzen assoziationen gar nicht los werden... leider aber reicht manchmal die sprache nicht aus, etwas auszudruecken, das wir beschreiben wollen, und wenn ich hier alles zu computer bringen wollte, was mir persoenlich das schreiben bedeutet, dann verhau ich mir morgen meine abschlusspruefung.

pumara schrieb am 2.11. 2000 um 23:42:28 Uhr zu

schreiben

Bewertung: 5 Punkt(e)

Manchmal, tief in Gedanken versunken, schreibe ich spontan etwas auf ein Blatt Papier auf, ohne mir zu überlegen, was ich da eigentlich schreibe. Wenn ich das dann lese, dann merke ich , daß das Wörter sind, die tief aus meiner Seele kommen. Solche Blätter schmeiße ich dann schnell in den Mülleimer.

Ugullugu schrieb am 29.11. 2002 um 01:21:27 Uhr zu

schreiben

Bewertung: 3 Punkt(e)

Was Kinderbuchautoren für einen Kram schreiben! Ich frag mich, wie die das machen. Nehmen die LSD? Stellen die sich in speziellen Seminaren auf die Psyche eines Kindes ein?
Ich hab gestern in einer Art Gästezimmer übernachtet, in dem sonst ein vierjähriges Kind schläft. Die Mutter ist alleinerziehend und plant offensichtlich, ihren Jonas nur mit Spielsachen aufwachsen zu lassen, mit denen sie selber vor über zwanzig Jahren rumgewurschtelt hat. Ich konnte nicht schlafen. »Memory« macht alleine keinen Spaß. Ich wollte was lesen. Da war ein Buch mit dem Titel »Wenn der Elefant kommt«. Das ging so: Der Elefant latscht über eine Wiese. Da sieht er (man muß umblättern) einen Bären. Der Bär bekommt Angst vor dem Elefanten und rennt weg, man blättert wieder um, da trifft er auf ein Krokodil. Das Krokodil rennt aus Angst vor dem Bären weg, begegnet (Umblättern) einem Wildschwein, das komischerweise einen Badeanzug anhat und natürlich flieht usw. Es endet mit einer fliehenden Maus, die wiederum den Elefanten trifft und diesen in helle Panik versetzt.
Das fand ich doof. Außerdem, bei dem ganzen Spielzeug fiel mir auf, daß der arme Jonas wahrscheinlich ein ziemlicher Außenseiter werden wird, bei dem Kram, mit dem er so spielen muß.

hinkelchen schrieb am 26.9. 2000 um 02:46:41 Uhr zu

schreiben

Bewertung: 5 Punkt(e)

ich kann über alles schreiben am liebsten sehe ich den buchstaben dabei zu wie sie auf dem bildschirm auftauchen und sich zu wörtern entwickeln manchmal bin ich vom sinn hinterher selber überrascht. um diesen effekt kennenzulernen muss man aber schon sehr schnell tippen können sonst sind die gedanken doch vor den worten da und der überraschungseffekt ist gegessen !

Jasona schrieb am 23.8. 2001 um 22:40:42 Uhr zu

schreiben

Bewertung: 3 Punkt(e)

Schreiben oder Leben?!
Kann man gut schreiben, ohne zu leben?
Und wenn man lebt, hat man dann noch die Zeit, die Muße und den Abstand, um gut zu schreiben?
Ich bin mir gar nicht sicher, ob ich das ausprobieren wollte.
Der einzige, der es meines Wissens nach geschafft hat, ist Truman Capote.
Aber der ist ja auch relativ früh gestorben; und mann, sah er fertig aus.
Bin übrigens dankbar für weitere Beispiele.

kms23/grauzone schrieb am 14.3. 2001 um 19:53:05 Uhr zu

schreiben

Bewertung: 4 Punkt(e)

zu schreiben, das bekommt in unserer heutigen Zeit der Informationstechnologie einen sehr hohen Stellenwert.Handschriftlich niedergelegtes kann nicht auf einmal durch den versehentlichen Druck auf eine Taste oder einen Button unwiederruflich gelöscht werden.niedergeschriebene Gedanken sind resistent gegen bluescreen oder die »entf«taste und gewinnen dadurch deutlich an Mehrwert.Noch.
Sobald uns die entsprechende Bandbreite zur vollen Verfügung steht und in erster Linie Sprache oder Bewegung zur Kommunikation im Netz wird bekommt das geschriebene Wort Kunst und Kultstatus.Wird vielleicht sogar zu Religion.

Liamara schrieb am 17.4. 1999 um 23:42:58 Uhr zu

schreiben

Bewertung: 7 Punkt(e)

Es gibt auch andere verzweifelte Menschen, die schreiben nicht, die zeichnen. Sie zeichnen das Chaos in ihrem Kopf ab, verwandeln es in wirre Bilder und finden hinterher, dass ihr Kopf viel klarer und ihre Zeichnungen einfach cool sind.

Jasona schrieb am 21.11. 2001 um 23:10:50 Uhr zu

schreiben

Bewertung: 2 Punkt(e)

Manchmal bollert einem so was durch den Kreislauf, den Stoffwechsel, eben durch den ganzen Körper, und es eckt an und macht unangenehme Klumpen in der Brust, und dann landet es in Abständen im Gehirn und macht auch da Ärger, weil es all die anderen Gedanken stört und unterbricht. Es aalt sich im Magen und macht wuschig.
Und dann muß man es aufschreiben, die einzige Chance, es einzufangen und loszuwerden.
Komischerweise ist es - der ekelhafte Störenfried - dann manchmal wunderschön.
Meistens Müll. Aber immerhin weg.

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