winter
Bewertung: 7 Punkt(e)der winter ist die schönste jahreszeit. noch schöner aber ist den zwangsvergnügten dabei zuzusehen, wie sie in ihre winterdepression verfallen und wie die untoten durch die gegend laufen. herrlich .....
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| Der erste Text | am 17.1. 1999 um 18:25:38 Uhr schrieb Dragan über winter |
| Der neuste Text | am 10.2. 2024 um 12:46:44 Uhr schrieb Gerhard über winter |
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am 23.3. 2010 um 01:03:21 Uhr schrieb
am 6.7. 2004 um 01:26:58 Uhr schrieb
am 18.3. 2007 um 15:38:24 Uhr schrieb |
der winter ist die schönste jahreszeit. noch schöner aber ist den zwangsvergnügten dabei zuzusehen, wie sie in ihre winterdepression verfallen und wie die untoten durch die gegend laufen. herrlich .....
Mein dummes Herz zieht sich zusammen.
Die Luft ist mager, die Beine sind zu Streichölzern geworden. Ich lebe im Mantel, bin nur noch Hülle, umhülltes. Ohne Licht verstopfen langsam meine Poren.
ich sollte am strand sein,die schuhe neben dem rucksack,das t-shirt fliegt die arme entlang,die geflickte stoffhose um die knöchel,der heiße sand beißt in die füsse,die helle sonne in die augen,und dabist du,schönste,mit tausend herrlichkeiten wirfst du dich an den strand und erreichst meine zehen,die im sand untergehen,kalt bist du und unermüdlich,immer neue ideen hast du,die gischt auf deinen wogen anzuordnen,du umfängst meine kniee,meine scham und nach unendlicher angst und bedenklichem zögern auch den empfindlichen bauch und den hochgereckten hals,in schauervollen kälte,doch dann erkennst du mich und wärmst mich aus deinem abgrund und muscheln küssen meine sohlen und wellen türmen sich mir zu ehren,ich werde schwerelos zwischen weißem himmel und schwarzer tiefe,schwerelos wie der seetang,den meine zehen aufwirbeln,und rückkehrend an land begreife ich erst ganz die wärme des meeres,sand klebt an mir und die göttin der feuchtigkeit mit der schwarzgrünen nässe sich zusammenziehenden kunstfaserstoffes,mein gewicht kehrt zurück mit der sonne und vereinigt sich mit mir,und unstillbar rinnt wasser aus meinem badeanzug auf meine beine,die die helligkeit unermüdlich trocknet und kitzelt,und patsch setze ich meine ganze profunde existenz in den sand und höre auf und verwandle mich in weißes rauschen.Statt dessen zerstampft mein gepanzerter fuss nassen schnee und bemüht sich um halt auf rutschigem pflaster.
Ich mag den Winter, die Luft ist klar, keine Blätter an den Bäumen (nicht etwa daß ich Blätter nicht mag), ich hab keinen Heuschnupfen mehr, kann wieder meine blaue Kuscheljacke tragen, Schneebälle werfen, auf dem Eis rutschen und mit Lea Schneemänner bauen.
Es gibt Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt, Mutti macht leckere Plätzchen, Lea summt Weihnachtslieder (manchmal singt sie auch, aber der Text...); soll noch einer sagen Winter wäre nicht schön.
ich liebe den Winter -
denn es ist kalt und man spürt die Luft in den Lungen und letztendlich fühlt man sich durch den Kontrast zum Rest der Welt, die so eingefroren und tot am Boden umherliegt wieder richtig lebendig...
Langlauf spielen im Schnee, abends auf unserem SPielplatz, zählen der Flocken im Licht der laternen und hoffen morgen Schulfrei zu haben...den nächsten Tag am Radio verbringen auf die Durchsage wartend, die Schule fällt aus...und kälte, mit Mutter Hand in HAnd schlitten fahren, »die Todesbahn«..hinunter und wieder alles ...Sonne im Zimmer,NAchmittags...und Fußball auf dem Verschneiten Aschenplatz...mit Freunden oder auch nicht, und Weihnachten, natürlich...Morgens aufwachen...
Es ist ein Wintertag, trübgrau, Nieselregen vor den Scheiben. Man sieht keinen Himmel, nur dieses fade Dickicht aus Wolken, die über der Stadt hängen. Ich würde gerne einfach im Bett liegenbleiben, mich in einen tauben Schlaf einwickeln. Das ist ein guter Tag um zu schlafen, die Bettdecke über den Kopf zu ziehen und sich in die warme Geborgenheit einzuspinnen wie in einen Kokon.
Ich schlafe gerne, ich habe nicht das Gefühl etwas zu verpassen, wenn ich schlafe. Ich kann 18 Stunden am Stück schlafen, wenn ich will. Sich in die watteweiche Umarmung des Schlafs fallen zu lassen, und in einem Traum zu leben, kann soviel angenehmer sein als die Realität. Ich stehe dann aber doch auf. Muß ein paar Dinge erledigen, Briefe zur Post bringen.
Im Bus sitze ich zwei älteren Fraurn gegenüber. Ältere Leute haben ja oft diesen verhärmten Gesichtsausdruck. Unter ihren Mundwinkeln sehe ich diese nach unten gezogenen Falten, diese tiefe Kerben in der Haut, als ob sie in ihrem ganzen Leben noch nie gelacht hätten. Dieses lebenslange Nichtgelachthaben hat sich in ihrem Gesicht festgefressen.
Da steigt ein Mädchen mit Dreadlocks ein, buntes Batikshirt, sieht bißchen verschlafen aus, aber ganz sympathisch. Sofort geht bei den alten Damen das Getuschel los: "Pfui Teufel, hast du der
ihre Haare gesehn, grausig sowas!" Die andere nickt, tuschelt zurück, aber so laut, dass es jeder im Bus hören kann.
Ich muß an der nächsten Station raus, muß an dem
Mädchen mit den Dreadlocks vorbei, lächle dabei, ein bißchen angestrengt vielleicht, aber ich will nicht, dass mir das mit den Kerben im Gesicht auch passiert.
Und sie lächelt zurück.
Bei Winter denke ich nur an Schnee.
Am schönsten sind große weite Ebenen nur mit Schnee, wie ein großes weißes Meer.Wenn der Himmel so weiß ist wie die Erde und man nicht mehr erkennen kann, wo sich der Horizont befindet.Man steht in mitten einer Weiße,die einen umhüllt.Oder die Sonne , die auf dem Schnee glitzert *seufz* Herrlich! Wenn er vom Himmel fällt verschluckt er alle Geräusche herum.Alles ist still und weiß.
Sollte ich jemals im Lotto groß gewinnen,wandere ich nach Alaska aus.Oder ich heirate irgendwann einen Eskimo *g*
Bei den »Vier Jahreszeiten« von Vivaldi hört sich der Winter richtig schön frostig an, vor allem der erste Satz. Vor allem aber klingt dieses konzert nicht ganz genauso wie alle anderen vierhundert Vivaldi-Konzerte auch...
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