Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Prügelstrafe«
Bettina Beispiel schrieb am 28.1. 2008 um 14:57:17 Uhr zu
Bewertung: 13 Punkt(e)
Mein Vater wurde genau 1,0 Mal in der Schule geschlagen. An jenem Tag kam mein Vater weinend nach Hause zu meinem Großvater, eigentlich ein ruhiger, nachdenklicher Mann, der während der Nazi-Zeit für seine Aktivitäten in der Sozialdemokratie interniert gewesen war.
Mein Großvater ging zur Schule, nahm sich den Lehrer zur Brust und später wurde herumerzählt, dem Lehrer habe nach dem Gespräch der Schweiss auf der Stirn gestanden. Danach wurden mein Vater und seine Schwestern in der Volksschule nie wieder bestraft, jedoch beneidet von den anderen Opfern willkürlicher Gewalt.
Selbstverständlich hat mein Vater auch mich nie geschlagen, wäre es je passiert hätte sich die Geschichte sicherlich wiederholt.
Meine Familie war bis zu meiner (ich bin Mediziner) Generation eine Arbeiterfamilie. Es gab sie also auch schon früher, die Arbeiterfamilien, in denen NICHT geschlagen und mißhandelt wurde.
Marko
Oldtimer schrieb am 9.1. 2024 um 22:27:53 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Bryan schreibt über die Prügelstrafe in einem Borstal.
Auch in Deutschland gab es „Borstals“. Aber in meiner Jugend – ich bin ein paar Jahrzehnte älter als du - gehörte in vielen Familien die Prügelstrafe ohnedies zur Erziehung wie das Salz zur Suppe. Davon will ich erzählen.
Mein Alter war Hausmeister von drei vierstöckigen Miethäusern. Im Hof war der Prügelschuppen, wo Väter ihre Söhne züchtigten. Bei vaterlosen Jungs oder aus anderen Gründen übernahm der Hausmeister die Züchtigung. Nachmittags waren die jüngeren bis etwa Alter 12 an der Reihe, anschließend die „Pubertiere“. Es gab Strafturnhosen, einen Schlauch zum Abspritzen mit kaltem Wasser, Rohrstöcke, Riemenpeitschen, einen Prügelbock.
Ich hatte einen etwas älteren Bruder, einen sturen Hund, der viel wegstecken konnte und musste. Mit 16 ist er abgehauen. Ich war cleverer, ging sogar auf die Realschule. Dort wurde man in der großen Pause oder beim Nachsitzen versohlt. Zu Hause setzte es an jedem Samstag Hiebe, wenn die Eltern vom Kegeln kamen, und an andern Tagen „nach Bedarf“ - oder auch ohne Grund. Ich biss in einen Lappen oder in den Unterarm, um das Schmerzgebrüll zu unterdrücken.
Als stolzer Besitzer einer ziemlich ausgewachsenen Lederhose – nicht jeder Arbeiterjunge hatte eine – präsentierte ich meine immer wieder aufgefrischten Striemen auf den Oberschenkeln.
Kurze Hosen trugen wir damals mindestens von März bis Ende Oktober. Als ich einmal – da war ich 12 – mit der zerrissenen langen Winterhose heimkam, warf mein Alter sie ins Feuer, schlug mir mit der Riemenpeitsche die Oberschenkel von allen Seiten blutig. Meine Kumpel bewunderten mich, als ich nun bei Frost und Schnee in Lederhosen herumtobte. Erwachsene fragten: „Was hast du denn ausgefressen?“ Mitleid war seltener.
Schon mit 10 oder 11 Jahren schaute ich gern zu, wenn andere verhauen wurde, las Bücher mit grausamen Bestrafungen, träumte davon, hatte einen Steifen, als ich noch längst nicht abspritzen konnte. Mit 14 war ich dann soweit und versaute beim Zuschauen meine Lederhose, die ich inzwischen ohne Unterhosen trug, oder spritzte in der ausgebeulten Strafturnhosen ab.
Noch heute suche ich im Fernsehprogramm nach Filmen, wo junge Burschen verdroschen werden..
Michael schrieb am 21.7. 2022 um 09:56:53 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Eine wahre Geschichte.
Um 1960, ich bin junger Betriebsleiter in einer Maschinenfabrik. Auf meinem Schreibtisch steht ein kleiner Ständer mit vier verschiedenfarbigen Kugelschreibern, den mir jemand geschenkt hat.
Eines Tages komme ich vom Betriebsrundgang zurück – die Kugelschreiber sind weg.
Die kann nur der Laufjunge, ein 14- oder 15-jähriger Bengel, gerade aus derVolksschule entlassen, getan haben, der Akten verteilt hat.
Ich äußere meinen Verdacht beim Personalchef. Der schickt mich zum Betriebsrat, damit es keinen Ärger gibt, wenn wir den Spind des Jungen öffnen und nichts finden.
Der Betriebsratsvorsitzende selbst öffnet in meinem Beisein den Spind – mein Verdacht bestätigt sich. Da liegen die bunten Kugelschreiber. „Wollen sie, dass der Junge fristlos entlassen wird?“ Ich bin wütend und nicke. Er: „Geben sie dem Jungen eine Chance. Sein Vater ist Meister. Der soll sich den Jungen vorknöpfen.“ Ich bin einverstanden. Er: „Sie hören von mir.“ Ich füge noch hinzu: „Mein Alter hat mich früher grün und blau geschlagen, wenn ich Mist gebaut habe. Aber geklaut habe ich nie!“
Am späten Abend schellt es. Der Meister, ich kenne ihn nicht näher, steht mit dem Bengel vor der Tür. „Dürfen wir reinkommen?“ Im Zimmer sehe ich einen verheulten Knaben vor mir. Er trägt an dem kalten Oktoberabend nur knappe schwarze Turnhosen. „Los, entschuldige dich!“, wird der Junge angebrüllt und bezieht eine gewaltige Ohrfeige. „Es tut mir leid. Ich will es nie wieder tun“, stammelt er. „Das genügt nicht“, sagt der Vater. Der braucht Prügel! Haben sie einen Rohrstock?“
Den habe ich nicht Aber der Meister holt einen unter seiner Jacke hervor. „Bück dich“, schreit er den Sohn an. Und zu mir: Schlagen sie ihn so fest sie wollen. Ich möchte nicht, dass er rausfliegt! Einverstanden?“ Ich bin es. Er hat es verdient. Dann füge ich hinzu: „Verprügeln sie ihn selbst!“
Es ist ein fester Rohrstock. Er scheint gewässert zu sein. Der Junge umklammert.mit den Händen seine Fußgelenke. Und dann holt der Mann weit aus und schlägt mit voller Kraft zu. Einmal, zweimal, immer wieder. Der Junge kann seine Schmerzschreie nicht ganz unterdrücken. Ich denke an früher, habe einen Steifen und sage:“ Noch sechs auf die Oberschenkel, dann reicht es.“
Am nächsten Tag sitze ich im Büro, als der Junge die Post verteilt. Er trägt heute Lederhosen statt des Blaumanns. Sie verdecken die Striemen auf seinen Oberschenkeln nicht völlig.
Hans schrieb am 17.4. 2021 um 21:10:52 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Wie auch immer die Entwicklung verläuft, wird es einem Jungen doch nie leichtfallen, sich züchtigen zu lassen. Umso wichtiger ist es, dass er genau versteht, warum er diszipliniert wird. Gerade weil Prügelstrafen natürlicherweise Furcht, Aversion und Abwehr hervorrufen, sollte man mit dem Betroffenen ausführlich über den Nutzen sprechen, den er daraus ziehen kann. Mindestens sollte er in jedem Einzelfall die gute Absicht hinter einer Maßregelung verstehen. Es spricht aber überhaupt nichts dagegen ihm auch den hier diskutierten sekundären Nutzen einer strengen Zucht schmackhaft zu machen. Wenn er lernt sich in schweren Momenten Selbstdisziplin und Tapferkeit abzuverlangen, wird er Strafen anders erleben. Sie tun ihm deshalb nicht weniger weh und verlieren sicher auch nicht ihre pädagogische Wirkung, aber sie lassen ihn nicht mehr geschlagen zurück, sondern erlauben es ihm erhobenen Hauptes daraus hervorzugehen. Hinterher ist er hoffentlich geläutert, aber gleichzeitig auch stolz darauf, dass ihm die Hiebe nicht den Schneid abgekauft haben.
Nicklaas schrieb am 17.12. 2018 um 01:18:24 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Bravo, attraktive_Lehrerin. Ich war so ein Lauser, der von Ihren Kolleginnen genau auf die von Ihnen beschriebenen Art formatiert wurde. Ich weiss nicht ob ich nur deshalb später nie Probleme mit weiblicher Autorität hatte und mich mit 39 materiell gesichert zur Ruhe setzen konnte, aber die Disziplin hat sicher geholfen - in der Schule und auch noch in der Studienzeit. Jedenfalls bin ich meinen Lehrerinnen bis heute dankbar, besonders der strengsten, der 'Madam', meiner Englischlehrerin.
Und ich finde es toll, dass Sie dazu stehen, Spass bei der Arbeit gehabt zu haben.
NIcklaas
Attraktive_Lehrerin schrieb am 12.11. 2018 um 20:23:55 Uhr über
Prügelstrafe
Bin schon in Pension, aber ich erinnere mich sehr gerne wie wir jungen und engagierten Lehrerinnen mit dem Rohrstock und der Gerte aus unartigen frechen Lausejungen hervorragende Mitglieder der Gesellschaft geformt haben.
Schon als junge Lehrerin an einem Gymnasium habe ich mit eiserner Strenge für Disziplin gesorgt.
Mit der Gerte oder Rohrstock habe ich aus verstockten missratenen Lausejungen gehorsame und leistungswillige Schüler geformt, welche mir später für ihre Prügel sogar mehr als nur dankbar waren.
Ich habe nichts durchgehen lassen und jeden Fehltritt sofort und extrem nachhaltig bestraft.
Die rosa Hintern haben bei mir jedes Mal regelrecht geglüht wenn ich fertig war und ich gebe zu dass ich dabei stets sehr erotische und sehr feuchte Gefühle hatte.
Es war damals so üblich und von einer guten Lehrerin wurde erwartet dass sie sich auch durchzusetzen weiss.
Es wurde aufgepasst und es wurde gelernt und wer aus der Spur lief, der hatte die Konsequenzen zu tragen.
Und wer unbelehrbar war, der flog von der Schule.
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