Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 530, davon 414 (78,11%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 255 positiv bewertete (48,11%)
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positiv bewertete Texte
Der erste Text am 16.12. 2014 um 14:37:04 Uhr schrieb
lion\PIA über Zirkum
Der neuste Text am 4.5. 2026 um 10:13:21 Uhr schrieb
Gerhard über Zirkum
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 43)

am 28.3. 2015 um 12:34:57 Uhr schrieb
lion\PIA über Zirkum

am 26.1. 2016 um 09:40:27 Uhr schrieb
lion über Zirkum

am 12.1. 2016 um 10:29:31 Uhr schrieb
lion über Zirkum

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Zirkum«

lion\PIA schrieb am 13.4. 2015 um 14:10:46 Uhr zu

Zirkum

Bewertung: 10 Punkt(e)

Als ich meiner Doktorin von der Beduinin mit der Kiepe erzähle, wird sie ganz aufmerksam, will alles genau wissen.
Mitten in der Nacht! Sie schlief im Stehen! Draußen in der Steppe! Vor drei Wochen!

Sie kommt einmal im Jahr nach Zirkum. Geht nachts umher und kommt bei jeder Zauberin vorbei.
Sie sammelt draußen in Steppe und Wüste das Nachtweiß.
Der Nachtweißstrauch, auch wenn er schon lange abgestorben ist, hält immer noch ein oder zwei Früchte fest. Dürre Beeren, winzig klein. Ist der Strauch lange genug tot, lässt sich das Nachtweiß endlich abpflücken.
Im Lauf eines Jahrs kommen ein paar Dutzend Beeren zusammen.
Die große Kiepe braucht sie, weil jede Beere einzeln verpackt werden muss.
Liegen sie zusammen, gleich verlieren sie ihre Kraft.

Welche Kraft.

Du fällst in einen Abgrund von Traurigkeit. Du denkst, es gibt keine Welt mehr. Du selbst existierst nicht mehr, fühlst dein Herz nicht schlagen, denkst sogar, ohne Atem zu sein. Keine Panik. Nur Trauer, schwärzeste Nacht und tiefste Stille.
Das Universum ist weg! Als ob nie etwas existiert hätte!

Aber wer braucht denn so etwas!

Das Geheimnis ist: die Wirkung ist nur von kurzer Dauer.
Hinterher freust du dich, dass du lebst. Das ist alles.

Sie begreift nicht, dass gerade ich ihr begegnet bin.
Dass die Nachtweißfrau diesen März nicht vorbeikam! Alle Zauberinnen in Zirkum wundern sich.





cato\PIA schrieb am 25.12. 2015 um 15:06:27 Uhr zu

Zirkum

Bewertung: 10 Punkt(e)

Ganz still ja sprachlos war Ozan geworden ging hinüber zu seinem Gepäck band den zusammengerollten Teppich los und ging hinaus zugleich kam ein Bote herein vom chinesischen Telekommunikations-Stab der auch im Café Tuchatschewski einquartiert ist mit Land- oder Wetterkarten in der Hand und redete in einer mir ganz unverständlichen Sprache mit den deutschen Helikopter-Piloten. Deren Laptop war nämlich ausgefallen und dankbar wurde die Hilfe des Boten angenommen es war Englisch übrigens. Ein drolliges Englisch zwar und ich verstand dass ein Sandsturm unseren Abflugtermin 16 Uhr gefährden könnte. Eigentlich hatte ich Irbis gefragt warum manche Phantome den Untergang Zirkums überlebten und andere nicht und sie hatte so leise geantwortet dass ich wegen der Unruhe die der Bote hereingebracht hatte sie nicht verstand. Irbis wiederholte also: wenn wir lieben überleben wir. Khünbish etwa wird überleben weil das Kind mit dem sie schwanger ist in Liebe geradezu badet ununterbrochen. Weißt du eigentlich will sie mich fragen und ich antworte gleich: ja ich weiß. Khünbish wünschte sich nämlich einen Sohn der wie Noli sein sollte also hat sie Lion verführt der die Khünbish zwar nicht liebt aber den Noli über alles. Das ist für Zirkums Zauberinnen ganz konsequent wie ich inzwischen weiß.

cato\PIA - lion revisited schrieb am 6.12. 2015 um 07:50:03 Uhr zu

Zirkum

Bewertung: 14 Punkt(e)

lion\PIA schrieb am 29.7. 2015 um 11:00:55 Uhr über
Zirkum

Wir warten aufs Frühstück. Noch hat die Cafeteria nicht geöffnet.
Es ist noch früh, aber auf der Zufahrtsstraße zum Highway M37 ist schon Verkehr.

Wir hören aus der Küche einen Aufschrei, gleich darauf fällt ein Tablett samt Geschirr zu Boden.
Dann das tiefe, dröhnende Hupen eines Lastwagens.
Dann schreit schrill, ganz nahe, am offenen Fenster, eine Elster.

Ozan: „Habt ihr gehört? Mädchen in der Küche, Trucker, Elster?“

Noli: „Das war bestimmt Marta. Die Komische.“
Ozan: „Hör mal zu. Du wolltest doch immer schon wissen, was Magie ist.“
Noli: „Ich versteh schon. Marta trifft den Trucker, der macht ihr Marmeladenaugen und sie ihm einen Küssmund. Dann kommt der ganze Heiratsschwindel. Wie in einem indischen Film.“
Ozan: „Und die Elster?“
Noli: „Weiß nicht.“
Cato: „Eine gute Frau ist wie eine Elster unter hundert Krähen. Zitat.“
Noli: „Marta kriegt nie einen Mann!“
Noli wird rot, weil gerade jetzt Marta kommt und mir vorab den Cappucino bringt.
Noli, frech: „Wo ist nun die Magie?“

Alle schweigen.
Noli, einlenkend: „Ich finde, Marta ist ein schönes Mädchen. Leider bin ich zu jung für sie.“
Cato: „Nicht unbedingt. Nach zirkmenischem Recht dürftest du sie heiraten.“
Noli: „Und wo bleibt die Magie?“

Ozan tut so, als ob er eine Brille von der Nase nähme und streicht sich schmerzvoll mit der Hand über die Augen (imitiert den Professor Nergüi): die Wissenschaft nennt es 'Assoziation'. Erst waren da nur 3 Geräusche, jetzt haben wir eine Story.“

Noli: „Aber nur ausgedacht!“
Ozan: „Nein. Wir haben die Welt bewegt. Es wird Folgen haben. Immer anders, als wir denken, aber so in etwa.“

Marta bringt das Frühstück und alle sehen sie nachdenklich an.
Marta: „Ist was?“

lion\PIA schrieb am 5.1. 2015 um 14:13:34 Uhr zu

Zirkum

Bewertung: 8 Punkt(e)

Aus dem täglich erscheinenden »Staatsanzeiger« fällt immer wieder das bunte Gratisblatt »KORONA«.
Ich kenne den Redakteur, ein Rover, der es sich leisten kann, an einem prominenten Teil der Bellevue protzig zu wohnen.
(Wohlhabende Zirkmenen indes, die sich eine Zweitwohnung im Stadtinnern gönnen, leben dort immer unauffällig).

An dieser Stelle muss ich gestehen, dass ich regelmäßig die eine oder andere Story (auf englisch) in der KORONA publiziere. Alvar, KORONA-Chef, meint, in einem Schmuddelmedium muss man schlittern, tanzen, Pirouetten drehen können. Indes, ich kann nur Ernsthaftes schreiben, und so kommt es, dass der KORONA-Leser mich nicht versteht, und wer den Staatsanzeiger studiert, fasst die KORONA-Beilage möglichst nicht an.

lion\PIA schrieb am 28.1. 2015 um 17:50:58 Uhr zu

Zirkum

Bewertung: 7 Punkt(e)

An der Bellevue, am Nordrand der Stadt, habe ich das Restaurant »Lido« entdeckt. Die Terrasse des Restaurants setzt sich fort in eine Art Pier, die über 100 Meter weit hinaus in die weithin ebene Wüste errichtet ist.
Diese Pier ist eine magische Attraktion. Sie macht die Wüste zu einer Küste; es ist immerwährende Ebbe.

Ich wünsche mir den Sommer herbei: wenn der Horizont zu schweben beginnt und einen Wasserspiegel wenigstens vortäuscht. Astor, der Chef von »Lido«, sagt: im Sommer würde er Gäste in seinem Jeep mitnehmen (es ist Platz für 8 Personen und alles, was zu einem ausführlichen Picknick gehört) und hinausfahren.
So weit hinaus, daß die Stadt Zirkum selbst zu einer am Horizont schwebenden Küstenstadt wird.

cato\PIA schrieb am 25.12. 2015 um 10:00:36 Uhr zu

Zirkum

Bewertung: 4 Punkt(e)

Im Café Tuchatschewski saßen wir nach dem Frühstück noch lange beisammen weil Irbis allerlei Auskünfte gab und überhaupt redselig war wie nie zuvor. Wir wollten vor allem wissen wo denn ihre Kolleginnen die anderen sechs Zauberinnen geblieben sind. Die Vernichtung Zirkums war für Zirkums Zauberinnen insofern vorteilhaft als sie endlich Zirkum verlassen konnten denn ein Bann hatte sie für immer an Zirkum gebunden. So haben sie sich in alle Richtungen davongemacht Norden vor allem. Wir sind natürlich alle auch nur Phantome aber als Zauberinnen privilegierte Phantome sonst säße sie ja nicht hier sagte Irbis. Auch Khünbish existiert noch weil sie schwanger ist. Irbis will aber von ganz anderen Dingen reden und schaut Ozan an. Ozan tut immer so gelassen dabei will er eines doch nur wissen. Gleich als der Bann aufgehoben war hat sie sich aufgemacht und ist mit Pascha Richtung Osten geritten immer am Aquädukt entlang bis zu den Bergen und in die Berge hinein und hoch bis zum Weiler Salem. Was rede ich da sagte Irbis. Salem ist gar nicht wichtig wichtig war für mich Schnee. Zum ersten Mal im Leben Schnee. Pascha hat Schnee zuerst auch nicht begriffen und verwundert immer wieder die Schnauze in den Schnee gedrückt. In Zirkum wird Enzianschnaps aus Salem sehr gerühmt und von dort stammt auch Nolis Parsuni-Lehrer. Ah! ruft Ozan kennst du ihn? lebt er dort? Ich reite doch nicht bis Salem um dort Lehrer zu treffen nein dieser Lehrer hat wie viele andere Zirkmenen Zirkum verlassen und sich nach Westen aufgemacht. Zur Zeit ist er im PIA und hofft dass Ozan irgendwann wiederkehrt.

lion\PIA schrieb am 16.12. 2014 um 14:37:04 Uhr zu

Zirkum

Bewertung: 13 Punkt(e)

Die immerhin einigen Backpackern bekannte Zimtwüste hat einen kaum aussprechbaren mongolischen Namen. Auch der Name der ehemaligen Sowjetrepublik ist im Grunde der Welt unbekannt. Ob sie noch als solche existiert oder nicht, wissen die heutigen Herren in Moskau selbst nicht. Allerdings hüte ich mich, dort weiter nachzufragen. Auf Satellitenbildern ist die Hauptstadt Zirkum erkennbar, wenn sie für Minuten aus den Staubwirbeln der sie umgebenden Wüste auftaucht.

cato\PIA schrieb am 4.12. 2015 um 09:25:45 Uhr zu

Zirkum

Bewertung: 5 Punkt(e)

Die vier Wagen des Novemberkonvois waren schwach besetzt und bis Zirkum wollten nur Ozan und ich und wen wir erst nach der Abfahrt entdeckten das war Professor Nergüi. Zurück an seine Universität wolle er falls sie überhaupt noch existiere und wenn nicht dann sei es ihm auch recht. Noch immer erschraken wir Passagiere wenn wir durch ein Phantom einfach hindurchfuhren nicht aber Nergüi. Uns entgegen kamen nämlich immer wieder Busse die ganz überfüllt erschienen mit Reisenden dazu auf den Dächern schwankende Berge von Gepäck. Ja weitere Personen reisten sogar auf den Dächern mit und wir alle erschraken nicht aber Nergüi. In unsere Richtung bewegten sich Ungetüme von Tiefladern die nachts da nicht beleuchtet uns besonders unheimlich erschienen nicht aber Nergüi. Auch als wir die Phantome nicht mehr umständlich überholten sondern einfach durch sie hindurchfuhren geschah nichts außer dass der Radioempfang gestört war und wir Töne hörten wie sie jedem vertraut sind der einmal eine Fax- statt einer Fon-Nummer gewählt hat. Lange rätselten wir was diese Tieflader wohl geladen hatten und wir kamen überein dass es Teile eines Schaufelradbagger sein mussten. Nergüi seinerseits war verwundert dass wir die Drohnen nicht hörten die uns beharrlich begleiteten und sogar auf dem Dach ausruhten und Nergüi zeigte nach oben direkt über uns würden Drohnen ruhen um Treibstoff zu sparen und wenn sie wieder neu starteten das wenigstens müssten wir doch hören.

cato\PIA schrieb am 10.12. 2015 um 09:36:28 Uhr zu

Zirkum

Bewertung: 3 Punkt(e)

In Zartum angekommen hatten wir noch mit Auswanderern gerechnet die sich auf unseren Konvoi stürzen würden um aus Zirkum zu fliehen. Nein kein Mensch mehr der weg von Zirkum wollte oder gar weiter wie wir bis Zirkum Zentral. Schnell waren unsere Chauffeure in Cosendais Lokal verschwunden und ein uniformierter Bahnbeamter kam auf uns zu ein Bahnbeamter in einer förmlichen Paradeuniform noch nie habe ich in Zartum auch nur einen einzigen Bahnbeamten gesehen. Der Zug nach Zirkum wartet schon auf uns! erfuhren wir und pünktlich nach Sonnenuntergang möchten wir doch bitte einsteigen. Das war noch eine Weile hin und so betraten wir den großen Schuppen Bahnhof kann man das nicht nennen in dem die Lokomotive bereits vor sich hin dampfte. Sogleich flohen wir vor dem üblen Geruch und gingen wieder hinaus und durchquerten diese Zone voller Unrat und baufälliger Bretterbuden um freie Sicht auf Zirkum zu gewinnen. Tatsächlich schien Zirkum ganz und gar verschwunden zu sein wir hatten nämlich diesen Gerüchten von einem ausradierten Zirkum nie so rechten Glauben geschenkt ich jedenfalls nicht Ozan wohl eher und Professor Nergüi glaubt ohnehin an nichts außer was er selbst ersonnen hat. Immerhin kennt Ozan meine Berichte über die Wüsten-Zistrosen und so gingen wir noch weiter hinaus und Ozan brach einen Zistrosenzweig ab als wir einen allerdings kümmerlichen Zistrosenstrauch gefunden hatten und er schnitzelte auf dem Rückweg an diesem Zweig herum mit seinem Mördermesser was soll das denn werden fragte ich ihn und er sagte ich weiß noch nicht liebe Cato aber es könnte eine Stafette werden. Über der Wüste schwebte dieser besondere Dunst der eine Durchsichtigkeit vortäuscht aber dann doch alles verbirgt. Schienen nicht die Bahngleise nach ein paar hundert Metern im Nichts zu verschwinden. Auch entdeckten wir dass alle Waggons auf ein Abstellgleis geschoben waren und wir waren von der Vorstellung im Führerstand der Lokomotive nach Zirkum Zentral weiterreisen zu müssen nicht begeistert Ozan schon aber ich nicht.

cato\PIA schrieb am 22.7. 2015 um 10:07:13 Uhr zu

Zirkum

Bewertung: 3 Punkt(e)

Als es bald hinter der Grenze fast unmerklich aber unentwegt immer höher ging genossen wir die kühlere Luft und den frischeren Wind und bevor wir in ein dunkles Tal einbogen denn es wurde Abend hielten wir alle an und stiegen aus und schauten hinab ins Tiefland. Die Straße die wir hergekommen waren erkannten wir an einzelnen Lichtern von Fahrzeugen. Über die Ebene verteilt auch Feuer und Rauchsäulen aber weiter in der Ferne schon alles finster bis auf einen hellen Fleck am Horizont. Wann immer wir anhalten es ist bald jemand zur Stelle der uns etwas anbietet Tee etwa oder Buttermilch auch Früchte. Bei diesem ersten Halt war es als wir es schließlich identifiziert hatten Quittenbrot angeboten von einem kleinen Mädchen und dann kam die Mutter hinzu Großmutter wohl eher.
Die zeigt zum Horizont und sagt: bis hierher war es zu sehen damals euer Feuerwerk! Waren denn wir es die 1965 das Atomfeuerwerk veranstalteten fragten wir uns so jedenfalls fragte ich mich selbst erschrocken. Nach einer Weile kam Noli und ich legte den Arm um ihn und zeigte wie vom fernen Zirkum ein Lichtschein am Himmel noch eben zu erkennen war.

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