Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »SusannesLieblingsTexte«
Susanne schrieb am 31.8. 2006 um 16:13:19 Uhr zu
Bewertung: 15 Punkt(e)
Mond!
Geh weg!
Nimm deinen Käseleib,
verschwinde von meinem Himmel.
Ich brauche dein Licht nicht,
das schlecht Geliehene,
bloß ein blöder Abklatsch von Licht,
ich kotze auf dein kaltes Licht,
ich spüle es herunter in meinem Klo,
Ich lasse mir dein gichtiges Licht um die Schultern schlagen,
trage hart an den Striemen deiner Unzulänglichkeit,
voller Stolz auf meine junge Pein,
ich warte auf einen anderen Tag,
auch wenn er mich wieder enttäuschen wird,
ich werde wieder nackt am Boden kauern,
vergeblich um Schonung flehen,
aber ohne dein pestiges Licht,
du Mißgeburt der Himmel,
mein Leib gehört nicht dir,
du torkelnder Wanst,
du gelbes Ei der Nacht,
ich werde dir heimleuchten,
dich zwischen meinen Schenkeln zerquetschen,
du lachhafter Scharlatan,
dein Schatten ist mir keine Furcht,
dein Weg ist gichtzerfressen wie deine Form,
du Kußmond, du Honigmond,
du Wonnemond lallender Idioten,
alberner Lampenschirm,
von kleinkarierten Handwerkern hergestellt,
nach unbeholfenen Plänen,
aus Kinderhand,
du verknautschtes Möbel,
ich trampele auf dir herum,
dein Grinsen will ich zerfetzen,
deinen Milchbart dir abreißen,
du Mond, du!
Susanne schrieb am 12.7. 2006 um 23:12:15 Uhr zu
Bewertung: 11 Punkt(e)
Da ich nun einmal dieses Stichwort habe und nicht dafür benutzen kann, wofür ich es benutzen wollte, kann ich hier wenigstens hinterlegen, wie meine Lieblingstexte denn so beschaffen sein sollten.
Was ich spannend finde:
Lesbar und verständlich! Ich hole mir doch keine Lupe oder Fadenzähler oder ein Wörterbuch in Dummdeutsch, um einen Text auf dem Laptop zu entziffern.
Gerne persönlich! Eine gut erfundene Anekdote ist mir lieber als eine genau recherchierte Weisheit.
Gedichte! Von mir aus auch abgeschrieben (so ihr nicht Ärger mit dem Copyright kriegt)
Wiedererkennbar im Stil! Auch wenn wir hier ja alle virtuelle Personen sind, habe ich es doch viel lieber, wenn ich mir zu einem Text irgendein Gesicht vorstellen kann, und dazu sollten die Texte möglichst einen eigenen Stil haben. Egal, ob er mir gefällt oder nicht. Die Namen da oben taugen ja wohl nicht allzuviel zur Authentifizierung, ihr multiplen Persönlichkeiten.
Was ich langweilig finde:
Hasstiraden oder Beleidigungen.
Wiederholungen.
Texte, die sichtlich nur dem Zweck der Selbstdarstellung dienen.
Zitate.
Was ich hasse:
Zitate aus dem kleinen Prinzen (durch die Bank)
Wer mir also einen Gefallen tun will, der hält sich an das, was da oben steht.
Wer nicht, kann es auch sein lassen.
Gute Nacht
Susanne schrieb am 16.8. 2006 um 20:45:32 Uhr zu
Bewertung: 11 Punkt(e)
in einem dorf hoch am berg,
verlassen, nur brüchige steine, leere räume,
wilder wein, reste,
wieder erorbert von den eidechsen: lucertole, nennst du sie für mich.
lucertolino, mache ich draus, du lachst.
eine welt für ein kind,
aus gerüchen, staub, stufen, verstecken,
aus endlosen gängen,
dickichten, mauern, erkern,
drohende fenster hoch unter zerfallenen dächern,
zerstörung,
angst und neugierde und,
sehr zaghaft,
eine ahnung von zorn: irato, übersetzt du.
deine sprache, schmeichelnd und schön,
hell,
dein sicherer tritt,
die verwegenheit eines jungen,
kaum älter, aber stärker,
sehnig, munter, lachend.
ich fasse deine hand, stolz und froh.
lieto, nennst du das später einmal für mich.
es ist dunkel und heiß hier drin,
wir ducken uns,
meine hand immer in deiner,
staubige haare,
mein hemd dreckig,
du klopfst es ab.
zwei finger in meinem haar,
claudio, flüsterte ich gerne,
deine lippen kommen mir zuvor,
ein kuss,
ich verstumme vor scham und glück.
sie rufen uns.
vieni qui.
mein kopf an deiner schulter.
stiehlt ein lächeln,
einen blick,
fröhlichkeit und mut.
subito.
wir hüpfen hinaus,
ins grelle licht zwischen den stummen wänden,
rufen, lachen.
ragazzi.
Kain schrieb am 24.8. 2006 um 15:20:36 Uhr zu
Bewertung: 8 Punkt(e)
einst vor einer zeit du kleidest so fein
du warfst den idioten einen groschen in deinem stolz, tatest du nicht?
leute rufen sagen „beachte puppe, du bist notwendigerweise zu fallen“
du dachtest sie wären alle veralbernd dich
du gewöhntest zu lachen über
jedermann der war hängend aus
nun du tust nicht sprechen so laut
nun du tust nicht scheinen so stolz
über haben zu sein mampfend dein nächstes mahl
wie tut es fühlen
wie tut es fühlen
zu sein ohne ein heim
wie ein kompletter unbekannt
wie ein rollender stein?
du hast gegangen zu den feinsten schulen, alles gut, fräulein einsam
aber du weißt du nur gewöhntest zu werden geleimt in es
und niemand hat jemals gelehrt dich wie zu leben auf der strasse
und nun du findest heraus du bist gehend haben zu werden gewöhnt zu es
du sagtest du niemals geben nach
mit dem geheimnis herumtreiber, aber nun du verwirklichst
er ist nicht verkaufend irgendwelche ausreden
wenn du starrst hinein das leere von seinen augen
und fragst ihn tust du möchten zu machen einen handel?
wie tut es fühlen
wie tut es fühlen
zu sein auf deiner selbst
mit keiner richtung heim
wie ein kompletter unbekannt
wie ein rollender stein
du niemals drehtest herum zu sehen die falten von den jongleuren und den spaßmachern
wenn sie alle kamen herunter und taten zaubereien für dich
du niemals verstandest daß es ist nicht kein gut
du solltest nicht lassen andere leute nehmen deine tritte für dich
du gewöhntest zu reiten auf dem chromernen pferd mit deinem diplomaten
der trug auf seiner schulter eine siamesen katze
ist es nicht schwer wenn du entdeckst daß
er wirklich war nicht wo es ist daran
nachdem er nahm von dir alles er konnte stehlen
wie tut es fühlen
wie tut es fühlen
zu sein auf deiner selbst
mit keiner richtung heim
wie ein kompletter unbekannt
wie ein rollender stein
prinzessin auf der rennbahn und alle die schönen leute
sie sind trinkend, denkend daß sie wurden es gemacht
austauschend alle sorten von kostbaren geschenken und dingen
aber du hast besser erhoben deinen diamanten ring,
du hast besser versilbern es kindchen
du gewöhntest zu sein so erheitert
ein napoleon in lumpen und die sprache die er benutzte
geh zu ihm nun, er ruft dich, du kannst nicht zurückweisen
wenn du hast nichts, du hast nichts zu verlieren
du bist unsichtbar nun, du hast keine geheimnisse zu enthüllen
wie tut es fühlen
wie tut es fühlen
zu sein auf deiner selbst
mit keiner richtung heim
wie ein kompletter unbekannt
wie ein rollender stein
Udo schrieb am 15.7. 2006 um 11:57:33 Uhr zu
Bewertung: 10 Punkt(e)
Die Liebe ich fand,
Mit einem Mal sie verschwand,
Ich will es euch hier erzählen,
Doch dann von Anfang an:
An einem Ort so fern vom Land,
Traf ich sie,
Die Liebe ich fand!
Erst machte ich mir einen Spaß,
Ich hatte doch mein Weib zu Haus',
Doch es wurde kein Hass,
Ich mochte diese süsse Maus.
Ihr Name so lieblich wie die Sonne,
Ihr Antlitz schöner als der Mond,
Genoss ich ihre Gegenwart mit einer Wonne,
Gut für mich, dass sie in meier Nähe hat gewohnt.
Doch als ich in des Alkohols Genusses kam,
Vermochte ich zu sagen,
Dass sie allein mein Herz umhüllt' so warm,
Da fingen schon an, mich Schmerzen zu plagen.
War es der Wein allein,
Der sagte: Ich will, dass du bist mein!
Nein!
Der nächste Tag kam schnell,
Ich hörte, wie sie mich verlachte,
Da erschien es mir ganz hell,
Dass ich aus meinem Traum erwachte.
Bei mir dachte ich,
Es ist vorbei mit der Liebe,
Die sie - wie ich erhoffte - hegte für mich,
Warum gab sie mir so Hiebe?
Doch man traff sich hier und dort,
Und dass alles an einem fremden Ort.
Man kam ins Reden,
Und ich wieder auf die falschen Wegen.
Nein, es war klar:
Ich die Nummer eins nicht war!
Warum ich hoffte so voll?
Ich fand sie einfach toll!
Der nächste Abend verlief rar,
Wir trafen uns an einer Bar,
Sie zerrte an meinen Nerven,
Aber ich wollte mich ihr nicht unterwerfen.
Ihr meint sicherlich, ich solle fortfahren,
Doch Gefühle hier zu beschreiben,
Die einmal waren,
Und es immer noch sind,
Lassen euch hoffentlich noch verweilen.
Was ich sagen wollte,
klingt nach einer Revolte:
Sie sollte mein sein,
Ganz allein!
Nun zurück:
Ich kannte nicht mein folg'des Glück!
Sie verzieh mir nicht,
Dass ich trunken war - vielleicht sogar dicht.
Klar: ich kannte sie nicht,
Aber war es nicht auch ihr Gesicht,
Was mich so erfreute,
Dass ich wollt's erzähl'n an alle Leute?
Als ich dachte, sie spiele ein Spiel mit mir,
Holte ich mir eine Flasche Bier.
Auf einmal gab sie mir einen Kuss.
Hielt sie das für ein Muss?
Aber nein, sie sagte es sei ihr Wille,
Und es überkam mich die Stille.
Sollte sie doch etwas für mich empfinden,
Sie musste sich ja nicht mal überwinden?
Die folgenden Tage überkamen uns mit Liebe,
Und wir freuten uns dabei wie Diebe.
Was ich anfangs nicht vermocht' zu glauben,
Konnte mir jetzt keiner rauben.
Obwohl ich hatte mein Mädel im fernen Lande,
Ich nichts wissen wollt' von meiner 'Schande'.
Nutzte ich aus ihre Treue?
Wahrscheinlich schon, ich aber bis heute nichts bereue!
Der anfängliche Hass?
Was?
Nein nun wirklich nich',
Ich wagt' zu sagen, sie liebe mich!
Die folgenden Tage vergingen so schnell,
So dass ich mich fragte:
Soll es das gewesen sein,
Mit meiner liebgewonnen Julia?
Wollte sie mich wiederseh'n?
Ich musste versteh'n,
Dass sie bald zog in ein andern Land,
Aber hiess das, dass sie für immer verschwand?
In der Heimat, wusste ich,
Kamen viele Probleme zu auf mich,
Immerhin betrog ich meine Freundin,
Was nicht heisst, eine Partnerschaft mit ihr hatte keinen Sinn.
Angekommen im deutschen Land,
Wollte ich nicht, dass sie sich von mir wandt!
Doch der Zug fuhr fort,
An einen fernen Ort.
Doch so weit er mir auch erschien,
Er fuhr nicht nach Wien!
Er war nicht so fern,
Wie eines Himmels Stern.
Ich bringe zu Tage,
Dass meiner Freundin Skepsis mich plage,
Doch wandte sich meines Herzens Mittelpunkt!
Meine grosse Liebe besuchte mich darauf,
Was meiner Freundin gab den Lauf,
Sie rief mich an und wollte wissen,
Ob ich werde sie vermissen.
Sie weinte Tränen,
Ich wollt' sie zähmen,
Doch das alles nur,
Um zu zeigen keine Spur.
Ihr erklärte ich,
Dass sie war kein Thema mehr für mich.
Sie liess Lauf ihren Gefühlen,
Dass ich mich fühlte wie in Mühlen.
Doch meine Liebe da sass,
Dass ich alles schnell vergass.
Was kann ich tun gegen meiner Gefühle Art,
Die da spielen mit mir Dart!
Nun weiss ich ganz genau:
Julia, du bist die einz'ge Frau!
In diesem Lande sie nur noch blieb zwei Wochen,
Mein Herz war fast zerstochen!
Doch was sollte ich machen gegen des Zeiten Arm,
Der mir wollte nehmen meinen Schwarm?
Die Tage mit ihr vergingen rascher denn je,
Was mir tat so weh!
Der Abschied war so nah.
Sollt' es das gewesen sein,
Mit meines grossen Liebesschein?
Sie hat sich entfern',
Was unsere Liebe tat erschwer'n!
Glaubst du, sie liebe dich,
Was ich tat denken über mich?
Gewiss, sie sagte es,
Doch würde die Entfernung nicht machen etwas anderes?
Ich hoffte auf ein bald'ges Wiederseh'n,
Doch sie musste geh'n.
Der Weg nach Spanien war sehr lang,
Und mein Schmerz so viel verdrang!
Auf dem Wege liess sie mir dann zukommen,
Dass ihre Liebe nicht war zeronnen.
Es liess meinen Schmerz - ja ich sage Schmerz - etwas lindern,
Doch konnte es das verhindern?
Es vergingen Tag und Nacht,
Aber ich blieb wach!
Die Weite war so fern,
Was es tat so erschwer'n.
Ich weiss, ich wiederhole mich,
aber es tut so weh!
Dort angekommen,
Sagte sie mir, sie habe einen grossen Berg erklommen.
Anders ausgedrückt:
Sie war nach diesem Platze sehr verrückt!
Warum wollt' ich nicht, dass sie dort glücklich sei?
Ich wollte es,
Doch sollte sie mich missen,
Und das musste sie wissen!
Ich machte mich auf, sie im fernen Lande zu besuchen,
Brachte ihr zwar keinen Kuchen,
Doch dachte ich,
Sie freue sich allein auf mich.
Wir liebten uns die ganze Zeit,
Was ihren Mitbewohner brachte Neid.
Schöne Tage verbrachten wir,
Diesmal ohne Bier.
Der letzte Tag:
Ich nicht mag diesen zu beschreiben,
Es verflossen Tränen ohne Bleiben.
Beiderseits!
Die Tränen mir nicht vergingen,
Sie wollten einfach nicht abklingen.
Ich in der Heimat wieder war,
Tja, nun stand' ich da!
Wir schrieben uns nun hin und her,
Was meiner Liebe noch gab viel mehr.
Doch eines Tages beicht' ich ihr, dass ich mit einer andern teilt' mein bett,
Was sie nicht fand' - so erzählt' sie mir - allzu nett.
Nun gut, obwohl nichts geschah,
So hoffte ich doch, dass sie sah,
Dass sie meine grosse Liebe ist,
Aber sie pfeifte auf diesen Mist.
Hat sie einen Grund gesucht,
Weil sie nicht brachte diesen Mut,
Mir zu sagen, was sie wirklich für mich empfand?
Und so ist es klar, dass auch meine Liebe schwand!
Ihre Liebe ging davon,
Aber wovon
Ich allerdings nichts wusste,
dass sie musste
Ihre Liebe mir enteignen!
Der Schmerz tut weh!
Ich bin verwirrt!
Sollt' sie mich nicht mehr lieben?
Was wir durchgemacht,
Ist jetzt erwacht?
Ich behaupt' zu wissen,
Sie tut mich nicht mehr missen!
Natürlich ist mir klar,
Dass diese Liebe einmal war!
Wenn es von ihr aus überhaupt so war -
Was ich doch stark bezweifeln muss - machte die Entfernung rar,
Dass wir uns lieben sollten.
Ich glaubte immer an sie und mich!
Alles was ich dazu noch sag',
Ist, dass ich diese Liebe mag!
Ich liebe sie immer noch,
Obwohl sie mich hat enttäuscht!
Susanne schrieb am 24.7. 2006 um 02:46:26 Uhr zu
Bewertung: 6 Punkt(e)
Tief in der Nacht, wenn du aufwachst, und alles bist.
Einsam, verloren, heraus geschreckt aus einem unfertigen Traum.
Nachdenklich, voller Langsamkeit und Schwere.
Ungeduldig, Sklavin der lahmenden Zeit.
Die bittere Mischung aus Wehmut, Geilheit, Sehnsucht und Stolz, die dein Traum dir hinterlassen hat. Eben noch ein Kind, voller Hoffnung und Wissen. Ein Mädchen, verwundet vom Zweifel.
Jetzt hellwach. Auf der Hut. Buchhalterin all deiner Fehler und Sünden, Niederlagen und Rückzuge. Bändigerin deines Zorns. Was soll's?
Licht an. Die lächerliche Theatralik der Dunkelheit wird gebannt.
Musik an. Normierung der Gefühle.
Ein Glas Wasser. Der Bauch wird beruhigt.
Normalität. Nicht-Unterscheidbarkeit. Aufgehoben im Bequemen des Angepaßten.
Fetzen dummer Weisheit: einzeln nur in der Besonderung eines Allgemeinen.
Allein lachen eckt an. Allein weinen tut weh.
Viel zu heiß zum Denken. Kurzschlüsse im Hirn.
Tief in der Nacht, du bist wach, du bist alles, du bist nichts.
Cedric Deberché schrieb am 22.7. 2006 um 12:58:13 Uhr zu
Bewertung: 9 Punkt(e)
Susanne, meine Multiquelle, mein Tutti-Frutti für die Sinne.
Du hast so viel für mich getan, dass ich ein neues
Buch darüber schreiben könnte.
Ohne dein beharrliches Dringen auf Massagen von dir, wären meine Schultern Stein und meine Mausklickhand erstarrt.
Vielen Dank, dass ich deinen Drucker überstrapazieren durfte und du dich so lieb um mich gekümmert hast.
Danke für den Unterschlupf in Hamburg und fürs Trösten. Ohne dich hätte ich nur halb so viel gelacht.
Liebe Mitbewohner, nun wohne ich endlich wieder bei und mit euch, wasche auch mal wieder ab und tanze mit euch in der Küche.
Meine liebe Mami, danke fürs Zuhören, Aufbauen und Mama sein.
Und schließlich möchte ich allen Synästhetikern, besonders Karin, dafür danken, dass ich Euch mit all meinen Fragen nerven durfte und ihr Euch für mich so viel Mühe gemacht und Zeit genommen habt.
Susanne schrieb am 29.7. 2006 um 16:12:38 Uhr zu
Bewertung: 6 Punkt(e)
Pubertät. Ich stehe vor Papas Schreibtisch, er schaut endlich hoch, die Musik (Umma Gumma, Be careful with that axe, Eugene) ist viel zu laut.
Kannst du die Musik nicht leiser stellen? - Nein.
Warum denn nicht? - Sie macht erträglich, was du mir sagen wirst.
Aber ich kann es nicht schreien! - Eben.
Was bist du nur für ein Arsch. - Das kannst du nicht beurteilen.
Kann ich wohl. - Das ist kein Argument.
Ich will auch nicht argumentieren. - Würde dir aber gut anstehen.
Du würdest mich gar nicht hören. - Ich höre alles.
Ich werde verrückt. - Das kann dir allerdings passieren.
Bedeute ich dir so wenig? - Ich liebe dich mehr als mein Leben.
Komisch, hier kommt's aber ganz anders an. - Darum ist die Musik auch so laut.
Du Arschloch. - Du tust mir weh.
Du Riesen-Mega-Giga-Arschloch. - Ich glaube, Arschloch ist nicht steigerungsfähig.
Du spielst bloß mit mir. - Dann wehr dich doch.
Ich kann nicht. - Bettelst du um Ohrfeigen?
Ja. Prima. Schlag mich doch! - Habe ich dich je geschlagen?
Wenn du's doch einmal getan hättest. - Sieh nur, du kannst dich doch sehr gut wehren.
Eines Tages bring ich dich um. - Du mußt nur warten, ich sterbe ganz von selbst.
Hast du denn gar keine Gefühle? - Du verwechselst Gefühle mit Gefühlsdusseligkeit.
Ich werde hier noch zum Gefühlsdussel! - Dann würde ich die Hunde auf dich hetzen.
Du bist ein Arschloch. - Du wiederholst dich.
Dann sage ich es dir jetzt so. - Ich bitte darum, ich habe noch zu tun.
Mama läßt ausrichten, daß sie heute Abend nicht zum Essen da ist. - Sag ihr, sie soll ihn von mir grüßen.
Er arbeitet weiter, ich gehe hinaus, warte vor der Tür, bis mein Gesicht sich wieder normal fühlt, und gehe zurück in den Garten, wo Mama ihre Rosen ohne Betäubung genußvoll beschneidet.
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