Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Blasterklapse«
FM Kaiser schrieb am 12.2. 2003 um 19:01:59 Uhr zu
Bewertung: 30 Punkt(e)
»...also zuerst bestand das BKO, das Blasterklapsenorchester ja nur aus zwei Leuten, Alvar und Dragan, da war das noch gar nicht angedacht in dieser heutigen Besetzung. Die waren zuerst mehr so Funpunk - Stücke im Stil von 'Der Plan', so kauzige Quickies, «Ich bin der Wurzelgnom" hieß ihre erste Single. Als sie Liamara als Sängerin dazugeholt haben, ging die Sache los. Die hatte zwar nicht die fette Bluesröhre, aber konnte zu jedem Akkord einen Ton setzen, hatte auch Charisma, ruckzuck war ein Fanclub da, die sind echt nur wegen ihr gekommen. Dann haben sie Heynz H. dazugeholt, der war mehr so ein Technikfrickler, konnte aber unheimlich nett das Publikum angrinsen. Gronkor war schon eine Spur heftiger, der kam ja mehr aus der Oipunk-Szene, hat rumgemacht wie Damo Suzuki von Can, da sind manche Zuschauer echt abgehauen, aber der hatte echt Energie. Liamara ist dann ja irgendwann nach und nach von Dortessa abgelöst worden, obwohl die auch manchmal beide auf der Bühne standen. Dortessa hatte mehr sowas Kindfraumäßiges, dabei war sie backstage sogar ne ganze Ecke abgefahrener. Die im Duett mit Gronkor, da hatte der Tontechniker oft schwer was zu basteln. Antarys und Rüdiger, die dann dazukamen hatten mehr so ein Vollenweider - Flair: wenn die auf die Bühne gingen, saßen immer so ein paar Hippies vorne an der Bühne und haben Pfeifchen kreisen lassen, und hinten pogte die Hamburgcrew, echt ein Wunder, das es nie Tote gegeben hat. Gabi, die nachher ans Glockenspiel kam, war ne komische Type, irgendwie Nonnenkonvikt mit grüngefärbten Haaren, hat aber nie so einen Hype veranstaltet. Achja, Der Greif, wie er sich nannte, cooler Typ. Spielte zig Instrumente, hatte auch als fast einziger ne Profiausbildung, der hat denen ne Menge Nummern geschrieben, die fast ne Spur zu schwierig waren. Die Bergelchvariationen zum Beispielhat er meist solo performt. GPhilipp und Rufus, die dann dazukamen, waren totale Gitarrenfreaks, fast ein bißchen 70smäßig, Heilsägen und Hannes Wader - Gitarre im Doppelpack. Da konntest du plötzlich auch deine Eltern mit zu den Konzerten nehmen, hat echt neue Dimensionen erschlossen, du. Hga, das war mehr so ein Chanter, wenn der an seiner Orgel losgelegt hat, kaum hatte er einen Lauf zu Ende wrroomm!! haut Gronkor ne Screamperformance hinterher, wurde langsam echt bunt. LKADüsseldorf war so ein Drogenfreak, Mischung aus Kriminalitätsförderungsclub und Amon Düül, hat den Hit 'Straßenigel' komponiert. Wenn den nur seine Straßenkunden gekauft haben, hätte es schon für die Charts gereicht, hähä. Nils, klar, der ist auch schon ewig dabei. Der hat den Epillator als eigenständiges Instrument etabliert, machte auch optisch einiges her, aare bis zum Arsch, so ne Art Blixa Bargeld ohne Klebstoffschnüffeln. Mit PIA kam das erste Mal ne ganze Gruppe geschlossen ins Orchester, die haben so einen abgefahrenen Esosound gemacht, waren aber ziemlich exklusiv aufeinander eingespielt, das ging dann live mehr so ab Nunzilla Negro und Family gegen den Rest der Welt, waren oft schlecht abgemischt, eigentlich schade drum. O gott ja, Mcnep... Eigentlich die geborene Rampensau, der kam völlig high auf die Bühne mit nix als nem Präser an, hat sich onstage Klamotten in den Arsch geschoben, keine Vorkenntnis, aber gleich der Hype. Später ist er dann aber auf so eine 70s - Schiene gekommen, Mischung aus Yes und DAF, endlos Nummern, völlig überinstrumentiert, die ganze Musikgeschichte abgegrast, wurde irgendwie öde. Der ist dann auch irgendwann ausgestiegen und hat einen Organhandel aufgemacht, wollte er ja schon immer.
KIA war klasse, hat aber eigentlich immer seinen eigenen Film gefahren, soll jetzt im Kloster sein, hat zum Glück seine Tempelgongs dagelassen, da spielen die anderen immer noch gerne drauf. Sumpi, Biggi und Voyager, das war so eine Hardcoregirlgroups, da konntest du Mania D. gegen vergessen. Biggi immer mit dieser horrormäßigen Flöte, Voyager an den Kongas, und Sumpi hat dann die blöden Freaks im Publikum, die dumm glotzten mit Frabe angeschmiert, hähä. Wauz hat immer so Lebensmittelperformances gemacht, hat Blumenkohl ins Publikum geschmissen und so, war den meisten ziemlich egal, aber ein paar Gourmets und Hungerleider waren immer im Publikum, die liebten das. Toschibar hat dann so einen Hausbesetzersound reingebracht, tonsteinescherbenmäßig, überholt, aber cool, die Mädels liebten das. Mod war mehr der Düsterpunktyp, hat ins Publikum gepisst und so, meistens sein eigenes Ding gefahren. Aber seine vier Akkorde hatte er immer im Griff. Als dann Gaddhafi und Duckman dazukamen, wurde es langsam strange. Die waren totale Minimalisten, der Duckman hatte früher in so einem Schalmeienorchester gespielt, immer mit blauem Halstuch auf die Bühne und dann 'Wumm!'mindestens zwei Töne daneben immer rein ins Publikum, während der Gaddhafi, das war mehr der Morrisseytyp, aber immer die Leninkappe auf, waren im Grunde immer ihre eigene Band. Mäggi hat Ethnoelemente reingebracht, da war alles drin, vom Prenzelberg bis bis BossaNova, echter Farbklecks. Tja, langsam wurde es echt voll auf der Bühne. Ugullugu, ja der war hochmusikalisch, wie die verkackten Kritiker so sagen, hat aber trotzdem gegroovet. Voice-recorders Eintritt war dann echt ne Krise für das Orchester, auch so ein Acidfreak, der aus den 70ern übrig geblieben war, im Grunde wollte den keiner im Saal hören mit seinen verkopften Moog - Collagen, aber der hat einfach weitergespielt, im Grunde konnten die anderen nur warten, bis er irgendwann auf der Bühne zusammenbrach, passierte zum Glück recht oft. Und Stormvogel, naja. So eine männliche Joan Baez, der hat dauernd seine Gitarre ausgepackt und Ostermarschlieder geschrappt, konnte alle mitsingen, hat nur keiner getan, hat er sich eben mit nem Koppler selbst begleitet. Ist zum Schluß alles etwas Kacke geworden mit dem Blasterorchester, aber nach dem Krieg wollen sie ja ne Refusion machen. Bin gespannt, ob das alles nur Remixes werden, oder ob da wirklich noch der Event des 21ten Jahrhunderts draus wird, jünger werden die ja alle nicht..."
Zitiert nach: Jochen Deibel, Verwende deinen Schwurbel - Blasterrockgeschichte 1999 - 2003, ca. 360.000 Seiten.
Irrenoffensive schrieb am 10.1. 2004 um 23:45:17 Uhr zu
Bewertung: 10 Punkt(e)
Folge 1883: Ich bin du
Die oftmals als Hafen der Friedfertigkeit im wilden Meer der Netzpsychiatrie verklärte Blasterklapse wird zur Zeit von Stürmen und Mikrokrisen durchweht: Obwohl die Rückkehr der Anstaltstheologin S.Tanna von ihrer mehrjährigen Missionsreise zu den Lüneburger Heiden Sammlung und Gefaßtheit für alle Katatoniker versprach, häufen sich in letzter Zeit unerklärliche Vorfälle. Vor allem der sympathische Dr. Toschibar, der sich nach seinem Schlüsselanhängerzusammenbruch bemerkenswert schnell erholt hat, sieht sich plötzlich im Mittelpunkt einer bizarren Intrige. Es häufen sich Memos, die zwar mit seinem Namen gekennzeichnet sind, an die er sich jedoch beim besten Willen nicht erinnern kann: »Frollein Voyager, kommen sie bitte heute Nacht um 4 in das Labor! Und bringen sie genügend Pißröhrchen mit!« »Die Person, die meinen RektalwulstmitKäse beschmiert hat, wird zu einer dreiwöchigen Zwangsfixierung mit Prinzenbeschallung verurteilt!« Wer schreibt so etwas? Oberarzt Wenkmann weiß von nichts. Er begehrt seit Tagen die partikelverletzte Radon, die seinen Begehrlichkeiten scheinbar nur ein schwarzes Löcheln entgegenzusetzen hat. Aber bei der Ergotherapie hantiert sie mit sonderbaren blauen Minirhomben, die ihr strahlendes Geheimnis zu einem unerwarteten Moment freisetzen werden. GrafZahl, der kauzige Dauerpatient, ist nach seiner Wollmantelkrise fast schon wieder der alte. Da sein neu angenommener Name die gleiche Quersumme bildet wie die Zusatzstoffe in seiner Lieblingstütensuppe, merkt er nicht, daß er inzwischen der einzige unkastrierte Single im Trakt ist. Aber was macht Schwester Biggi mit dem Skalpell? Ach so, es ist nur eine Antenne... Wer's glaubt...
Irrenoffensive schrieb am 25.2. 2003 um 13:13:50 Uhr zu
Bewertung: 12 Punkt(e)
Folge 895: Man spinnt nur zweimal
Gedrückte Stimmung in der Blasterklapse: Seit der transsexuelle Bolschewist Des-Esseintes, der Kunstledermann Mcnep und der von Liebes– und anderen Händeln geplagte Scherzartikelverkäufer DasGift auf eigenen Wunsch entlassen wurden, und sich zu allem Überfluß der Zwangsneurotiker Dog bei einer fehlgeschlagenen kabbalistischen Beschwörung selbst wegsubtrahiert hat, ist es merklich stiller in der beliebtesten Anstalt des Internets geworden.
Nur das nächtliche Geflüster der Dosophone, mit denen Dr. Mod Mabuse die fixierten Insassinnen betört, und das Rascheln von Kassibern der liebeskranken Küchenhilfe Bing beleben die eintönige Stille, die ansonsten nur vom Knistern eines alten und säurezerfressenen Stimmrekorders durchbrochen wird. Der seit Jahrzehnten in der Kinderpsychiatrie vergessene Gothmuckl Nils nutzt die neue Bewegungsfreiheit, um den ehrwürdigen Mauern einen neuen Anstrich mit schwarzer Farbe zu verpassen, während der halitose Theolaliker Hermann vergebens versucht, die zurückgelassenen Zimmerpflanzen zu Jesus zu bekehren. Anstaltsdragonerin Dortessa terrorisiert die zurückgeblienen Bewohnern mit wöchentlichen Inventuren, nur bringt dasNix. Fast sieht es aus, als wäre die Blasterklapse in Abwicklung begriffen, da klopft an einem sonnigen Vorfrühlingstag eine erbarmungswürdig dissoziierte Gestalt an der Pforte, wo Wachmann Toschibar gelangweilt an seinem Untenrumlappen nestelt, und bittet um Wiedereinweisung...
Irrenoffensive schrieb am 2.12. 2003 um 12:33:14 Uhr zu
Bewertung: 9 Punkt(e)
Folge 1577: Die traurigen Geranien
Seitdem die arrivierte Blasterklapse ihren Kassenstatus verloren hat, geht es fast beschaulich hinter den alten Mauern zu: Gerade eine Handvoll dauerhospitalisierter Selbstzahler nervt den gestutzten Personalstamm.
Der seit drei Folgen Lysander geheißene Kauz, den inzwischen alle der Einfachheit halber 'Graf Zahl' nennen, beharrt auf strikter Absinth-Diät und vermag über die ausgezählten Broteinheiten mit den Dämonen Umgang zu pflegen. Auch elfboi hat dank Voyagers Nibelungenkur schon einige Heptagramm zugelegt und muß an zugigen Herbstabenden nicht mehr fixiert werden.
Schwester biggi hat sich mit dem Schlüssel zum Medikamentenschrank im Schlaflabor verbarrikadiert - angeblich kann sie nur damit störungsfrei Radio Fritz hören. Einige Forensiker werden schon unruhig, und aus dem Hasenstall schallt es wie das Röhren ungemolkener Kühe. Allgemeine Sorgen bereitet das gemeinsame Verschwinden Dr. Wenkmanns und der schönen Irren aus der Alster: Zwar betritt 'Wenki', wie ihn seine Kritiker nennen, noch gelegentlich das Behandlungszimmer, meistens jedoch dreht er geistesabwesend eine Fliesenscherbe in der Hand, wozu er barocke Lieder auf Missingsch summt. Ein trauriger Anblick, und gerade jetzt muß der Schrank mit dem Serotonin unter Verschluß sein. MTA radon und Schnupperpfleger adsurb versuchen, den schwerstdepressiven Doktor mit einem Couplet über Protonenwürste aufzuheitern, ziehen sich jedoch den Zorn der alterstreng gewordenen Äbtissin Dortessa zu.
toschibar schrieb am 14.1. 2005 um 00:04:02 Uhr zu
Bewertung: 9 Punkt(e)
Folge 2769: LampenSchirmeDekorieren
Neu-Insasse ACID hat zu Sylvester die Aufgabe bekommen, die Klinik zu schmücken. Die von Oberschwester voyager ausgehändigten Luftschlangen raucht er leider komplett auf und dekoriert die Klinik mit Glückskeksen aus der Ergotherapie, die nach langem Mutterschaftsurlaub wieder Frau Sumpi leitet. Die Glückskekssprüche sind leider komplett unverständlich, bieten jedoch für Doktor toschibar und seinen Assistenzarzt Doktor Wenkmann reichlich Aufschluss über die Verfassung und vor allem die nachhaltige Psychiatrieerfahrung des Patienten, der sofort auf die Geschlossene verlegt wird, denn dort bekommt so wie so niemand etwas von seinen wahnwitzigen Psychogrammen mit, welch ein Glück.
Die Patienten der Station »LederhosenSpankingKochlöffelFraktion« hatten ein paar Tage Gruppenausgang auf dem Hof, fanden jeodch keine Gesprächspartner und haben sich wieder auf ihrer Station verbarrikadiert.Es war darob nicht nur keiner böse, es hat nicht einmal jemand gemerkt. Nur ACID, der hier ein gefundenes Fressen witterte, lauerte auf ein Gespräch oder zwei, um sein in zahlreichen Therapie-Gesprächen angeeignetes Wissen anzubringen.
Dauerpatientin biggi ist weiterhin im Dauerkoma, doch ihre Bezugsbetreuerin Oberschwester voyager kümmert sich rührend um sie, so das sich der geneigte Leser keine Sorgen machen muss.
Die Arbeitsgruppe »AG battle and diss« - ins Leben gerufen vom Quadrophenie-Patienten mcnep, dessen »neue Persönlichkeit« glaubt, wieder fünfzehn zu sein - wird leider nur mäßig besucht. Zivi Höflich macht zwar hin und wieder sogar Besuche innerhalb seines Jahresurlaubs, um mcnep nicht zu demotivieren und auch ihm endlich ein Erfolgserlebnis zu gönnen, die Patienten sind aber vor allem durch unkontrollierte Gabe von Tranquilizern nicht motiviert genug, mcneps intellektuellen Hasstiraden zu folgen.
Die Entscheidung, diso aus dem künstlichen Koma aufzuwecken, hat sich als falsch herausgestellt, so dass Doktor toschibar nach kurzem Intermezzo wieder den Injektions-Salat auspackt, um den Patienten in die temporären Jagdgründe zu schicken.
Pförtnerin Liamara schafft es nicht, die Video-Cassette abzugeben, sondern schaut sie sich zu Hause mit ihrem Mann, dem bundesweit bekannten subversiven Schriftgelehrten A.F. an. Sie kündigt hernach den Arbeitsvertrag und rechtliche Schritte an... was also hat sie gesehen?
Irrenoffensive schrieb am 17.9. 2003 um 01:01:17 Uhr zu
Bewertung: 13 Punkt(e)
Folge 1128
Willkommen und Abschied
Amüsiertes Getuschel bei den Heliumarmen im Trakt D: NikeNemohatsichinWenkmannverliebt! Und der souverän zwischen Anzug und Kittel changierende Stationsarzt im zweiten Blastinationsjahr scheint den Lockreizen jener geheimnisvoll aufgetauchten Diva, einer faszinierenden Mischung aus später Lara Croft und früher Flickenschildt, zu erliegen. Leider fordert eine Notaufnahme Dr W.s volle Aufmerksamkeit. Dr. Tosch, der gerade mal wieder nicht operieren darf, da er seinen Ernst-Huberty-Schlüsselanhänger aus Folge 1125 in der Schädelpatientin aus Folge 1126 vergessen hat, erklärt mürrisch die nackten Fakten: Eine Profilneurose mit fortgeschrittener Autopoiesis droht, am eigenen Pneuma zu ersticken. Ein beherzter Einlauf des Aushilfspflegers Pascal, ein aufbauender Thee von Frollein Voyager, und die Sache sieht schon ganz anders aus. Zumindest bis zur nächsten Folge, wie Pfleger Pascal uns im Cliffhanger grinsend versichert.
Doch zuvor geht das eingeschweißte Team aus Block A an die Inventur der Dauerpatienten: Unter der strengen Aufsicht der Blasterrevisorin Dortessa zählt die partikel–verletzte Radon zum wiederholten Mal die Reihen: Heynz Hyrnrysz fehlt! Eine Anfrage im Besetzungsbüro der Lindenstraße führt zu keinem Ergebnis, zumal dort auch gerade die Bleistifte glühen. In einer schönen Geste entscheidet sich das Team der Klapse, die Rolle des Heynz Hyrnrysz bis auf weiteres unbesetzt zu lassen und abzuwarten, wie sich der Geisteszustand von Oskar Lafontaine entwickelt.
Irrenoffensive schrieb am 10.2. 2003 um 22:50:51 Uhr zu
Bewertung: 15 Punkt(e)
Folge 862: Wir wollen wie das Wasser sein
Große Ereignisse werfen ihren Schatten voraus: Auch in der Blasterklapse ist man mit den Vorbereitungen für den Irak-Krieg beschäftigt. Patient Stormvogel droht unter einem Haufen selbstgebastelter Origami-Kraniche zu ersticken, und kann nur durch einen beherzten Kehraus der resoluten Mitinsassin Voyager vor dem Ersticken bewahrt werden. Schon wieder ein neuer Schub bei Dauerpatient Mcnep, der im Verlauf weniger Tage seine Zelle nacheinander mit Arno Schmidt -, DonaldRumsfeld - , und Milosevicpostern tapeziert hat: alles fliegt raus und macht einer Bob Hoskins-Devotionaliensammlung Platz. Zeit, den Medikamentencocktail umzustellen, Tavor mit Gin ist angesagt...
In der Anstaltstöpferei arbeiten die Sonderschichten auf Hochtouren: endlich befreit von der strengen Aufsicht ihrer Kunsttherapeutin Sumpi, macht sich KatharinadieWunderbare daran, ein Deutschlandrelief im Maßstab 1:1 anzufertigen und Nitschmanier farbig zu gestalten. Hat sie sich überschätzt, oder entsteht hier die Apotheose der Art Brut?
Allgemeine Bestürzung bricht aus, als Anstaltssekretär Höflichkeitsliga androht, sich in Zukunft verstärkt dem Trinken widmen zu wollen, und daher die Verlegung auf eine Halbtagsstelle beantragt. Doch die verschlagene Personalchefin Dortessa hat eine gute Idee und führt ein langes Gespräch mit Rüdiger...
Maulwurf schrieb am 4.11. 2003 um 09:43:25 Uhr zu
Bewertung: 10 Punkt(e)
*ring bing*
Direktion Vorzimmer, guten Tag ...
Du sollst mich doch nicht auf der Arbeit anrufen!
Nein, gerade ist sturmfrei aber ...
Was?! Ich glaub es hackt, bist du nicht in der Lage ohne mich ...
Ach so.
Ja.
Nein.
Nein.
Auf keinen Fall! Viel zu gefährlich, wenn das rauskommt ...
Ja, ich habe den Schlüssel aber ...
... ich muss auflegen.
Chef? Ich hab Kakao gemacht, möchten Sie auch einen?
Sehr freundlich Bing, danke.
Hier Chef, vorsicht heiss. Sie sehen aus, als könnten Sie etwas
Nervennahrung gut brauchen. Wie war die Konferenz?
Grauenhaft ... können Sie sich vorstellen zwei Stunden über die Anschaffung eines Webstuhls zu diskutieren? Dieser Angerona hat sich nun auf die Idee verstiegen, seine Zimmerflucht in rote Wolle zu tapezieren. Und nicht irgendeine Wolle, sondern ... moment, im Antrag schreibt er „Alpaka vom reinrassigen Guanako, maximaler Durchmesser der einzelnen Haare 25 m m und eine Schafwollbeimischung von nicht mehr als 30%.“ Dann will er dieses Huacaya oder Suri auch noch selbst finden, jagen und erlegen – die Viecher leben übrigens in Südamerika und jetzt raten Sie mal, wer diesen Antrag unterstützt?! Das wäre ja alles kein Problem. Aber machen Sie mal diesen Irren begreiflich, daß es keine naturroten Alpakas gibt und sie auch keine unterdückte Minderheit sind, auf deren Schicksal mit Flugblättern und Demonstrationen hingewiesen werden muss.
Wissen Sie was? Ich nehme mir jetzt einen Aussentermin, halten Sie die Stellung.
Okay Chef, bis Morgen.
Calumnia cancer schrieb am 13.1. 2005 um 22:56:21 Uhr zu
Bewertung: 11 Punkt(e)
Folge 2642: Im Schrank da sitzt ein schwarzer Mann
Dramatische Umwälzungen haben sich im ehrwürdigen Institut ergeben. Während sich der gesamte liberal nekroökonome Flügel C einschließlich dem dasBing, namensind...etc., dem dasGift und selbst Tango aus ihrem Gruppenausflug auf Phuket nicht zurückmeldet, scheinen sich die Schübe bei einzelnen Insassen zu verschlimmern. So hält sich Hase derweil zurück, weil er gerade im Untergrund seines geistigen Chismas die Wallfahrt PolPots nach Angkor nachvollzieht, während er hierbei den im Rollstuhl fixierten Herrn Einbeck regelmäßig in seiner Fahrt durch die gekachelten Gänge unterbricht. Dieser hat es übrigens vorgezogen, die vorfindlichen Gegebenheiten in eigene Begriffe zu übersetzen, weswegen er von dem dienstleistenden Zivi Höflich regelmäßig dessen mp3-Player aufgesetzt bekommt, der seltsamerweise eine Rückkopplung zu verursachen scheint, deren zufolge Höflich ein permanentes Piepen im Ohr wahrnimmt, dass den Frühwerken der ChemicalBrothers nachempfunden scheint. Derweil zieht es der Neuzugang ArleneMachiavelli vor, sich die Shorts beim Blasterbattle in die sprichwörtliche Kimme zu ziehen, wobei er in manchem dauerhospitalisierten Patienten rege Erinnerungen an eine Alptraumwelt zwischen Neubaublocks inspiriert. So auch mcnep, der, zurückgekehrt von einer Besichtigung lateinamerikanischer Bordelle, nunmehr das Basecap schief aufsetzt und jedem im Fernsehraum erzählt, er gehöre jetzt den Longbeach Crips 64th street aus Golzheim an und er hätte noch etwas mit KIA auszumachen, der wohl ein Crenshaw Blood sein soll. Hingegen häufen sich die Spekulationen seitens der Schwesternschaft über eine missglückte Lobektomie, die im Maßregelvollzug vonstatten gegangen sein soll: Oberschwester Voyager soll zusammen mit Schwester Sumpi gesehen worden sein, wie sie einem gewissen vielzitierten K*, der gerüchtehalber im Metzgersgewerbe tätig sein soll, am Hauptausgang eine Nierenschale voll Bregen verkauft hat. Seither schläft der besagte Patient acid die meiste Zeit des Tages und schreit bis in die frühen Morgenstunden wirres Zeug über den Hof. Aber Oberschwester Voyager freut sich über einen neuen Laptop. Während Toschibar an der angrenzenden Tankstelle bei einem Heringsbrötchen mit Zwiebeln die Verkäuferin in Grund und Boden flirtet, entdeckt Chefarztgattin Liamara in dessen Pförtnerhäuschen einen seltsamen Umschlag. Er ist an Dr. Wenkmann adressiert und sie kann in seinem inneren deutlich eine Videokassette ertasten. Sollte er etwa ...?
Nein!
Sie musste handeln.
Jetzt!
Calumnia Cancer Machiavelli Kiddo Toxic²³ schrieb am 14.6. 2005 um 15:12:33 Uhr zu
Bewertung: 6 Punkt(e)
Folge 2723: Lasst uns alle Schwestern sein
Nachdem Dauerhospitant mcnep seit seiner Rückkehr aus dem gelobten Land einen Kopfverband tragen muss, ist nichts mehr so wie früher. Hätte er doch nur beim Besuch der 1492;כותל 1492;מערבי (Klagemauer) den ihm vom pogoerfahrenen Toschibar überlassenen Boxerkopfschutz beim Nicken anbehalten. Seither sieht man ihn des öfteren im Waschsaal mit einem Lockenstab an seinem Schlefenhaar hantierend kabbalistischeBeschwörungen raunen, was den melancholischen Sanguiniker Felix zur Feilbietung seines Rachenraums zu erotischen Zwecken veranlasst. Da die Prostitution jedoch nur nach vorhergegangenem Gesundheitscheck bei der Naturheil - und Radiokundlerin biggi gestattet werden kann, wurde ihm seitens der Anstaltsleitung zunächst ein Eishockeyhelm mit Mundgitter verordnet. Währenddessen scheint sich die Schizophrenie acids, der im Maßregelvollzug seine einjährige Unterbringung wegen Gehirnbrandstiftung absitzt, zu t-rexpotentialisieren. Da er jedoch seit kurzem einen seltenen Modjadji-Dialekt spricht, wird er von den meisten Insassen ignoriert. So auch von Gaddhafi, der unter dem Pseudonym Justerini den Nachbau des Kremls auf dem Sportplatz der Anstalt originalgetreu aus roten Legosteinen plant. Oberschwester Voyager hingegen ist das alles wurscht, denn sie ist in ihren Laptop verliebt. Zudem lässt sie regelmäßig die gesamte Belegschaft antreten, um unter ihrem pfeifenden Kommando auf Laufbändern den Tag zu verbringen als Strafe dafür, dass die Insassen ihre Blasterfrisur mit Spott belegt haben und zudem Neuzugang Hannes ihr ganzes Haarspray inhaliert hat. Während die diploiden Cousinen Arlene und Beatrix im Untersuchungsraum der Anstalt den gynäkologischen Stuhl und den an die Steckdose angeschlossenen Spreizer austesten, schlendert der zum Schieber aufgestiegene Ex-Zivi Höflich an der östlichen Mauer entlang, als ihn ein etwa 100 Gramm schweres Päckchen, das offenbar über die Mauer geworfen worden ist, am Kopf trifft. Sofort schreit er: »Aaaaaaaaaargh!« und »Uuuuuuuuuh« und »Sapperlot« und »Käääänsäääääs y'know'ow I meaaaaan, bietsch, I bite'chouuuu in ya fuckin' face, maaaa'!!!« und gönnt sich vor Schreck im Heizkeller einen großen Schluck vom guten Klaren und ein paar Biere. Erst jetzt kann er realisieren, dass auf dem Päckchen als Absender »DasGift« zu lesen ist. In einen rosa Thong eingewickelt entdeckt er unglaubliches im Wurfgut. Soll er die Anstaltsleitung informieren? Und was wird Dr. Wenkmann sagen, der als Adressat angegeben ist? Werden die Flirtversuche acids an biggi in Erfolg münden? Und wird der Stifter der Heilanstalt, Prof. Dr. Alvar wegen unzulässiger Verlinkung zu 10 Jahren Lagerhaft verurteilt werden? Verpassen Sie nicht die nächste Folge, wenn der paranoide Ex-»Weißer-Ring«-Mitarbeiter Hans*im*Glück den Wischmop beim Eintauchen in den Eimer des Analverkehrs mit Schutzbefohlenen zeiht ...
Anstaltsleitung schrieb am 2.11. 2003 um 11:51:02 Uhr zu
Bewertung: 8 Punkt(e)
Directors Cut: Quo Vadis Blaster?
*knick knack*
Bing? Zum Diktat.
*knäcke*
Was hat das denn so lange gedauert? Schreiben Sie ... Moment, zuvor möchte ich Sie noch einmal eindringlich auf Ihre Geheimhaltungspflicht hinweisen. Können Sie auch ohne Hilfsmittel den Mund halten? Gut, also weiter im Text ... an die Oberste Projektleitung (OP), Anschrift, Datum, Anrede, Sie wissen schon ... Sonderbericht zur aktuellen Lage, Stand November 2003
Nachdem die Oberste Projektleitung, trotz massiver Forderungen der Insassen in den letzten Jahren, den Stabilitätspakt nicht erfüllen konnte oder wollte, macht sich so manch schleichender Rückzug einiger Blasterstars der zweiten Generation nun in dem offiziellen Kündigungsschreiben von Mcnep sichtbar. Wir können uns unsere Patienten natürlich nicht aussuchen, wollen wir auch garnicht. Aber nach den letzten Heilungserfolgen bei Sumpi, KIA, Heynz, mod, biggi, Voyager und nun auch Mcnep stellt sich die Frage, wer die Nachfolge im Patientengefüge antreten soll. Die Anstaltsleitung bittet diesbezüglich auch um Auskunft, inwieweit sich die OP noch zur Trägerschaft der Blasterklapse bereit findet. Wir haben bereits einen Evakuierungsberater für den Fall der politischen oder Selbstauflösung des Projektes beauftragt, der sich auch um die Organisation einer SelbsthilfegruppeNachDemEndeDesBlasters kümmern wird. Die damit verbundenen Personalkosten amortisieren sich mit dem geringeren Aufkommen an Traffic, so dass der Rahmen des jährlichen Budget nicht überschritten wird.
gez.
Haben Sie das? Schön ...
Übrigens, gute Arbeit Bing!
Na na, nun fallen Sie doch nicht gleich halb in Ohnmacht, nur weil ich ... Bing!
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