Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Deutschland«
Die Prinzen schrieb am 3.1. 2010 um 07:59:15 Uhr zu
Bewertung: 33 Punkt(e)
Natürlich hat ein Deutscher »Wetten, daß...?« erfunden
Vielen Dank für die schönen Stunden
Wir sind die freundlichsten Kunden auf dieser Welt
Wir sind bescheiden, wir haben Geld
Die Allerbesten in jedem Sport
Die Steuern hier sind Weltrekord
Bereisen Sie Deutschland und bleiben Sie hier
Auf diese Art von Besuchern warten wir
Es kann jeder hier wohnen, dem es gefällt
Wir sind das freundlichste Volk auf dieser Welt
Deutsch, deutsch, deutsch, deutsch
Nur eine Kleinigkeit ist hier verkehrt
Und zwar, daß Schumacher keinen Mercedes fährt
Das alles ist Deutschland
Das alles sind wir
Das gibt es nirgendwo anders
Nur hier, nur hier
Das alles ist Deutschland
Das sind alles wir
Wir leben und wir sterben hier
Deutsch, deutsch, deutsch, deutsch
Deutsch, deutsch, deutsch, deutsch
Es bilden sich viele was auf Deutschland ein
Und Mancher findet es geil, ein Arschloch zu sein
Es gibt Manchen, der sich gern über Kanaken beschwert
Und zum Ficken jedes Jahr nach Thailand fährt
Wir leben unsere Autos mehr als unsere Frauen
Den deutschen Autos können wir vertrauen
Gott hat die Erde nur einmal geküßt
Genau an dieser Stelle, wo jetzt Deutschland ist
Wir sind überall die Besten
Natürlich auch im Bett
Und zu Hunden und Katzen
Besonders nett
Das alles ist Deutschland
Das alles sind wir
Das gibt es nirgendwo anders
Nur hier, nur hier (zwo, drei, vier)
Das alles ist Deutschland
Das sind alles wir
Wir leben und wir sterben hier
Wir sind besonders gut in auf die Fresse haun
Auch im Feuerregen kann man uns vertrauen
Wir stehen auf Ordnung und Sauberkeit
Wir sind jederzeit fürn Krieg bereit
Schönen Gruß an die Welt, seht es endlich ein
Wir können stolz auf Deutschland sein
Schwein, Schwein, Schwein, Schwein
Schwein, Schwein, Schwein, Schwein
Das alles ist Deutschland
Das alles sind wir
Das gibt es nirgendwo anders
Nur hier, nur hier
Das alles ist Deutschland
Das sind alles wir
Wir leben und wir sterben hier
Das alles ist Deutschland
Das alles sind wir
Das gibt es nirgendwo anders
Nur hier, nur hier (zwo, drei, vier)
Das alles ist Deutschland
Das sind alles wir
Wir leben und wir sterben hier
LostFriendsClub schrieb am 28.12. 2000 um 00:07:42 Uhr zu
Bewertung: 8 Punkt(e)
Ein Land, in dem es den Leuten so gut geht, daß sie unzufrieden sind.
Ein Land, in dem Neid eine größere Tugend ist als der Stolz.
Ein Land, daß sich selbst ständig mißtraut.
Ein Land, in dem man die Gegenwart und Zukunft lieber aus der Vergangenheit betrachtet.
Ein Land, in dem Hysterie ein Volkssport ist.
Ein Land, daß lieber spaltet als vereint.
Ein Land, in dem das schlechte Gewissen 50 Jahre Tradition hat.
Ein Land, daß zerstören oft mit aufbauen verwechselt.
Ein Land, daß sich bis heute über seine größten Verbrechen/Verbrecher definiert.
Ein Land, in dem Konsens und Dikatur enge Verbindung haben.
Ein Land, in dem Angst mehr verbreitet ist als in manchen Diktaturen der Welt.
Ein Land, in dem Visionen immer verdächtig sind.
Ein schönes Land
Ein trauriges Land
Ein vergewaltigtes Land
Ein traumatisiertes Land
Mein Land - daran kann ich nichts ändern.
Liebe darf kein Wort für Deutschland sein, sagen die Linken.
Schwäche darf kein Wort für Deutschland sein, sagen die Rechten.
Kommunismus darf kein Wort für Deutschland sein, sagen die Liberalen.
Mein Wort dafür ist Leben und ich hoffe, daß es mehr Menschen geben wird, die wirklich in Deutschland LEBEN wollen.
Allanon schrieb am 13.9. 2000 um 00:46:39 Uhr zu
Bewertung: 11 Punkt(e)
Wir haben das Recht, Deutschland zu hassen - weil wir es lieben.
Man hat uns zu berücksichtigen, wenn man von Deutschland spricht, uns:
Kommunisten, junge Sozialisten, Pazifisten, Freiheitsliebende aller Grade;
Man hat uns mitzudenken, wenn »Deutschland« gedacht wird ....
wie einfach so zu tun, als bestehe Deutschland nur aus nationalen Verbänden.
Deutschland ist ein gespaltenes Land.
Ein Teil von ihm sind wir.
Und in allen Gegensätzen steht -
unerschütterlich,
ohne Leierkasten,
ohne Sentimentalität
und ohne gezücktes Schwert
- die stille Liebe zu unserer Heimat.
Im Patriotismus lassen wir uns
von jedem übertreffen -
wir fühlen international.
In der Heimatliebe von niemand
nicht einmal von jenen,
auf deren Namen
das Land grundbuchamtlich eingetragen ist.
Unser ist es.
Der Staat schere sich fort,
wenn wir unsere Heimat lieben.
Kurt Tucholsky, 1929
Mr. Hanky schrieb am 8.12. 1999 um 21:23:45 Uhr zu
Bewertung: 14 Punkt(e)
»Deutschland ist ein Land, in dem sechs Monate lang Winter ist, und sechs Monate kein Sommer.«
-Zitat von Napoleon Bonaparte
Peter K. schrieb am 10.11. 2007 um 22:32:00 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Ich komme von der Grenze, aus dem Saarland. Vier mal im 20. Jahrhundert haben wir die Staatsangehörigkeit gewechselt, und aus unserer Sicht war es eher Zufall, daß wir dann doch bei Deutschland gelandet sind - dem »Reich«, wie wir heute noch gerne sagen. Die Hälfte meiner Verwandten sind Franzosen. Unsere Familie hat enorme Tradition im Lebensmittelschmuggel. Je nach politischer Großwetterlage wanderten die Kaffeebohnen, die Würste und Speckseiten in unterschiedlicher Richtung über die grüne Grenze, die niemals wirklich eine Grenze war für uns. Der größte Held unserer Familie war ein französischer Soldat, der sich 1940 als einer der ersten der freifranzösischen Armee von de Gaulle anschloß. Er war Offizier der Ehrenlegion, ein offizieller Held, der seit 1946 einen gigantischen Ehrensold erhielt, nie mehr arbeitete, und in seinem Alpenstädtchen, in dem er sich zur Ruhe gesetzt hatte, der absolute King war. Übrigens war er gebürtiger Pole, und sein ebenso polnischer Bruder war mein Taufpate, den ich sehr liebte. Auch er war Franzose.
Vaterland ? Nation ? Staat ? - »Geh fort mit dem Zeuch!« sagte man bei uns. Zu oft hat man uns zwingen wollen, auf unsere Verwandten zu schiessen, oder von ihnen erschossen zu werden, als daß noch so ein Popanz Anspruch hätte, ernst genommen zu werden.
fitzliputzli schrieb am 27.12. 2000 um 19:20:22 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Viel ist über die deutsche Neurose gesagt worden, es herrscht kein Mangel an Theorien, Büchern, soziologischen, psychologischen, politologischen Arbeiten zu dem Phänomen des deutschen Minderwertigkeitsgefühls. Die Zahl der Publikationen ist so groß, daß man versucht ist, den Deutschen eine leidenschaftlich leidende Selbsterforschungslust zu attestieren, die ihrerseits Teil des Phänomens ist, das sie ergründen will.
Auf der Suche nach Ursachen für den Minderwertigkeitskomplex bietet sich die Schmach dessen an, was wir verschämt mit „die jüngere deutsche Geschichte“ umschreiben. Es leuchtet ein: Wir haben es mit einer kollektiven Identitätskrise zu tun, resultierend aus dem Desaster, in das unser einst so übersteigertes Identitätsgefühl uns und die Welt gestürzt hat.
Doch dem deutschen Komplex ist mit solchen monokausalen Modellen nur unzureichend beizukommen. Was sich uns verdächtig schnell als Ursache anbietet, ist selbst schon Folge. Aggressives Nationalgefühl und Minderwertigkeitskomplex als Gegensätze zu betrachten, heißt, die Natur beider zu verkennen. Vielmehr sind beide Ausdruck derselben umfassenden deutschen Identitätskrise. Komplex und Selbstübersteigerung schließen sich nicht aus, sie bedingen einander.
Nicht erst nach dem Krieg war es „in“, als Deutscher an seinem Land zu leiden. Der suizidale deutsche Selbsthaß ist Ausdruck derselben krankhaften Ich-bezogenheit, die uns den nationalen Wahn erst beschert hat. Sturm und Drang, deutsche Romantik - diese Epochen haben die Nabelschau mit Todesfolge literarisch zelebriert, Hitler hat sie in Politik umgesetzt.
ARD-Ratgeber schrieb am 21.9. 2002 um 00:05:16 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
Heinrich Heine
Deutschland. Ein Wintermärchen
CAPUT I
Im traurigen Monat November war's,
Die Tage wurden trüber,
Der Wind riß von den Bäumen das Laub,
Da reist ich nach Deutschland hinüber.
Und als ich an die Grenze kam,
Da fühlt ich ein stärkeres Klopfen
In meiner Brust, ich glaube sogar
Die Augen begunnen zu tropfen.
Und als ich die deutsche Sprache vernahm,
Da ward mir seltsam zumute;
Ich meinte nicht anders, als ob das Herz
Recht angenehm verblute.
Ein kleines Harfenmädchen sang.
Sie sang mit wahrem Gefühle
Und falscher Stimme, doch ward ich sehr
Gerühret von ihrem Spiele.
Sie sang von Liebe und Liebesgram,
Aufopfrung und Wiederfinden
Dort oben, in jener besseren Welt,
Wo alle Leiden schwinden.
Sie sang vom irdischen Jammertal,
Von Freuden, die bald zerronnen,
Vom Jenseits, wo die Seele schwelgt
Verklärt in ew'gen Wonnen.
Sie sang das alte Entsagungslied,
Das Eiapopeia vom Himmel,
Womit man einlullt, wenn es greint,
Das Volk, den großen Lümmel.
Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,
Ich kenn auch die Herren Verfasser;
Ich weiß, sie tranken heimlich Wein
Und predigten öffentlich Wasser.
Ein neues Lied, ein besseres Lied,
O Freunde, will ich euch dichten!
Wir wollen hier auf Erden schon
Das Himmelreich errichten.
Wir wollen auf Erden glücklich sein,
Und wollen nicht mehr darben;
Verschlemmen soll nicht der faule Bauch,
Was fleißige Hände erwarben.
Es wächst hienieden Brot genug
Für alle Menschenkinder,
Auch Rosen und Myrten, Schönheit und Lust,
Und Zuckererbsen nicht minder.
Ja, Zuckererbsen für jedermann,
Sobald die Schoten platzen!
Den Himmel überlassen wir
Den Engeln und den Spatzen.
Und wachsen uns Flügel nach dem Tod,
So wollen wir euch besuchen
Dort oben, und wir, wir essen mit euch
Die seligsten Torten und Kuchen.
Ein neues Lied, ein besseres Lied!
Es klingt wie Flöten und Geigen!
Das Miserere ist vorbei,
Die Sterbeglocken schweigen.
Die Jungfer Europa ist verlobt
Mit dem schönen Geniusse
Der Freiheit, sie liegen einander im Arm,
Sie schwelgen im ersten Kusse.
Und fehlt der Pfaffensegen dabei,
Die Ehe wird gültig nicht minder -
Es lebe Bräutigam und Braut,
Und ihre zukünftigen Kinder!
Ein Hochzeitkarmen ist mein Lied,
Das bessere, das neue!
In meiner Seele gehen auf
Die Sterne der höchsten Weihe -
Begeisterte Sterne, sie lodern wild,
Zerfließen in Flammenbächen -
Ich fühle mich wunderbar erstarkt,
Ich könnte Eichen zerbrechen!
Seit ich auf deutsche Erde trat,
Durchströmen mich Zaubersäfte -
Der Riese hat wieder die Mutter berührt,
Und es wuchsen ihm neu die Kräfte.
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