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Der erste Text am 14.8. 2002 um 22:19:44 Uhr schrieb
Irrenoffensive über Blasterklapse
Der neuste Text am 7.9. 2022 um 22:57:15 Uhr schrieb
Christine, die Papugei über Blasterklapse
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am 19.9. 2015 um 01:50:17 Uhr schrieb
Biggi reloaded über Blasterklapse

am 31.3. 2010 um 00:49:18 Uhr schrieb
PunkteVerteiler über Blasterklapse

am 18.7. 2009 um 16:06:25 Uhr schrieb
Schatten von Batman über Blasterklapse

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Blasterklapse«

toschibar schrieb am 17.5. 2003 um 22:37:42 Uhr zu

Blasterklapse

Bewertung: 15 Punkt(e)

Folge 987: Bella Italia
Katharina hat sich, um nicht zu Tisch- und Spüldienst eingeteilt zu werden, beide Arme abgeschnitten, doch Oberschwester voyager wäre nicht Oberschwester voyager, wenn Sie nicht auch in dieser Situation eine Lösung parat gehabt hätte. Sie bindet Katharina ein paar feuchte Untenrumlappen aus dem forensischen Archiv (aus den Regalen »BlasterRevolte 2002) um die Füße, erklärt ihr, das seien die neuesten Inliner-Modelle und erlaubt der Patientin durch die gesamte Klinik zu rutschen. Große Aufregung hingegen bei den Mitarbeitern im Frühdienst: In der BlasterZeitung steht zu lesen, die Krankenkassenbeiträge stiegen um gute 15% auf mehr als das doppelte, weil die kalkulierten Jahreseinnahmen der AOK (2003) bereits im Mai komplett ausgegeben sind. Grund: Die Trizophenie-Patienten mcnep (alias StaticIP alias mwele) und KIA (alias Schnee alias MAX) haben für gute 14 Milliarden Euro Bücher für die Anstalt bestellt. Die Dauerpatienten Gaddhafi und Duckman sind verlegt worden und haben in einer allen Patienten unbekannten Klinik ein gemeinsames Zimmer bezogen, um dort eine kommunistische Republik zu gründen und zu leben. Erste Gesetze, die in Zimmer 34 erlassen wurden, regeln vor allem Kleiderordnung und Musikgeschmack. Eine aufgeregte Japanerin stürmt den Flur der Intensiv-Abteilung, weil Sie Ihren Mann sucht, der Zivi Höflichkeitsliga teilt ihr mitOida, HerrYamasakiLiegtAufZimmer309!"
Ein Anruf schreckt Doktor toschibar des Nachts aus seinem Bett, er werde dringend wegen eines Notfalls gebraucht. Um in der gesamten Patientenschaft ein Synchronizitäts-Prinzip zu erreichen, hat biggi alle Insassen intubiert und an einen riesigen vermeintlichen Beatmungsschlauch angeschlossen - es handelte jedoch nur um die Klimaanlage.
Auflösung des Cliffhangers aus der letzten Folge: Weil alle Ärzte und Psychiater cloverleave eine Unheilbarkeit attestierten und somit eine Blastertherapie kontraindiziert ist, wird dieser in den Vatikan zu seinesgleichen verlegt und bekommt dort einen Posten als Glockenläuter.

FM Kaiser schrieb am 12.2. 2003 um 19:01:59 Uhr zu

Blasterklapse

Bewertung: 30 Punkt(e)

»...also zuerst bestand das BKO, das Blasterklapsenorchester ja nur aus zwei Leuten, Alvar und Dragan, da war das noch gar nicht angedacht in dieser heutigen Besetzung. Die waren zuerst mehr so Funpunk - Stücke im Stil von 'Der Plan', so kauzige Quickies, «Ich bin der Wurzelgnom" hieß ihre erste Single. Als sie Liamara als Sängerin dazugeholt haben, ging die Sache los. Die hatte zwar nicht die fette Bluesröhre, aber konnte zu jedem Akkord einen Ton setzen, hatte auch Charisma, ruckzuck war ein Fanclub da, die sind echt nur wegen ihr gekommen. Dann haben sie Heynz H. dazugeholt, der war mehr so ein Technikfrickler, konnte aber unheimlich nett das Publikum angrinsen. Gronkor war schon eine Spur heftiger, der kam ja mehr aus der Oipunk-Szene, hat rumgemacht wie Damo Suzuki von Can, da sind manche Zuschauer echt abgehauen, aber der hatte echt Energie. Liamara ist dann ja irgendwann nach und nach von Dortessa abgelöst worden, obwohl die auch manchmal beide auf der Bühne standen. Dortessa hatte mehr sowas Kindfraumäßiges, dabei war sie backstage sogar ne ganze Ecke abgefahrener. Die im Duett mit Gronkor, da hatte der Tontechniker oft schwer was zu basteln. Antarys und Rüdiger, die dann dazukamen hatten mehr so ein Vollenweider - Flair: wenn die auf die Bühne gingen, saßen immer so ein paar Hippies vorne an der Bühne und haben Pfeifchen kreisen lassen, und hinten pogte die Hamburgcrew, echt ein Wunder, das es nie Tote gegeben hat. Gabi, die nachher ans Glockenspiel kam, war ne komische Type, irgendwie Nonnenkonvikt mit grüngefärbten Haaren, hat aber nie so einen Hype veranstaltet. Achja, Der Greif, wie er sich nannte, cooler Typ. Spielte zig Instrumente, hatte auch als fast einziger ne Profiausbildung, der hat denen ne Menge Nummern geschrieben, die fast ne Spur zu schwierig waren. Die Bergelchvariationen zum Beispielhat er meist solo performt. GPhilipp und Rufus, die dann dazukamen, waren totale Gitarrenfreaks, fast ein bißchen 70smäßig, Heilsägen und Hannes Wader - Gitarre im Doppelpack. Da konntest du plötzlich auch deine Eltern mit zu den Konzerten nehmen, hat echt neue Dimensionen erschlossen, du. Hga, das war mehr so ein Chanter, wenn der an seiner Orgel losgelegt hat, kaum hatte er einen Lauf zu Ende wrroomm!! haut Gronkor ne Screamperformance hinterher, wurde langsam echt bunt. LKADüsseldorf war so ein Drogenfreak, Mischung aus Kriminalitätsförderungsclub und Amon Düül, hat den Hit 'Straßenigel' komponiert. Wenn den nur seine Straßenkunden gekauft haben, hätte es schon für die Charts gereicht, hähä. Nils, klar, der ist auch schon ewig dabei. Der hat den Epillator als eigenständiges Instrument etabliert, machte auch optisch einiges her, aare bis zum Arsch, so ne Art Blixa Bargeld ohne Klebstoffschnüffeln. Mit PIA kam das erste Mal ne ganze Gruppe geschlossen ins Orchester, die haben so einen abgefahrenen Esosound gemacht, waren aber ziemlich exklusiv aufeinander eingespielt, das ging dann live mehr so ab Nunzilla Negro und Family gegen den Rest der Welt, waren oft schlecht abgemischt, eigentlich schade drum. O gott ja, Mcnep... Eigentlich die geborene Rampensau, der kam völlig high auf die Bühne mit nix als nem Präser an, hat sich onstage Klamotten in den Arsch geschoben, keine Vorkenntnis, aber gleich der Hype. Später ist er dann aber auf so eine 70s - Schiene gekommen, Mischung aus Yes und DAF, endlos Nummern, völlig überinstrumentiert, die ganze Musikgeschichte abgegrast, wurde irgendwie öde. Der ist dann auch irgendwann ausgestiegen und hat einen Organhandel aufgemacht, wollte er ja schon immer.
KIA war klasse, hat aber eigentlich immer seinen eigenen Film gefahren, soll jetzt im Kloster sein, hat zum Glück seine Tempelgongs dagelassen, da spielen die anderen immer noch gerne drauf. Sumpi, Biggi und Voyager, das war so eine Hardcoregirlgroups, da konntest du Mania D. gegen vergessen. Biggi immer mit dieser horrormäßigen Flöte, Voyager an den Kongas, und Sumpi hat dann die blöden Freaks im Publikum, die dumm glotzten mit Frabe angeschmiert, hähä. Wauz hat immer so Lebensmittelperformances gemacht, hat Blumenkohl ins Publikum geschmissen und so, war den meisten ziemlich egal, aber ein paar Gourmets und Hungerleider waren immer im Publikum, die liebten das. Toschibar hat dann so einen Hausbesetzersound reingebracht, tonsteinescherbenmäßig, überholt, aber cool, die Mädels liebten das. Mod war mehr der Düsterpunktyp, hat ins Publikum gepisst und so, meistens sein eigenes Ding gefahren. Aber seine vier Akkorde hatte er immer im Griff. Als dann Gaddhafi und Duckman dazukamen, wurde es langsam strange. Die waren totale Minimalisten, der Duckman hatte früher in so einem Schalmeienorchester gespielt, immer mit blauem Halstuch auf die Bühne und dann 'Wumm!'mindestens zwei Töne daneben immer rein ins Publikum, während der Gaddhafi, das war mehr der Morrisseytyp, aber immer die Leninkappe auf, waren im Grunde immer ihre eigene Band. Mäggi hat Ethnoelemente reingebracht, da war alles drin, vom Prenzelberg bis bis BossaNova, echter Farbklecks. Tja, langsam wurde es echt voll auf der Bühne. Ugullugu, ja der war hochmusikalisch, wie die verkackten Kritiker so sagen, hat aber trotzdem gegroovet. Voice-recorders Eintritt war dann echt ne Krise für das Orchester, auch so ein Acidfreak, der aus den 70ern übrig geblieben war, im Grunde wollte den keiner im Saal hören mit seinen verkopften Moog - Collagen, aber der hat einfach weitergespielt, im Grunde konnten die anderen nur warten, bis er irgendwann auf der Bühne zusammenbrach, passierte zum Glück recht oft. Und Stormvogel, naja. So eine männliche Joan Baez, der hat dauernd seine Gitarre ausgepackt und Ostermarschlieder geschrappt, konnte alle mitsingen, hat nur keiner getan, hat er sich eben mit nem Koppler selbst begleitet. Ist zum Schluß alles etwas Kacke geworden mit dem Blasterorchester, aber nach dem Krieg wollen sie ja ne Refusion machen. Bin gespannt, ob das alles nur Remixes werden, oder ob da wirklich noch der Event des 21ten Jahrhunderts draus wird, jünger werden die ja alle nicht..."

Zitiert nach: Jochen Deibel, Verwende deinen Schwurbel - Blasterrockgeschichte 1999 - 2003, ca. 360.000 Seiten.

Irrenoffensive schrieb am 15.4. 2004 um 23:31:40 Uhr zu

Blasterklapse

Bewertung: 11 Punkt(e)

Folge 1975: Dein Kopf auf der Kellertreppe

Seitdem die Blasterklapse wieder kassenärztlichen Status genießt und großangelegte Renovierungsarbeiten durch die geheimnisumraunten Oberärzte Freude & Freude ermöglicht wurden, platzt die Anstalt aus allen Nähten. Viel Arbeit für die Küchenhilfe Bing!, zumal ihr angebeteter Dauerpatient zur Zeit an einer Orchitis leidet. Ausgerechnet zu Ostern die Eier nicht verstecken können... und wofür braucht er den Schaumlöffel? Tapfer hält sie die Probleme unter der Decke, zumal im Speiseraum der Teufel los ist: Immer noch sind Dr. Freudes zur Neueröffnung spendierten fünfzehn Zentner Camembert nicht aufgebraucht, die Sache läuft und läuft aus dem Ruder, da kann auch die resolute Lagerverwalterin Voyager mit ihrer Teeplantage in der Besenkammer nicht gegen anstinken. Der wiedereingewiesene Gaddhafi, der sich in seiner Transgender-Erprobungsphase befindet und Salammbô genannt werden will (was die Mehrzahl der bürgerlichen Schädelpatienten ablehnt und 'Flauberts Papagei' vorzieht) hat das Flanieren entdeckt, was ihm in seiner 5 qm–Zelle natürlich schwer fiele, wäre nicht Maltherapeutin Sumpi auf den Kniff verfallen, ihm eine trompe l'oeuil-Malerei vom märkischen Viertel an die Wand zu werfen, die er seither, vergessene Hits des osteuropäischen Glamrocks summend, unermüdlich auf einem Laufband abschreitet. Nach langer Suche nach einem Idol hat die partikelverletzte Radon Sammy Davis jr. für sich entdeckt und schaut nächtelang aus einer Papprolle in den Himmel, um endlich einen Stern nach ihm benennen zu können. Allgemeines Aufatmen bei der Geschäftsleitung: Dr Toschibar geht in den Ruhestand! Schon seit Monaten hatten die Rezeptblocks nicht mehr für seine ellenlangen Phantasiepräparate ausgereicht, jetzt plant er den vorläufigen Rückzug ins Private. Der Anstalt wird er vermutlich treu bleiben, er hat schon eine Ecke des Gartens für die Züchtung von Pilstulpen reserviert - und seine Exkollegen ein Einzelzimmer. Sorgen bereitet allen der Zustand des anstaltseigenen ITPsychologen Alex: nachdem er sich drei Wochen im Heizungsraum eingeschlossen hat, hat er nicht nur seinen Namen vergessen und zehn Kilo abgenommen, er behauptet auch, sein Ich verloren zu haben. Das wäre auch nichts besonderes in diesem Tollhaus, würde er bei der Suche danach nicht immer den Patienten in die Hosentaschen greifen. Adsurb, ein pfiffiger Praktikant, hat vom inzwischen dematerialisierten elfboi die zwölf Geheimnisse der Eris gestohlen, sie aber leider in seinem Chaos verlegt. Trost kommt von der zwischen Chefsessel und Ruheraum pendelnden biggi: DieMintgrüneKaffeetasse hat ihr ein Bild von Stefan Kloss gezeigt, der wird schon wissen, wo der Hase begraben liegt. Leider verwandeln sie sich im entscheidenden Moment in einen Fliegenpilz, oder sind das nur adsurbe Vorstellungen? Höflichkeitsliga droht zum wiederholten Male, seinen Jahresurlaub zu nehmen: »Oida, mit dem Dosenpfand komm ich bis Beverly Hills, oida!« »Ja, aber mit dem Gesicht nicht einmal am Pförtner vorbeiwitzelt der zurückgekehrte Dr. KIA und verschreibt ihm erst einmal einen Link. Pech nur, daß der nicht funktionierte und der fränkische Wahlberliner einen Neustart machen muß, der ihn direkt ins Hamburger Tropeninstitut führt.

»Eine manieristische Folge voll surrealer Traumsequenzen, die ihre Nähe zu Gene Roddenberry und Andrej Tarkowski nicht verleugnen kann, aber sollte« (Katholischer Filmdienst)

Irrenoffensive schrieb am 10.1. 2004 um 23:45:17 Uhr zu

Blasterklapse

Bewertung: 10 Punkt(e)

Folge 1883: Ich bin du

Die oftmals als Hafen der Friedfertigkeit im wilden Meer der Netzpsychiatrie verklärte Blasterklapse wird zur Zeit von Stürmen und Mikrokrisen durchweht: Obwohl die Rückkehr der Anstaltstheologin S.Tanna von ihrer mehrjährigen Missionsreise zu den Lüneburger Heiden Sammlung und Gefaßtheit für alle Katatoniker versprach, häufen sich in letzter Zeit unerklärliche Vorfälle. Vor allem der sympathische Dr. Toschibar, der sich nach seinem Schlüsselanhängerzusammenbruch bemerkenswert schnell erholt hat, sieht sich plötzlich im Mittelpunkt einer bizarren Intrige. Es häufen sich Memos, die zwar mit seinem Namen gekennzeichnet sind, an die er sich jedoch beim besten Willen nicht erinnern kann: »Frollein Voyager, kommen sie bitte heute Nacht um 4 in das Labor! Und bringen sie genügend Pißröhrchen mit!« »Die Person, die meinen RektalwulstmitKäse beschmiert hat, wird zu einer dreiwöchigen Zwangsfixierung mit Prinzenbeschallung verurteiltWer schreibt so etwas? Oberarzt Wenkmann weiß von nichts. Er begehrt seit Tagen die partikelverletzte Radon, die seinen Begehrlichkeiten scheinbar nur ein schwarzes Löcheln entgegenzusetzen hat. Aber bei der Ergotherapie hantiert sie mit sonderbaren blauen Minirhomben, die ihr strahlendes Geheimnis zu einem unerwarteten Moment freisetzen werden. GrafZahl, der kauzige Dauerpatient, ist nach seiner Wollmantelkrise fast schon wieder der alte. Da sein neu angenommener Name die gleiche Quersumme bildet wie die Zusatzstoffe in seiner Lieblingstütensuppe, merkt er nicht, daß er inzwischen der einzige unkastrierte Single im Trakt ist. Aber was macht Schwester Biggi mit dem Skalpell? Ach so, es ist nur eine Antenne... Wer's glaubt...

Irrenoffensive schrieb am 10.2. 2003 um 22:50:51 Uhr zu

Blasterklapse

Bewertung: 15 Punkt(e)

Folge 862: Wir wollen wie das Wasser sein

Große Ereignisse werfen ihren Schatten voraus: Auch in der Blasterklapse ist man mit den Vorbereitungen für den Irak-Krieg beschäftigt. Patient Stormvogel droht unter einem Haufen selbstgebastelter Origami-Kraniche zu ersticken, und kann nur durch einen beherzten Kehraus der resoluten Mitinsassin Voyager vor dem Ersticken bewahrt werden. Schon wieder ein neuer Schub bei Dauerpatient Mcnep, der im Verlauf weniger Tage seine Zelle nacheinander mit Arno Schmidt -, DonaldRumsfeld - , und Milosevicpostern tapeziert hat: alles fliegt raus und macht einer Bob Hoskins-Devotionaliensammlung Platz. Zeit, den Medikamentencocktail umzustellen, Tavor mit Gin ist angesagt...
In der Anstaltstöpferei arbeiten die Sonderschichten auf Hochtouren: endlich befreit von der strengen Aufsicht ihrer Kunsttherapeutin Sumpi, macht sich KatharinadieWunderbare daran, ein Deutschlandrelief im Maßstab 1:1 anzufertigen und Nitschmanier farbig zu gestalten. Hat sie sich überschätzt, oder entsteht hier die Apotheose der Art Brut?
Allgemeine Bestürzung bricht aus, als Anstaltssekretär Höflichkeitsliga androht, sich in Zukunft verstärkt dem Trinken widmen zu wollen, und daher die Verlegung auf eine Halbtagsstelle beantragt. Doch die verschlagene Personalchefin Dortessa hat eine gute Idee und führt ein langes Gespräch mit Rüdiger...

Irrenoffensive schrieb am 2.12. 2003 um 12:33:14 Uhr zu

Blasterklapse

Bewertung: 9 Punkt(e)

Folge 1577: Die traurigen Geranien

Seitdem die arrivierte Blasterklapse ihren Kassenstatus verloren hat, geht es fast beschaulich hinter den alten Mauern zu: Gerade eine Handvoll dauerhospitalisierter Selbstzahler nervt den gestutzten Personalstamm.
Der seit drei Folgen Lysander geheißene Kauz, den inzwischen alle der Einfachheit halber 'Graf Zahl' nennen, beharrt auf strikter Absinth-Diät und vermag über die ausgezählten Broteinheiten mit den Dämonen Umgang zu pflegen. Auch elfboi hat dank Voyagers Nibelungenkur schon einige Heptagramm zugelegt und muß an zugigen Herbstabenden nicht mehr fixiert werden.
Schwester biggi hat sich mit dem Schlüssel zum Medikamentenschrank im Schlaflabor verbarrikadiert - angeblich kann sie nur damit störungsfrei Radio Fritz hören. Einige Forensiker werden schon unruhig, und aus dem Hasenstall schallt es wie das Röhren ungemolkener Kühe. Allgemeine Sorgen bereitet das gemeinsame Verschwinden Dr. Wenkmanns und der schönen Irren aus der Alster: Zwar betritt 'Wenki', wie ihn seine Kritiker nennen, noch gelegentlich das Behandlungszimmer, meistens jedoch dreht er geistesabwesend eine Fliesenscherbe in der Hand, wozu er barocke Lieder auf Missingsch summt. Ein trauriger Anblick, und gerade jetzt muß der Schrank mit dem Serotonin unter Verschluß sein. MTA radon und Schnupperpfleger adsurb versuchen, den schwerstdepressiven Doktor mit einem Couplet über Protonenwürste aufzuheitern, ziehen sich jedoch den Zorn der alterstreng gewordenen Äbtissin Dortessa zu.

Irrenoffensive schrieb am 1.10. 2004 um 09:55:02 Uhr zu

Blasterklapse

Bewertung: 10 Punkt(e)

Allgemeine Empörung, als sich herausstellt, daß der unheilbar homosexuelle Blasterbibliothekar tango7 sämtliche Patiententoiletten mit Einwegspiegeln ausgestattet hat. Kurze Zeit später jedoch folgt die große Erleichterung: Sie sind samt und sonders falsch herum montiert! Showtime...
Seit die frühverrentete Anstaltsprimadonna biggi der Bewegung »Neues PsychiatrieDenken« beigetreten ist, klaffen neue Gräben zwischen der introvertierten Dragonerin und dem Rest der Klapse. Längst an viertelstündliche Hochwasserstandsmeldungen aus aller Welt gewöhnt, verunsichert ihre Forderung 'Keine Medikamente an Tagesbesucher! Patienten aus dem Ostflügel zuerst!' die wenigen verbliebenen Freigänger. Doch Rettung naht von ungeahnter Stelle: Ein alternder Popstar (in einem brillanten Cameoauftritt: Der späte Herbert Grönemeyer) verkleidet sich als Holger Apfel und fordert biggi nächtlich zu Buße und Umkehr auf. Die Situation eskaliert, als das Pausenzeichen des anstaltseigenen Radio Alphawelle um zweieinhalb Sekunden zu spät ertönt - eine typische Globalisierungspanne oder hat der geheimnisvolle Dr. Wenkmann tatsächlich eine Zeiteinfrierungsmaschine entwickelt?
Unterdessen neue Unruhe in der Forensik: Der Minusmann erweitert seine Rohrstocksammlung und trifft erste Weihnachtsvorbereitungen: Ein neues Gehirn für jeden Mitbewohner ist sein Ziel. Doch vor lauter Samaritertum wird er selbst immer weniger - nur eine Liquortransfusion kann da noch helfen. Zum Glück wuchtet gerade diso seinen Hydrocephalus über die Schwelle. Wird die rettende Absaugung gelingen?
Unruhig streift Leitergattin Liamara durch die Gänge: Wieder ist ihr rätselhafter Mann zu einer Hauslobotomie verschwunden, auf den Überwachungsmonitoren nur rosa Rauschen und jetzt droht auch noch der Kaffee zur Neige zu gehen! In ihrer Not fast sie einen tollkühnen Entschluß - doch der Weg zum Stinke-HL-Markt ist mit allzu attraktiven Pförtnern gepflastert...

Anstaltsleitung schrieb am 2.11. 2003 um 11:51:02 Uhr zu

Blasterklapse

Bewertung: 8 Punkt(e)

Directors Cut: Quo Vadis Blaster?

*knick knack*

Bing? Zum Diktat.

*knäcke*

Was hat das denn so lange gedauert? Schreiben Sie ... Moment, zuvor möchte ich Sie noch einmal eindringlich auf Ihre Geheimhaltungspflicht hinweisen. Können Sie auch ohne Hilfsmittel den Mund halten? Gut, also weiter im Text ... an die Oberste Projektleitung (OP), Anschrift, Datum, Anrede, Sie wissen schon ... Sonderbericht zur aktuellen Lage, Stand November 2003

Nachdem die Oberste Projektleitung, trotz massiver Forderungen der Insassen in den letzten Jahren, den Stabilitätspakt nicht erfüllen konnte oder wollte, macht sich so manch schleichender Rückzug einiger Blasterstars der zweiten Generation nun in dem offiziellen Kündigungsschreiben von Mcnep sichtbar. Wir können uns unsere Patienten natürlich nicht aussuchen, wollen wir auch garnicht. Aber nach den letzten Heilungserfolgen bei Sumpi, KIA, Heynz, mod, biggi, Voyager und nun auch Mcnep stellt sich die Frage, wer die Nachfolge im Patientengefüge antreten soll. Die Anstaltsleitung bittet diesbezüglich auch um Auskunft, inwieweit sich die OP noch zur Trägerschaft der Blasterklapse bereit findet. Wir haben bereits einen Evakuierungsberater für den Fall der politischen oder Selbstauflösung des Projektes beauftragt, der sich auch um die Organisation einer SelbsthilfegruppeNachDemEndeDesBlasters kümmern wird. Die damit verbundenen Personalkosten amortisieren sich mit dem geringeren Aufkommen an Traffic, so dass der Rahmen des jährlichen Budget nicht überschritten wird.

gez.

Haben Sie das? Schön ...
Übrigens, gute Arbeit Bing!
Na na, nun fallen Sie doch nicht gleich halb in Ohnmacht, nur weil ich ... Bing!

toschibar schrieb am 27.10. 2003 um 16:06:57 Uhr zu

Blasterklapse

Bewertung: 9 Punkt(e)

Folge 1254:
Oberschwester Voyager hat sich verliebt, doch die japanisch-katholische Schwester Oberin NikeNemo, die in der Pflegedienstleitung ihren Job verrichtet, liebt den Patienten Wenkmann, der sich als Mitglied der Liga der Superpsychiater ausgibt und ein großes »W« für »Wankman« auf seinem in der Therapiestunde selbst genähten Superhelden-Cape trägt.
Ein noch unbekannter Multiphrenie-Patient, der von der Blasterpolizei in einem Casino aufgegriffen wurde und sich abwechselnd als Karo, Pik, Herz oder Kreuz ausgab, hat eine neue Persönlichkeit entdeckt: Er verehrt den jungen schneidigen und überaus eloquenten Facharzt Doktor toschibar und hat dessen Persönlichkeit in Sekunden inhaliert. Seitdem hängt er ständig neue Botschaften an das schwarze Brett, die er mit toschibar unterschreibt.
Dauerpatient KIA ist noch nicht von seinem Ausgang zurückgekehrt, während Calista Jakubowski seit nunmehr zehn Monaten in einem roten Wollmantel und Puschelmütze durch die Anstalt läuft und alle fragt, was er wohl in seinem Sack habe. Auf das Angebot, dass die anderen Patienten, aber auch das Personal, gerne mal anfassen dürften, um besser raten zu können, ist bislang niemand eingegangen.
Die Bodentruppe, ein Patient, der von zu viel Kriegsfilmen und PC-Spielen traumatisiert ist und sogar Schlafanzüge in Tarnfarben besitzt, nervt bei den Teamsitzungen herum und will an den Besprechungen teilnehmen. Er schwadroniert von Verschwörungen und unterstellt dem Personal, einem Zirkel noch unbekannter Druiden anzugehören, die die Weltherrschaft anstreben, worauf Oberschwester voyager ihn ans Bett fesselt. Seitdem ist Ruhe. Aber ist das vielleicht nur die Ruhe vor dem Sturm?
Auflösung des cliffhangers der letzten Folge: HelgaBeimerIstSchwangerUndNamenSindIstSchuld.

toschibar schrieb am 14.1. 2005 um 00:04:02 Uhr zu

Blasterklapse

Bewertung: 9 Punkt(e)

Folge 2769: LampenSchirmeDekorieren

Neu-Insasse ACID hat zu Sylvester die Aufgabe bekommen, die Klinik zu schmücken. Die von Oberschwester voyager ausgehändigten Luftschlangen raucht er leider komplett auf und dekoriert die Klinik mit Glückskeksen aus der Ergotherapie, die nach langem Mutterschaftsurlaub wieder Frau Sumpi leitet. Die Glückskekssprüche sind leider komplett unverständlich, bieten jedoch für Doktor toschibar und seinen Assistenzarzt Doktor Wenkmann reichlich Aufschluss über die Verfassung und vor allem die nachhaltige Psychiatrieerfahrung des Patienten, der sofort auf die Geschlossene verlegt wird, denn dort bekommt so wie so niemand etwas von seinen wahnwitzigen Psychogrammen mit, welch ein Glück.
Die Patienten der Station »LederhosenSpankingKochlöffelFraktion« hatten ein paar Tage Gruppenausgang auf dem Hof, fanden jeodch keine Gesprächspartner und haben sich wieder auf ihrer Station verbarrikadiert.Es war darob nicht nur keiner böse, es hat nicht einmal jemand gemerkt. Nur ACID, der hier ein gefundenes Fressen witterte, lauerte auf ein Gespräch oder zwei, um sein in zahlreichen Therapie-Gesprächen angeeignetes Wissen anzubringen.
Dauerpatientin biggi ist weiterhin im Dauerkoma, doch ihre Bezugsbetreuerin Oberschwester voyager kümmert sich rührend um sie, so das sich der geneigte Leser keine Sorgen machen muss.
Die Arbeitsgruppe »AG battle and diss« - ins Leben gerufen vom Quadrophenie-Patienten mcnep, dessen »neue Persönlichkeit« glaubt, wieder fünfzehn zu sein - wird leider nur mäßig besucht. Zivi Höflich macht zwar hin und wieder sogar Besuche innerhalb seines Jahresurlaubs, um mcnep nicht zu demotivieren und auch ihm endlich ein Erfolgserlebnis zu gönnen, die Patienten sind aber vor allem durch unkontrollierte Gabe von Tranquilizern nicht motiviert genug, mcneps intellektuellen Hasstiraden zu folgen.
Die Entscheidung, diso aus dem künstlichen Koma aufzuwecken, hat sich als falsch herausgestellt, so dass Doktor toschibar nach kurzem Intermezzo wieder den Injektions-Salat auspackt, um den Patienten in die temporären Jagdgründe zu schicken.
Pförtnerin Liamara schafft es nicht, die Video-Cassette abzugeben, sondern schaut sie sich zu Hause mit ihrem Mann, dem bundesweit bekannten subversiven Schriftgelehrten A.F. an. Sie kündigt hernach den Arbeitsvertrag und rechtliche Schritte an... was also hat sie gesehen?

Irrenoffensive schrieb am 11.4. 2005 um 00:40:25 Uhr zu

Blasterklapse

Bewertung: 10 Punkt(e)

Folge 2691: Die Mauer ist auf!

Über Nacht hat sich der selbsteingewiesene Hochsicherheitspatient Günter Einbeck aus seiner geschmackvoll mit rotem Gummi als Biotechplazenta gestalteten Zelle im zweiten Obergeschoss verfügt. Sein Lebenswerk jedoch, eine Schöpfungsgeschichte auf 15.000 HollerithKarten mußte er bei seiner überhasteten Flucht leider zurücklassen. Wohin mit dem Zeug? Klapsenkapo wauz verfügt: Das Zeug kommt in die Asservatenkammer, wo bereits stormvogels Papierkraniche und aktenschrankweise die niemals aufgeführten Flatulenzkonzerte des Hasen ihrer Verwesung entgegensehen. Apropos: Anstaltssekretär Höflichs Ohrensausen hat sich nach einem Fürbittengebet zum heiligen Vater in den Ton der Krakauer Sigismund-Glocke gewandelt! Aus Dankbarkeit beschließt er, im Dienste der Missionsarbeit Washingtoner Jugendliche zu verschlumpfen. Ob das gut geht? Nachdem Dr. Wenkmann in einer Analyse Acids kindlichen Mibrauch durch eine Base aufgedeckt hat, bemüht sich dieser, Zweifel an seiner Gottkaiserschaft zu zerstreuen, in dem er in einer 12stündigen Rechenleistung Gott als die geschätztePapiermengeumdenBlasterauszudrucken beweist. Leider hat das papierlose Büro selbst in der Blasterkapelle Einzug gehalten und unter dem strengen Tutoriat von Freigängerin Katharina muß er in zahllosen Makrameesonderschichten ohnmächtig zuschauen, wie Blasterpensionär Toschibar draußen im Gartenhäuschen mit Hilfe einiger Flaschen Bier die Matrix verändert.
Pech für Klapsenkasper mcnep: Nachdem die neue Kunstwange ständig von ihm abgestoßen wurde, hat sich das biomechanische Wunderwerk in die Dienste des hessischen Landtags begeben und der Möchtegerncharmeur sitzt wieder einmal ohne Gesicht da. Dabei hatte er gerade einen zweiwöchigen Freigang herausgeschunden, unter Verweis auf eine Einladung nach Rapallo zum XIIten internationalen EzraPoundÄhnlichkeitswettbewerb. Er ahnt noch nicht, daß er nur als Toilettenwart vorgesehen ist...
Nachdem sich die gesamte Klapsenelite die Zeit mit der Verfertigung von Blogs vertreibt, beschließt der depressive Politschönling Gaddhafi, der sich seit seiner Verlobung mit einem alkoholkranken französischen Staranwalt Justerini nennt, ein ähnliches Projekt zu starten. Als Dazibao, riesige Wandzeitungen rings um die Anstaltmauern angebracht, müßte der Ruhm zum Greifen nah sein. Enttäuschung jedoch am Ende der Fertigstellung der Nordseite: Ein transpazifisches Magengrummeln hat den Bericht über nordkoreanische Clubmode Makulatur werden lassen. Justerini beschließt zu löschen und reißt mit Hilfe Gronkors, eines reanimierten Ogers, die in wochenlanger Arbeit beschriebene Mauer ab und entdeckt so per Zufall das Konzept der offenen Psychiatrie.

Irrenoffensive schrieb am 14.8. 2002 um 22:44:04 Uhr zu

Blasterklapse

Bewertung: 16 Punkt(e)

Folge 223: Les Demoiselles d'Avignon
Dramatische Vorgänge in der Blasterklapse: der arrivierten Maltherapeutin Sumpi wird mit der blutjungen und ehrgeizigen Praktikantin Katharina eine mögliche Rivalin im Kampf um die Gunst des Chefarschs an die Seite gestellt. Die abgebrühte Duenna greift zum letzten Mittel aller Tavoriten und praktiziert eine beachtliche Menge Haldol in Katharinas WellnessDrink. Doch die bewußtlose Praktikantin hat mehr Verehrer als je zuvor...
Währenddessen ist Langzeitinsassin Voyager tätig geworden: die halbe Blasterklapse rennt mit Unterkieferdisco herum, seitdem die resolute Kaltmamsell die Teeküche übernommen hat. Ausgerechnet ihre Erzfeindin, die Küchenhilfe Bing, kommt hinter das grüne Geheimnis...

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