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Peter über tod
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Rübezahl über tod
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am 20.4. 2010 um 16:42:11 Uhr schrieb
Celeste über tod

am 25.9. 2018 um 16:18:02 Uhr schrieb
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am 3.5. 2007 um 13:28:55 Uhr schrieb
Kah über tod

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Assoziationen zu »Tod«

Karin schrieb am 28.6. 2000 um 17:35:08 Uhr zu

tod

Bewertung: 7 Punkt(e)

wir schreiben das jahr 1999. das telefon klingelt
und ich geh dran. weine los. sage zu meinem mann:
tante bärbel ist verstorben. sie ist wieder ins krankenhaus gekommen und war immernoch bereit gegen den krebs zu kämpfen. man wollte sie untersuchen-dabei ist ihr blutdruck zusammengebrochen. ihr geist wollte immernoch bleiben, aber ihr körper konnte nicht mehr.
ich zieh mich an und fordere meinen mann auf mit mir eine runde um den häuserblock zu gehen.
die ersten gedanken -was soll ich nur meiner cousine und meinem onkel sagen? wie müssen die sich jetzt fühlen? oh gott tante bärbel -ich glaub das alles nicht.

2 monate später: mein mann und ich kommen nachhause.der anrufbeantworter leuchtet. ich höre die nachricht ab. mein onkel ist auf dem band: karin der opa ist gestorben.
nein, warum gerade jetzt? ich war die ganzen tage bei ihm-ich hab die ganze nacht dagesessen und gespührt , daß es bald so weit sein würde.ich hab gedacht, der atem klingt noch merkwürdiger wie sonst. ich hab gott gebetn, ihn endlich zu erlösen.ich hab gefragt wie lange er da snoch mit ihm machen will. warum er solchen qualen ausgesetzt wird. morgens kam die pflegerin und sie fragte mich ob mein opa schon lange so da liegen würde. ich erzählte ihr alles, sie sagte aber nichts weiter. meine oma und mein onkel kamen ins zimmer und mein mann später auch. er wollte mich übers wochenende abholen,schließlich hat er ja auch ein anrecht auf mich. der arzt, der jeden tag kam,kam an diesem tag einfach nicht. schließlich fuhr ich mit meinem mann los. kopfschmerzen hämmerten auf mich ein-so sstark wie nie zu vor.eingekauft werden mußte noch, dann zur apotheke ein paar kopfschmerztabletten holen, ein bischen im auto sitzen und reden....erst dann der anrufbeantworter-...nein verflixt, warum sind wir nur nicht gleich nachhause? warum sind wir überhaupt nachhause???? hoffentlich war er nicht allein-das machte keinen sinn-meine tante starb bereits allein im krankenhaus. mein opa, den haben ich nd andere tag und nacht betreut-und ausgerechnet jetzt-wo ich weg war ....
nein das mach keinen sinn-sofort anziehen und zurück nach dem haus meiner großeltern-bitte bitte sei noch da-bitte sei noch nicht vom bestatter abgeholt-bitte sei noch da-ich will dich nochmal sehen....
kalkweiß, entstelltes gesicht,leblos-nein das ist nicht mehr mein opa geht es mir durch den kopf-du bist nicht mehr hier....im gleichen moment fühle ich ihn..wie er durch mich hindurchgeht und es ist als käme ein herzschlag auf dich zu-durchfährt dich und geht durch dich hindurch....er war noch da-er war noch da gewesen und er hat es mich spühren lassen....
er hatte es geschafft -so wie wir alle es mal schaffen werden-weil kein weg daran vorbeiführt.

Liamara schrieb am 2.5. 1999 um 11:56:21 Uhr zu

tod

Bewertung: 4 Punkt(e)

Dieser Schmerz kennt keinen Namen,
niemand bringt sie wieder her.
Dunkles Schweigen an den Tischen,
meine Freunde sind nicht mehr.

Hier erhob sich ihre Flamme,
hier ergriff sie Mann für Mann.
Hier besangen sie die Zukunft,
doch die Zukunft brach nicht an.

Von dem Tisch da tief im Winkel
schauten sie die neue Welt,
und ihr Lied stieg hoch zum Himmel,
ich vernehm' sie noch,
denn jedes Wort hat sie geeint
zum Abendmahl der Freunschaft
für den Barrikadentod als Held.

Meine Freunde, seid mir gnädig,
ich vermisse euch so sehr.
Dieser Schmerz kennt keinen Namen,
niemand bringt sie wieder her.

An den Fenstern starr'n Gespenster,
werfen Schatten in den Raum.
Dunkles Schweigen an den Tischen,
keiner teilt mit mir den Traum.

Meine Freunde, fragt mich niemals,
ob sich solch ein Opfer lohnt.

Dunkles Schweigen an den Tischen,
weil kein Freund die Nacht belohnt.

Lord Chaos schrieb am 26.9. 2000 um 01:58:59 Uhr zu

tod

Bewertung: 4 Punkt(e)

Steckblatt für ansteckende und gefährliche Krankheiten:

Tod

Tod ist offensichtlich eine Infektionskrankheit. Noch dazu eine, die mit hoher Wahrscheinlichkeit tödlich endet. Die Ansteckungswege sind im Großen und Ganzen noch nicht alle erfaßt; zu komplex ist deren Zusammenwirken. Dabei hat sich allerdings schon herausgestellt, das vergiftete Pfeile und scharfe Schwertklingen hoch infektiös sind. Auch von Fallbeilen geht eine nicht unerhebliche Gefahr der Ansteckung aus. Doch deswegen sollte man nicht den Kopf verlieren. Eine ordentliche Desinfektion der Klinge mit Hilfe von Feuer könnte da Abhilfe schaffen, aber klinische Studien in diese Richtung stehen noch aus. Was allerdings hilft, ist eine prophylaktische Impfung mit abgeschwächten Erregern, der sogenannte 'Vampirbiß'. Nach der Impfung besteht eine fast 100 %-ige und lebenslange Immunität gegen Tod. Diese Therapie ist sehr gut erprobt und stellt ihre Nützlichkeit bereits seit Jahrhunderten unter Beweis. Die Nebenwirkungen, wie eine starke Sonnenallergie, sind im Gegensatz zum Nutzen eher minimal. Auch die verschiedenen alternativen Vorbeugemaßnahmen, wie 'Werwolfsbiß', 'Nekromantie' oder 'Mumifizierung' sind nicht nebenwirkungsfrei. Man sollte sich also schon recht gut überlegen, zu welcher Art der Immunisierung man greifen möchte. Eine nebenwirkungsarme Methode namens 'Cyberisierung' befindet sich noch in der Entwicklungsphase. Das alles sind aber, wie der Name schon sagt, prophylaktische Impfungen. Ist man bereits mit Tod infiziert, hilft nur noch ein Wunder, ja, es sollte sogar ein göttliches sein. Es sind einzelne Fälle bekannt, in denen göttliche Wesenheiten zur Behandlung herangezogen wurden, jedoch sind diese Therapien nicht billig und kosten mindestens eine Seele. Sie sollten wissen, daß die Krankenkassen die Kosten dieser Behandlung nicht tragen. Meistens schon deshalb nicht, weil ihnen die Seelen zum Begleichen der Rechnung fehlen.
Nun zum Krankheitsbild: Das erste untrügliche Symptom für Tod ist ein akuter Herzstillstand, dem sich ziemlich schnell eine ausgeprägte Leichenstarre anschließt. Im fortgeschrittenen Stadium zerfällt dann der Patient mehr und mehr. Ab einem bestimmten Zersetzungsgrad sind selbst Wundertherapien aussichtslos. Im Endstadium kann man dann den Patienten nicht mehr von einem Häufchen Erde unterscheiden.
Zum Abschluß möchte ich noch sagen, daß es, wie überall in der Natur, Individuen gibt, die aufgrund bestimmter genetischer Besonderheiten von Geburt an immun gegen Tod sind. Interessanterweise treten solche Mutationen bevorzugt in Bevölkerungsgruppen auf, die im astralen Milieu arbeiten. Die Zusammenhänge zwischen astraler Strahlung und dem gehäuften Auftreten solcher Veränderungen müssen aber noch näher untersucht werden.

Institut für unbestimmte Studien,
Zeitvektor: verschollen

Quellen: bestimmt vorhanden

ARD-Ratgeber schrieb am 4.4. 2003 um 17:37:38 Uhr zu

tod

Bewertung: 3 Punkt(e)

Ein tötliches Netzfundstück:
_____________________________________

Wie man so stirbt...
Der Gärtner beißt ins Gras.
Der Maurer springt von der Schippe.
Der Koch gibt den Löffel ab.
Der Turner verreckt.
Den Elektriker trifft der Schlag.
Der Pfarrer segnet das Zeitliche.
Der Spachtelfabrikant kratzt ab.
Der Schaffner liegt in den letzten Zügen.
Der Beamte entschläft sanft.
Der Religiöse muss dran glauben.
Der Zahnarzt hinterlässt eine schmerzliche Lücke.
Der Gemüsehändler schaut sich die Radieschen von unten an.
Der Fechter springt über die Klinge.
Die Putzfrau kehrt nie wieder.
Der Anwalt steht vor dem jüngsten Gericht.
Der Autohändler kommt unter die Räder.
Der Kfz-Mechaniker schmiert ab.
Der Förster geht in die ewigen Jagdgründe ein.
Der Gynäkologe scheidet dahin.
Der Schornsteinfeger erbleicht.
Der Rabbi geht über den Jordan.
Der Optiker schließt für immer die Augen.
Der Eremit wird heim gerufen.
Der Tenor hört die Englein singen.
Der Spanner ist weg vom Fenster.
Und last, but not least:
Dolly Buster nippelt ab.

____________________________________________

Basti2@t-online.de schrieb am 16.6. 2001 um 17:12:07 Uhr zu

tod

Bewertung: 2 Punkt(e)

Sehr interessant, wie die Menschen über den Tod denken. Die meisten haben Angst vor ihn. Angst, weil er etwas unbestimmtes ist, was nicht in die heutige Welt passt. Heute ist alles versichert, alles klassifiziert, bis ins kleinste Detail erforscht. Überall Sicherheitsrichtlinien, geprüfte Qualität, vermindertes Risiko. Daß doch mal hin und wieder ein Flugzeug abstürzt, ein ICE gegen einen Brückenpfeiler rast, eine Ostseefähre sinkt, liegt am Unsicherheitsfaktor Mensch, den wir ja auch bald ausschalten werden. Dann wird alles korrekt sein. Wir rotten die Krankheiten aus (und schaffen damit neue), treiben die Lebenserwartung in die Höhe (und machen damit bestehende Sozialsysteme unbrauchbar), verbessern die Lebensmittel (wirklich? Naja, BSE war ja nur ein kleiner Ausrutscher) und erhöhen die Lebensqualität ständig (Was? Allergien, Streß, Psychosen, Traumata, Sozialer Abgrund? Da kann man drüber hinwegsehen).
Und dennoch, eines gelingt uns nicht: Den Tod abzuschaffen. Das martert die Herren Wissenschaftler natürlich gewaltig. Denn der Tod ist ein Faktor, der das naturwissenschaftliche Weltbild unserer Tage unvollkommen macht. Wieso muß ein Mensch sterben, wenn er doch reich (viel Geld hat), mächtig und klug ist? Heute wollen wir mit dem Tod nicht mehr leben, ihn nicht mehr akzeptieren. Weil wir mit ihm nichts mehr anfangen können. Weil wir in ihm das Ende unserer Existenz vermuten. Es gab mal Zeiten, da hat man das anders gesehen.

Gaspode schrieb am 2.8. 2000 um 20:09:38 Uhr zu

tod

Bewertung: 2 Punkt(e)

TOD. Besieger von Königreichen, Verschlinger von Ozeanen, Dieb der Jahre, die letzte Realität, Ernter der Menschheit, Der Assassine-gegen-den-kein-Riegel-hilft, einziger Freund der Armen und bester Arzt der tödlich Verletzten.
...
Er ist ein gut zwei Meter großes Skelett aus blankpolierten Knochen, in seinen Augenhöhlen glänzen blaue Lichtpunkte. Normalerweise trägt er eine Kutte aus absoluter Dunkelheit, gelegentlich auch einen Reitmantel mit einer silbernen Brosche, die sein persönliches Monogramm trägt, das unendliche Omega.
...
Sein Pferd ist zwar so weiß, wie es die Tradition verlangt, aber es lebt und heißt BINKY. Tod hat es einmal mit einem knöchernen Roß probiert, nachdem er einen entsprechenden Holzschnitt betrachtet hatte (von solchen Sachen läßt er sich leicht beeinflussen). Doch er mußte zu oft anhalten, um abgefallene Teile mit Draht und Bindfäden wieder zu befestigen. Er ritt auch ein Feuerpferd, aber nur für kurze Zeit, da es die Ställe in Brand setzte.

Aus: Die Scheibenwelt von A bis Z

BlackSoul schrieb am 10.2. 2002 um 20:17:19 Uhr zu

tod

Bewertung: 3 Punkt(e)

Schwarz
ist mein Kleid
doch sanft
ist mein Blick
gehst du mit mir
kehrst du niemals zurück
Bin zwar das Ende
doch für manche das Glück
Bin da, wenn für dich
ist gekommen die Zeit
Bringe Erlösung
aber auch Kummer und Leid
Bin weder Freund
noch bin ich Feind

Bin der Engel im schwarzen Kleid

Joan La Croix schrieb am 13.8. 2001 um 20:17:31 Uhr zu

tod

Bewertung: 4 Punkt(e)

Bis jetzt habe ich das Thema Tod betreffend fast nur negative Assoziationen gefunden.
Man fürchtet sich vor dem (eigenen) Tod, weil man ihn nicht beeinflussen oder aufhalten kann. Das ist verständlich. Besonder grausam ist es, wenn Menschen vor ihrer Zeit aus dem Leben gerissen werden.
Doch für viele kann es auch eine Erlösung sein.
Das friedliche Einschlafen nach langem Kampf gegen eine Krankheit stelle ich mir schön vor. Ich persönlich möchte nicht 100 Jahre alt werden, wenn ich dadurch vom Alter eingeschrenkt werde.
Mir kann niemand erzählen, dass er glücklich wäre 100 Jahre alt zu werden, auch wenn er ans Bett gefesselt, sabbernd vor sich hinvegetieren würde. Wohlmöglich überlebt dieser Jemand seine eigenen Kinder. Nein nein nein, das wäre nichts für mich.
Viele Menschen sind durch den plötzlich eingetretenen Tod jedoch unsterblich geworden. Von Marillyn Monroe bis hin zu Jimmy Hendrix und James Dean !
Schlimmer aber als den eigenen Tod fürchte ich den Tod der Menschen, die mir am nähsten stehen. Familie und Freunde. Denn man wird allein zurückgelassen und muß mit der Leere, die einem bleibt zurechtkommen. Davor habe ich glaube ich mehr Angst als vor dem Tod der mich persönlich irgendwann mal einholen wird. Allerinds hoffe ich dass ich jeden Tag meines Lebens bis zu meinem Ende mit einem Lächeln aufwachen werde um wieder mit einem Lächeln auf den Lippen einzuschlafen.

laica schrieb am 28.4. 2002 um 19:31:54 Uhr zu

tod

Bewertung: 3 Punkt(e)

an tod:
du fällst nicht unter die philosophie
du bist real
bedeutungen sind unwichtig
du bist demokratisch
jeder bekommt dich
du begleitest uns ein leben lang
hälst uns an der linken hand
das leben hält uns an der rechten hand
ihr streitet euch ab und an
manchmal gibst du nach und das leben gewinnt
du bist meistens großzügig gegenüber dem leben
weißt du doch
das du gewinnen wirst
und uns auf deine seite ziehst
warum sollten wir also gedanken an dich verschwenden?
wir kommen nicht um dich herum...

Pik7 schrieb am 12.11. 2001 um 19:08:22 Uhr zu

tod

Bewertung: 2 Punkt(e)

Diese seltsame Gestalt erschien mir des nächtens im Schlosspark.
Seine Haare waren zerzaust und er weinte.
Ich fragte ihn, wo er wohl herkäme, doch er wollte nicht antworten.
Ich nahm ihn mit in mein Haus und gab ihm warmen Tee, obwohl er mysteriöserweise schnell seinen Weg durch die Nacht fortsetzten wollte.

Er sagte das er ein einfacher Reisender wäre, aber ich glaubte ihm nicht, weil seine Kleidung und sein Wortwitz den allerhöchsten Kreisen
angehörig zu sein schienen.
Geschickt umgang er jede Frage meinerseits, die sich irgendwie auf seine Person bezog.
Er beobachtete mich genau. So genau, das ich dachte er könne in meinen Gedanken lesen wie in einer Tageszeitung, wenn er es nur wollte.
Er bemerkte natürlich meine Unsicherheit und brachte die Situation unter seine Kontrolle.
Er stellte mir Fragen eines nie gekannten Charmes und ich war viel zu sehr damit beschäftigt eine passende Antwort zu finden, als ihn zu durchleuchten.
So ging der Abend vorüber. Als ich ihn jedoch auf sein Zimmer bringen wollte, fing er an nervös zu werden.
»Nein« sagte er. »So habe ich mir das eigentlich nicht gedacht. Zwar schätze ich die Annehmlichkeit eines Bettes, doch ist sie nicht zu vergleichen mit den trächtigen Früchten, die ein Gespräch von sich abwirft. Verstehen sie mich nicht falsch Madmoiselle, aber.......ich werde, nun ja......, das nächste Gespräch suchen«

Auf meine Frage hin, ob er denn überhaupt keine Müdigkeit kennen würde, lächelte er nur sanft und sagte:" Müdigkeit bedingt den Schlaf,
das Schaaf bedingt den Schäfer."

Verstohlen schaute er zum Boden als er diese Worte sprach und, begleitet von einem schüchternem Blick, hebte sich sein Kopf wieder auf die stattlichen Schultern, die trotz ihrer Kraft unschuldig wirkten, wie die eines Schuljungen.
Ungläubig und dennoch entzückt begleitete ich ihn zur Tür und wartete auf eine Handlung seinerseits.
Er sollte nicht gehen, verdammt.
Ich hätte ihn gerne noch etwas »näher« kennengelernt, aber er schien das, wie auch alles andere in meinem Kopf, schon lange durchleuchtet zu haben und blickte geduldig in meine Augen, als er wieder den Spruch vom Schaaf und Schäfer, rezitierte.

In diesem Moment nahm ich etwas wahr, was ich vorher noch nie bemerkt hatte.
Was sich hinter der perfekten Mimik dieses freundlichen aber dennoch undurchdringbaren, Gesichtes verbarg, war tief, gleichgültig und verursachte eine Angst in mir, die ich aufgeregt zu unterdrücken versuchte.
Seine Augen wurden ernster und sie suchten in meinen Augen. Irgendetwas wollten sie finden.
Meine Angst wurde stärker. Ich wusste nicht warum.
Es war keine Angst im herkömmlichen Sinne aber sie war dunkel und tief, so das es mir kalte Schauer durch den ganzen Körper nagte.
Ich wollte das er geht, aber ich wollte es ihm nicht sagen.
Das wusste er bestimmt ohnehin auch alleine.
Die Angst wurde mit jeder SEkunder die er mich länger anschaute, unerträglicher.
Nicht das sie mich falsch verstehen, ich hatte wirklich keine Sorge, das er mir körperlich etwas antuen würde oder mich ausrauben würde.
Nein, wäre das sein Ziel gewesen hätte er es schon längst getan, da war ich mir sicher.
Diese Angst war tiefer, sie war in mir begründet,
sie war mit meinem Leben verflochten wie eine stille Gewißheit, die auf ihre Bestätigung wartete.

Einen Moment lang sah er mich noch an. Dann grinste er.
»Bis in vierundzwanzig Jahren« raunte er sanft und ich wurde hin und her gerissen zwischen der Angst und dem Gefühl ihm nahe sein zu wollen.

Als er ging hatte der Regen schon aufgehört.
Warum vierundzwanzig Jahre.
Bis heute habe ich nicht über den Sinn seines letzten Satzes nachgedacht....................

Ich habe Angst davor.
Denn vielleicht............................

.....viel...leicht...
...aber nur vielleicht

ist es der Tod gewesen.

in beloved memory of the puppet masta

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