Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 1001, davon 891 (89,01%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 203 positiv bewertete (20,28%)
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positiv bewertete Texte
Der erste Text am 28.6. 2001 um 20:21:25 Uhr schrieb
Kai-Uwe über Kastration
Der neuste Text am 30.10. 2026 um 18:05:42 Uhr schrieb
Christine über Kastration
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 319)

am 12.7. 2012 um 14:11:50 Uhr schrieb
Bettina Beispiel über Kastration

am 21.1. 2019 um 01:10:27 Uhr schrieb
Steffi69 über Kastration

am 15.1. 2023 um 01:36:13 Uhr schrieb
Tanja über Kastration

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Kastration«

Der böse Dr. Wolf schrieb am 22.7. 2026 um 19:43:07 Uhr zu

Kastration

Bewertung: 26 Punkt(e)

Wir geben die Krankengeschichte des 11 ½ jährigen Knaben in wörtlicher Übersetzung wieder.

24. Barr 1. Moralisch Imbeziller mittleren Grades. ... Gesichtszüge eher angenehm, schlauer Augenausdruck. Hände kalt, im Gebrauch derselben unbeholfen; provoziert, würde er beißen. Nervös, unruhig, mißtrauisch und schwatzhaft. ... Dieb, Lügner. Entdeckt, würde er reichlich weinen, das Beste versprechen, um bald rückfällig zu werden. Unsäuberlich und konstant onanierend hatte er einen schlechten Einfluß auf die anderen Knaben. Nach dem 10. Lebensjahr wurde seine perverse Sexualität alarmierend. ...

Disziplin hatte keine Wirkung und er wurde zu einer solchen Gefahr für die Umgebung, daß er mit 11 ½ Jahren kastriert wurde.

Im Laufe eines Monates wurde er entschieden verträglicher und lenkbarer und eine Herabsetzung des Geschlechtsdranges wurde beobachtet, welcher nach wenigen Jahren allmählich gleich null wurde. Er entwickelte sich geistig und besserte sich von Tag zu Tag. ... Er bekam eine klare, süße Sopranstimme, wurde Frauen gegenüber sehr sentimental und war fortwährend mit irgend einer platonischen Liebesgeschichte beschäftigt. ...

Charles Wolf: Die Kastration bei sexuellen Perversionen und Sittlichkeitsverbrechen des Mannes. (1934)

Der böse Dr. Wolf schrieb am 24.7. 2026 um 01:07:16 Uhr zu

Kastration

Bewertung: 19 Punkt(e)

Anfang des 20. Jahrhunderts war die Kastration von Sittlichkeitsverbrechern eine durchaus verbreitete Form der Therapie. Die Kastrationen wurden sorgfältig dokumentiert:

Geburtsjahr,
Familie, Kindheit und Jugend, Bildung und Beruf,
krimineller Werdegang und Strafen,
Jahr der Kastration und Alter des Sittlichkeitsverbrechers bei selbiger,
in einigen Fällen der histologische Befund der Hoden,
Entwicklung von Trieb, Libido und Potenz oder Impotenz in den Monaten und Jahren nach der Kastration,
ggf. Rückfälle in Sachen Straffälligkeit.

Es fällt auf, dass gerne und oft kastriert wurde: Tausende Fälle allein aus Gründen der „Sittlichkeit“, die zahlreichen im Laufe der Jahrzehnte verlorenen Akten nicht mitgezählt.

Es fällt auch auf, dass praktisch alle Männer nach ihrer Kastration noch „konnten“: Über Wochen oder Monate, einige sogar auch noch nach Jahren – bis die Entmannung aus einem oft verzweifelten Kampf um erectio und ejaculatio als Sieger hervorging.

Und es fällt auch auf, dass sich in den überaus umfangreichen Dokumentationen unter den Kastrierten kein einziger Psychiater, Chirurg oder Richter findet. Kein Selbstversuch aus wissenschaftlichem Interesse, keine einschlägige psychiatrische Diagnose, keine entsprechende richterliche Anweisung… Ja. Natürlich war es reizvoller zu kastrieren als kastriert zu werden.

Philipp schrieb am 25.7. 2006 um 22:54:21 Uhr zu

Kastration

Bewertung: 29 Punkt(e)

Als das Pferd mit gefeseelten Hufen auf der Seite lag, zwei Gauchos auf dem Hals und drei auf dem Bauch, zog Senor Matho seine Handschuhe an. Eine Kastration war, wie alle Handgriffe, an denen er sich beteiligte, ein Ritual mit feiner Rollenverteilung. Chamorro schliff das Messer. Adolfo Rodriguez, der fingerfertige Gaucho, der einmal 127 Pferde in zwei Tagen kastriert hatte, schnitt auf. Und der Patron durchknirschte den Hodenstrang, mit beiden Händen um die Silberzange. 15 Pferde in drei Stunden. Sie wieherten nicht, sie zuckten nur und stöhnten tief. Waren die Fesseln gelöst, sprangen die Tiere hoch, staksten etwas benommen zwischen den Männern und trabten dann zur Herde. Als Senor Matho in seinem kleinen Lieferwagen davonfuhr, sammelte ein Gaucho die Ausbeute vom Boden. Sorgfältig hängte er sie über den obersten Zaundraht: 15 baumelnde Paare weisser, faustdicker Fleischbälle.

Die Leiche schrieb am 19.12. 2011 um 01:25:24 Uhr zu

Kastration

Bewertung: 21 Punkt(e)

Ich saß etwa 1993 mit einer bildhüpschen Psychologin beim Chinesen und in einer lebhaften epistemologischen Debatte, während dessen die Psychologin mit ihren Stäbchen meinem Gesicht immer näher kam, so daß ich, um meine Augen fürchtend, darum bat, mit den Stäbchen doch etwas Abstand von denselben zu nehmen.

»Du hast Kastrationsängste!« war die Antwort.

jens schrieb am 26.12. 2006 um 18:39:57 Uhr zu

Kastration

Bewertung: 23 Punkt(e)

Kastration war früher die normalste Geschicht der Welt. Besonders beliebt war es Sklaven die Eier abzuschneiden. Aber auch Krieger kamen kastriet (ohne Eier) nach Hause. Normalen Männern wurden die »zwei lieben Kameraden« auch gern mal aus Kongruenzdenken entfernt. Leider kam jemand mal auf das Denken nach Moral, und seit dem wird dieses lustiges Ritual nur noch sehr selten praktizier Lustig für alle ,außer einem..... grins

Pferdschaf schrieb am 13.10. 2016 um 22:36:19 Uhr zu

Kastration

Bewertung: 23 Punkt(e)

Wallach ist aber auch ein schöner Name für ein Pferd. Einen Hengst soll man sowieso nicht reiten, es sind Hitzköpfe, besonders die Jungen. Sobald der Duft herüberweht, ist der Reiter vergessen. Einen Hengst kann man nur dann sicher reiten, wenn man neben ihm von klein auf im Stall geschlafen hat. Man muss die menschlichen Arme um den Hengstnacken schlingen, ihm Geschichten erzählen, streicheln, striegeln, bürsten und viele Küsse auf die feuchte Nase drücken, dann, und nur dann, kann man den Hengst sicher reiten. Aber wo ist der Winnetou, der dafür sich Zeit nimmt ? Wer schläft schon noch neben seinem Pferd im Stall ? Niemand, ausser verrückte kleine Mädchen...

Der Christof schrieb am 27.10. 2025 um 20:51:06 Uhr zu

Kastration

Bewertung: 18 Punkt(e)

Für die Kastration gilt ähnliches: Auch sie war im Westen nicht besonders positiv besetzt – Eunuchen kannte man fast nur aus Byzanz und muslimischen Ländern, und die Selbstkastration von Priestern war ein prominentes Thema, um zu sagen, wie Enthaltsamkeit NICHT gemeint sei. Als Strafe waren Kastrationen (gemeint waren wohl meist Penisamputationen) in verschiedenen Strafnormen vor allem des Frühmittelalters vorgesehen. In den chirurgischen Handbüchern des späteren Mittelalters schließlich wird die Kastration regelmäßig beschrieben...

Der Dorfschullehrer aus Mehlis schrieb am 30.7. 2026 um 01:43:29 Uhr zu

Kastration

Bewertung: 20 Punkt(e)

Im alten Rom hatten Sklaven mehr Rechte als man sich das heute so denkt. Aber kastrieren durfte man sie, ob jung oder alt, ob schwarz oder weiß. Einfach so.

Natürlich wollten die das nicht. Aber die Sklaven wussten, dass sie nichts dran ändern konnten, wenn es beschlossene Sache war. Also ließen sie's geschehen. Nicht einfach so, eine aufregende Sache war das für sie ja schon. Zumal ohne Schmerzmittel... Aber ohne großes Bitten und Betteln oder sonst wie Stress zu machen.

Heute fällt es schwer, sich das vorstellen. Es waren ja Menschen wie Du und ich... Aber damals war es alltäglich und fand kaum Beachtung.

Der liebe Junge von nebenan schrieb am 17.10. 2008 um 15:48:12 Uhr zu

Kastration

Bewertung: 29 Punkt(e)

Die Kastration an Männern wurde in der gesamten Geschichte und vielen Kulturen durchgeführt: An Feinden zur Demütigung und um ihnen leichter ihre Frauen nehmen zu können und an Sklaven – besonders solchen, die einen Harem bewachen sollten (siehe Eunuch).

Erwachsene Kriegsgefangene oder Sklaven wurden überdies kastriert, um sie nicht nur zu erniedrigen, sondern auch fügsamer zu machen, da durch die starke Reduzierung des Testosterons die Aggressionsbereitschaft nachlässt.

Von Lukian stammt die klassisch gewordene Kombabus-Überlieferung, der sich als Reisebegleiter der syrischen Königsgemahlin zuvor aus eigenem Entschluss verschnitten hatte.

Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit wurden auch Knaben zur Erhaltung ihrer hohen Stimme kastriert, eine Praktik, die noch bis vor 150 Jahren regelmäßig in Italien angewandt wurde. Ein berühmtes Beispiel ist Carlo Broschi, genannt Farinelli, der italienische Kastratensänger.

Laut verschiedener Quellen soll die mythische assyrische Königin Semiramis eine der ersten Herrscherinnen gewesen sein, die die Kastration von gefangenen Feinden befahl.

Die Priester der antiken Göttin Kybele (Galli, auch Galloi) waren Eunuchen. Der Kult hatte sich aus Kleinasien über das gesamte Römische Reich verbreitet. Jedes Jahr zur Zeit des Frühlingsfestes fanden rauschhafte Feste statt, bei denen sich Anhänger des Kultes selbst verstümmelten. Sie schnitten sich mit einem Zeremonienschwert oder auch einem scharfkantigen Gegenstand die Genitalien ab und warfen diese in die Menge der Zuschauer. Der Betreffende musste den Eunuchen-Neuling mit Frauenkleidern versorgen. Viele Eunuchen-Priester litten infolge der stümperhaft durchgeführten Kastration unter Infektionen der Harnröhre und unter dauerhafter Blasenschwäche.

Im Kaiserreich China wurden noch bis zur Gründung der Republik 1912 Knaben von ihren Eltern als Palasteunuchen an den Kaiserhof verkauft und in einer lebensgefährlichen Prozedur von dafür ausgebildeten Leuten kastriert.

Jedoch gibt es von jeher auch Kulturen, welche die Kastration strikt ablehnen, als Beispiel sei das Judentum genannt; orthodoxe Juden kastrieren auch keine Tiere.

Der frühchristliche Theologe Origenes, der sich selbst entmannt hatte, um ideal ehelos zu leben, scheint das aber später als Irrweg angesehen zu haben. Die Kirche missbilligte eine solche Verstümmelung, aber erst Papst Sixtus V. sprach ein klares Verbot aus (7. Juni 1587), (siehe auch: Eunuchen für das Himmelreich).

Trotzdem lebte die Kastration als religiöse Praxis immer wieder auf. In Russland und Rumänien erlebte sie im 19. Jahrhundert durch die Skopzen sogar eine regelrechte Blüte.

Der irreversible Eingriff der chirurgischen Kastration wurde oft bei wiederholt rückfälligen und anders nicht beeinflussbaren Sexualstraftätern vorgenommen. Die (reversible) hormonelle Kastration durch Antiandrogene wird in einzelnen Bundesstaaten der USA weiterhin bei Sexualstraftätern (mit deren Einwilligung) vorgenommen. Jedoch ist diese Therapie wesentlich weniger wirksam, als vielfach in der Öffentlichkeit angenommen wird: Es hat eine ganze Reihe von Fällen gegeben, wo chemisch oder körperlich Kastrierte dennoch weiterhin Sexualstraftaten begingen.

Maria sinnierte und schrieb am 13.11. 2015 um 17:10:18 Uhr zu

Kastration

Bewertung: 26 Punkt(e)

In dem Wort »Kastration« steckt das Wort »Ratio« - das, was den Menschen vom Tier unterscheidet.

Wenn Männer mit dem Wort Kastration konfrontiert werden, scheint sich ihre Ratio jedoch einstweilen zu verabschieden. Das lassen ihre Ergüsse hier im Blaster zumindest vermuten.

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