| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) |
242, davon 241 (99,59%)
mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 102 positiv bewertete (42,15%) |
| Durchschnittliche Textlänge |
444 Zeichen |
| Durchschnittliche Bewertung |
0,570 Punkte, 95 Texte unbewertet.
Siehe auch: positiv bewertete Texte
|
| Der erste Text |
am 7.1. 2000 um 17:22:00 Uhr schrieb Tanna
über Meinung |
| Der neuste Text |
am 6.2. 2026 um 12:04:29 Uhr schrieb Rita
über Meinung |
Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 95) |
am 20.7. 2005 um 20:27:46 Uhr schrieb BorisBerlin über Meinung
am 8.10. 2004 um 21:53:15 Uhr schrieb Horsti G. über Meinung
am 25.11. 2007 um 22:51:10 Uhr schrieb Peter K. über Meinung
|
Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Meinung«
baumhaus schrieb am 6.10. 2007 um 12:19:25 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Meinungen entziehen sich jedem Urteil. Sie sind Privatsache wie Vorlieben, Geschmack, Gefühle, Ängste, Lüste und Träume.
Die Ursache von nahezu jedem menschengemachten Leid auf der Welt ist die allzu menschliche Ansicht, die eigene Meinung sei selbstverständlich wahrer und wertvoller als die der anderen. Dies ist der eigentliche Keimzeitpunkt für Haß.
Besonders gefährlich ist eine Meinung, die nicht aus eigener Reflexion entstanden, sondern von anderen übernommen worden ist. Da es eine Schwäche ist, Meinungen zu übernehmen, wird jeder, der es tut, gut aufpassen, daß ihm nicht die Argumente dafür ausgehen, warum er nun gerade diese Meinung übernommen hat. Jeder Idealismus beinhaltet diese Falle. Die Meinungsfalle. Gruppen von Menschen übernehmen unreflektierte Meinungen und kommen nicht mehr davon los, weil sie sich dann vor dem Rest der Gruppe lächerlich machen oder sich ganz ausgrenzen würden. Innerhalb der Gruppe herrscht hingegen hohe Kohärenz. Die Mitglieder geben sich gegenseitig Halt, indem sie die Gruppenmeinung immer wieder sich gegenseitig bestätigen: Ja, so ist es. So hat es Marx gesagt. So steht es in der Bibel. So steht es im Koran.
Dieses gegenseitige Bestätigen ersetzt das eigene Nachdenken. Warum soll ich auch über eine Meinung nachdenken, wenn ich weiß, daß sie akzeptiert wird und also wahr sein muß?
Kritisch wird es dann, wenn die Gruppe einer anderen Gruppe gegenüber steht, die in gleicher Weise funktioniert. Es endet in einer Spirale von Gewalt und Gegengewalt. Nachdenken wird generell ausgeschlossen. Weil man ja die einzig wahre Meinung hat - und die jeweils andere Gruppe folglich die falsche, schlechte, böse Meinung haben muß.
Traurig, traurig, traurig. Aber alles nichts Neues. Man weiß das seit hunderten von Jahren. Und keiner kann was dagegen tun. Solange es Institutionen gibt, die Kinder für ihre Meinung gewinnen, wird sich daran nichts ändern.