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wuming schrieb am 24.2. 2010 um 04:04:59 Uhr über

Schriftsteller


Alfred Hellmuth Andersch (* 4. Februar 1914 in München; † 21. Februar 1980 in Berzona bei Locarno) war ein deutscher Schriftsteller. Er gilt als einer der bedeutendsten zeitkritischen Autoren der Nachkriegsliteratur. In seinen Werken porträtiert er vor allem Außenseiter und stellt Fragen zur Willensfreiheit des Einzelnen in Ausnahmesituationen. Darüber hinaus war Andersch ein bedeutender Herausgeber literarischer Zeitschriften und schaltete sich in zahlreichen Essays in politische Diskussionen ein.

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Leben
1.1 1914 bis 1939
1.2 1940 bis 1945
1.3 1946 bis 1958
1.4 1958 bis 1980
2 Werk
3 Zitate über Andersch
4 Auszeichnungen
5 Werke
5.1 Romane
5.2 Erzählungen
5.3 Hörspiele
5.4 Lyrik
5.5 Essays
5.6 Reiseberichte
5.7 Sammlungen
6 Literatur
7 Weblinks
8 Einzelnachweise


Leben [Bearbeiten]
1914 bis 1939 [Bearbeiten]
Alfred Andersch stammte aus einem bürgerlich-konservativen Elternhaus. Er war der mittlere von drei Söhnen des Tierarztes, späteren Buchhändlers, Immobilienkaufmanns und Versicherungsagenten Alfred Andersch (1875–1929) und seiner Frau Hedwig, geb. Watzek (1884–1976). Vom Wittelsbacher-Gymnasium in München wurde er nach der Untertertia wegen schlechter Noten verwiesen. Joseph Gebhard Himmler, der Direktor der Schule, war der Vater Heinrich Himmlers, seine Erinnerungen an ihn schildert Andersch in der Novelle Der Vater eines Mörders. Der bereits 1920 in die NSDAP eingetretene Vater starb 1929 an den Spätfolgen einer Verletzung, die er sich als Offizier im Ersten Weltkrieg zugezogen hatte.

Nach einer Buchhändlerlehre trat Andersch 1930 der KPD bei. Er war arbeitslos und konnte sich so auf politische Tätigkeit konzentrieren. Mit 18 Jahren wurde er Organisationsleiter des kommunistischen Jugendverbandes von Südbayern; 1933 verbrachte er, von den nationalsozialistischen Machthabern in der Verhaftungswelle nach dem Reichstagsbrand inhaftiert, drei Monate im Konzentrationslager Dachau. Bei der Aushebung einer kommunistischen Druckerei wurde er im September 1933 erneut verhaftet und verhört. Er entging einer zweiten Internierung in Dachau nur durch ein glaubwürdig vorgebrachtes Alibi.

Andersch gab aus Angst vor weiterer Verfolgung die politische Arbeit auf und geriet in eine depressive Phase dertotalen Introversion“.[1] Er fand eine Stelle bei einer Verlagsbuchhandlung und unternahm 1934 seine erste Reise nach Italien mit seiner Freundin Angelika Albert. Nach der Hochzeit im Mai 1935 unternahm das Paar eine zweite Italienreise. Seit 1937 arbeitete Andersch als Werbetexter und Angestellter einer Fotopapierfabrik in Hamburg. In diesem Jahr begann er ernsthaft mit dem Schreiben von Erzählungen. Ein wichtiger Ratgeber in literarischen Dingen war für ihn der Münchener Privatgelehrte Dr. Günther Herzfeld-Wüsthoff, der ihm riet, sich an großen Formen zu schulen wie den Werken von Leopold von Ranke, Stendhal oder Thomas Mann.[2]

1940 bis 1945 [Bearbeiten]
An kontinuierlichem Schreiben wurde Andersch durch den Zweiten Weltkrieg gehindert: 1940 wurde er zum ersten Mal zur Wehrmacht eingezogen und diente in Frankreich. Im Herbst desselben Jahres lernte er auf Fronturlaub in Köln seine spätere zweite Frau, die Malerin und Lehrerin Gisela Groneuer kennen. 1941 wurde Andersch wegen seiner Ehe mit einer nach den Nürnberger Gesetzen „halbjüdischen“ Ehefrau aus der Wehrmacht entlassen; möglicherweise hatte Andersch sich selber angezeigt, um dem Armeedienst zu entgehen.[3] Er arbeitete als Büroangestellter bei einer Kosmetikfirma in Frankfurt am Main und begann ein Liebesverhältnis mit Gisela Groneuer, die ein Kind von ihm bekam.

Andersch ließ sich 1943 von seiner Frau Angelika scheiden.[4] Um rasch wieder publizieren zu können, gab er sich den Behörden gegenüber vorzeitig als geschieden aus.[5] Umgekehrt führte Andersch nach dem Krieg gegenüber den Amerikanern seine vormalige Ehe mit einer „Halbjüdin“ an, um früher nach Deutschland zurückkehren zu können.[6]

In der Folge wurde Andersch 1943 erneut zum Wehrdienst eingezogen. Er diente als Infanteriepionier in Siegen, dann als Obergrenadier in Dänemark und Italien. Am 7. Juni 1944[7] desertierte er an der Arno-Front und lief zu den Amerikanern über. Von 1944 bis 1945 war er als Kriegsgefangener in Louisiana und Rhode Island; er arbeitete als Redakteur an der Lagerzeitung Der RufBlätter für deutsche Kriegsgefangene mit. 1945 kehrte Andersch nach Deutschland zurück und lebte zunächst in Darmstadt.

1946 bis 1958 [Bearbeiten]
Andersch arbeitete von 1946 bis 1947 als Redaktionsassistent Erich Kästners bei der Neuen Zeitung in München. Mit der amerikanischen Besatzungspolitik war er unzufrieden. Von den fünf D's (Demokratisierung, Denazifizierung, Demilitarisierung, Dezentralisierung, Demontage) schien ihm insbesondere die Demokratisierung unzureichend verwirklicht. Anderschs teilweise am französischen Existentialismus orientierte Positionen waren nicht die der Neuen Zeitung, so dass er beschloss, eine eigene Zeitschrift herauszugeben, zusammen mit Hans Werner Richter: die in der amerikanisch besetzten Zone publizierte Monatsschrift Der Ruf.

Weil Andersch und Richter im anbrechenden Kalten Krieg nicht bereit waren, eindeutig pro-amerikanische Positionen einzunehmen, sondern stattdessen eine deutlich linke Position einnahmen, die zwischen Ost und West zu vermitteln suchte, wurde ihnen die Herausgeberschaft entzogen. Die offizielle Begründung war Nihilismus. Sie beschlossen, eine neue Zeitschrift zu gründen, die sich verstärkt auf Literatur konzentrieren sollte. 1947 organisierten sie dafür ein Treffen von Schriftstellern und Literaturkritikern. Eine Lizenz für die Herausgabe der Zeitschrift wurde ihnen zwar verweigert, das Treffen gilt jedoch als erstes der Gruppe 47.

Von 1948 bis 1958 arbeitete Andersch als immer einflussreicher werdender kulturell-literarischer Rundfunkredakteur, erst für den Hessischen, dann für den Süddeutschen Rundfunk. Als Herausgeber der Buchreihe studio frankfurt (1952 bis 1954) und der Zeitschrift Texte und Zeichen (1955 bis 1957) und als Gründer und Leiter der Redaktion Radio-Essay beim Süddeutschen Rundfunk förderte er neue und ungewöhnliche Literatur, etwa die von Arno Schmidt. 1950 heiratete Andersch seine zweite Frau Gisela, mit der er bis 1952 auf der Burg Kerpen bei Daun in der Eifel lebte. 1952 zog das Ehepaar nach Hamburg.

1958 bis 1980 [Bearbeiten]
Ab 1958 lebte Andersch im entlegenen Valle Onsernone im Tessin (seine Nachbarn waren Max Frisch und Golo Mann). Sein Umzug war auch ein Protest gegen die politische, gesellschaftliche und kulturelle Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland (1972 nahm Andersch sogar die Schweizer Staatsbürgerschaft an). Er lebte als erfolgreicher freier Schriftsteller und ging mit seiner Frau auf ausgedehnte Reisen, über die er Bücher schrieb.

Andersch spielte weiterhin eine wichtige und einflussreiche Rolle in der deutschen Literaturszene und unterhielt Korrespondenzen u.a. mit Ingeborg Bachmann, Johannes R. Becher, Heinrich Böll, Günter Eich, Hans Magnus Enzensberger, Günter Grass, Helmut Heißenbüttel, Wolfgang Koeppen, Martin Walser und Peter Weiss. 1976 veröffentlichte er das Gedicht Artikel 3 (3), mit dem er Kritik am Radikalenerlass übte; Anderschs drastische Formulierung von der Errichtung eines neuen kz, das für die bis dahin zur Überprüfung anstehenden 500.000 Fälle schon errichtet sei, löste eine heftige Kontroverse aus.[8]

Alfred Andersch letzte, 1980 postum erschienene Erzählung Der Vater eines Mörders schildert autobiografisch, wie er als Schüler auf Heinrich Himmlers Vater, damals Direktor am Münchner Wittelsbacher Gymnasium, traf. Anderschs Buch löste Proteste aus, vor allem bei Anderschs Klassenkameraden, dem Rechtshistoriker und Anwalt Otto Gritschneder, der das Buch als Anderschens Märchen bezeichnete und Andersch (Ruf-)mord an einem Vater vorwarf.[9] Die Himmlers seien hochanständig und völlig normal gewesen, bis auf Heinrich, das schwarze Schaf,[10] eine Sicht, der in dem Buch Die Brüder Himmler, geschrieben von der Großnichte des SS-Führers, Katrin Himmler, vehement widersprochen wird.

Alfred Andersch, schon seit drei Jahren auf Dialyse angewiesen, starb am 21. Februar 1980 an Nierenversagen. Er liegt auf dem Friedhof von Berzona begraben.

Werk [Bearbeiten]

Grab von Alfred und Gisela Andersch in BerzonaAlfred Andersch gilt als einer der bedeutendsten zeitkritischen Erzähler der Nachkriegsgeneration. In seinen Romanen, Erzählungen, Hörspielen und wenigen Gedichten ist das zentrale Thema die Willensfreiheit des Einzelnen. 1952 erschien etwa der autobiographische Bericht Die Kirschen der Freiheit, in dem Andersch die Erfahrung der eigenen Fahnenflucht aufgriff und als Entscheidung zur Freiheit im Sinne des Existenzialismus interpretierte.

Der Roman Sansibar oder der letzte Grund nimmt dieses Thema wieder auf, ebenso wie die Folgewerke Die Rote und Efraim, die das Thema unter den Bedingungen der zeitgenössischen Gesellschaft durchspielen. In Efraim ist der Protagonist ein emigrierter jüdischer Journalist, der einen vergeblichen Versuch unternimmt, aus seiner Realität auszubrechen, indem er in einem Roman seine von Selbstzweifeln zerfressene Person als literarische Kunstfigur einführt.

Andersch verließ öfter die Pfade der traditionellen Erzählungweise und versuchte sich an der Montage von dokumentarischem Material, Zitaten oder erzählerischen Versatzstücken, so etwa in seinem Roman Winterspelt, in dem Andersch mit einer an James Joyce erinnernden Montagetechnik aus Kommentaren, inneren Monologen und chronistischen Einlassungen eine Kriegssituation konstruiert, in der die Fahnenflucht als Möglichkeit der individuellen und kollektiven Befreiung durchgespielt wird. Sein Hörspiel Der Tod des James Dean, in dem er Texte von John Dos Passos verwendete, nannte er selber eine Funkmontage.

Zitate über Andersch [Bearbeiten]
Alfred Andersch ist aus der Literatur und dem geistigen Leben Deutschlands nach 1945 nicht wegzudenken.“ (Karl Otto Conrady)[11]
Ich verdanke ihm sehr viel, denn er hat mich bekannt gemacht, er hat mich mit der Kulturindustrie bekannt gemacht. Er hat mir die Tricks, [...] die Chancen, die Risiken der Industrie erklärt, und nicht abstrakt, sondern in der Praxis.“ (Hans Magnus Enzensberger)[11]
Ich meine: jede Würdigung seines literarischen Werkes, die Alfred Andersch als einen Meister deutscher Prosa entpolitisiert, wäre ein Hohn.“ (Max Frisch)[12]
Auszeichnungen [Bearbeiten]
1958: Deutscher Kritikerpreis
1967: Nelly-Sachs-Preis
1968: Charles-Veillon-Preis
1975: Großer Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste
Werke [Bearbeiten]
Romane [Bearbeiten]
Sansibar oder der letzte Grund. Walter, Olten 1957
Die Rote. Walter, Olten 1960
Efraim. Diogenes, Zürich 1967
Winterspelt. Diogenes, Zürich 1974
Erzählungen [Bearbeiten]
Die Kirschen der Freiheit. Ein Bericht. FVA, Frankfurt am Main 1952
Piazza San Gaetano. Suite. Walter, Olten 1957
Geister und Leute. Zehn Geschichten. Walter, Olten 1958
Ein Liebhaber des Halbschattens. Drei Erzählungen. Walter, Olten 1963
Ein Auftrag für Lord Glouster. Signal Frevert, Baden-Baden 1969
Tochter. Erzählung. Diogenes, Zürich 1970
Gesammelte Erzählungen. Diogenes, Zürich 1971
Mein Verschwinden in Providence. Neun neue Erzählungen. Diogenes, Zürich 1971
Alte Peripherie. Ausgewählte Erzählungen. Aufbau, Berlin 1973
Meistererzählungen. Bertelsmann, Gütersloh 1975
Weltreise auf deutsche Art. Eine Geschichte. Diogenes, Zürich 1977
Der Vater eines Mörders. Eine Schulgeschichte. Diogenes, Zürich 1980
Flucht in Etrurien. Zwei Erzählungen und ein Bericht. Diogenes, Zürich 1981
Sämtliche Erzählungen. Diogenes, Zürich 1983
Weltreise auf deutsche Art. Gesammelte Erzählungen. Aufbau, Berlin 1985
Erinnerte Gestalten. Frühe Erzählungen. Diogenes, Zürich 1986
Hörspiele [Bearbeiten]
Von Ratten und Evangelisten. SWF 1956
Fahrerflucht.. Regie: Marcel Ophüls. SWF/RB 1957; Buchausgabe: Hans Bredow-Institut, Hamburg 1958
Der Tod des James Dean. Eine Funkmontage. Mit Texten von John Dos Passos. Regie: Friedhelm Ortmann. SWF/HR/RB 1959; Buchausgabe: Tschudy, St. Gallen 1960
Der Albino. SWF/RB 1960
In der Nacht der Giraffe. 1963
Fahrerflucht. Hörspiele. dtv, München 1965
Lyrik [Bearbeiten]
empört euch der himmel ist blau. Gedichte und Nachdichtungen 1946-1977. Diogenes, Zürich 1977
Essays [Bearbeiten]
Deutsche Literatur in der Entscheidung. Ein Beitrag zur Analyse der literarischen Situation. Volk & Zeit, Karlsruhe 1948
Die Blindheit des Kunstwerks und andere Aufsätze. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1965
Giorgio Bassani oder vom Sinn des Erzählens. Kulturamt, Dortmund 1969
Wie trivial ist der Trivialroman? Diogenes, Zürich 1971
Öffentlicher Brief an einen sowjetischen Schriftsteller, das Überholte betreffend. Reportagen und Aufsätze. Diogenes, Zürich 1977
Ein neuer Scheiterhaufen für alte Ketzer. Kritiken und Rezensionen. Diogenes, Zürich 1979
Es gibt kein fremdes Leid. Briefe und Essays zu Krieg und Frieden. Mit Konstantin Simonow. Galerie, Schwifting 1981
„...einmal wirklich leben“. Ein Tagebuch in Briefen an Hedwig Andersch 1943–1975. Diogenes, Zürich 1986
Reiseberichte [Bearbeiten]
Wanderungen im Norden. Walter, Olten 1962
Aus einem römischen Winter. Reisebilder. Walter, Olten 1966
Hohe Breitengrade oder Nachrichten von der Grenze. Diogenes, Zürich 1969
Norden, Süden, rechts und links. Von Reisen und Büchern 1951–1971. Diogenes, Zürich 1972
Irische Impressionen. Hahnemühle, Dassel 1982
Sammlungen [Bearbeiten]
Bericht, Roman, Erzählungen. Walter, Olten 1965
Gerd Haffmans (Hrsg.): Das Alfred-Andersch-Lesebuch. Diogenes, Zürich 1979
Dieter Lamping (Hrsg.): Gesammelte Werke in 10 Bänden. Kommentierte Ausgabe. Diogenes, Zürich 2004
Literatur [Bearbeiten]
Dörte Baumeister: Alfred Andersch. Erzählformen und Grenzen der Fiktion im RomanWinterspelt“. Lang, Frankfurt am Main 1995 (= Europäische Hochschulschriften Reihe 1, Deutsche Sprache und Literatur 1536), ISBN 3-631-49137-9
Maria Elisabeth Brunner: Der Deserteur und Erzähler Alfred Andersch. „Daß nichts dunkel gesagt werden darf, was auch klar gesagt werden kann“. Lang, Frankfurt am Main 1997, ISBN 3-631-31892-8
Alfons Bühlmann: In der Faszination der Freiheit. Eine Untersuchung zur Struktur der Grundthematik im Werk von Alfred Andersch. E. Schmidt, Berlin 1973 (= Philologische Studien und Quellen 72), ISBN 3-503-00740-7
Romanita Constantinescu: Selbstvermöglichungsstrategien des Erzählers im modernen Roman. Von ästhetischer Selbstaufsplitterung bis zu ethischer Selbstsetzung über mehrfache Rollendistanzen im Erzählen. Robert Musil, Max Frisch, Martin Walser, Alfred Andersch. Lang, Frankfurt am Main 1998 (= Europäische Hochschulschriften Reihe 1, Deutsche Sprache und Literatur 1700), ISBN 3-631-34072-9
Eberhard Gerstmann: Weltbilder der Nachkriegszeit. Eine Untersuchung deutscher literarischer Werke der Jahre 1945-1949. Lang, Frankfurt am Main 1983 (= Europäische Hochschulschriften Reihe 1, Deutsche Sprache und Literatur 510), ISBN 3-8204-6255-4
Irene Heidelberger-Leonard, Volker Wehdeking (Hg.): Alfred Andersch. Perspektiven zu Leben und Werk. Kolloquium zum 80sten Geburtstag des Autors in der Werner-Reimers-Stiftung, Bad Homburg v. d. H. Westdeutscher Verlag, Opladen 1994
Michael Hesse: Kunst als fraktales Spiel. Potentiale der Kommunikation in den Romanen Alfred Anderschs. Lang, Frankfurt am Main 2004 (= Studien zur deutschen und europäischen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts 54), ISBN 3-631-51884-6
Rüdiger Heßling: Autobiographie in Erzählungen. Studien und Interpretationen zu den Franz-Kien-Geschichten von Alfred Andersch. Lang, Frankfurt am Main, 2000 (= Europäische Hochschulschriften Reihe 1, Deutsche Sprache und Literatur 1775) ISBN 3-631-37040-7
Bernhard Jendricke: Alfred Andersch. Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1988 (Rowohlts Monographien 395), ISBN 3-499-50395-6
Anja Koberstein: „Gott oder das Nichts“. Sartre-Rezeption im frühen Nachkriegswerk von Alfred Andersch im Kontext der zeitgenössischen Existentialismusdiskussion. Lang, Frankfurt am Main 1996 (= Beiträge zur Literatur und Literaturwissenschaft des 20. Jahrhunderts 15), ISBN 3-631-49630-3
Matthias Liebe: Alfred Andersch und seinRadio-Essay“. Lang, Frankfurt am Main 1990 (= Europäische Hochschulschriften Reihe 1, Deutsche Sprache und Literatur 1185), ISBN 3-631-42267-9
Christian Loffet: Sinn und Struktur von A. Anderschs Romanen „Sansibar oder der letzte GrundundDie Rote“. Université de Liège, 1966
Dietmar Noering: Imaginäre Dialoge. Arno Schmidts Einfluß auf das Werk Alfred Anderschs. In: Zettelkasten 26. Aufsätze und Arbeiten zum Werk Arno Schmidts. Jahrbuch der Gesellschaft der Arno-Schmidt-Leser 2007/2008. Hrsg. von Rudi Schweikert. Wiesenbach: Bangert & Metzler 2009, S. 85-130.
Anne Raabe: »Das Wort stammt von Kierkegaard«. Alfred Andersch und Sören Kierkegaard. Lang, Frankfurt am Main 1999 (= Beiträge zur Literatur und Literaturwissenschaft des 20. Jahrhunderts 18), ISBN 3-631-35449-5
Stephan Reinhardt: Alfred Andersch. Eine Biographie. Diogenes, Zürich 1996 (= Diogenes-Taschenbuch 22874), ISBN 3-257-22874-0
Ursula Reinhold: Alfred Andersch. Politisches Engagement und literarische Wirksamkeit. Akademie-Verlag, Berlin 1988, ISBN 3-05-000429-0
Gary Schmidt: The Nazi abduction of Ganymede. Representations of male homosexuality in postwar German literature. Lang, Oxford 2003 (= Studies in Modern German Literature 95), ISBN 3-906769-60-7
Erhard Schütz: Alfred Andersch. Beck, München 1980 (= Autorenbücher 23), ISBN 3-406-07883-4
W. G. Sebald: Der Schriftsteller Alfred Andersch. In: Luftkrieg und Literatur. Hanser, München 1999; Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 5. A. 2005, ISBN 3-596-14863-4
Sahbi Thabet: Das Reisemotiv im neueren deutschsprachigen Roman. Untersuchungen zu Wolfgang Koeppen, Alfred Andersch und Max Frisch. Tectum, Marburg 2002, ISBN 3-8288-8366-4
Volker Wehdeking: Alfred Andersch. Metzler, Stuttgart 1983 (= Sammlung Metzler 207; Abt. D., Literaturgeschichte), ISBN 3-476-10207-6
Volker Wehdeking: Zu Alfred Andersch. Interpretationen. Klett, Stuttgart, 1983 (= LGW-Interpretationen 64).
Volker Wehdeking/Irene Heidelberger-Leonard: Alfred Andersch. Perspektiven zu Leben und Werk. Westdeutscher Verlag, Opladen 1994
Friedemann J. Weidauer: Widerstand und Konformismus. Positionen des Subjekts im Faschismus bei Andersch, Kluge, Enzensberger und Peter Weiss. DUV, Wiesbaden 1995, ISBN 3-8244-4167-5
Berliner Hefte zur Geschichte des literarischen Lebens 7/2005 ISSN 0949-5371, darin:
Jörg Döring/David Oels: Der Briefwechsel Alfred Andersch–Günter Eich. S. 7–74
Christian Ganseuer: Andersch in Siegen, 1943–1944. S. 75–86
David Oels: „Hofmannsthal ist an allem Schuld“. Ein unbekannter Text Alfred Anderschs über Günter Eich. S. 87–93
Angela Abmeier/Hannes Bajohr: „Betr: Brief an Minister Malraux“. Alfred Andersch und die Petition an André Malraux. S. 94–102
Weblinks [Bearbeiten]
Literatur von und über Alfred Andersch im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek (Datensatz zu Alfred Andersch • PICA-Datensatz • Apper-Personensuche)
Anja Tschierschke/Irmgard Zündorf: Tabellarischer Lebenslauf von Alfred Andersch im LeMO (DHM und HdG)
Anderschs Nachlass im Deutschen Literaturarchiv in Marbach am Neckar
Linksammlung bei der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin
Einzelnachweise [Bearbeiten]
Vgl. Alfred Andersch, Die Kirschen der Freiheit, Zürich 1968, S. 3946
Jana Sehl: Alfred Andersch auf hausarbeiten.de
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/827733/
Stephan Reinhardt: Alfred Andersch. Eine Biographie. Diogenes, Zürich 1990, ISBN 3-257-01823-1
faz.net Behält der Literaturpfaffe doch das letzte Wort?, Artikel aus der FAZ vom 19. August 2008
Vgl. Dieter Lamping: Einleitung zur 10-bändigen Werkausgabe 2004 und Volker Wehdeking (Hrsg.): Alfred Andersch – Perspektiven zu Leben und Werk, Opladen 1994
Vgl. Registrierungsprotokoll der US Army[1]
Vaterland, Muttersprache. Deutsche Schriftsteller und ihr Staat von 1945 bis heute. Ein Nachlesebuch, hrsg. von Klaus Wagenbach u. a., Berlin 1979, S. 297–299
Der Spiegel: Rufmord am Rex?, Nr. 34/1980, S. 167. In wissen.spiegel.de, 19. Dezember 2008
↑ sueddeutsche.de
a b http://www.buechergilde.de/archiv/portraits/andersch.shtml
http://www.krref.krefeld.schulen.net/biographien/b0005t00.htm
Personendaten
NAME Andersch, Alfred
KURZBESCHREIBUNG deutscher Schriftsteller der Nachkriegszeit
GEBURTSDATUM 4. Februar 1914
GEBURTSORT München
STERBEDATUM 21. Februar 1980
STERBEORT Berzona (Valle Onsernone)

Vonhttp://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Andersch“
Kategorien: Autor | Literatur (20. Jahrhundert) | Literatur (Deutsch) | Essay | Erzählung | Roman, Epik | Radio-Feature | Hörspielautor | Hörfunkjournalist | Redakteur | Herausgeber | KPD-Mitglied | Deutscher | Schweizer | Person (München) | Geboren 1914 | Gestorben 1980 | Mann


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