Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Weihnachten«
Liamara schrieb am 24.12. 1999 um 10:13:37 Uhr zu
Bewertung: 9 Punkt(e)
Hach, in wievielen Haushalten wird heute folgendes passieren? Mutter steht früh auf und muss noch den Braten vom Metzger holen. Dort ist es natürlich brechend voll, und sie muss ungefähr eine halbe Stunde warten. In der Schlange stehend, fällt ihr ein, dass sie noch unbedingt dies und jenes und ausserdem noch das da braucht, also huscht sie auch noch mal in den Supermarkt, wo sie noch länger stehen muss und das »Frohes Fest« der Kassiererin schon klingt wie eine alte Schallplatte mit Sprung. Derweil steigt Vater auf eine Leiter, um den Christbaumschmuck vom Kleiderschrank zu holen. Der Kleiderschrank ist oben total verstaubt, deshalb flucht er, weil seine Frau eine alte Schlampe zu sein scheint. Die Kugeln kann er zunächst nicht finden, das Lametta sowieso nicht. Alles verzögert sich um ca. eine halbe Stunde, bis einem der Kinder einfällt, dass es die Lichterkette letztes Jahr in den Besenschrank gestopft hat. Dafür gibt's ne Ohrfeige und noch mehr fluchen. Wenn das alles erledigt ist, flucht Vater, weil er die Lichterkette nicht auseinander bekommt. Ca. eine halbe Stunde später wird dann der Baum versucht, dem Ständer anzupassen. Der Baum passt nicht, er muss gesägt werden. Danach passt er auch nicht. Jetzt erst fällt einem der Kinder auf, dass der Baum auf der einen Seite verdächtig wenig Nadeln hat. Vater wollte das zu diesem Zeitpunkt nicht hören. Mutter kommt nach Hause und schreit gehetzt herum, warum der Baum noch nicht steht und wieso so viele Nadeln auf dem Teppich liegen, jetzt muss sie wieder saugen, du alte Sau. Vater schreit zurück, dass sie mal auf dem Kleiderschrank putzen sollte. Mutter zieht sich in die Küche zurück und macht den Braten, hat ein Gewürz vergessen und schickt ein maulendes Kind in den Supermarkt, wo das Kind mittlerweile eine Stunde warten muss. Allerdings in der Gesellschaft anderer Kinder, denen es ebenso geht. Vater hat inzwischen den Baum aufgestellt und geschmückt, dabei sind ihm drei Kugeln runtergefallen und zerschellt, was erneutes Fluchen zur Folge hatte. Als ein Kind anmerkt, dass man am Heiligen Abend nicht fluchen soll, gibt's mal wieder eine Ohrfeige. Mittags gibt es eine schnelle Suppe, die keiner mag, aber Mutter tröstet alle mit dem Hinweis auf den Weihnachtsbraten. Nach dem Essen muss Vater noch schnell was einpacken, hat aber kein Tesafilm mehr, weshalb er flucht und etwa eine halbe Stunde lang danach sucht. Gegen zwei Uhr ist Ruhe. Diese dauert ca. drei Stunden, dann kommt der Besuch. Und was jetzt noch alles kommt, davon schweige ich lieber... ;)
Kühlwalda schrieb am 14.8. 2000 um 00:52:44 Uhr zu
Bewertung: 6 Punkt(e)
Sach ma, wer hat denn da nochma Geburtstach?
Schon seit September strömt mir von überall der Geruch von Glühwein, Schokoladenweihnachtsmännern und dem neuen Mc Nikolaus entgegen. Tausende von Menschen drängen, sichtlich in Festtagslaune, durch überfüllte Fußgängerzonen um Tante Herta noch eben (schließlich schließen am 24ten die Geschäfte schon früher) eine Flasche Doppelherz oder Fichtennadelfußbad zum Sonder-Xmas-kost-hier-nur-das-Doppelte-als-wie-sonst-Preis zu besorgen. Vollbepackt geht's weiter, natürlich nicht ohne Kassenbon, umgetauscht wird ja eh, weil's keinem gefällt, na ja, der Wille zählt, breites Grinsen auflegen und Hand schütteln. Danke, Oma, ich wollte schon immer rosa Filzpantoffeln, die sind ja noch schöner als der selbstgeklöppelte Fahrradhelmüberzieher vom letzten Jahr. Hier hast Du auch was, 'nen selbstgetöpferten Aschenbecher- Wie, Du hast noch nie geraucht?!
Weihnachten ist halt das Fest der Liebe. Und spätestens nach 20 Flaschen Bier, Sekt und einem halben Liter Verdauungsschnaps haben wir uns alle lieb (piep piep), und dem Festtagsbraten wird ein zweites Mal -über der Kloschüssel hängend- Hallo gesagt. Wenn dann auch noch die Lichterkette am Weihnachtsbaum anfängt zu schmurgeln und die ganze Familie gerührt in Eintracht zusieht, wie der neue Nintendo Pocket, die Weihnachtsbarbie mit Muff und Rentierschlitten, die Digitalkamera, Opa's Blutdruckgerät und die 20 Mark Plastikfigurenkrippe aus dem Aldi samt Baum, allen anderen Geschenken und dem Stück Kernseife, einem Präsent vom Friseur, in Flammen aufgehen, dann sind sich alle plötzlich wieder bewußt, was eigentlich das Wichtige und Besondere an Weihnachten ist: Das Sonderprogramm im Zweiten mit den Wiederholungen der Sissi Filme. Schöööön.
Na dann, Fröhliche Weihnachten...
Gijsbert schrieb am 9.12. 2000 um 02:34:14 Uhr zu
Bewertung: 8 Punkt(e)
Merry Weihnachten
When the last Kalender-sheets
flattern trough the winter-streets
and Dezemberwind is blowing,
then ist everybody knowing
that it is not allzuweit:
she does come - the Weihnachtszeit.
All the Menschen, Leute, people
flippen out of ihr warm Stueble,
run to Kaufhof, Aldi, Mess,
make Konsum and business.
Kaufen this und jene Dings
and the Churchturmglocke rings.
Manche holen sich a Taennchen,
when this brennt, they cry »Attention«.
Rufen for the Feuerwehr:
Please come quick to loeschen her!"
Goes the Taennchen of in Rauch,
they are standing on the Schlauch.
In the kitchen of the house
mother makes the Christmasschmaus.
She is working, schufting, bakes
hit is now her Yoghurtkeks.
And the Opa says als Tester:
We are killed bis to Silvester".
Then he fills the last Glas wine -
yes, this is the christmastime!
Day by day does so vergang,
and the Holy night does come.
You can think, you can remember,
this is immer in Dezember.
Then the childrenlein are coming
candle-Wachs is abwaerts running.
Bing of Crosby Christmas sings
while the Towerglocke rings
and the angels look so fine -
well this is the Weihnachtstime.
Baby-eyes are big and rund,
the familiy feels kerngesund
when unterm Weihnachtsbaum are hocking
then nothing can them ever shocking.
They are so happy, are so fine -
this happens in the Chistmastime!
The animals all in the house,
the Hund, the Katz, the bird, the mouse,
are turning round the Weihnachtstree,
enjoy this day as never nie,
well they find Kittekat and Chappi
in the Geschenkkarton von Papi.
The familiy begins to sing
and wieder does a Gloeckchen ring.
Zum Song vom gruenen Tannenbaum
the Traenen rennen down and down.
Bis our mother ploetzlich flennt:
The christmas-Gans im Ofen brennt!"
Her nose indeed is very fine
Ende of the Weihnachtstime.
jo schrieb am 24.12. 2005 um 17:23:09 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
weihnachten ist die scheinheiligste zeit im jahr. alle werden gefühlsduselig und faseln irgendwas von tradition und familie und besinnlichkeit. dabei geht es eigentlich um besinnungslosigkeit. dahin trinkt und frisst man sich nämlich, während mit jedem gekauten bissen und jedem schluck wein irgendwo auf der welt ein kind stirbt. aber man ist ja gut, denn man hat ja gespendet, ganze 10 euro dieses jahr. vielleicht ist das dann besinnlich, wenn man sich für kleines geld genug reines gewissen kaufen kann, um den alljährlichen konsumwahnsinn irgendwie entschuldigen zu können.
und jetzt frei nach douglas adams: heute ist es 2005 jahre her, dass ein mann geboren wurde, der ans kreuz genagelt wurde, weil er meinte, dass es doch viel schöner wäre, wenn zur abwechslung mal alle nett zueinander wären. genau daran sollte man vielleicht auch mal denken.
Morgenglühen schrieb am 23.12. 2002 um 12:34:09 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
Schon seltsam. In der sogenannten »Zeit zwischen den Jahren« haben alle Zeit genau die stumpfsinnigen Sachen zu tun, die sonst liegen bleiben. Wie zum Beispiel die Plattensammlung zu katalogisieren oder nachzuschauen, zu welchen Begriffen man im Blaster schon was geschrieben hat.
Bwana Honolulu schrieb am 29.11. 2002 um 08:23:54 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
***Weihnachtsgedicht***
Denkt Euch, ich habe das Christkind gesehen.
Ich hab´s überfahren, es war ein Versehen.
Ich hatte gerade die Äuglein zu, Ich träumte beim Fahren in himmlischer Ruh
Das Christkind hat in dieser heiligen Nacht
Bekanntschaft mit meinem Kühler gemacht.
Später sah ich auch noch den Weihnachtsmann
Er feuerte grad´ seine Renntiere an.
Ich überholte den langsamen Wicht,
Doch sah ich den Gegenverkehr dabei nicht.
Ich wich noch aus, doch leider nicht Santa,
Ein kurzes Rumsen und er klebte am Manta.
Am Ende sah ich auch den Nikolaus,
Er stürmte gerade aus dem Freudenhaus.
Er kam ganz hektisch über die Kreuzung gelaufen,
Wollt am Automaten neue Präser sich kaufen.
Mein Auto und mich hat er wohl nicht geseh´n,
Jedenfalls blieben von ihm nur die Stiefel steh´n.
So ist die Moral von dem Gedicht,
Fahr zu schnell Dein Auto nicht.
Denn als ich zuhaus war, da mußte ich heulen,
Mein schöner Wagen, der hatte drei Beulen,
Vom Christkind, vom Niklas und vom Santa Claus.
Ja, dieses Jahr fällt Weihnachten dann wohl aus...
cloverleave schrieb am 22.3. 2002 um 23:08:43 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Weihnachten
Herr, darf ich mir Zeit für Dich nehmen?
Dir ein Gedicht widmen, Dich frei heute preisen?
Oder soll ich davon zieh’n auf Sohlen, so leisen
Und Arbeit suchen, mich damit zu lähmen?
Nicht umsonst gibst Du mir nicht viel zu tun.
Hätt‘ ich gedacht, dass es so positiv wird!
Ich fühl‘ mich Dir nah, bin genügend geirrt.
An Deiner Seite möchte‘ ich exakt jetzt ruh’n.
Betracht ich den Himmel, so scheint es mir,
Als säh‘ ich ihn blau, voll Lichter ihn scheinen.
Er ist erfüllt von Engeln, so will ich meinen.
Oh Herr, wie bin ich verrückt nach Dir!
Die Musik des Morgens, ich höre sie noch.
Es wird mir so warm, ich könnte laut schreien.
Weihnachten naht, in den Häuserreihen
Scheint mir auf einmal – es weihnachtet doch!
Lange brauche ich nicht mehr ausharren.
Die Stunde neigt sich, bald hör‘ ich sie wieder,
Die schönen, so zärtlichen Lobpreislieder.
Ich werde mit Singen heut heimwärts fahren.
Geschlafen habe ich nicht letzte Nacht.
Gebetet hab‘ ich! Schon lange ist’s her.
Es fiel mir trotz allem Glauben schwer,
Zeigtest Du mir doch einen Teil Deiner Macht.
Der verlorene Sohn möchte Dich Vater nennen.
Bist Du so gnädig, ist es wirklich korrekt,
Mich anzunehmen stinkend und völlig verdreckt?
Könnte die Liebe zu Dir den Staub verbrennen?
Oh, mein Herr und Vater, Du bist mir so nah!
Dein Sohn kam hernieder, wurde gefoltert für mich.
Herr, ich kann nur nicken, wie bist Du unglaublich!
Drum sag‘ ich zu Dir heut‘ mit vollem Herz Ja.
Denn wie Du schon damals hast Wunder vollbracht,
geschieht es noch heute, ich muss nur vertrauen!
Dann darf ich mein Haus auf Steinen mir bauen.
Erfüll mich, komm zu mir in der kalten Nacht.
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