| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) |
530, davon 414 (78,11%)
mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 255 positiv bewertete (48,11%) |
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Siehe auch: positiv bewertete Texte
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| Der erste Text |
am 16.12. 2014 um 14:37:04 Uhr schrieb lion\PIA
über Zirkum |
| Der neuste Text |
am 4.5. 2026 um 10:13:21 Uhr schrieb Gerhard
über Zirkum |
Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 43) |
am 24.12. 2015 um 07:26:40 Uhr schrieb cato\PIA über Zirkum
am 24.12. 2015 um 12:31:26 Uhr schrieb lion über Zirkum
am 15.7. 2025 um 20:07:54 Uhr schrieb Nunzilla über Zirkum
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Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Zirkum«
lion\PIA schrieb am 5.1. 2015 um 14:13:34 Uhr zu
Bewertung: 8 Punkt(e)
Aus dem täglich erscheinenden »Staatsanzeiger« fällt immer wieder das bunte Gratisblatt »KORONA«.
Ich kenne den Redakteur, ein Rover, der es sich leisten kann, an einem prominenten Teil der Bellevue protzig zu wohnen.
(Wohlhabende Zirkmenen indes, die sich eine Zweitwohnung im Stadtinnern gönnen, leben dort immer unauffällig).
An dieser Stelle muss ich gestehen, dass ich regelmäßig die eine oder andere Story (auf englisch) in der KORONA publiziere. Alvar, KORONA-Chef, meint, in einem Schmuddelmedium muss man schlittern, tanzen, Pirouetten drehen können. Indes, ich kann nur Ernsthaftes schreiben, und so kommt es, dass der KORONA-Leser mich nicht versteht, und wer den Staatsanzeiger studiert, fasst die KORONA-Beilage möglichst nicht an.
cato\PIA - lion revisited schrieb am 6.12. 2015 um 07:50:03 Uhr zu
Bewertung: 14 Punkt(e)
lion\PIA schrieb am 29.7. 2015 um 11:00:55 Uhr über
Zirkum
Wir warten aufs Frühstück. Noch hat die Cafeteria nicht geöffnet.
Es ist noch früh, aber auf der Zufahrtsstraße zum Highway M37 ist schon Verkehr.
Wir hören aus der Küche einen Aufschrei, gleich darauf fällt ein Tablett samt Geschirr zu Boden.
Dann das tiefe, dröhnende Hupen eines Lastwagens.
Dann schreit schrill, ganz nahe, am offenen Fenster, eine Elster.
Ozan: „Habt ihr gehört? Mädchen in der Küche, Trucker, Elster?“
Noli: „Das war bestimmt Marta. Die Komische.“
Ozan: „Hör mal zu. Du wolltest doch immer schon wissen, was Magie ist.“
Noli: „Ich versteh schon. Marta trifft den Trucker, der macht ihr Marmeladenaugen und sie ihm einen Küssmund. Dann kommt der ganze Heiratsschwindel. Wie in einem indischen Film.“
Ozan: „Und die Elster?“
Noli: „Weiß nicht.“
Cato: „Eine gute Frau ist wie eine Elster unter hundert Krähen. Zitat.“
Noli: „Marta kriegt nie einen Mann!“
Noli wird rot, weil gerade jetzt Marta kommt und mir vorab den Cappucino bringt.
Noli, frech: „Wo ist nun die Magie?“
Alle schweigen.
Noli, einlenkend: „Ich finde, Marta ist ein schönes Mädchen. Leider bin ich zu jung für sie.“
Cato: „Nicht unbedingt. Nach zirkmenischem Recht dürftest du sie heiraten.“
Noli: „Und wo bleibt die Magie?“
Ozan tut so, als ob er eine Brille von der Nase nähme und streicht sich schmerzvoll mit der Hand über die Augen (imitiert den Professor Nergüi): die Wissenschaft nennt es 'Assoziation'. Erst waren da nur 3 Geräusche, jetzt haben wir eine Story.“
Noli: „Aber nur ausgedacht!“
Ozan: „Nein. Wir haben die Welt bewegt. Es wird Folgen haben. Immer anders, als wir denken, aber so in etwa.“
Marta bringt das Frühstück und alle sehen sie nachdenklich an.
Marta: „Ist was?“
lion\PIA schrieb am 20.4. 2015 um 18:06:07 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Unter den Zauberinnen von Zirkum gibt es welche, die im Auftrag der Regierung arbeiten: es geht um Sabotage. Man will die Geodäten und Geologen und Bergbauingenieure bei der Arbeit in der Zimtwüste stören. Das ist oft verblüffend einfach.
Bei den Chinesen genügt es, wenn einem Gehilfen durch einen Djinn die Messlatte aus der Hand geschlagen wird. Da stehen sie, die Chinesen, krümmen sich, ziehen ein Bein in die Höhe und beißen sich in die Hand vor Schreck und Verwunderung. Dann packen sie ein und verziehen sich.
Bei den Russen ist es anders. Bei denen wirkt Strahlenangst. Eine Marienerscheinung, mit einem deformierten Jesuskind, schon lassen sie alles stehen und liegen und sinken in die Knie. Einfacher ist es, wenn ein Getränkehändler mit unverzollter Ware ertappt wurde und dazu verdonnert, den Wodka draußen in der Wüste zu entsorgen.
Wieder anders ist es mit den Amerikanern! Die finden, wo immer sie buddeln, gleich halbtote Ratten, wimmelnd von Flöhen. Da ist ein junger Geologe, hat endlich die Quarantänezeit überstanden, ist zum ersten Mal im Feld und wird von einem Floh angesprungen! Am nächsten Tag schon läßt er sich ausfliegen.
lion\PIA schrieb am 13.4. 2015 um 14:10:46 Uhr zu
Bewertung: 10 Punkt(e)
Als ich meiner Doktorin von der Beduinin mit der Kiepe erzähle, wird sie ganz aufmerksam, will alles genau wissen.
Mitten in der Nacht! Sie schlief im Stehen! Draußen in der Steppe! Vor drei Wochen!
Sie kommt einmal im Jahr nach Zirkum. Geht nachts umher und kommt bei jeder Zauberin vorbei.
Sie sammelt draußen in Steppe und Wüste das Nachtweiß.
Der Nachtweißstrauch, auch wenn er schon lange abgestorben ist, hält immer noch ein oder zwei Früchte fest. Dürre Beeren, winzig klein. Ist der Strauch lange genug tot, lässt sich das Nachtweiß endlich abpflücken.
Im Lauf eines Jahrs kommen ein paar Dutzend Beeren zusammen.
Die große Kiepe braucht sie, weil jede Beere einzeln verpackt werden muss.
Liegen sie zusammen, gleich verlieren sie ihre Kraft.
Welche Kraft.
Du fällst in einen Abgrund von Traurigkeit. Du denkst, es gibt keine Welt mehr. Du selbst existierst nicht mehr, fühlst dein Herz nicht schlagen, denkst sogar, ohne Atem zu sein. Keine Panik. Nur Trauer, schwärzeste Nacht und tiefste Stille.
Das Universum ist weg! Als ob nie etwas existiert hätte!
Aber wer braucht denn so etwas!
Das Geheimnis ist: die Wirkung ist nur von kurzer Dauer.
Hinterher freust du dich, dass du lebst. Das ist alles.
Sie begreift nicht, dass gerade ich ihr begegnet bin.
Dass die Nachtweißfrau diesen März nicht vorbeikam! Alle Zauberinnen in Zirkum wundern sich.
lion\PIA schrieb am 5.6. 2015 um 08:41:32 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Wie schön es klingt, wenn ein Italiener englisch spricht. Wer erinnert sich da nicht an alte amerikanische schwarz-weiß-Filme und Mafiosi.
Mir gegenüber - der Milchkaffee im »Lido« ist nicht übel - sitzt Fainu Gonzaga, der Clown, jetzt Pantomime-Lehrer. Sein Zirkus »Rigmarole« ist weitergezogen, er ist geblieben.
So lange bin ich schon in Zirkum, er weiß alles über mich, ich nichts von ihm.
Er kennt sogar unser Opernprojekt. Ich hatte gestern das Abschiedsgespräch mit dem Redaktionspräsidenten. Skript und Partitur lagen vor ihm auf dem Schreibtisch: »The Battle for Zirkum«, mit Notizzetteln gespickt. Wir sprachen von anderen Dingen.
Wie schade, sage ich zu Fainu, dass die Oper schon vor Jahren erfunden und komponiert wurde. Wie schön wäre es, wenn einer wie er dort mitspielen könnte.
Your ignorance surpasses my worst fears! sagt Fainu. Fast täglich üben wir, ich versuche, meinen Part in meinen alten Kopf zu trichtern und du weißt rein garnichts davon!
Ich schaue verlegen hinaus in die Wüste. Feine Staubschleier in der Luft, und der in die Wüste hineingebaute Brettersteg verschwindet fast in einem leuchtenden Nebel.
Fainu betrachtet mich mit großen Clownsaugen.