Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 893, davon 872 (97,65%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 364 positiv bewertete (40,76%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 16.1. 1999 um 00:56:06 Uhr schrieb
Peter über tod
Der neuste Text am 23.1. 2026 um 19:12:33 Uhr schrieb
Rübezahl über tod
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 266)

am 13.6. 2006 um 22:19:02 Uhr schrieb
Dunkelrot über tod

am 9.3. 2006 um 03:44:44 Uhr schrieb
Umbra di Notte über tod

am 12.8. 2005 um 15:27:09 Uhr schrieb
eine nicht identifizierbare Lebensform über tod

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Tod«

Joan La Croix schrieb am 13.8. 2001 um 20:17:31 Uhr zu

tod

Bewertung: 4 Punkt(e)

Bis jetzt habe ich das Thema Tod betreffend fast nur negative Assoziationen gefunden.
Man fürchtet sich vor dem (eigenen) Tod, weil man ihn nicht beeinflussen oder aufhalten kann. Das ist verständlich. Besonder grausam ist es, wenn Menschen vor ihrer Zeit aus dem Leben gerissen werden.
Doch für viele kann es auch eine Erlösung sein.
Das friedliche Einschlafen nach langem Kampf gegen eine Krankheit stelle ich mir schön vor. Ich persönlich möchte nicht 100 Jahre alt werden, wenn ich dadurch vom Alter eingeschrenkt werde.
Mir kann niemand erzählen, dass er glücklich wäre 100 Jahre alt zu werden, auch wenn er ans Bett gefesselt, sabbernd vor sich hinvegetieren würde. Wohlmöglich überlebt dieser Jemand seine eigenen Kinder. Nein nein nein, das wäre nichts für mich.
Viele Menschen sind durch den plötzlich eingetretenen Tod jedoch unsterblich geworden. Von Marillyn Monroe bis hin zu Jimmy Hendrix und James Dean !
Schlimmer aber als den eigenen Tod fürchte ich den Tod der Menschen, die mir am nähsten stehen. Familie und Freunde. Denn man wird allein zurückgelassen und muß mit der Leere, die einem bleibt zurechtkommen. Davor habe ich glaube ich mehr Angst als vor dem Tod der mich persönlich irgendwann mal einholen wird. Allerinds hoffe ich dass ich jeden Tag meines Lebens bis zu meinem Ende mit einem Lächeln aufwachen werde um wieder mit einem Lächeln auf den Lippen einzuschlafen.

Liamara schrieb am 2.5. 1999 um 11:56:21 Uhr zu

tod

Bewertung: 4 Punkt(e)

Dieser Schmerz kennt keinen Namen,
niemand bringt sie wieder her.
Dunkles Schweigen an den Tischen,
meine Freunde sind nicht mehr.

Hier erhob sich ihre Flamme,
hier ergriff sie Mann für Mann.
Hier besangen sie die Zukunft,
doch die Zukunft brach nicht an.

Von dem Tisch da tief im Winkel
schauten sie die neue Welt,
und ihr Lied stieg hoch zum Himmel,
ich vernehm' sie noch,
denn jedes Wort hat sie geeint
zum Abendmahl der Freunschaft
für den Barrikadentod als Held.

Meine Freunde, seid mir gnädig,
ich vermisse euch so sehr.
Dieser Schmerz kennt keinen Namen,
niemand bringt sie wieder her.

An den Fenstern starr'n Gespenster,
werfen Schatten in den Raum.
Dunkles Schweigen an den Tischen,
keiner teilt mit mir den Traum.

Meine Freunde, fragt mich niemals,
ob sich solch ein Opfer lohnt.

Dunkles Schweigen an den Tischen,
weil kein Freund die Nacht belohnt.

Jott. schrieb am 4.10. 2000 um 12:14:18 Uhr zu

tod

Bewertung: 5 Punkt(e)

Das Leben sollte mit dem Tod b.ginnen
Nich andersrum
Zuerst geest du inz Altersheim
Wirst rausgeschmissen wenn du zu jung wirst
Spielst danach ein paar Jaare Golf
Kriext eine goldene Ur und b.ginnst zu arbeiten
Anschliessend geez auf die Uni
Du hast inzwischen g.nug R.faarunk
Das Studentenleben richtig zu g.niessen
Nimmst Drogen, seufst
Nach der Schule spielst du fuenf, sechs Jaare
Tummelzt neun Monate in einer G.beermutter
Und b.endest dein Leben als Orgasmus !

(Stumpen von Knorkator)

Thomas schrieb am 19.10. 1999 um 09:59:08 Uhr zu

tod

Bewertung: 4 Punkt(e)

Ich will mich nicht beklagen aber....morgens halb zehn oder früher die ganzen Zombies auf dem Weg zur Arbeit die sich über Montag(e) doch noch beklagen können, man sollte die ganze negative Energie in etwas positives umwandeln, ins All schiessen weit weg oder einfach etwas später mit einem Lächeln auf dem Gesicht aufstehen...

blöök! schrieb am 17.9. 2000 um 19:53:49 Uhr zu

tod

Bewertung: 3 Punkt(e)




Der Himmel ist überfüllt.
Petrus und sein Chef lassen ab jetzt nur noch
Leute in den Himmel die spektakulär gestorben
sind.

Es klopft an der Tür.
PetrusNur noch spektakuläre Tode
Ein Mann :"Höre meine Geschichte-
Ich wusste das mich meine Frau betrügt, deshalb
bin ich überraschend 3 Stunden früher von der
Arbeit gekommen, in unsere Wohnung im 7. Stock
gerannt und in die Wohnung geplatzt! Und
tatsächlich hing ein Mann an unserem Balkon!!!
Ich einen Hammer geholt und dem Typ auf die
Finger gehauen bis er runtergefallen ist! Da landet
der Sack doch im Gebüsch und überlebt!
Da bin ich in die Küche, hab den Kühlschrank
rausgerissen und hab ihn dem Typ hinterher
geschmissen! Treffer und der Typ war tot!
Vor lauter Aufregung hab ich dann aber leider einen
Herzanfall bekommen und deshalb bin ich jetzt
hier!"
Petrus: »Na dann komm rein

Kurze Zeit später klopft es wieder.
Petrus: »Nur spektakuläre Tode
Ein anderer Mann: "Ist gut, dann hör mir zu!
Ich mache wie jeden Morgen meinen Frühsport auf
meinem Balkon. Dann stolpere ich plötzlich über
den scheiß Hocker und falle über das Geländer! Ich
kann mich gerade so am Balkon unter mir
festhalten und denke >>WOW das hast du
überlebt?!?<<
Plötzlich kommt ein total irrer Typ und haut mir mit
seinem Hammer auf die Finger, das ich abstürze!!
Ich falle direkt in ein Gebüsch und denke nur
>>Mann! Das muss dein Glückstag sein! Schon
wieder überlebt!!<< Da schaue ich nach oben und
es trifft mich ein Kühlschrank! Und deshalb bin ich
hier!"
Petrus: »Alles klar komm rein

Dann klopft es zum dritten mal.
Petrus: »Bloß spektakuläre Tode!!!«
Ein dritter Mann: "Geht in Ordnung, also:
Ich sitze nach einer absolut heißen Nummer
splitternackt im Kühlschrank....."

Basti2@t-online.de schrieb am 16.6. 2001 um 17:12:07 Uhr zu

tod

Bewertung: 2 Punkt(e)

Sehr interessant, wie die Menschen über den Tod denken. Die meisten haben Angst vor ihn. Angst, weil er etwas unbestimmtes ist, was nicht in die heutige Welt passt. Heute ist alles versichert, alles klassifiziert, bis ins kleinste Detail erforscht. Überall Sicherheitsrichtlinien, geprüfte Qualität, vermindertes Risiko. Daß doch mal hin und wieder ein Flugzeug abstürzt, ein ICE gegen einen Brückenpfeiler rast, eine Ostseefähre sinkt, liegt am Unsicherheitsfaktor Mensch, den wir ja auch bald ausschalten werden. Dann wird alles korrekt sein. Wir rotten die Krankheiten aus (und schaffen damit neue), treiben die Lebenserwartung in die Höhe (und machen damit bestehende Sozialsysteme unbrauchbar), verbessern die Lebensmittel (wirklich? Naja, BSE war ja nur ein kleiner Ausrutscher) und erhöhen die Lebensqualität ständig (Was? Allergien, Streß, Psychosen, Traumata, Sozialer Abgrund? Da kann man drüber hinwegsehen).
Und dennoch, eines gelingt uns nicht: Den Tod abzuschaffen. Das martert die Herren Wissenschaftler natürlich gewaltig. Denn der Tod ist ein Faktor, der das naturwissenschaftliche Weltbild unserer Tage unvollkommen macht. Wieso muß ein Mensch sterben, wenn er doch reich (viel Geld hat), mächtig und klug ist? Heute wollen wir mit dem Tod nicht mehr leben, ihn nicht mehr akzeptieren. Weil wir mit ihm nichts mehr anfangen können. Weil wir in ihm das Ende unserer Existenz vermuten. Es gab mal Zeiten, da hat man das anders gesehen.

Karin schrieb am 28.6. 2000 um 17:35:08 Uhr zu

tod

Bewertung: 7 Punkt(e)

wir schreiben das jahr 1999. das telefon klingelt
und ich geh dran. weine los. sage zu meinem mann:
tante bärbel ist verstorben. sie ist wieder ins krankenhaus gekommen und war immernoch bereit gegen den krebs zu kämpfen. man wollte sie untersuchen-dabei ist ihr blutdruck zusammengebrochen. ihr geist wollte immernoch bleiben, aber ihr körper konnte nicht mehr.
ich zieh mich an und fordere meinen mann auf mit mir eine runde um den häuserblock zu gehen.
die ersten gedanken -was soll ich nur meiner cousine und meinem onkel sagen? wie müssen die sich jetzt fühlen? oh gott tante bärbel -ich glaub das alles nicht.

2 monate später: mein mann und ich kommen nachhause.der anrufbeantworter leuchtet. ich höre die nachricht ab. mein onkel ist auf dem band: karin der opa ist gestorben.
nein, warum gerade jetzt? ich war die ganzen tage bei ihm-ich hab die ganze nacht dagesessen und gespührt , daß es bald so weit sein würde.ich hab gedacht, der atem klingt noch merkwürdiger wie sonst. ich hab gott gebetn, ihn endlich zu erlösen.ich hab gefragt wie lange er da snoch mit ihm machen will. warum er solchen qualen ausgesetzt wird. morgens kam die pflegerin und sie fragte mich ob mein opa schon lange so da liegen würde. ich erzählte ihr alles, sie sagte aber nichts weiter. meine oma und mein onkel kamen ins zimmer und mein mann später auch. er wollte mich übers wochenende abholen,schließlich hat er ja auch ein anrecht auf mich. der arzt, der jeden tag kam,kam an diesem tag einfach nicht. schließlich fuhr ich mit meinem mann los. kopfschmerzen hämmerten auf mich ein-so sstark wie nie zu vor.eingekauft werden mußte noch, dann zur apotheke ein paar kopfschmerztabletten holen, ein bischen im auto sitzen und reden....erst dann der anrufbeantworter-...nein verflixt, warum sind wir nur nicht gleich nachhause? warum sind wir überhaupt nachhause???? hoffentlich war er nicht allein-das machte keinen sinn-meine tante starb bereits allein im krankenhaus. mein opa, den haben ich nd andere tag und nacht betreut-und ausgerechnet jetzt-wo ich weg war ....
nein das mach keinen sinn-sofort anziehen und zurück nach dem haus meiner großeltern-bitte bitte sei noch da-bitte sei noch nicht vom bestatter abgeholt-bitte sei noch da-ich will dich nochmal sehen....
kalkweiß, entstelltes gesicht,leblos-nein das ist nicht mehr mein opa geht es mir durch den kopf-du bist nicht mehr hier....im gleichen moment fühle ich ihn..wie er durch mich hindurchgeht und es ist als käme ein herzschlag auf dich zu-durchfährt dich und geht durch dich hindurch....er war noch da-er war noch da gewesen und er hat es mich spühren lassen....
er hatte es geschafft -so wie wir alle es mal schaffen werden-weil kein weg daran vorbeiführt.

John Raoul Dombart schrieb am 9.2. 1999 um 02:04:22 Uhr zu

tod

Bewertung: 7 Punkt(e)

Zuerst kamen ihm die Worte abhanden. Danach der Sinn. Zuletzt die Liebe und der Atem. So beschloß er, am folgenden Tag nicht mehr teilzunehmen. Der Herzstillstand war reine Formsache.

ARD-Ratgeber schrieb am 4.4. 2003 um 17:37:38 Uhr zu

tod

Bewertung: 3 Punkt(e)

Ein tötliches Netzfundstück:
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Wie man so stirbt...
Der Gärtner beißt ins Gras.
Der Maurer springt von der Schippe.
Der Koch gibt den Löffel ab.
Der Turner verreckt.
Den Elektriker trifft der Schlag.
Der Pfarrer segnet das Zeitliche.
Der Spachtelfabrikant kratzt ab.
Der Schaffner liegt in den letzten Zügen.
Der Beamte entschläft sanft.
Der Religiöse muss dran glauben.
Der Zahnarzt hinterlässt eine schmerzliche Lücke.
Der Gemüsehändler schaut sich die Radieschen von unten an.
Der Fechter springt über die Klinge.
Die Putzfrau kehrt nie wieder.
Der Anwalt steht vor dem jüngsten Gericht.
Der Autohändler kommt unter die Räder.
Der Kfz-Mechaniker schmiert ab.
Der Förster geht in die ewigen Jagdgründe ein.
Der Gynäkologe scheidet dahin.
Der Schornsteinfeger erbleicht.
Der Rabbi geht über den Jordan.
Der Optiker schließt für immer die Augen.
Der Eremit wird heim gerufen.
Der Tenor hört die Englein singen.
Der Spanner ist weg vom Fenster.
Und last, but not least:
Dolly Buster nippelt ab.

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Einfach ich schrieb am 9.8. 2005 um 15:03:47 Uhr zu

tod

Bewertung: 1 Punkt(e)

Der tod gehört halt zum leben

Kann man überhaupt etwas dazu sagen? der tod gehört halt zum leben, diese erfahrung haben wohl die meisten gemacht. ich dachte seit wenigen jahren, ich käme mit dem tod zurecht, könnte ihn akzeptieren und vor allem ertragen. leider hab ich mich getäuscht.
gegen ende meiner kindheit, anfang meiner jugend wurde ich zum ersten mal mit dem tod konfrontiert. »dein opa hat krebs«, hat man mir gesagt. meine großeltern waren sehr katholisch, gingen regelmäßig in die kirche, beteten vor dem Essen und haben ein rebellisches enkelkind wie mich immer aufgenommen, geliebt und mir alles ihnen mögliche gegeben. damals konnte ich nicht begreifen, warum so perfekte menschen derart bestraft werden müssen. ich habe meinen opa leiden sehen und ich habe gesehen, wie er all seinen angehörigen diesen anblick am liebsten ersparrt hätte. meiner oma konnte ich kaum noch in die augen schauen. sie war so stark, hat alles für ihn und ihre kinder und natürlich auch enkelkinder getan. ich hätte ihr so gern geholfen. aber damals saß ich apathisch im raum und habe versucht diese situation zu begreifen. bis heute weiß ich nicht, was ich für meine oma hätte tun können. mit meinem opa habe ich viel geredet, habe alles gefragt, was ich mich früher nie gewagt hätte. ich wußte, wenn du in den nächsten tagen wieder nach hause fährst, wirst du ihn nie wieder sehen. wenn ich schon darunter leide, wie geht es dann meiner oma? fällt ihr die sache aufgrund ihres glaubens einfacher? ist sie davon überzeugt, dass er es wo auch immer besser haben wird? oder verliert sie gerade ihren glauben? ich hätte sie fragen sollen. aber ich konnte nicht, mir ist nichts, einfach absolut nichts eingefallen, außer ständigen umarmungen. sie hat über 50 Jahre mit diesem Mann verbracht. wenn mit so einem ende zu rechnen ist, verzichtet man doch lieber auf die große liebe, oder nicht?
Als der tag kam, an dem ich mit meiner familie wieder nach hause musste, fühlte ich mich hilflos. wir saßen zu viert im auto und keiner hat etwas gesagt. wenige tage später erreichte uns der anruf, »opa ist tod«. Oma! war mein erster gedanke. wer meinen opa zuletzt gesehen hat, weiß, für ihn war es das beste, aber oma! mir war es nicht möglich bei der beerdigung dabei zu sein. meine eltern meinten hinterher, es sei auch besser so gewesen. von nun an musste alles wie gewohnt weitergehen. ich habe nie darüber gesprochen, unterdrückte jede Träne und wollte meinen eltern (opa war mamas papa) nicht noch mehr kummer bereiten.
ca. ein halbes jahr später kam ich nichts ahnend zum essen nach hause und meine eltern wollten mit meinem bruder und mir dringend reden. wir haben angestrengt drüber nachgedacht, von welcher unseren untugenden sie erfahren hätten. aber nein, leider haben wir nicht den fehler gemacht, uns erwischen zu lassen. meine oma ist an einem herzanfall gestorben. sie war allein zu hause, ist mitten im raum ungefallen. wenn jemand da gewesen wäre, hätte man ihr helfen können.. es war schrecklich. ich hoffe für sie nur, dass es wirklich, wirklich schnell ging. dann habe ich an meine mama gedacht. nachdem ich ihr das sagte half mir mein papa, meine eigenen emotionen raus zu lassen. ich habe bitterlich geweint und wollte nur noch raus, zu meinem damaligen freund, habe dann mit ihm gekifft und ihm alles, was ich in meinem kopf hatte erzählt, während ich einfach nur in seinem arm lag. in den nächsten tagen war ich sehr ruhig. ich suchte krampfhaft nach einem weg damit umzugehen. doch es gibt keinen richtigen weg. Ich habe mich auf ihre beerdigung gewagt. alles traurige, weinende menschen. ich einer von ihnen. hinterher dachte ich mir nur, »wie egoistisch«. meine oma war trotz unserer riesigen familie meist allein, sie ist auf jeden fall allein gestorben, jetzt ist sie laut ihres hoffentlich bestehenden glaubens bei ihrem mann. ich gönn es ihr. der tod, also der verlust eines menschen, den man liebt, der da ist, seit man denken kann, läßt sich nicht ausgleichen. aber es ist sicher nicht immer für alle schlecht. und es muss trotzdem weiter gehen. es geht immer weiter, das weiß jeder. also bin ich weiter gegangen. der tod gehört halt zum leben. meine uroma starb kurz darauf an krebs, mein großonkel auch. achja, und meine zweite uroma, sogar meine tante und mein absoluter lieblingsonkel erkrankte an mutiple sklerose und ein anderer onkel hat krebs, aber er lebt noch. hey, der tod gehört halt zum leben. so bin ich damit umgegangen. mein onkel mit multiple sklerose lebt auch noch und ihm geht es trotz der krankheit sehr gut, ich genieße jede mögliche freie zeit mit ihm und bin froh, dass ich ihn habe. ich war mir sicher, dass ich meinen weg gefunden habe, mit dem tod umzugehen. schlechte noten, eine kaputte lieblingshose, eine abfuhr von nem kerl, ein ausverkauftes konzert, etc., alles nichtigkeiten. meine werte haben sich einfach total verändert, das hat vieles einfacher gemacht, finde ich. doch dann im februar dieses jahres. ich kam zufrieden von einem sehr aufregenden und erfahrungsreichen wochenende zurück. meine familie begleitete mich ins wohnzimmer, schloß die tür hinter mir (???) und setzte sich neben mich. sie gaben mir das gefühl, die welt ginge unter, ohne nur ein wort zu sagen. »dein bruder ist tod«. er hat sich das leben genommen. um genau zu sein, hat er sich an einer stahlkette im reifenkeller seines arbeitsgebers erhangen. Stille. und ja, die welt ging in diesem moment unter. die tür war abgeschlossen, ich konnte nicht einfach rausrennen. jetzt saß ich hier gefangen zwischen einem elterpaar, das gerade seinen sohn verloren hat und einem mädchen (das die letzte zeit wie eine art kleine schwester für mich war), das gerade ihren langjährigen freund hergeben musste. wußte nichts zu tun, wollte raus, aber man hätte mich nicht allein gelassen. ich konnte nichts sagen, wollte nichts sagen. mein bruder, mein großer bruder, mein vorbild, ein kerl, wie kein anderer, so perfekt für einen menschen. ich konnte nicht weinen, obwohl die anderen um mich herum auch nichts anderes taten. aber das weinen drückte nicht meinen schmerz aus, es unterdrückte ihn. es war als hätte man mir ein stumpfes messer im herzen herumgedreht. ich dachte, ich könnte mit dem tod umgehen, aber nein, ich konnte es nicht. die trauerfeier, die beerdigung, das waren schmerzen, hilflosigkeit, wie ich es nie zuvor fühlte. ich habe all meine kraft zusammen genommen, um irgendwie für meine eltern da zu sein und das ist das einzige, was ich tun kann. mein bruder wollte sterben, er ist gestorben. ich habe ihm verziehen. es ist so egoistisch, aber er fehlt mir. gedanken an die zukunft machen mir angst. dieses ereignis hat einem teil meiner zukunft von jetzt auf gleich zu geschichte gemacht. dabei hab ich mich auf diese zukunft gefreut. nun muss ich den weg allein gehen. meine eltern sind toll und ich bin stolz und wir haben uns auch immer alle gut verstanden, aber wir führten nur so eine art wg, jeder hat seine aufgabe und wir haben gelacht und ich habe auch immer allen zugehört, aber meine bezugsperson war mein bruder, nicht meine eltern. schön, dass sie mir halt geben. danke, danke, danke und ich möchte das möglichst auch zurückgeben, aber diese lücke wird keiner mehr füllen. ich bin äußerlich noch ruhiger geworden, rede noch weniger über mich und fühle mich sehr wohl dabei. ich bin ein ernsthaft lebenslustiger mensch und lache sehr viel, doch den Alltag blende ich gerne mal aus. den tod kann ich nicht, vielleicht noch nicht, ertragen. ich gebe mir mühe und möchte mein umfeld auch nicht belasten, aber in ruhigen momenten würde ich sehr gern einfach weglaufen. einfach selbst das leben in die hand nehmen und nicht von irgendwelchen vorschriften, gesetzen oder meinungen bestimmt sein. (man darf doch mal träumen..)

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Erstellt am 20.6. 2007 um 15:58:35 Uhr von Jana, enthält 5 Texte

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Erstellt am 12.6. 2009 um 03:04:14 Uhr von Muckobi, enthält 5 Texte

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Erstellt am 15.5. 2005 um 17:20:37 Uhr von gegebenenfalls völliger Unsinn, enthält 11 Texte

söben
Erstellt am 5.10. 2000 um 19:57:16 Uhr von Mik, enthält 12 Texte

planmäßig
Erstellt am 17.1. 2015 um 21:28:21 Uhr von baumhaus, enthält 4 Texte


Der Assoziations-Blaster ist ein Projekt vom Assoziations-Blaster-Team (Alvar C.H. Freude und Dragan Espenschied) | 0,2510 Sek.