Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 196, davon 189 (96,43%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 66 positiv bewertete (33,67%)
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positiv bewertete Texte
Der erste Text am 20.1. 2000 um 19:14:10 Uhr schrieb
TrAce über Eltern
Der neuste Text am 2.6. 2025 um 08:11:14 Uhr schrieb
Gerhard über Eltern
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 91)

am 9.1. 2003 um 20:37:49 Uhr schrieb
rokkokokko über Eltern

am 20.5. 2010 um 11:35:48 Uhr schrieb
BigB über Eltern

am 13.1. 2005 um 21:26:43 Uhr schrieb
BEwatching über Eltern

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Eltern«

Zockratte schrieb am 27.1. 2000 um 04:46:25 Uhr zu

Eltern

Bewertung: 13 Punkt(e)

Meine Mutter ist Alkoholikerin und hat mich nur eine Sache versucht zu lehren:
»Gib dich auf und du hast für den Rest deines Lebens deine Ruhe
Meinen Vater habe ich nie kennengelernt und der Freund meiner Mutter hat mich mit 16 noch versucht nach veralteten militanten Maßnahmen zu erziehen. An alle die wissen was ich meine:
"Es ist euer Leben und kein Elternteil der Welt hat das Recht über euer Leben zu entscheiden. Kämpft,holt euch Unterstützung beim Jugendamt oder bei Freunden und laßt euer Leben nicht von anderen leben,morgen könnte es bereits vorbei sein......

toxxxique schrieb am 12.8. 2001 um 14:47:44 Uhr zu

Eltern

Bewertung: 5 Punkt(e)

Meine Mutter trägt geschäftig Einkaufstüten und Kartons ins Haus und schenkt mir einen Gesichtsausdruck, der entfernt an ein Lächeln erinnert, wahrscheinlich jene Art von Lächeln, wegen dem sie bei den Kassiererinnen im Supermarkt so beliebt ist.

Ihrer Aussage nach freuen sich diese immer unbändig darüber, wenn sie dort einkauft. Meine Mutter legt Wert darauf zu betonen, daß die Leute sie auf der Straße mit Namen grüßen. Komm, faß mit an.

Ich zerre eine Tüte aus dem Kofferraum und wuchte sie auf die Garagenauffahrt.

Ich folge ihr ins Haus, das angenehm kühl ist, im Gegensatz zur prallen Mittagssonne, sie räumt ihre Einkäufe in den Kühlschrank. Ich wohne schon längst nicht mehr im Haus meiner Eltern, aber in den Monaten bevor mein erstes Semester an der Uni beginnt, besuche ich sie manchmal.

Abends macht sie sich im Bad zurecht.
Sie steht vor dem Spiegel, fährt sich durchs Haar. Ich stehe ein wenig abseits und unentschlossen daneben, sehe ihr zu wie sie sich schminkt, höre ihr zu wie sie etwas erzählt, über ihre Arbeit, über ihre Freunde, und während sie spricht, schlägt die Erkenntnis lautlos ihre Klauen in mein Genick.

Ich kann nicht länger leugnen, daß das ihr Leben ist, ihre Arbeit, ihre Freunde, und ich habe mich nur ein Leben lang bemüht ein Teil davon zu sein, ich wollte so gerne ein Teil davon sein, aber jetzt dringen ihre Worte nicht mehr zu mir vor.
Ihre Stimme ist ganz leise, weit fort, und ich sehe sie an, sehe wie ihr Mund sich auf und ab bewegt, höre längst nicht mehr was sie sagt, aber sie bemerkt es nicht. Diese Frau ist eine völlig Fremde für mich.

Sie lacht über einen Witz, den sie wahrscheinlich gerade gemacht hat, und ich lache mit, verberge die Traurigkeit, die sich in meinem Mund breit macht, die immer drängender heranwächst, ein schwammiger, bitterer Kloß klebt an meinem Gaumen, aber ich spreche, speie ihn nicht aus.
Sondern lache statt dessen ein gekünsteltes Lachen, daß sich in dem kleinen Raum dennoch echt anhört, denn es ist nicht falscher als das, was zwischen uns war und was wir Familie genannt haben.

Ich gehöre nicht hierher, aber ich habe doch keinen anderen Ort, den ich einZuhausenennen kann. Ein Schlüssel dreht sich im Schloß, als mein Vater das Haus betritt, einen Geigenkasten in der Hand. Er küßt meine Mutter flüchtig auf die Wange. Mich ignoriert er, nicht mehr ganz so feindselig wie früher, eher desinteressiert. Er wird mich nicht ansehen, er wird mir keine Fragen stellen, er wird an mir vorbei gehen, als wenn ich nicht hier wäre. Das Wort Vater bedeutet Verlust.

Du wirst es nie zu etwas bringen, du kannst dich nicht anpassen, du mußt immer aus der Reihe tanzen, paß doch auf, du bist so ungeschickt, du machst alles kaputt, ich möchte gern wissen von wem du das hast, von mir jedenfalls nicht, du machst deiner Mutter nur Kummer. . .

Was gibts Neues ?“ fragt er jetzt mit einer fisteligen, weibischen Stimme und meine Mutter beginnt ein plapperndes Gespräch, in dem nur sie eine tragende Rolle spielt, während sie ihm die Hausschuhe bringt, einen Stuhl zurecht rückt.
Das Abendessen ist in der Mikrowelle.“ Sie will noch ausgehen um eine Kollegin zu treffen (wirklich?), und er wälzt sich apathisch in seinem Fernsehsessel zurecht, einen Teller mit Würstchen und Kartoffelsalat auf dem Schoß, die, auch in seiner großen Hand, riesig wirkende Fernbedienung griffbereit.

Sie haben 27 Kanäle, zuerst aber gibt es die Tagesschau, man muß doch wissen, was geschieht in der Welt.

Was wissen meine Eltern über mich ?

Suse schrieb am 20.9. 2000 um 21:17:00 Uhr zu

Eltern

Bewertung: 5 Punkt(e)

Das Wort Eltern impliziert eine Einheit. Diese hat bei meinen Eltern nach meiner Zeugung nicht sehr lange angehalten. Das Wort Eltern benutze ich nie, außer gerade jetzt hier und wenn ich über meine frühe Kindheit rede.

Wolf schrieb am 25.4. 2000 um 16:29:19 Uhr zu

Eltern

Bewertung: 4 Punkt(e)

... sind üblicherweise die ersten Menschen in einem Leben. Und wenn sie so weitermachen, auch die letzten.

BEwatching schrieb am 13.1. 2005 um 21:20:05 Uhr zu

Eltern

Bewertung: 1 Punkt(e)

Eltern sind auch nur Menschen.
Eltern lernt man möglicherweise als Freunde kennen, wenn man auszieht und, sofern im gegebenen Rahmen möglich, ein »neues« Verhältnis herstellt (die Erfahrung des Eigensinns des Wesens, das man großgezogen hat).
Eltern meinen es immer gut, sagen sie.
Eltern handeln - wie andere Menschen auch - aus ihrer Disposition heraus, d.h. aus dem Bereich, den sie kennen, ihre Erfahrung, ihre Tradition, aus dem, was sie gelernt, aber auch durchschaut haben.
Eltern wollen alles anders machen als ihre eigenen Eltern.
Eltern bürden sich zuviel auf und werden oft aus Überforderung gewalttätig.
Eltern bürden sich zuviel auf und werden aus Überforderung nachlässig/verantwortungslos.
Eltern sind müde.
Eltern haben oft das Gefühl, daß keiner ihre Sorgen wirklich zu schätzen weiß.
Eltern sind oft gewissenlos, z.B. wenn sie Sätze daherreden wie »Eine Tracht Prügel hat noch keinem geschadet«.
Eltern geben ihre eigenen Ansprüche auf: auf Zeitmangel, wegen Überforderung, aus Bequemlichkeit.
Eltern zu werden kommt - auch heute noch - ungeplant.
Eltern streiten sich um die Kindererziehung und um Geld.
Eltern sind eine Firma: sie arbeiten oft mit dem Defizit des Vorjahres.
Eltern lassen sich schon durch das Lächeln des Babys, Kleinkinds für viele Qualen entschädigen.
Eltern müssen sich permanent organisieren.
Eltern haben nicht wirklich eine Lobby.

Timo schrieb am 25.7. 2004 um 16:12:45 Uhr zu

Eltern

Bewertung: 3 Punkt(e)

Gaben mir Essen, Trinken, ein Bett, eine kleine Turnhose und viel Prügel. Mutter tagsüber mit Wäscheleine und Teppichklopfer, vom Vater am Abend mit Gürtel, Stock und Hundeleine. Und manchmal nochmal beide zusammen wenn sie mich in's Bett brachten. Dann mußte auch die Turnhose runter und sie betrachteten ihr »Erziehungswerk« der vergangenen Stunden und Tage. »Das tut einem 13jährigen Jungen gut und macht dich stark und stramm«. Danach hatten sie dann immer Sex miteinander. Ich bin weinend auf dem Bauch, nackt eingeschlafen. Am nächsten Tag gab's dann immer ein fettes Taschengeld.

kwon schrieb am 11.11. 2000 um 12:54:53 Uhr zu

Eltern

Bewertung: 4 Punkt(e)

ich liebe meine eltern. leider traue ich mich nur selten ihnen das in irgendeiner art zu zeigen. ausserdem sehe ich sie sowieso soooo selten. ich liebe euch!!

samsa schrieb am 9.10. 2001 um 23:56:29 Uhr zu

Eltern

Bewertung: 2 Punkt(e)

Ja - VERDAMMT - ich habe sehr unter ihnen gelitten. Ich hab den dumpfen Verdacht, dass sie Schuld sind, was mein ewiges Mißtrauen wirklich jedem gegenüber angeht.
Ich bin mit 12 »erwachsen« geworden, weil meine Mutter zu viel getrunken hat, um sich um meinem kleinen Bruder kümmern zu können.
Ich weiß, dass ich nach 3 Tagen in diesem Haus alle Lebenslust verliere, selbst nach einjähriger Abstinenz.
Aber ich werde nicht zulassen, dass das mein ganzes Leben beschattet.
Ich habe ihnen verziehen, aber ich schaffs nicht, meiner Mutter zuzuhören oder aus derselben Tasse wie mein Vater zu trinken.
Ich wünschte, jede Erinnerung an sie wäre ausgelöscht.

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