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positiv bewertete Texte
Der erste Text am 28.6. 2001 um 20:21:25 Uhr schrieb
Kai-Uwe über Kastration
Der neuste Text am 18.8. 2026 um 00:43:56 Uhr schrieb
Maria Zumsel über Kastration
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am 9.11. 2013 um 06:15:04 Uhr schrieb
wolfi über Kastration

am 4.4. 2010 um 09:51:39 Uhr schrieb
hengst über Kastration

am 8.10. 2023 um 19:55:58 Uhr schrieb
Christine über Kastration

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Kastration«

Der liebe Junge von nebenan schrieb am 17.10. 2008 um 15:48:12 Uhr zu

Kastration

Bewertung: 13 Punkt(e)

Die Kastration an Männern wurde in der gesamten Geschichte und vielen Kulturen durchgeführt: An Feinden zur Demütigung und um ihnen leichter ihre Frauen nehmen zu können und an Sklavenbesonders solchen, die einen Harem bewachen sollten (siehe Eunuch).

Erwachsene Kriegsgefangene oder Sklaven wurden überdies kastriert, um sie nicht nur zu erniedrigen, sondern auch fügsamer zu machen, da durch die starke Reduzierung des Testosterons die Aggressionsbereitschaft nachlässt.

Von Lukian stammt die klassisch gewordene Kombabus-Überlieferung, der sich als Reisebegleiter der syrischen Königsgemahlin zuvor aus eigenem Entschluss verschnitten hatte.

Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit wurden auch Knaben zur Erhaltung ihrer hohen Stimme kastriert, eine Praktik, die noch bis vor 150 Jahren regelmäßig in Italien angewandt wurde. Ein berühmtes Beispiel ist Carlo Broschi, genannt Farinelli, der italienische Kastratensänger.

Laut verschiedener Quellen soll die mythische assyrische Königin Semiramis eine der ersten Herrscherinnen gewesen sein, die die Kastration von gefangenen Feinden befahl.

Die Priester der antiken Göttin Kybele (Galli, auch Galloi) waren Eunuchen. Der Kult hatte sich aus Kleinasien über das gesamte Römische Reich verbreitet. Jedes Jahr zur Zeit des Frühlingsfestes fanden rauschhafte Feste statt, bei denen sich Anhänger des Kultes selbst verstümmelten. Sie schnitten sich mit einem Zeremonienschwert oder auch einem scharfkantigen Gegenstand die Genitalien ab und warfen diese in die Menge der Zuschauer. Der Betreffende musste den Eunuchen-Neuling mit Frauenkleidern versorgen. Viele Eunuchen-Priester litten infolge der stümperhaft durchgeführten Kastration unter Infektionen der Harnröhre und unter dauerhafter Blasenschwäche.

Im Kaiserreich China wurden noch bis zur Gründung der Republik 1912 Knaben von ihren Eltern als Palasteunuchen an den Kaiserhof verkauft und in einer lebensgefährlichen Prozedur von dafür ausgebildeten Leuten kastriert.

Jedoch gibt es von jeher auch Kulturen, welche die Kastration strikt ablehnen, als Beispiel sei das Judentum genannt; orthodoxe Juden kastrieren auch keine Tiere.

Der frühchristliche Theologe Origenes, der sich selbst entmannt hatte, um ideal ehelos zu leben, scheint das aber später als Irrweg angesehen zu haben. Die Kirche missbilligte eine solche Verstümmelung, aber erst Papst Sixtus V. sprach ein klares Verbot aus (7. Juni 1587), (siehe auch: Eunuchen für das Himmelreich).

Trotzdem lebte die Kastration als religiöse Praxis immer wieder auf. In Russland und Rumänien erlebte sie im 19. Jahrhundert durch die Skopzen sogar eine regelrechte Blüte.

Der irreversible Eingriff der chirurgischen Kastration wurde oft bei wiederholt rückfälligen und anders nicht beeinflussbaren Sexualstraftätern vorgenommen. Die (reversible) hormonelle Kastration durch Antiandrogene wird in einzelnen Bundesstaaten der USA weiterhin bei Sexualstraftätern (mit deren Einwilligung) vorgenommen. Jedoch ist diese Therapie wesentlich weniger wirksam, als vielfach in der Öffentlichkeit angenommen wird: Es hat eine ganze Reihe von Fällen gegeben, wo chemisch oder körperlich Kastrierte dennoch weiterhin Sexualstraftaten begingen.

Philipp schrieb am 25.7. 2006 um 22:54:21 Uhr zu

Kastration

Bewertung: 13 Punkt(e)

Als das Pferd mit gefeseelten Hufen auf der Seite lag, zwei Gauchos auf dem Hals und drei auf dem Bauch, zog Senor Matho seine Handschuhe an. Eine Kastration war, wie alle Handgriffe, an denen er sich beteiligte, ein Ritual mit feiner Rollenverteilung. Chamorro schliff das Messer. Adolfo Rodriguez, der fingerfertige Gaucho, der einmal 127 Pferde in zwei Tagen kastriert hatte, schnitt auf. Und der Patron durchknirschte den Hodenstrang, mit beiden Händen um die Silberzange. 15 Pferde in drei Stunden. Sie wieherten nicht, sie zuckten nur und stöhnten tief. Waren die Fesseln gelöst, sprangen die Tiere hoch, staksten etwas benommen zwischen den Männern und trabten dann zur Herde. Als Senor Matho in seinem kleinen Lieferwagen davonfuhr, sammelte ein Gaucho die Ausbeute vom Boden. Sorgfältig hängte er sie über den obersten Zaundraht: 15 baumelnde Paare weisser, faustdicker Fleischbälle.

FOCUS Online schrieb am 13.3. 2019 um 18:25:15 Uhr zu

Kastration

Bewertung: 11 Punkt(e)

Eine umstrittene Methode zur Triebdämpfung ist die chemische Kastration.

Das Sexualhormon ist die biochemische Basis der Männlichkeit. Das Gonadotropin- Releasing-Hormon (GnRH) aus dem Hypothalamus veranlaßt die Hirnanhangsdrüse, das follikelstimulierende Hormon (FSH) und das luteinisierende Hormon (LH) in die Blutbahn abzugeben. Derart stimuliert, produzieren die Leydig-Zellen im Hoden Testosteron. Es wirkt über spezifische Bindungsstellen im Gehirn libidosteigernd. Der Hypothalamus mißt ständig den Testosteronspiegel und regelt so die Hormonausschüttung im Hoden.

Bei der chemischen Kastration verhindern unterschiedliche Präparate die Testosteronbildung. Die Einnahme erfolgt ausschließlich auf freiwilliger Basis.

Hormonblocker (z. B. Decapeptyl, Zoladex) vermindern die Anzahl der GnRH-Bindungsstellen. Ohne dieses Signal stellt die Hirnanhangsdrüse die FSH- und LH-Produktion ein. Die Präparate werden einmal im Monat gespritzt. Nach etwa zwei Wochen entsteht in den Hoden kein Testosteron mehr.

Cyproteronacetat (Handelsname: Androcur) ist ein hochdosiertes Gestagen mit einem antiandrogenen Effekt. Dieses Hormon verdrängt Testosteron von seinen Bindungsstellen im Körper, unterdrückt gleichzeitig die LH- und FSH-Ausschüttung im Gehirn und in Folge auch die Testosteronproduktion. Entweder nehmen Patienten zwei Tabletten täglich oder bekommen einmal wöchentlich eine Depotspritze. Bei längerer Therapie schrumpfen die Hoden.

Häschen schrieb am 5.5. 2016 um 18:56:18 Uhr zu

Kastration

Bewertung: 13 Punkt(e)

Als ich so 16 war hat mich mein kleiner Bruder immer durchs Schlüsselloch beobachtet, wenn ich aus der Dusche kam.
Irgendwann wollte ich ihm dann eine kleine Lektion erteilen.
Ich nahm eine Banane mit ins Badezimmer und hielt sie mir zwischen die Beine. Er dachte wohl ich würde jetzt damit masturbieren, doch dann nahm ich eine Schere und schnitt sie ab.
Dann sagte ich noch: »Wenn ich dich noch mal erwische mach ich das bei dir
Seitdem hat er aufgehört.

Leckermaul schrieb am 18.12. 2011 um 22:58:49 Uhr zu

Kastration

Bewertung: 14 Punkt(e)

Oh, wir haben gestern die Eier vergessen! Schade... ein Sonntagsfrühstück ohne Eier...“
Mhh... ich hätte noch zwei...“
Ach, Hanspeter, du bist ein Schatz!“

Mcnep schrieb am 28.6. 2001 um 20:38:05 Uhr zu

Kastration

Bewertung: 16 Punkt(e)

Heutzutage dürfen sich 13jährige mit Einwilligung der Eltern Zungenpiercings stechen lassen oder sich einer Ganzkörperlamination unterziehen - wäre es nicht möglich, die freiwillige Kastration besonders talentierter junger Sänger durch eine musikmedizinische Stiftung zu befördern? Es wäre ein kleiner Eingriff für den Mediziner, doch ein großer Einschnitt für die Zukunft der alten Musik. Wer sich mit 9 Jahren für den Fußball oder den Schwebebalken entscheidet geht auch ein großes Risiko ein, aber wieviel verdienstvoller wäre doch das Messer für Orpheus.

Pferdschaf schrieb am 13.10. 2016 um 22:36:19 Uhr zu

Kastration

Bewertung: 10 Punkt(e)

Wallach ist aber auch ein schöner Name für ein Pferd. Einen Hengst soll man sowieso nicht reiten, es sind Hitzköpfe, besonders die Jungen. Sobald der Duft herüberweht, ist der Reiter vergessen. Einen Hengst kann man nur dann sicher reiten, wenn man neben ihm von klein auf im Stall geschlafen hat. Man muss die menschlichen Arme um den Hengstnacken schlingen, ihm Geschichten erzählen, streicheln, striegeln, bürsten und viele Küsse auf die feuchte Nase drücken, dann, und nur dann, kann man den Hengst sicher reiten. Aber wo ist der Winnetou, der dafür sich Zeit nimmt ? Wer schläft schon noch neben seinem Pferd im Stall ? Niemand, ausser verrückte kleine Mädchen...

Das Gift schrieb am 27.5. 2002 um 20:23:06 Uhr zu

Kastration

Bewertung: 11 Punkt(e)

Wenn Kastration den Vorgang der Entmannung umschreibt und kastrieren das zugehörige Verb ist, dann müssen wir ebenso die potentielle Präsenz von Kastrat und Kastrant hinnehmen ...

Das Gift schrieb am 27.5. 2002 um 20:25:46 Uhr zu

Kastration

Bewertung: 12 Punkt(e)

... der Kastrant ist das zu kastrierende Geschöpf, dessen primäres Geschlechtsorgan mittels Kastration in den Zustand der Entleiblichung alterniert.

In solchen Fällen spricht man dann nicht von 'nem abgeschnittenen Sack, sondern mit angemessener Nüchternheit vom Kastrat ...

Die Leiche schrieb am 19.12. 2011 um 01:25:24 Uhr zu

Kastration

Bewertung: 8 Punkt(e)

Ich saß etwa 1993 mit einer bildhüpschen Psychologin beim Chinesen und in einer lebhaften epistemologischen Debatte, während dessen die Psychologin mit ihren Stäbchen meinem Gesicht immer näher kam, so daß ich, um meine Augen fürchtend, darum bat, mit den Stäbchen doch etwas Abstand von denselben zu nehmen.

»Du hast Kastrationsängste!« war die Antwort.

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